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Re: Semmelknödel aus Toastbrot?

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Dorothee Hermann

unread,
Jan 1, 2010, 7:59:00 PM1/1/10
to
Ludger Averborg schrieb:
> [... Knödelbrot]
> Man muss also erst Brötchen kaufen, die dann "alt" (wie alt? "von
> gestern" oder eher knochenhart?) werden lassen und dann zerkleinern
> und verwenden.

Preiswerte Semmel bzw. Brötchen kaufen, mit der Brotschneidemaschine in
Scheiben schneiden, einen Tag liegen lassen - geht prima!

> Deutlich bequemer wäre das mit Toastscheiben, die sind auch erheblich
> billiger als Brötchen.
> Kann man auch aus Toastscheiben Semmelknödel machen?

Toast fehlt die 'gebackene' Kruste der Semmel; das Zeug matscht nur
zusammen (denk nur an Hackfleisch, in dem geht das Weißbrot bzw. Scheibe
Toastbrot auch 'unter'.


Dorothee

Erhard Schwenk

unread,
Jan 1, 2010, 7:58:58 PM1/1/10
to
Ludger Averborg wrote:
> Im kartoffeldominierten Nord(west)en sind ja so Dinge wie Knödelbrot
> dem Handel völlig unbekannt.

Eure Bäcker haben keine übrige Altware, die sie ohnehin entsorgen müssen?

> Man muss also erst Brötchen kaufen, die dann "alt" (wie alt? "von
> gestern" oder eher knochenhart?) werden lassen und dann zerkleinern
> und verwenden.

"von gestern" bis "knochenhart" geht im Grunde alles, bei "knochenhart"
muß halt etwas mehr Flüssigkeit dran.

> Deutlich bequemer wäre das mit Toastscheiben, die sind auch erheblich
> billiger als Brötchen.
>
> Kann man auch aus Toastscheiben Semmelknödel machen?

Sollte durchaus gehen. Wobei ich persönlich aus Geschmacksgründen eher
dunkles Brot oder Vollkornbrot bevorzugen würde. Oder Laugengebäck, aber
das nennt man dann "Brezelknödel".

Letztlich ist das aber alles egal, solange Du genug Eier in die
Knödelmasse gibst kann eigentlich wenig schief gehen. Notfalls die
Teigkonsistenz halt mit Semmelbröseln oder dergleichen etwas ausgleichen.

--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg - http://www.akkordeonjugend.de/
APAYA running System - http://www.apaya.net/

kurt

unread,
Jan 2, 2010, 2:46:31 AM1/2/10
to
Am Sat, 02 Jan 2010 00:30:36 +0100 schrieb Ludger Averborg:
> ....
> Kann man auch aus Toastscheiben Semmelkn�del machen?
>
> l.

Hallo,

es gibt zumindest Rezepte daf�r. Beispiel unten. H�ufiger jedoch bei
Serviettenkn�deln.

Title: TAFELSPITZ MIT SEMMELKNOeDELN UND ROSENKOHL
Categories: Fleisch, Gemuese, Knoedel, Rind
Yield: 1 Rezept

MMMMM------------------------TAFELSPITZ-------------------------------
600 g (-700) Tafelspitz
1 bn Suppengruen
3 Pfefferkoerner
2 Wacholderbeeren
Salz
1 Zwiebel

MMMMM---------------------MEERRETTICH-SAUCE---------------------------
10 g Butter
10 g Mehl
3 tb (-4) Fleischbruehe
Salz
1 ds Zucker
3 tb (-4) Frisch geriebener
-- Meerrettich
1 tb Sahne

MMMMM-------------------------ROSENKOHL-------------------------------
500 g Rosenkohl
Salz
2 tb Speckwuerfel
Salz
Muskat

MMMMM-----------------------SEMMELKNOeDEL------------------------------
4 sl (-5) Toastbrot
1/4 l Milch
1 sm Zwiebel
Butter
2 Eier
2 tb Gem. Kraeuter
Salz
Muskat

MMMMM--------------------------Quelle---------------------------------
-- Big Buechle
-- Erfasst *RK* 26.09.02 von
-- Ulli Fetzer
Gepostet von: Ulli Fetzer

Tafelspitz: Fleisch waschen und trockentupfen, in kochendes
Salzwasser geben (Poren des Fleisches verschliessen sich sofort, und
der Fleischgeschmack bleibt voll erhalten). Das geputzte Suppengruen,
die Pfefferkoerner und die Wacholderbeeren zugeben. Das Fleisch in etwa
2,5 bis 3 Stunden garkochen. Eine halbe Stunde vor Gar-Ende die quer
halbierte und dunkel angebratene Zwiebel dazugeben (verstaerkt
Geschmack und Farbe der Bruehe).

Meerrettich-Sauce: Butter schmelzen lassen, Mehl einruehren, nur
leicht angehen lassen (auf keinen Fall braeunen), Bruehe angiessen und
unter kraeftigem Ruehren gut durchkochen lassen. Meerrettich dazugeben,
mit Salz und Zucker abschmecken, evtl. mit der Sahne verfeinern.

Rosenkohl: Rosenkohl putzen, waschen, im kochenden Salzwasser
blanchieren. Speckwuerfel auslassen, den Rosenkohl durchschwenken,
evtl. nochmals nachsalzen, mit Muskat wuerzen.

Semmelknoedel: Toastbrot fein wuerfeln, Milch aufkochen, ueber das Brot
geben, ziehen lassen. Zwiebeln in feine Wuerfelchen schneiden, in
Butter glasig werden lassen, mit den Kraeutern in die Knoedelmasse
geben, die Eier hineinschlagen, mit Salz und Muskat wuerzen, gut
durchkneten. Knoedel formen, in kochendem Salzwasser garen, bis sie
oben schwimmen.

