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Holzschutz aussen - mehr oder weniger "bio"

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Robert Waldner

unread,
May 18, 2013, 5:25:33 PM5/18/13
to
Aloha,

ich bastle grad an einer ueberdachten Gartenlaube. Und da sollte man das
Holz wohl nicht komplett unbehandelt dem Wetter aussetzen.

Meine (ok, etwas esoterisch angehauchte) Mutter schwoert da auf schlichtes
Leinoel - zumindest fuer alles, was keinen direkten Feuchte- (Erd-)
Kontakt hat. Allerdings ist sie auch erst eine Handvoll Jahre in der
Situation, sich mit sowas herumschlagen zu muessen, dh. Langzeiterfahrung
fehlt.

Dem prinzipiellen Gedanken, da nicht gleich mit allen moeglichen bioziden/
fungiziden Mitteln anzuruecken, kann ich auch durchaus was abgewinnen - bei
Bedarf kann man ja immer noch nachbehandeln (zumindest wenn man's nicht erst
merkt, wenn die Huette schon zusammenbricht) - denke ich zumindest. Reines
Grau-werden wird mich nicht sonderlich stoeren (und wenn doch, kann ich
immer noch streichen).

(Dachpappe, Ueberstaende, Abtropfkanten wird's natuerlich geben,
direkten Erdkontakt wird das Holz auch nicht haben.)

Praktiziert das jemand schon ein Jahrzehnt oder mehr und wuerde so
freundlich sein, mir ggfls. von den Erfahrungen zu berichten?
Oder bin ich auf dem Holzweg und 724-in-1 Xyladecor (etc.) ist das einzig
selig-machende, weil sonst schon morgen abend Holzwurm und Pilze um die
Vorherrschaft kaempfen?

cheers,
&rw
--
-- "Damn and blast British Telecom!" shouted Dirk,
-- the words coming easily from years of practice.
-- Douglas Adams

S.Jedath

unread,
May 19, 2013, 2:16:49 AM5/19/13
to
Am 18.05.2013 23:25, schrieb Robert Waldner:
> Aloha,
>

>
> Meine (ok, etwas esoterisch angehauchte) Mutter schwoert da auf schlichtes
> Leinoel - zumindest fuer alles, was keinen direkten Feuchte- (Erd-)
> Kontakt hat. Allerdings ist sie auch erst eine Handvoll Jahre in der
> Situation, sich mit sowas herumschlagen zu muessen, dh. Langzeiterfahrung
> fehlt.

Hi,

>
> Dem prinzipiellen Gedanken, da nicht gleich mit allen moeglichen bioziden/
> fungiziden Mitteln anzuruecken, kann ich auch durchaus was abgewinnen - bei
> Bedarf kann man ja immer noch nachbehandeln (zumindest wenn man's nicht erst
> merkt, wenn die Huette schon zusammenbricht) - denke ich zumindest. Reines
> Grau-werden wird mich nicht sonderlich stoeren (und wenn doch, kann ich
> immer noch streichen).

Falscher Gedanke.
Erstmal ist das sehr viel mehr Arbeit, warum man das 2. immer wieder vor
sich her schiebt.
>
> (Dachpappe, Ueberstaende, Abtropfkanten wird's natuerlich geben,
> direkten Erdkontakt wird das Holz auch nicht haben.)
>
> Praktiziert das jemand schon ein Jahrzehnt oder mehr und wuerde so
> freundlich sein, mir ggfls. von den Erfahrungen zu berichten?
> Oder bin ich auf dem Holzweg und 724-in-1 Xyladecor (etc.) ist das einzig
> selig-machende, weil sonst schon morgen abend Holzwurm und Pilze um die
> Vorherrschaft kaempfen?
>

Wenn Leinᅵl, am besten ein fertiges Produkt kaufen. Immer mehrmals
streichen. (3-4x) Nur getᅵnte Lasur bietet einen gewissen UV-Schutz.
Wenn das Nadelhoz ist, ist der Blᅵue-Schutz bei Leinᅵl gar nicht
gegeben, also musste du eine Blᅵueimprᅵgnierung streichen.

Wie war das, mit Xyladecor? Kommt gar nicht in Frage? ;-)

Nicht zu vergessen: der Feuchtegehalt des Holz.
Aber egal, du musst ja keine Garantie geben. ;-)

Siggi

--
Der Maler - Garant fᅵr Schutz und Schᅵnheit

Ralph Aichinger

unread,
May 19, 2013, 4:02:56 AM5/19/13
to
Robert Waldner <waldner+++s...@waldner.priv.at> wrote:
> ich bastle grad an einer ueberdachten Gartenlaube. Und da sollte man das
> Holz wohl nicht komplett unbehandelt dem Wetter aussetzen.
>
> Meine (ok, etwas esoterisch angehauchte) Mutter schwoert da auf schlichtes
> Leinoel - zumindest fuer alles, was keinen direkten Feuchte- (Erd-)
> Kontakt hat. Allerdings ist sie auch erst eine Handvoll Jahre in der
> Situation, sich mit sowas herumschlagen zu muessen, dh. Langzeiterfahrung
> fehlt.

