Autsch - die Unterführung liegt genau unter der Tieferlegung für den
Überweg. Das ist ungewöhnlich, gar unüblich. Im Bereich der (direkt
unter der Oberfläche liegenden) Unterführung sind zumindest
Vorkriegsbauten als echte Brücken mit unterliegenden und im Gleisbereich
auch durchaus aussenliegenden Stahlträgern konstruiert.
> Ich habe die Plastikkanten von Brawa verwendet. Die Breite der
> Bahnsteige ist durch die Gleisgeometrie vorgegeben.
Würde ich eher mit wärmebehandelten PS-Platten ausformen. Ist aber nicht
einfach, zumal an dieser Stelle auch die Steigung der Fläche sehr steil
scheint - 70%?. Das wird kein E-Karren schaffen.
Ach, übrigens eins Story zum Thema. Letzte Woche war ich in Lugano und
hatte vormittags etwas Zeit, den Bahnbetrieb im Bahnhof zu beobachten.
Der ist recht langweilig, weil es keine bunten, internationalen Züge
mehr gibt, denn alle Personen-Verkehre werden in Mailand bzw. Basel
gebrochen.
Aus dem letzten Wagen des SBB-IC-Triebwagens aus dem Norden (Gleis 3)
stieg eine Dame (im wahrsten Sinn des Wortes) aus, stapelte ihr massives
Gepäck auf einen Kuli und schickte sich an, diagonal den Bohlenweg statt
des Aufzuges und der Unterführung zu nutzen. Angesichts des Gefälles
drohte das Ganze zu kippen. Ich stand am Hausbahnsteig (Gleis 1)
gegenüber und versuchte sie davon abzubringen. Sie verstand es falsch,
korrigierte den Ansatz und kreuzte nun gemächlich im rechten Winkel, mit
den kleinen Räder sich immer wieder zwischen den Gleisen festfahrend.
Eine halbe Minute später lief aus Norden der deutlich verspätete (ETR,
was sonst...) und als einfahrend angekündigte EC nach Mailand lärmend
und hart bremsend ein auf Gleis 2. Auf Gleis 1 wurde die S-Bahn aus
Bellinzona erwartet. Die Dame schaute mich böse an und nahm ein Taxi...
Natürlich stehen dort dreisprachige, gut zu erkennende Schilder mit dem
bekannten Verbotshinweis.