MMMMM

Gr��e
Kurt

--
... wer aus dem Urlaub zur�ckkam, sprach nicht vom Wetter oder den
fremden St�dten oder der Landschaft - alle erz�hlten, ob es dort gut
geschmeckt hatte oder nicht...
Lea Linster

Message has been deleted

Oprée_DGSredaktion

unread,
Jan 2, 2010, 3:36:46 AM1/2/10
to
Am 02.01.2010, 08:46 Uhr, schrieb kurt <kurtf...@gmail.com>:

> -- Big Buechle
> -- Erfasst *RK* 26.09.02 von

Hast Du schon mal auf das Datum des Rez. geschaut,
2002 - da glaubte man noch an den Irrglauben... :o

met de lekkerste groetjes
uit Nederland van

Walter Oprᅵe

--
www.opree.eu
wal...@opree.eu

skype: walter_opree

http://opree.eu/cms/modules/contact/index.php?op=link&subm=3

http://opree.eu/cms/modules/news/article.php?storyid=181

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Ulli Fetzer

unread,
Jan 2, 2010, 4:49:37 AM1/2/10
to
Daniel Krebs schrieb:

> > (Poren des Fleisches verschliessen sich sofort, und
> > der Fleischgeschmack bleibt voll erhalten).
>

> Und diesen Mist soll Ulli geschrieben haben?

Das war zu einer Zeit als auch noch Alfons Schuhbeck die Poren schlie�en
lie�. Und das sogar in seinen B�chern, z.B.:

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4

Titel: ROSA GEGARTES ROASTBEEF MIT SENFSAUCE UND GURKEN- ERB ...
Kategorien: Fleisch, Rind, Gem�se
Menge: 4 Portionen

======================= F�R DAS ROASTBEEF =======================
600 Gramm Roastbeef (ohne Knochen und Fettschicht)
Salz und Pfeffer aus der M�hle
1-2 Essl. �l

========================= F�R DEN SALAT =========================
2 Salatgurken
Salz
200 Gramm Erbsen
3 Reife Tomaten

======================= F�R DAS DRESSING =======================
2-3 Essl. Wei�weinessig
100 ml Gefl�gelbr�he
Salz
1 Prise Zucker
1 Essl. Walnuss�l
2 Essl. �l
2 Essl. Frische Dillspitzen (grob gehackt)

======================= F�R DIE SENFSAUCE =======================
100 Gramm Creme fra�che
50 Gramm Sahne
1 Teel. Scharfer Senf
Salz
Cayennepfeffer
1 Prise Zucker

============================ QUELLE ============================
ISBN 3-89883-031-4
Alfons Schuhbeck
noch mehr Hausmannskost f�r Feinschmecker
-- Erfasst *RK* 14.04.2003 von
-- Ilka Spiess

F�r das Roastbeef den Backofen auf l20 �C vorheizen. Das Roastbeef
mit Salz und Pfeffer w�rzen und in einer entsprechend gro�en Pfanne
bei mittlerer Hitze im �l von allen Seiten hell anbraten, sodass
sich die Poren schlie�en. Das Roastbeef aus der Pfanne nehmen, auf
ein Ofengitter mit untergelegtem Abtropfblech legen und im
vorgeheizten Ofen in etwa 1 Stunde rosa garen. Einen Holzl�ffel in
die Ofent�re stecken, damit das Fleisch bei trockener Hitze gart.
Das fertig gegarte Roastbeef bei Zimmertemperatur abk�hlen lassen.

F�r den Gurken- Erbsen-Salat die Salatgurken sch�len, halbieren, die
Kerne entfernen und die Gurken in sehr d�nne Scheiben schneiden. Mit
etwas Salz bestreuen, vermischen und auf ein Sieb geben. Die Erbsen
in reichlich kochendem Salzwasser bissfest blanchieren, in kaltem
Wasser abschrecken und auf einem Sieb abtropfen lassen.

Die Tomaten 20 Sekunden in kochendes Wasser tauchen, in kaltem
Wasser abschrecken, h�uten, Stielansatz und Kerne entfernen und die
Tomaten in kleine W�rfel schneiden.

F�r das Dressing Wei�weinessig, Br�he, etwas Salz, Zucker und beide
�lsorten miteinander verr�hren. Tomatenw�rfel, Gurken und Erbsen mit
dem Dressing mischen und zum Schluss Dill dar�ber streuen. F�r die
Senfsauce die Creme fraiche mit der Sahne und dem Senf glatt r�hren
und mit Salz, Cayennepfeffer und Zucker abschmecken.

Das abgek�hlte Roastbeef mit einem scharfen Messer in d�nne Scheiben
schneiden. Mit dem Gurken-Erbsen-Salat und der Senfsauce servieren.

Das Roastbeef l�sst sich auch gut schon am Vortag zubereiten. Das
Fleisch nach dem Abk�hlen zugedeckt im K�hlschrank aufbewahren.

: O-Titel : Rosa gegartes Roastbeef mit Senfsauce und Gurken-
: > Erbsen-Salat

=====

Unser Roastbeef von Weihnachten:
http://blog.rezkonv.de/2009/12/28/roastbeef/


Ulli
--
Web: http://www.rezkonv.de
Blog: http://blog.rezkonv.de

Michael Braun

unread,
Jan 2, 2010, 5:14:32 AM1/2/10
to
Ludger Averborg wrote:

> Kann man auch aus Toastscheiben Semmelknödel machen?
>
Ich mache Semmelknödel meistens mit Toastbrot. Schmeckt und gelingt immer.
Das einzige was aus meiner Sicht zu beachten ist, dass bei der Verwendung
von Toastbrot, der Rand abzuschneiden ist.