Es scheint langsam wieder die Meinung aufzukommen, daß die
dauerhafteren Hölzer wie Lärche auch ohne jede Beandlung wetterfest
sind, solange drauf geachtet wird, daß kein Wasser stehenbleibt
("konstruktiver Holzschutz").

Das Holz wird halt grau.

Bist du in Wien/Niederösterreich? Dann solltest du dir das da
ansehen:

http://www.kittenberger.at/schaugaerten/

Auch Gartenlauben und solche Sachen kann man da in vielen Beispielen
sehen.

> Praktiziert das jemand schon ein Jahrzehnt oder mehr und wuerde so
> freundlich sein, mir ggfls. von den Erfahrungen zu berichten?

Leider nicht. Wir haben eine Badehütte, die wurde 1938 das erste
mal aufgestellt, und mit Carbolineum[1] angestrichen. Hat bis 1985
gehalten, die nächste wurde damals mit Xyladecor oder sowas
angestrichen. Wobei ich mir nicht vorstellen kann, daß das bei
den massiven Lärchenpiloten einen großen Unterschied ausmacht,
der Holzschutz bleibt nur oberflächlich und die Piloten sind
immer im Wasser.

Ich glaube, wenn ich das noch erlebe, wird die nächste Hütte
gar nicht mehr oder nur an strategisch wichtigen Stellen
angestrichen.

Ich denke, gerade bei einer Gartenlaube macht es auch keinen
soo dramatischen Unterschied ob sie nur 30 statt 60 Jahre hält.

Kennst du den "Höhenrausch" in Linz? Da ist auch ganz offensichtlich
nichts gestrichen worden, und neulich haben sie Teile von Höhenrausch I
(2009) demontiert. Die waren grau, aber an den durchgeschnittenen
Stellen hat man keinerlei Schädlingsbefall, Fäule etc. gesehen. Und
so exponiert ist ja normalerweise nix:

http://www.flickr.com/photos/30443610@N06/5841225823/
http://www.flickr.com/photos/austrianpsycho/5998741698/

Und außerdem waren die ersten Teile eventuell wirklich als nur
temporäre Aufbauten gedacht, die dann trotzdem 4 Jahre mühelos
durchgehalten haben.

Ich weiß nicht, ob man bei den Höhenrausch-Konstrukteuren
direkt nachfragen kann, aber IMHO eines der interessantesten
Experimente in dem Bereich. Immerhin wird das ja sicher vor
jeder Neuauflage gründlichst kontrolliert, niemand will daß da
wer mitsamt der Holzlatten runterkracht. Ist übrigens heuer wieder
eine Neuauflage angesetzt, da kann man sich sicher auch Inspriationen
holen:

http://www.ooekulturquartier.at/content/pages/2013/hoehenrausch-3/hoehenrausch-3.html

Der neue Turm schaut schon sehr beeindruckend aus, schaut auch aus nach
ungestrichenen Fichtenlatten.

http://www.flickr.com/photos/derbrownz/8737095647/

/ralph

[1] Eisenbahnerfamilie. Ich möchte nicht dran denken, was das
für übles Zeug in dem Kanister war, der da rumgestanden ist.
Immerhin war das damals (70er) schon jedem bewußt, daß das Zeug
hochgiftig ist.

MaWin

unread,
May 19, 2013, 8:46:56 AM5/19/13
to
"Robert Waldner" <waldner+++s...@waldner.priv.at> schrieb im
Newsbeitrag news:kn8rkb$6l6$1...@tahina.priv.at...
>
> Meine (ok, etwas esoterisch angehauchte) Mutter schwoert da auf schlichtes
> Leinoel - zumindest fuer alles, was keinen direkten Feuchte- (Erd-)
> Kontakt hat.

Sehr vern�nftig, das hat sich seit hunderten von Jahren bew�hrt.
Lein�l selbst ist nicht biozid, Lein�loberfl�chen k�nnen also schimmeln.
Lein�l stoppt auch kein UV, sch�tzt also Holz nicht vor vergrauen.
Das passiert nur wenn man Rost (Braunton) als Pigment beimischt.
Daher die dunkelbraunen Xyladecors, die durchaus anwendbar sind.
Bondex taugt eher nicht.
Ein Holzschutzmittel sollte "Lapenn k�nnen sich entz�nden" draufstehen
haben, das ist ein Zeichen f�r aush�rtende �le.

Die Frage ist eher, welches Holz.
Fichte/Tanne papierd�nn aus dem Baumarkt h�lt nicht mal ein par Jahre.
Es nutzt auch nichts, thermobehandeltes oder kesseldruckimpr�gniertes
zu kaufen.
L�rche in ausreichender Dicke (21-40mm) schon mal 20 Jahre ganz ohne Farbe.
Und Bongossi dein Leben lang.

