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Heizung mit Mindestdurchfluss?

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Marc Haber

unread,
Feb 26, 2012, 5:47:40 AM2/26/12
to
Hallo,

ein Bauträger bietet ein schlüsselfertiges (Achtung, ggf. OffT) Haus
mit Sole-Wasser-Wärmepumpe über eine Fußbodenheizung an. Dabei ist
keine raumindividuelle Wärmeregelung vorgesehen; statt dessen hat man
vor, das Verhältnis der Raumtemperaturen mit fest eingestellten
Ventilen in den Verteilern einzustellen.

Mir scheint dieses Verfahren ziemlich sparsam und ohne Rücksicht auf
den Wohnkomfort, denn es gibt ja nun Räume wie z.B. das Schlafzimmer,
in denen man für unterschiedliche Nutzungsformen unterschiedliche
Temperaturen haben möchte.

Auf diese Sparsamkeit angesprochen, erhielt ich die Antwort, dass
moderne Heizungsanlagen alle so arbeiten würden ("Bullshit, das habe
ich bei anderen Bauträgern auch schon anders gesehen"), und dass die
Anlage eine gewissen Mindestdurchfluß benötigen würde, da sie sonst
kaputt (!) ginge, und man somit ausschließen möchte, dass alle Ventile
zugedreht werden. Man könne maximal ein oder zwei Räume abschalten.

Aus welcher Motivation außer "billig um jeden Preis" baut man sowas?
Lässt sich eine so gebaute Anlage zu einem späteren Zeitpunkt auf eine
etwas komfortablere Lösung umbauen oder werden hier unwiderruflich
Weichen gestellt?

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Maik Koenig

unread,
Feb 26, 2012, 7:03:00 AM2/26/12
to
Am 26.02.2012 11:47, schrieb Marc Haber:
> Hallo,
>
> ein Bauträger bietet ein schlüsselfertiges (Achtung, ggf. OffT) Haus
> mit Sole-Wasser-Wärmepumpe über eine Fußbodenheizung an. Dabei ist
> keine raumindividuelle Wärmeregelung vorgesehen; statt dessen hat man
> vor, das Verhältnis der Raumtemperaturen mit fest eingestellten
> Ventilen in den Verteilern einzustellen.
> [...]
> Aus welcher Motivation außer "billig um jeden Preis" baut man sowas?

Da geht es nur um billig.

> Lässt sich eine so gebaute Anlage zu einem späteren Zeitpunkt auf eine
> etwas komfortablere Lösung umbauen oder werden hier unwiderruflich
> Weichen gestellt?

Man kann schon vorher entsprechende Leerrohre legen. Da zieht man dann
später die Leitungen vom Raumthermostat zum Verteiler ein. Letzteren
versorgt man dann mit Stellmotoren, die dann jeden Kreis einzelnd (oder
mehrere Kreise zusammen, wenn man mehrere Stellmotoren an einen
Thermostaten hängt) steuern können. Dazu braucht man natürlich Strom (am
Verteiler also dafür sorgen) und die für den jeweiligen Verteiler
passenden Stellmotoren.

Übrigens, eine Warnung am Rande: Bäder nur mit FBH taugen nichts. Da
sollte immer auch ein Heizkörper vorhanden sein.

Greetz,
MK
--
filter.maikkoenig.de
Wikipedia - Die neue Religion der Unwissenden.
Wikipedia sagt 1+1=3, also muss es stimmen!

Matthias Hanft

unread,
Feb 26, 2012, 7:23:43 AM2/26/12
to
Maik Koenig schrieb:
>
> Übrigens, eine Warnung am Rande: Bäder nur mit FBH taugen nichts. Da
> sollte immer auch ein Heizkörper vorhanden sein.

Einspruch - wir kommen da gut damit zurecht. Und wenn mans wirklich mal
extra-warm drin haben will, kann man ja (drei Stunden vorher) den Regler
von "Standby" auf "Komfort" umschalten. Sooo überraschend kommt z.B. ein
Vollbad i.d.R. ja nicht :-)

Gruß Matthias.

Helmut Hullen

unread,
Feb 26, 2012, 7:51:00 AM2/26/12
to
Hallo, Matthias,

Du meintest am 26.02.12:
Lass mich raten - Du hast keine kleinen Kinder zu berücksichtigen?

Viele Gruesse!
Helmut

Matthias Hanft

unread,
Feb 26, 2012, 8:28:02 AM2/26/12
to
Helmut Hullen schrieb:
>
> Lass mich raten - Du hast keine kleinen Kinder zu berücksichtigen?