Gruß Michael

Monika Schleidt

unread,
Jan 2, 2010, 6:47:13 AM1/2/10
to
Michael Braun schrieb:

Nö, muss man nicht, Semmeln bestehen ja praktisch nur aus Rand und den
schneidet man ja auch nicht ab.

Gruß, Monika


--
Monika Schleidt
Mon...@schleidt.org
(bitte, die Ziffer in der Adresse weglassen)

Dorothee Hermann

unread,
Jan 2, 2010, 7:06:18 AM1/2/10
to
Ludger Averborg schrieb:
> Kurt Fronert schrieb:
>> es gibt zumindest Rezepte dafür.
> Danke für den Hinweis, auch für den von Dorothee.

> Also mal selbst probieren, ob es klappt. Wie sagt der Volksmund?
> "Versuch macht kluch".

O ja, probier es mal aus! [1]
Früher hat man auch altbackenes Weißbrot genommen, erst in der neueren
Zeit Toastbrot. Ergibt einfach eine unterschiedliche Konsistenz.

Es gibt unterschiedliche Rezepte und Meinungen, für mich sind
Semmelknödel nur 'die' richtig und lecker ;-) , in denen Semmeln
(Brötchen) drin sind - sicherlich Geschmacksache!

Ich hab schon die unterschiedlichsten Herstellungsarten gegessen und
teilweise gekocht: altbackene Semmel, Brezn, (Vollkorn)Toastbrot
(teilweise angeröstet, mit Zugabe von Mehl, Semmelbrösel, Prise
Backpulver, Petersilie ...), in Salzwasser garziehen lassen, den
gesamten Teig in einem Mulltuchin Salzwasser garziehen lassen
(Serviettenkloß), oder in der Mikrowelle gar werden lassen ...
Immer mit mehr oder weniger Ei; auch mit Muskat und Butter (Variationen
mit gebräunten Speckwürfeln, Schinken, geriebenen Karotten, etc.).

Dorothee
So ähnlich sahen die mit Toastbrot aus:
http://666kb.com/i/bfhckh37xf4nvfh2b.jpg
und so die richtigen (;-)):
http://666kb.com/i/bfhcm3ohrj0947bqb.jpg

Ulli Fetzer

unread,
Jan 2, 2010, 7:54:24 AM1/2/10
to
Dorothee Hermann schrieb:

> Es gibt unterschiedliche Rezepte und Meinungen, f�r mich sind
> Semmelkn�del nur 'die' richtig und lecker ;-) , in denen Semmeln
> (Br�tchen) drin sind - sicherlich Geschmacksache!

Nicht umsonst hei�t diese Art von Kn�del _Semmel_kn�del. Die Konsistenz von
Toastbrotkn�deln d�rfte ziemlich homogen sein, w�hrend bei Semmelkn�del
immer noch Brotw�rfel auszumachen sind. Der Geschmack von Toastbrot ist
nat�rlich auch etwas anders.

Aber jeder wie er will.

Claus D. Arnold

unread,
Jan 2, 2010, 9:35:06 AM1/2/10
to
Dorothee Hermann <Dorothe...@gmx.net> schrieb:

>Ludger Averborg schrieb:
>> Kurt Fronert schrieb:

>>> es gibt zumindest Rezepte daf�r.
>> Danke f�r den Hinweis, auch f�r den von Dorothee.


>
>> Also mal selbst probieren, ob es klappt. Wie sagt der Volksmund?
>> "Versuch macht kluch".
>
>O ja, probier es mal aus! [1]

>Fr�her hat man auch altbackenes Wei�brot genommen, erst in der neueren

>Zeit Toastbrot. Ergibt einfach eine unterschiedliche Konsistenz.
>

>Es gibt unterschiedliche Rezepte und Meinungen, f�r mich sind

>Semmelkn�del nur 'die' richtig und lecker ;-) , in denen Semmeln
>(Br�tchen) drin sind - sicherlich Geschmacksache!


>
>Ich hab schon die unterschiedlichsten Herstellungsarten gegessen und
>teilweise gekocht: altbackene Semmel, Brezn, (Vollkorn)Toastbrot

>(teilweise anger�stet, mit Zugabe von Mehl, Semmelbr�sel, Prise

>Backpulver, Petersilie ...), in Salzwasser garziehen lassen, den
>gesamten Teig in einem Mulltuchin Salzwasser garziehen lassen

>(Serviettenklo�), oder in der Mikrowelle gar werden lassen ...


>Immer mit mehr oder weniger Ei; auch mit Muskat und Butter (Variationen

>mit gebr�unten Speckw�rfeln, Schinken, geriebenen Karotten, etc.).
>
>Dorothee
>So �hnlich sahen die mit Toastbrot aus:

Ich glaube, wenn letztere soviel Sauce gehabt h�tten wie die ersten,
w�rden sie vollkommen gleich aussehen.

Gru�

Claus D., im Neuen Jahr gleich wieder albern

Message has been deleted

@gmx.de Louis Luges

unread,
Jan 2, 2010, 1:34:49 PM1/2/10
to
Ludger Averborg <ludger_...@web.de> schrieb in der News:
g31tj5df0io33oqk2...@4ax.com


> Im kartoffeldominierten Nord(west)en sind ja so Dinge wie Knödelbrot
> dem Handel völlig unbekannt.

> Man muss also erst Brötchen kaufen, die dann "alt" (wie alt? "von
> gestern" oder eher knochenhart?) werden lassen und dann zerkleinern
> und verwenden.
>

> Deutlich bequemer wäre das mit Toastscheiben, die sind auch erheblich
> billiger als Brötchen.
>

> Kann man auch aus Toastscheiben Semmelknödel machen?
>

> l.

