Titel: Mit Sekt ins neue Jahr - Tipps und Warenkunde zu deut ...
Kategorien: Info, Alkohol, Tipps, Warenkunde
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Volle Kanne - Service t�glich - ZDF
-- Erfasst *RK* 30.12.2009 von
-- Barbara Langer
Dabei gilt es beim Umgang mit Sekt einige Grundregeln zu beachten,
damit das erste Glas des Jahres in guter Erinnerung bleibt. Die
Auswahl des passenden Sektes ist bisweilen nicht ganz einfach, denn
das Angebot an unterschiedlichen Sekten ist riesig, und f�r jeden
Geldbeutel l�sst sich etwas Erschwingliches finden. Bei etwa zwei
Euro beginnen die Sonderangebote f�r Eigenmarken beim Discounter.
Dabei handelt es sich um Sekte, die speziell f�r eine
Supermarktkette hergestellt und nur von dieser vertrieben werden.
Durch die enorm hohe Anzahl an produzierten Flaschen k�nnen sie
recht g�nstig hergestellt werden.
Anspruchsvoller sind da schon Markensekte, die in ganz Deutschland
beworben und vertrieben werden. Die Preise liegen in der Regel
zwischen drei und sechs Euro. Es handelt sich meist um in
Deutschland hergestellte Sekte, die mit Grundweinen aus
verschiedenen Anbaugebieten in Europa produziert werden. Schaumweine,
die ausschlie�lich aus deutschen Trauben hergestellt werden, erkennt
man an der Bezeichnung "Deutscher Sekt".
Hochwertige Winzersekte:
"Besonders hochwertig sind Winzersekte, die aus dem Lesegut eines
einzigen Weinguts hergestellt werden", empfiehlt Steffen Schindler
vom Deutschen Weininstitut. Hier wird auch das Anbaugebiet auf dem
Etikett angezeigt. Die offizielle Bezeichnung lautet "Deutscher Sekt
b.A. (bestimmter Anbaugebiete)". Er wird nach der traditionellen
Methode der Flascheng�rung hergestellt und ist mit Preisen um zehn
Euro im internationalen Vergleich relativ g�nstig. Es gibt aber
mittlerweile auch hierzulande absolute Spitzensekte, die bis zu 40
Euro pro Flasche kosten.
Gute Sektgl�ser haben einen so genannten Moussierpunkt - einen
winzigen Rau-Schliff, der daf�r sorgt, dass die Kohles�urebl�schen
konzentriert aus der Mitte des Kelches hochsteigen. Die zeitweise in
Mode geratene Schaumweinschale ist f�r den optimalen Sektgenuss
ungeeignet, denn sie ist zu flach, um das Spiel der Perlen zu zeigen.
Das Bukett verfliegt, bevor es die Nase erreichen kann. Besser sind
farblose Sektgl�ser von schlanker Tulpen- oder Fl�tenform. Es ist
wichtig, dass die Gl�ser nur bis zu zwei Drittel gef�llt werden,
damit sich das Aroma voll entfalten kann.
Infobox - Tipp:
Sekt-Gl�ser sollte man nur mit klarem Wasser sp�len, denn Sp�lmittel
entspannt nicht nur das Wasser, sondern t�tet auch den Schaum und
der Sekt perlt nicht mehr so sch�n.
Die richtige Lagerung:
Sekt ist nicht daf�r vorgesehen, dass er lange gelagert wird. Je
j�nger - je besser, lautet die Faustregel. "Denn Sekt lebt ja gerade
von seiner Spritzigkeit und Frische, die ihm bei jahrelanger
Lagerung leider abhanden kommt. Beim Kauf von Markensekten sollte
man von daher - falls angegeben - auf den Jahrgang achten", so
Steffen Schindler.
Bei Winzersekten, die mindestens neun Monate, bisweilen aber auch
noch l�nger auf der Hefe gelagert werden, ist hingegen der Zeitpunkt
entscheidend, wann sie in den Handel gelangen. Dies kann man an den
letzten beiden Stellen der amtlichen Pr�fungsnummer (AP-Nummer) auf
dem Etikett erkennen: 08 steht beispielsweise f�r das Jahr 2008.
Sekt sollte wie Wein k�hl und dunkel gelagert werden, die
Sektflasche kann im Gegensatz zur Weinflasche aber auch stehend
aufgehoben werden.
Trocken oder lieber s��?
Trocken oder s�� - was biete ich meinen G�sten an? Jeder hat so
seine Pr�ferenzen und wei�, welchen Sekttyp er am liebsten genie�t.
Wenn man aber nur einen Sekt f�r den Empfang der G�ste oder zum
sp�teren Ansto�en ausw�hlen m�chte, dann sollte man einen m�glichst
trockenen Sekt ausw�hlen: einen Sekt mit der Bezeichnung brut oder
extra brut.
Sollte nun ein Gast einen eher lieblichen Geschmack haben, kann man
dem Sekt einen kleinen Schuss Cassis (Lik�r aus der schwarzen
Johannisbeere) oder auch Pfirsichlik�r hinzugeben, so dass auch
diese G�ste gerne zugreifen.
Neue Richtwerte:
Seit dem 01. August 2009 gibt es beim Sekt leicht ver�nderte
Richtwerte, was den Anteil an Rests��e anbelangt. Seither gelten die
folgenden Werte:
*0-3 g/l = naturherb (brut nature) 0-6 g/l = extra herb (extra brut)
*0-12 g/l = herb (brut)
*12-17 g/l = extra trocken (extra dry)
*17-32 g/l = trocken (dry)
*32-50 g/l = halbtrocken (medium dry, demi-sec)
*�ber 50 g/l = mild (sweet, doux)
Auf eine 0,75 l- Flasche Sekt umgerechnet, ergibt dies im Mittelwert
den folgenden Anteil an Rests��e:
*Naturherb: 1,1 g/Flasche (0,4 W�rfelzucker)
*Extra herb: 2,3 g/Flasche (0,8 W�rfelzucker)
*Herb: 4,5 g/Flasche (1,5 W�rfelzucker)
*Extra trocken: 10,9 g/Flasche (3,6 W�rfelzucker)
*Trocken: 18,4 g/Flasche (6,1 W�rfelzucker)
*Halbtrocken: 30,8 g/Flasche (10,3 W�rfelzucker)
*Mild: 56,3 g/Flasche (18,8 W�rfelzucker)
Infobox - �ffnen der Sektflasche:
Das Knallen einer Sektflasche hat zwar einen tollen Klang, es kann
aber auch schnell zum �bersch�umen des guten Tropfens f�hren. Dies
liegt daran, dass sich der Druck in der Flasche, der immerhin �ber
drei Bar betr�gt, schlagartig entbindet und die entweichende
Kohlens�ure den Sekt mit aus der Flasche bef�rdert. Auf vornehme Art
�ffnet man die Sektflasche, indem man den Korken - wahlweise mit
einer Stoffserviette umschlossen - durch leichtes Drehen langsam mit
einem leichten Zischen aus der Flasche gleiten l�sst.
: O-Titel : Mit Sekt ins neue Jahr - Tipps und Warenkunde zu
: > deutschem Schaumwein
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Gru�, Barbara