Bin fassungslos !
Nach der r�tselhaften bakteriellen Erkrankung nun dieser Schlag!
Den Angeh�rigen und allen Fans gilt unser aufrichtiges Beileid.
hajo
Mein Mitgefᅵhl seiner Familie und Freunden !
Ohje! Was fᅵr eine traurige Nachricht.
> Lese eben in den Nachrichtewn (N-TV) Robert Enke 32 tot !
> Bin fassungslos !
Ich auch!
Habs grad im Lᅵwenforum gelesen & nicht geglaubt; deshalb nochmal schnell
hier reingeschaut. Das erschᅵttert mich jetzt wirklich.
--
Die andere Site
mit den anderen Links
www.angerer-bodenlos.de
> "Robert Enke stirbt an Bahnᅵbergang in Neustadt
Da fᅵllt mir jetzt echt nichts ein.
> Mein Mitgefᅵhl seiner Familie und Freunden !
Allerdings!
Hallo.
> > Lese eben in den Nachrichtewn (N-TV) Robert Enke 32 tot !
> > Bin fassungslos !
> Ich auch!
> Habs grad im L�wenforum gelesen & nicht geglaubt; deshalb nochmal schnell
> hier reingeschaut. Das ersch�ttert mich jetzt wirklich.
Wow. Wohl Selbstmord wegen Depressionen - passiert also selbst
in solchen Spitzensportlerkreisen. Seine arme Frau, die ist nun
der �rmste Mensch der Welt. Mein Beileid! =:*(((
Sportlich und als Mensch im BL-Zirkus war er einer der Besten.
RIP.
--
Beste Gruesse, Hannes Gnad h.g...@apfelwerk.de
Apple Distinguished Professional http://www.apfelwerk.de
** Mac OS X 10.6 Snow Leopard - 28. August 2009 - http://www.apple.de **
> Lese eben in den Nachrichtewn (N-TV) Robert Enke 32 tot !
> Bin fassungslos !
Ach du meine Güte! :-(
> Mein Mitgefᅵhl seiner Familie und Freunden !
Vor allem seiner Frau.
Erst die Tochter, dann der Mann.
> "Der verheiratete Fu�ballprofi und seine Frau hatten vor drei Jahren
> ihre Tochter Lara im Alter von zwei Jahren verloren, die an einem
> angeborenen Herzfehler litt und im Krankenhaus starb."
>
> <http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,660538,00.html>
>
> Das kann einen schon gewaltig aus der Bahn werfen.
>
> M�ge er seinen Frieden finden.
>
> Thomas
Ich habe gehofft, mit der Adoption diesen Sommer h�tten sie das
verarbeitet.
War wohl nicht so.
RIP
Michael, ersch�ttert
> Ich habe gehofft, mit der Adoption diesen Sommer h�tten sie das
> verarbeitet.
> War wohl nicht so.
Viel Kraft w�nsch ich der Frau & dem Adoptivkind jetzt.
Das ist unfassbar!
RIP
RIP
Am Sonntag habe ich die Roten noch um ihn beneidet. Das ist doch alles
eine Scheisse...
Ich auch! Ich hatte dein Posting zunᅵchst fᅵr einen sehr schlechten
Scherz gehalten ...
GG
> Das ist unfassbar!
Ja.
Als Zyniker mag einen das Einzelschicksal evtl. nicht so
interessieren; aber wenn man etwas Empathie für Mitmenschen
aufbringt, dann kann man nur entsetzt sein.
Was ist da schiefgelaufen?
So ein verdammter Mist!
R.I.P.
>> Lese eben in den Nachrichtewn (N-TV) Robert Enke 32 tot !
>> Bin fassungslos !
> Ich auch!
> Habs grad im Lᅵwenforum gelesen & nicht geglaubt; deshalb nochmal schnell
> hier reingeschaut. Das erschᅵttert mich jetzt wirklich.
Auch ich bin sehr erschᅵttert.
Komme gerade aus dem Bᅵro wo mir die Nachricht mitten in der Arbeit von
einem Kollegen mitgeteilt wurde.
Was treibt einen doch noch jungen Menschen dazu sein Leben aufzugeben.
Wie werden es wohl nie ganz erfahren und ich denke das ist auch gut so.