Konstruktiver Holzschutz vorausgesetzt.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net

S.Jedath

unread,
May 19, 2013, 8:57:58 AM5/19/13
to
Am 19.05.2013 14:46, schrieb MaWin:
> "Robert Waldner" <waldner+++s...@waldner.priv.at> schrieb im
> Newsbeitrag news:kn8rkb$6l6$1...@tahina.priv.at...
>>
>> Meine (ok, etwas esoterisch angehauchte) Mutter schwoert da auf
>> schlichtes
>> Leinoel - zumindest fuer alles, was keinen direkten Feuchte- (Erd-)
>> Kontakt hat.
>
> Sehr vern�nftig, das hat sich seit hunderten von Jahren bew�hrt.
> Lein�l selbst ist nicht biozid, Lein�loberfl�chen k�nnen also schimmeln.
> Lein�l stoppt auch kein UV, sch�tzt also Holz nicht vor vergrauen.
> Das passiert nur wenn man Rost (Braunton) als Pigment beimischt.
> Daher die dunkelbraunen Xyladecors, die durchaus anwendbar sind.

????
Gibts in Rot und Gelb und ....
Verstehe die Antwort nicht.

> Bondex taugt eher nicht.

Nu, ja ....

> Ein Holzschutzmittel sollte "Lapenn k�nnen sich entz�nden" draufstehen
> haben, das ist ein Zeichen f�r aush�rtende �le.

Also, ehrlich ... :-)
>
> Die Frage ist eher, welches Holz.
> Fichte/Tanne papierd�nn aus dem Baumarkt h�lt nicht mal ein par Jahre.
> Es nutzt auch nichts, thermobehandeltes oder kesseldruckimpr�gniertes
> zu kaufen.
> L�rche in ausreichender Dicke (21-40mm) schon mal 20 Jahre ganz ohne Farbe.
> Und Bongossi dein Leben lang.
>
> Konstruktiver Holzschutz vorausgesetzt.


--
Der Maler - Garant f�r Schutz und Sch�nheit

Robert Waldner

unread,
May 19, 2013, 10:22:03 AM5/19/13
to
Ralph Aichinger <ra...@pangea.at> wrote:
> Robert Waldner <waldner+++s...@waldner.priv.at> wrote:
>> ich bastle grad an einer ueberdachten Gartenlaube. Und da sollte man das
>> Holz wohl nicht komplett unbehandelt dem Wetter aussetzen.
>>
>> Meine (ok, etwas esoterisch angehauchte) Mutter schwoert da auf schlichtes
>> Leinoel - zumindest fuer alles, was keinen direkten Feuchte- (Erd-)
>> Kontakt hat. Allerdings ist sie auch erst eine Handvoll Jahre in der
>> Situation, sich mit sowas herumschlagen zu muessen, dh. Langzeiterfahrung
>> fehlt.

> Es scheint langsam wieder die Meinung aufzukommen, daᅵ die
> dauerhafteren Hᅵlzer wie Lᅵrche auch ohne jede Beandlung wetterfest
> sind, solange drauf geachtet wird, daᅵ kein Wasser stehenbleibt
> ("konstruktiver Holzschutz").
>
> Das Holz wird halt grau.
>
> Bist du in Wien/Niederᅵsterreich? Dann solltest du dir das da
> ansehen:
>
> http://www.kittenberger.at/schaugaerten/
>
> Auch Gartenlauben und solche Sachen kann man da in vielen Beispielen
> sehen.

Ja, das ist nicht arg weit weg; ich werd mal die Holde fragen, was sie von
einem Ausflug haelt ;) - danke!

>> Praktiziert das jemand schon ein Jahrzehnt oder mehr und wuerde so
>> freundlich sein, mir ggfls. von den Erfahrungen zu berichten?

> Ich denke, gerade bei einer Gartenlaube macht es auch keinen
> soo dramatischen Unterschied ob sie nur 30 statt 60 Jahre hᅵlt.

Momentan waer ich ueber 30 Jahre Haltbarkeit schon sehr erfreut - wie ich
da in 20-30 Jahren drueber denke, weiss ich natuerlich noch nicht.

> Kennst du den "Hᅵhenrausch" in Linz?

Nein, ich hab zwar mal beruflich zu viel Zeit in Linz verbracht, aber das
war ca. 2005-2007.

> Da ist auch ganz offensichtlich
> nichts gestrichen worden, und neulich haben sie Teile von Hᅵhenrausch I
> (2009) demontiert. Die waren grau, aber an den durchgeschnittenen
> Stellen hat man keinerlei Schᅵdlingsbefall, Fᅵule etc. gesehen. Und
> so exponiert ist ja normalerweise nix:

Ok, aber das ist naturgemaess perfekt belueftet und 4 Jahre sind noch nix.
Auf dem ehem. Bauernhof, den meine Mutter gekauft hat, sind die Seiten der
Scheune aus Nadelholzlatten, und jetzt schon komplett sproede und verzogen
(und natuerlich grau) - aber keiner weiss, ob und womit die anno dazumals
(verm. vor 1900) behandelt wurden und ob und was seither gemacht wurde.
Jedenfalls nicht mit Farbe gestrichen, das ist sicher.

cheers,
&rw
--
-- I am not a number, I am a free man! - Iron Maiden
-- I am not a sysadmin, I am a human being! - Skud

MaWin

unread,
May 19, 2013, 10:37:25 AM5/19/13
to

Robert Waldner

unread,
May 19, 2013, 10:43:07 AM5/19/13
to
MaWin <m...@private.net> wrote:
> "Robert Waldner" <waldner+++s...@waldner.priv.at> schrieb im
> Newsbeitrag news:kn8rkb$6l6$1...@tahina.priv.at...
>>
>> Meine (ok, etwas esoterisch angehauchte) Mutter schwoert da auf schlichtes
>> Leinoel - zumindest fuer alles, was keinen direkten Feuchte- (Erd-)
>> Kontakt hat.

