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Wer hat schon sog. Pufferspeicher eingebaut?

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Holger Ringle

unread,
Apr 17, 2012, 2:53:07 AM4/17/12
to
Moin Leute,
zwei Fragen hätte ich, was diese "Pufferspeicher" angeht,
die in Loks eingebaut werden, um stromlose Gleisstückchen zu überfahren.
Vorweg: meine Märklin K-Gleise sind schon recht mitgenommen, da
ichsie oft ab- und wieder aufgebaut habe. Obwohl ich in kurzen Abständen
Stromeinspeisungen vorsehe, kommt es vor, das das eine oder andere kurze
Stück Gleis mal stromlos bleibt.

Pufferspeicher, zumindest für die Rangierloks, scheinen mir da hilfreich.

1. Gibt es mittlerweile Teile, die sich auch in kleinere Lokgehäuse
einbauen lassen?
2. Hat jemand schon Erfahrungen gesammelt mit Mä-Wechselstrom-Loks und
solchen Pufferspeichern?

Grüße, Holger

Holger Ringle

unread,
Apr 17, 2012, 3:01:37 AM4/17/12
to
Am 17.04.2012 08:53, schrieb Holger Ringle:
> Moin Leute,
> zwei Fragen hätte ich, was diese "Pufferspeicher" angeht.

[...]


> Grüße, Holger


PS. Hier ist ganz gut zu sehen, was so ein Teilchen tun kann:

http://www.youtube.com/watch?v=Jfr0gr6sNKU

In diesen Fall, ist aber wohl das Lokgehäuse größer als bei
einem Dampflokkesselchen. Oder täusche ich mich?

Uli Johann

unread,
Apr 17, 2012, 3:22:49 AM4/17/12
to
Moin,

Am 17.04.2012 08:53, schrieb Holger Ringle:
>
> Pufferspeicher, zumindest für die Rangierloks, scheinen mir da hilfreich.

ja, nicht nur da.

>
> 1. Gibt es mittlerweile Teile, die sich auch in kleinere Lokgehäuse
> einbauen lassen?
> 2. Hat jemand schon Erfahrungen gesammelt mit Mä-Wechselstrom-Loks und
> solchen Pufferspeichern?

Das ist unabhängig davon ob es Wechselstromloks oder Gleichstromer sind.
Der Decoder überbrückt ja damit den Stromausfall, und dem ist es doch
egal, wo der Strom herkommt (Rad- Mittelschleifer oder Rad- Rad9 und wo
er hin geht (Motor). Ich habe schon so ein teil in eine Trix Köf II
eingebaut. Und das für einen SXler. Läuft jetzt super auch mal über
ein Papiertaschentuch hinweg. Das wird mit dem Mittelschleifer schwer
gehen, aber so demonstriere ich den Effekt. Auf der Intermodellbau
habe ich alle Loks mit Puffer Elko ausgestattet, kannst Dir da auf
dem Stand der Moba ansehen. Halle 4 Stand E24.


Gruß

Uli
--
http://www.die-modellbahnwerkstatt.de Modellbahnservice
http://www.uli-johann.de Twin Technik
mailto:ujo...@nurfuerspam.de

Holger Ringle

unread,
Apr 17, 2012, 4:54:32 AM4/17/12
to
Hallo Uli!

Am 17.04.2012 09:22, schrieb Uli Johann:
> Moin,
>
> Am 17.04.2012 08:53, schrieb Holger Ringle:
>>
>> Pufferspeicher, zumindest für die Rangierloks, scheinen mir da hilfreich.
>
> ja, nicht nur da.
>
>>
>> 1. Gibt es mittlerweile Teile, die sich auch in kleinere Lokgehäuse
>> einbauen lassen?
>> 2. Hat jemand schon Erfahrungen gesammelt mit Mä-Wechselstrom-Loks und
>> solchen Pufferspeichern?
>
> Das ist unabhängig davon ob es Wechselstromloks oder Gleichstromer sind.
> Der Decoder überbrückt ja damit den Stromausfall, und dem ist es doch
> egal, wo der Strom herkommt (Rad- Mittelschleifer oder Rad- Rad9 und wo
> er hin geht (Motor). Ich habe schon so ein teil in eine Trix Köf II
> eingebaut. Und das für einen SXler. Läuft jetzt super auch mal über
> ein Papiertaschentuch hinweg.

Das ist eine ganz schön lange Strecke. Nicht schlecht.

> Das wird mit dem Mittelschleifer schwer
> gehen, aber so demonstriere ich den Effekt.
> Auf der Intermodellbau
> habe ich alle Loks mit Puffer Elko ausgestattet, kannst Dir da auf
> dem Stand der Moba ansehen. Halle 4 Stand E24.

(Tja, schön wär's. Auf die Messe wollte ich schon immer mal. Aber die
Anfahrt...und übernachten geht nicht, weil ich dann meinen Hund
mitnehmen müsste.)
Aber das war jetzt wirklich OT. ;-)

Grüße, Holger

Lothar Roth

unread,
Apr 17, 2012, 5:55:14 AM4/17/12
to
Hallo Holger,

Am 17.04.2012 08:53, schrieb Holger Ringle:
> Moin Leute,
> zwei Fragen hätte ich, was diese "Pufferspeicher" angeht,
> die in Loks eingebaut werden, um stromlose Gleisstückchen zu überfahren.
> Vorweg: meine Märklin K-Gleise sind schon recht mitgenommen, da
> ichsie oft ab- und wieder aufgebaut habe. Obwohl ich in kurzen Abständen
> Stromeinspeisungen vorsehe, kommt es vor, das das eine oder andere kurze
> Stück Gleis mal stromlos bleibt.
>
> Pufferspeicher, zumindest für die Rangierloks, scheinen mir da hilfreich.
>
> 1. Gibt es mittlerweile Teile, die sich auch in kleinere Lokgehäuse
> einbauen lassen?