Fassungslos.
Oh mein Gott, ich bin ebenfalls fassungslos.
Vor gut zwei Jahren hat sich einer meiner besten Freunde das Leben
genommen, und ich denke heute noch oft an ihn und habe engen Kontakt mit
seiner Famile. Ich kann nur annᅵhernd nachvollziehen was Robert Enkes
Famile jetzt fᅵhlt, und was er selbst vor seiner Tat wohl gefᅵhlt hat.
Und obwohl ich so weit weg von ihm und ihnen bin, es schmerzt mich
wirklich sehr. :-(
Ich wᅵnsche allen seinen Angehᅵrigen, und denen die mit ihm fᅵhlen alles
nur erdenklich Gute.
-----------------------------------------------------------------
-----------------------------------------------------------------
Fettes Brot
An Tagen wie diesen
An Tagen wie Diesen
Moin, Moin,
was geht
ales klar bei dir
wie spᅵt
gleich neun okay
will mal eben los Frᅵhstᅵck holen gehen
schalt den Walkman an zieh die Haustᅵr ran
lauf die Straᅵe entlang bis zum Kaufmanns laden
denn da gibts die aller besten Brᅵtchen weit und breit kann am Tresen
kurz mal lesen was die Zeitung schreibt.
Irgendwas von nem Groᅵangriff unzᅵhlige Bomben auf Kleinstadt viele
Menschen ums Leben gekommen
die Werbung gleich gemacht in nur einer Nacht
ich zahl noch was in dem Bᅵcker hᅵr noch den Nachrichtensprecher lage
wiedermalmal dramatisch verschlechtert heute fantastisches Wetter
plᅵtzlich gibts nen knall tausend Scherben ᅵberall die Nachbars Katze
hats erwischt bei nem Verkehrsunfall der Anblick kann einem echt die
Laune verderben was fᅵllt diesem Mistvieh hier genau vor meinen Augen zu
sterben.
Absolute Warnsinsshow
im Fernsehen und im Radio
die Sonne lacht so schadenfroh
an Tagen wie Diesen.
Niemand der mir sagt wieso
ob Frᅵhstᅵck oder Abendbrot
die Fragen warum so gnadenlos
an Tagen wie Diesen.
Eine Million bedroht vom Hungertod nach Schᅵtzungen der Unicef wer nicht
grad Gesund ist so zu hexen in nem Uninex seh ein Kind in dessen
traurigen Auge ne Fliege sitzt weiᅵ das das echt grausam ist doch
scheiᅵe man ich fᅵhle nichts was ist was denn bloᅵ los mit mir verdammt
wie ist das wirklich vielleicht habs ich schon zu oft gesehen man siehts
ja beinahe tᅵglich doch warum kann mich mitlerweile nichtmal das mehr
erschrecken wenn irgendwo irgendwo Menschen in dreckigem Wasser
verrecken dieses dumpfe Gefᅵhl diese leere im Kopf sowas kann uns nicht
passiern und was wᅵre wenn doch und mich zerreisen die Fragen ich kann
den scheiᅵ nicht ertragen die haben ja nichts mehr zu Fressen und ich
hab Steine im Magen.
Absolute Warnsinsshow
im Fernsehen und im Radio
die Sonne lacht so schadenfroh
an Tagen wie Diesen.
Niemand der mir sagt wieso
ob Frᅵhstᅵck oder Abendbrot
die Fragen warum so gnadenlos
an Tagen wie Diesen.
Was hat er grade gesagt an som normalen Sanstag passiert auf
bestialische Art ein ganz brutaler Anschlag bei dem sechs Leute starben
die Verletzten schrein Namen diese entsetzlichen Taten
assen mich jetzt nicht mehr schlafen und ich sehs noch genau das Bild im
Tv ein junger Mann steht dort im Stau fleht um Kind und Frau jetzt frag
ich mich wie ist es wohl wenn man sein Kind verliert noch bevor es sein
ersten Geburtstag hat doch das ᅵbersteigt mein Frust und mein Tracht
vielleicht warn die Attentᅵter voller Hass vor dem Gegner vielleicht gab
es Liebe fᅵr Familie und sie warn sogar selber Vᅵter manchmal wenn ich
Nachrichten seh passiert mit mir was seltsames denn auch wir sind Eltern
jetzt haben ein Kind in diese Welt gesetzt dann kommt es vor dass ich
Angst davor krieg das uns etwas geschieht das man den verliert den man
liebt das es das wirklich gibt mitten in der Nacht werd ich wach und bin
Schweiᅵ gebadet steig ins Bett meiner Tochter und hᅵr wie sie ganz leise
Atmet.
