http://de.youtube.com/watch?v=XnXc33z5D5I
Monitor-Beitrag von 1969. Wunderbar tendenziöser Journalismus.
Heutzutage kann man drüber lachen.
OBW
Naja, nicht wirklich, denn das gleiche Geschwurbel gibt es jetzt zum
Internet, zu Computerspielen, eigentlich zu allem, was die Leute nicht
kennengelernt haben und nun aus Unverständnis fürchten. Zum lachen,
wenn's nicht so traurig wäre.
Und die Experten mal wieder. "In Amerika hat es auch den Superman
gegeben, aber der Superman ist heute durch bessere Formen der SF
abgelöst. Man lacht nur noch über Superman."
Ja ne, ist klar. 1969. Da hatte der gute noch ganz gute
Verkaufszahlen. Und: Das war die Zeit, in der James T. Kirk die Bühne
betrat, tendenziell eine sehr ähnliche Figur (legtimiert als Vertreter
einer demokratischen Allianz, aber mit großern machtbefugnissen.)
Wobei ich ja einiges an PR zum Fußnägelkringeln finde, insbesondere
den alten Sachen. Aber mei, sowas passiert halt, wenn der Protagonist
gleichzeitig Präsident und Kommandosoldat sein soll. 's gibt
schlimmeres. Weitaus schlimmeres. Den Monitor, zum Beispiel.
Da wurde Perry Rhodan als der neue Hitler bezeichnet. Das fand ich
damals und finde ich heute voll daneben und nicht lustig.
> Naja, nicht wirklich, denn das gleiche Geschwurbel gibt es jetzt zum
> Internet, zu Computerspielen, eigentlich zu allem, was die Leute nicht
> kennengelernt haben und nun aus Unverständnis fürchten. Zum lachen,
> wenn's nicht so traurig wäre.
> Und die Experten mal wieder. "In Amerika hat es auch den Superman
> gegeben, aber der Superman ist heute durch bessere Formen der SF
> abgelöst. Man lacht nur noch über Superman."
Das zeigt, wie umfassend informiert dieser Experte war. Aber es zeigt
auch, wie ängstlich und besorgt die Macher des damaligen Monitormagazins
waren, deutsche Jugendliche könnten wieder begeistert hinter einem Mann
her laufen. Immer wieder wird den Autoren vorgeworfen PR sei ein
Anführer, Führer quasi, der diktatorisch entscheidet, was andere in
absolutem Gehorsam auszuführen hätten. Sogar der Begriff gottähnlich
wird gebraucht.
> Ja ne, ist klar. 1969. Da hatte der gute noch ganz gute
> Verkaufszahlen. Und: Das war die Zeit, in der James T. Kirk die Bühne
> betrat, tendenziell eine sehr ähnliche Figur (legtimiert als Vertreter
> einer demokratischen Allianz, aber mit großern machtbefugnissen.)
>
> Wobei ich ja einiges an PR zum Fußnägelkringeln finde, insbesondere
> den alten Sachen. Aber mei, sowas passiert halt, wenn der Protagonist
> gleichzeitig Präsident und Kommandosoldat sein soll. 's gibt
> schlimmeres. Weitaus schlimmeres. Den Monitor, zum Beispiel.
ACK.
Gruß
Roland
--
Leben und leben lassen
Es ist insofern daneben, weil PR kein neuer Hitler, sondern ein
Über-Hitler ist.
>> Und die Experten mal wieder. "In Amerika hat es auch den Superman
>> gegeben, aber der Superman ist heute durch bessere Formen der SF
>> abgelöst. Man lacht nur noch über Superman."
> Das zeigt, wie umfassend informiert dieser Experte war. Aber es zeigt
> auch, wie ängstlich und besorgt die Macher des damaligen
> Monitormagazins waren, deutsche Jugendliche könnten wieder begeistert
> hinter einem Mann her laufen. Immer wieder wird den Autoren
> vorgeworfen PR sei ein Anführer, Führer quasi, der diktatorisch
> entscheidet, was andere in absolutem Gehorsam auszuführen hätten.