Selber bauen. Es sind meist nur 3 Bauteile:
- (Schottky-)Diode
- Widerstand
- Elko
Wenn man es selbst baut, kann man die Bauteile ggf. auch im Gehäuse
verteilen (z.B. mehrere kleine Elkos!). Hinweise dazu finden sich im Web...


> 2. Hat jemand schon Erfahrungen gesammelt mit Mä-Wechselstrom-Loks und
> solchen Pufferspeichern?
>
> Grüße, Holger

Du bist leider ein paar Tage zu spät :(
Am Samstag hatten wir in Dudenhofen/Speyer wieder
Rocrail-Anwendertreffen. Da hat Alex genau das im Rahmen eines Workshops
vorgeführt [1].
Insbesondere das Auffinden von "Decoder Minus", wenn es nicht explizit
vorhanden/beschrieben ist.

Gruß,
Lothar

[1] <http://forum.rocrail.net/album_cat.php?cat_id=106>

Holger Ringle

unread,
Apr 17, 2012, 8:51:29 AM4/17/12
to
Am 17.04.2012 11:55, schrieb Lothar Roth:
> Hallo Holger,

> Du bist leider ein paar Tage zu spät :(
> Am Samstag hatten wir in Dudenhofen/Speyer wieder
> Rocrail-Anwendertreffen. Da hat Alex genau das im Rahmen eines Workshops
> vorgeführt [1].
> Insbesondere das Auffinden von "Decoder Minus", wenn es nicht explizit
> vorhanden/beschrieben ist.

Tja, schon Gorbatschow meinte, glaube ich, wer zu spät kommt, den...

Für Speyer reicht meine Freizeit (fast) immer!

Danke für die Info über rocrail.

Holger

Roger Schwentker

unread,
Apr 17, 2012, 12:25:59 PM4/17/12
to
Holger Ringle <Holger...@gmx.de> wrote:
> zwei Fragen hätte ich, was diese "Pufferspeicher" angeht,
> die in Loks eingebaut werden, um stromlose Gleisstückchen zu überfahren.
> [...]
> 1. Gibt es mittlerweile Teile, die sich auch in kleinere Lokgehäuse
> einbauen lassen?

Nunja, die Kapazität eines Kondensators ist eine Funktion der Geometrie
und des Dielektrikums. Und die Durchschlagsfestigkeit bestimmt schonmal
einen Teil der Geometrie. Will schreiben: Beliebig klein geht es nicht.

> 2. Hat jemand schon Erfahrungen gesammelt mit Mä-Wechselstrom-Loks und
> solchen Pufferspeichern?

Ich. Ich habe in fast jede Lok zusätzliche Elkos eingebaut, zumindest
bei denjenigen Decodern, die einen leidlich definierten Abschlusspunkt
dafür haben. Es verbessert die Fahreigenschaften auf nicht optimalen
Gleisen ungemein.

Ist aber kein Ersatz für einen guten Entfeuchter.

Viele Grüße
Roger Schwentker
r.schw...@regioconnect.net
--
Die Leute, die für die Todesstrafe eintreten, kommen doch aus genau den
Kreisen, die das Leben schützen und gegen Abtreibung kämpfen, oder?
[Werner Schneyder 1973]

Werner Falkenbach

unread,
Apr 17, 2012, 1:26:41 PM4/17/12
to
Hallo Holger,

lies das mal, sehr erhellend:
http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?10,5803636,5803636#msg-5803636



Grüße
Werner
--
MODULE FÜR DIE SCHMALSPURBAHN ==> http://www.thema-schmalspurbahn.de/Module
THEMA SCHMALSPURBAHN ==> http://www.thema-schmalspurbahn.de
MODELLEISENBAHN FÜR KINDER ==> http://www.kinderbahn.de

mailto:wf.usenet...@werner-falkenbach.de (das kommt schon an)

Werner Falkenbach

unread,
Apr 17, 2012, 1:27:27 PM4/17/12
to
Hallo Roger,

Am 17.04.2012 18:25, schrieb Roger Schwentker:
> Ich. Ich habe in fast jede Lok zusätzliche Elkos eingebaut,

Ich habe mich belehren lassen, dass keramische Kondensatoren kleiner sind.

Thomas Einzel

unread,
Apr 17, 2012, 2:24:04 PM4/17/12
to
Werner Falkenbach schrieb am 17.04.2012 19:27:
> Hallo Roger,
>
> Am 17.04.2012 18:25, schrieb Roger Schwentker:
>> Ich. Ich habe in fast jede Lok zusätzliche Elkos eingebaut,
>
> Ich habe mich belehren lassen, dass keramische Kondensatoren kleiner sind.

SCNR: hat man dir auch verraten, dass ihre Kapazität selten für den hier
erwähnten Zweck ausreichend ist?

--
Thomas

Gerhard Thumm

unread,
Apr 17, 2012, 3:09:11 PM4/17/12
to
Roger Schwentker schrieb ...

> Nunja, die Kapazität eines Kondensators ist eine Funktion der Geometrie
> und des Dielektrikums. Und die Durchschlagsfestigkeit bestimmt schonmal
> einen Teil der Geometrie. Will schreiben: Beliebig klein geht es nicht.