Ah, richtig. Meinem Einspruch muß ich also die Randbedingung "kinderloses
Ehepaar, das lang vorausplant" hinzufügen :-)

Gruß Matthias.

Robert Pflüger

unread,
Feb 26, 2012, 9:02:30 AM2/26/12
to
Am 26.02.2012 11:47, schrieb Marc Haber:
> Hallo,
>
> ein Bauträger bietet ein schlüsselfertiges (Achtung, ggf. OffT) Haus
> mit Sole-Wasser-Wärmepumpe über eine Fußbodenheizung an. Dabei ist
> keine raumindividuelle Wärmeregelung vorgesehen; statt dessen hat man
> vor, das Verhältnis der Raumtemperaturen mit fest eingestellten
> Ventilen in den Verteilern einzustellen.

dagegen steht die EnEV.
§14 Nr. 2

http://www.enev-online.org/enev_2009_volltext/enev_2009_14_verteilungseinrichtungen_warmwasseranlagen.htm


--
Mit freundlichem Gruß

Robert

Maik Koenig

unread,
Feb 26, 2012, 10:54:50 AM2/26/12
to
Ah, keine Kinder. Aber davon ab: Ich bevorzuge auch beim Duschen eine
deutlich höhere Raumtemperatur. Eine FBH braucht aber halt ca 2 Stunden
bis die Temp da ist wo sie sein soll, ein Heizkörper ist da deutlich
flotter.

Marc Haber

unread,
Feb 26, 2012, 4:06:07 PM2/26/12
to
Interessant. Notiert.

Marc Haber

unread,
Feb 26, 2012, 4:07:19 PM2/26/12
to
Maik Koenig <usene...@maikkoenig.de> wrote:
>Am 26.02.2012 11:47, schrieb Marc Haber:
>> ein Bauträger bietet ein schlüsselfertiges (Achtung, ggf. OffT) Haus
>> mit Sole-Wasser-Wärmepumpe über eine Fußbodenheizung an. Dabei ist
>> keine raumindividuelle Wärmeregelung vorgesehen; statt dessen hat man
>> vor, das Verhältnis der Raumtemperaturen mit fest eingestellten
>> Ventilen in den Verteilern einzustellen.
>> [...]
>> Aus welcher Motivation außer "billig um jeden Preis" baut man sowas?
>
>Da geht es nur um billig.
>
>> Lässt sich eine so gebaute Anlage zu einem späteren Zeitpunkt auf eine
>> etwas komfortablere Lösung umbauen oder werden hier unwiderruflich
>> Weichen gestellt?
>
>Man kann schon vorher entsprechende Leerrohre legen. Da zieht man dann
>später die Leitungen vom Raumthermostat zum Verteiler ein. Letzteren
>versorgt man dann mit Stellmotoren, die dann jeden Kreis einzelnd (oder
>mehrere Kreise zusammen, wenn man mehrere Stellmotoren an einen
>Thermostaten hängt) steuern können. Dazu braucht man natürlich Strom (am
>Verteiler also dafür sorgen) und die für den jeweiligen Verteiler
>passenden Stellmotoren.

Wie verträgt sich das mit der Aussage, dass die Heizungsanlage einen
gewissen Mindestdurchfluß braucht, da sie sonst Schaden nimmt?

>Übrigens, eine Warnung am Rande: Bäder nur mit FBH taugen nichts. Da
>sollte immer auch ein Heizkörper vorhanden sein.

Da ist ein elektrischer Handtuchheizkörper am 230-V-Netz vorgesehen.
Nicht schön, aber mit den zu erwartenden Vorlauftemperaturen macht ein
normaler Heizkörper keinen Spaß.

Robert Pflüger

unread,
Feb 26, 2012, 4:31:47 PM2/26/12
to
Am 26.02.2012 22:07, schrieb Marc Haber:
> ....
> Da ist ein elektrischer Handtuchheizkörper am 230-V-Netz vorgesehen.
> Nicht schön, aber mit den zu erwartenden Vorlauftemperaturen macht ein
> normaler Heizkörper keinen Spaß.

wenn so arg gespart wird, dann bitte aber für diesen Raum auch den
Thermostaten der Fußbodenheizung sparen und das Ding voll aufdrehen.
Denn wenn der elektrische Handtucherwärmer ein Grad mehr schafft als
beim Raumthermostat für die Fußbodenheizung eingestellt ist, dann meint
der die Fußbodenheizung drosseln zu müssen und um so mehr wird mit Strom
geheizt. ....


der gleiche Effekt beim parallellen Betrieb z.B. eines Kaminofens.
Die Zentralheizung bzw der Raumtemperaturregler ist z.B. auf 20°C
eingestellt, damit hat man immer die nötige Grundwärme und wenn man den
Ofen anzündet und z.B., 21°C erreicht sind, dann wird die
"Zentralheizung" herunter geregelt und der Ofen übernimmt die
Wärmebereitstellung. Wenn man einen Funk-Raumfühler hat, dann kann man
den auch so platzieren, dass er "den brennenden Ofen" schneller merkt.