> Sogar der Begriff gottähnlich wird gebraucht.
Stimmt doch! Im Vergleich zum gewöhnlichen Plebs ist PR doch
gottähnlich.
--
Grüße
Harald
Wenn Du ihn so siehst ...
Gruß
G.O.
> Roland Rieß wrote:
>> Peter Bruells schrieb:
>>> "Oliver B. Warzecha" writes:
>>>
>>>> Für den Fall, dass es jemand noch nicht im offiziellen Perry
>>>> Rhodan-Forum oder auch im Forum des PR-Rollenspiels gesehen hat:
>>>> http://de.youtube.com/watch?v=XnXc33z5D5I
>>>> Monitor-Beitrag von 1969. Wunderbar tendenziöser Journalismus.
>>>> Heutzutage kann man drüber lachen.
>> Da wurde Perry Rhodan als der neue Hitler bezeichnet. Das fand ich
>> damals und finde ich heute voll daneben und nicht lustig.
>
> Es ist insofern daneben, weil PR kein neuer Hitler, sondern ein
> Über-Hitler ist.
Was ist ein "Über-Hitler"? Jemand der tatsächlich blond ist und
doppel so viele Untermenschen in halber Zeit tötet?
>>> Und die Experten mal wieder. "In Amerika hat es auch den Superman
>>> gegeben, aber der Superman ist heute durch bessere Formen der SF
>>> abgelöst. Man lacht nur noch über Superman."
>> Das zeigt, wie umfassend informiert dieser Experte war. Aber es zeigt
>> auch, wie ängstlich und besorgt die Macher des damaligen
>> Monitormagazins waren, deutsche Jugendliche könnten wieder begeistert
>> hinter einem Mann her laufen. Immer wieder wird den Autoren
>> vorgeworfen PR sei ein Anführer, Führer quasi, der diktatorisch
>> entscheidet, was andere in absolutem Gehorsam auszuführen hätten.
>> Sogar der Begriff gottähnlich wird gebraucht.
>
> Stimmt doch! Im Vergleich zum gewöhnlichen Plebs ist PR doch
> gottähnlich.
Und im Vergleich zu Amöben sind gewöhnliche Plebs gottähnlich. PRs
Überhöhung gegenüber anderen Menschen in der Serie muß man schon im
Kontext lassen. Das fängt an mit den Arkoniden, bei denen mehr als
deutlich gemacht wurde, daß die *jetzt* zwar abgeschlafft sind, aber
ansonsten Menschen mit links in die Tasche stecken, geht über
Mausbiber, bei denen man dankbar sein muß, daß sie gutmütig sind, bis
dann zu ES, einem Wesen, daß schon von Menschen nicht mehr erfaßt
werden kann.
Da fehlt es ganz gewaltig. Wo gibt es in PR einen Rassenwahn u. hass? Wo
gibt es die Drohung den Gegner bis zur Vernichtung zu bekämpfen?
Im Gegenteil fand sich immer wieder der Aufruf zu Toleranz und
Menschlichkeit.
> Was ist ein "Über-Hitler"? Jemand der tatsächlich blond ist und
> doppel so viele Untermenschen in halber Zeit tötet?
>>>> Und die Experten mal wieder. "In Amerika hat es auch den Superman
>>>> gegeben, aber der Superman ist heute durch bessere Formen der SF
>>>> abgelöst. Man lacht nur noch über Superman."
>>> Das zeigt, wie umfassend informiert dieser Experte war. Aber es zeigt
>>> auch, wie ängstlich und besorgt die Macher des damaligen
>>> Monitormagazins waren, deutsche Jugendliche könnten wieder begeistert
>>> hinter einem Mann her laufen. Immer wieder wird den Autoren
>>> vorgeworfen PR sei ein Anführer, Führer quasi, der diktatorisch
>>> entscheidet, was andere in absolutem Gehorsam auszuführen hätten.