Absolute Warnsinsshow
im Fernsehen und im Radio
die Sonne lacht so schadenfroh
an Tagen wie Diesen.
Niemand der mir sagt wieso
ob Frᅵhstᅵck oder Abendbrot
die Fragen warum so gnadenlos
an Tagen wie Diesen.
Was fᅵr ne Warnsinsshow
im Fersehen und im Radio
die Sonne lacht dabei so schadenfroh.
Ich werd die Bilder nicht mehr los
beim Frᅵhstᅵck und beim Abendbrot
und niemand der mir sagen kann wieso.
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir wollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde.
Hermann Hesse
--
They were at the rim of the clearing now, and Sheriff Saunders closed his eyes
and stuck the corner of one out from behind the tree. Seeing nothing, he paused,
then tried again, eyes open this time. Results were, naturally, better.
-Isaac Asimov
Mein Mitgefᅵhl gilt dem Lokfᅵhrer des Zuges der mᅵglichwerweise sehr
lange Zeit darunter leiden muᅵ das ein Lebsnmᅵder keinen Ausweg mehr sah.
Falk
> Bin fassungslos !
Einigermaᅵen ja, aber gegenᅵber seiner Familie finde ich diese Tat auch
arg feige, gegenᅵber dem Zugfᅵhrer auch arg rᅵcksichtslos. Sich sein
eigenes Leben zu nehmen ist seine Sache, solange er keine Familie hat,
aber Unbeteiligte in die Sache hinein zu ziehen und als Werkzeug fᅵr
seinen Tod zu benutzen, finde ich einfach nur Scheiᅵe und auch trotz
seines Schicksalsschlages vᅵllig inakzeptabel.
Jᅵrgen Gerkens
Es ist deine freie Entscheidung so zu urteilen, aber du hast dabei
leider nicht bedacht, dass Robert Enke *wirklich* krank war.
Ich habe gestern auch direkt an seine Frau, Tochter und die Familie, wie
natᅵrlich auch an den armen Zugfᅵhrer denken mᅵssen - sie haben nun ein
sehr schweres Los zu erdulden - ohne Frage und nicht zu entschuldigen!
Mir ist bewuᅵt, dass Despression kaum eine gesellschaftlich ernsthaft
wahrgenommene Krankheit ist, aber das ᅵndert nichts an der Tatsache
selbst. Rationale Urteile helfen hier leider nicht.
GG
--
.. ...
Hallo.
> > Bin fassungslos !
> Einigerma�en ja, aber gegen�ber seiner Familie finde ich diese Tat auch
> arg feige, gegen�ber dem Zugf�hrer auch arg r�cksichtslos. Sich sein
> eigenes Leben zu nehmen ist seine Sache, solange er keine Familie hat,
> aber Unbeteiligte in die Sache hinein zu ziehen und als Werkzeug f�r
> seinen Tod zu benutzen, finde ich einfach nur Schei�e und auch trotz
> seines Schicksalsschlages v�llig inakzeptabel.
Mag man so sehen, in erster, oberfl�chlicher Ann�herung.
Nur, es war wohl so, da� Robert Enke wirklich depressiv war,
und das ist eine sehr ernste psychische Erkrankung. Man mu�
den ganzen Vorgang daher v�llig anders beurteilen.
--
Beste Gruesse, Hannes Gnad h.g...@apfelwerk.de
Apple Distinguished Professional http://www.apfelwerk.de
** Trauer um #1 - Robert Enke * 24. August 1977 + 10. November 2009 **
"Heiko L�wen" <heiko....@online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:hdcer0$jei$1...@online.de...
> Mag man so sehen, in erster, oberfl�chlicher Ann�herung.
>
> Nur, es war wohl so, da� Robert Enke wirklich depressiv war,
> und das ist eine sehr ernste psychische Erkrankung.