Ja nenn deine Knoedel doch einfach Toastbrotknoedel, und Pfusch nicht in
althergebrachte Rezepte rein.

Louis

Edgar Warnecke

unread,
Jan 2, 2010, 4:56:12 PM1/2/10
to
Am Sat, 2 Jan 2010 19:34:49 +0100 schrieb Louis Luges:

> Ja nenn deine Knoedel doch einfach Toastbrotknoedel, und Pfusch nicht in
> althergebrachte Rezepte rein.

Wie bitte?

Edgar
--
Einfach ist genial

Message has been deleted

Dorothee Hermann

unread,
Jan 3, 2010, 8:20:05 AM1/3/10
to
Maria Winter schrieb:

>> Toast fehlt die 'gebackene' Kruste der Semmel; das Zeug matscht nur
>> zusammen (denk nur an Hackfleisch, in dem geht das Weißbrot bzw.
>> Scheibe Toastbrot auch 'unter'.

> Warum gibts dann hierzugegend das "Mutschelmehl", das wenn ich es
> richtig verstanden habe krustenloses Semmelmehl ist?

Was hat Mutschel'mehl' mit *Semmel*knödel (und in dem Zusammenhang mit
Toast'brot') zu tun?
Entschuldige, aber Deine Frage ist unlogisch.

Also - grundsätzlich kann jeder seine Semmelknödel machen, wie er will
;-), nur ... wenn man ein 'Grund'-Rezept verändert, ist es nicht mehr
das Original und reagiert und schmeckt meistens auch anders.
Message-ID: <7q8r5n...@mid.individual.net>

Und Uli Fetzer sagte genau und direkt:
Message-ID: <4b3f41ff$0$6732$9b4e...@newsspool2.arcor-online.net>
"Nicht umsonst heißt diese Art von Knödel _Semmel_knödel. Die Konsistenz
von Toastbrotknödeln dürfte ziemlich homogen sein, während bei
Semmelknödel immer noch Brotwürfel auszumachen sind. Der Geschmack von
Toastbrot ist natürlich auch etwas anders."


Dorothee

Message has been deleted

Dorothee Hermann

unread,
Jan 3, 2010, 8:55:09 AM1/3/10
to
Maria Winter schrieb:

>> Was hat Mutschel'mehl' mit *Semmel*knödel (und in dem Zusammenhang mit
>> Toast'brot') zu tun?

> Soweit ich weiß nimmt man das auch für irgendwelche Knödel oder Klöße.

Als 'Bindemittel', ja.


Dorothee

Erhard Schwenk

unread,
Jan 3, 2010, 8:56:05 AM1/3/10
to
Maria VVinter wrote:

> On Sat, 02 Jan 2010 01:59:00 +0100, Dorothee Hermann
> <Dorothe...@gmx.net> wrote:
>
>> Toast fehlt die 'gebackene' Kruste der Semmel; das Zeug matscht nur
>> zusammen (denk nur an Hackfleisch, in dem geht das Wei�brot bzw. Scheibe
>> Toastbrot auch 'unter'.
>
> Warum gibts dann hierzugegend das "Mutschelmehl", das wenn ich es
> richtig verstanden habe krustenloses Semmelmehl ist?

Naja, das nimmt man eher zum Panieren oder f�r S��speisen, bei denen man
hohe Homogenit�t haben will.

Macht aber nix, genauso wie bei den Semmelkn�deln, die im Grunde auch
nur eine weitere Methode von "Resteverwertung" sind. Und wie bei jeder
Resteverwertung nimmt man da halt einfach, was gerade greifbar ist - so
ziemlich jede salzige Backware von der Brezel bis zum Baguette
funktioniert problemlos. Der Geschmack wird sich nat�rlich leicht
unterscheiden, aber wenn alles immer gleich schmecken w�rde w�rs eh
langweilig - btw wird der Geschmack von Semmelkn�deln viel mehr von
beigegebenen Kr�utern und Gew�rzen als vom verwendeten Brot bestimmt
(und nat�rlich von der auf dem Teller dar�ber gegebenen Sauce), ich
bezweifle da� die meisten der Schreih�lse hier in einer Blindverkostung
solche aus Br�tchen und solche aus Toastbrot wirklich unterscheiden
k�nnten.

--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-W�rttemberg - http://www.akkordeonjugend.de/

Erhard Schwenk

unread,
Jan 3, 2010, 9:07:34 AM1/3/10
to
Louis Luges wrote:

> Ja nenn deine Knoedel doch einfach Toastbrotknoedel, und Pfusch nicht in
> althergebrachte Rezepte rein.

Da bist Du aber sowas von auf dem Holzweg.

Das althergebrachte Rezept für "Semmelknödel" dürfte ungefähr
vorgeesehen haben: "nicht mehr ganz frische (nicht-süße) Backwaren Art,
meist Semmeln oder altes Brot, aber es tun auch Brezeln oder was immer
sonst so seit Tagen rumliegt". Denn an sich sind diese Knödel nichts
weiter als eine regional übliche Methode der Resteverwertung.

Pfusche also doch bitte zuerst mal Du nicht mit markigen Worten in
althergebrachte Rezepte ein, indem Du sie unnötig auf eine der möglichen
Varianten reduzierst, nur weil diese zufällig namensgebend oder
besonders populär wurde oder halt die ist, die es in irgendwelche
angeblich maßstäblichen Kochbücher geschafft haben.

