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Basquiat

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Arnulf Sopp

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Nov 2, 2009, 8:44:53 PM11/2/09
to
Kuckuck!

Die NG scheint ausgestorben zu sein, aber vielleicht liest es noch jemand.

Heute abend gab es auf dem ZDF-Theaterkanal den Film "Basquiat" �ber den
New Yorker K�nstler, der aus der Gosse in die Glamour-Welt der Kunstszene
kam und an ihr (wirklich?) zerbrach. Nichts von allem, was ich von ihm
kenne, spricht mich auch nur halbwegs an, aber das ist jetzt nicht mein
Thema.

Anfang der 80er Jahre war die Pop Art fast erledigt und befriedigte den
Kunstmarkt nicht mehr. Man lechzte nach Neuem, was z.B. den Schmierern der
"Neuen Wilden" ihre Chance gab. Vielleicht ist es so richtiger
ausgedr�ckt: Wir wollen mal schmieren, das gab es noch nicht und ist
deshalb vielleicht das rechte Mittel, Knete abzugreifen.

So kam der Farbige Basquiat gerade recht, denn die hochbezahlte Kunst war
bis dato ausschlie�lich wei� gewesen. Die Society schm�ckte sich mit einem
Underdog, ein Novum und somit v�llig im Trend.

Er zerbrach also m�glicherweise nicht an seinem Erfolg, sondern an seiner
Unf�higkeit, ihn zu handhaben (Tod durch einen Goldenen Schuss).

Gestern brachte Arte den Beitrag "Super Art Market", der versuchte, die
Einfl�sse der neuen wirtschaftlichen Situation in der vielbesungenen
"Krise" auf die Kunst zu beleuchten. Nun ja, die meisten Reichen sind noch
immer reich, aber vorsichtiger.

K�nnte es sein, dass der Kunstmarkt (in "Basquiat" total meschugge, in
"Super Art Market" etwas realistischer) allm�hlich zur Besinnung kommt?

Oder anders gefragt: H�tte Beuys demn�chst noch eine Chance?

--
Tsch�s!

Arnulf

Bongartz, Karl-Heinz

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Nov 3, 2009, 9:45:28 AM11/3/09
to
Arnulf Sopp <bar...@maaaddin.de> wrote:

> Oder anders gefragt: H�tte Beuys demn�chst noch eine Chance?

Warum nicht? War doch der Einflu� des Denkens Beuys (und der Vordenker
Duchamp und nachfolgende) auf die Gesellschaft das Wichtige und die
Arbeiten grad mal ein Ansatz zur Kontroverse. Relevanz f�r das Museale
heutiger Kunstschaffender wird sich erst weit, weit nach unserem Ableben
erweisen, das gilt nat�rlich auch f�r Arbeiten des Koyoten-Jupp, wir
werden das nicht mehr beobachten und verfolgen k�nnen (obwohl: M�uschen
spielen w�rde ich da doch allzugern [wer redet denn heutzutage noch
�berJosef Beuys, doch nur noch die, die damit 'nen m�den Taler schinden
wollen]).

Frohes Schaffen
Scharlih Bo

--
Von hier aus:
Trinkt 's Bier aus!
http://www.boml-werk.de
http://www.krefeldwiki.de

Erich A. Kremer

unread,
Nov 19, 2009, 9:00:59 AM11/19/09
to
Arnulf Sopp <bar...@maaaddin.de> wrote in
news:1cn84jo6...@news.hacktory.de:

Hallo!

> H�tte Beuys demn�chst noch eine Chance?
>

Nein, es schockt nicht mehr.


Gru�,
EAK

Arnulf Sopp

unread,
Nov 19, 2009, 9:10:59 PM11/19/09
to
Am Thu, 19 Nov 2009 15:00:59 +0100 schrieb Erich A. Kremer:

>> H�tte Beuys demn�chst noch eine Chance?
>
> Nein, es schockt nicht mehr.

