bei dem Tatort "Borowski und die Sterne" Sonntag, 20.09.09; Sender ARD,
Uhrzeit 20:15 bist 21:48
kam immer wieder ein S�nger namens Bodo Dietrich vor.
Mir gefielen diese Lieder recht gut.
Wie hei�t diese Gruppe/S�nger wirklich?
Danke
Frank
Unter
http://www.tatort-fundus.de/web/folgen/chrono/2009/sterne-09-09-20/gespraech-mit-hugo-egon-balder.html
findet sich dazu:
<Zitat aus einem Interview mit Hugo Egon Balder>
Ja, wir h�ren im Film einige Songs von Bodo Dietrich, an deren
Entstehung Sie selbst mitgewirkt haben. Berichten Sie uns davon.
Ich spiele mit einer Band in Hamburg. Diese Jungs habe ich
zusammengetrommelt und wir haben uns mit Angelina Maccarone im Studio
getroffen. Sie hatte noch einen alten Text, den wir zusammen noch ein
bisschen ver�ndert haben. Dann mussten wir noch ein neues Lied machen,
aber das hat sich alles wunderbar ergeben. Wir sind alle professionelle
Musiker, und wenn man dann so zusammensitzt und eine Session macht, dann
kommt schon die eine oder andere Idee. Das war eine sehr sch�ne und sehr
interessante Arbeit. Angelina Maccarone ist eine gro�artige Frau, die
genau wei�, was sie will und wie es sein muss. Und in dem Moment ordnet
man sich dann auch komplett unter. Das hat gro�en Spa� gemacht.
</Zitat>
Michael
Der Schauspieler war Hugo Egon Balder, der im wirklichen Leben ja
tats�chlich mal Rockmusiker war.
Die Musik wurde, lt.
<http://www.tatort-fundus.de/web/folgen/chrono/2009/sterne-09-09-20.html>
komponiert von Alex Silva und Jakob Hansons.
--
Walter
habe den Hugo gar nicht erkannt. Wusste zwar, dass ich den schon mal gesehen
habe aber nur wo... Da hat man bei Tutti Frutti oft mal wo anders
hingeschaut ;-)
Frage:
Dann gibt es gar keine CD, da dieses Liedchen, (leider wei� ich den namen
nicht mehr)
nur f�r den Tatort kompuniert wurde?
Oder?
Falls ja wie hei�t die St�ckchen
Wie hei�t die CD.
bin auch gerade am googlen.
Wenn ich was finde melde ich es hier.
Gru�
Frank
"Walter A. Schmidt" <don.a...@quantentunnel.de> schrieb im Newsbeitrag
news:h968t1$ano$1...@svr7.m-online.net...
> habe den Hugo gar nicht erkannt. Wusste zwar, dass ich den schon mal gesehen
> habe aber nur wo... Da hat man bei Tutti Frutti oft mal wo anders
> hingeschaut ;-)
Wer Hugo Egon Balder nur mit Tutti Frutti in Verbindung bringt, kennt
Hugo Egon Balder nicht.
Die Maskenbildner(innen) haben in der Tat sehr gute Arbeit geleistet.
Erst ziemlich zum Schluss habe ich ihn an seinem typischen Grinsen
erkannt. Bis dahin hat die ganze Familie ger�tselt ...
> "Walter A. Schmidt" <don.a...@quantentunnel.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:h968t1$ano$1...@svr7.m-online.net...
Bitte keine Einleitungsromane und kein TOFU. http://learn.to/quote hilft.
Gru�. Claus
..und outet sich gleichzeitig
N��, das Thema verkannter Balder hatten wir doch gerade erst. Es ist IMO
der Normalfall, dass viele meinen, Promis zu kennen nur weil sie deren
Gesicht wiedererkennen und ein paar Klatschgeschichten geh�rt haben die
sie vorbehaltlos glauben ;)
>> Wer Hugo Egon Balder nur mit Tutti Frutti in Verbindung bringt, kennt
>> Hugo Egon Balder nicht.
Ja und, muss man den kennen?
> ..und outet sich gleichzeitig
> N��, das Thema verkannter Balder hatten wir doch gerade erst. Es ist IMO
> der Normalfall, dass viele meinen, Promis zu kennen nur weil sie deren
> Gesicht wiedererkennen und ein paar Klatschgeschichten geh�rt haben die
> sie vorbehaltlos glauben ;)
Ich wei� gar nicht warum die Diskussion jetzt in so ein komische Richtung
geht.
Wie oft hat man schon Leute gesehen und wei� nicht mehr wo man diese hin tun
soll.
Niemand hat behauptet, dass er Balder kennt, oder dass ihm "Katzenkloh" von
H. Schneider gef�llt, oder dass dies gute oder schlechte Musiker sind.
Nichts desto Trotz, fand ich die Musik sch�n, und h�tte gerne ein CD davon
gekauft.
Gru�
Vati
Schreibe doch an den NDR mal eine E-Mail und frage, ob es die Songs
k�uflich zu erwerben geben wird (CD oder Download). Je mehr Leute sich
danach erkundigen, desto gr��er die Chance, dass das passieren wird.
Nur so eine Idee,
Michael
> Vati schrieb:
����
Wer?
> Schreibe doch an den NDR mal eine E-Mail und frage, ob es die Songs
> k�uflich zu erwerben geben wird (CD oder Download). Je mehr Leute sich
> danach erkundigen, desto gr��er die Chance, dass das passieren wird.
Damit keiner lange suchen muss: Hier der direkte Link zum Kontaktformular:
http://www.daserste.de/tatort/kontakt.asp
Gru�. Claus
"Vati" <vati...@yahoo.de> wrote:
>>> Wer Hugo Egon Balder nur mit Tutti Frutti in Verbindung bringt, kennt
>>> Hugo Egon Balder nicht.
>
> Ja und, muss man den kennen?
Durch seine A & T-Show vielleicht nicht.
Aber "Genial Daneben" d�rfte bestimmt auch einigen mehr ein Begriff sein.
Incl. der g�ttlichen (Schein-)Dispute von Balder und Hella von Sinnen (die
wohl noch so eine kleine Reminiszenz an "Alles Nichts Oder?!" darstellen
sollen...)
-Andreas
> "Vati" <vati...@yahoo.de> wrote:
>>>> Wer Hugo Egon Balder nur mit Tutti Frutti in Verbindung bringt, kennt
>>>> Hugo Egon Balder nicht.
>>
>> Ja und, muss man den kennen?
>
> Durch seine A & T-Show vielleicht nicht.
Damit ist er aber allgemein bekannt geworden.
> Aber "Genial Daneben" d�rfte bestimmt auch einigen mehr ein Begriff sein.
Stimmt, wobei das einige Zeit sp�ter war.
Da� er vor seiner Fernsehkarriere mal Musik gemacht hat wei� ich auch erst,
seit das im Usenet mal Thema war (Birth Control kenne ich zwar dem Namen
nach, wer da aber mitgespielt hat w��te ich jetzt nicht auf Anhieb).
Gr��e,
Frank
Ich schon, aber das liegt daran, dass ich mit Koschi (Bernd
Kooschmidder) (ehem. Bassist) zusammen in einem Musikladen gearbeitet
hatte ;)
Dann schreib dazu, dass er, Balder, vor der ersten LP ausstieg, IIRC hat
er auf keiner Aufnahme Schlagzeug gespielt. Sp�ter, um 1970 herum, hat
er sich dann als Liedermacher versucht, eine Single und zwei Songs auf
Samplern kenne ich. Die Band gibt es angeblich immer noch. Wer "Gamma
Ray" live h�ren will, sollte ein Konzert von Birth Control besuchen und
den singenden Schlagzeuger mit Balder vergleichen. Seitdem Frenzel tot
ist, haben sie abgebaut, leider. "The work is done".
Gut, bei Tutti-Frutti gab's zwar kein intellektuelles Kraftfutter -
aber die Damen fand ich um Lᅵngen appetit(t)licher als Hella.
(Sorry, Hella!)
> Stimmt, wobei das einige Zeit spᅵter war.
>
> Daᅵ er vor seiner Fernsehkarriere mal Musik gemacht hat weiᅵ ich auch
> erst, seit das im Usenet mal Thema war (Birth Control kenne ich zwar
> dem Namen nach, wer da aber mitgespielt hat wᅵᅵte ich jetzt nicht auf
> Anhieb).
Birth Control, ey!
Das ist ja "richtig" prominent - nicht Liedermacher aus der Fussgᅵngerzone.
mfg
Claus
[...]
> Wer "Gamma Ray" live hᅵren will, sollte ein Konzert von Birth
> Control besuchen...
Lieber nicht.
Ist ja Geschmacksache, aber ich bin so konservativ (mᅵglicherweise
auch arrogant), mir doch lieber die Aufnahmen aus den Hochzeiten von
$Band anzuhᅵren, als das, was "Untote der Rockmusik" als alte Mᅵnner
(mitunter auf irgendwelchen 3. klassischen Dorf-Open-Airs) darzubieten
genᅵtigt sind. Sogar meine Favorites, die Stones, hab' ich mir verkniffen,
als sie das Alter, die "rockenden Rebellen" zu geben, ᅵberschritten hatten...
Da sind die Jazzer im Vorteil - Jazz ist weniger an eine gewisse "Jugendkultur"
gebunden als Rockmusik, deshalb kᅵnnen auch "alte" Jazzer noch ᅵberzeugend
rᅵberkommen.
mfg
Claus
>Acephale Lemar wrote:
>
>[...]
>
>> Wer "Gamma Ray" live h�ren will, sollte ein Konzert von Birth
>> Control besuchen...
>
>Lieber nicht.
>Ist ja Geschmacksache, aber ich bin so konservativ (m�glicherweise
>auch arrogant), mir doch lieber die Aufnahmen aus den Hochzeiten von
>$Band anzuh�ren, als das, was "Untote der Rockmusik" als alte M�nner
>(mitunter auf irgendwelchen 3. klassischen Dorf-Open-Airs) darzubieten
>gen�tigt sind. Sogar meine Favorites, die Stones, hab' ich mir verkniffen,
>als sie das Alter, die "rockenden Rebellen" zu geben, �berschritten hatten...
>
>Da sind die Jazzer im Vorteil - Jazz ist weniger an eine gewisse "Jugendkultur"
>gebunden als Rockmusik, deshalb k�nnen auch "alte" Jazzer noch �berzeugend
>r�berkommen.
Ronnie James Dio* kam sehr geil vor einigen Jahren, Deep Purple* waren
auch recht gut. Die Stones waren OK, so viel Geld (Karte IIRR 120
Euro) daf�r h�tte ich aber nicht ausgegeben (war zum Arbeiten dort).
* gesch�tzte 10 Jahre her, aber beide waren damals schon eher der
Rock-Rentner Fraktion zuzuordnen.
Der Langweiler des Abends!
> kam immer wieder ein Sänger namens Bodo Dietrich vor.
> Mir gefielen diese Lieder recht gut.
Echt?
Dann waren sie für dieses Machwerk reine Verschwendung.
Gerhard
--
NewsTap — Usenet auf dem iPod Touch
> Frank Hucklenbroich wrote:
>
>> Birth Control kenne ich zwar
>> dem Namen nach
>
> Birth Control, ey!
> Das ist ja "richtig" prominent - nicht Liedermacher aus der Fussgᅵngerzone.
Vermutlich ist Frank zu jung, um die noch zu kennen ;-)
Aber wie ich das hier so lese, scheine ich nicht der einzige Rock-Opa zu
sein, der hier rumschwirrt :-)
Gruᅵ. Claus
> Der Langweiler des Abends!
> Echt?
> Dann waren sie für dieses Machwerk reine Verschwendung.
Hast Du auch sachdienliche Hinweise beizusteuern?
Gruß. Claus
> Hast Du auch sachdienliche Hinweise beizusteuern?
Sorry.
Hab mich halt �ber den verschwendeten Abend ge�rgert.
Gerhard
--
"Ich habe ja nichts zu verbergen".
Nunja:
<http://daten-speicherung.de/wiki/index.php/
F�lle_von_Datenmissbrauch_und_-irrt�mern>
> Ist ja Geschmacksache, aber ich bin so konservativ (m�glicherweise
> auch arrogant), mir doch lieber die Aufnahmen aus den Hochzeiten von
> $Band anzuh�ren, als das, was "Untote der Rockmusik" als alte M�nner
> (mitunter auf irgendwelchen 3. klassischen Dorf-Open-Airs) darzubieten
> gen�tigt sind. Sogar meine Favorites, die Stones, hab' ich mir verkniffen,
> als sie das Alter, die "rockenden Rebellen" zu geben, �berschritten hatten...