Maik Koenig

unread,
Feb 26, 2012, 4:38:23 PM2/26/12
to
Am 26.02.2012 22:07, schrieb Marc Haber:

> Wie verträgt sich das mit der Aussage, dass die Heizungsanlage einen
> gewissen Mindestdurchfluß braucht, da sie sonst Schaden nimmt?

Ich kenne keine Anlage, auf die obige Aussage zutreffen würde. Was nicht
heisst, es gäbe sie nicht.

>>Übrigens, eine Warnung am Rande: Bäder nur mit FBH taugen nichts. Da
>>sollte immer auch ein Heizkörper vorhanden sein.
>
> Da ist ein elektrischer Handtuchheizkörper am 230-V-Netz vorgesehen.
> Nicht schön, aber mit den zu erwartenden Vorlauftemperaturen macht ein
> normaler Heizkörper keinen Spaß.

Elektrische Heizung ist in D in 99% der Fälle Unfug. Wenn die Heizung
komplett über Wärmepumpe "beheizt" werden soll, kann man trotzdem einen
"normalen" Heizkörper einbauen. Setzt man in selbigen eine elektrische
Heizpatrone ein, falls es tatsächlich nicht genügen sollte, kann man
wenigstens seine Handtücher mal ohne Strom kostengünstig "schnell"
trocknen.

Thomas Einzel

unread,
Feb 26, 2012, 4:42:53 PM2/26/12
to
Marc Haber schrieb am 26.02.2012 22:07:
> Maik Koenig<usene...@maikkoenig.de> wrote:
...
>> Übrigens, eine Warnung am Rande: Bäder nur mit FBH taugen nichts. Da
>> sollte immer auch ein Heizkörper vorhanden sein.
>
> Da ist ein elektrischer Handtuchheizkörper am 230-V-Netz vorgesehen.

Sieht man öfter... und in der Regel ausgeschaltet weil elektrisch Heizen
teuer und Verschwendung ist.

> Nicht schön, aber mit den zu erwartenden Vorlauftemperaturen macht ein
> normaler Heizkörper keinen Spaß.

Es ist natürlich deine Entscheidung, du könntest aber von Erfahrungen
anderer partizipieren und auf einem *großen* gesonderten
Handtuchtrockner im Vorlauf (also gesondert angeschlossen, nicht im VL
oder RL der FbHz oder anders herum) bestehen - der ist auch bei 35°C VL
nicht völlig unnütz.

IIRC gab es die sogar mit Heizungsanschluss und Heizpatrone gleichzeitig.

--
Thomas

Martin Kienass

unread,
Feb 27, 2012, 2:13:34 AM2/27/12
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> schrieb:
> Hallo,
>
> ein Bauträger bietet ein schlüsselfertiges (Achtung, ggf. OffT) Haus
> mit Sole-Wasser-Wärmepumpe über eine Fußbodenheizung an. Dabei ist
> keine raumindividuelle Wärmeregelung vorgesehen; statt dessen hat man
> vor, das Verhältnis der Raumtemperaturen mit fest eingestellten
> Ventilen in den Verteilern einzustellen.

Dass diese Bauweise nicht mit den Vorschriften der aktuellen EnEV zu
vereinbaren ist, wurde ja schon geschrieben.
Ma könnte argumentieren: Eine FBH ist sowieso so träge im Regelverhalten,
dass eine Einzelraumregelung, so wie sie mutmaßlich von den späteren
Nutzern eingesetzt würde, überflüssig bis kontraproduktiv ist.
Teilweise würde ich einer solchen Argumentation sogar zustimmen, gerade
bei Kombination mit Wärmepumpe und entsprechend niedrigen
Systemtemperaturen. Aber:

> Mir scheint dieses Verfahren ziemlich sparsam und ohne Rücksicht auf
> den Wohnkomfort, denn es gibt ja nun Räume wie z.B. das Schlafzimmer,
> in denen man für unterschiedliche Nutzungsformen unterschiedliche
> Temperaturen haben möchte.

Genau das.
Der Nutzer soll doch wenigstens die Möglichkeit haben, seine
Wunschtemperatur für jeden Raum einzeln zu wählen, statt auf die
Vorgabe des Heizungsbauers angewiesen zu sein.