Wenn eine Einschränkung auf Semmeln "althergebracht" überhaupt irgendwo
so praktiziert wurde, dann höchstens an irgendwelchen Fürstenhäusern, wo
man sich derlei Selektion leisten konnte. Der Rest des Volkes wird
schlicht das genommen haben, was da war. Am verbreitetsten dürfte da
übrigens dunkel gebackenes Brot gewesen sein, denn Semmeln gabs da wo
die Dinger so heißen selbst bei großen Bauern wahrscheinlich eher
selten, normales Brot wurde wegen der Haltbarkeit in der Regel sehr
dunkel gebacken.

Fazit: wenn man heutzutage irgendwo ne halbe Packung 5 tage altes,
trockenes Toastbrot rumliegen hat, dann kann man die selbstverständlich
jederzeit zu Semmelknödeln verarbeiten und ist damit wahrscheinlich
ideell viel näher am "althergebrachten" Rezept als so manches
Gourmet-Restaurant, das erstmal Spezial-Semmeln nur für diesen Zweck im
mit Weihwasserdampf betriebenen Backofen backen läßt.

--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg - http://www.akkordeonjugend.de/

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Dorothee Hermann

unread,
Jan 3, 2010, 11:38:50 AM1/3/10
to
Maria Winter schrieb:
>> Als 'Bindemittel', ja.

> Wußten diejenigen, die mich beauftragt hatten, das Zeug mitzubringen,
> als es mich gen Süden verschlagen hat, offenbar nicht.
> Und noch weniger was das Zeug eigentlich ist.
> Hatten bloß irgend eine diffuse Erinnerung aus der Kindheit "damit
> kann man gute Klöße machen".

Jetzt weiß ich, was 'Du' meinst, gut dass Du es so erklärt hast ;-)
Deine Bekannten meinten sicherlich so eine Alternative zu Grießklößchen:

Versuch es einmal mit
Ca. 100g Mutschelmehl (es ist sehr fein), 1 Essl. Butter, 1 Ei,
Salz, Pfeffer, Muskat, zerkleinerte Petersilie.
Alles gut verkneten und sehr kleine Klößchen formen (Teelöffel).
Diese in kräftige Brühe geben (8 Min. ca.) und garziehen lassen.

Werden mit der Brühe (evtl. fleine Gemüsestreifen darin) gegessen.


Dorothee

Erhard Schwenk

unread,
Jan 3, 2010, 11:46:35 AM1/3/10
to
Maria VVinter wrote:
> On Sun, 03 Jan 2010 14:56:05 +0100, Erhard Schwenk <esch...@fto.de>
> wrote:

>
>> Maria VVinter wrote:
>>> Warum gibts dann hierzugegend das "Mutschelmehl", das wenn ich es
>>> richtig verstanden habe krustenloses Semmelmehl ist?
>> Naja, das nimmt man eher zum Panieren oder f�r S��speisen, bei denen man
>> hohe Homogenit�t haben will.
>
> Ah, daf�r also auch.
>
> Danke f�r die Info!

Im Grunde ist das nix anderes als ein besonders homogenes Paniermehl.
�berall wo man Br�sel reintut, kann man das nat�rlich grunds�tzlich
alternativ verwenden, ist halt nur teurer.

Wobei Paniermehl aus der Packung eh so ne Sache ist, da wei� man nie so
wirklich, was da alles an Back-Chemie mit reingeschreddert wurde.

Im Zweifelsfall kann man das aus getrockneten Br�tchen oder getrocknetem
Brot gut selbst herstellen, einfach altbackene Br�tchen oder Brot in
W�rfel schneiden, richtig austrocknen lassen bis es hart ist,
anschlie�end je nach erforderlicher Menge, K�rnung und Homogenit�t in
der Getreidem�hle oder im Universalzerkleinerer mahlen, in ei S�ckchen
f�llen und da drin mit dem Schnitzelhammer zerschlagen oder im M�rser
zersto�en. Achtung: beim Universalzerkleinerer am besten ein �lteres
Messer nehmen, das harte Brot ist recht heftig f�r die Schneiden. Aber
irgendwie kleinkriegen tut man es eigentlich immer, sei es zur Not mit
der K�sereibe (BTDT).

J�rgen Exner

unread,
Jan 3, 2010, 11:51:03 AM1/3/10
to
Erhard Schwenk <esch...@fto.de> wrote:
>>>> Warum gibts dann hierzugegend das "Mutschelmehl", das wenn ich es
>
>Im Grunde ist das nix anderes als ein besonders homogenes Paniermehl.
[...]

Danke, danke, danke.
Endlich weiss ich, wovon hier die ganze Zeit geredet wird.

jue

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Monika Schleidt

unread,
Jan 3, 2010, 12:03:59 PM1/3/10
to
Erhard Schwenk schrieb:
:-) :-) :-)

Monika Schleidt

unread,
Jan 3, 2010, 12:21:18 PM1/3/10
to
Maria VVinter schrieb:

> On Sat, 02 Jan 2010 01:59:00 +0100, Dorothee Hermann
> <Dorothe...@gmx.net> wrote:
>
>> Toast fehlt die 'gebackene' Kruste der Semmel; das Zeug matscht nur
>> zusammen (denk nur an Hackfleisch, in dem geht das Wei�brot bzw. Scheibe
>> Toastbrot auch 'unter'.
>
> Warum gibts dann hierzugegend das "Mutschelmehl", das wenn ich es
> richtig verstanden habe krustenloses Semmelmehl ist?

Richtige Semmeln haben so viel Kruste, dass es krustenloses Semmelmehl
eigentlich gar nicht geben kann. Das stammt dann schon eher von
Toastbrot, wo es m�glich ist, die Kruste wegzuschneiden.