Das kenne ich allerdings weitaus weniger oberfl�chlich,
als du glaubst, habe mal eine mir sp�ter sehr nahestehende
Person in entsprechender Verfassung kennengelernt und bin
aus genau diesen Gr�nden dann keine Beziehung eingegangen,
h�tte wg. Beruf und Fortbildung nicht in ausreichendem
Ma�e f�r sie da sein k�nnen.
Die Zeit hat vor allem zu einem sehr vernichtenden Urteil �ber
diejenigen gef�hrt, die meinen, da beruflich / fachlich helfen zu
k�nnen, bzw. sich derartiges anzuma�en, ohne die Folgen
ihrer Einmischung in das fremde Leben auch nur ann�hernd
�berblicken zu k�nnen. Denn wenn es wirklich drauf ankommt,
sind genau die nicht da.
> Man mu� den ganzen Vorgang daher v�llig anders beurteilen.
Auch das entschuldigt nicht alles, jedenfalls nicht Unbeteiligte
als Werkzeug f�r den eigenen Suicid zu mi�brauchen. Und gerade
weil ich mich in so eine Situation durch eigene Erfahrungen
hinein finden kann, aber dazu eben auch kenne, wie sich ein
Kind freut, wenn da pl�tzlich jemand ist, der sich wirklich
gern um es k�mmert, finde ich so einen Schritt auch gegen�ber
dem Adoptivkind unter aller Sau. Der hat er nun n�mlich mit
auf den Weg gegeben, mit dem Tod seines eigenen Kindes nicht
fertig geworden zu sein und dass das Kind wom�glich daran
zerbricht, nur Ersatz gewesen zu sein, f�r es sich f�r seinen
Ersatzpapa nicht mehr lohnte zu leben, war einer meiner
ersten Gedanken, als ich die Nachricht las.
Wenn man so mit sich selbst zu tun hat, adoptiert man kein
Kind. Es nur als Ersatz zu adoptieren, in der Hoffnung
dadurch kommt was zur�ck, ist unter aller Sau. Entweder
man l��t das gleich oder man ist f�r das Kind dann auch
voll und ganz da.
Und wie wichtig man f�r ein Adoptivkind werden kann, kann
ich mir lebhaft vorstellen, seitdem mir das Kind einer
Partnerin ins Gesicht gesagt hat, der Ex-Partner der Mutter
h�tte sich nur mit ihr abgegeben, um bei Mama Punkte zu
sammeln, um mir nach Unternehmungen vor Freude auf den R�cken
zu springen und den Abschied ganz schwer zu machen, wenn ich
mir die Schuhe anziehen und zur Arbeit mu�te.
Erlebe mal, was ein fremdes Kind pl�tzlich alles von einem
lernt, wie es sich freut, wenn man f�r es da ist, bei Sorgen
zuh�rt, ihm �ngste nimmt, Streit mit der Mama schlichtet, bei
Schule hilft und sich ganz viel Zeit f�r Unternehmungen nimmt,
wirklich Freude daran hat.
Und da stelle ich mir dann vor, wie ein Kind aufnimmt, da�
der Ersatzpapa den Tod seines eigenen Kindes nicht verkraftet
und dann Frau samt "Ersatzkind" einfach im Stich l��t. Ja,
das ist verdammt feige und auch ein ganz ordentliches St�ck
r�cksichtslos, finde ich.
J�rgen Gerkens
Diese Aussage und das, was Du danach loslaesst, steht diametral
zueinander.
Schwer depressiv Kranke sind gar nicht mehr in der Lage, die Gedanken
zu fuehren, die Du von ihm erwartet haettest.
--
Winfried
Hallo.
> > Nur, es war wohl so, da� Robert Enke wirklich depressiv war,
> > und das ist eine sehr ernste psychische Erkrankung.
> Das kenne ich allerdings weitaus weniger oberfl�chlich,
> als du glaubst, habe mal eine mir sp�ter sehr nahestehende
> Person in entsprechender Verfassung kennengelernt und bin
> aus genau diesen Gr�nden dann keine Beziehung eingegangen,
> h�tte wg. Beruf und Fortbildung nicht in ausreichendem
> Ma�e f�r sie da sein k�nnen.