> Ich. Ich habe in fast jede Lok zusätzliche Elkos eingebaut, zumindest
> bei denjenigen Decodern, die einen leidlich definierten Abschlusspunkt
> dafür haben. Es verbessert die Fahreigenschaften auf nicht optimalen
> Gleisen ungemein.

sind nicht die Goldcaps die mit höchster Energiedichte?
Und ich meine, dass z.B. Lenz die einbaut, hier
http://www.digital-plus.de/digitalplus-decoder-usp.php

Aber da können Andere sicher mehr dazu sagen.

MfG Gerhard

Andreas Priebe

unread,
Apr 17, 2012, 4:13:16 PM4/17/12
to
> sind nicht die Goldcaps die mit höchster Energiedichte?
> Und ich meine, dass z.B. Lenz die einbaut, hier
> http://www.digital-plus.de/digitalplus-decoder-usp.php

4 Stück a 5V in Reihe(!) schalten.
Gibt zwar nur ein Viertel der Einzelkapazität, aber das reicht immer
noch dicke.

Hat außerdem den Vorteil, es dem Gehäuse anpassen zu können.
Vier einzelne Drops sind ja meist besser unterzukriegen als ein großer.

Unbedingt den Ladewiderstand/die Entladediode einbauen und ggf. die
Drossel zum programmieren, je nach Dekoder.
Und den Entladewiderstand, wenn der Dekoder nicht nach einer gewissen
Zeit amnesierbar ist. Sonst donnert die schöne Lok nach einer
einwöchigen Stromunterbrechung wieder los, wenn der Saft zurückkommt,
weil sie nich vergessen hat, was der letzte Fahrbefehl war. :-)

Neuere Dekoder können das auch direkt ohne die Extra-Beschaltung, Zimo
631/632/64x WIMRE.

Eine testweise mit zwei solchen Viererpacks ausgerüstete Brawa 216 lief
aus vorbildgemäßer Vmax und mit voll aufgeladenen Kondensatoren nach
Stromabschaltung lässig einen guten Meter weiter (ohne Licht und Sound,
versteht sich).

Andreas

Matthias Kordell

unread,
Apr 17, 2012, 4:38:16 PM4/17/12
to
Thomas Einzel tut geschreibselt haben:

> >> Ich. Ich habe in fast jede Lok zusätzliche Elkos eingebaut,
> >
> > Ich habe mich belehren lassen, dass keramische Kondensatoren
> > kleiner sind.
>
> SCNR: hat man dir auch verraten, dass ihre Kapazität selten für den
> hier erwähnten Zweck ausreichend ist?

Ach, 100µF in 1206 ist schon mal ne Ansage. Davon kann man ei paar
parallel schalten und kann so einige Lücken füllen, die sonst
ungenutzt bleiben.

Matthias

Holger Koetting

unread,
Apr 17, 2012, 4:42:53 PM4/17/12
to
Holger Ringle wrote:
> 1. Gibt es mittlerweile Teile, die sich auch in kleinere Lokgehäuse
> einbauen lassen?
> 2. Hat jemand schon Erfahrungen gesammelt mit Mä-Wechselstrom-Loks und
> solchen Pufferspeichern?

Äh ja, alles nur eine Frage der Kapazität. Letztlich bringt aber
jedes µF etwas. Sinnvolle Werte beginnen etwa bei 100µ.
Zu bemerken wäre allerdings, daß z. B. ESUs Powerpack (1F, aber
nur mit 2,8V - also entsprechend runtergebrochen auf 16V) mit
Ladeschaltung schon ziemlich kompakt ist und im Prinzip auch dort
Platz hat, wo man Marke Eigenbau mit der oben genannten kleineren
Kapazität landet. Außer vielleicht bei ganz spezifischen
Abmessungen. Im Regelfall sind aber Mä-Loks meist etwas
großzügiger im Innenleben als z. B. Roco oder ACME.

Gruß,

Holger K. aus D.

--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting

Holger Koetting

unread,
Apr 17, 2012, 4:46:59 PM4/17/12
to
Andreas Priebe wrote:
> 4 Stück a 5V in Reihe(!) schalten.

Äh, gibt das nicht Probleme, weil dann der erste Kondensator
trotzdem die volle Dröhnung abbekommt? Da muß doch vermutlich
noch mit Z-Dioden nachgeholfen werden.

Jens Schmidt

unread,
Apr 17, 2012, 5:47:30 PM4/17/12
to
Holger Koetting schrieb:

> Äh, gibt das nicht Probleme, weil dann der erste Kondensator
> trotzdem die volle Dröhnung abbekommt? Da muß doch vermutlich
> noch mit Z-Dioden nachgeholfen werden.

Kommt drauf an, wie sehr die Kapazitäten voneinander abweichen.
Die resultierende Spannung ist umgekehrt proportional zu den
Kapazitäten. Und wenn der Kondensator bei einer bestimmten
Spannung nicht-destruktiv leitend wird, dann wirkt er selber
wie eine Z-Diode.

Da hier aber auch unterschiedliche Alterung bedacht werden
muss, würde ich auf jeden Fall separate Dioden einbauen.
--
Viele Grüße,
Jens Schmidt

Roger Schwentker

unread,
Apr 18, 2012, 12:09:50 AM4/18/12
to
Werner Falkenbach <"wf.usenet.nospam.96"@werner-falkenbach.de> wrote:
> > Ich. Ich habe in fast jede Lok zusätzliche Elkos eingebaut,
> Ich habe mich belehren lassen, dass keramische Kondensatoren kleiner sind.

Stimmt. Aber deren Kapazität ist meist auch kleiner. 220 bis 330µF bei
25 Volt sind keramisch schlecht zu bekommen.