> Auf diese Sparsamkeit angesprochen, erhielt ich die Antwort, dass
> moderne Heizungsanlagen alle so arbeiten würden ("Bullshit, das habe
> ich bei anderen Bauträgern auch schon anders gesehen"),

In den 1970er bis 90er Jahre wurden FBHs so gebaut.

> und dass die
> Anlage eine gewissen Mindestdurchfluß benötigen würde, da sie sonst
> kaputt (!) ginge,

Das ist durchaus möglich, wäre dann aber ein Konstruktionsfehler, den
der Ersteller der Anlage zu verantworten hätte.
Mir ist kein Wärmepumpenhersteller bekannt, der nicht dringend den
Betrieb über einen Pufferspeicher empfiehlt, u.a. um lange Laufzeiten
der WP zu erreichen bzw. Taktbetrieb zu vermeiden und um ggf.
Sperrzeiten des WP-Stroms zu überbrücken. Schon mit diesem
Pufferspeicher wäre das Argument des Mindestdurchflusses hinfällig.

Wenn aus Kostengründen unbedingt auf den Pufferspeicher verzichtet
werden muss, kann auf ein Überströmventile oder hydraulische Weiche
zurückgegriffen werden, um einen Mindestdurchfluss zu garantieren.

> und man somit ausschließen möchte, dass alle Ventile
> zugedreht werden. Man könne maximal ein oder zwei Räume abschalten.
>
> Aus welcher Motivation außer "billig um jeden Preis" baut man sowas?

Man baut es tunlichst nicht. Jedenfalls nicht, wenn man vorhat, mit
seiner Firma mehrere Baustellen und deren Gewährleistungszeiträume zu
überdauern.
Für einen Bauherren gibt es daher nur einen Ratschlag: Man mache einen
großen Bogen und halte Abstand von solchen vermeintlich preiswerten
Angeboten.

> Lässt sich eine so gebaute Anlage zu einem späteren Zeitpunkt auf eine
> etwas komfortablere Lösung umbauen oder werden hier unwiderruflich
> Weichen gestellt?

Es gibt natürlich die Möglichkeit, mit Leerrohren eine spätere
kabelgebundene Einzelraumregelung vorzubereiten. Honeywell / Centra hat
afaik auch eine Funklösung im Programm, bei der die Raumregler
batteriebetrieben und per Funk an die Zentrale angebunden sind. Da
benötigt man dann nur beim FBH-Verteiler einen 230V~ Netzanschluss.

--
____________
/schüüüüüüüß Martin Kienaß, Hamburg

Früher war mehr Lametta!

Thomas Einzel

unread,
Feb 27, 2012, 3:03:38 AM2/27/12
to
Martin Kienass schrieb am 27.02.2012 08:13:
...
> Es gibt natürlich die Möglichkeit, mit Leerrohren eine spätere
> kabelgebundene Einzelraumregelung vorzubereiten. Honeywell / Centra hat
> afaik auch eine Funklösung im Programm, bei der die Raumregler
> batteriebetrieben und per Funk an die Zentrale angebunden sind. Da
> benötigt man dann nur beim FBH-Verteiler einen 230V~ Netzanschluss.

Von jedem Raum ein gesondertes 5-adriges NYM-J (von der UP Dose wo das
Wandthermostat hin kommen würde) zum zentralen HK Verteiler und in
diesem 230V Anschluß sehe ich als das absolute Minimum an. Ich
persönlich würde diese Leitungen aber noch durch eine (Elektro)
Unterverteilung führen (nicht nur würde, ich habe das bei Renovierungen
soweit möglich schon so gemacht)

Mittlerweile würde ich bei den thermischen Stellantrieben (und den dafür
geeigneten Wandthermostaten) btw. zu stromlos offen tendieren.

--
Thomas

Marc Haber

unread,
Feb 27, 2012, 7:11:06 AM2/27/12
to
Maik Koenig <usene...@maikkoenig.de> wrote:
>Am 26.02.2012 22:07, schrieb Marc Haber:
>> Wie verträgt sich das mit der Aussage, dass die Heizungsanlage einen
>> gewissen Mindestdurchfluß braucht, da sie sonst Schaden nimmt?
>
>Ich kenne keine Anlage, auf die obige Aussage zutreffen würde. Was nicht
>heisst, es gäbe sie nicht.

Es ist jedenfalls nicht üblich, richtig?

