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Merkwürdige(?) TNF-Jacke

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Nico Hoffmann

unread,
Mar 22, 2012, 3:04:53 PM3/22/12
to
Hallo,

ich schaue immer noch nach einer neuen Hochtourenjacke. Also was
robustes, atmungsaktives, möglichst wasserdichtes, mit ordentlicher
Kapuze und Achselreißverschlüssen.

Beim stöbern bin ich über "The North Face Stitchless Fountainhead
Guide" gestolpert, die den Verkäuferangaben nach gut in mein
Beuteschema paßt - vor allem auch vom Preis her.

Soweit ich verstanden habe, gibt es dieses Modell eigentlich nicht
mehr neu, sondern es stammt von vor ein paar Jahren, und jetzt werden
noch Restbestände davon verkauft. Das an sich würde mich ja
grundsätzlich nicht stören.

Allerdings finde ich außer den "Restbestandsangeboten" sogut wie
nichts zu dieser Jacke, auch bei TNF nicht mehr - oder ich bin blind.

Weiß vielleicht hier jemand näheres dazu? Also, ob das Ding was taugt,
oder ob was dran faul ist?

(Achtung, X-post. Bitte f'up selbst setzen)

N.
--
Weite Hosen können stehen

Florian Anwander

unread,
Mar 25, 2012, 8:04:54 AM3/25/12
to Nico Hoffmann
Hallo Nico

ich hab beim ersten Suchen auch nur Werbetexte zu dem Teil gefunden.

> Weiß vielleicht hier jemand näheres dazu? Also, ob das Ding was taugt,
> oder ob was dran faul ist?
Ich habe eine andere (etwas leichtere) zwei-Lagen TNF Jacke mit der
HyVent-Membran auf Nylon Obermaterial. Meine Resumee:

Die Membran transportiert nicht so gut wie die Goretex Membran in meiner
(deutlich schwereren) drei-Lagen Mammut Jacke. Das mag aber einfach an
den Umständen liegen unter denen man eine leichtere Jacke trägt (höhere
Aussentemperatur und Luftfeuchtigkeit -> geringeres Dampfdruckgefälle ->
schlechterer Feuchtigkeitstransport durch die Membran).

Weitaus ärgerlicher ist, dass sich nach vier Jahren die Membran im
Nackenbereich großflächig vom Stoff löst, und abblättert - vermutlich,
dass hier das Material bei herunterhängender Kapuze doch ständig
"durchgewalkt" wird. Das sollte aber einfach nicht sein.


Dazu hat mir mal ein Bekannter, ehemaliger Gore-Mitarbeiter, erzählt,
dass die nicht-Gore Membranen wohl mehr oder minder gleich gut, oder
manchmal sogar besser seien als Goretex, dass aber Gore extreme
Qualitätsansprüche an die Verarbeitung beim lizensierenden Hersteller
stellt, und diese auch konstant in der Produktion überwacht. Dies hat
zum Teil zu riesigen Ausschuss-Margen geführt. Um den Folgekosten dieses
"importierten" Qualitätsanspruchs zu entkommen, haben sich die
Hersteller entschlossen, eigenen Membranen einzuführen, die sie dann
nicht mehr so hochwertig verarbeiten müssen.


Gruss, Florian

Martin Fuchs

unread,
Mar 25, 2012, 12:33:40 PM3/25/12
to
Florian Anwander schrieb:
> TNF Jacke mit der HyVent-Membran
>
> Weitaus ärgerlicher ist, dass sich nach vier Jahren die Membran im Nackenbereich
> großflächig vom Stoff löst, und abblättert -

Genau das gleiche Problem hatte ich auch und dann war es irgendwie auch vorbei
mit der Wasserdichtheit.

Und mit der etwas schlechteren Atmungsaktivität hast du auch recht.

Toll war allerdings das wirklich geringe Gewicht.

mf

Nico Hoffmann

unread,
Mar 26, 2012, 1:46:41 AM3/26/12
to
Martin Fuchs schreibt:
Ich bin jetzt etwas weiter, weiß aber immer noch nicht so recht.

1.) Der Shop mit den günstigen TNF-Jacken (pm-outdoor) hat in der
Vergangenheit einige negative Bewertungen bekommen, was Rücksendungen
abetrifft. Scheint jetzt etwas besser geworden zu sein, wenn man dem
Internet trauen kann. Hm?

2.) HyVent gibts anscheinend als Beschichtung und als Membran. Ich bin
jetzt noch am knobeln, welches Hyvent bei der "Stitchless Fountainhead
Guide Jacket" verwendet wurde und ob das die haltbarere Sorte ist oder
nicht.

Zugeständnisse bei Gewicht und Atmungsaktivität würde ich noch eher
machen als bei der Haltbarkeit. Immerhin hat die Jacke Verstärkungen
auf dem Außenmaterial, ist also für's Rucksacktragen ausgelegt. Aber
inwiefern das die Funktionsschicht betrifft, weiß ich nicht.
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