Zur Sicherheit: Es geht nicht darum, den Motor sekundenlang weiter laufen
zu lassen. Nur der Prozessor soll eine zehntel Sekunde Strom bekommen,
damit er weiter arbeitet.

Roger Schwentker

unread,
Apr 18, 2012, 12:11:20 AM4/18/12
to
Gerhard Thumm <gerhar...@web.de> wrote:
> sind nicht die Goldcaps die mit höchster Energiedichte?

Korrekt. Aber die sind nur bis maximal 5 Volt lieferbar, so dass Du
vier bis fünf in Serie schalten müsstest. Und dann gibt es nicht
wirklich kleine Goldcaps frei auf dem Markt für kleine Abnahmemengen.

Thomas Einzel

unread,
Apr 18, 2012, 1:42:15 AM4/18/12
to
Matthias Kordell schrieb am 17.04.2012 22:38:
> Thomas Einzel tut geschreibselt haben:
>
>>>> Ich. Ich habe in fast jede Lok zusätzliche Elkos eingebaut,
>>>
>>> Ich habe mich belehren lassen, dass keramische Kondensatoren
>>> kleiner sind.
>>
>> SCNR: hat man dir auch verraten, dass ihre Kapazität selten für den
>> hier erwähnten Zweck ausreichend ist?
>
> Ach, 100µF in 1206 ist schon mal ne Ansage.

Ah MLCC, da war ich nicht ganz up to date, danke für den Hinweis.

http://de.wikipedia.org/wiki/Keramikkondensator#Entwicklung

--
Thomas

Holger Ringle

unread,
Apr 18, 2012, 2:49:45 AM4/18/12
to
Am 17.04.2012 19:26, schrieb Werner Falkenbach:
> Hallo Holger,
>
> lies das mal, sehr erhellend:
> http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?10,5803636,5803636#msg-5803636

Uff,
da muss ich, glaube ich, erst eine Fortbildung besuchen.
Auch wenn ich nach "kleinen Teilen" zur Pufferung gefragt habe,
meinte ich damit eher Komplettlösungen. Inzwischen habe ich
aus Produktbeschreibungen herausgelesen, dass z.B. der
ESU Lokpilot 4.0 schon einen Puffer mit an Bord hat. Richtig?

Danke trotzdem für den Hinweis auf das Drehscheiben-Forum. Ich
werde mich durcharbeiten. Allein schon aus Neugier, wie die
Tüftler solche Aufgaben lösen.
UNd vierlleicht wird in einer fernen Zukunft ja auch mal einer
aus mir... :-)


Grüße, Holger

Holger Ringle

unread,
Apr 18, 2012, 2:52:28 AM4/18/12
to
Am 17.04.2012 22:42, schrieb Holger Koetting:
> Holger Ringle wrote:
>> 1. Gibt es mittlerweile Teile, die sich auch in kleinere Lokgehäuse
>> einbauen lassen?
>> 2. Hat jemand schon Erfahrungen gesammelt mit Mä-Wechselstrom-Loks und
>> solchen Pufferspeichern?
>
> Äh ja, alles nur eine Frage der Kapazität. Letztlich bringt aber
> jedes µF etwas. Sinnvolle Werte beginnen etwa bei 100µ.
> Zu bemerken wäre allerdings, daß z. B. ESUs Powerpack (1F, aber
> nur mit 2,8V - also entsprechend runtergebrochen auf 16V) mit
> Ladeschaltung schon ziemlich kompakt ist und im Prinzip auch dort
> Platz hat, wo man Marke Eigenbau mit der oben genannten kleineren
> Kapazität landet.

Das habe ich jetzt sogar verstanden! ;-) Ich hab's Werner schon
angedeutet: diese elektrotechnischen Feinheiten sind noch richtige
"Bücher mit sieben Siegeln" für mich.

Also ein ESU Powerpack hat's auch mit an Bord. Oder ist das dann
eine Set mit Lokpilot 4.0? Muss ich gleich mal nachschlagen.

Danke für den Tipp,

Holger
Message has been deleted

Andreas Priebe

unread,
Apr 18, 2012, 2:19:29 PM4/18/12
to
> Äh, gibt das nicht Probleme, weil dann der erste Kondensator
> trotzdem die volle Dröhnung abbekommt? Da muß doch vermutlich
> noch mit Z-Dioden nachgeholfen werden.

Vier Kondensatoren gleicher Kapazität natürlich.
Warum sollte der erste dann die volle Spannung abbekommen?

Die ungleichmäßige Alterung riskier ich dann mal. :-)


Andreas

Andreas Priebe

unread,
Apr 18, 2012, 2:21:21 PM4/18/12
to
> Also ein ESU Powerpack hat's auch mit an Bord. Oder ist das dann
> eine Set mit Lokpilot 4.0? Muss ich gleich mal nachschlagen.

Oder eben einen Zimo 631,632,64x nehmen, der braucht auch nur die
externen Kondensatoren. Zwei Pins richtigrum anschließen solte gehen. :-)


Andreas

Christian Müller

unread,
Apr 18, 2012, 3:49:57 PM4/18/12
to
"Paul Berger" <384...@owlpic.com> schrieb im Newsbeitrag
news:jmm3he$65u$1...@speranza.aioe.org...
> Roger Schwentker wrote:
>
>> Zur Sicherheit: Es geht nicht darum, den Motor sekundenlang weiter laufen
>> zu lassen. Nur der Prozessor soll eine zehntel Sekunde Strom bekommen,
>> damit er weiter arbeitet.

Ich bin auch der Meinung, dass auch der Motor gepuffert werden sollte.