Vielleicht ist so eine pers�nliche Perspektive nicht der
richtige Blickwinkel f�r ausgerechnet dieses Thema.
> Die Zeit hat vor allem zu einem sehr vernichtenden Urteil �ber
> diejenigen gef�hrt, die meinen, da beruflich / fachlich helfen zu
> k�nnen, bzw. sich derartiges anzuma�en, ohne die Folgen
> ihrer Einmischung in das fremde Leben auch nur ann�hernd
> �berblicken zu k�nnen. Denn wenn es wirklich drauf ankommt,
> sind genau die nicht da.
Professionelle Hilfe bei psychischen Erkrankungen ist nicht
einfach zu leisten. Ich habe Respekt vor allen, die es zumin-
dest ernsthaft versuchen.
> Auch das entschuldigt nicht alles, jedenfalls nicht Unbeteiligte
> als Werkzeug f�r den eigenen Suicid zu mi�brauchen. Und gerade
Solange man die M�glichkeit hat, als Gesunder die Dinge so
einzuordnen und zu bewerten, sollte ja nichts schief gehen.
Aber depressive Menschen k�nnen das nicht mehr, deren Wahr-
nehmung von sich selbst und der Welt um sie herum ist eine
ganze andere, da werden dann ganz andere Schl�sse gezogen
und Bewertungen vorgenommen. Insofern macht es keinen Sinn,
mit Deinen Beurteilungen an die Sache ranzugehen, weder in
diesem Fall noch bei anderen Depressiven.
Bitte keine falschen Querverbindungen zu Aussagen, die nichts
miteinander zu tun haben. Danke.
--
Winfried
Da aber auch ich einschl�gige Erfahrungen habe, muss ich deine Aussagen
einfach kommentieren.
> Das kenne ich allerdings weitaus weniger oberfl�chlich,
> als du glaubst, habe mal eine mir sp�ter sehr nahestehende
> Person in entsprechender Verfassung kennengelernt und bin
> aus genau diesen Gr�nden dann keine Beziehung eingegangen,
> h�tte wg. Beruf und Fortbildung nicht in ausreichendem
> Ma�e f�r sie da sein k�nnen.
>
Da� du dich in einer Beziehung �berfordert gef�hlt h�ttest und deshalb
nichts draus wurde, ist dir nat�rlich nicht vorzuwerfen. Du hast eben
f�r dich andere Priorit�ten gesetzt.
Allerdings, so wie du das schreibst...
> Die Zeit hat vor allem zu einem sehr vernichtenden Urteil �ber
> diejenigen gef�hrt, die meinen, da beruflich / fachlich helfen zu
> k�nnen, bzw. sich derartiges anzuma�en, ohne die Folgen
> ihrer Einmischung in das fremde Leben auch nur ann�hernd
> �berblicken zu k�nnen. Denn wenn es wirklich drauf ankommt,
> sind genau die nicht da.
>
... gilt diese Aussage auch f�r dich. Du hast dich eingemischt und dann
irgendwann einen R�ckzieher gemacht. Wenn du auch vielleicht der
betreffenden Person deine Gr�nde nicht so dargelegt hast, hat sie es
vielleicht gesp�rt. Oder vermutet. Als es drauf ankam, warst auch du
augenscheinlich nicht da.
> ...finde ich so einen Schritt auch gegen�ber
> dem Adoptivkind unter aller Sau. Der hat er nun n�mlich mit
> auf den Weg gegeben, mit dem Tod seines eigenen Kindes nicht
> fertig geworden zu sein und dass das Kind wom�glich daran
> zerbricht, nur Ersatz gewesen zu sein, f�r es sich f�r seinen
> Ersatzpapa nicht mehr lohnte zu leben, war einer meiner
> ersten Gedanken, als ich die Nachricht las.
>
Du kannst mich gerne korrigieren, aber m.W. war Enke schon vorher krank.
Der Tod seiner Tochter hat wohl einiges verschlimmert, aber Ausl�ser
war das nicht. Daran wird das Adoptivkind sicher nicht zerbrechen.
> Wenn man so mit sich selbst zu tun hat, adoptiert man kein
> Kind. Es nur als Ersatz zu adoptieren, in der Hoffnung
> dadurch kommt was zur�ck, ist unter aller Sau. Entweder
> man l��t das gleich oder man ist f�r das Kind dann auch
> voll und ganz da.
