ke...@adresse.hier (Thomas E. Schulz) wrote:
Hallo!
>Lese mit Begeisterung den einen oder anderen Kommentar (im WWW - mir war
>grad langweilig) und bin jedes mal verblüfft wie blauäugig manche sind.
>
>Fakt 1: Lewandowski wird in der neuen Saison sicher nicht mehr für
>Dortmund spielen und das unabhängig davon was Watzke will oder wünscht.
>Sollte Dortmund auf die absurde Idee kommen den Spieler auch gegen
>seinen Willen zu halten, kann ich mir ein Auflaufen von Lewandowski als
>wäre nichts vorgefallen einfach nicht vorstellen.
Sollte das passieren, was ich nicht glaube - ich befürchte ja eher,
dass Lewandowski den Vertrag bei den Bayern längst unterschrieben hat
- glaube ich nicht, dass Lewandowski sich hängen lassen wird. Erst mal
schätze ich ihn charakterlich nicht so ein; er weiß ja, dass er einen
Vertrag hat und das nicht nichts bedeutet und Dortmund das Recht hat,
so zu handeln, auch wenn es nicht seinen Wünschen entspricht.
Ausserdem würde er ja seinen Marktwert schmälern und sich selber als
charakterlosene Gesellen outen. Die Bereitschaft, so jemanden zu
verpflichten, könnte bei anderen Vereinen geringer werden - vielleicht
nicht bei allen Vereinen ;-). Ausserdem, ist es nicht so, dass ein
Spieler, der ohne Ablösesumme wechseln kann, in der Regel in der Lage
sein sollte, mehr für sich selbst herauszuschlagen? Die 30+x Millionen
Ablösesumme brauchen die Vereine dann ja nicht an den BVB zu zahlen
und könnten sie stattdessen an ihn und seinen Berater zahlen.
Was Watzke betrifft, würde ich seine Worte jetzt auch nicht auf die
Goldwaage legen. Mal angenommen, die Verhandlungen sind noch völlig
offen, warum sollte er dann nicht pokern, um möglichst viel für seinen
Verein rauszuholen. Und wenn er dabei zwischendurch sagt, Lewandowski
sei unverkäuflich, um damit ein Angebot rauszukitzeln, dass er nicht
ablehnen kann, wird ihm diese zwischenzeitliche Falschaussage nicht
den Job kosten.
>Dafür war er bisher zu loyal gegenüber dem BVB um sich solch ein
>Verhalten seitens des BVB gefallen zu lassen, hat seine Leistung sehr
>oft in wichtigen Spielen abgerufen, hat bisher zu wenig verdient für
>seine Leistungen und jetzt wäre der bestmögliche Zeitpunkt für ihn zu
>wechseln (da mit Pep viele Karten komplett neu gemischt werden).
Zu wenig verdient? Ich fände es wäre keine Schande, wenn da etwas
nachverhandelt werden würde. Solche Leistungen wie gestern Abend
liefern ihm dabei ja durchaus plausible Argumente. Genauso wie sie
Herrn Watzke Argumente liefern, eine möglichke Ablösesumme höher zu
gestalten.
>Fakt 2: Es gibt extrem wenige Vereine bei denen sich ein Lewandowski
>gegenüber Dortmund verbessern kann.
>
>ManC, Chelsea, Real, Liverpool, PSG, Juve, Milan und auch ManU (die
>haben RvP ansonsten könnte ich mir die vorstellen) gehören sicher nicht
>zu den Vereinen die für Lewandowski geeignet sind.
Ich beobachte den europäischen Fußball nicht ausreichend, um die
Spielsystem und Mannschaften der genannten Vereine beurteilen zu
können. Aber wäre Lewandowski nicht für fast jeden Verein eine
Verstärkung? Es könnte ja auch eine Option sein, sein Spielsystem so
zu ändern, dass es ihm entgegenkommt. Z.B. Madrid, ich frage michwieso
dieser Verein ungeeignet sein soll, außer vielleicht, weil das
vorhandene Personal teuer war und langfristig gebunden ist. Da, wo
Higuain und Benzema spielen, könnte ich mir auch einen Lewandowski
vorstellen. Und zumindest in den beiden Spielen in Dortmund waren die
beiden Madrilenen jetzt nicht so furchteinflössend. Am meisten Gefahr
ging m.E. von Ronaldo aus.
>Bleiben also im Prinzip Barcelona (falls die jemals wieder mit einem MS
>spielen wollen und der Verein aus dem Süden Deutschlands bei dem
>Lewandowski ganz offensichtlich eine riesige Wertschätzung erfahren
>würde.
"Wertschätzung" wäre vermutlich eher ein Arugment für ein weiteres
Jahr beim BVB.
>Daher ist die einzige logische Lösung: Wechsel in diesem Sommer zu einem
>süddeutschen Verein. ;) Und das für eine Ablösesumme um die 30 Mio und
>der Zusage die Verkündung selbst machen zu dürfen.
Ob das mit der Verküdung so klappt, sein mal dahingestellt, ansonsten
befürchte ich, dass die Prognose aufgehen könnte.
Schöne Grüße,
Harald