nun suche auch ich mal einen Romantitel. Es k�nnte ein Buch oder auch
eine Kurzgeschichte sein. Mindestens 20 Jahre alt, wahrscheinlich
mehr.
Grundplot ist, dass das Universum vom Willen der in ihm Menschen
erzeugt, geformt oder manipuliert wird bzw. das so ist, wie es die
Mehrheit �berzeugt ist, dass es so w�re. (Unsere Gedanken erschaffen
unsere Realit�t.)
D.h. z.B. die Buschv�lker hatten ihren lokalen G�tter und ihre
Stammesriten funktionierten, weil sie feste daran glaubten, der
n�chste Stamm wieder ganz andere, weil die eben an andere glaubten.
Mit dem Siegeszug der gro�en Weltreligionen sind dann deren
millionenfach st�rkeren "Gedankenwelten" �berm�chtig geworden und
haben die kleineren Teilwelten einfach aufgesogen. Danach waren die
fr�heren Buschg�tter nur noch antiquierter Aberglaube, der nicht mehr
funktioniert hat.
Im Mittelalter hat es "wirklich" Hexen, Zauberer und Magie gegeben,
weil die Menschen das damals geglaubt haben und die Erde war
"wirklich" eine Scheibe und die Sterne Lichtpunkte an der Kuppel.
Und in der Neuzeit hat dann die Wissenschaft ein neues, noch
umfassenderes und gr��eres Gedankengeb�ude errichtet, das faktisch die
ganze Welt (bis auf die australischen Aboriginals und weinige weitere)
einschlie�t und alle anderen Gedankenwelten .
Naturgesetze gelten, weil die Leute glauben, dass sie gelten. Das hat
zu einem Feedback gef�hrt, das den Glauben an die Wissenschaft durch
Beweise immer weiter verst�rkt und das geistige Modell festigt und
vergr��ert. Faktisch wurde unser Sonnensystem und seine Planeten erst
vor wenigen 100 Jahren von uns selbst erschaffen, dann die Sterne der
Milchstra�e und schle�lich in der Gegenwart ein mittlerweile
Milliarden Lichtjahre gro�es Universum.
Heute w�rde man das wohl als virtuelle Realit�t, "Matrix" oder
Computersimulation schreiben. Aber in der Story ging es nicht in
technische Richtung, eher dass das Universum eine Projektion unserer
Gedanken oder ein "gro�er, real gewordener kollektiver Traum" ist.
Die Hauptstory spielte in der Gegenwart oder nahen Zukunft, wo vom
Protagonisten erkannt wurde, wie das Universum funktioniert. (Das
Mittelalter bzw. die Buschreligionen werden dabei nur als
r�ckblickende Erkl�rung genannt, haben aber keinen Storyanteil.) Durch
diese gigantische Ausweitung im Zuge der Wissenschaft droht es zu
kollabieren. Hunderttausend "kleine" Welten mit ihren �berlappenden
Realit�ten fr�her waren stabil, welbst wenn sich diese "Bl�schen"
st�ndig im Fluss befanden, die heutige riesige, starre
Wissenschafts-Weltenblase bekommt Risse und droht zu kollabieren.
Nachtrag: Ich bin mir nicht sicher, ob ich hier nicht doch zwei Romane
vermische. Die "Hauptstory" kommt mir doch eher wie aus der "Matrix"
oder eher aus "Welt am Draht" (die Risse im Universum und der eine,
der das bemerkt, ...) entliehen vor. Vielleicht tr�gt mich meine
Erinnerung.
Zusammengefasst: Ich suche einen Roman mit dem Kern, dass das
Universum von der gemeinsamen �berzeugung der Menschen in ihm
*erschaffen* und auch *kontinuierlich* ver�ndert wird. (So �hnlich wie
das "Tuning" in "Dark City", nur viel gr��er und ohne Technik.)
Die heutige Wissenschaft ist laut dieser Story im Grunde auch eine
"Religion" basierend auf dem Glauben an Naturgesetze und Mathematik,
die die Welt dann nach ihrem Modell *geformt* hat und sich dadurch
immer wieder selbst best�tigt, ihre Wirkung so weiter verst�rkt und
sich auf faktisch die ganze Welt ausgebreitet und alle anderen
Realit�ten verdr�ngt hat.
Klingelt da bei einem hier etwas?
MfG
Gerald
--
Die Herren und Damen der Stadtreinigung leisten vermutlich einen
bedeutenderen Beitrag zum Erhalt unserer Zivilisation als z.B.
die meisten Professoren. (Heiko Mell / VDI-N)
> Zusammengefasst: Ich suche einen Roman mit dem Kern, dass das
> Universum von der gemeinsamen ᅵberzeugung der Menschen in ihm
> *erschaffen* und auch *kontinuierlich* verᅵndert wird.
Greg Egan hat das mehrfach angeschnitten (_Permutation City_,
_Distress_, "Luminous"), aber die Details passen nicht.