> Wenn das wirklich der Fall ist, was ich mangels Schaltungsanalyse bisher
> nicht beurteilen kann, dann muss der Kondensator sinnvollerweise nach dem
> Spannungsregler auf der 5V-Schiene sitzen. Dadurch könnte er natürlich
> wesentlich kleiner ausfallen, da der µC nur wenige mA braucht¹ und die
> Spannungsfestigkeit nur die üblichen 6,3V betragen muss.

Du meinst eher dadurch bekommt der Spannungsregler _Rückstrom_, den aber die
Wenigsten vertragen, ausserdem sinkt dann die Spannung ab 5V, wer weiss, bis
wieviel der uC arbeitet.

> Sitzt er auf der gleichgerichteten Gleisspannung, muss der Kondensator
> auch
> den Motor mitversorgen², die Versorgung des µC fällt dann nebenbei
> automatisch mit ab. Da der Strombedarf des Motors eine oder zwei
> Größenordnungen höher ist, muss - für gleiche Stützzeit - der Kondensator
> natürlich auch entsprechend größer sein.
> Ich vermute dass eher der zweite Fall relevant ist, denn ohne
> Motorversorgung hilft auch ein weiterlaufender µC nicht viel bzw. lange.
> Meinungen, Gegenargumente?

Ja.

Bin grad an einer Sache dran mit Uhlenbrock-Decoder. Die scheinen ganz
speziell zu sein, nicht die übliche Standardschaltung. Der Motor schein
direkt von der Fahrspannung versorgt zu werden, weiss jemand genaueres?

Gruss Chregu


Matthias Kordell

unread,
Apr 18, 2012, 3:51:54 PM4/18/12
to
Gerhard Thumm tut geschreibselt haben:

> Roger Schwentker schrieb ...
>
> > Nunja, die Kapazität eines Kondensators ist eine Funktion der
> > Geometrie und des Dielektrikums. Und die Durchschlagsfestigkeit
> > bestimmt schonmal einen Teil der Geometrie. Will schreiben:
> > Beliebig klein geht es nicht.
>
> > Ich. Ich habe in fast jede Lok zusätzliche Elkos eingebaut,
> > zumindest bei denjenigen Decodern, die einen leidlich definierten
> > Abschlusspunkt dafür haben. Es verbessert die Fahreigenschaften
> > auf nicht optimalen Gleisen ungemein.
>
> sind nicht die Goldcaps die mit höchster Energiedichte?

Unter den Kondensatoren sind die Doppelschicht-Kondensatoren (zu
denen die Goldcaps gehören) die mit der höchsten Energiedichte.
Allerdings haben einige Marken einen recht hohen Innenwiderstand und
eine ziemlich begrenzte Anzahl an Ladezyklen.

Diese Kondensatoren haben in der Regel eine eher geringe
Spannungsfestigkeit (2-5V), es gibt aber bei Farnell sogar einen mit
16V und immerhin 0,12F auf 30x48x9mmł plus Anschlusspins (Best.-Nr.:
1841705).

Matthias

Matthias Kordell

unread,
Apr 18, 2012, 3:52:42 PM4/18/12
to
Roger Schwentker tut geschreibselt haben:

> Werner Falkenbach <"wf.usenet.nospam.96"@werner-falkenbach.de>
> wrote:
> > > Ich. Ich habe in fast jede Lok zusätzliche Elkos eingebaut,
> > Ich habe mich belehren lassen, dass keramische Kondensatoren
> > kleiner sind.
>
> Stimmt. Aber deren Kapazität ist meist auch kleiner. 220 bis 330µF
> bei 25 Volt sind keramisch schlecht zu bekommen.

100µF bei 16V gibt es bei Farnell, Best.-Nr. 2084623. Die sollten
die "normalen" Spannungen im Modellbahn-Bereich aushalten.
Keramik-Kondensatoren vertragen in der Regel auch leichte
Überspannungen sehr gut.

Für Privatkunden gibts die Farnell-Sachen über Heinz Büchner
Elektronik (http://www.hbe-shop.de). Der Haken an den Teilen ist
aber der Preis: Rund 5 Euro pro Stück bei Einzelstückzahlen.


> Zur Sicherheit: Es geht nicht darum, den Motor sekundenlang weiter
> laufen zu lassen. Nur der Prozessor soll eine zehntel Sekunde Strom
> bekommen, damit er weiter arbeitet.

Meiner Meinung nach darf der Motor ruhig weiterlaufen, bis die Lok
vom Dreck runter ist.

Matthias

Holger Koetting

unread,
Apr 19, 2012, 1:48:18 PM4/19/12
to
Holger Ringle wrote:
> meinte ich damit eher Komplettlösungen. Inzwischen habe ich
> aus Produktbeschreibungen herausgelesen, dass z.B. der
> ESU Lokpilot 4.0 schon einen Puffer mit an Bord hat. Richtig?