> Sehr vernᅵnftig, das hat sich seit hunderten von Jahren bewᅵhrt.
> Leinᅵl selbst ist nicht biozid, Leinᅵloberflᅵchen kᅵnnen also schimmeln.

Klar.

> Leinᅵl stoppt auch kein UV, schᅵtzt also Holz nicht vor vergrauen.

Auch klar.

> Das passiert nur wenn man Rost (Braunton) als Pigment beimischt.
> Daher die dunkelbraunen Xyladecors, die durchaus anwendbar sind.
> Bondex taugt eher nicht.
> Ein Holzschutzmittel sollte "Lapenn kᅵnnen sich entzᅵnden" draufstehen
> haben, das ist ein Zeichen fᅵr aushᅵrtende ᅵle.
>
> Die Frage ist eher, welches Holz.

(Sibirische) Laerche wird's werden, das ist das guenstigste nach Fichte.
Unterkonstruktion, Steher und die Dinger, auf denen dann die Dachlatten
liegen, werden alles 10x10cm Staffeln, Boden 32mm Bretter, nur die
Dachlatten werden 25mm Billig-Fichte (da kommt eh Dachpappe drueber).

> Fichte/Tanne papierdᅵnn aus dem Baumarkt hᅵlt nicht mal ein par Jahre.
> Es nutzt auch nichts, thermobehandeltes oder kesseldruckimprᅵgniertes
> zu kaufen.
> Lᅵrche in ausreichender Dicke (21-40mm) schon mal 20 Jahre ganz ohne Farbe.

Das klingt schon mal gut.

> Und Bongossi dein Leben lang.

Aua. Teuer ;)

> Konstruktiver Holzschutz vorausgesetzt.

Wird vorhanden sein (Ueberstaende, Abtropfkanten, kein Erdkontakt, Dachpappe).
Klar, wenn der Regen bei Sturm waagrecht kommt, wird's auch mal nass werden
- aber ich werde auch den Boden mit ausreichend Spalten (2-4mm) verlegen,
so dass das Wasser direkt abfliessen kann, und es werden ca. (das Gelaende
ist etwas abschuessig) 15-30cm Luft bis zum Boden sein, damit das auch von
unten etwas belueftet wird.

cheers,
&rw
--
-- "God, root, what is difference?" Pitr, userfriendly
-- "God is more forgiving." Dave Aronson

Jo Warner

unread,
May 19, 2013, 11:22:39 AM5/19/13
to
Am 19.05.2013 16:43, schrieb Robert Waldner:

>>> Meine (ok, etwas esoterisch angehauchte) Mutter schwoert da auf schlichtes
>>> Leinoel - zumindest fuer alles, was keinen direkten Feuchte- (Erd-)
>>> Kontakt hat.

Da gibst du entweder nach und verteilst notfalls paar
"Energiekristalle", oder du machst es unesoterisch ordentlich mit dem
Holzschutz.

>> Und Bongossi dein Leben lang.
>
> Aua. Teuer ;)

Sehr teuer, und normale Werkzeuge fᅵr Holz kannst du vergessen.

Es gibt, nur fᅵr auᅵen gedacht, ein nicht so giftigen Nachfolger vom
guten Bundesbahn-Carbolineum. Zweimal drauf und fᅵr paar Jahre Ruhe.
Deine Mutter will schlieᅵlich die Konstruktion nicht essen. Wie sich das
Zeug mit esoterischen Energiefeldern vertrᅵgt, weiᅵ ich nicht.
Message has been deleted
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J�rgen Exner

unread,
May 19, 2013, 4:54:27 PM5/19/13
to
Ludger Averborg <ludger_...@web.de> wrote:
>On Sun, 19 May 2013 14:46:56 +0200, "MaWin" <m...@private.net> wrote:
>>Die Frage ist eher, welches Holz.
>>Fichte/Tanne papierd�nn aus dem Baumarkt h�lt nicht mal ein par Jahre.
>>Es nutzt auch nichts, thermobehandeltes oder kesseldruckimpr�gniertes
>>zu kaufen.
>
>Das ist Unfug.

Nein, nein, dein geschaetzter Vorredner hat schon Recht. Papierduennes
Holz haelt tatsaechlich nicht einmal dem ersten starken Wind stand. Ich
weiss zwar nicht, in welcher Baumarkt so feines Furnier anbietet, ich
bekomme solche duennen Streifen eigentlich nur beim Hobeln. Aber es wird
nur wenige Tage ueberleben, von Jahren gar nicht erst zu reden.

>Fichte/Tanne, �blicher Rauspund (21 mm) h�lt beliebig lange, wenn er gut
>bel�ftet so gebaut ist, dass nirgends Wasser steht.