>>> Sogar der Begriff gottähnlich wird gebraucht.
>> Stimmt doch! Im Vergleich zum gewöhnlichen Plebs ist PR doch
>> gottähnlich.
Das einzig Gott ähnliche an ihm scheint die Unsterblichkeit zu sein.
Wobei 47 Jahre nun nicht sooo alt ist ;-) Und selbst die ist nur relativ
und geliehen.
> Und im Vergleich zu Amöben sind gewöhnliche Plebs gottähnlich. PRs
> Überhöhung gegenüber anderen Menschen in der Serie muß man schon im
> Kontext lassen. Das fängt an mit den Arkoniden, bei denen mehr als
> deutlich gemacht wurde, daß die *jetzt* zwar abgeschlafft sind, aber
> ansonsten Menschen mit links in die Tasche stecken, geht über
> Mausbiber, bei denen man dankbar sein muß, daß sie gutmütig sind, bis
> dann zu ES, einem Wesen, daß schon von Menschen nicht mehr erfaßt
> werden kann.
Ja. Das war auch ein Teil des sense-of-wonder-Effekts damals. Ein
Überwesen aus einem vergeistigten Volk, gab es so mW. noch nirgends.
> Peter Bruells schrieb:
> Das einzig Gott ähnliche an ihm scheint die Unsterblichkeit zu
> sein. Wobei 47 Jahre nun nicht sooo alt ist ;-) Und selbst die ist
> nur relativ und geliehen.
Nun ja, nicht zu altern ist schon eine nette Sache. Tatsächlich hat
PR damals schon diverse Eigenschaften gehabt, die ihn von seinen
Mitmenschen abheben:
a) "Sofortumschalter"
Es wird mehrmals darauf hingewiesen, daß er sich extrem schnell auf
geänderte Situationen einstellen kann.
b) Er ist leichter Telepath.
c) Er ist relativ unsterblich. Seit dem Zellaktivator, später Chip,
ist er erst mal sicher vor dem Altern und seit dem aktivator ist er
auch etwas geschützt gegen Erschöpfung und Gift.
>
>> Und im Vergleich zu Amöben sind gewöhnliche Plebs gottähnlich. PRs
>> Überhöhung gegenüber anderen Menschen in der Serie muß man schon im
>> Kontext lassen. Das fängt an mit den Arkoniden, bei denen mehr als
>> deutlich gemacht wurde, daß die *jetzt* zwar abgeschlafft sind, aber
>> ansonsten Menschen mit links in die Tasche stecken, geht über
>> Mausbiber, bei denen man dankbar sein muß, daß sie gutmütig sind, bis
>> dann zu ES, einem Wesen, daß schon von Menschen nicht mehr erfaßt
>> werden kann.
>
> Ja. Das war auch ein Teil des sense-of-wonder-Effekts damals. Ein
> Überwesen aus einem vergeistigten Volk, gab es so mW. noch nirgends.
Meines Wissens tatsächlich eine Erfindung der PR Serie.
> Nun ja, nicht zu altern ist schon eine nette Sache. Tatsächlich hat
> PR damals schon diverse Eigenschaften gehabt, die ihn von seinen
> Mitmenschen abheben:
>
> a) "Sofortumschalter"
>
> Es wird mehrmals darauf hingewiesen, daß er sich extrem schnell auf
> geänderte Situationen einstellen kann.
Das können Millionen andere Menschen auch.
> b) Er ist leichter Telepath.
Aber sehr, sehr schwach und nur sehr selten erwähnt; ich würde eher
auf starke Empathie tippen, womit er sich ebenfalls in reichlich
Gesellschaft befindet.
