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Aurora - Das letzte Experiment

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Ulrich F. Heidenreich

unread,
Oct 6, 2008, 11:18:49 AM10/6/08
to
Hallo!

Noch jemand in der Gegend, der sich dieses - vorsichtig ausgedrückt -
etwas altbackene und unausgereifte Adventure wegen akuter Adventure-
Entzugs-Erscheinung angetan hat und mit mir gemeinsam darüber "lästern"
möchte? "Das letzte" im Titel scheint Nomen ist Omen zu sein ...

Das Ding ist nämlich so grottenhaft schlecht, daß es schon wieder
beginnt, Spaß zu machen, sich mit seinen Tücken statt der eigentlichen
Aufgabe auseinanderzusetzen ;-).

Wie zum Beispiel macht man einen verkohlten Schriftzug eines Zettels
sichtbar, der ins brennende Kaminfeuer geworfen wurde?

Spoiler-


-space:

Richtig: Man stapelt den Zettel zwischen zwei Drahtkonstrukte und stellt
eine brennende Kerze darunter. Ob da der Autor wohl was mit der guten,
alten Zitronensaftgeheimtinte wervechselt hat?

CU!
Ulrich
--
Hiermit untersage ich jegliche Verwendung meiner personenbezogenen
Daten (Name und Mailadresse), die über den Zweck des Transports im
Usenet hinausgeht; wie zum Beispiel die Speicherung dieser Daten zur
Erstellung von Posting-Statistiken oder "Wer antwortete wem"-Bezügen.

Jan Bierbaum

unread,
Oct 6, 2008, 1:07:43 PM10/6/08
to
Hallo!


Ulrich F. Heidenreich meinte am 06.10.2008 17:18:


> Noch jemand in der Gegend, der sich dieses - vorsichtig ausgedrückt -
> etwas altbackene und unausgereifte Adventure wegen akuter Adventure-
> Entzugs-Erscheinung angetan hat und mit mir gemeinsam darüber "lästern"
> möchte? "Das letzte" im Titel scheint Nomen ist Omen zu sein ...

Mit dem Spiel kann ich zwar nichts anfangen, aber...


> Wie zum Beispiel macht man einen verkohlten Schriftzug eines Zettels
> sichtbar, der ins brennende Kaminfeuer geworfen wurde?
>
> Spoiler-
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> -space:
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> Richtig: Man stapelt den Zettel zwischen zwei Drahtkonstrukte und stellt
> eine brennende Kerze darunter. Ob da der Autor wohl was mit der guten,
> alten Zitronensaftgeheimtinte wervechselt hat?

Genau dieses Rätsel kam, mit identischer Lösung versteht sich, auch in
"Agatha Christie: Mord im Orient Express" vor, daß ich vor kurzem
gespielt habe. Ich nehme mal an, daß das aus der Buchvorlage übernommen
wurde. Jedenfalls ist das Konzept verbreitet, auch wenn es mir beim
Spielen selber etwas merkwürdig vorkam.

CU, Jan.

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Oct 7, 2008, 4:30:25 AM10/7/08
to
Jan Bierbaum in <news:6kv2cuF...@mid.individual.net>:

>Hallo!
>
>
>Ulrich F. Heidenreich meinte am 06.10.2008 17:18:

1,2,3,4, ... Seufz.

>> Noch jemand in der Gegend, der sich dieses - vorsichtig ausgedrückt -
>> etwas altbackene und unausgereifte Adventure wegen akuter Adventure-
>> Entzugs-Erscheinung angetan hat und mit mir gemeinsam darüber "lästern"
>> möchte? "Das letzte" im Titel scheint Nomen ist Omen zu sein ...
>
>Mit dem Spiel kann ich zwar nichts anfangen,

Schade. Und ich hoffte schon auf "geteiltes Leid ist halbes Leid".