>
Aus der Ferne betrachtet war diese Adoption durchaus richtig. Und ich
bin sicher, er hat es wie sein eigenes Kind geliebt. Dem Vernehmen nach
hatte er die Bef�rchtung, die Beh�rden w�rden ihnen das Kind wegnehmen,
wenn sie von seiner Depression w��ten. Und ich bin �berzeugt, er war f�r
das Kind voll und ganz da, so lange es ihm m�glich war.
> Und wie wichtig man f�r ein Adoptivkind werden kann, kann
> ich mir lebhaft vorstellen, seitdem mir das Kind...
>
Erwachsene sind *immer* wichtig f�r Kinder, sie beeinflussen die Zukunft
des Kindes. Diese Erkenntnis bedarf eigentlich keines konkreten Beispiels.
> Und da stelle ich mir dann vor, wie ein Kind aufnimmt, da�
> der Ersatzpapa den Tod seines eigenen Kindes nicht verkraftet
> und dann Frau samt "Ersatzkind" einfach im Stich l��t. Ja,
> das ist verdammt feige und auch ein ganz ordentliches St�ck
> r�cksichtslos, finde ich.
>
Wie schon erw�hnt, war Laras Tod nicht der Ausl�ser. Und glaub mir, sich
vor einen Zug zu werfen ist ganz und gar nicht feige. Robert Enke hatte
ganz andere Probleme als �ber die R�cksichtslosigkeit seiner Tat
nachzudenken.
Robert Enke wird wie alle von uns gegangenen weiterleben, so lange noch
einer an ihn denkt. Meine Gedanken sind bei den Hinterbliebenen.
Mario
> Entschuldigung J�rgen, das ich mich hier mal einmische. Werde auch
> sonst weiter nichts dazu schreiben, hier geht es n�mlich um Robert
> Enke und Angeh�rige.
> Da aber auch ich einschl�gige Erfahrungen habe, muss ich deine
> Aussagen einfach kommentieren.
> Da� du dich in einer Beziehung �berfordert gef�hlt h�ttest und deshalb
> nichts draus wurde, ist dir nat�rlich nicht vorzuwerfen. Du hast eben
> f�r dich andere Priorit�ten gesetzt.
Ja, zum Beispiel ausgeschlafen zur Arbeit zu fahren, ohne �berm�det
an einem Baum zu enden oder andere Leute �ber den Haufen zu karren.
Da wurde eine Grenze erreicht, die ich nicht mehr verantworten konnte,
nachdem ich wieder und wieder den Menschen aufbauen mu�te, bei dem
der Psychologe im denkbar ung�nstigstens Moment und ohne Mitmenschen
einzubinden ein H�uflein Elend hinterlassen und vor seine Praxist�r
geschubst hat, ohne mit Angeh�rigen und Umfeld zu sprechen.
> Allerdings, so wie du das schreibst...
>
>> Die Zeit hat vor allem zu einem sehr vernichtenden Urteil �ber
>> diejenigen gef�hrt, die meinen, da beruflich / fachlich helfen zu
>> k�nnen, bzw. sich derartiges anzuma�en, ohne die Folgen
>> ihrer Einmischung in das fremde Leben auch nur ann�hernd
>> �berblicken zu k�nnen. Denn wenn es wirklich drauf ankommt,
>> sind genau die nicht da.
>>
> ... gilt diese Aussage auch f�r dich. Du hast dich eingemischt und
> dann irgendwann einen R�ckzieher gemacht.
Nein, da mischt man sich nicht ein, da ger�t man ohne jede Vorahnung
mitten hinein und kann dann auch nur bis zu einer Grenze Hilfe leisten.
Und wenn einem dann teilweise nur noch 2 h Schlaf bleiben, bevor
man zur Arbeit fahren, seinem Job nachgehen und mit dem Wagen wieder
zur�ck mu�, wird die Sache dann f�r einen selbst so gef�hrlich, da�
man irgendwann an sich selbst denken und zwei G�nge zur�ck schalten,
d.h. f�r sich selbst Konsequenzen ziehen mu�.