>> Da ist ein elektrischer Handtuchheizkörper am 230-V-Netz vorgesehen.
>> Nicht schön, aber mit den zu erwartenden Vorlauftemperaturen macht ein
>> normaler Heizkörper keinen Spaß.
>
>Elektrische Heizung ist in D in 99% der Fälle Unfug. Wenn die Heizung
>komplett über Wärmepumpe "beheizt" werden soll, kann man trotzdem einen
>"normalen" Heizkörper einbauen.

Bei 28 Grad maximaler Vorlauftemperatur?

>Setzt man in selbigen eine elektrische
>Heizpatrone ein, falls es tatsächlich nicht genügen sollte, kann man
>wenigstens seine Handtücher mal ohne Strom kostengünstig "schnell"
>trocknen.

Man kann in einen normalen wasserbetriebenen Heizkörper eine
elektrische Heizpatrone einsetzen?

Marc Haber

unread,
Feb 27, 2012, 7:11:46 AM2/27/12
to
Wichtiger Input, prima, danke.

Marc Haber

unread,
Feb 27, 2012, 7:14:55 AM2/27/12
to
Martin Kienass <mar...@makienet.de> wrote:
>Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> schrieb:
>> Auf diese Sparsamkeit angesprochen, erhielt ich die Antwort, dass
>> moderne Heizungsanlagen alle so arbeiten würden ("Bullshit, das habe
>> ich bei anderen Bauträgern auch schon anders gesehen"),
>
>In den 1970er bis 90er Jahre wurden FBHs so gebaut.

Ich durfte meine Jugend in einem 1978 gebauten Haus mit
Fußbodenheizung und Wärmepumpe (Vorlauf damals 55 Grad, waren andere
Zeiten) verbringen. Dort gab es in den FBH-Verteilern bedienbare
Ventile, und meine Mutter hat das auch fleißig getan.

>> und dass die
>> Anlage eine gewissen Mindestdurchfluß benötigen würde, da sie sonst
>> kaputt (!) ginge,
>
>Das ist durchaus möglich, wäre dann aber ein Konstruktionsfehler, den
>der Ersteller der Anlage zu verantworten hätte.
>Mir ist kein Wärmepumpenhersteller bekannt, der nicht dringend den
>Betrieb über einen Pufferspeicher empfiehlt, u.a. um lange Laufzeiten
>der WP zu erreichen bzw. Taktbetrieb zu vermeiden und um ggf.
>Sperrzeiten des WP-Stroms zu überbrücken. Schon mit diesem
>Pufferspeicher wäre das Argument des Mindestdurchflusses hinfällig.

Also Frage nach Pufferspeicher für die Heizungsanlage.

>> und man somit ausschließen möchte, dass alle Ventile
>> zugedreht werden. Man könne maximal ein oder zwei Räume abschalten.
>>
>> Aus welcher Motivation außer "billig um jeden Preis" baut man sowas?
>
>Man baut es tunlichst nicht. Jedenfalls nicht, wenn man vorhat, mit
>seiner Firma mehrere Baustellen und deren Gewährleistungszeiträume zu
>überdauern.
>Für einen Bauherren gibt es daher nur einen Ratschlag: Man mache einen
>großen Bogen und halte Abstand von solchen vermeintlich preiswerten
>Angeboten.

Danke für den klaren Hinweis.

>> Lässt sich eine so gebaute Anlage zu einem späteren Zeitpunkt auf eine
>> etwas komfortablere Lösung umbauen oder werden hier unwiderruflich
>> Weichen gestellt?
>
>Es gibt natürlich die Möglichkeit, mit Leerrohren eine spätere
>kabelgebundene Einzelraumregelung vorzubereiten.

Das ist sowieso im Projektumfang enthalten.

Thomas Prufer

unread,
Feb 27, 2012, 7:25:13 AM2/27/12
to
On Mon, 27 Feb 2012 13:11:06 +0100, Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us>
wrote:

>Maik Koenig <usene...@maikkoenig.de> wrote:
>>Setzt man in selbigen eine elektrische
>>Heizpatrone ein, falls es tatsächlich nicht genügen sollte, kann man
>>wenigstens seine Handtücher mal ohne Strom kostengünstig "schnell"
>>trocknen.
>
>Man kann in einen normalen wasserbetriebenen Heizkörper eine
>elektrische Heizpatrone einsetzen?

Ja, ist sogar Baumarktware, ersetzt einen Blindstopfen am Handtuchheizkörper.

Ist wohl dazu gedacht, einen (Handtuch-)Heizkörper zu temperieren, wenn die
Heizung aus ist. Einer der ersten Treffer hat die in 300, 600 und 1200 Watt,
entweder mit Stecker, Stecker und Thermostat, Stecker und "Thermo-Timer", 30-100
Euro, grob.


