Ich könnte mir vorstellen, daß der eine oder andere
hier das ganze durch eine andere Wahl des Kamerastandpunkts
vermeiden würde, in dem Fall hat der Künstler aber weder
das gemacht, noch das Objekt rausgephotoshoppt.
Fällt euch dazu was ein?
Es geht natürlich um das Mädchen mit dem Schmetterlingsnetz und
das Haus/die Kirche im Hintergrund. Und ja, das Haus/Mädchen/Netz
rechts ist fast die Spiegelung der Frau mit Schirm links davon. Aber
würdet ihr sowas machen, oder lieber noch etwas warten bevor ihr
abdrückt?
Hat sowas außerhalb der "keine Bäume aus dem Kopf wachsen lassen"-
Kultur der Fotografie vielleicht sogar eine Tradition und Bezeichnung?
/ralph XP, fup2 drf
--
http://alltagsbilder.pangea.at <- Neu! Mit Blog in Vorbereitung!
http://www.flickr.com/photos/sooperkuh/
> Ein Objekt im Hintergrund verschmilzt beinahe, nur durch die
> Luftperspektive leicht abgemildert mit einem Objekt im Vordergrund.
Auf diese Weise erh�lt der Junge (!) mit dem Schmetterlingsnetz ungef�hr
dasselbe Gewicht wie die �brigen Personen. So wird auch die Magd als
gr��te Figur der hinteren Gruppe nicht durch ihre schiere Gr��e
aufgewertet, denn sie w�re sonst die Spitze einer Pyramide.
Dem kann mit Recht entgegengehalten werden, dass vom Nesth�kchen �berhaupt
nur der Hut zu sehen ist. Das dient jedoch wohl der Verniedlichung, denn es
ist eine witzige Karikatur.
> Hat sowas au�erhalb der "keine B�ume aus dem Kopf wachsen lassen"- Kultur
> der Fotografie vielleicht sogar eine Tradition und Bezeichnung?
Nach meiner Kenntnis nicht. Jedenfalls gehe ich davon aus, dass Du jetzt
nicht den Oberbegriff Komposition h�ren m�chtest.
--
Tsch�s!
Arnulf
Ah, stimmt, damals hätte ein Mädchen keine Hosen angehabt. Ich habe
von der Frisur auf Mädchen geschlossen.
> dasselbe Gewicht wie die übrigen Personen. So wird auch die Magd als
> größte Figur der hinteren Gruppe nicht durch ihre schiere Größe
> aufgewertet, denn sie wäre sonst die Spitze einer Pyramide.
Ja, das ergibt absolut Sinn. Danke!
> Dem kann mit Recht entgegengehalten werden, dass vom Nesthäkchen überhaupt
> nur der Hut zu sehen ist. Das dient jedoch wohl der Verniedlichung, denn es
> ist eine witzige Karikatur.
>
>> Hat sowas außerhalb der "keine Bäume aus dem Kopf wachsen lassen"- Kultur
>> der Fotografie vielleicht sogar eine Tradition und Bezeichnung?
>
> Nach meiner Kenntnis nicht. Jedenfalls gehe ich davon aus, dass Du jetzt
> nicht den Oberbegriff Komposition hören möchtest.
Nein, nein, den kenne ich schon ;)
/ralph
> Ah, stimmt, damals h�tte ein M�dchen keine Hosen angehabt.
Zugegeben, in dem in Deinem OP angegebenen Link war das kaum
unterscheidbar. Ich belauerte nat�rlich eine deutlichere Abbildung.
>> So wird auch die Magd als gr��te Figur der hinteren Gruppe nicht durch
>> ihre schiere Gr��e aufgewertet, denn sie w�re sonst die Spitze einer
>> Pyramide.
Nachtrag: Dass es die Magd ist, schlie�e ich einfach aus ihrer schlichteren
Kleidung (z.B. Kragen). Mit etwas M�he k�nnte es auch die �lteste
Schwester sein, aber dann m�ssten Mama und Papa schon seeehr fr�h
angefangen haben - einmal probiert, gleich gekonnt. Das ist zwar auch um
diese Zeit nicht auszuschlie�en, aber in einer Karikatur der
(Spie�-)B�rgerlichkeit des Biedermeier fehl am Platze. Die war auch ohne
dunkle Punkte in der Vita schon l�cherlich genug.
Zu schaffen macht mir noch immer der modische Hut, wo ein Kopftuch zu
erwarten gewesen w�re. Der d�rfte aber auch bei einer Magd zum
Sonntagsstaat gez�hlt haben, zumal er deutlich schlichter ist als
derjenige der Frau Mutter. Ungef�hr zeitgen�ssische Kopft�cher kenne ich
auch eher aus realistischen Gem�lden, in denen die soziale Situation Thema
ist. Die Magd tr�gt auch den Picknickkorb, was wohl alle Zweifel
beseitigt.
Aber das geht v�llig an Deinem rein kompositorischen Anliegen vorbei. SCNR.
--
Tsch�s!
Arnulf
Hast Du Deinen Link nochmal zur Hand? Oder hatte ich den �bersehen?
--
J�del.
Jedenfalls ist ein Foto die Zukunft des in der Vergangenheit liegenden
Momentes einer Betrachtung, nicht wahr?
Privat: http://www.johannes-leckebusch.de
Fotoseiten: http://www.johannes-leckebusch.de/Fotogalerien/
Schnappschussfotowettbewerb: http://www.foto.ungruen.de/Index.html
> Hast Du Deinen Link nochmal zur Hand? Oder hatte ich den �bersehen?
Ich sitze hier in der NG drkm. Die hiesige NG-Bev�lkerung hat von so
ber�hmten Bildern mindestens drei Abbildungen im Regal stehen. Meine konnte
ich sogar von der Festplatte abrufen, weil es entsprechende "B�cher" heute
auch digital gibt.
Mit einem Link kann ich Dir leider nicht helfen.
--
Tsch�s!
Arnulf
Ein weiterer Erkl�rungsversuch w�re: Die Verbindung der Familie mit dem
Haus. Offensichtlich sind die Ausfl�gler in der Natur nur zu Besuch.
Die Pyramide erg�be sich auch ohne Geb�ude kaum, da h�lt das
Schmetteringsnetz und der Schirm der Mutter dagegen.
Verstehe ... {;-)))
vielleicht hilft der Link weiter:
http://images.zeno.org/Kunstwerke/I/big/20m0035a.jpg
bemerkenswert der rasierte Orang-Utan - auf der gro�en Abbildung sehr gut
zu erkennen ;-)
was hat sich der gute Carl da nur gedacht.
Gru�
HS
>> So wird auch die Magd als gr��te Figur der hinteren Gruppe nicht durch
>> ihre schiere Gr��e aufgewertet, denn sie w�re sonst die Spitze einer
>> Pyramide.
>
> Ein weiterer Erkl�rungsversuch w�re: Die Verbindung der Familie mit dem
> Haus. Offensichtlich sind die Ausfl�gler in der Natur nur zu Besuch.
Hier speziell mit der Kirche. Ja, auch das k�nnte Spitzweg im Auge gehabt
haben. Dieser Hinweis ist zwar nur recht unscheinbar, aber es k�nnte sein.
> Die Pyramide erg�be sich auch ohne Geb�ude kaum, da h�lt das
> Schmetteringsnetz und der Schirm der Mutter dagegen.
Ich sprach von der hinteren Gruppe. Die Gesamtheit der Figuren ist viel zu
sehr horizontal komponiert, als dass ein solcher Eindruck entstehen
k�nnte.
--
Tsch�s!
Arnulf