> Wenn du auch vielleicht der
> betreffenden Person deine Gr�nde nicht so dargelegt hast, hat sie es
> vielleicht gesp�rt. Oder vermutet. Als es drauf ankam, warst auch du
> augenscheinlich nicht da.
Doch, ich habe bis an die Schmerzgrenze geholfen, auch nachdem ich
eine Beziehung dann mittlerweile ausgeschlossen hatte. Irgendwann ist
man n�mlich an dem Punkt, wo man sich vorstellt, da� man eines Tages
nach Hause kommt und dann Frau und Kinder wegen irgendeiner banalen
Sache, mit der sie nicht fertig wurde, tot in den Betten liegen. Und
wenn man wirklich alles versucht und getan hat, auch noch sieht, wie
ein Psychologe so offensichtlich mehr Schaden anrichtet als hilft,
man dagegen aber keine Handhabe hat, bleibt nur die Hilfe zur�ck zu
fahren und auch mal an sein eigenes Leben zu denken. Und an das
derer, die man nicht tot fahren will, weil man um 4 hoch mu� und bis
sp�t in die Nacht zuh�ren und beruhigen mu�te.
> Du kannst mich gerne korrigieren, aber m.W. war Enke schon vorher
> krank. Der Tod seiner Tochter hat wohl einiges verschlimmert, aber
> Ausl�ser war das nicht. Daran wird das Adoptivkind sicher nicht
> zerbrechen.
Der Punkt ist, da� er lange vor der Adoption gewu�t haben mu�, da� er
schon sei eigenes Leben nicht im Griff hat. Sonst h�tte er nicht schon
2003 fachliche Hilfe in Anspruch genommen. Und der Tot seines eigenen
Kindes d�rfte f�r eine depressive Person noch schwerer zu verkraften
sein, als f�r andere. Dann f�r ein Adoptivkind Verantwortung �bernehmen
zu wollen, find ich arg daneben, wenn das nicht vielleicht (!) sogar
auch noch ein Mittel war, um �ber den eigenen Verlust hinweg zu kommen.
Das aber kann man von au�en wirklich nicht mehr einsch�tzen, aber auch
der Gedanke dr�ngt sich auf.
> Aus der Ferne betrachtet war diese Adoption durchaus richtig.
Wenn jemand stabil auf den Beinen steht, ok. Aber er war schon lange
vorher depressiv, hat wohl mindestens seit 6 Jahren Hilfe in Anspruch
nehmen m�ssen.
> Und ich bin sicher, er hat es wie sein eigenes Kind geliebt.
Der Punkt war, da� er Frau und Kind im Stich gelassen hat.
> Dem Vernehmen
> nach hatte er die Bef�rchtung, die Beh�rden w�rden ihnen das Kind
> wegnehmen, wenn sie von seiner Depression w��ten. Und ich bin
> �berzeugt, er war f�r das Kind voll und ganz da, so lange es ihm
> m�glich war.
Schau und auch solche Gedanken, da� eines Tages wom�glich Frau und
eigene Kinder gef�hrdet w�ren, die Kinder aber auch zu kurz kommen
w�rden, hatte mich veranla�t, eine Beziehung dann auszuschlie�en.
Mit Enkes Situation will ich das aber nicht vergleichen, nur eben
auf deinen Vorwurf hin aufzeigen, warum ich es so f�r vern�nftiger
hielt. Ich habe �brigens bis heute Kontakt, lange weiter geholfen,
w�re auch jetzt noch f�r sie da, aber eben nur begrenzt.
> Erwachsene sind *immer* wichtig f�r Kinder, sie beeinflussen die
> Zukunft des Kindes. Diese Erkenntnis bedarf eigentlich keines
> konkreten Beispiels.
Es macht aber einen sch�nen Unterschied, ob der kleine Wurm
gerade geschl�pft ist oder einen erst mal als Muttis Freund
betrachtet und nicht erst mal die Schnullerflasche will,
sondern vom ersten Tag an Fragen stellt. Da hat man dann
gleich ein paar Jahre Chance zur Kontaktbildung �bersprungen
und mu� sehen, wie Vertrauen entsteht.
Genau das kann bei einem Kind mit Vergangenheit schon sehr
ersch�ttert sein, weshalb man da u.U. sehr viel mehr tun mu�,
um dieses Vertrauen zu gewinnen.