Also so weit her ist es mit diesen "Ausnahmefähigkeiten" wohl nicht,
dass sie allein ihn exponierten. Eher heben ihn seine
Moralvorstellungen und sein Gerechtigkeitsempfinden von den meisten
seiner Mitmenschen - inb. jenen zur Mitte des vorigen Jahrhunderts ab,
die müssen geradezu exorbitant sein, fast schon ein 2000 Jahre
jüngerer Bruder von Jesus. (Warum hat dem ES damals eigentlich nicht
geholfen? Der wäre es doch ganz bestimmt auch wert gewesen.)
> c) Er ist relativ unsterblich. Seit dem Zellaktivator, später Chip,
> ist er erst mal sicher vor dem Altern und seit dem aktivator ist er
> auch etwas geschützt gegen Erschöpfung und Gift.
Aber von ES' Gnaden, nicht aus sich selbst heraus.
Gruß
G.O.
> On 4 Jul., 20:28, Peter Bruells wrote:
>
>> Nun ja, nicht zu altern ist schon eine nette Sache. Tatsächlich hat
>> PR damals schon diverse Eigenschaften gehabt, die ihn von seinen
>> Mitmenschen abheben:
>>
>> a) "Sofortumschalter"
>>
>> Es wird mehrmals darauf hingewiesen, daß er sich extrem schnell auf
>> geänderte Situationen einstellen kann.
>
> Das können Millionen andere Menschen auch.
>
>> b) Er ist leichter Telepath.
>
> Aber sehr, sehr schwach und nur sehr selten erwähnt; ich würde eher
> auf starke Empathie tippen, womit er sich ebenfalls in reichlich
> Gesellschaft befindet.
>> c) Er ist relativ unsterblich. Seit dem Zellaktivator, später Chip,
>> ist er erst mal sicher vor dem Altern und seit dem aktivator ist er
>> auch etwas geschützt gegen Erschöpfung und Gift.
>
> Aber von ES' Gnaden, nicht aus sich selbst heraus.
Ja und? Es geht darum, daß diese drei Sachen in der Serie explizit
genannt und genutzt werden, um PR als Überfigur aufzubauen.
Genausogut könnte man argumentiren, daß Superman ja schließlich nur
ein ganz normaler Kryptonier sei, den es halt zufällig auf die Erde
verschlagen habe. (Mal ganz abgesehen davon, daß Kryptonier in der
Urversion auch auf ihrem Planeten Superkräfte hatten, weil sie halt
bis zur Perfektion entwickelt waren).
Der springende Punkt ist nicht, daß andere auch so ein könnten oder
daß es von ES kommt oder sonstwas, sondern daß das für Pulpsuperhelden
eine völlig normale Überhöhung ist. Die ist nun mal da, darüber lohnt
es sich nicht mal zu diskutieren.
> Der springende Punkt ist nicht, daß andere auch so ein könnten oder
> daß es von ES kommt oder sonstwas, sondern daß das für Pulpsuperhelden
> eine völlig normale Überhöhung ist. Die ist nun mal da, darüber lohnt
> es sich nicht mal zu diskutieren.
Ich darf Dich an Deine Äußerung von gestern erinnern:
> PR damals schon diverse Eigenschaften gehabt,
> die ihn von seinen Mitmenschen abheben:
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Dem ist halt nicht so. Aber Du hast recht, es ist müßig, darüber zu
diskutieren.
Gruß
G.O.
Eine notwendige Eigenschaft jedes erfolgreichen Actionhelden ;-).
> b) Er ist leichter Telepath.
Stimmt. Eine Eigenschaft, die ihm von den Autoren recht bald wieder
genommen wurde.
> c) Er ist relativ unsterblich. Seit dem Zellaktivator, später Chip,
> ist er erst mal sicher vor dem Altern und seit dem aktivator ist er
> auch etwas geschützt gegen Erschöpfung und Gift.
Wobei er diese Eigenschaft nicht von Anfang an hatte, sondern sich erst
erwerben musste (auch wenn wir im Nachhinein (Band 1000) erfahren haben,
dass das mehr oder weniger unausweichlich war), und sie auch mit anderen
Protagonisten teilte.