Gru�, Monika

Monika Schleidt

unread,
Jan 3, 2010, 12:39:40 PM1/3/10
to
Erhard Schwenk schrieb:
Wobei du dir auch nicht sicher sein kannst, was alles an Backchemie in
den Br�tchen oder dem Brot ist, au�er du backst die Br�tchen selber. Die
meisten B�cker bekommen heutzutage eine fertige Backmischung
angeliefert, was in der drin ist, wei� selbst der B�cker nicht.
Dass sehr vieles, was wir heutzutage essen, irgendwie chemisch
"verbessert" wird, ist v�llig klar. Andererseits kann's auch nicht soooo
schlecht sein, wenn man sich die Lebenserwartungen der letzten hundert
Jahre anschaut.

Erhard Schwenk

unread,
Jan 3, 2010, 1:04:34 PM1/3/10
to
Monika Schleidt wrote:
> Erhard Schwenk schrieb:

> Wobei du dir auch nicht sicher sein kannst, was alles an Backchemie in
> den Br�tchen oder dem Brot ist, au�er du backst die Br�tchen selber.

Klar.

> Die
> meisten B�cker bekommen heutzutage eine fertige Backmischung
> angeliefert, was in der drin ist, wei� selbst der B�cker nicht.
> Dass sehr vieles, was wir heutzutage essen, irgendwie chemisch
> "verbessert" wird, ist v�llig klar. Andererseits kann's auch nicht soooo
> schlecht sein, wenn man sich die Lebenserwartungen der letzten hundert
> Jahre anschaut.

Naja, die heutigen Backzus�tze gibts zum Gro�teil noch keine 100 Jahre,
sondern vielleicht 20, und ob die die Lebenserwartung positiv
beeinflussen ist kaum zweifelsfrei zu ermitteln bzw. darf durchaus
bezweifelt werden. Wobei das auch eine zu eindimensionale Betrachtung
ist, denn neben der Lebenserwartung gibts auch noch den Faktor der
Lebensqualit�t.

Die andere Baustelle ist dann noch die Definition der Begrifflichkeiten.
Was ist "Chemie" bzw. eine "Chemikalie"? Bzw. was ist "k�nstlich"? Es
d�rfte sehr schwer werden, hier plausible Definitionen zu finden, die
z.B. einerseits das vielgescholtene Mononatriumglutamat als "Chemikalie"
bzw. "K�nstlich" klassifizieren andererseits Kochsalz, Zucker oder auch
ein gebratenes Spiegelei aber nicht. Denn eigentlich ist eine K�che
nichts anderes als ein sogar ziemlich gro�es Chemielabor, nur da� der
Bunsenbrenner elektrisch betrieben wird und die Reagenzgl�ser aus
Edelstahl sind.

Edgar Warnecke

unread,
Jan 3, 2010, 4:54:01 PM1/3/10
to
Am Sun, 03 Jan 2010 18:02:32 +0100 schrieb Maria VVinter:

> On Sun, 03 Jan 2010 17:38:50 +0100, Dorothee Hermann
> <Dorothe...@gmx.net> wrote:
>
>>Jetzt wei� ich, was 'Du' meinst, gut dass Du es so erkl�rt hast ;-)
>>Deine Bekannten meinten sicherlich so eine Alternative zu Grie�kl��chen
>
> Danke f�r die Aufkl�rung...
>
> Jetzt wei� *ich* n�mlich was *sie* vermutlich gemeint haben. ;o)

Jetzt habe ich es auch mitbekommen.
Gab es frueher [tm], bei Oma so aehnlich in der Erbsensuppe. Nannten sich
(Mehl-) Kluethen und hatten ein mouthfeeling wie ich mir einen leicht
angewaermeten Frosch vorstelle.

> (Bei Gelegenheit frag ich mal nach ob das stimmt.)

Wuerde mich interessieren.

Edgar Warnecke

unread,
Jan 3, 2010, 4:58:59 PM1/3/10
to
Am Sun, 03 Jan 2010 18:21:18 +0100 schrieb Monika Schleidt:

> Richtige Semmeln haben so viel Kruste, dass es krustenloses Semmelmehl
> eigentlich gar nicht geben kann. Das stammt dann schon eher von
> Toastbrot, wo es m�glich ist, die Kruste wegzuschneiden.

Ja, und was soll der Unfug?

Semmelmehr ist Semmelmehl ist Semmelmehl.

Das andere ist Taostbrotmehl.

Wen stoert die braune Kruste des Broetchens am Semmelmehl?

Bie uns heet dat uebrinx Paniermehl und neuerdings galleta rallada, also
gemahlenes Broetchen.

Message has been deleted

Monika Schleidt

unread,
Jan 3, 2010, 3:25:45 PM1/3/10
to
Edgar Warnecke schrieb:

Bei uns (�sterreich) hei�t es Semmelbr�sel, wobei ich mich frag, ob die
da extra Semmeln backen, um die dann zu zerschreddern? Panieren tun wir
�brigens auch mit Semmelbr�seln. Wiener Schnitzel zum Beispiel.

Edgar Warnecke

unread,
Jan 3, 2010, 5:34:15 PM1/3/10
to
Am Sun, 3 Jan 2010 21:09:59 +0100 schrieb Daniel Krebs:

> Edgar Warnecke <ewar...@web.de> wrote:
>
>> Nannten sich
>> (Mehl-) Kluethen und hatten ein mouthfeeling wie ich mir einen leicht
>> angewaermeten Frosch vorstelle.
>

> Waren in den Kluethen Steichh�lzer?

Omma hatte die, vermute ich, vorher mit�m Schnitzelklopfer bearbeitet.