>
> Da sind die Jazzer im Vorteil - Jazz ist weniger an eine gewisse "Jugendkultur"
> gebunden als Rockmusik, deshalb k�nnen auch "alte" Jazzer noch �berzeugend
> r�berkommen.
Das kannste so nicht sagen. Ich bin froh, mich davon �berzeugt zu haben,
da� beispielsweise Mitch Ryder auch mit der zweiten H�fte noch �berzeugt.
Daf�r h�tte ich gern auch ein drittklassiges Dorf-Open-Air besucht. - OK,
streich das 'gern'.
Rainer
Du bist doch aus BS, vielleicht kannst du mir sagen, ob Birth Control
bei dir in der N�he ihr Zelt aufgeschlagen haben, ich h�rte irgendwas um
Celle herum. Auch Ted Herold soll in der N�he leben, um Gifhorn herum,
auf einem Dorf. Quelle: Aufgeschnappte Gespr�che auf B�rsen.
Frank muss nicht jung sein, weil er Birth Control nicht kennt, das hat
grundsᅵtzlich mit dem Interesse fᅵr eine Musikrichtung zu tun. Das
Interesse wiederum ist von diversen Faktoren abhᅵngig wie Information,
Bekanntschaft ᅵber die Medien, Freundeskreis, Geld, Neugier, Auto (wegen
weiter Konzerte) usw. Ich kenne viele Gleichaltrige, die die zu ihrer
Jugend "angesagten" Bands nicht kennen, weil sie ihr Leben anders
gestaltet, andere prioritᅵten fᅵr sich gesetzt haben.
> Aber wie ich das hier so lese, scheine ich nicht der einzige Rock-Opa
> zu sein, der hier rumschwirrt :-)
Dann erzᅵhle mal ᅵber eins der wichtigsten Zentren des Krautrocks, ich
meine die Stadt, in der du lebst, IIRC: Hannover. Die anderen Zentren
waren Mᅵnchen, Berlin und Hamburg. Dᅵsseldorf, Kᅵln die Ecke war
abgehobener, mit dem Anspruch "Ich bin doch ein Kᅵnstler, kein Musiker",
die Ausnahme ist Can. Ansonsten gab es ᅵberall sehr gute Bands, die kaum
ᅵber die Stadtgrenzen hinaus bekannt waren, wobei "bekannt" sehr relativ
zu lesen ist, denn in ihrer Stadt kannten sie auch nicht eine Hand voll
Menschen.
Also, was gab es auᅵer Jane in Hannover in den spᅵten 60gern, frᅵhen
70gern? ;-)
Im Prinzip hast du recht, nur dass du dieses Prinzip verabsolutierst,
denn es gibt immer Ausnahmen, das sind in der Regel die Songs, die fᅵr
die Band/ den Musiker typisch, prᅵgend sind bzw. von Konsumenten aka
Fans als solche wahrgenommen werden. Fᅵr Birth Control ist Gamma Ray das
Markenzeichen wie Satisfaction fᅵr die Stones, Light My Fire fᅵr die
Doors, Waiting For My Man fᅵr VU usw.
So sind die Stones nach Brians Tod fᅵr mich erledigt, obwohl einige
exzellente Songs auf Beggars, Exile darauf sind. Ich wᅵrde sie mir auch
dann nicht ansehen, wenn ich umsonst reinkᅵme und einen Platz direkt vor
der Bᅵhne hᅵtte.
> Da sind die Jazzer im Vorteil - Jazz ist weniger an eine gewisse
> "Jugendkultur" gebunden als Rockmusik, deshalb kᅵnnen auch "alte"
> Jazzer noch ᅵberzeugend rᅵberkommen.
Noch ein Vorurteil. ;-) Alte Jazzer sind gelassener, gleichgᅵltiger aka
"sophisticated", scheren sich einen Dreck um die Kritiken, machen ihren
Job.
>> Birth Control, ey!
>> Das ist ja "richtig" prominent - nicht Liedermacher aus der
>> Fussgᅵngerzone.
>
> Vermutlich ist Frank zu jung, um die noch zu kennen ;-)
Vermutlich, ja.
> Aber wie ich das hier so lese, scheine ich nicht der einzige Rock-Opa
> zu sein, der hier rumschwirrt :-)
Ganz gewiss nicht! Allerdings, was detaillierte Kenntnisse angeht,
muss ich hier einen Disclaimer einfᅵgen: Mit Hintergrundwissen bin ich nur
sehr dᅵrftig ausgestattet - ich habe mehr oder weniger Fragmente in der Birne,
die ich hier und dort aufgeschnappt hatte, kein (wie mein Mathelehrer seelig
zu sagen pflegte: "Bitte kein Geschwafel, Leute, ich erwarte abfragbares Wissen!").
Die ganzen Hintergrundinfos musste ich mir damals[tm] auch nicht merken,
dafᅵr hatte ich einen Schul- (und darᅵberhinaus) Freund. Wir teilten die LPs und
die Mᅵdchen. Er war ein wandelndes Rock- u. Jazzlexikon, ein Gedᅵchtnis wie ein
Kalenderidiot! Fiel auf einem Partytalk der Name von $Musiker, kam von ihm die
exakte Bio- u. Diskographie, ungefᅵhr so:
"Ach, ja, XY! - Der hat von 19xx bis 19x4 bei "A" Gitarre gespielt, sich aber dann mit
dem Schlagzeuger verkracht und ging im Mᅵrz 19x5 zu "B". Auf den Alben 1, 2, u. 3
der Gruppe "A" ist er noch zu hᅵren, wurde nach seinem Weggang durch "XYZ" ersetzt.
Bei "B" war er bis Mitte 19x7, ging dann zu "C". Hatte in dieser Zeit auch einige Sessions
mit $ N, V, S, nahm ein Solo-Album auf, was aber nicht so richtig einschlug.
Danach war er bei.....
Und so weiter, und so fort.
> Gruᅵ. Claus
dito.
> Im Prinzip hast du recht, nur dass du dieses Prinzip verabsolutierst,
Ok, diesen evtl. Fehler muss ich mir wohl zuschreiben lassen...
> denn es gibt immer Ausnahmen,
Klar doch!
Eric Burdon wᅵre fᅵr mich eine solche. Tina Turner auch, allerdings,
(altersbedingt, dafᅵr kann sie nichts, unser aller Schicksal) ein Grenzfall.
Zu dem [1], mit dem ich deine Aussage oben verziert habe:
Was vielleicht oft ᅵbersehen bzw. gnᅵdig ᅵbergangen wird, ist:
Live-Konzerte halten oft nicht den Erwartungen der anspruchsvolleren
Zuhᅵrerschaft stand. Nichts gegen "Atmosphᅵre", aber wenn z.B. bei
feinziselierten Gitarrensoli prollig-dumpf mitgeklatscht wird, kᅵnnt' ich
erbrechen, was der Magen hergibt.
Da hᅵr' ich dann doch lieber die Studio-Version.[2]
Und:
Joe Cocker auf $Wiese bei Backnang vor einigen vielen Jahren...
(ich mochte ihn - damals, als er mit "a little help from my friends"
rauskam, das war noch frisch, gefiel mir besser als die Beatles-
Version.) Der Auftritt auf $Wiese allerdings war nur tragisch,
peinlich - die Selbstdemontage eines Stars.
[2] "Cream" - da find' ich sowohl Live- als auch Studioversionen
vom geilsten!
In der Jazz-Abteilung, u.a.: Cannonball Adderley "live at the Club".
Das nahezu ausschliesslich farbige[tm] Publikum klatscht mit.
Rythmisch passend.
> das sind in der Regel die Songs, die fᅵr die Band/ den Musiker typisch,
> prᅵgend sind bzw. von Konsumenten aka Fans als solche wahrgenommen
> werden. Fᅵr Birth Control ist Gamma Ray das Markenzeichen
Ack.
> wie Satisfaction fᅵr die Stones, Light My Fire fᅵr die Doors,
> Waiting For My Man fᅵr VU usw.
Ack.
(Mit dem Remark, dass die "Markenzeichen" oft eben auch die Gassenhauer
sind, nicht immer/unbedingt das Beste, bzw. existiert noch vieles gleichwertiges,
aber eben unbekannteres.)
> So sind die Stones nach Brians Tod fᅵr mich erledigt, obwohl einige
> exzellente Songs auf Beggars, Exile darauf sind. Ich wᅵrde sie mir
> auch dann nicht ansehen, wenn ich umsonst reinkᅵme und einen Platz
> direkt vor der Bᅵhne hᅵtte.
Ich hatte die Gnade(der frᅵhen Geburt), sie 197x in Frankfurt sehen zu kᅵnnen -
mehr wᅵre weniger, imho.
>> Da sind die Jazzer im Vorteil - Jazz ist weniger an eine gewisse
>> "Jugendkultur" gebunden als Rockmusik, deshalb kᅵnnen auch "alte"
>> Jazzer noch ᅵberzeugend rᅵberkommen.
>
> Noch ein Vorurteil. ;-) Alte Jazzer sind gelassener, gleichgᅵltiger
> aka "sophisticated", scheren sich einen Dreck um die Kritiken, machen
> ihren Job.
Ack.
mfg
Claus
>>> Da sind die Jazzer im Vorteil - Jazz ist weniger an eine gewisse
>>> "Jugendkultur" gebunden als Rockmusik, deshalb k�nnen auch "alte"
>>> Jazzer noch �berzeugend r�berkommen.
>>
>> Ronnie James Dio* kam sehr geil vor einigen Jahren, Deep Purple* waren
>> auch recht gut. Die Stones waren OK, so viel Geld (Karte IIRR 120
>> Euro) daf�r h�tte ich aber nicht ausgegeben (war zum Arbeiten dort).
>
>Du bist doch aus BS, vielleicht kannst du mir sagen, ob Birth Control
>bei dir in der N�he ihr Zelt aufgeschlagen haben, ich h�rte irgendwas um
>Celle herum. Auch Ted Herold soll in der N�he leben, um Gifhorn herum,
>auf einem Dorf. Quelle: Aufgeschnappte Gespr�che auf B�rsen.
Herold is wohl in der N�he, hab ich durch Zufall mal in der Zeitung
gelesen. Birth Control interessieren mich in etwa genau so wenig wie
der TH, ich sehe zu, da� ich den Konzerten weitr�umig aus dem Weg gehe
8-)
Ich meine mich aber zu erinnern, da� die irgendwo in der Gegend
gespielt h�tten innerhalb des letzten Jahres...
> Claus Reibenstein wrote:
>> Claus Maier schrieb:
>>
>>> Frank Hucklenbroich wrote:
>>>
>>>> Birth Control kenne ich zwar
>>>> dem Namen nach
>>>
>>> Birth Control, ey!
>>> Das ist ja "richtig" prominent - nicht Liedermacher aus der
>>> Fussg�ngerzone.
>>
>> Vermutlich ist Frank zu jung, um die noch zu kennen ;-)
>
> Frank muss nicht jung sein, weil er Birth Control nicht kennt, das hat
> grunds�tzlich mit dem Interesse f�r eine Musikrichtung zu tun.
So jung bin ich zwar nicht mehr, Birth Control waren aber doch noch etwas
vor meiner Zeit.
> Das
> Interesse wiederum ist von diversen Faktoren abh�ngig wie Information,
> Bekanntschaft �ber die Medien, Freundeskreis, Geld, Neugier, Auto (wegen
> weiter Konzerte) usw. Ich kenne viele Gleichaltrige, die die zu ihrer
> Jugend "angesagten" Bands nicht kennen, weil sie ihr Leben anders
> gestaltet, andere priorit�ten f�r sich gesetzt haben.
Meine Jugend war in den sp�ten 70er/ fr�hen 80er Jahren, da war Krautrock
lange Geschichte. Es hat mich auch nie so sehr interessiert, da� ich mir da
�ltere Platten besorgt und angeh�rt h�tte. Ich habe mich damals eher f�r
�ltere Hardrock-Sachen interessiert. Also Deep Purple, Led Zeppelin,
Hendrix und sowas. Diese Krautrock-Bands kenne ich zwar dem Namen nach,
aber einzelne Bandmitgleider k�nnte ich da nicht aus dem Hut zaubern.