Das ist ja auch was ganz anderes. Du redest von 21mm. Natuerlich haelt
das ganz anders als papierduennes Holz.

jue

Robert Waldner

unread,
May 19, 2013, 5:00:58 PM5/19/13
to
Jo Warner <kiw...@yahoo.de> wrote:
> Am 19.05.2013 16:43, schrieb Robert Waldner:
>
>>>> Meine (ok, etwas esoterisch angehauchte) Mutter schwoert da auf schlichtes
>>>> Leinoel - zumindest fuer alles, was keinen direkten Feuchte- (Erd-)
>>>> Kontakt hat.

> Da gibst du entweder nach und verteilst notfalls paar
> "Energiekristalle", oder du machst es unesoterisch ordentlich mit dem
> Holzschutz.

Das wird ein Bauwerkchen fuer mich werden, meine Mutter brachte ich nur
als Beispiel.

>>> Und Bongossi dein Leben lang.

>> Aua. Teuer ;)

> Sehr teuer, und normale Werkzeuge fᅵr Holz kannst du vergessen.

Jo, scheidet preislich einfach aus.

> Es gibt, nur fᅵr auᅵen gedacht, ein nicht so giftigen Nachfolger vom
> guten Bundesbahn-Carbolineum. Zweimal drauf und fᅵr paar Jahre Ruhe.

Seit ich den Wikipedia-Artikel zu Carbolineum gelesen hab, will ich das
_dringend_ nicht in meinem Garten (wo vlt. auch mal Kinder spielen werden).
Die Nachfolge-Produkte auch nicht. Danke.

> Deine Mutter will schlieᅵlich die Konstruktion nicht essen. Wie sich das
> Zeug mit esoterischen Energiefeldern vertrᅵgt, weiᅵ ich nicht.

Das willst Du auch nicht wissen. Trust me. Wobei ein paar (wenige) von
den Tips aus der Gegend durchaus brauchbar sind - zB Lehm/Stroh-Gemisch
als Putz, das bleibt tatsaechlich schimmelfrei und die Wand drunter
trocken (moderne Werkstoffe sind aber billiger und einfacher zu verarbeiten).

cheersm
&rw
--
-- We've got a one-man-precrime devision in Ashcroft.
-- He's working hard to make sure the terrorist attack
-- on the WTC remains a success. - Gary L Burnore

Joerg

unread,
May 19, 2013, 6:00:32 PM5/19/13
to
MaWin wrote:
> "Robert Waldner" <waldner+++s...@waldner.priv.at> schrieb im
> Newsbeitrag news:kn8rkb$6l6$1...@tahina.priv.at...
>>
>> Meine (ok, etwas esoterisch angehauchte) Mutter schwoert da auf
>> schlichtes
>> Leinoel - zumindest fuer alles, was keinen direkten Feuchte- (Erd-)
>> Kontakt hat.
>

Man sollte dafuer sorgen dass kein Holz direkten Erdkontakt hat.

Wenn man es doch tut (warum auch immer ...) und entsprechend behandeltes
Holz nimmt muss man bei Schrauben und anderen Metallen aufpassen. Das
Zeug frisst einiges davon an.


> Sehr vern�nftig, das hat sich seit hunderten von Jahren bew�hrt.
> Lein�l selbst ist nicht biozid, Lein�loberfl�chen k�nnen also schimmeln.
> Lein�l stoppt auch kein UV, sch�tzt also Holz nicht vor vergrauen.
> Das passiert nur wenn man Rost (Braunton) als Pigment beimischt.
> Daher die dunkelbraunen Xyladecors, die durchaus anwendbar sind.
> Bondex taugt eher nicht.
> Ein Holzschutzmittel sollte "Lapenn k�nnen sich entz�nden" draufstehen
> haben, das ist ein Zeichen f�r aush�rtende �le.
>

Und das sollte man ernst nehmen. Bei uns hat mal ein Lappen angefangen
zu qualmen. Seitdem schleppen wir immer einen Metallpott mit Wasser mit
in den sie geworfen werden, plus Wasserschlauch, unter Druck und mit
Spritzduese. Plus Feuerloescher. Kein Witz.


> Die Frage ist eher, welches Holz.
> Fichte/Tanne papierd�nn aus dem Baumarkt h�lt nicht mal ein par Jahre.
> Es nutzt auch nichts, thermobehandeltes oder kesseldruckimpr�gniertes
> zu kaufen.
> L�rche in ausreichender Dicke (21-40mm) schon mal 20 Jahre ganz ohne Farbe.
> Und Bongossi dein Leben lang.
>

Falls es bei Euch Redwood gibt, auch das haelt Jahrzehnte.


> Konstruktiver Holzschutz vorausgesetzt.


Das ist das allerwichtigste. Ich wuerde auch von Farbe jeglicher Art auf
horizontalen Flaechen abraten. Einmal gestrichen -> immer wieder
streichen. Irgendwo entsteht ein Riss, Wasser dringt ein, faengt an zu
gammeln. Ich habe hier in dreiwochiger Knochenarbeit alle Farbe von
einem riesigen Deck geholt, das ist so eine Art Veranda die um das halbe
Haus geht. Seitdem modert nichts mehr und das Holz altert nur wenig.