Allerdings ist es gerade diese Eigenschaft, die wohl während der
gesamten Zeit des Solaren Imperiums den "inneren Kreis" definierte:
Unsterbliche, zum Großteil seit den Tagen der Dritten Macht dabei, die
in Jahrhunderten dachten und die wohl demokratische Wahlen nur als
Ritual sahen, das sie ein ums andere Mal in ihrem Amt bestätigte.
>>> dann zu ES, einem Wesen, daß schon von Menschen nicht mehr erfaßt
>>> werden kann.
>>
>> Ja. Das war auch ein Teil des sense-of-wonder-Effekts damals. Ein
>> Überwesen aus einem vergeistigten Volk, gab es so mW. noch nirgends.
>
>
> Meines Wissens tatsächlich eine Erfindung der PR Serie.
Olaf Stapledons "Star Maker" (1937) schildert zumindest recht ähnliche
Konzepte. (Beim kurzen Durchblättern finde ich jetzt allerdings keine
exakte Entsprechung)
hp
> On 2008-07-04 18:28, Peter Bruells <use...@rogue.de> wrote:
>> Roland Rieß <Roland...@t-online.de> writes:
>>> Peter Bruells schrieb:
>>
>>> Das einzig Gott ähnliche an ihm scheint die Unsterblichkeit zu
>>> sein. Wobei 47 Jahre nun nicht sooo alt ist ;-) Und selbst die ist
>>> nur relativ und geliehen.
>>
>> Nun ja, nicht zu altern ist schon eine nette Sache. Tatsächlich hat
>> PR damals schon diverse Eigenschaften gehabt, die ihn von seinen
>> Mitmenschen abheben:
>>
>> a) "Sofortumschalter"
>>
>> Es wird mehrmals darauf hingewiesen, daß er sich extrem schnell auf
>> geänderte Situationen einstellen kann.
>
> Eine notwendige Eigenschaft jedes erfolgreichen Actionhelden ;-).
Natürlich. PR ist da genretypisch.
>
>
>> b) Er ist leichter Telepath.
>
> Stimmt. Eine Eigenschaft, die ihm von den Autoren recht bald wieder
> genommen wurde.
Tatsächlich? Explizit genommen oder einfach nur diskret ignoriert?
>> c) Er ist relativ unsterblich. Seit dem Zellaktivator, später Chip,
>> ist er erst mal sicher vor dem Altern und seit dem aktivator ist er
>> auch etwas geschützt gegen Erschöpfung und Gift.
>
> Wobei er diese Eigenschaft nicht von Anfang an hatte, sondern sich erst
> erwerben musste (auch wenn wir im Nachhinein (Band 1000) erfahren haben,
> dass das mehr oder weniger unausweichlich war), und sie auch mit anderen
> Protagonisten teilte.
Klar. Allerdings erworben eben schon mit Heft 19 im Jahre 1962. Der
Betrag ist von 1969
> Allerdings ist es gerade diese Eigenschaft, die wohl während der
> gesamten Zeit des Solaren Imperiums den "inneren Kreis" definierte:
> Unsterbliche, zum Großteil seit den Tagen der Dritten Macht dabei, die
> in Jahrhunderten dachten und die wohl demokratische Wahlen nur als
> Ritual sahen, das sie ein ums andere Mal in ihrem Amt bestätigte.
Ich hatte in jener Zeit nicht den Eindruck, daß sie wirklich in
Jahrhunderten dachten, auch, wenn das hin und wieder mal
angesprochen. Die Unsterblichkeit war für mich einfach nur ein
Vehikel, die gleichen Figuren in neue Abenteuer setzen zu
können. Selten, daß es wirklich mal thematisiert wurde was es heißt,
selbst nicht zu altern, während etwa die eigene Frau vergreist.
Keine Ahnung, ob explitit genommen, aber seit bestimmt ein paar Tausend
Folgen unterm Tisch versteckt...