Nein, hat er nicht. Er ist aber wie sein Vorgänger für
Pufferung vorgesehen und Du kannst ihn entweder herkömmlich
mit Elko, Widerstand und Diode puffern oder das fertige
Powerpack anlöten.
Gegenüber dem LP 3 wird nur noch ein Kondensator benötigt und
vor allem nimmt der Decoder die Energie auch ab. Beim 3er war
trotz "beliebig" großer Werte irgendwann keine Verbesserung
mehr bemerkbar.
Message has been deleted

Christian Müller

unread,
May 17, 2012, 2:30:07 PM5/17/12
to
"Paul Berger" <384...@owlpic.com> schrieb im Newsbeitrag
news:jnjc99$8h4$1...@speranza.aioe.org...
> Wegen anderer Lästigkeiten ;-) kann ich erst jetzt antworten.
>
> Ich habe mal vor einiger Zeit bei Uhlenbrock wegen Pufferung nachgefragt,
> die Antwort enthielt u.A. folgendes:
> "grundsätzlich kann man einen Puffer-Kondensator am Decoder anschliessen.
> In
> diesem fall ist dieses aber sehr schwierig da wir bedingt durch den Sound-
> + Motorstromaufnahme geschätze 1A zur Verfügung stellen müssen damit das
> Kontaktproblem überbrückt wird. Es müsste ein Kondensator mit 1 Farad
> nicht
> µF verwendet werden damit der gewünschte Effekt eintritt"
>
> Das würde meiner Ansicht nach auf die übliche Schaltung
> Brückengleichrichter-(kleiner) Pufferko - H-Brücke hindeuten. Da andere
> Hersteller bereits ab 100µF Potential sehen, halte ich die hier empfohlene
> Kondensatorgröße eher für übertrieben.
>
> Hast Du schon weiteres rausgefunden zu den Uhlenbrocks?

Habe jetzt mal einige Tests gemacht mit dem 76420, dem Einzigen, der mir zur
Verfügung steht. Ich habe, und ich glaube das ist das Schwierigste, den
MINUS auf dem Print abgezapft:
http://magnetmotor.ch/misc/Uhlenbrock-Decoder-Markiert.PNG
Mit einem Elko in der üblichen Beschaltung mit Ladewiderstand (100R) und
Schottkydiode getestet. Einen 1000uF lädt es sehr schnell, und die
Pufferzeit beträgt bei der kleinen Last, die ich dran hatte, bis 2 Sekunden.
Also auch kleinere Kondensatoren kämen in Frage, um schmutzige Stellen zu
Überbrücken.

Gruss Chregu


Message has been deleted

Uli Johann

unread,
May 30, 2012, 5:57:00 PM5/30/12
to
Hallo Paul,

Am 30.05.2012 20:51, schrieb Paul Berger:
...snip...
> Wenn man sich umschaut, (hier) liest

was hast Du denn hier gelesen?


Gruß

Uli
--
http://www.die-modellbahnwerkstatt.de Modellbahnservice
http://www.uli-johann.de Twin Technik
mailto:ujo...@nurfuerspam.de

Werner Falkenbach

unread,
May 31, 2012, 2:42:06 AM5/31/12
to
Hallo Uli,

Am 30.05.2012 23:57, schrieb Uli Johann:
> was hast Du denn hier gelesen?

Dass die neuen ZIMO zicken (Oliver spricht davon, dass man sie
"kleinkrigen" muss), dass die LOPI 4 Probleme haben, hatten, dass der
Uhlenbrock nicht tut.

Finde ich in der Häufung schon viel.
Wenig schlechtes liest man über Lenz, habe ich den Eindruck.
Aber das sind dann auch keine Sounddecoder.
Message has been deleted

Jens Schmidt

unread,
May 31, 2012, 5:24:54 PM5/31/12
to
Werner Falkenbach schrieb:

> Wenig schlechtes liest man über Lenz, habe ich den Eindruck.
> Aber das sind dann auch keine Sounddecoder.

Möchtest Du? Ich kann leider nur über die Decoder von vor
einigen Jahren berichten, denn die waren so vermurkst, dass
ich, seit es Alternativen gibt[1], kein Lenz mehr kaufe.

Probleme:
- Im Analogmodus bei kleinsten Spannungsunterbrechungen
erneute Wirksamkeit der Anfahrbeschleunigung. Antwort von
Lenz: "Putzen Sie Ihre Schienen".
- Im Digitalbetrieb nur bei absolut qualitativ hochwertigem
Signal brauchbar. Die Decoder sind die einzigen mir bekannten,
die offensichtlich Fehler im Signal (z.B. Überschwinger an
den Signalflanken) als DCC-Kommandos interpretieren.
Erlebte Symptome:
o Ein Fahrzeug mit großer Schwungmasse, aber schlechter
Stromabnahme ließ sich nach dem Anfahren nicht mehr
anhalten.
o Ein Fahrzeug programmierte sich während der Fahrt das
CV19 (Consist-Adresse) um.
Auch hier kann Lenz keinen Fehler bei sich erkennen [2].
Decoder anderer Hersteller zeigen diese Probleme jedoch nicht.

Aber wie geschrieben, das ist inzwischen viele Jahre her.

[1] Lenz hatte mit dem 077 und später den 010 und 011 die
ersten für kleinere N-Loks passenden Decoder.
[2] Formal korrekt, weil die DCC-Standards eine bestimmte
Signalform vorschreiben. Die Kombination von fast allen
Boostern ausser Lenz mit nicht perfekter Verkabelung (zu
dünne Drähte, Schlaufen im Draht) führt zur Verletzung des
Standards. Extreme Verkabelung auch bei Lenz-Boostern.