An den Waenden geht schon Farbe, aber nur sehr gute. Wir haben
inzwischen einige Erfahrung zu den vergleichsweise riesigen
Qualitaetsunterschieden von Aussenfarbe gesammelt, aber da wir im
Ausland wohnen nutzt das in diesem Fall nichts.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

J�rgen Exner

unread,
May 19, 2013, 6:35:04 PM5/19/13
to
Joerg <inv...@invalid.invalid> wrote:
>> Ein Holzschutzmittel sollte "Lapenn k�nnen sich entz�nden" draufstehen
>> haben, das ist ein Zeichen f�r aush�rtende �le.
>
>Und das sollte man ernst nehmen.

ACK

>Bei uns hat mal ein Lappen angefangen
>zu qualmen. Seitdem schleppen wir immer einen Metallpott mit Wasser mit
>in den sie geworfen werden, plus Wasserschlauch, unter Druck und mit
>Spritzduese. Plus Feuerloescher. Kein Witz.

Das nun widerum ist uebertrieben. Metalleimer mit geschlossenem(!)
Deckel reicht voellig. Dies reduziert den verfuegbaren Sauerstoff fuer
die Selbstentzuendung, erstickt ein evtl. entstehendes Feuer im Eimer
sehr schnell, und deshalb wird er Eimer auch nicht heiss genug um
anderes Material in Kontakt mit dem Eimer in Brand zu setzen.

Natuerlich darf man falls es mal qualmt den Eimer nicht aufmachen!

>Falls es bei Euch Redwood gibt, auch das haelt Jahrzehnte.

Redwood = Thuja Plicata, oft als Red Cedar, in D als Rot-Zeder oder
einfach Zeder (anstatt echter Zeder aus der Familie der Kiefern)
angeboten.

>An den Waenden geht schon Farbe, aber nur sehr gute. Wir haben
>inzwischen einige Erfahrung zu den vergleichsweise riesigen
>Qualitaetsunterschieden von Aussenfarbe gesammelt, aber da wir im
>Ausland wohnen nutzt das in diesem Fall nichts.

Anstatt Farbe oelbasierte Lasur, die in die Poren eindringt und nicht
voellig aushaertet. Die bleibt flexibel und platzt/reisst nicht.

jue

MaWin

unread,
May 20, 2013, 11:14:31 AM5/20/13
to
"Ludger Averborg" <ludger_...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:didip81bebdcei6gq...@4ax.com...

> > Fichte/Tanne papierdünn aus dem Baumarkt hält nicht mal ein par Jahre.
>>Es nutzt auch nichts, thermobehandeltes oder kesseldruckimprägniertes
>>zu kaufen.
>
> Das ist Unfug.
>
> Fichte/Tanne, üblicher Rauspund (21 mm) hält beliebig lange, wenn er gut
> belüftet so gebaut ist, dass nirgends Wasser steht.

Du verbreitest Unfug.
Leider ist das kein Forum mit Bildupload, sonst könnte ich
dir ein Bild von einen zwar nur wenige Jahre alten, aber schon
komplett auch innerlich durchgegammelten Baumarktbrett zeigen,
offen montiert, keine Staunässe.

S.Jedath

unread,
May 20, 2013, 12:40:31 PM5/20/13
to
Am 20.05.2013 17:14, schrieb MaWin:
> "Ludger Averborg" <ludger_...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:didip81bebdcei6gq...@4ax.com...
>
>> > Fichte/Tanne papierdünn aus dem Baumarkt hält nicht mal ein par Jahre.
>>> Es nutzt auch nichts, thermobehandeltes oder kesseldruckimprägniertes
>>> zu kaufen.
>>
>> Das ist Unfug.
>>
>> Fichte/Tanne, üblicher Rauspund (21 mm) hält beliebig lange, wenn er gut
>> belüftet so gebaut ist, dass nirgends Wasser steht.
>
> Du verbreitest Unfug.

Naja, Unfug ist ein bisken hart ausgedrückt ... :-)

> Leider ist das kein Forum mit Bildupload, sonst könnte ich
> dir ein Bild von einen zwar nur wenige Jahre alten, aber schon
> komplett auch innerlich durchgegammelten Baumarktbrett zeigen,
> offen montiert, keine Staunässe.

Es gibt so was wie Flickr. Kost nix. ;-)

Aber ich kann dem zustimmen. Habe so manche Fassadenverkleidung
renoviert ... Ein bisken mehr Pflege, und der Arbeitsaufwand und Kosten
wären bedeutend niedriger gewesen.

Es kommt auf das Klima an. Oben in den Bergen sind die Umstände anders
als z.B. hier am Niederrhein. Und so viel ich weiss, haben die Almbauern
auch ihre Mittelchen gehabt, die Holz vor Witterungseinflüssen und
Schädlingen schützen.
Ausserdem hatte jeder Bauer sein Holz vor der Hütte. Es war also billig.
Billiger war es Teile auszutauschen, als die Pflege, wie es im Flachland
gemacht wurde. Seit je her.

