ich bin f�r vier Tage in Berlin und w�rde gern mal eine richtige Berliner
Kneipe kennenlernen. Eine, wo die Berliner hingehen und nicht (nur) die
Touris. Also bitte nicht den "Zwiebelfisch" o.�. empfehlen, gegen den ich
absolut nichts habe. Ich k�nnte mir nur was Typischeres vorstellen, wo die
Leute aus der Wohngegend auf ne Molle hingehen und so. Ob dies die richtige
Newsgroup ist?
Danke f�r Eure Vorschl�ge,
Ho
was erwartest Du Dir?
In einer typischen Berliner Kneipenbar wo die Berliner Prolls hingehen
ist es für einen outsider nicht so lustig.
Der Barkeeper hält Dich für einen Fremden und ignoriert Dich und die
"lustigen"
Berliner auch. Es gibt ganz sicher schönere Erlebnisse.
Manfred
der paar Jahre in Berlin gelebt hat
Ja, hihi - wie w�re es mit der "feuchten Welle" an der Hochbahn in
Kreuzberg? Falls es die noch gibt, findet der interessierte Sucher nach
Originalit�t sicher noch die Silvester-Deko von 1980 und mehrere Tage
alte Kotze auf den Tischen, vielleicht auch eine Faust aufs Auge ;)
w.
Das kommt aber eher auf den Stadtteil an. Ich leite das ganze mal in die
entsprechende NG um.
Follow Up2 bln.misc
MfG
Sven
> Hallo, Berliner Kneipengeher,
>
> ich bin für vier Tage in Berlin und würde gern mal eine richtige
> Berliner Kneipe kennenlernen. Eine, wo die Berliner hingehen und nicht
> (nur) die Touris. Also bitte nicht den "Zwiebelfisch" o.ä. empfehlen,
> gegen den ich absolut nichts habe. Ich könnte mir nur was Typischeres
> vorstellen, wo die Leute aus der Wohngegend auf ne Molle hingehen und
> so. Ob dies die richtige Newsgroup ist?
Also von mir (gebürtiger Berliner) 2 Tipps.
http://www.prostmahlzeit.de/mutterhoppe/
Mutter Hoppe im/am Nikolaiviertel, da hab ich schon vor 20 Jahren mit
Kumpels Bier getrunken
http://www.qype.com/place/179849-Gasthaus-Zur-Rippe-Berlin
Zur Rippe - dito Nikolaiviertel. Essen etwas besser als Mutter Hoppe,
einfach nett.
Bei waren nicht unbedingt mit Touris überlaufen, als ich das letzte Mal
da war (schon 2-3 Jahre her). In der Rippe kann man auch typisch
Berliner Gerichte bestellen (lecker: Schusterjungs mit Schmalz u.ä.)
Bei sind in Laufweite vom Alexanderplatz bzw. Potsdamer Platz.
Gruß
Uwe
>Hallo, Berliner Kneipengeher,
>
>ich bin für vier Tage in Berlin und würde gern mal eine richtige Berliner
>Kneipe kennenlernen. Eine, wo die Berliner hingehen und nicht (nur) die
>Touris. Also bitte nicht den "Zwiebelfisch" o.ä. empfehlen, gegen den ich
>absolut nichts habe. Ich könnte mir nur was Typischeres vorstellen, wo die
>Leute aus der Wohngegend auf ne Molle hingehen und so. Ob dies die richtige
>Newsgroup ist?
Ich halte es für einen Fehler, den Unterschied zwischen West und Ost dabei
mit der Brechstange zu ignorieren. Ich kann nur für den Westen sprechen,
und auch nur für vergangene Jahrzehnte.
Das "Bierhaus 3" am Richard-Wagner-Platz war vor 10 Jahren eine richtig typische
Berliner Kneipe - ob das immer noch so ist, darf bezweifelt werden.
Unweit davon, in der Haubacher Straße, als Frontend der Pension Haubach Central,
gibt es die "Preußen-Stuben" - das war die absolut empfehlenswerteste
Berliner Kneipe, als Elke noch hinterm Tresen gestanden und für Stimmung
gesorgt hat ("na, du siehst aber aus wie een frisch jeficktet Eichhörnchen").
Elke ist inzwischen gestorben.
Das "Zilini" in Spandau, an/bei der Pichelsdorfer Straße, nannte sich
früher "Biker-Kneipe", hat diesen Anspruch aber inzwischen aufgegeben.
Ein Etablissement, das ich schon als Student Mitte de 70er als
Epizentrum des Ekels fürchten gelernt hab und das es erstaunlichersweise
immer noch gibt ist der "Universal-Shop" in Moabit, in der Beußelstraße
unweit der Turmstraße. Ich weiß nicht, inwieweit die Heinrich-Zille-Atmosphäre
von damals sich erhalten hat und inwieweit es heute immer noch
zu eklig ist, um sich länger als 30 Sekunden drin aufzuhalten.
Für Berlin-Besucher ist das alles natürlich nicht weiterführend. Ich kann
nur raten, äußerst mobil zu sein, Auto reicht eigentlich nicht, Motorrad
schon eher, zu Fuß und mit BVG hat man null Chance, und die vorher
zu recherchierenden Bezirke, wo es Altbausubstanz gibt und gleichzeitig die
unteren sozialen Schichten leben, Moabit, Neukölln und Wedding und so,
intensiv zu durchstreifen und nach Kneipenschildern Ausschau zu halten,
die auf eine Vertragsbindung an Schultheiss oder Charlottenburger oder
Berliner Kindl schließen lassen. Groß und dunkel und versypht muss die
Kneipe sein. Oder man hört den Polizeifunk ab, solange das noch geht,
und achtet auf "gegenseitige Körperverletzung", auch das führt
zu so richtig typischen Berliner Kneipen.