Btw, ich erinnere mich da an noch an eine lustige Anekdote, als wir uns
mit einem (j�ngeren) Tonmixer unterhielten, der bei unserer Band manchmal
ausgeholfen hat. Der erz�hlte uns, das er letztens bei einer Band den Sound
gemacht habe, und die h�tten alle so tolles altes Equipment auf der B�hne
gehabt und w�ren ziemlich professionell gewesen, und er h�tte sich
gewundert, wer die alten Herrschaften denn gewesen w�ren. Es stellte sich
heraus, da� er "Middle of the Road" abgemischt hatte. Der Name sagte ihm
nun �berhaupt nichts, ich dachte "da war doch mal was", und unserem (15
Jahre �lteren) Drummer fielen fast die Augen raus vor staunen. Und er war
einigerma�en fassungslos, da� wir j�ngeren mit dieser Band nichts
anzufangen wu�ten ;-)
Gr��e,
Frank
Das m�chte ich um Blues erweitern. Leute wie BB King oder Johnny Winter
wirken erst im Alter so richtig glaubw�rdig, und ein Bo Diddley konnte sich
auch mit mitte 70 noch im roten Anzug auf die B�hne stellen, ohne dabei
peinlich zu wirken.
Gr��e,
Frank
> Live-Konzerte halten oft nicht den Erwartungen der
> anspruchsvolleren Zuh�rerschaft stand.
Ich habe in letzter Zeit zweimal Jethro Tull live erlebt.
Dort trifft das oben geschriebene IMHO nicht zu.
Beide Male brillianter Sound :-)
Ciao, Georg
>>> Ist ja Geschmacksache, aber ich bin so konservativ (mᅵglicherweise
>>> auch arrogant), mir doch lieber die Aufnahmen aus den Hochzeiten von
>>> $Band anzuhᅵren, ...
>
>> Im Prinzip hast du recht, nur dass du dieses Prinzip verabsolutierst,
>
> Ok, diesen evtl. Fehler muss ich mir wohl zuschreiben lassen...
Hmm... also die Feststellung, dass ein Opa die Musik einer der
Jugendkultur nicht mehr glaubwᅵrdig rᅵberbringen kann, das ist
m.E. keine _Geschmackssache_, sondern ganz sauber fundierte
Musikkritik. Die ich ᅵbrigens teile: Ich hab' mich selber mal
bei einem Rolling-Stones-Fan unbeliebt gemacht, als ich seine
Idole schon vor ca 10 Jahren anlᅵsslich eines Live-Auftritts als
"Rolling Bones" zu bezeichen wagte und dasselbe Argument anfᅵhrte.
--
Walter
>>> Ist ja Geschmacksache, aber ich bin so konservativ (mᅵglicherweise
>>> auch arrogant), mir doch lieber die Aufnahmen aus den Hochzeiten von
>>> $Band anzuhᅵren, ...
>
>> Im Prinzip hast du recht, nur dass du dieses Prinzip verabsolutierst,
>
> Ok, diesen evtl. Fehler muss ich mir wohl zuschreiben lassen...
Hmm... also die Feststellung, dass ein Opa die Musik einer
> Claus Maier schrieb:
>
>>>> Ist ja Geschmacksache, aber ich bin so konservativ (m�glicherweise
>>>> auch arrogant), mir doch lieber die Aufnahmen aus den Hochzeiten von
>>>> $Band anzuh�ren, ...
>>
>>> Im Prinzip hast du recht, nur dass du dieses Prinzip verabsolutierst,
>>
>> Ok, diesen evtl. Fehler muss ich mir wohl zuschreiben lassen...
>
> Hmm... also die Feststellung, dass ein Opa die Musik einer
> Jugendkultur nicht mehr glaubw�rdig r�berbringen kann, das ist
> m.E. keine _Geschmackssache_, sondern ganz sauber fundierte
> Musikkritik. Die ich �brigens teile: Ich hab' mich selber mal
> bei einem Rolling-Stones-Fan unbeliebt gemacht, als ich seine
> Idole schon vor ca 10 Jahren anl�sslich eines Live-Auftritts als
> "Rolling Bones" zu bezeichen wagte und dasselbe Argument anf�hrte.
Der Fehler liegt darin, Rockmusik auf Jugendkultur einzuschr�nken.
Rainer
Claus meinte es nicht ernst, ich auch nicht. *smile* oben ist von ihm.
>> Das
>> Interesse wiederum ist von diversen Faktoren abh�ngig wie
>> Information, Bekanntschaft �ber die Medien, Freundeskreis, Geld,
>> Neugier, Auto (wegen weiter Konzerte) usw. Ich kenne viele
>> Gleichaltrige, die die zu ihrer Jugend "angesagten" Bands nicht
>> kennen, weil sie ihr Leben anders gestaltet, andere priorit�ten f�r
>> sich gesetzt haben.
>
> Meine Jugend war in den sp�ten 70er/ fr�hen 80er Jahren, da war
> Krautrock lange Geschichte. Es hat mich auch nie so sehr
> interessiert, da� ich mir da �ltere Platten besorgt und angeh�rt
> h�tte. Ich habe mich damals eher f�r �ltere Hardrock-Sachen
> interessiert. Also Deep Purple, Led Zeppelin, Hendrix und sowas.
Und diese Bands waren in den sp�ten 70gern "angesagt"? Bin wirklich
entt�uscht von dir. ;-) "Never trust a hippie! Und die von dir genannten
Bands z�hlten dazu, ob berechtigt oder nicht.
Was mich interessiert, ist folgendes: Hast du denn �ber Led Zeppelin
dich mit Yardbirds n�her befa�t? War sie doch im weitesten Sinne die
Vorg�ngerband, in der zwei andere, exzellente Gitarristen gespielt haben
au�er Page. Die wiederum von Mayall und Konsorten gef�rdert wurden wie
Stones usw. Damit w�rst du bei dem "blues boom" der sp�ten 60ger, fr�hen
70gern, aus dem sich Hardrock herauskristallisiert hat, daraus Metal
etc.
Wer so vorgegangen ist wie oben beschrieben, dem kann niemand eine
Eintagsfliege als �bersehener Meilenstein der Musikgeschichte andrehen.
Und die wahren Meilensteine der Musik sind der Masse weitgehend
unbekannt.
Dir k�nnten die sog. prog metal/ stoner/ hard prog der fr�hen 70ger
gefallen, vor allem britische. H�r dir Dark-Around The Edges an, eine
Killer-LP, die privat als 100er Auflage gepre�t wurde. Wegen des Preises
k�nnt ihr auf popsike aeuch informieren, zum Gl�ck gibt es mehrere
Nachpressungen.
> Diese Krautrock-Bands kenne ich zwar dem Namen nach, aber einzelne
> Bandmitgleider k�nnte ich da nicht aus dem Hut zaubern.
Es schadet zwar nicht, den einen oder anderen von jeder musikalisch
bedeutsamen Band zu kennen, es ist nicht zwingend n�tig. Was schade ist,
dass du diese bands dir nicht mal fl�chtig angeh�rt hast. Ich wette um
mein Leben, dass du in dem Bereich sehr viele Platten entdecken wirst,
die dich umhauen werden. Bist doch K�lner, nicht wahr? Dann h�r dir die
Alben von Can an, sie kamen von dort. ;-) Nicht nur f�r mich, sondern
f�r viele Musikliebhaber wie -kenner die wichtigste/ beste... Band aus
old Germany.
> Btw, ich erinnere mich da an noch an eine lustige Anekdote, als wir
> uns mit einem (j�ngeren) Tonmixer unterhielten, der bei unserer Band
> manchmal ausgeholfen hat. Der erz�hlte uns, das er letztens bei einer
> Band den Sound gemacht habe, und die h�tten alle so tolles altes
> Equipment auf der B�hne gehabt und w�ren ziemlich professionell
> gewesen, und er h�tte sich gewundert, wer die alten Herrschaften denn
> gewesen w�ren. Es stellte sich heraus, da� er "Middle of the Road"
> abgemischt hatte. Der Name sagte ihm nun �berhaupt nichts, ich dachte
> "da war doch mal was", und unserem (15 Jahre �lteren) Drummer fielen
> fast die Augen raus vor staunen. Und er war einigerma�en fassungslos,
> da� wir j�ngeren mit dieser Band nichts anzufangen wu�ten ;-)
"Middle Of The Road" muss man wirklich nicht kennen. Andererseits sind
sie durch und durch Profis. Da von dir nicht erw�hnt, finde ich es
sch�n, dass sie sich nicht arrogant benommen haben.
NEIN! Absichtlich groᅵ geschrieben! Es geht um Psychologie, um
Erwartungen, die IMO nicht berechtigt sind. Es geht auch um Verdrᅵngung.
Bleiben wir bei den Stones: Ich hatte zwei Karten geschenkt bekommen,
die ich vorm Stadion an einen Fan verkauft habe, der sie vermutlich auf
dem schwarzen Markt fᅵr den doppelten Betrag kurz vorm Konzertbeginn
verkauft hat. Warum wollte ich sie nicht sehen, obwohl ich sie noch nie
lieve gesehen habe? Einfach deshalb, weil da Leute auf der Bᅵhne stehen,
die hauptsᅵchlich wegen der Moneten es tun, die keinen direkten Draht zu
den Fans haben, die mir einreden wollen, sie seien genauso toll wie vor
30 Jahren und und und.
Wenn du Musikkritik betreiben willst, dann kritisiere das Handwerk. Du
wirst mich nicht ᅵberzeugen kᅵnnen, denn das Handwerk beherrschen sie
fast perfekt. Was fehlt, ist der Funke, der dich in Ekstase versetzt,
weil sie eben nicht authentisch sind, sie spielen sich selbt als wᅵre
die Uhr stehen geblieben.
> bei einem Rolling-Stones-Fan unbeliebt gemacht, als ich seine
> Idole schon vor ca 10 Jahren anlᅵsslich eines Live-Auftritts als
> "Rolling Bones" zu bezeichen wagte und dasselbe Argument anfᅵhrte.
"Rolling Bones" ist IMO geschmacklos, Kritik sieht anders aus, du hast
dich nur ausgekotzt, leider beim falschen.
Als "Fehler" mᅵchte ich es nicht verstanden wissen, du hast die Kritik
etwas ᅵberzogen, das ist alles.
> Zu dem [1], mit dem ich deine Aussage oben verziert habe:
> Was vielleicht oft ᅵbersehen bzw. gnᅵdig ᅵbergangen wird, ist:
> Live-Konzerte halten oft nicht den Erwartungen der anspruchsvolleren
> Zuhᅵrerschaft stand.
Warum der Anspruch ᅵberhaupt? Oder so: Wenn der Sound genauso ist wie
damals, was stᅵrt dich daran? Wenn du Studioklang hᅵren willst, bleibst
du besser zu Haus, dann weiᅵt aber nicht, was dir entgeht.
> Nichts gegen "Atmosphᅵre", aber wenn z.B. bei
> feinziselierten Gitarrensoli prollig-dumpf mitgeklatscht wird, kᅵnnt'
> ich erbrechen, was der Magen hergibt.
> Da hᅵr' ich dann doch lieber die Studio-Version.[2]
O.K., das kann ich sehr gut nachvollziehen, ich gehe weiter, am liebsten
wᅵrde sie aus dem Saal schmeiᅵen.
So wie du schreibst, bist du ein Mitglied "der Muckermafia". Ist es so?
> Und:
> Joe Cocker auf $Wiese bei Backnang vor einigen vielen Jahren...
> (ich mochte ihn - damals, als er mit "a little help from my friends"
> rauskam, das war noch frisch, gefiel mir besser als die Beatles-
> Version.) Der Auftritt auf $Wiese allerdings war nur tragisch,
> peinlich - die Selbstdemontage eines Stars.
Er ist ein Grenzfall, was Konzerte betrifft, selber nicht erlebt aber
von vielen Bekannten mitbekommen.
> [2] "Cream" - da find' ich sowohl Live- als auch Studioversionen
> vom geilsten!
Schᅵn, dass du eine meiner Lieblingsbands erwᅵhnst, ich liebe das
Abschiedskonzert. Das Reunionkonzert, eigentlich Konzerte, soll
fantastisch sein. Kennst du die Aufnahmen? Kannst du es bestᅵtigen?
> In der Jazz-Abteilung, u.a.: Cannonball Adderley "live at the Club".
> Das nahezu ausschliesslich farbige[tm] Publikum klatscht mit.
> Rythmisch passend.
Billy Withers-Live, auf der 4. Seite IIRC, Gᅵnsehaut pur. Solche Momente
sind selten. Oder James Brown-Live At Apollo.
>> wie Satisfaction fᅵr die Stones, Light My Fire fᅵr die Doors,
>> Waiting For My Man fᅵr VU usw.
>
> Ack.
> (Mit dem Remark, dass die "Markenzeichen" oft eben auch die
> Gassenhauer sind, nicht immer/unbedingt das Beste, bzw. existiert noch
> vieles
> gleichwertiges, aber eben unbekannteres.)
ACK, andererseits ist es mit der 1. Liebe vergleichbar. Die besseren
Songs lernt man erst kennen, nachdem man die "Gassenhauer" lieb gewonnen
hat.