Druckimprägnierung? Augenwischerei. Nach kurzer Zeit sind solche Teile,
für mein Empfinden, potthässlich. Und wenn sie dann so aussehen ist auch
der Schutz hinüber. Hier in der Nachbarschaft, Einfamilienreihenhäuser,
sind nur da keine Elemente der Sichtschutzzäune erneuert worden, wo sie
gestrichen worden sind.
10-12Jahre stehen die Häuser jetzt.
Und da hat sich keiner getraut, Elemente für 15Euro hinzustellen. ;-)

Nein, da kann mir wer erzählen oder aufzählen was er will: auf Holz im
Aussenbereich gehört ein mindesten 2-facher Anstrich.
Nicht umsonst ist die Jägerzaunfarbe, hier, allen ein Begriff.

Siggi
--
Der Maler - Garant für Schutz und Schönheit

Joerg

unread,
May 20, 2013, 1:29:24 PM5/20/13
to
J�rgen Exner wrote:
> Joerg <inv...@invalid.invalid> wrote:
>>> Ein Holzschutzmittel sollte "Lapenn k�nnen sich entz�nden" draufstehen
>>> haben, das ist ein Zeichen f�r aush�rtende �le.
>> Und das sollte man ernst nehmen.
>
> ACK
>
>> Bei uns hat mal ein Lappen angefangen
>> zu qualmen. Seitdem schleppen wir immer einen Metallpott mit Wasser mit
>> in den sie geworfen werden, plus Wasserschlauch, unter Druck und mit
>> Spritzduese. Plus Feuerloescher. Kein Witz.
>
> Das nun widerum ist uebertrieben. Metalleimer mit geschlossenem(!)
> Deckel reicht voellig. Dies reduziert den verfuegbaren Sauerstoff fuer
> die Selbstentzuendung, erstickt ein evtl. entstehendes Feuer im Eimer
> sehr schnell, und deshalb wird er Eimer auch nicht heiss genug um
> anderes Material in Kontakt mit dem Eimer in Brand zu setzen.
>

Ingenieure sind in solchen Dingen immer etwas paranoid, deshalb bekommen
wir bei der Hausversicherung ja auch Rabatt :-)


> Natuerlich darf man falls es mal qualmt den Eimer nicht aufmachen!
>

Und der Deckel darf dabei nicht abspotzen.


>> Falls es bei Euch Redwood gibt, auch das haelt Jahrzehnte.
>
> Redwood = Thuja Plicata, oft als Red Cedar, in D als Rot-Zeder oder
> einfach Zeder (anstatt echter Zeder aus der Familie der Kiefern)
> angeboten.
>
>> An den Waenden geht schon Farbe, aber nur sehr gute. Wir haben
>> inzwischen einige Erfahrung zu den vergleichsweise riesigen
>> Qualitaetsunterschieden von Aussenfarbe gesammelt, aber da wir im
>> Ausland wohnen nutzt das in diesem Fall nichts.
>
> Anstatt Farbe oelbasierte Lasur, die in die Poren eindringt und nicht
> voellig aushaertet. Die bleibt flexibel und platzt/reisst nicht.
>

Wir nehmen immer Stain, Marke Behr von Home Depot. Weiss nicht wie das
in diesem Zusammenhang in Deutsch heisst (reine Beize ist es ja nicht).
Etwas Unbehagen macht mir angesichts der vielen Waldbraende hier die
Tatsache dass das eine zeitlang die Entflammbarkeit erhoeht.

Bei Euch im Norden ist es vermulich die Feuchtigkeit, bei uns ist es die
brutale Sonneneinstrahlung die das Holz aeltern laesst.

Joerg

unread,
May 20, 2013, 1:38:05 PM5/20/13
to
S.Jedath wrote:

[...]


> Nein, da kann mir wer erzählen oder aufzählen was er will: auf Holz im
> Aussenbereich gehört ein mindesten 2-facher Anstrich.
> Nicht umsonst ist die Jägerzaunfarbe, hier, allen ein Begriff.
>

Dann komm mal hier vorbei und sieh Dir den Rahmen an auf den ich vor
rund 15 Jahren eine Batterie an Ventilen, Rohren und Kabeln angebrcht
habe. Redwood, total unbehandelt, sieht bis aus Staub, Spinnengewebe und
Wassertropfspuren aus wie neu.

Die Fuchsrampe die meine Frau vor vielen Jahren aufgestellt hat ist aus
Douglas-Fir Holz, billigste was gibt. Ein Fuchs hatte eine
Beckenverletzung und das half ihm dass er eine "behindertengerechte"
Strecke zwischen Bau und Bolzplatz hatte. Damit er dabei sein konnte. Er
wurde wieder fit, aber die Rampe ist immer noch da und haelt sogar mich aus.

J�rgen Exner

unread,
May 20, 2013, 2:49:40 PM5/20/13
to
Joerg <inv...@invalid.invalid> wrote:
>> Anstatt Farbe oelbasierte Lasur, die in die Poren eindringt und nicht
>> voellig aushaertet. Die bleibt flexibel und platzt/reisst nicht.
>>
>
>Wir nehmen immer Stain, Marke Behr von Home Depot. Weiss nicht wie das
>in diesem Zusammenhang in Deutsch heisst (reine Beize ist es ja nicht).
>Etwas Unbehagen macht mir angesichts der vielen Waldbraende hier die
>Tatsache dass das eine zeitlang die Entflammbarkeit erhoeht.