Oliver Zoffi

unread,
Jun 1, 2012, 2:16:21 AM6/1/12
to
Hallo!
Nun, "ZIMOs kleinkriegen" ist ein dehnbarer Begriff. ZIMO Decoder
haben eine Fülle an CVs die teileise untereinader Abhängigkeiten
haben.
Einen ZIMO Decoder so nebenbei, ohne entsprechende Kenntnisse zu
konfigurieren, ist leider oft von Frust begleitet.
Natürlich können grundsätzlich ZIMOs einfach so eingebatu werden -
ohne nennenswerte Konfiguration. Oft funktioniert das auch, nur in
vielen Fällen, muss man halt einige Zeit opfern, um das zu erreichen,
was man möchte.
Ob der erwähnte Frust nun tatsächlich nur am Decoder selber liegt,
oder einfach aufgrund mangelnden Wissens auftritt, lasse ich
dahingestellt (da ich bisher jedes Problem lösen konnte, behaupte ich
keck, es liegt nicht am Decoder ... nicht nur ;)

Nun zur eigentlichen Frage:
Aus Erfahrung weis ich, dass "Pufferspeicher" von Decodern
unterschiedlich effizient genutzt werden. Manchen Decodern ist es
egal, wenn das DCC Signal fehlt, schalten sie ab - und wenn sie noch
so gut gepuffert werden.

Ich habe Lenz (shcon lange her) gepuffert - eben mit keinen Erfolg.
Tran, mit mäßigen Erfolg (weil Decoder SL51 mehr Strom selbst
brauchte) und ZIMO. Letztere nutzen den Speicher besser. Die neuern
( MX645 ) brauchen wieder etwas mehr Strom, wegen des Sounds (MX640
und MX642 waren da etwas genügsamer).
Gute Ergebnisse habe ich mit 4400uF oder 4700uF gemacht - rund 1-2
Sekunden, wenn kein Sound und nur LEDs als Verbraucher.
4700uF bekommt man in H0 kaum unter (ich nutze 16 Volt Typen - was
beim MX645 geht, weil der eine Spannungsbegrenzung hat). Daher löte
ich mein "Pufferpaket" mit SMD tantal Elkos 220uF/16 Volt zusammen.
Die kann ich in der Lok beliebig verteilen.
Siehe dazu auch: http://zoffi.net/MOBAZI/umbauten/ElCapitan/elcapitan.htm
Ich behaupte jetzt einmal, dass ich in den F3 sogar die doppelte
Kapazität unterbringen könnte - wären also 8800uF. Ist aber imho nicht
nötig. Es würden auch 2200uF genügen. Geht ja nur darum kurze
Unterbrechungen zu eliminieren, damit zb. der Sound nicht knackst.
Aufgrund der Mechanik (Schwungmasse) und der guten Stromabnahme, fährt
die Lok seidenweich (OHNE Konfiguration des Decoders!)
Die VMAX ist ab Werk vorbildlich - also musste nichts konfiguriert
werden ;)
lg
Oliver

Uli Johann

unread,
Jun 1, 2012, 5:54:02 AM6/1/12
to
Moin,

Am 31.05.2012 22:08, schrieb Paul Berger:
> Uli Johann wrote:
>>
>> was hast Du denn hier gelesen?
>
> Zum Beispiel das:
> "Bis zu Stufe 20 gibt es einen sanften Anstieg der Geschwindigkeit,
> wie gewünscht und erwartet, leicht parabelförmig. Zwischen Stufe 20 und
> 21 gibt es einen deftigen Geschwindigkeitssprung von 60 auf 80 km/h, von
> Stufe 22 auf 28 geht es dann linear bis 110 km/h."
>
> Recht vertrauenerweckend klingt das nicht. Ich weiß inzwischen nicht mehr,
> auf welchen (Sound-)Decoder ich setzen soll.

ich weiß nicht, ob da manches mal die Erwartungen an einen Decoder zu
hoch angesetzt werden. Ich selber verbaue im Monat so einige Decoder.
Und ich habe die Möglichkeit auch mal unterschiedliche Decoder in einem
Fahrzeug zu testen, wenn mich die Fahreigenschaften nicht überzeugen.
Oft ist es so, das wenn es gar nicht geht, der Fehler eher im Getriebe
oder Motor des Fahrzeugs zu suchen ist. Dann kann da kein Decoder
es recht machen. Was Du hier liest, ist eine Momentaufnahme eines
Einzelnen. Wichtig ist immer zu bedenken, das jeder individuelle Anlagen
und Möglichkeiten in seinem Umfeld hat, so das bestimmte Effekt die bei
mir gar nicht auftreten. Warum ein Kennlinie wie aus dem Ei gepellt sein
muß, entzieht sich meiner Kenntnis. Wenn man mal eine Triebzug- oder eine
Lok-Reihe gefahren hat, wird man feststellen, das nicht jedes Fahrzeug
gleich ist. Es gibt da Abhängigkeiten in der Beschaffenheit des Fahrweges
oder der Beladung, oder bei Doppeltraktion usw. Mit anderen Worten, so ein
Fahrzeug hat eine Dynamik, die mit einer Kennlinie wie an der Perlenkette
wenig zu tun hat. Und 28 bzw. 128 Fahrstufen hat man gleich gar nicht ;-)

> ESU: Unterirdischer "Support", Anleitung für V4 unvollständig bis falsch.

Wie immer gilt, wenn das Papier gedruckt ist, ist es schon zweimal
überholt. Im Forum findet man viel Hilfe. Die V4 sind aber schon sehr gut.

> Uhlenbrock: Anscheinend keine brauchbare Pufferung möglich.*

Verbaue ich nur auf besonderen Kundenwunsch. Manchmal bekommt er
aber auch einen Zimo verpasst, wenn UB gar nicht geht.

> Tams: Ungeregelt, Fahrverhalten unbrauchbar.

Wo sind die ungeregelt? Anschluss für einen Pufferko. ist
vorhanden und funktioniert auch. Aber die Regelung allgemein
ist Geschmackssache, meine nicht.

> Zimo: siehe oben.

