nach langer Newsgroup-Abstinenz muss ich mich mal wieder melden - habe was ganz Nettes in Paderborn entdeckt und wollte Euch mal um Eure Meinung fragen...
Hier an der Uni hat der " Universitäts-Golfclub-Paderborn e.V." seinen Spielbetrieb aufgenommen. Ein kleiner und schnuckeliger 9-Loch-PLatz mit 7x Par3 und 2x Par4. Schnell zu spielen, gut gemacht und relativ günstig - mal eben für eine schnelle Runde nach der Arbeit für die Verbesserung des kurzen Spiels.
Hatte im Vorfeld mit meiner Frau geflaxt, dass wir ein Lochwettspiel machen. Und dann sehe ich die Course-Rating-Werte:
H: 2976 m, CR 58,2, SL 104, Par 58
D: 2976 m, CR 58,6, SL 97, Par 58
Das hatte zur Folge, dass meine Frau und ich bei gleicher Stammvorgabe ein unterschiedliches Handicap gehabt hätten. Und zwar ich ein LEICHTERES als meine Frau!!! Jetzt könnte man noch sagen - ist ja ok! Aber was ich Euch noch nicht verraten habe ist, dass es an allen Spielbahnen nur ein Tee gibt - sowohl für Frauen als auch für Männer. Die Spiellänge der einzelnen Bahnen (Par 3 + 4) ist somit gleich; den Vorgabenausgleich aufgrund der unterschiedlichen Tees gibt es nicht!!!
Habe mich deshalb mal an den GC gewandt, weil ich so eine Konstellation bisher auch noch nicht auf den Plätzen erlebt habe.
Die Antwort des GC auf meiner Anfrage:
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sie stellten die frage, warum im uni-golfclub paderborn, bei gleicher abschlagsentfernung für damen und herren, die damen schwerer gescoret sind als die herren. bei der slope-ermittlung geht man vom boogey-golfer/in aus. für damen veranschlagt man hierbei eine abschlagslänge von 130m, bei den herren von 175m/180m. dann wird geschaut, wie sich die landezone gestaltet (z.b. breite des fairways, wasserhindernisse, bäume, bunker, etc.) und bei der kürze unserer bahnen liegen nun mal die meisten dieser hindernisse im bereich von 170 - 180 metern. bei der cr-wert - ermittlung geht man dann allerdings von scratch-golfer aus.
ich hoffe ich konnte ihnen behilflich sein, witer schönes spiel
gruß volker v.bülow (schatzmeister + spielführer)
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Meine Antwort hierauf:
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schönen Dank für die schnelle Antwort und die ausführlichen Informationen.
In der Einzelbetrachtung der CR- und Slope-Betrachtung mögen sie ja Recht haben, aber in der Summe der beiden Werte - und somit der Ermittlung der Spielvorgabe auf dem Platz - ergibt sich meiner Meinung nach ein Ungleichgewicht zwischen Mann und Frau.
Wenn man z.B. mal einen mittelguten Golfer/Golferin (Hcp. 18) betrachtet, dann ergibt sich hierdurch eine mehr oder weniger große "Ungerechtigkeiten". So kann man z.B. als Mann auf dem Uni-Golfplatz jedes Loch unter normalen Windbedingungen mit einem Eisen erreichen. Selbst die Par 4 Löcher können mit einem Holz mit einem Schlag attackiert werden (klappt zwar nicht immer, aber versuchen kann man es). Ich kenne jedoch aus meinem Umfeld aber keine Frau, die dieses schaffen würde. Hölzer bzw. sogar der Driver sind für Frauen insbesondere auf den langen Par 3 Löchern Pflicht - damit sinkt dann auch gleichzeitig die Präzision der Schläge und insbesondere der "Roll" des Ball ist viel schwerer Kalkulierbar.
Auf allen anderen Golfplätzen, auf denen ich bisher gespielt habe gibt es getrennte Tees für Damen und Herren. In den Course-Rating-Unterlagen habe ich mal irgendwo gelesen, dass die Damen i.d.R. einige Prozent der Spielbahnlänge als Vorgabe an den jeweiligen Löchern bekommen sollen. Der Ausgleich Mann/Frau für jede einzelne Spielbahn wird somit in der Länge der Spielbahn aufgewogen. Dieses geht natürlich nur über dir Trennung der Abschläge - sprich getrennten Tees. Allerdings ist trotzdem auf nahezu allen Platzen der CR- und Slopeindex (in Summe) immer etwas Frauen-freundlicher - sprich bei gleicher Stammvorgabe erhält die Frau eine höhere Spielvorgabe.
Verwundert waren wir nur, dass dieses genau bei Ihnen nicht der Fall ist - trotz gleicher Abschlagstellen an den Spielbahnen. Deswegen die Nachfrage...
Sie sehen, so ganz konnten Sie mich immer noch nicht überzeugen. Aber ist ja auch egal. Ich wollte es einfach nur verstehen, denn in unserer Diskussion am Samstag habe ich keine Erklärungen für diesen speziellen Sachverhalt gefunden. Besonders meine Frau wollte es nicht einsehen, dass wir mit nahezu der selben Spielvorgabe antreten mussten. Aber so ist das Leben - endlich mal ein direkter Brutto-/Netto-Vergleich - und das vom gleichen Tee auf den selben Löchern.
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Wie ist Eure Meinung? Hattet Ihr so etwas auch schon einmal???
Gruß,
Tommy