Ich selbst h�tte mir vorher nicht vorstellen k�nnen, da� mir
ein Wochen vorher noch fremdes Kind nachts auf den Anrufbeantworter
spricht oder nachts in der Firma anruft und von seinen kleinen
Sorgen erz�hlt, sich beruhigen l��t, wenn es schlecht getr�umt hat.
Und ich hatte mich sehr gefreut, da� das Kind mir eine echte Chance
gegeben und sich prima mit mir zusammen gerauft hatte.
Das gibt aber auch eine Vorstellung, welchen Schaden es anrichten
w�rde, wenn man sich da mal eben aus dem Leben verpi�t und nicht
mehr f�r es da ist.
> Wie schon erw�hnt, war Laras Tod nicht der Ausl�ser.
Der Punkt ist, wie das Adoptivkind das eines Tages vielleicht
mal in den Hals kriegt. Mich hat schon gewundert, was ich alles
sortieren mu�te, wenn die Mama lernen oder arbeiten mu�te, keine
Zeit hat und ich f�r das Unterhaltungsprogramm gesorgt habe.
Gerade ein Kind, das schon mal andere Erfahrungen gesammelt hat,
achtet sehr genau darauf, ob man sich Zeit nimmt, zuh�rt und
auch auf seine Bed�rfnisse eingeht. Wie Depressionen auch noch
den Partner in Anspruch nehmen, habe ich ja wie geschrieben aus
dieser Perspektive erlebt und w��te nicht, wie da auch noch ein
Kind zu seinem Recht kommen sollte. Der Tag hat nun mal nur
24 h und mit Beruf und Schlaf ist nun mal zwangsl�ufig ein
gewisser Teil fix verplant. Noch mehr kann man dann einfach
nicht tun und dann kommt das Adpotivkind zwangsl�ufig zu kurz.
Wer mal erlebt hat, wie viel Zeit es kostet, f�r jemanden mit
Depressionen da zu sein, wird daran keinen Zweifel haben.
> Und glaub mir,
> sich vor einen Zug zu werfen ist ganz und gar nicht feige.
Ich mache das �blicherweise h�chstens beim Basteln an der
M�rklin Bahn, finde es aber r�cksichtslos dem gegen�ber,
das im Ma�stab 1:1 und sich dabei jemanden zum Werkzeug zu
machen.
> Robert Enke hatte ganz andere Probleme als �ber die
> R�cksichtslosigkeit seiner Tat nachzudenken.
Andere Leute haben Sorgen ganz anderer Kaliber. Deshalb sind solche
Ausreden f�r mich immer daneben. Wer in der Lage ist, andere Menschen
�ber seinen Zustand hinweg zu t�uschen und dann so etwas plant, der
darf dann auch die Folgen f�r Unbeteligte und die Hinterbliebenen
auf dem Schirm haben.
> Robert Enke wird wie alle von uns gegangenen weiterleben, so lange
> noch einer an ihn denkt. Meine Gedanken sind bei den Hinterbliebenen.
Und die tun mir wirklich leid.
Sicher auch nicht verkehrt, im Profisport generell mal �ber den
Druck nachzudenken, dem der Einzelne dort ausgesetzt wird, zumal
dessen Familie mit im Boot sitzt.
J�rgen Gerkens
--
ciao,
Bruce
drift wave turbulence: http://www.rzg.mpg.de/~bds/
"Bruce D. Scott" <b...@ipp-garching.mpg.de> schrieb im Newsbeitrag
news:hdchfh$1ifk$1...@gwdu112.gwdg.de...
"Falk Schade" <fa...@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4afa9b71$0$6580$9b4e...@newsspool3.arcor-online.net...
> Heiko L�wen schrieb:
>>
>> Lese eben auf www.bundesliga.de:
>> "Robert Enke stirbt an Bahn�bergang in Neustadt
>> lt. Polizei deute alles auf eine Selbstt�tung hin"
>>
>> Mein Mitgef�hl seiner Familie und Freunden !
>
> Mein Mitgef�hl gilt dem Lokf�hrer des Zuges der m�glichwerweise sehr lange
> Zeit darunter leiden mu� das ein Lebsnm�der keinen Ausweg mehr sah.
>
> Falk