Wie Oliver schon schrieb, Sound benötigt viel Strom, da kann
der Kondensator nur dazu helfen, kleine Aussetzer zu überbrücken.
Eine schöne Kombination habe ich mit Zimo Decoder und
UB Intellisound Modul gemacht. Mein neuester Umbau ist eine
Roco V65 mit MX630, Intellisound, 1000µf C und Krois Kupplung.
Das Ding läuft jetzt 1a durch jeden Dreck.

>
> Falls jemand einen Tip für praxistaugliche Decoder hat: nur her damit, ich
> wäre dankbar!
> Momentan sieht es eher so aus, als müsste ich für mein teuer Geld mit
> schlechten Kompromissen leben. Das ist frustrierend, wie schon gesagt.

Mal ein paar Beispiele, ich hatte da von einem Kunden eine Trix BR 52
zum Umbau hier. Der Kunde bevorzugt ESU. Damit lies sich aber die
Lok nicht wirklich gut steuern. Ich habe dem Kunden gezeigt, wie ein
ESU und ein Zimo Decoder in der Grundeinstellung mit dem Fahrzeug umgeht.
Er war doch sehr über das gehoppel von dem ESU V4 überrascht. Der Zimo
regelte die Lok seidenweich.

Kürzlich hatte ich 5 Loks der Spurweite N hier. In einer Lok hatte der
Kunde versucht einen Lenz mini Silver einzubauen. Durch die Lage der
Schnittstelle passte der aber nicht. Ich hatte den Auftrag einen
Kühn einzubauen. Da Kühn z.Z. nicht liefern konnte, habe ich einen
MX621N eingesetzt, der prima passte. Wenige Anpassungen in der
Geschwindigkeit und Verzögerung, und die Lok läuft erste Sahne.
In die anderen Loks habe ich dann die gewünschten Lenz mini silver
eingebaut. Ja, fahren tun die auch, aber kein Vergleich zu der
Lok mit dem MX621. Bin mal gespannt wann sich der Kunde wieder meldet.

>
> Immerhin war ich anfangs so von den Uhlis überzeugt, daß
> ich mir den Programmierer gekauft habe. Rausgeschmissenes Geld?

Damit kannst Du die Intellisoundmodule auch bearbeiten. Wie ich
schon schrieb, funktionieren die gut mit den Zimos.

Holger Koetting

unread,
Jun 1, 2012, 6:52:47 AM6/1/12
to
Uli Johann wrote:
> mir gar nicht auftreten. Warum ein Kennlinie wie aus dem Ei gepellt sein
> muß, entzieht sich meiner Kenntnis.

Wenn man wie bei uns beispielsweise eine halbwegs saubere
Geschwindigkeitsabstufung benötigt, weil eine zum Fahrplan
passende Fahrdynamik Teil des Praxisunterrichts ist.

Allerdings ist es in der Tat bei einigen Loks schwierig,
sowas halbwegs ordentlich eingeregelt zu bekommen und zwar
unabhängig vom Decoderhersteller. Aktuell verzweifle ich
mal wieder an den "Qualitäten" der Mä-120er. Egal, welchen
Decoder ich einsetze, das Ding mag in bestimmten
Fahrstufenbereichen seine Geschwindigkeiten nicht ändern
und dann auf einmal per Bocksprung gleich um einen großen
Betrag.
Und was ich bislang noch bei keinem Decoder gefunden habe,
ist eine Trimmung Vorwärts/Rückwärts in Abhängigkeit von
der Geschwindigkeit. Es gibt immer wieder Fahrzeuge, die
sind bei Langsamfahrt rückwärts schneller als vorwärts, bei
höheren Fahrstufen kehrt sich das Verhalten allerdings um.

Wenn man "sauber" im 1 km/h-Bereich abgestimmt fahren
wollte, müßte ein Decoder ohnehin 512 Fahrstufen haben
(bezogen auf den Geschwindigkeitsbereich aktueller
Fahrzeuge, so von wegen ICE 3 etc. von 0-330 km/h)

> Wie immer gilt, wenn das Papier gedruckt ist, ist es schon zweimal
> überholt. Im Forum findet man viel Hilfe. Die V4 sind aber schon sehr
> gut.

Das Forum kann aber auf Dauer kein Ersatz für eine zumindest
rudimentäre Anleitung sein. Womit ich Anleitung hier
ausdrücklich auf die Programmierung des Soundablaufplans
einschränken möchte. Die Anleitung für die reine Ansteuerung
des Decoders ist nach meiner Ansicht recht ausführlich; ggf.
wären ein paar weitere Beispiele sinnvoll.

Insgesamt werden sich aber alle Herstellern in den nächsten
Jahren immer schwerer damit tun, Anleitungen zu erstellen.
Weil der Funktionsumfang der Decoder immer weiter zunimmt,
wird die direkte CV-Programmierung ohne Einsatz einer
Software auch entsprechend komplizierter.

> Mal ein paar Beispiele, ich hatte da von einem Kunden eine Trix BR 52
> zum Umbau hier. Der Kunde bevorzugt ESU. Damit lies sich aber die
> Lok nicht wirklich gut steuern. Ich habe dem Kunden gezeigt, wie ein
> ESU und ein Zimo Decoder in der Grundeinstellung mit dem Fahrzeug umgeht.
> Er war doch sehr über das gehoppel von dem ESU V4 überrascht. Der Zimo
> regelte die Lok seidenweich.

Das ist nun kein Geheimnis. Letzlich gibt jeder Hersteller
bestimmte Lastregelparameter vor, die für einige Loks sehr
gute und für andere Loks nur bescheidene Fahreigenschaften
hervorbringen. Das Spiel hätte man mit der Lok anderer
Hersteller vermutlich auch umgekehrt treiben können.
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