Thomas Prufer

Conny Försterling

unread,
Feb 27, 2012, 7:48:29 AM2/27/12
to
Am 26.02.12 13:23, schrieb Matthias Hanft:
Es kommt durchaus öfter vor, dass nach dem Stress der Arbeit, wenn dann
langsam wieder an andere Sachen gedacht werden kann, auf der Fahrt nach
Hause der Entschluss nach einem Vollbad entsteht. Da passen deine
angedachten drei Stunden jedenfalls nicht. :-)

--
"Trotz größerer Planung ist das kein Grund zur Veranlassung."
Admiral Benson (Hot Shots)
Message has been deleted

Thomas Einzel

unread,
Feb 27, 2012, 8:39:01 AM2/27/12
to
Thomas Prufer schrieb am 27.02.2012 13:25:
> On Mon, 27 Feb 2012 13:11:06 +0100, Marc Haber<mh+usene...@zugschl.us>
> wrote:
>
>> Maik Koenig<usene...@maikkoenig.de> wrote:
>>> Setzt man in selbigen eine elektrische
>>> Heizpatrone ein, falls es tatsächlich nicht genügen sollte, kann man
>>> wenigstens seine Handtücher mal ohne Strom kostengünstig "schnell"
>>> trocknen.
>>
>> Man kann in einen normalen wasserbetriebenen Heizkörper eine
>> elektrische Heizpatrone einsetzen?
>
> Ja, ist sogar Baumarktware, ersetzt einen Blindstopfen am Handtuchheizkörper.

Aber Vorsicht, der Handtuchtrockner kann für die
Niedertemp-Warmwasservariante gar nicht groß genug sein, *richtig* groß.
Baumärkte haben die oft nur recht klein.

Zum Vergleich
http://www.zehnder-systems.de/heizkoerper/F%C3%BCr-das-Bad,universal,498,product133700.html

Da sind auch die Angaben zu den passenden Heizpatronen mit dabei.

--
Thomas

Helmut Hullen

unread,
Feb 27, 2012, 8:45:00 AM2/27/12
to
Hallo, Conny,

Du meintest am 27.02.12:

>>> Übrigens, eine Warnung am Rande: Bäder nur mit FBH taugen nichts.
>>> Da sollte immer auch ein Heizkörper vorhanden sein.

>> Einspruch - wir kommen da gut damit zurecht. Und wenn mans wirklich
>> mal extra-warm drin haben will, kann man ja (drei Stunden vorher)
>> den Regler von "Standby" auf "Komfort" umschalten. Sooo überraschend
>> kommt z.B. ein Vollbad i.d.R. ja nicht :-)


> Es kommt durchaus öfter vor, dass nach dem Stress der Arbeit, wenn
> dann langsam wieder an andere Sachen gedacht werden kann, auf der
> Fahrt nach Hause der Entschluss nach einem Vollbad entsteht. Da
> passen deine angedachten drei Stunden jedenfalls nicht. :-)

Dann musst Du Dir einen Beruf suchen, der kompatibel ist zu einer
Fussbodenheizung.

Viele Gruesse!
Helmut

Conny Försterling

unread,
Feb 27, 2012, 8:55:21 AM2/27/12
to
Am 27.02.12 14:45, schrieb Helmut Hullen:
Ich werde es im nächsten Bewerbungsgespräch auf jeden Fall ansprechen. ;-)

--
"Die Vergangenheit prägt uns, die Gegenwart verwirrt uns und die
Zukunft ängstigt uns." Der Centauri Imperator (Babylon5)

Marc Haber

unread,
Feb 27, 2012, 9:23:19 AM2/27/12
to
Thomas Prufer <prufer...@mnet-online.de.invalid> wrote:
>On Mon, 27 Feb 2012 13:11:06 +0100, Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us>
>wrote:
>>Maik Koenig <usene...@maikkoenig.de> wrote:
>>>Setzt man in selbigen eine elektrische
>>>Heizpatrone ein, falls es tatsächlich nicht genügen sollte, kann man
>>>wenigstens seine Handtücher mal ohne Strom kostengünstig "schnell"
>>>trocknen.
>>
>>Man kann in einen normalen wasserbetriebenen Heizkörper eine
>>elektrische Heizpatrone einsetzen?
>
>Ja, ist sogar Baumarktware, ersetzt einen Blindstopfen am Handtuchheizkörper.

Cool, danke. Wieder was gelernt, und _das_ ist sogar On-Topic.

