Christian berichtet Spannendes:
> Ich habe gestern an einem Kochkurs teilgenommen hier in Chiang Mai und
> mein erstes eigenes Curry gemacht. Das wird sehr sehr lecker, macht aber
> viel Arbeit beim Mörsern. Der die das liebenswerte und kompetente
> Kochleher(in?) hat mir deutlich zu verstehen gegeben, dass man da beim
> Mörsern nicht reiben muss sonder schlagen, stossen, mindestens eine
> Viertelstunde lang. Das Curry muss zart werden und glatt wie ihre Haut
> (nicht meine).
Die Thais (wie die Chinesen) übertreiben in dem Punkt gerne ;-) Ich
plage mich da schon seit Jahren zwar auf deutschem Boden mit rum, aber
das Prinzip ist das Gleiche. Ehrlich, ich habs ausprobiert. Pürierstab
tut es auch! Wenn du nicht an die Ermordung von Spaghetti glaubst,
dann kannst du auch damit leben, Chilies unters Hackmesser zu geben.
> Zwei frische Chilies, gross, rot grün und drei große getrocknete waren
> da drin. Die getrockneten werden kurz in kochendes Wasser gelegt. Dann
> gab's Knoblauch und eine Schalotte und einen Ste(!)ngel Zitronengras und
> dann noch etwas Schale von einer Frucht, die aussieht, grün, wie
> Passionsfrucht und ein Stückele Wurzel von etwas, das aussieht wie
> Ingwer, ist aber kein Ingwer.
Galgant! Dazu hatte ich mich letztens schon ausgelassen. Nimm dir ein
größeres Stück Wurzel ins Handgebäck. Das kannst du prima einfrieren,
von der gefrorenen Wurzel reiben und nicht gebrauchtes wieder
einfrieren. Und wenn du dann mal in D-Land (weiß nicht, ob es das in
Frankreich gibt, müsste es aber eigentlich in den großen Supermärkten)
bist und was siehst, wieder in etwas größeren Mengen kaufen.
Ansonsten guck mal hier: Das klingt etwas nach einer Mischung aus
grün, gelb und Nam Prik Pao
http://goccus.com/rezept_liste.php?region=67&category1=8
Den Namen hat sie nicht verraten?
> Hmmmm. Also wenn man daheim so was macht,
> dann bleibt einem nichts anderes übrig als Zutaten zu nehmen, die man
> halt zur Verfügung hat und von denen man meint, dass sie geschmacklich
> gut zueinander passen. Kartoffel-Grünkohl Curry muss es ja nicht gleich
> werden. Ein Teelöffel von einer ziemlich stinkigen Krabbenpaste war auch
> noch mit dran.
Die meisten Zutaten bekommt man entweder auch gut so - oder man kann
sie gut halten. Die Garnelenpaste bspw. hält beinahe ewig. Ist
allerdings m.E. schon notwendig. Den Galgant kann man durchaus durch
Ingwer ersetzen, zur Haltbarkeit s.o. Chili getrocknet halten sich
auch, die frischen einfrieren. Was sonst ja für die Thaiküche noch
wichtig ist: Kokosmilch (hält in Dosen auch länger) und die
Frischkräuter Thaibasilikum und Koriander. Die kannst du dir im
Balkonkasten ziehen - oder du kaufst dir mal einen Puschel, wenn du
dran kommst, und frierst ein. Das gibt zwar nach dem Auftauen ein
optisches Gematsche, aber darüber musst du dann hinwegsehen. Beides
ist eigentlich weder ersetzbar noch verzichtbar (da wo es dran soll)
Kulinarische Grüße
Birgit
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Goccus - der Genießertempel
www.goccus.com