>aber...
>
>
>> Wie zum Beispiel macht man einen verkohlten Schriftzug eines Zettels
>> sichtbar, der ins brennende Kaminfeuer geworfen wurde?
>>
>> Spoiler-
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>> Richtig: Man stapelt den Zettel zwischen zwei Drahtkonstrukte und stellt
>> eine brennende Kerze darunter. Ob da der Autor wohl was mit der guten,
>> alten Zitronensaftgeheimtinte wervechselt hat?
>
>Genau dieses Rätsel kam, mit identischer Lösung versteht sich, auch in
>"Agatha Christie: Mord im Orient Express" vor, daß ich vor kurzem
>gespielt habe. Ich nehme mal an, daß das aus der Buchvorlage übernommen
>wurde. Jedenfalls ist das Konzept verbreitet

Schrift auf verbranntem (Sic! Der Detektiv hat loderndes Kaminfeuer
gelöscht[1]) Papier dadurch lesbar bekommen, indem man es erneut
anbrennt? Ich weiß nicht so recht ...

___________
[1] Die Badewanne, aus der man den Löscheimer füllen mußte, hatte -
wie viele andere Stellen auch - übrigens keinen Hotspot. Dagegen
ist Pixelhunting was für Warmduscher.

Jan Bierbaum

unread,
Oct 8, 2008, 3:27:15 PM10/8/08
to
Ulrich F. Heidenreich meinte am 07.10.2008 10:30:

>>> Wie zum Beispiel macht man einen verkohlten Schriftzug eines Zettels
>>> sichtbar, der ins brennende Kaminfeuer geworfen wurde?
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>>> -space:
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>>> Richtig: Man stapelt den Zettel zwischen zwei Drahtkonstrukte und stellt
>>> eine brennende Kerze darunter. Ob da der Autor wohl was mit der guten,
>>> alten Zitronensaftgeheimtinte wervechselt hat?
>>
>>Genau dieses Rätsel kam, mit identischer Lösung versteht sich, auch in
>>"Agatha Christie: Mord im Orient Express" vor, daß ich vor kurzem
>>gespielt habe. Ich nehme mal an, daß das aus der Buchvorlage übernommen
>>wurde. Jedenfalls ist das Konzept verbreitet
>
> Schrift auf verbranntem (Sic! Der Detektiv hat loderndes Kaminfeuer
> gelöscht[1]) Papier dadurch lesbar bekommen, indem man es erneut
> anbrennt? Ich weiß nicht so recht ...

Jetzt habe ich das Ganze nochmal etwas ausführlicher recherchiert und so
abwegig ist es offenbar nicht. Gestoßen bin ich auf 2 Veröffentlichungen
im "Fresenius' Journal of Analytical Chemistry" von Anfang des 20.
Jahrhunderts. Dummerweise ist der Volltext nicht frei zugänglich,
deshalb zitiere ich hier mal die relevanten Stellen:


Aus "J. Habermann: Über den Nachweis von Schriftzeichen auf verkohltem
Papier" [1]:

> Im ersten Stadium des Verkohlungsprozesses, also in
> der Periode, in welcher flüchtige Produkte der trockenen Destillation in
> der Form von brennbaren Gasen und Dämpfen entweichen, wurden in
> keinem Fall Beobachtungen gemacht, welche im Hinblick auf den an-
> gestrebten Zweck Beachtung, verdienen würden. Hatte die Entwickelung
> brennbarer Gase aufgehört, war demnach die Verkohlung eigentlich
> beendigt und wurde das Erhitzen noch fortgesetzt, so konnte ich in
> nicht wenigen Fallen ein plötzliches Erglühen der ursprünglichen Schrift-
> zeichen, und zwar mitunter mit solcher Deutlichkeit beobachten, dass
> die ursprünglich auf dem Papier mit Tinte geschriebenen Worte ge-
> wissermafsen in Glühschrift auf der schwarzen Papierkohle erschienen
> und gelesen werden konnten. Das Auftreten dieses Phänomens war an
> keine bestimmte Papiersorte und nach den gemachten Wahrnehmungen
> auch an keine bestimmte Tintensorte gebunden. Denn einerseits trat
> bei derselben Papiersorte and bei Verwendung derselben Tinte die Er-
> scheinung manchmal ein and blieb eben so oft aus and andererseits
> wurde sie nicht nur beim Verkohlen von mit Schreibtinte beschriebenem,
> sondern auch beim Verkohlen von solchem Papier beobachtet, welches
> mit roter Tinte oder mit rotem Farbstift beschrieben worden war. Es
> gelang mir indessen nicht, trotz mancherlei Bemühungen, den Versuch
> so zu gestalten, dass ich die Erscheinung nach Belieben hätte hervor-
> rufen oder unterdrücken können.