Matthias Hanft

unread,
Feb 27, 2012, 4:04:53 PM2/27/12
to
Conny Försterling schrieb:
>
> Es kommt durchaus öfter vor, dass nach dem Stress der Arbeit, wenn dann langsam wieder an andere
> Sachen gedacht werden kann, auf der Fahrt nach Hause der Entschluss nach einem Vollbad entsteht. Da
> passen deine angedachten drei Stunden jedenfalls nicht. :-)

Wenn man es schon *in* der Arbeit weiß, kann man es in meiner
Konfiguration übers Web oder übers Handy umstellen :-)

Gruß Matthias.

Maik Koenig

unread,
Feb 27, 2012, 4:54:55 PM2/27/12
to
Am 27.02.2012 13:11, schrieb Marc Haber:
> Maik Koenig <usene...@maikkoenig.de> wrote:
>>Am 26.02.2012 22:07, schrieb Marc Haber:
>>> Wie verträgt sich das mit der Aussage, dass die Heizungsanlage einen
>>> gewissen Mindestdurchfluß braucht, da sie sonst Schaden nimmt?
>>
>>Ich kenne keine Anlage, auf die obige Aussage zutreffen würde. Was nicht
>>heisst, es gäbe sie nicht.
>
> Es ist jedenfalls nicht üblich, richtig?

Korrekt.

>>> Da ist ein elektrischer Handtuchheizkörper am 230-V-Netz vorgesehen.
>>> Nicht schön, aber mit den zu erwartenden Vorlauftemperaturen macht ein
>>> normaler Heizkörper keinen Spaß.
>>
>>Elektrische Heizung ist in D in 99% der Fälle Unfug. Wenn die Heizung
>>komplett über Wärmepumpe "beheizt" werden soll, kann man trotzdem einen
>>"normalen" Heizkörper einbauen.
>
> Bei 28 Grad maximaler Vorlauftemperatur?

Sicher. Er hat dann natürlich nicht die Leistung wie bei 55°C
Vorlauftemperatur aber heizen würde er trotzdem.

>>Setzt man in selbigen eine elektrische
>>Heizpatrone ein, falls es tatsächlich nicht genügen sollte, kann man
>>wenigstens seine Handtücher mal ohne Strom kostengünstig "schnell"
>>trocknen.
>
> Man kann in einen normalen wasserbetriebenen Heizkörper eine
> elektrische Heizpatrone einsetzen?

Jepps, kann man. Natürlich muss man dann aufpassen, dass die Patrone nur
dann an ist, wenn man die zusätzliche Wärme auch braucht. Sonst würde
die Patrone ungefragt den Raum alleine heizen und die FBH sowie das
Thermostatventil des Heizkörpers würden runter regeln.

Maik Koenig

unread,
Feb 27, 2012, 4:57:14 PM2/27/12
to
Am 27.02.2012 14:04, schrieb Ludger Averborg:
> On Sun, 26 Feb 2012 22:38:23 +0100, Maik Koenig
> <usene...@maikkoenig.de> wrote:
>
>>Elektrische Heizung ist in D in 99% der Fälle Unfug.
>
> Für die Zukunft (Maximal 2 t fossiles CO2 pro Mensch und Jahr) sehe
> ich das nicht mehr so. Diese CO2-Menge werden wir für Chemische
> Prozesse benötigen: Metallverhüttung, Zementherstellung, Ölprodukte
> (die letztlich verbrannt werden), und sollte noch was übrig bleiben,
> ist das sicher als Treibstoff für KFZ etc besser eingesetzt als für
> Heizungszwecke.
> Strom aus Sonnenenergie (=Windenergie, Wasserenergie) kann man
> beliebig viel herstellen, und grade entsprechend konstruierte
> Heizungen sind für eine temporäre Speicherung von Energie
> prädestiniert, der Kachelofen hat uns dass schon vor Jahrhunderten
> vorgemacht.

Was JETZT gilt zählt. Und selbserzeugter Strom verliert gerade an Wert
weil die staatliche Förderung nach und nach abfällt.

Man kann natürlich auch nach Frankreich ziehen, da ist Strom als Heizung
vollkommen normal.
Message has been deleted

Martin Kienass

unread,
Feb 28, 2012, 2:34:49 AM2/28/12
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> schrieb:
> Martin Kienass <mar...@makienet.de> wrote:
>>Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> schrieb:
>>> Auf diese Sparsamkeit angesprochen, erhielt ich die Antwort, dass
>>> moderne Heizungsanlagen alle so arbeiten würden ("Bullshit, das habe
>>> ich bei anderen Bauträgern auch schon anders gesehen"),
>>
>>In den 1970er bis 90er Jahre wurden FBHs so gebaut.
>
> Ich durfte meine Jugend in einem 1978 gebauten Haus mit
> Fußbodenheizung und Wärmepumpe (Vorlauf damals 55 Grad, waren andere
> Zeiten) verbringen. Dort gab es in den FBH-Verteilern bedienbare
> Ventile, und meine Mutter hat das auch fleißig getan.