> Walter A. Schmidt <"Walter A. Schmidt" <don.a...@quantentunnel.de>>:
>> Hmm... also die Feststellung, dass ein Opa die Musik einer
>> Jugendkultur nicht mehr glaubw�rdig r�berbringen kann, das ist
>> m.E. keine _Geschmackssache_, sondern ganz sauber fundierte
>> Musikkritik. Die ich �brigens teile: [...]
>
> Der Fehler liegt darin, Rockmusik auf Jugendkultur einzuschr�nken.
Das tu ich doch gar nicht! Aber es _gibt_ (Rock)-Musik, die zur
Jugendkultur ihrer Zeit geh�rt, und _diese_ Musik sollten die Musiker
m.E. im Alter nicht mehr interpretieren, weil's sonst peinlich wird.
Dass das nicht _alle_ Rockmusik betrifft (und erst recht nicht alle
popul�re Musik), ist mir schon bewusst.
--
Walter
> Wenn du Musikkritik betreiben willst, dann kritisiere das Handwerk. Du
> wirst mich nicht ᅵberzeugen kᅵnnen, denn das Handwerk beherrschen sie
> fast perfekt. Was fehlt, ist der Funke, der dich in Ekstase versetzt,
> weil sie eben nicht authentisch sind, sie spielen sich selbt als wᅵre
> die Uhr stehen geblieben.
Genau! Ein saturierter 50 oder 60-Jᅵhriger _kann_ die Haltung eines
protestierenden Jugendlichen nicht mehr glaubwᅵrdig rᅵberbringen.
Im Theater wᅵrde man ihn ja auch nicht mehr die Rolle des "jugendlichen
Liebhabers" spielen lassen.
--
Walter
AOL. Full ack!
Die obengenannten sind wohl "Leuchtfeuer" ihres Genres -
wobei mir folgende Fragen in den Sinn kommen:
Warum empfinde ich z.B. Johnny Winter als "authentisch", den im anderen
Beitrag erwᅵhnten Joe Cocker jedoch nicht? - Ok, natᅵrlich sind solche
Fragen viel zu subjektiv, um eindeutig entschieden werden zu kᅵnnen, auch
bin ich weder Musikhistoriker noch -Wissenschaftler, dazu selbst recht un-
musikalisch (ich bilde mir allerdings ein, gute Musik zu erkennen), allem
geisteswissenschaftlichem ziemlich abhold (wᅵhrend der Schulzeit von mir
verᅵchtlich als "Laberdisziplinen" bezeichnet), Physik+Co liegt mir nᅵher.
Vielleicht kᅵnnen berufenere und in dieser Richtung begabtere Leser
was dazu sagen.
Zurᅵck zum Thema:
Was Blues betrifft, mᅵchte ich noch "Ten Years after" in die Runde werfen,
um das Ganze etwas anzuheidenreichern.
mfg
Claus
Danke fᅵr die Zustimmung.
Wobei es mir garnicht um *Musikkritik* geht. Denn die gebotene Musik
mag durchaus "perfekt", "totgeil!" oder "wie erwartet" sein, also fᅵr den
Fan nichts zu wᅵnschen ᅵbrig lassen!
Deshalb komme ich zu Punkt [1]:
Was macht(e) denn den Reiz eines Live-Konzerts aus, von der Musik
mal abgesehen? Stichwort Jugend und Jugendkultur:
Beamen wir uns doch mal in die Zeit zurᅵck, als wir, sagenwirmal,
zwischen 16 und 26 Jahren alt waren. In diesem Alter spielen ᅵus-
serlichkeiten wie: Kleidung, Styling usw. eine sehr grosse Rolle!
Und man orientiert sich an Idolen! Wie weit das vernᅵnftig ist, sei mal
dahingestellt, aber fᅵr mich ist das in Ordnung, die Jugend darf und
sollte "spinnen"! *Erwachsen* ist man noch frᅵh und lange genug, imho!
(Was mich betrifft, waren von der ᅵusseren Erscheinung her Ian Anderson
von Jethro Tull und Jimmy Page von Led Z. meine Leitbilder. Die Natur hatte
mich gnᅵdig mit blonden langen Locken ausgestattet - inzwischen lᅵngst
vergangen und mitleiderregend schᅵtter geworden - mir zur Erquickung,
meinem Vater zum Verdruss.) Und die Klamotten von diesen Leuten erst!
Zurᅵck zum Live-Konzert: Was hatte uns denn Erektionen/feuchte Hᅵschen
gemacht? Doch nicht nur die schnᅵde Musik, sondern die ganze Atmosphᅵre,
die Tatsache: Wir sind umgeben von hᅵbschen (oder wenigstens interessanten)
Leuten unserer Altersklasse, man versteht sich ohne viel Gehampel, man ge-
hᅵrt dazu, und die Typen/-Innen auf der Bᅵhne sind nur unwesentlich ᅵlter als wir,
absolut geil ausstaffiert, unterhalten uns mit mᅵrdergeiler Musik und coolem Tanz.
Jung sein, frei sein, high sein! (Hᅵtten wir einfach nur "gute Musik hᅵren" wollen,
hᅵtten wir uns auch die Augen verbinden kᅵnnen, damals.)
Und deshalb macht es imho - bezogen auf Musik/Bands/Outfits, die mit "Jugend"
assoziiert sind, schon einen Unterschied, ob jugendliche Helden oder alte Mᅵnner
auf der Bᅵhne toben.
Vielleicht kann ich so illustrieren, was ich meine: Es gibt Menschen (ein Psychiater
wᅵrde sie wohl unter "histrionische Persᅵnlichkeit" einordnen), die brauchen fᅵr ihr
Selbstwertgefᅵhl ewige Aufmerksamkeit und folgerichtig - ewige Attraktivitᅵt,
ewige Jugend. (Das hat die Natur aber leider, leider, nicht vorgesehen.) Oder anders
formuliert: Menschen, denen ihre seelische Struktur verwehrt, mit "Wᅵrde" altern
zu kᅵnnen. Und gerade Schauspieler u.ᅵ. Kᅵnstler gehᅵren oft zu diesem Kreis.
(Wobei - nur am Rande bemerkt - 1 alter "Satchmo" auf der Bᅵhne mehr echte
Wᅵrde rᅵberbringt als 1.000 Bundesprᅵsidenten, imho...)
Fast tᅵglich begegnet mir in $Supermarkt so eine Person. Eine Frau, um die 70,
gekleidet mit jugendlich-schrillgefᅵrbtem Schuhwerk, bauschigem Minirock
(in den 50ern Petticoat genannt), gewagten Blusen, Sonnenbrille und dem ganzen
anderen Klimbim. Auf den ersten Blick amᅵsant, auf den 2. Blick nur tragisch,
sogar lᅵcherlich.
Wer immer mit so einem Lebenspartner einhergeht - wᅵre es nicht ein Akt der
Liebe, der Barmherzigkeit, ihm/ihr zu sagen: "Lieber/es, Du bist keine 26 mehr,
bitte, kleide und style dich entsprechend. Es muss nicht Sack und Asche sein,
nicht spiessig, aber halbwegs altersgemᅵss!"?
Und nun ᅵbertragen wir diesen barmherzigen Hinweis auf $alten Kasper auf $Bᅵhne.
(Sorry, wenn ich nun *sehr* weitschweifig geworden bin. Danke fᅵr eure Aufmerksamkeit.
Ja, ich kenne: ".... da hab' ich dann nicht mehr weitergelesen....")
mfg
Claus
Die gehᅵren auch zu meinen Lieblingen!
Das die noch leben!
> Dort trifft das oben geschriebene IMHO nicht zu.
> Beide Male brillianter Sound :-)
Gratuliere.
mfg
Claus
[Auftritte von $Musikern, deren Blᅵtezeit vorbei ist]
> Wenn du Musikkritik betreiben willst, dann kritisiere das Handwerk. Du
> wirst mich nicht ᅵberzeugen kᅵnnen, denn das Handwerk beherrschen sie
> fast perfekt. Was fehlt, ist der Funke, der dich in Ekstase versetzt,
> weil sie eben nicht authentisch sind, sie spielen sich selbt als wᅵre
> die Uhr stehen geblieben.
Du hast mit wenigen Worten ("authentisch", "als wᅵre die Uhr stehen geblieben")
formuliert, wofᅵr ich grad' einen weitschweifigen Beitrag verfasst habe!
mfg
Claus
"Claus Maier" <spam...@arcor.de> wrote:
> Ist ja Geschmacksache, aber ich bin so konservativ (mᅵglicherweise
> auch arrogant),
Weder noch. Ich bin fᅵrs dritte: du tendierst zu stark zum Pauschalurteil...
> mir doch lieber die Aufnahmen aus den Hochzeiten von
> $Band anzuhᅵren, als das, was "Untote der Rockmusik" als alte Mᅵnner
> (mitunter auf irgendwelchen 3. klassischen Dorf-Open-Airs) darzubieten
> genᅵtigt sind. Sogar meine Favorites, die Stones, hab' ich mir verkniffen,
> als sie das Alter, die "rockenden Rebellen" zu geben, ᅵberschritten
> hatten...
Seeehr pauschal geurteilt.
Aber gut, vielleicht wᅵre ich auch deiner Meinung, WENN ich nicht Toto 2002
erlebt habe mit Bobby Kimball am Leadgesang (was keiner mehr geglaubt
hᅵtte). Von wegen "alte Recken"! Das war einfach ein spitzenmᅵᅵiges Konzert!
Schon allein aus Respekt hᅵre ich deswegen bei Toto nicht irgendwo 1982 auf.
-Andreas
Die Message Sex&Drugs&Rock'n'Roll ist ja nun bei den Stones nicht mehr
da. Keith Richard's Stammzellen m�gen ein Menschheitsschatz f�r die
Zucht von unverw�stlichen Transplantationslebern sein; dem Vernehmen
nach ist aber sein gegenw�rtiges Organ, was "Drugs" angeht, im
wohlverdienten Ruhestand.
--
David Kastrup
> Acephale Lemar schrieb:
>
>> Wenn du Musikkritik betreiben willst, dann kritisiere das
>> Handwerk. Du wirst mich nicht �berzeugen k�nnen, denn das Handwerk
>> beherrschen sie fast perfekt. Was fehlt, ist der Funke, der dich in
>> Ekstase versetzt, weil sie eben nicht authentisch sind, sie spielen
>> sich selbt als w�re die Uhr stehen geblieben.
>
> Genau! Ein saturierter 50 oder 60-J�hriger _kann_ die Haltung eines
> protestierenden Jugendlichen nicht mehr glaubw�rdig r�berbringen. Im
> Theater w�rde man ihn ja auch nicht mehr die Rolle des "jugendlichen
> Liebhabers" spielen lassen.
In der Oper wird gespielt, was die Stimme hergibt, den Rest macht die
Maske.
--
David Kastrup
Das war sp�ter, so in den sp�ten 80ern. Bin da mit Deep Purple in das Genre
eingestiegen, habe die auch Live gesehen, und mir dann andere Bands
angeh�rt, die aus den �hnlichen Zeit stammten. Das war damals aber auch
schon "alt". �brigens kam ich zu Deep Purple da ich damals Keyboard
spielte, und da war Jon Lord irgendwie faszinierend, weil er es schaffte,
an den Tasten Hard-Rock zu machen (ja, mein DX-7 lief dann �ber einen
Gitarren-Verzerrer *LOL*).
> Was mich interessiert, ist folgendes: Hast du denn �ber Led Zeppelin
> dich mit Yardbirds n�her befa�t?
Nein, soweit bin ich (leider?) damals nicht gegangen. Habe mir zu der Zeit
nat�rlich auch vielen aktuellen Kram gekauft, haupts�chlich aus der
Metal-Ecke. Damals machten wir mit der Schule Sch�lerpraktika, und ich
hatte das Gl�ck bei der Emi-Elektrola in K�ln zu landen, da konnte ich dann
LPs im Werksverkauf einkaufen. Das wei� ich noch wie heute: Eine LP zu 5
DM, eine Doppel-LP zu 9 DM. Da habe ich tonnenweise Platten nach Hause
geschleppt (aber da gab es eben nur K�nstler, die bei EMI unter Vertrag
waren) ;-)
> War sie doch im weitesten Sinne die
> Vorg�ngerband, in der zwei andere, exzellente Gitarristen gespielt haben
> au�er Page. Die wiederum von Mayall und Konsorten gef�rdert wurden wie
> Stones usw. Damit w�rst du bei dem "blues boom" der sp�ten 60ger, fr�hen
> 70gern, aus dem sich Hardrock herauskristallisiert hat, daraus Metal
> etc.
> Wer so vorgegangen ist wie oben beschrieben, dem kann niemand eine
> Eintagsfliege als �bersehener Meilenstein der Musikgeschichte andrehen.