Erhard Schwenk

unread,
Jan 3, 2010, 4:33:38 PM1/3/10
to
Monika Schleidt wrote:

> Bei uns (�sterreich) hei�t es Semmelbr�sel, wobei ich mich frag, ob die
> da extra Semmeln backen, um die dann zu zerschreddern?

Kaum. Kommt auch ein bi�chen drauf an, woher Du beziehst.

Beim �rtlichen B�cker sind die Chancen nicht so schlecht, da� der
einfach unverk�ufliche alte Backwaren trocknet und dann schreddert.

F�r "Semmelbr�sel" aus der Brotfabrik hingegen d�rfte tats�chlich ein
passendes Spezialbrot gebacken werden, das so f�r sich wahrscheinlich
ziemlich unverk�uflich w�re. Da wird halt komplett auf Effizienz
getrimmt. Also kurze Backzeit (vermutlich ein Kn�ckebrot�hnlicher
Endlosfladen aus schnell erzeugbaren Teigsorten), schnelle evtl.
maschinelle Trocknung oder gar Gefriertrocknung.

> Panieren tun wir
> �brigens auch mit Semmelbr�seln. Wiener Schnitzel zum Beispiel.

Wenn das dann auch ein ordentliches "Wiener" Schnitzel aus sch�nem
Kalbfleisch ist, spricht da ja nix dagegen...

@gmx.de Louis Luges

unread,
Jan 5, 2010, 6:27:18 AM1/5/10
to
Edgar Warnecke <ewar...@web.de> schrieb in der News:
1f1nseibkuaom$.7vjmsxcd...@40tude.net

Was, wie bitte?

louis

@gmx.de Louis Luges

unread,
Jan 7, 2010, 8:34:37 AM1/7/10
to
Erhard Schwenk <esch...@fto.de> schrieb in der News:
4b40a4a9$0$6577$9b4e...@newsspool3.arcor-online.net

Dein Holzweg duerfte/ist ziemlich Morsch ausgefallen sein.
In Muenchen wird das althergebrachte noch gepflegt, aehnlich dem
Bier-Reinheitsgebot, und hier bekommst du auf verlangen von
Semmelnknoedelnbrot eben geschnittene Semmeln vom Vortag und "nichts"
anderes. Zum besseren Verstaendnis, fuer einen Muenchner sind Semmeln
ein Sammelbegriff fuer Kaiser, Milchbrot, Kipferl vom gleichen Teig usw.
aber keine Lauchbrezen, Toastbrot oder dergleichen. Wir Muenchner wollen
es nicht anders und es wird uns und von dem Baeckern auch nicht
aufgedrungen, waere es anders wuerde meine Grossmutter samt ihrer
Mutter, Gott hab sie Selig, in ihrem Grab Rotieren vor dieser
Unvernunft.

Bleib Du bei denen Reich und Arm Gepflogenheiten, oder Krieg und
Friedenszeiten, wie auch immer. Wenn ein Rezept geschrieben wurde fuer
eine bestimmte Speise z.B. das Wiener Schnitzel, dann wird es laut
Rezept aus Kalbfleisch zubereitet. Es bleibt dir unbelassen das Fleisch
deiner Wahl, vielleicht Pferdefleisch, zu nehmen, selbstredend ist es
dann kein Wiener Schnitzel mehr.

Louis Luges

--
Zum Glueck gibt´s echte Muenchner, aber leider viel zu wenige!
Mir san a Gsamtkunstwerk hod scho da Kini gsogt.
--- Koenig Ludwig der I. ---

Edgar Warnecke

unread,
Jan 7, 2010, 11:21:26 AM1/7/10
to
Am Thu, 7 Jan 2010 14:34:37 +0100 schrieb Louis Luges:

TOFU!

Lass das!



> Dein Holzweg duerfte/ist ziemlich Morsch ausgefallen sein.
> In Muenchen wird das althergebrachte noch gepflegt, aehnlich dem
> Bier-Reinheitsgebot,

Wat �ne krude Mix.

Biersteuerparagraph 9 existiert in ganz Deutschland.

> und hier bekommst du auf verlangen von
> Semmelnknoedelnbrot eben geschnittene Semmeln vom Vortag und "nichts"
> anderes.

Absolutismus hat schon immer ins Chaos gefuehrt.

> Zum besseren Verstaendnis, fuer einen Muenchner sind Semmeln
> ein Sammelbegriff fuer Kaiser, Milchbrot, Kipferl vom gleichen Teig usw.
> aber keine Lauchbrezen, Toastbrot oder dergleichen.

Das war zu befuerchten.

> Wir Muenchner wollen es nicht anders und es wird uns und von dem Baeckern auch nicht
> aufgedrungen, waere es anders wuerde meine Grossmutter samt ihrer
> Mutter, Gott hab sie Selig, in ihrem Grab Rotieren vor dieser
> Unvernunft.

"Wir Muenchner" sind zu 80% Zugeroaste und zu aller Schande meistens
Franken.

Du laberst!

Bueschen Bewegung schadet Deinen Anverwandten nicht.



> Bleib Du bei denen Reich und Arm Gepflogenheiten, oder Krieg und
> Friedenszeiten, wie auch immer. Wenn ein Rezept geschrieben wurde fuer
> eine bestimmte Speise z.B. das Wiener Schnitzel, dann wird es laut
> Rezept aus Kalbfleisch zubereitet. Es bleibt dir unbelassen das Fleisch
> deiner Wahl, vielleicht Pferdefleisch, zu nehmen, selbstredend ist es
> dann kein Wiener Schnitzel mehr.

Nagel inne Kappe.
Wenn ich in Wien bei meinem Kumpel ein Schnitzel zubereite ist es ein
Wiener Schnitzel.
Wenn ich eine Frankfurter in Wiener Wasser erhitze wird daraus ein
Wienerle....?