--
Christian "naddy" Weisgerber na...@mips.inka.de
> Grundplot ist, dass das Universum vom Willen der in ihm Menschen
> erzeugt, geformt oder manipuliert wird bzw. das so ist, wie es die
> Mehrheit �berzeugt ist, dass es so w�re. (Unsere Gedanken erschaffen
> unsere Realit�t.)
Das klingt verd�chtig nach dem Regelsystems des Rollenspiels "Mage: the
Ascension"
http://de.wikipedia.org/wiki/Mage:_The_Ascension
> "Gerald Gruner" <gera...@yahoo.de> schrieb:
>
> > Grundplot ist, dass das Universum vom Willen der in ihm Menschen
> > erzeugt, geformt oder manipuliert wird bzw. das so ist, wie es die
> > Mehrheit �berzeugt ist, dass es so w�re. (Unsere Gedanken erschaffen
> > unsere Realit�t.)
>
> Das klingt verd�chtig nach dem Regelsystems des Rollenspiels "Mage: the
> Ascension"
Erstmal Danke f�r die Antwort.
Ein Rollenspiel ist sehr unwahrscheinlich, da ich (au�er ganz zu
Anfang mal etwas D&D) keine gespielt habe. Allenfalls k�nnte es ein
Rollenspiel basierend auf einem Buch oder ein Buch basierend auf einem
Rollenspiel sein...
> http://de.wikipedia.org/wiki/Mage:_The_Ascension
Ich habe mal die Seite �berflogen. Der Grundplot klingt gar nicht
schlecht. Nur bin ich mir 100% sicher, davon vorher noch nie etwas
geh�rt zu haben. Und die dort genannten B�cher sind von '97. Das ist
mindestens 10 Jahre zu sp�t.
Einige Sachen passen auch nicht zu meiner Erinnerung. Ich glaube also
nicht, dass "Mage" meine L�sung ist. Das klingt mir sehr
mittelalterlich und magisch gepr�gt. "Meine" Story spielt in der
Gegenwart in einer technisch-wissenschaftlich gepr�gten Welt, keine
Magie, ein bisschen "Tuning" und einzelne "Wissende".
Aber die Richtung der "Metaphysik" passt, insbesondere die Abschnitte
�ber "Konsensus, Paradigma und Paradox".
Kann es sein, dass das "Mage"-Rollenspiel auf einem �lteren Roman
basiert? Dann k�nnte das meine gesuchte Story sein. Oder eine Art
Prequel, die gerade in der Zeit spielt, wo die ersten "Schl�fer"
erwachen. Oder ein "Paralleluniversum", wo die "Technocracy" gewonnen
hat. (Ich glaube es aber nicht wirklich.)
Ein bisschen hatte ich auch an Shadowrun gedacht, wo in einer
technische gepr�gten Welt "auf einmal" die Magie erwacht ist. Aber da
passt der Rest nicht. "Mage" klingt deutlich n�her, ist es aber auch
nicht.
Weitere Ideen in dieser Richtung?
> Gerald Gruner <gera...@yahoo.de> wrote:
>
> > Zusammengefasst: Ich suche einen Roman mit dem Kern, dass das
> > Universum von der gemeinsamen �berzeugung der Menschen in ihm
> > *erschaffen* und auch *kontinuierlich* ver�ndert wird.
>
> Greg Egan hat das mehrfach angeschnitten (_Permutation City_,
> _Distress_, "Luminous"), aber die Details passen nicht.
Danke f�r den Tipp. Ich schaue mal, ob ich Zusammenfassungen finde und
etwas wiedererkenne.
Bei den "Details" bin ich mir wie geschrieben mittlerweile nicht mehr
sicher, ob ich da nicht in der Erinnerung zwei oder drei Storys
zusammengemengt habe.
Das widerspricht ja nicht unbedingt der Theorie, das es sich u.U. um einen
Roman zum Rollenspielsystem "Mage" gehandelt haben k�nnte.
Wenn der Roman auf Seiten der Technokratie spielte, in der Gegenwart (wie
�brigens auch das Rollenspielsystem dazu), dann wirkt das nat�rlich alles
sehr technologisch und �berhaupt nicht wie Magie, eben weil die Technokratie
den Konsensus seit der Renaissance beherrscht und wir Schl�fer das nunmal so
gewohnt sind...genauso wie jemand im Fr�hmittelalter Drachen und Feen
gewohnt war, weil da die Technokratie noch nicht soviel zu melden hatte.
Nach der Philosophie von Mage gibt es keinerlei unterschied zwischen einem
chat im internet und einem pl�usschen unter Zaubererkollegen per Glaskugel,
zwischen einem Feuerball werfen und einen Granatwerfer einsetzen, zwischen
einem b�sen drachen/d�mon und aliens from outer space.