Naja, solche Ventile sind an FBH-Verteilern immer vorhanden. Das war
früher so und ist heute nicht anders, sonst könnte man ja nirgendwo die
Stellantriebe für die Einzelraumregelung montieren.
Ob das Bedienen dieser Handregulierventile durch Deine Mutter sinnvoll
war oder so vorgesehen war, kann man wohl nicht mehr abschliessend
beurteilen. Mit einer Einzelraumregelung im heutigen sinne (und im
Sinne der EnEV) hatte diese Bedienung jedenfalls nichts zu tun.

[...]
> Also Frage nach Pufferspeicher für die Heizungsanlage.

Ja. Wobei es auch WP-Modelle gibt, die diesen bereits im Gehäuse
integrieren, ggf. gleich kombiniert mit Speicher für
Warmwasserbereitung und Anschluss für solare Nachheizung.
Ich halte diese "hochintegrierten" Gerätschaften für wenig sinnvoll,
aber wenn jemand besonders preiswert eine WP-Heizung errichten will,
die technischen und rechtlichen Minimalanforderungen genügt, dann wird
er wohl auf soetwas zurückgreifen müssen.

Matthias Hanft

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Feb 28, 2012, 3:31:58 AM2/28/12
to
Ludger Averborg schrieb:
>>
> ... und wenn du den durchlaufenden Server ins Bad stellst, ist es dort
> sowieso schon warm genug.

Der Server, der *das* steuert, hat weder Lüfter noch Festplatte :-)
http://www.gira.de/produkte/homeserver.html

Gruß Matthias.

Georg Wieser

unread,
Feb 28, 2012, 4:25:51 AM2/28/12
to
Am 26.02.2012 16:54, schrieb Maik Koenig:
> Aber davon ab: Ich bevorzuge auch beim Duschen eine
> deutlich höhere Raumtemperatur.

äähm bitte entschuldige die Frage, merkst Du -in- (während) der Dusche
den Temperaturunterschied im Bad? Vielleicht solltest Du den
Duschvorhang durch eine vernünftige Duschkabine ersetzen. Das ist
Komfortgewinn in unglaublichen Dimensionen.

Dann hast Du nach dem Duschen sogar noch die Möglichkeit Dich mit der
"Muschimethode" abzutrocknen, sprich das Handtusch IN der geschlossenen
Duschkabine zu verwenden. "Damit keine kalte Luft reinkommt".
Ich persönlich brauche nach einer heissen Dusche eigentlich nicht auch
noch ein "überheiztes" Bad. Bei Frauen und Warmabtrocknern mag das
anders sein ;-)

mfg

Schorsch

Heinz Schmitz

unread,
Feb 28, 2012, 4:47:59 AM2/28/12
to
Georg Wieser wrote:

>Vielleicht solltest Du den
>Duschvorhang durch eine vernünftige Duschkabine ersetzen. Das ist
>Komfortgewinn in unglaublichen Dimensionen.

Wenn ich die Duschkabine so oft ersetzen müßte wie den Duschvorhang
(Verkalkung etc), dann wäre ich bald pleite.

Grüße,
H.



Maik Koenig

unread,
Feb 28, 2012, 6:24:01 AM2/28/12
to
Am 28.02.2012 10:25, schrieb Georg Wieser:
> Am 26.02.2012 16:54, schrieb Maik Koenig:
> > Aber davon ab: Ich bevorzuge auch beim Duschen eine
>> deutlich höhere Raumtemperatur.
>
> äähm bitte entschuldige die Frage, merkst Du -in- (während) der Dusche
> den Temperaturunterschied im Bad?

Komfort ist für mich eben, nass aus der Dusche zu kommen und nicht zu
frieren. Genau dafür ist die Heizung in meinem Badezimmer zum Glück auch
ausgelegt.

Volker Hahn

unread,
Feb 29, 2012, 6:04:27 AM2/29/12
to
In article <jiih11...@mid.maikkoenig.de>, Maik Koenig wrote:
> Komfort ist für mich eben, nass aus der Dusche zu kommen und nicht zu
> frieren. Genau dafür ist die Heizung in meinem Badezimmer zum Glück auch
> ausgelegt.

100% ack. Die Menschheit hat vor langer langer Zeit beheizbare Höhlen
erfunden, um nicht zu frieren. Ich kann nicht erkennen, weshalb ich diesen
Komfort ohne Not wieder aufgeben sollte.

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