Wenn Ihr ein Guizo zubereitet wird daraus automatisch ein
Pichelsteiner-Eintopf?

Stoppok:
Denk nochmal drueber nach!

Edgar

Wat mach ich denn am Wochenende?
Die Inflation hat zugeschlagen.
Schweinefleich ist von 9.900 auf 16.000 hoch, das federt doch kein Mensch
mehr ab. Kuh kostet jetzt 24.000 und nuera kann nicht ohne Fleisch.
Ich krieg� die Krise.
--
Einfach ist genial

Ilka Schröter

unread,
Jan 7, 2010, 10:31:01 AM1/7/10
to
Edgar Warnecke wrote:
> Am Thu, 7 Jan 2010 14:34:37 +0100 schrieb Louis Luges:
>
> TOFU!

Sorry, aber das ist kein TOFU. Maximal ein
unn�tiger FullQuote. ;-)

--
Beste Gr��e,
Ilka

Ilka Schröter

unread,
Jan 7, 2010, 10:32:57 AM1/7/10
to

> Wenn ich in Wien bei meinem Kumpel ein Schnitzel zubereite ist es ein
> Wiener Schnitzel.

Bitte?

Gerald Fix

unread,
Jan 7, 2010, 10:59:12 AM1/7/10
to
On Thu, 7 Jan 2010 11:21:26 -0500, Edgar Warnecke
<ewar...@web.de> wrote:

>Biersteuerparagraph 9 existiert in ganz Deutschland.

(1) Der Steuerschuldner hat die nach � 7 Abs. 1 entstandene
Steuer bis zum 20. Tag des Monats zu entrichten, der auf den
Monat folgt, in dem die Steuer entstanden ist.
(2) Die Steuer, die nach � 7 Abs. 2 entstanden ist, ist sofort
zu entrichten.

???
--
Viele Gr��e
Gerald Fix

Edgar Warnecke

unread,
Jan 7, 2010, 1:19:03 PM1/7/10
to
Am Thu, 07 Jan 2010 16:31:01 +0100 schrieb Ilka Schr�ter:

> Edgar Warnecke wrote:
>> Am Thu, 7 Jan 2010 14:34:37 +0100 schrieb Louis Luges:
>>
>> TOFU!
>
> Sorry, aber das ist kein TOFU. Maximal ein
> unn�tiger FullQuote. ;-)

Bingo, hast Recht.
Bin heute schlecht drauf und werde zu 99% das Abendessen versauen.

Edgar Warnecke

unread,
Jan 7, 2010, 1:23:58 PM1/7/10
to

Gerald Fix

unread,
Jan 7, 2010, 11:54:18 AM1/7/10
to
On Thu, 7 Jan 2010 13:23:58 -0500, Edgar Warnecke
<ewar...@web.de> wrote:

>Am Thu, 07 Jan 2010 16:59:12 +0100 schrieb Gerald Fix:
>
>> On Thu, 7 Jan 2010 11:21:26 -0500, Edgar Warnecke
>> <ewar...@web.de> wrote:
>>
>>>Biersteuerparagraph 9 existiert in ganz Deutschland.
>>
>> (1) Der Steuerschuldner hat die nach � 7 Abs. 1 entstandene
>> Steuer bis zum 20. Tag des Monats zu entrichten, der auf den
>> Monat folgt, in dem die Steuer entstanden ist.
>> (2) Die Steuer, die nach � 7 Abs. 2 entstanden ist, ist sofort
>> zu entrichten.
>
>Kraemerseele!

Angenehm, Fix.

>http://de.wikipedia.org/wiki/Reinheitsgebot
>http://de.wikipedia.org/wiki/Biersteuer

Auf was du wahrscheinlich hinauswillst, ist die Bierverordnung,
die 2005 das Vorl�ufige Biergesetz
(http://www.kgbier.de/Biergesetz.html) abgel�st hat.
Lustigerweise - Juristen sind wirklich lustig, das muss man
ihnen lassen - bezieht sich die BierV auf Paragrafen des
Vorl�ufigen Biergesetzes ... und da speziell auf den Paragrafen
9. Mit dem eigentlichen Biersteuergesetz hat das nichts zu tun,
auch wenn es so hei�t.

Edgar Warnecke

unread,
Jan 7, 2010, 3:00:48 PM1/7/10
to
Am Thu, 07 Jan 2010 17:54:18 +0100 schrieb Gerald Fix:

> Auf was du wahrscheinlich hinauswillst, ist die Bierverordnung,
> die 2005 das Vorl�ufige Biergesetz
> (http://www.kgbier.de/Biergesetz.html) abgel�st hat.
> Lustigerweise - Juristen sind wirklich lustig, das muss man
> ihnen lassen - bezieht sich die BierV auf Paragrafen des
> Vorl�ufigen Biergesetzes ... und da speziell auf den Paragrafen
> 9. Mit dem eigentlichen Biersteuergesetz hat das nichts zu tun,
> auch wenn es so hei�t.

Nun sage mir:
Wer ist bekloppt?
Ich oder die?

Edgar (vivat Paraguay)
--
Einfach ist genial

Harald Deichmann

unread,
Jan 7, 2010, 4:59:01 PM1/7/10
to
Ilka Schr�ter schrieb unter anderem:


>
>> Wenn ich in Wien bei meinem Kumpel ein Schnitzel zubereite ist es ein
>> Wiener Schnitzel.
>
>Bitte?

Er meint, wenn er in Berlin eine Schweinshaxe grillt, dann ist das ein
Eisbein.

Ciao
Harald
--
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