In Bezug darauf aus "Über die Untersuchung verkohlter Dokumente" [2]:

> In den
> meisten Fällen erfordert die Sichtbarmachung der Schrift auf verkohltem
> Papier, dass man den Verbrennungsprozess noch etwas
> weiter fortfhrt[1]). Am besten verfährt man dabei so, dass man
> das Papier zwischen zwei feine Drahtnetze legt und diese mit Hilfe
> einer Tiegelzange in die Flamme eines Bunsenbrenners bringt. Man
> kann so den weiteren Verbrennungsprozess bis zu jedem beliebigen
> Grad fortführen und dann unterbrechen. Man vermeidet so auch das
> Zusammenrollen der Asche.


Über die Uni-Bibliothek konnte ich die kompletten Texte abrufen, daher
auch die Möglichkeit zu zitieren. Wenn es dich näher interessiert, kann
ich dir die PDFs gerne zuschicken. Das sollte dann ja als Privatkopie
durchgehen :-)


> [1] Die Badewanne, aus der man den Löscheimer füllen mußte, hatte -
> wie viele andere Stellen auch - übrigens keinen Hotspot. Dagegen
> ist Pixelhunting was für Warmduscher.

Jetzt bin ich neugierig. Wie füllt man den Eimer denn dann; einfach an
der richtigen Stellen den Eimer benutzen?


[1] http://www.springerlink.com/content/w17611351917lru0/
[2] http://www.springerlink.com/content/y557h22wq2230882/

CU, Jan.

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Oct 9, 2008, 4:15:35 AM10/9/08
to
Jan Bierbaum in <news:6l4q4oF...@mid.individual.net>:

>Ulrich F. Heidenreich meinte am 07.10.2008 10:30:
>>>> Wie zum Beispiel macht man einen verkohlten Schriftzug eines Zettels
>>>> sichtbar, der ins brennende Kaminfeuer geworfen wurde?

Wisssenschaftliche Erklärung gelesen und verstanden. Das war mir
dermaßen neu, daß ich es eher für einen weiteren Minuspunkt dieses
Aurora hielt.

>Über die Uni-Bibliothek konnte ich die kompletten Texte abrufen, daher
>auch die Möglichkeit zu zitieren. Wenn es dich näher interessiert, kann
>ich dir die PDFs gerne zuschicken. Das sollte dann ja als Privatkopie
>durchgehen :-)

Nicht nötig. Ich glaube Dir auch so ;-)

>>>> Spoiler-

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>> [1] Die Badewanne, aus der man den Löscheimer füllen mußte, hatte -
>> wie viele andere Stellen auch - übrigens keinen Hotspot. Dagegen
>> ist Pixelhunting was für Warmduscher.
>
>Jetzt bin ich neugierig. Wie füllt man den Eimer denn dann; einfach an
>der richtigen Stellen den Eimer benutzen?

Wie im echten Leben auch (Dort gibt es auch keine Hotspots): Den Eimer
in die wassergefüllte Wanne tauchen :-p.

Als weitere Spaßbremse kommt später auch noch (mindestens?) ein
Reaktionstestspielchen vor.

Karl-Josef Ziegler

unread,
Oct 11, 2008, 8:48:29 AM10/11/08
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb:

> Noch jemand in der Gegend, der sich dieses - vorsichtig ausgedrückt -
> etwas altbackene und unausgereifte Adventure wegen akuter Adventure-
> Entzugs-Erscheinung angetan hat und mit mir gemeinsam darüber "lästern"
> möchte? "Das letzte" im Titel scheint Nomen ist Omen zu sein ...