Wahrscheinlich hat er sich's beim Nasennarbenkratzen weggejuckt. *g*
Karsten
--
Freiheit stirbt | Fsayannes SF&F-Bibliothek:
Mit Sicherheit | http://fsayanne.tprac.de/
> Peter Bruells aber hob zu reden an und schrieb:
>>>> b) Er ist leichter Telepath.
>>>
>>> Stimmt. Eine Eigenschaft, die ihm von den Autoren recht bald wieder
>>> genommen wurde.
>>
>> Tatsächlich? Explizit genommen oder einfach nur diskret ignoriert?
>
> Keine Ahnung, ob explitit genommen, aber seit bestimmt ein paar Tausend
> Folgen unterm Tisch versteckt...
Ja, das war ja schon damals so (hatte mit der 5. angefangen und dann
bis 300 oder so regelmäßig gelesen) und dann noch mal in den 1000ern.
Da ist ja einiges, was dann doch ganz anders kam als angedeutet. Etwa
daß Mutanten die Ausnahme bleiben und nicht zur Regel werden oder die
Kombinierbarkeit von Mutantenkräften oder daß Gucky "nur" drei
Parakräfte hat.
> Wahrscheinlich hat er sich's beim Nasennarbenkratzen weggejuckt. *g*
Oder ein Kurzsschlu0ß im Physiotron. :)
> Peter Bruells aber hob zu reden an und schrieb:
>
>>>>b) Er ist leichter Telepath.
>>>
>>>Stimmt. Eine Eigenschaft, die ihm von den Autoren recht bald wieder
>>>genommen wurde.
>>
>>Tatsächlich? Explizit genommen oder einfach nur diskret ignoriert?
>
>
> Keine Ahnung, ob explitit genommen, aber seit bestimmt ein paar Tausend
> Folgen unterm Tisch versteckt...
Um seine schwachen telepathischen Kräfte nutzen zu können, brauchte er
seinen Symbionten Whisper, siehe
http://www.perrypedia.proc.org/index.php/Whisper
Den hat er 3444 verloren - und ohne Whisper war's aus mit der Telepathie.
Gruß
Dieter.
In der guten alten Tradition des Degraders einfach nicht mehr
eingesetzt. Natürlich steht in keinem PR-Heft einr Entgegnung:
"Wir schrieben, dass PR ein schwacher Telepath ist. Dies entspricht
nicht den Tatsachen. Wahr ist vielmehr dass PR keine telepathischen
Fähigkeiten besitzt oder besaß."
Allerdings hat irgendwann in den 300ern ein Autor (H.G.Ewers?) mal
darauf angespielt ("als er noch glaubte, seine schwachen telepathischen
Fähigkeiten durch Training verbessern zu können ..." oder so ähnlich).
PR behielt seine Fähigkeit auch in den ersten Bänden der Nachauflagen,
im Gegensatz zu Tama Yokida, dem die Fähigkeit der Materieumwandlung in
der zweiten Auflage abhanden kam.
>> Allerdings ist es gerade diese Eigenschaft, die wohl während der
>> gesamten Zeit des Solaren Imperiums den "inneren Kreis" definierte:
>> Unsterbliche, zum Großteil seit den Tagen der Dritten Macht dabei, die
>> in Jahrhunderten dachten und die wohl demokratische Wahlen nur als
>> Ritual sahen, das sie ein ums andere Mal in ihrem Amt bestätigte.
>
> Ich hatte in jener Zeit nicht den Eindruck, daß sie wirklich in
> Jahrhunderten dachten, auch, wenn das hin und wieder mal
> angesprochen.
Naja, wer 500-Jahrespläne entwirft, denkt schon über die nächste
Legislaturperiode hinaus ;-). Dass die Pläne dann üblicherweise nicht
halten, ist ein anderes Kapitel.