> Und die wahren Meilensteine der Musik sind der Masse weitgehend
> unbekannt.
Das ist wohl wahr.
> Dir k�nnten die sog. prog metal/ stoner/ hard prog der fr�hen 70ger
> gefallen, vor allem britische. H�r dir Dark-Around The Edges an, eine
> Killer-LP, die privat als 100er Auflage gepre�t wurde. Wegen des Preises
> k�nnt ihr auf popsike aeuch informieren, zum Gl�ck gibt es mehrere
> Nachpressungen.
Danke f�r die Tips, werde mich mal danach umschauen.
>> Diese Krautrock-Bands kenne ich zwar dem Namen nach, aber einzelne
>> Bandmitgleider k�nnte ich da nicht aus dem Hut zaubern.
>
> Es schadet zwar nicht, den einen oder anderen von jeder musikalisch
> bedeutsamen Band zu kennen, es ist nicht zwingend n�tig. Was schade ist,
> dass du diese bands dir nicht mal fl�chtig angeh�rt hast. Ich wette um
> mein Leben, dass du in dem Bereich sehr viele Platten entdecken wirst,
> die dich umhauen werden.
Ja, da mu� ich mich echt mal aufraffen und mir so ein paar alte Sachen
besorgen.
> Bist doch K�lner, nicht wahr?
Ja.
> Dann h�r dir die
> Alben von Can an, sie kamen von dort. ;-) Nicht nur f�r mich, sondern
> f�r viele Musikliebhaber wie -kenner die wichtigste/ beste... Band aus
> old Germany.
Werde ich unbedingt mal machen m�ssen. Irgendwie laufen die einem eh
st�ndig �ber den Weg ("Der hat mal mit Can...", "Der war mal mit dem
Drummer von Can in einer WG" u.s.w.).
>> Btw, ich erinnere mich da an noch an eine lustige Anekdote, als wir
>> uns mit einem (j�ngeren) Tonmixer unterhielten, der bei unserer Band
>> manchmal ausgeholfen hat. Der erz�hlte uns, das er letztens bei einer
>> Band den Sound gemacht habe, und die h�tten alle so tolles altes
>> Equipment auf der B�hne gehabt und w�ren ziemlich professionell
>> gewesen, und er h�tte sich gewundert, wer die alten Herrschaften denn
>> gewesen w�ren. Es stellte sich heraus, da� er "Middle of the Road"
>> abgemischt hatte. Der Name sagte ihm nun �berhaupt nichts, ich dachte
>> "da war doch mal was", und unserem (15 Jahre �lteren) Drummer fielen
>> fast die Augen raus vor staunen. Und er war einigerma�en fassungslos,
>> da� wir j�ngeren mit dieser Band nichts anzufangen wu�ten ;-)
>
> "Middle Of The Road" muss man wirklich nicht kennen. Andererseits sind
> sie durch und durch Profis. Da von dir nicht erw�hnt, finde ich es
> sch�n, dass sie sich nicht arrogant benommen haben.
Nein, die sollen ganz nat�rlich r�bergekommen sein. Unserem Tonmann
gefielen halt die ganzen alten Vintage-Amps und Gitarren, die dort am Start
waren. Da� das deren ganz normale Instrumente seit 20 oder 30 Jahren waren
konnte er ja zu dem Zeitpunkt noch nicht wissen ;-)
Gr��e,
Frank
> Frank Hucklenbroich wrote:
>> Am Wed, 23 Sep 2009 00:50:16 +0200 schrieb Claus Maier:
>>
>>> Da sind die Jazzer im Vorteil - Jazz ist weniger an eine gewisse
>>> "Jugendkultur" gebunden als Rockmusik, deshalb k�nnen auch "alte"
>>> Jazzer noch �berzeugend r�berkommen.
>>
>> Das m�chte ich um Blues erweitern. Leute wie BB King oder Johnny
>> Winter wirken erst im Alter so richtig glaubw�rdig, und ein Bo
>> Diddley konnte sich auch mit mitte 70 noch im roten Anzug auf die
>> B�hne stellen, ohne dabei peinlich zu wirken.
>
> AOL. Full ack!
>
> Die obengenannten sind wohl "Leuchtfeuer" ihres Genres -
> wobei mir folgende Fragen in den Sinn kommen:
> Warum empfinde ich z.B. Johnny Winter als "authentisch", den im anderen
> Beitrag erw�hnten Joe Cocker jedoch nicht?
Vielleicht, weil man ihm den Blues-Lebensstil wirklich abnimmt? Ich habe
ihn letztes Jahr Sylvester noch bei einem Live-Konzert im Fernsehen gesehen
(das war IIRC relativ aktuell), da sa� er mit geschlossenen Augen, fragil
und augenscheinlich schwer krank auf einem Stuhl auf der B�hne und hat den
Blues gespielt als g�be es kein Morgen. Das ist authentisch, das ist keine
Show.
Joe Cocker war mal authentisch, er hat aber in den 80ern zu viele
kommerzielle Sachen gemacht. Filmmusik wie "You can leave your hat on" ist
einfach nicht authentisch, auch wenn sie technisch sehr gut gemacht ist. Da
kann ich mir gleich Phil Collins anh�ren (der technisch perfekt ist, aber
irgendwann nur noch nervte, mich zumindest).
Gr��e,
Frank
> Rainer Georg Blankenagel schrieb:
>
>> Walter A. Schmidt <"Walter A. Schmidt" <don.a...@quantentunnel.de>>:
>>> Hmm... also die Feststellung, dass ein Opa die Musik einer
>>> Jugendkultur nicht mehr glaubw�rdig r�berbringen kann, das ist
>>> m.E. keine _Geschmackssache_, sondern ganz sauber fundierte
>>> Musikkritik. Die ich �brigens teile: [...]
>>
>> Der Fehler liegt darin, Rockmusik auf Jugendkultur einzuschr�nken.
>
> Das tu ich doch gar nicht! Aber es _gibt_ (Rock)-Musik, die zur
> Jugendkultur ihrer Zeit geh�rt, und _diese_ Musik sollten die Musiker
> m.E. im Alter nicht mehr interpretieren, weil's sonst peinlich wird.
Als Gegenbeispiel werfe ich mal Neil Young in die Diskussion. Den habe ich
Mitte der 90er in K�ln Live gesehen, als die Grunge-Welle auf ihrem
H�hepunkt war. Da war Neil Young schon alt. Trotzdem hat er gerockt ohne
Ende, und es wirkte keinen Moment lang peinlich. Seine 25min�tige
Live-Version von "Rockin' in a Free World" stellte so ziemlich alles in den
Schatten, was man bisher von Niravana, Peral Jam und Konsorten geh�rt
hatte. Einfach nur geil und absolut auf der H�he seiner Zeit.
Ich denke darauf kommt es an, da� Musiker sich weiterentwickeln und Songs
spielen, die zu ihrem Alter passen. Ein 60j�hriger der den
Street-Fighting-Rebel gibt ist einfach nur noch peinlich, ein Bruce
Springsteen der den Ghost of Tom Joad beschw�rt ist es nicht, ebensowenig
wie ein Johnny Cash, dem man auch im hohen Alter noch einen Song wie "Hurt"
abnimmt.
Gr��e,
Frank
Ich mag zwar die Stones nicht sonderlich und bin auch kein
Stones-Experte - aber ich habe nicht den Eindruck, daᅵ Herr Jagger es
nᅵtig hat, wegen des Geldes auf Tournee zu gehen.
> Ich mag zwar die Stones nicht sonderlich und bin auch kein
> Stones-Experte - aber ich habe nicht den Eindruck, daᅵ Herr Jagger es
> nᅵtig hat, wegen des Geldes auf Tournee zu gehen.
Das sind Kᅵnstler (wie immer man ihre Kunst auch beurteilen mag). Die
brauchen einfach das Feedback vom Publikum, sonst sind sie nicht
glᅵcklich. Nebenbei bringt's auch noch ein bisschen Kleingeld in die
Portokasse, was man natᅵrlich immer gerne mitnimmt. Und die Veranstalter
freut's - die brauchen die Kohle.
Gruᅵ. Claus
Wo steht geschrieben, dass die Musik etwas mit Protest zu tun haben
muss. Ich wᅵrde meinen, die meisten sind extrem angepasst und brav.
Sogenannte Punk-Bands spielen lᅵngst auf Empfᅵngen, Partys der
Besserverdienenden und solche "Protestmusik" wird schon lange in der
Werbung benutzt.
Es soll ja auch Leute geben, die Spaᅵ an ihrer Arbeit haben und ganz
ganz klar bei solchen Menschen: Die brauchen die ᅵffentlichkeit, die
Bᅵhnen wie die Luft zum atmen. Klingt in den Ohren von "Musikern" die
das nur als Geschᅵft ansehen vielleicht romantisch verklᅵrt, es ist aber
Tatsache.
> Ein 60j�hriger der den
>Street-Fighting-Rebel gibt ist einfach nur noch peinlich,
Dachtest Du an Herrn Lindenberg? 8-)
> Ich mag zwar die Stones nicht sonderlich und bin auch kein
> Stones-Experte - aber ich habe nicht den Eindruck, daᅵ Herr Jagger es
> nᅵtig hat, wegen des Geldes auf Tournee zu gehen.
Wie es konkret um die finanzielle Situation von Herrn Jagger bestellt ist,
weiss ich nicht.
Es ist aber so ungewᅵhnlich nicht, dass Rockstars, von denen man an-
nehmen kᅵnnte, sie haben ihre Schᅵfchen schon lange im Trockenen,
doch noch mal Tingeln mᅵssen, um ihren Verpflichtungen nachkommen
zu kᅵnnen. Ein Schicksal, dass ja auch irgendwie[tm] zum Klischee des
Rockstars passt: Er hat (im Idealfall mehrere) kostspielige Scheidungen
hinter sich und/oder in den jungen, wilden Jahren einen Groᅵteil der Flocken
je nach persᅵnlicher Vorliebe durch Venen, Gurgel oder Atemwege gejagt.
Dass ein Rockstar (zur groᅵen Sorge seiner armen, alten Eltern) keine
Bausparvertrᅵge oder Kapital-Lebensversicherungen zeichnet, versteht
sich von selbst. Das passt einfach nicht!
Den Aspekt, nur schwer ohne die gewohnte Anerkennung durch Publikum
leben zu kᅵnnen und/oder die schlichte Freude an der Arbeit haben andere
schon beleuchtet.
mfg
Claus
ᅵber Geschmack lᅵᅵt es sich trefflich streiten, wie wir wissen, dennoch
Widerspruch: BB King spielt weichgespᅵlten Blues fᅵr ein weiᅵes
Publikum, ist zu kalt, emotionslos. Fᅵr den einen mag er ein
"Leuchtfeuer" sein, aber im Vergleich zu Howlin' Wolf, John Lee Hooker,
Muddy Waters ist eine erloschene Flamme. (Es gibt viele andere Blueser,
die wichtiger sind, aber der Masse kaum bekannt, darum verzichte ich auf
deren Nennung, denke, die 3 oben dᅵrften die bekanntesten sein.)
Winter ist eher Texas-Blues, Bo Diddley ist wie Chuck Berry R 'n Roller
und ein Meilenstein.
> wobei mir folgende Fragen in den Sinn kommen:
> Warum empfinde ich z.B. Johnny Winter als "authentisch", den im
> anderen Beitrag erwᅵhnten Joe Cocker jedoch nicht? - Ok, natᅵrlich
> sind solche Fragen viel zu subjektiv, um eindeutig entschieden werden
> zu kᅵnnen, auch bin ich weder Musikhistoriker noch -Wissenschaftler,
> dazu selbst recht un- musikalisch (ich bilde mir allerdings ein, gute
> Musik zu erkennen), allem geisteswissenschaftlichem ziemlich abhold
> (wᅵhrend der Schulzeit von mir verᅵchtlich als "Laberdisziplinen"
> bezeichnet), Physik+Co liegt mir nᅵher. Vielleicht kᅵnnen berufenere
> und in dieser Richtung begabtere Leser was dazu sagen.
Ein subjektiver Versuch zu antworten: Cocker hat die Stimme, nur singt
er meistens eine _dicke_ Spur larmoyant, mixt zu viel wimpy Soul rein,
wᅵhrend Winter gelassen ist; liegt es am Klima? ;-)
> Zurᅵck zum Thema:
> Was Blues betrifft, mᅵchte ich noch "Ten Years after" in die Runde
> werfen, um das Ganze etwas anzuheidenreichern.
Nimm lieber die frᅵhen Fleetwood Mac. Weil besser, ᅵberzeugender. Starte
doch eine Suche mit "british blues boom" und hᅵre dir einige
Songssamples an, es gibt weit mehr.