Dazu hatte ich mal folgende Kritik geschrieben:

<snip>

Auch wenn es nur ein semiprofessionelles Adventure ist, etwas mehr
Sorgfalt hätte ich mir schon gewünscht. Ein Highlight ist die Story, da
hätte man wesentlich mehr mehr draus machen können. Meine Kritikpunkte:

- relativ kurz

- Grafik insgesamt zu dunkel

- keine Sprachausgabe (so etwas ist heute einfach völlig unzeitgemäss)

- Objektbezeichnungen im Inventar nicht lokalisiert (also italienisch
statt deutsch)

- schwierige Installation, da das Game nur mit einem Codec in einer
bestimmten Version zu laufen scheint

- nur wenige und sehr kurze Zwischensequenzen

Einer kleinen Softwareschmiede hilft es als Newcomer wohl kaum, wenn man
so einen 'Schnellschuss' im Beta-Stadium lieblos schludrig lokalisiert
auf den Markt wirft, um noch ein paar Euronen zu verdienen.
Glücklicherweise habe ich das Spiel nur zum Niedrigpreis erworben, sonst
hätte ich mich über das Preis-Leistungsverhältnis doch sehr geärgert.

<snap>

Viele Grüße,

- Karl-Josef

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Oct 11, 2008, 9:04:57 AM10/11/08
to
Karl-Josef Ziegler in <news:gcq7av$3s1$1...@online.de>:

>Ulrich F. Heidenreich schrieb:
>
>> Noch jemand in der Gegend, der sich dieses - vorsichtig ausgedrückt -
>> etwas altbackene und unausgereifte Adventure wegen akuter Adventure-
>> Entzugs-Erscheinung angetan hat und mit mir gemeinsam darüber "lästern"
>> möchte? "Das letzte" im Titel scheint Nomen ist Omen zu sein ...
>
>Dazu hatte ich mal folgende Kritik geschrieben:
>
><snip>
>
>Auch wenn es nur ein semiprofessionelles Adventure ist, etwas mehr
>Sorgfalt hätte ich mir schon gewünscht. Ein Highlight ist die Story, da
>hätte man wesentlich mehr mehr draus machen können. Meine Kritikpunkte:
>
>- relativ kurz

Kann ich noch nicht abschätzen, weil ich zu lange mit dem besonderen
"Charme" des Spieles zu kämpfen habe.

>- Grafik insgesamt zu dunkel

Kann ich nicht bestätigen.

>- keine Sprachausgabe (so etwas ist heute einfach völlig unzeitgemäss)

Damit kann ich leben.

>- Objektbezeichnungen im Inventar nicht lokalisiert (also italienisch
>statt deutsch)

Dafür gibt's dann zum Ausgleich den einen oder anderen Dialog auf
Englisch :-p

>- schwierige Installation, da das Game nur mit einem Codec in einer
>bestimmten Version zu laufen scheint

Kein Problem. Haarig waren bei mir nur die irreführenden Fehlermeldungen
über eine vorgeblich fehlende dll, wenn man das Spiel nicht mindestens
einmal mit Adminrechten gestartet hatte.

>- nur wenige und sehr kurze Zwischensequenzen

Braucht man sowas, außer um ein Spiel künstlich in die Länge zu ziehen?

>Glücklicherweise habe ich das Spiel nur zum Niedrigpreis erworben,

me too. Deswegen stören mich obige Peanuts auch eher weniger. Mein
Postinmg hier war eher ein Hilferuf nach dem sprichwörtlichen 3. und
4. Auge, was vielleicht mehr sieht als meine beiden, um hier und dort
voranzukommen.

Spoiler-

-space.

Selbst eine Komplettlösung bringt mich derzeit nicht weiter: Wo zum
Henker mag der Schrank sein, den man genügend rechtzeitig aufsuchen
muß?

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