> Die Unsterblichkeit war für mich einfach nur ein Vehikel, die gleichen
> Figuren in neue Abenteuer setzen zu können.
Aus der Sicht der Autoren, natürlich. Ich habe das aus der Sicht der
handelnden Figuren betrachtet. Für einen Menschen des Solaren Imperiums
zwischen 2050 und 3430 sind PR und Co keine "Menschen wie du und ich".
Die waren an der Macht bevor er geboren wurde und würden noch an der
Macht sein, wenn er schon lange tot war. "Gottgleich" trifft das schon
recht gut, Götter müssen ja auch nicht unfehlbar sein, wie man in den
griechischen oder germanischen Sagen nachlesen kann.
hp
Nein, PR hatte lange vor Whisper, nämlich in den ersten Zyklen, schwache
telepathische Fähigkeiten, die er auch dazu nutzen konnte, mit anderen
Telepathen zu kommunizieren, aber nicht dazu, anderer Leute Gedanken zu
lesen (konnte er m.W. auch mit Whisper nicht).
hp
Peter J. Holzer wrote:
> Nein, PR hatte lange vor Whisper, nämlich in den ersten Zyklen, schwache
> telepathische Fähigkeiten, die er auch dazu nutzen konnte, mit anderen
> Telepathen zu kommunizieren, aber nicht dazu, anderer Leute Gedanken zu
> lesen (konnte er m.W. auch mit Whisper nicht).
Hm, ich glaube, dass in den Silberlingen diese schwachen telepathische
Faehigkeiten in den Anfangszyklen weggelassen wurden.
Die Geschichte rund um Whisper wurde jedenfalls komplett aus den
Silberlingen rausgehalten. Das stand auch mal in einem Vorwort zu einem
der Silberlinge, in der wohl rein von den Heften her Whisper haette
erwaehnt werden koennen.
Ciao,
+RSt
--
My E-Mail is rst at wue dot net
> Hi.
>
> Peter J. Holzer wrote:
>
>> Nein, PR hatte lange vor Whisper, nämlich in den ersten Zyklen, schwache
>> telepathische Fähigkeiten, die er auch dazu nutzen konnte, mit anderen
>> Telepathen zu kommunizieren, aber nicht dazu, anderer Leute Gedanken zu
>> lesen (konnte er m.W. auch mit Whisper nicht).
>
> Hm, ich glaube, dass in den Silberlingen diese schwachen telepathische
> Faehigkeiten in den Anfangszyklen weggelassen wurden.
Marshall machte kein sehr glückliches Gesicht. „Das Gerät stellte bei
uns verschiedene Reaktionen fest, soweit ich verstehen konnte. Das
Endresultat ist günstig, lediglich vermißte es bei Bully, Haggard und
Miß Sloane telepathische Fähigkeiten. Bei Ihnen, Rhodan, entdeckte es
einen schwachen Ansatz dazu, ebenso bei Crest. Mich hat es für
vollwertig angesehen und mir daher auch das Ergebnis mitgeteilt.“
Zumindest diesen Absatz gibt es noch in einem PDF zu Silberband 3, der
mir vorliegt. Da geht es darum, daß die Maschine des Unsterblichen mit
Marshall auf teepathsiclepathischen Wege kommuniziert.
Peter Bruells wrote:
[...]
> Zumindest diesen Absatz gibt es noch in einem PDF zu Silberband 3, der
> mir vorliegt. Da geht es darum, daß die Maschine des Unsterblichen mit
> Marshall auf teepathsiclepathischen Wege kommuniziert.
Vielleicht wurden ja neuere Auflagen der Silberlinge auch in der
Hinsicht etwas angepasst ;).
Aber ok: zu Anfang der Silberlingenserie gabs also noch leichte
telepathische Faehigkeiten bei PR.
Vielleicht lags auch daran, dass da noch genuegend Autoren der ersten
Stunde aktiv waren und eben diese Faehigkeiten bei Perry
reinreklamierten.