Heute (gestern) abend gab es auf Arte die Sendung "Die Millionenblase". Da
konnte man verfolgen, wie sich die Kunst in den Zeiten, als es finanziell
noch m�glich war, prostituierte. Jeder Schei� wurde gekauft, jeder Preis
bezahlt, 2stellige Millionenbetr�ge waren keine Seltenheit. Jemand meinte,
die Milliarde f�r ein Kunstwerk sei in Sicht.

Zwar meinen die K�ufer von Dreck vermutlich noch immer, sie h�tten eine
S�ule der abendl�ndischen Kultur in ihrem Besitz (falls sie nicht gezwungen
waren, ihn mit Verlust zu verticken), aber evtl. besinnt sich die Welt der
Kulturverbraucher auch mal wieder auf Qualit�t (und l�sst sich vielleicht
nicht von Bankern, sondern von Fachleuten beraten).

Ich bin ja unverbesserlicher Optimist: Evtl. muss Jonathan Meese demn�chst
arbeiten und gottbeh�te gar sein Gehirn aktivieren. Als unverbesserlicher
Optimist gehe ich mal davon aus, dass er eins hat, wenngleich er das
bislang geschickt zu verbergen wusste.

--
Tsch�s!

Arnulf

Erich A. Kremer

unread,
Nov 19, 2009, 9:37:58 PM11/19/09
to
Arnulf Sopp <bar...@maaaddin.de> wrote in
news:mx5bjahu...@news.hacktory.de:

Hallo!

> Ich bin ja unverbesserlicher Optimist: Evtl. muss Jonathan
> Meese demn�chst arbeiten und gottbeh�te gar sein Gehirn
> aktivieren.

Einige seiner Arbeiten haben durchaus eine gewisse Quali�t oder
sind zumindest interessant. Das Problem sind die geldgierigen
Agenten und Galeristen, die der Menge wegen jeden Dreck, den er
produziert ausstellen.

Ein guter Galerist sagt einem K�nstler klipp und klar; h�r' mal,
du s�ufst zu viel, man sieht das deinen Arbeiten an, das meiste
davon ist Abfall. Und jetzt stellt sich die Frag: Gibt es noch
gute Galeristen?

Gru�,
EAK

Arnulf Sopp

unread,
Nov 19, 2009, 11:00:23 PM11/19/09
to
Am Fri, 20 Nov 2009 03:37:58 +0100 schrieb Erich A. Kremer:

> Gibt es noch gute Galeristen?

Es gibt noch Geld. Mit seiner Verknappung kommt jedoch die Kunstwelt evtl.
wieder ins Lot, Spinner werden vielleicht vern�nftig, Anleger w�hlen
vielleicht lieber Grundst�cke als Kunst (oder was sie bisher
inkompetenterweise daf�r hielten). Und Jonathan Meese wird evtl.
Tierpfleger, was er im Grunde seines Herzens schon ist. Dann k�me er nach
seinen F�higkeiten auf das Niveau, das ich f�r ihn als realistisch ansehe.
(Nichts gegen Tierpfleger!)

Er pl�diert f�r eine Diktatur der Kunst. Ich bevorzuge eine Diktatur des
Hirns. Oder richtiger: einen nicht diktatorischen Konsens etlicher
kompetenter Hirne, die wir alle ausw�hlten. Seins geh�rt nicht dazu (schon
wieder oute ich mich als unverbesserlicher Optimist, denn ich unterstelle
ihm naiverweise einfach eins).

--
Tsch�s!

Arnulf

Erich A. Kremer

unread,
Nov 20, 2009, 5:25:20 AM11/20/09
to
Arnulf Sopp <bar...@maaaddin.de> wrote in
news:x4afncjc...@news.hacktory.de:

> Er pl�diert f�r eine Diktatur der Kunst.

Eine Erbswurst als Kanzlerin stelle ich mir aber irgendwie recht
intelligent vor. Wei� auch nicht, warum.

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