Henning
> Das "Bierhaus 3" am Richard-Wagner-Platz war vor 10 Jahren eine richtig typische
> Berliner Kneipe - ob das immer noch so ist, darf bezweifelt werden.
Bitte? Das ehemalige "joes Bierhaus" ist/war ein Fialbetrieb, mit Echt
Berliner Kneipe hat das wenig zu tun. Eine wirklich alte und auch
gepflegt-urige Kneipe ist z.B. die Kneipe an der Spandauer Schleuse
(Nähe Juliusturm) "Am Kolk" heißt die IMHO
Ansonsten findet man viele "normal-Kneipen" auf dem Schöneberger
Trampelpfad, da fällt man praktisch von der einen in die andere weil es
dort keinen "Mindestabstand" zur nächsten gibt.
gh
>Henning Weede schrieb:
>
>> Das "Bierhaus 3" am Richard-Wagner-Platz war vor 10 Jahren eine richtig typische
>> Berliner Kneipe - ob das immer noch so ist, darf bezweifelt werden.
>
>Bitte? Das ehemalige "joes Bierhaus" ist/war ein Fialbetrieb, mit Echt
>Berliner Kneipe hat das wenig zu tun.
Von "Joes Bierhaus" ist hier ja auch gar nicht die Rede.
>Eine wirklich alte und auch
>gepflegt-urige Kneipe ist z.B. die Kneipe an der Spandauer Schleuse
>(Nähe Juliusturm) "Am Kolk" heißt die IMHO
Die ist total bieder-spießig, Du nennst es "gepflegt", und daher nicht
typisch berlinerisch. Eine typische Berliner Kneipe ist etwas versypht,
schummrig, verraucht, mit (elektronischem) Dart, Flipper und
Spielautomaten, und mit Musik zum selber aussuchen (und bezahlen) aus dem
Automaten, und weist Spuren der letzten Schlägerei auf. Der Zapper ist
mit seinen Gästen per Du. Ebenso gehört zu einer typischen Berliner
Kneipe mindestens ein Stammgast, der eine ungewöhnliche Macke aufweist
(was meistens mit Selbstgesprächen verbunden ist) und schon allein
deswegen den Unterhaltungswert hochschraubt. Im o.g. "Bierhaus 3" war das
ein Herr namens "Lecker-Lecker". Bis vor ca. 14 Jahren gab es noch den
"Humpen" in der Turmstraße, bei Jünter und Danuta, das war auch eine
typische Berliner Kneipe. Damit eine Kneipe typisch berlinerisch ist,
müssen dort im Geiste Heinrich Zilles die untersten sozialen Schichten
verkehren, und weil denen dank HartzIV, Agenda 2010 und Rauchverbot
Kneipenbesuche erschwert worden sind kann es sein, dass typisch
berlinerische Kneipen aussterben oder schon überwiegend ausgestorben
sind. Man suche nach ihnen nicht in Schickimicki-Vierteln, nicht im
Prenzlauer Berg, nicht rund um den Savigny-Platz und auch nicht in den
von der Schickeria gekaperten Teilen Kreuzbergs, sondern im Wedding, in
Neukölln, in Moabit, und in Charlottenburg nur zwischen Otto-Suhr-Allee
und Bismarckstraße.
Henning
>>Bitte? Das ehemalige "joes Bierhaus" ist/war ein Fialbetrieb, mit Echt
>>Berliner Kneipe hat das wenig zu tun.
>
> Von "Joes Bierhaus" ist hier ja auch gar nicht die Rede.
Soweit ich weiß, ist es der gleiche Laden, hat nur einen anderen Namen
bekommen. (habe dort oft Musikanlagen aufgebaut)
>>Eine wirklich alte und auch
>>gepflegt-urige Kneipe ist z.B. die Kneipe an der Spandauer Schleuse
>>(Nähe Juliusturm) "Am Kolk" heißt die IMHO
>
> Die ist total bieder-spießig, Du nennst es "gepflegt", und daher nicht
> typisch berlinerisch.
Bah! Du hast nur eine etwas merkwürdige Palette von Vorurteilen.
> gh
Bestelle Lutz viele Grüße von mir!
>> gh
> Bestelle Lutz viele Grüße von mir!
Nun lass ihn doch in den Glauben, man wuerde seine Köpenickiade nicht
durchschauen, wahrscheinlich war er sogar in dem Glauben, einen
besonders tollen Namen ausgewaehlt zu haben.
--
Lutz "der nicht alle paar Monate den Namen wechseln muss" Feustel
>> Bestelle Lutz viele Grüße von mir!
>
> Nun lass ihn doch in den Glauben, man wuerde seine Köpenickiade nicht
> durchschauen, wahrscheinlich war er sogar in dem Glauben, einen
> besonders tollen Namen ausgewaehlt zu haben.
Entschuldige Lutz, kommt nicht wieder vor. Ich hoffe, Du findest mich
origineller.
Quatsch. Geh' mal in 'ne Bäckerei, da bekommst du welche. Die sind von
außen alle gleich; ggf. unterscheiden sich in ihrem Innenleben.
SCNR
--
Oliver Schnell
"Ambrosius" in Kreuzberg, wo der Rotkohl und Schnitzel den ganzen Tag
köchelt, wäre was typisches.
Was ungewöhnlicheres:
"Kumpelnest 2000", Nähe Kurfuerstenstrasse.
Ein umgebautes Puff.
MfG