Ich kenne den Song nicht, entnehme aber deiner Beschreibung, dass es
eine grungy Version war. Wenn es dem so ist, und ich vermute, dass du
die fr�hen Sachen von ihm nicht kennst, lies nach, was er in den 60gern
gemacht hat. Ernsthaft: Ihn mit Jagger zu vergleichen hinkt mir zu sehr.
Um aber deinen Vergleich auf die F�sse zu stellen: Ich traue den Stones
zu, punk-Songs �berzeugend vorzutragen wie auch den blues.
Eigentlich stimmst du unten Walter zu
> Ich denke darauf kommt es an, da� Musiker sich weiterentwickeln und
> Songs spielen, die zu ihrem Alter passen. Ein 60j�hriger der den
"zu ihrem Alter passen" ist der Schl�ssel, darum kann man bestimmte
Songs spielen, daf�r andere nicht. Das ist aber die Au�ensicht, die
Innensicht eines Fans sieht anders aus. Wenn er "satisfaction" h�rt,
denkt er 30, 40 Jahre zur�ck, f�r ihn ist der Song eine Br�cke in seine
Jugend, Vergangenheit.
> Street-Fighting-Rebel gibt ist einfach nur noch peinlich, ein Bruce
War schon damals peinlich, aber aus anderen Gr�nden. Andere Frage: Ist
denn Iggy Pop peinlich, wenn er sich auf der B�hne Schmerzen zuf�gt wie
vor 35, 40 Jahren? Wenn nicht, warum?
> Springsteen der den Ghost of Tom Joad beschw�rt ist es nicht,
Wie hie� sein ber�hmtester Song, "Born In USA"? W�rdest du ihm diesen
Song heute auch noch abnehmen?
> ebensowenig wie ein Johnny Cash, dem man auch im hohen Alter noch
> einen Song wie "Hurt" abnimmt.
Dann gibt es Songschreiber aka songwriter wie Bob Dylan, Lou Reed, die
ihre eigene Musik, Texte variieren, wodurch die Wirkung auf eine andere
Ebene transportiert wird.
Sicher nicht, sondern an Rolling Stones.
Hey, Leute, die Rede ist von Rolling Stones, nicht von Joe Cocker! Oder
treten die Stones auf Dorffesten auf?
Wenn sie= Stones im Vorabend einer solchen Tournee interviewed werden,
erzᅵhlen sie natᅵrlich, was die "Affen" drauᅵen gerne hᅵren wollen.
Denen ist die ᅵffentlichkeit scheiᅵegal, und ich kann sie sehr gut
verstehen, jeder von ihnen besitzt soviel Geld, dass er ᅵberhaupt nichts
tun muss. Eigentlich sind sie wiederum punks, sagen indirekt: Ihr wollt
uns sehen/ hᅵren, Arschgeigen? Okay, dann zahlt mal hᅵbsch 200 Euro fᅵr
den Eintritt, kauft dies und das und wir verkaufen euch 2, 3 Stunden die
Fantasie, dass alles so ist wie es gewesen ist. Ach ja, tut uns Leid
aber ein neues Album haben wir nicht.
Soll ich noch satirischer werden?
P.S.: Es gibt Ausnahmen, dazu gehᅵrt der Ex-Stones (zu dieser Stunde
streikt mein Gedᅵchtnis, was den Namen betrifft), der einfach mit seiner
Bluesband unterwegs ist, weil er die Stones als verlogen, nicht
erfᅵllend gesehen hat, und glᅵcklich ist damit, obwohl er nicht viel
Geld damit verdient, ich vermute, er zahlt sogar darauf. Keine groᅵe
Presse, keine Werbung im Fernsehen, keine meterlangen Plakate, eben
"back to the roots".
> aber auch schon "alt". �brigens kam ich zu Deep Purple da ich damals
> Keyboard spielte, und da war Jon Lord irgendwie faszinierend, weil er
> es schaffte, an den Tasten Hard-Rock zu machen (ja, mein DX-7 lief
> dann �ber einen Gitarren-Verzerrer *LOL*).
>> Dir k�nnten die sog. prog metal/ stoner/ hard prog der fr�hen 70ger
>> gefallen, vor allem britische. H�r dir Dark-Around The Edges an, eine
Korrektur: Round The Edges
>> Es schadet zwar nicht, den einen oder anderen von jeder musikalisch
>> bedeutsamen Band zu kennen, es ist nicht zwingend n�tig. Was schade
>> ist, dass du diese bands dir nicht mal fl�chtig angeh�rt hast. Ich
>> wette um mein Leben, dass du in dem Bereich sehr viele Platten
>> entdecken wirst, die dich umhauen werden.
>
> Ja, da mu� ich mich echt mal aufraffen und mir so ein paar alte Sachen
> besorgen.
Wegen Keyboard/ Synthie zwei Extreme: Brainticket und Dreamworld= ex
Yatha Sidhra, die erste leidet unter dem Hype, zum Suizid f�hren zu
k�nnen bzw. m�ssen, ist wild, experimentell, die zweite einfach
traumhaft sch�n. Und da du Metal magst, kennst du die erste LP von
Faithful Breath? Kam 73 raus. Ganz anderer stuff. *g* Und alle drei
Scheiben sind Krautrock.
>> Dann h�r dir die
>> Alben von Can an, sie kamen von dort. ;-) Nicht nur f�r mich, sondern
>> f�r viele Musikliebhaber wie -kenner die wichtigste/ beste... Band
>> aus old Germany.
>
> Werde ich unbedingt mal machen m�ssen. Irgendwie laufen die einem eh
> st�ndig �ber den Weg ("Der hat mal mit Can...", "Der war mal mit dem
> Drummer von Can in einer WG" u.s.w.).
Und Irmin Schmidt war der Keyboarder von Can. Ein grund mehr, nicht
wahr. ;-) Achte nur darauf, dass die ersten 4 Alben, die du h�rst, vor
1975 ver�ffentlicht sind, danach sind sie mainstreamig geworden. �ber
die Alben kannst du dich im Web vorab informieren, es gibt auch eine
Website von Can.
NP: Can - Mother Sky
Du sagst es doch selsbt, "sogenannte Punk-Bands". Merke, punk bands gibt
es seit 1979 nicht mehr. Eigentlich war der punk, wie du ihn kennst,
bereits ein Marketingprodukt, deren Ursprung in den 60gern liegt, auch
bekannt als "garage punk". Von der Attitude her gibt es Bands, die punky
sind, z.B. Sonic Youth. Was Werbung angeht, finde heraus, woran Dead
Kennedys auseinandergebrochen sind.
Und noch etwas: Punk sollte man nicht ausschlieᅵlich oder hauptsᅵchlich
mit Bands wie Sex Pistols in Verbindung bringen, sondern u.a. auch mit
Damned. punk muss nicht antimelodisch, dilettantisch oder von
Dilettanten sein. Es ist eine Haltung, eine Lebensphilosophie, der Rest
ist nur Maske(-rade).
> Claus Maier wrote:
>> Frank Hucklenbroich wrote:
>>> Am Wed, 23 Sep 2009 00:50:16 +0200 schrieb Claus Maier:
>>>
>>>> Da sind die Jazzer im Vorteil - Jazz ist weniger an eine gewisse
>>>> "Jugendkultur" gebunden als Rockmusik, deshalb k�nnen auch "alte"
>>>> Jazzer noch �berzeugend r�berkommen.
>>>
>>> Das m�chte ich um Blues erweitern. Leute wie BB King oder Johnny
>>> Winter wirken erst im Alter so richtig glaubw�rdig, und ein Bo
>>> Diddley konnte sich auch mit mitte 70 noch im roten Anzug auf die
>>> B�hne stellen, ohne dabei peinlich zu wirken.
>>
>> AOL. Full ack!
>>
>> Die obengenannten sind wohl "Leuchtfeuer" ihres Genres -
>
> �ber Geschmack l��t es sich trefflich streiten, wie wir wissen, dennoch
> Widerspruch: BB King spielt weichgesp�lten Blues f�r ein wei�es
> Publikum, ist zu kalt, emotionslos. F�r den einen mag er ein
> "Leuchtfeuer" sein, aber im Vergleich zu Howlin' Wolf, John Lee Hooker,
> Muddy Waters ist eine erloschene Flamme.
Angesichts dessen, da� John Lee Hooker seit 8 Jahren tot ist, habe ich
Schwierigkeiten, BB King im Vergleich dazu als erloschen zu betrachten.
--
David Kastrup
> P.S.: Es gibt Ausnahmen, dazu geh�rt der Ex-Stones (zu dieser
> Stunde streikt mein Ged�chtnis, was den Namen betrifft), der
> einfach mit seiner Bluesband unterwegs ist,
Bill Wyman?
Ciao, Georg
Musikalisch ist BB King im Vergleich zu Hooker fast niemand, der
wiederum im Vergleich zu Robert Johnson ein Anf�nger ist. Seine Musik
hat mehr Relevanz, aber wie gesagt, "�ber Geschmack..."
NP: Elmore James- Dust My Broom
Also die sind IMO weniger peinlich als der Lindenberg mit seiner
weichgesp�lten Rocker Nummer
Der Blues geh�rt bei denen ja seit jeher zum Repertoire. Nimm ein St�ck wie
"Little Red Rooster" - das ist Blues in Reinkultur. Nur sind das nicht die
St�cke, mit denen die Stones bekannt geworden sind.
> Eigentlich stimmst du unten Walter zu
>
>> Ich denke darauf kommt es an, da� Musiker sich weiterentwickeln und
>> Songs spielen, die zu ihrem Alter passen. Ein 60j�hriger der den
>
> "zu ihrem Alter passen" ist der Schl�ssel, darum kann man bestimmte
> Songs spielen, daf�r andere nicht. Das ist aber die Au�ensicht, die
> Innensicht eines Fans sieht anders aus. Wenn er "satisfaction" h�rt,
> denkt er 30, 40 Jahre zur�ck, f�r ihn ist der Song eine Br�cke in seine
> Jugend, Vergangenheit.
Da hst Du nat�rlich auch wieder recht.
>> Street-Fighting-Rebel gibt ist einfach nur noch peinlich, ein Bruce
>
> War schon damals peinlich, aber aus anderen Gr�nden. Andere Frage: Ist
> denn Iggy Pop peinlich, wenn er sich auf der B�hne Schmerzen zuf�gt wie
> vor 35, 40 Jahren? Wenn nicht, warum?
Gute Frage. Vermutlich weil so ein Typ ziemlich alterslos ist - ein Freak,
der immer irgendwie schr�g war und es immer noch ist. Einer der mit 20
schon so aussah wie andere mit 40 ;-)
>> Springsteen der den Ghost of Tom Joad beschw�rt ist es nicht,
>
> Wie hie� sein ber�hmtester Song, "Born In USA"? W�rdest du ihm diesen
> Song heute auch noch abnehmen?
Inhaltlich in jedem Fall, immerhin war das ein Anti-Kriegs-Song wo es um
die Probleme der Vietnam-Heimkehrer ging (auch wenn viele den Song eher als
"Wir Amis sind die gr��ten" mi�verstanden haben). Ersetze Vietnam durch
Nahost und der Song ist nach wie vor topaktuell.
Was man ihm vermutlich nicht mehr abnehmen w�rde sind diese ganzen Nummern
mit den coolen Jungs in den schnellen Autos (Born to Run, etc.).
Andererseits spielt er in seinen Songs immer Rollen, teilweise auch recht
extreme (Massenm�rder, Kindersch�nder..) - da steht dann der Text im
Vordergrund und nicht die Person die ihn singt.
>> ebensowenig wie ein Johnny Cash, dem man auch im hohen Alter noch
>> einen Song wie "Hurt" abnimmt.
>
> Dann gibt es Songschreiber aka songwriter wie Bob Dylan, Lou Reed, die
> ihre eigene Musik, Texte variieren, wodurch die Wirkung auf eine andere
> Ebene transportiert wird.
Auch da d�rfte der Text im Vordergrund stehen, deshalb ist das Alter der
Protagonisten eher nebens�chlich.
Gr��e,
Frank
> Juergen Eberhardt wrote:
>
>> Ich mag zwar die Stones nicht sonderlich und bin auch kein
>> Stones-Experte - aber ich habe nicht den Eindruck, da� Herr Jagger es
>> n�tig hat, wegen des Geldes auf Tournee zu gehen.
>
> Wie es konkret um die finanzielle Situation von Herrn Jagger bestellt ist,
> weiss ich nicht.
Die Stones waren auf dem H�hepunkt ihres Erfolges auch schon mal pleite.
Schlechte Vertr�ge, Steuerschulden...
Oder nimm Michael Jackson.