> Kann es sein, dass das "Mage"-Rollenspiel auf einem �lteren Roman
> basiert?
Nicht das ich w�sste
> Oder ein "Paralleluniversum", wo die "Technocracy" gewonnen
> hat. (Ich glaube es aber nicht wirklich.)
Die Technokratie hat eigentlich gewonnen. Die zauberstabwedelnde truppe mit
umhang und spitzen h�ten mitsamt ihren Hippifreunden will es nur nicht
wahrhaben ;)
> Ein bisschen hatte ich auch an Shadowrun gedacht, wo in einer
> technische gepr�gten Welt "auf einmal" die Magie erwacht ist. Aber da
> passt der Rest nicht. "Mage" klingt deutlich n�her, ist es aber auch
> nicht.
>
Ich vermute immer noch einen Roman der auf Seiten der Technokratie spielt.
Ich habe es auch als eine M�glichkeit geschrieben, auch wenn ich es
nicht wirklich glaube, da mir auch die �brigen Begriffe aus dem
Mage-Universum eher unbekannt sind.
Es k�nnte trotzdem passen, wenn man das von dir genannte
Technokratie-Setting annimmt:
> Wenn der Roman auf Seiten der Technokratie spielte, in der Gegenwart
> (wie �brigens auch das Rollenspielsystem dazu), dann wirkt das
> nat�rlich alles sehr technologisch und �berhaupt nicht wie Magie,
> eben weil die Technokratie den Konsensus seit der Renaissance
> beherrscht und wir Schl�fer das nunmal so gewohnt sind...genauso wie
> jemand im Fr�hmittelalter Drachen und Feen gewohnt war, weil da die
> Technokratie noch nicht soviel zu melden hatte.
> Nach der Philosophie von Mage gibt es keinerlei unterschied zwischen
> einem chat im internet und einem pl�usschen unter Zaubererkollegen
> per Glaskugel, zwischen einem Feuerball werfen und einen Granatwerfer
> einsetzen, zwischen einem b�sen drachen/d�mon und aliens from outer
> space.
Es scheitert vorallem daran:
> > Kann es sein, dass das "Mage"-Rollenspiel auf einem �lteren Roman
> > basiert?
>
> Nicht das ich w�sste
Da haben wir das Problem... ;-)
> > Oder ein "Paralleluniversum", wo die "Technocracy" gewonnen
> > hat. (Ich glaube es aber nicht wirklich.)
>
> Die Technokratie hat eigentlich gewonnen. Die zauberstabwedelnde
> truppe mit umhang und spitzen h�ten mitsamt ihren Hippifreunden
> will es nur nicht wahrhaben ;)
>
> > Ein bisschen hatte ich auch an Shadowrun gedacht, wo in einer
> > technische gepr�gten Welt "auf einmal" die Magie erwacht ist.
> > Aber da passt der Rest nicht. "Mage" klingt deutlich n�her, ist
> > es aber auch nicht.
>
> Ich vermute immer noch einen Roman der auf Seiten der Technokratie
> spielt.
...auch wenn es den nach deinen eigenen Angaben nicht gibt?
Allerdings gebe ich zu, dass das Mage-Universum durchaus passen
k�nnte, sogar ziemlich gut, wenn man sich auf die Technokratie
konzentriert.
Es k�nnte aber auch ein Roman eines ganz anderen Autoren sein, der in
einem andere Setting spielt, das zuf�llig sehr �hnlich dem in Mage
sind. Das vermute ich eher.
Vielleicht k�nnte das sogar der Ideengeber f�r Mage gewesen sein, weil
"mein" Roman nach meiner Erinnerung �lter gewesen sein m�sste...
> Greg Egan hat das mehrfach angeschnitten (_Permutation City_,
> _Distress_, "Luminous"), aber die Details passen nicht.
'S war auch mein erster Gedanke: "Also DA hat Egan geklaut!" :-)
--
Hauke Reddmann <:-EX8 fc3...@uni-hamburg.de
Oh must you tell me all your secrets when it's hard enough
to love you knowing nothing?
Ich kenne eine Kurzgeschichte, die auf dieser Idee basiert: "Vanni Fucci
is Alive and Well and Living in Hell" von Dan Simmons. Sehr am�sante
Geschichte �brigens...
Thorsten
> Ich kenne eine Kurzgeschichte, die auf dieser Idee basiert:
> "Vanni Fucci is Alive and Well and Living in Hell" von Dan Simmons.
> Sehr am�sante Geschichte �brigens...
Ich habe mal die Zusammenfassung gelesen. Das ist definitiv nicht
"meine" Geschichte, aber sie klingt gut...
Vielleicht meinst du aber auch eine v�llig andere Geschichte.
Torsten
Das klingt nach:
Charles Harness, The New reality / Das neue Sein.
Die Story wurde mir von einem anderen Leser per Mail genannt.
Leider war es auch nicht "meine", aber nah dran...