> Dass ein Rockstar (zur gro�en Sorge seiner armen, alten Eltern) keine
> Bausparvertr�ge oder Kapital-Lebensversicherungen zeichnet, versteht
> sich von selbst. Das passt einfach nicht!
Nun ja, im Idealfall macht er ein Plattenlabel auf, hat ein Studio und
produziert andere Bands. Das kann aber l�ngst nicht jeder.
Gr��e,
Frank
Ist notiert.
> Und Irmin Schmidt war der Keyboarder von Can. Ein grund mehr, nicht
> wahr. ;-) Achte nur darauf, dass die ersten 4 Alben, die du h�rst, vor
> 1975 ver�ffentlicht sind, danach sind sie mainstreamig geworden. �ber
> die Alben kannst du dich im Web vorab informieren, es gibt auch eine
> Website von Can.
Auch f�r die Tips vielen Dank!
Gr��e,
Frank
Ich werde mal Holger erz�hlen, dass ich einen K�lner f�r Can begeistern
konnte. ;-) Viel Spa� mit den Scheiben, mein Tip w�re, gleich mit
"Monster Movie" oder "Delay 1969" anzufangen oder die Soundtracks, damit
du die beiden S�nger kennenlernst, die diese Band entscheidend gepr�gt
haben.
NP: Can-You Doo Right
>> Ich kenne den Song nicht, entnehme aber deiner Beschreibung, dass es
>> eine grungy Version war. Wenn es dem so ist, und ich vermute, dass du
>> die fr�hen Sachen von ihm nicht kennst, lies nach, was er in den
>> 60gern gemacht hat. Ernsthaft: Ihn mit Jagger zu vergleichen hinkt
>> mir zu sehr. Um aber deinen Vergleich auf die F�sse zu stellen: Ich
>> traue den Stones zu, punk-Songs �berzeugend vorzutragen wie auch den
>> blues.
>
> Der Blues geh�rt bei denen ja seit jeher zum Repertoire. Nimm ein
> St�ck wie "Little Red Rooster" - das ist Blues in Reinkultur. Nur
> sind das nicht die St�cke, mit denen die Stones bekannt geworden sind.
In meiner Generation kennt man die fr�hen Sachen und mag sie mehr als
die sp�teren Kommerzprodukte. Die beste "King Bee"-Version ist auf ihrer
Deb�t-LP.
>>> Street-Fighting-Rebel gibt ist einfach nur noch peinlich, ein Bruce
>>
>> War schon damals peinlich, aber aus anderen Gr�nden. Andere Frage:
>> Ist denn Iggy Pop peinlich, wenn er sich auf der B�hne Schmerzen
>> zuf�gt wie vor 35, 40 Jahren? Wenn nicht, warum?
>
> Gute Frage. Vermutlich weil so ein Typ ziemlich alterslos ist - ein
> Freak, der immer irgendwie schr�g war und es immer noch ist. Einer
> der mit 20 schon so aussah wie andere mit 40 ;-)
Was er in Detroit und sp�ter in L.A. gemacht hat, muss er heute nicht
als Showeinlage bringen, weil er diesen Hass, Nihilismus von damals
heute nicht mehr hat. Er wirkt l�cherlich. Was seinen K�rper angeht, den
h�tte ich auch gerne. Oder nicht, "too much junkie business".
>>> Springsteen der den Ghost of Tom Joad beschw�rt ist es nicht,
>>
>> Wie hie� sein ber�hmtester Song, "Born In USA"? W�rdest du ihm diesen
>> Song heute auch noch abnehmen?
>
> Inhaltlich in jedem Fall, immerhin war das ein Anti-Kriegs-Song wo es
> um die Probleme der Vietnam-Heimkehrer ging (auch wenn viele den Song
> eher als "Wir Amis sind die gr��ten" mi�verstanden haben). Ersetze
Er trug zum Mi�verst�ndnis durch seinen affirmativen, begeisternden
Gesang bei. Ich h�re am Gesang keinen Protest, keine Klage.
> Vietnam durch Nahost und der Song ist nach wie vor topaktuell.
Textlich ja, perzeptionell IMO nicht.
> Was man ihm vermutlich nicht mehr abnehmen w�rde sind diese ganzen
> Nummern mit den coolen Jungs in den schnellen Autos (Born to Run,
> etc.). Andererseits spielt er in seinen Songs immer Rollen, teilweise
> auch recht extreme (Massenm�rder, Kindersch�nder..) - da steht dann
> der Text im Vordergrund und nicht die Person die ihn singt.
Wenn man ihn wie du als Songwriter ansieht, stimmt es, als rockender
Geschichtenerz�hler �berzeugt er mich nicht, da ziehe ich Lou Reed, Bob
Dylan vor. EOD nach deinem posting? Wir sind OT, denke ich.
ich finde, dass man mit solchen Urteilen a la "peinlich" vorsichtig
umgehen sollte, denn sie fallen meistens auf den Menschen zur�ck, der es
ausspricht. In deinem Fall begn�ge ich mich, dir deine peinliche Frage
darzulegen: "Street Fighting Man" ist ein Song von Stones, etwa 68/69
aufgenommen, wegen des Covers wurde die Single damals eingezogen. Dass
sie echte punks sind, bewiesen sie damit, dass sie "Cocksucker Blues"
aufgenommen, der meines Wissens offziell nicht ver�ffentlich worden ist,
es gibt eine Single aus einer Box, sieht nach bootleg aus.
Nun zu Lindenberg: Der ist mehr Rocker als du es je sein wirst. Auf den
trifft der Satz zu, den ich woanders gelesen habe: "Der ist so durch,
dass er wieder cool ist." Er haute mit ca. 17 Jahren von zu Haus ab,
ging ins Ausland, danach in Hamburg ein bekannter Jazzschlagzeuger...h�r
die Scheiben an, die vor seiner ersten Soloplatte entstanden sind, auf
denen er sowohl trommelt als auch singt, vor allem seine erste Solo-LP.
Wenn du dein Kriterium ernst meinst, dann wende es auf bekannte Namen
wie Warhol, Beuys an. Was, das sind keine Musiker! Richtig, dann denke
an die sog. Stars mit ihren All�ren. S�ufer, Drogens�chtige,
Vergewaltiger, Schl�ger, Neurotiker, Psychotiker...
Auf einen erfolgreichen K�nstler kommen 1000 gescheiterte K�nstler, von
denen 990 neidisch auf den "Kollegen" sind.
>Gerrit Brodmann wrote:
>> "Acephale Lemar" <pri...@org.invalid> wrote:
>>
>>> Gerrit Brodmann wrote:
>>>> Frank Hucklenbroich <Hucklen...@aol.com> wrote:
>>>>
>>>>> Ein 60j�hriger der den
>>>>> Street-Fighting-Rebel gibt ist einfach nur noch peinlich,
>>>>
>>>> Dachtest Du an Herrn Lindenberg? 8-)
>>>
>>> Sicher nicht, sondern an Rolling Stones.
>>
>>
>> Also die sind IMO weniger peinlich als der Lindenberg mit seiner
>> weichgesp�lten Rocker Nummer
>
>ich finde, dass man mit solchen Urteilen a la "peinlich" vorsichtig
[Viel Gelaber gel�scht]
Ich bleibe bei meiner Aussage. Jemand, der im gehobenen Alter immer
wieder davon singt, wie toll und Rocker er doch ist, der ist peinlich
und das hat nix mit "Neid" zu tun.
Bei j�ngeren kann man es ja noch als jugendliches Angeberverhalten
abhaken (wobei ich diese Hip-Hop Gangster auch nur noch peinlich
finde)
Ob jemand "peinlich" ist oder nicht hat auch nix mit dem Erfolg zu
tun. So gesehen sind Deine Unterstellungen den Kritikern gegen�ber
auch als eher peinlich zu betrachten.
Acephale Lemar wrote:
> Claus Maier wrote:
>> Zu dem [1], mit dem ich deine Aussage oben verziert habe:
>> Was vielleicht oft ᅵbersehen bzw. gnᅵdig ᅵbergangen wird, ist:
>> Live-Konzerte halten oft nicht den Erwartungen der anspruchsvolleren
>> Zuhᅵrerschaft stand.
>
> Warum der Anspruch ᅵberhaupt? Oder so: Wenn der Sound genauso ist wie
> damals, was stᅵrt dich daran?
Wenn, dann nichts - nur ist er oft nicht so!
Und wenn er "besser als damals" ist, natᅵrlich auch nichts.
Leider ist es meist enttᅵuschend. Ok, natᅵrlich - wie immer - subjektiv.
> Wenn du Studioklang hᅵren willst, bleibst du besser zu Haus,
Was ich oft genug auch tue...
> dann weiᅵt aber nicht, was dir entgeht.
Manchmal mᅵcht' man's auch garnicht wissen...
Und fᅵhlt sich (nicht immer!), aber doch oft genug von der Nachlese
der einschlᅵgigen Medien bestᅵtigt.
>> Nichts gegen "Atmosphᅵre", aber wenn z.B. bei
>> feinziselierten Gitarrensoli prollig-dumpf mitgeklatscht wird, kᅵnnt'
>> ich erbrechen, was der Magen hergibt.
>> Da hᅵr' ich dann doch lieber die Studio-Version.[2]
>
> O.K., das kann ich sehr gut nachvollziehen, ich gehe weiter, am
> liebsten wᅵrde sie aus dem Saal schmeiᅵen.
> So wie du schreibst, bist du ein Mitglied "der Muckermafia".
> Ist es so?
?? Keine Ahnung, was Muckermafia ist. (Jahrgang '52
und davon ab auch kein Mitglied der Musik/er Szene)
>> Und:
>> Joe Cocker auf $Wiese bei Backnang vor einigen vielen Jahren...
>> (ich mochte ihn - damals, als er mit "a little help from my friends"
>> rauskam, das war noch frisch, gefiel mir besser als die Beatles-
>> Version.) Der Auftritt auf $Wiese allerdings war nur tragisch,
>> peinlich - die Selbstdemontage eines Stars.
>
> Er ist ein Grenzfall, was Konzerte betrifft, selber nicht erlebt aber
> von vielen Bekannten mitbekommen.
>
>> [2] "Cream" - da find' ich sowohl Live- als auch Studioversionen
>> vom geilsten!
>
> Schᅵn, dass du eine meiner Lieblingsbands erwᅵhnst, ich liebe das
> Abschiedskonzert.
Du meinst die "Goodbye Cream"?, nehme ich an.
> Das Reunionkonzert, eigentlich Konzerte, soll fantastisch sein.
Reunion?
Die 2.grᅵsste Erektion nach Cream haben mir "Blind Faith" bereitet.
> Kennst du die Aufnahmen? Kannst du es bestᅵtigen?
Leider nein, zu 1 wie auch 2!
Ich war nie so universal engagiert, immer und ᅵberall gleichstark
an $Ball zu bleiben (es gibt auch noch andere Interessen, man muss auswᅵhlen),
was natᅵrlich immer das Risiko birgt, genau *das einzig wahre* zu verpassen.
Aber, danke fᅵr den Hint, ich werd' mich drum kᅵmmern!
>> In der Jazz-Abteilung, u.a.: Cannonball Adderley "live at the Club".
>> Das nahezu ausschliesslich farbige[tm] Publikum klatscht mit.
>> Rythmisch passend.
>
> Billy Withers-Live, auf der 4. Seite IIRC, Gᅵnsehaut pur. Solche
> Momente sind selten.
Werd' ich mir anhᅵren.
> Oder James Brown-Live At Apollo.
Der kᅵnnte sogar noch irgendwo in den Tiefen meiner Sammlung
verschollen sein.
>>> wie Satisfaction fᅵr die Stones, Light My Fire fᅵr die Doors,
>>> Waiting For My Man fᅵr VU usw.
>>
>> Ack.
>> (Mit dem Remark, dass die "Markenzeichen" oft eben auch die
>> Gassenhauer sind, nicht immer/unbedingt das Beste, bzw. existiert
>> noch vieles
>> gleichwertiges, aber eben unbekannteres.)
>
> ACK, andererseits ist es mit der 1. Liebe vergleichbar. Die besseren
> Songs lernt man erst kennen, nachdem man die "Gassenhauer" lieb
> gewonnen hat.
Da hast du nun auch wieder recht!
mfg
Claus
Aber Hallo,
Du hast sowas von Recht! Diese Arroganz einiger geht mir auch auf den
Keks.
snip
Ohne "CAN" h�tte ich vermutlich meine Frau nie kennengelernt, das nur
nebenbei. CAN ist Klasse, die "Monster Movie" und "TAGO MAGO" geh�ren zu
meinen Lieblingsalben. Etliche der St�cke waren �ber lange Zeit
regelrecht "Pflicht" in Diskotheken!
> Frank Hucklenbroich wrote:
>> Am Sat, 26 Sep 2009 01:43:28 +0200 schrieb Acephale Lemar:
>>>> Springsteen der den Ghost of Tom Joad beschw�rt ist es nicht,
>>>
>>> Wie hie� sein ber�hmtester Song, "Born In USA"? W�rdest du ihm diesen
>>> Song heute auch noch abnehmen?
>>
>> Inhaltlich in jedem Fall, immerhin war das ein Anti-Kriegs-Song wo es
>> um die Probleme der Vietnam-Heimkehrer ging (auch wenn viele den Song
>> eher als "Wir Amis sind die gr��ten" mi�verstanden haben). Ersetze
>
> Er trug zum Mi�verst�ndnis durch seinen affirmativen, begeisternden
> Gesang bei. Ich h�re am Gesang keinen Protest, keine Klage.
Wenn man den Song so f�r sich nimmt stimmt das schon. Wobei ich da durchaus
Wut im Bauch heraush�ren kann. Man kann ihn leicht mi�verstehen, das ist
richtig.
>> Was man ihm vermutlich nicht mehr abnehmen w�rde sind diese ganzen
>> Nummern mit den coolen Jungs in den schnellen Autos (Born to Run,
>> etc.). Andererseits spielt er in seinen Songs immer Rollen, teilweise
>> auch recht extreme (Massenm�rder, Kindersch�nder..) - da steht dann
>> der Text im Vordergrund und nicht die Person die ihn singt.
>
> Wenn man ihn wie du als Songwriter ansieht, stimmt es, als rockender
> Geschichtenerz�hler �berzeugt er mich nicht, da ziehe ich Lou Reed, Bob
> Dylan vor. EOD nach deinem posting? Wir sind OT, denke ich.
ACK.
Gr��e,
Frank
Das ist nicht nᅵtig, du schreibst, wann und wenn du Lust hast, es gibt
keine Pflicht zuantworten. ;-)
> Acephale Lemar wrote:
>> Claus Maier wrote:
>
>> Warum der Anspruch ᅵberhaupt? Oder so: Wenn der Sound genauso ist wie
>> damals, was stᅵrt dich daran?
>
> Wenn, dann nichts - nur ist er oft nicht so!
> Und wenn er "besser als damals" ist, natᅵrlich auch nichts.
> Leider ist es meist enttᅵuschend. Ok, natᅵrlich - wie immer -
> subjektiv.
Ich kann mich an kein Konzert erinnern, bei dem der Sound so miserabel
war, dass ich deshalb das Konzert als Schuᅵ in den Ofen betrachtet
hᅵtte, dabei sind es um die 1000 Konzerte, von denen die Rede ist. Eher
erinnere ich mich an Konzerte, die durch die Musiker und deren Ego-Trips
als bad trips sich in mein Gedᅵchtnis eingebrannt haben.
>> dann weiᅵt aber nicht, was dir entgeht.
>
> Manchmal mᅵcht' man's auch garnicht wissen...
> Und fᅵhlt sich (nicht immer!), aber doch oft genug von der Nachlese
> der einschlᅵgigen Medien bestᅵtigt.
Du verlᅵᅵt dich auf die Meinung eines Menschen, den du meistens nicht
kennst? Finde ich sehr schade. Vielleicht bist du auch nicht der Typ,
der schnell und locker neue Menschen kennenlernt, eine Art Netzwerk von
Gleichgesinnten aufbaut. Oder so: Es gab einige Konzerte, wo ich von der
Musik sehr wenig mitbekommen habe, weil das Drumherum viel interessanter
war, und damit meine ich nicht Frauen aufreiᅵen. Ich unterhalte mich
gerne mit Kollegen. Ohne Hintergedanken. So kann man kreuz und quer
durchs Land fahren, auftreten oder Bands erleben, von denen man nicht
erfahren hᅵtte ohne die Menschen, die einen fᅵr diese Bands begeistern
kᅵnnen.
> ?? Keine Ahnung, was Muckermafia ist. (Jahrgang '52
> und davon ab auch kein Mitglied der Musik/er Szene)
Das sind Musiker, die meistens in der ersten Reihe stehen und darauf
gucken, wie die Musiker auf der Bᅵhne spielen, ob sie Fehler machen usw.
EIne Form des Psychokriegs, verunsichern, sich daran ergᅵtzen ...
>> Schᅵn, dass du eine meiner Lieblingsbands erwᅵhnst, ich liebe das
>> Abschiedskonzert.
>
> Du meinst die "Goodbye Cream"?, nehme ich an.
>
>> Das Reunionkonzert, eigentlich Konzerte, soll fantastisch sein.
>
> Reunion?
> Die 2.grᅵsste Erektion nach Cream haben mir "Blind Faith" bereitet.
Ich sollte es in "--" setzen; sie gaben IIRC vier Konzerte an vier
Abenden vor etwa zwei, drei Jahren. Hatte es verdrᅵngt, durch dich habe
ich mich wieder daran erinnert, dass ich mir die DVD besorgen wollte,
sonst gehe ich solchem Zeug aus dem Weg, gᅵnne aber ihnen durchaus die
paar Krᅵten, die sie *damals* nicht bekommen haben - als Dankeschᅵn fᅵr
die schᅵnen Songs, die einen positiv wie negativ begleitet haben.
>> Oder James Brown-Live At Apollo.
>
> Der kᅵnnte sogar noch irgendwo in den Tiefen meiner Sammlung
> verschollen sein.
Solltest du die Originalpressung haben, sie ist nicht billig, informiere
dich dann auf popsike.com wegen des aktuellen Marktwertes. Vor ᅵber 10
Jahren habe ich das Konzert auf irgendeinem 3. Programm in s/w gesehen.
Absolut fantastisch, obwohl funk mich nur am Rand interessiert. Also,
wer da war und still stand, nicht tanzte, der gehᅵrt IMO hochkant
hinausgeworfen - durch die Hintertᅵr. EOD von mir aus, irgendwann,
irgendwo ..tschᅵ
Hintergrundinformationen sind f�r dich "Gelaber"? Alles klar, man.
> Ich bleibe bei meiner Aussage. Jemand, der im gehobenen Alter immer
> wieder davon singt, wie toll und Rocker er doch ist, der ist peinlich
> und das hat nix mit "Neid" zu tun.
Dann definiere den Begriff "Rocker". Und �berzeug mich, dass du
berechtigt bist, die verbindliche Definition zu formulieren, sonst ist
deine Aussage als eine subjektive �u�erung f�r mich irrelevant. Was du
nicht begreifen willst, ist, dass K�nstler generell, insofern Personen=
Masken sind, als solche eine Rolle spielen, den Menschen hinter der
Maske kennt doch fast niemand aus dem Publikum. Du wirfst ihm Posertum
vor. Mit welcher Begr�ndung?
> Bei j�ngeren kann man es ja noch als jugendliches Angeberverhalten
> abhaken (wobei ich diese Hip-Hop Gangster auch nur noch peinlich
> finde)
Sie sind oberpeinlich, aber das wollen sie doch: provozieren. Ich kann
nur m�de �ber diese semi-autistischen, hedonistischen Konformisten
lachen, aber das ist nicht das Thema.
> Ob jemand "peinlich" ist oder nicht hat auch nix mit dem Erfolg zu
> tun. So gesehen sind Deine Unterstellungen den Kritikern gegen�ber
> auch als eher peinlich zu betrachten.
Womit bitte sch�n hat es zu tun wenn nicht mit dem Neid, dass du dich
anma�t, jemanden als peinlich zu stigmatisieren, ohne deine Gr�nde,
Kriterien, was f�r dich "peinlich" bedeutet, dargelegt zu haben?
Nebenbei, ich mag Udo als Mensch oder S�nger nicht besonders, unterm
Strich hat er mehr Mist gebaut als gute Scheiben abgeliefert, trotzdem:
Unbegr�ndet kann ich, und das habe ich indirekt im vorigen posting
getan, dich, deine Meinung als "peinlich" hinstellen. Was w�re dann denn
gewonnen?
Die in Discotheken gespielten Songs sind/ waren eher "Mother Sky", "I
Want More", "Vitamin C", ich habe nur in einer Disco, von deren DJ ich
mir sehr viele Tips geholt habe, z.B. "Yoo Doo Right" geh�rt, neben
anderen, aber das mag am Bundesland, dann an der Stadt, der Zeit liegen,
ist auch egal. An ein St�ck von "Tago Mago" kann ich mich erinnern, ist
zwar ein Meisterwerk, stellenweise aber recht nervig. Ich bin eher f�r
Malcolm. ;-)
Ich denke, dass ich mit dem Klinterklater klar kommen werde. ;-)
Can waren ja allgemein ein gro�er Einflu� auf fr�hen House (v.a. das
erw�hnte Vitamin C), aber die Herren Czukay und Libezeit haben 1982
zusammen mit Jah Wobble auch einen veritablen New Yorker
Underground-Dance-Klassiker abgeliefert: How much are they. Auch heute
noch beeindruckend.
>> Ob jemand "peinlich" ist oder nicht hat auch nix mit dem Erfolg zu
>> tun. So gesehen sind Deine Unterstellungen den Kritikern gegen�ber
>> auch als eher peinlich zu betrachten.
>
>Womit bitte sch�n hat es zu tun wenn nicht mit dem Neid, dass du dich
>anma�t, jemanden als peinlich zu stigmatisieren, ohne deine Gr�nde,
>Kriterien, was f�r dich "peinlich" bedeutet, dargelegt zu haben?
Ich habe gesagt, warum ich ihn als peinlich betrachte, aber von einem
kopflosen Fabelwesen erwarte ich nicht, das zu verstehen.
Wo wir grade bei Peinlichkeiten sind, sch�ne Mailadrersse hast Du da.
> Ich denke, dass ich mit dem Klinterklater klar kommen werde. ;-)
mit dem *was*? habe ich noch nie geh�rt
> Die in Discotheken gespielten Songs sind/ waren eher "Mother Sky", "I
> Want More", "Vitamin C", ich habe nur in einer Disco, von deren DJ ich
> mir sehr viele Tips geholt habe, z.B. "Yoo Doo Right" geh�rt, neben
> anderen, aber das mag am Bundesland, dann an der Stadt, der Zeit liegen,
> ist auch egal. An ein St�ck von "Tago Mago" kann ich mich erinnern, ist
> zwar ein Meisterwerk, stellenweise aber recht nervig. Ich bin eher f�r
> Malcolm. ;-)
Klar, zeitabh�ngig. Ich kannte mindestens 2 Diskotheken in Berlin, in
denen zu Hochzeiten von Psychedelic / Underground St�cke wie "Yoo Doo
Right", "Iron Man", "In A Gadda Da Vita" genauso zum Standard geh�rten
wie "Phallus Dei", "Henriette Kr�tenschwanz" oder "Ceremony" (Spooky
Toothy mit Pierre Hernry. Das war damals ein Laden im ersten Stock am
Ku-Damm, das "SUN" sp�ter dann das "PARK", ebenfalls am Kudamm ;)
Es heisst, da� unserer kopfloser Annonymus aus der Gegend Braunschweig
kommt.
> Acephale Lemar schrieb:
>
>> Ich denke, dass ich mit dem Klinterklater klar kommen werde. ;-)
>
> mit dem *was*? habe ich noch nie geh�rt
http://de.wikipedia.org/wiki/Klinterklater (erster Treffer bei Google)
Gru�. Claus
Braunschweiger: Klinterklater.
P.S.: Den Rest= die anderen postings beantworte in einigen Tagen, muss
auf die Jagd, nach Scheiben, schwarz. *g*
Nein, aber ich habe dort viele Jahre verbracht. Bewirf mich weiter mit
Blumen, sie fallen auf dich zur�ck, weil "Penner bleibt Penner", alte
Zocker-Weisheit. ;-)
Anscheinend weisst du nicht mal, was Dein Nick bedeutet. Aber macht
nix, Liebe(r) Kopflos.
Filter angepasst
Geh zu einem Psychologen, der deine Wahrnehmung justiert. Was den "Kopf"
betrifft, in deinem ist weniger, in meinem mehr drin - der Geist/ die
Ratio/ die Intelligenz. Du bist nur ein j�mmerlicher Kretin.
> Wo wir grade bei Peinlichkeiten sind, sch�ne Mailadrersse hast Du da.
Dann schau dir deine Peinlichkeiten an: "Mailadresse" hei�t es, nicht
"Mailadrersse". Wenn du auf ein posting mit Subjektwechsel antwortest,
solltest du den eingeklammerten alten Betreff streichen.
Wenn ich Mu�e habe, werde ich dir deine Peinlichkeiten vorhalten, bis du
in der Klapse landest, wohin du IMO hingeh�rst, du
M�chte-Gern-Fotok�nstler.