Glaube ich nicht. Nach meiner Einschaetzung enthalten die ueblichen
Lasuren wie z.B. Behr Wood Stain inzwischen so viel Wasser anstatt
Loesungsmittel, dass man sie zum Feuer loeschen nehmen kann.
Das muesste ich bei Gelegenheit mal ausprobieren: wenn ich das naechste
Mal ein Campfeuer habe, werde ich mal so ein bis zwei Kellen Farbe
reinkippen. Mal sehn, was passiert.

>Bei Euch im Norden ist es vermulich die Feuchtigkeit, bei uns ist es die
>brutale Sonneneinstrahlung die das Holz aeltern laesst.

Feuchtigkeit mit klassischem Rott und dazu die durch die Feuchtigkeit
angelockten Termiten und Carpenter Ants.

Das Wetter ist wirklich nicht holzfreundlich, aber trotzdem oder gerade
deshalb verstehe ich viel Kommentare in dieser NG bzgl. Mitteleuropa
nicht.

- Mein Brennholzschuppen ist jetzt 10 Jahre alt. Allerbilligstes Holz
ohne jede Behandlung, Trapezdach. Natuerlich ist das Holz vergraut, aber
gefault oder vermodert ist dort nach 10 Jahren absolut nichts.
- Anderes Beispiel: Sehr grosse Holzterrasse aus Hemlock Fir. Ok, ist
gestrichen und ich musste von Anfang an (Terasse war 17 Jahre alt als
ich das Haus gekauft habe) hin und wieder vereinzelt(!!!) Teile ersetzen
weil sie verrottet waren. Die erste grosse Reparatur bei der ich alle
Sitzbaenke komplett ersetzt habe weil Einzelteile auswechseln nicht mehr
sinnvoll war, war aber erst jetzt nach 27 Jahren faellig.
- Oder der Schwimmsteg, vermutlich so alt wie das Haus: in den letzten
11 Jahren 6-8 Bohlen von geschaetzt 70-80 ersetzt. Ebenfalls billigste
Hemlock Fir.
- Oder der Werkstattschuppen aus den fruehen 60ern: Dort hatten sich vor
2 Jahren in den Fundamentauflagen und dann auch in den Quertraegern
Carpenter Ants eingenistet, deshalb war nach ueber 50 Jahren eine
groessere Reparatur noetig. Aber auch dies erst nach 50(!) Jahren.

Was ich sagen will: Ich verstehe nicht, wie Leute zu der Aussage kommen,
dass Holz eine ganz schlechte Idee sei und innerhalb sehr weniger Jahre
verrotte.
Meine Erfahrung ist eine ganz andere. Ja, Holz braucht etwas Pflege und
man muss sich drum kuemmern und Schaeden beheben. Aber wenn bei mir
billigstes Holz 27 Jahre oder gar 50 Jahre ohne groessere Probleme
ueberdauert, dann muss mit dem "verrottet in ein paar Jahren" irgendwas
falsch sein.

jue

S.Jedath

unread,
May 20, 2013, 2:59:02 PM5/20/13
to
Schöne Geschichte, könnte meine Frau gewesen sein. ;-)
Andrerseits hat sie mit einem Fuchs gerungen, der mir Hühner klauen
wollte. ;-)
Sie hat gewonnen .... Ohne einen Kratzer. Die Blöde.

Aber Holz:
Vor Jahren wurden hier Komposthaufen-Einfassungen aus Holz billig
angeboten. Billigstes Nadelholz, aber druckimprägniert.
2 gekauft.
2 aufeinander, zu hoch. Habe ich, weil Gartenhaus zu voll, auf der
Terrasse im 1. gelagert. Überdacht! Als ich die Teile nach 2 Jahren
brauchte, zerbröselten sie mir zwischen den Händen.
Keine Substanz mehr.
Was'n das denn?

Ach, jeder hat so seine Erfahrung. Das angebotene Holz ist teurer
geworden, weil die Leute es schreddern und lieber als Pellets verkaufen,
und was hier ankommt, ist von schlechter Qualität.

Mag sein, dass das in den USA anders ist?

Siggi

Viele Grüsse von Kangi, Kira und der Fuchsbezwingerin. :-)

Joerg

unread,
May 20, 2013, 3:04:03 PM5/20/13
to
J�rgen Exner wrote:
> Joerg <inv...@invalid.invalid> wrote:
>>> Anstatt Farbe oelbasierte Lasur, die in die Poren eindringt und nicht
>>> voellig aushaertet. Die bleibt flexibel und platzt/reisst nicht.
>>>
>> Wir nehmen immer Stain, Marke Behr von Home Depot. Weiss nicht wie das
>> in diesem Zusammenhang in Deutsch heisst (reine Beize ist es ja nicht).
>> Etwas Unbehagen macht mir angesichts der vielen Waldbraende hier die
>> Tatsache dass das eine zeitlang die Entflammbarkeit erhoeht.
>
> Glaube ich nicht. Nach meiner Einschaetzung enthalten die ueblichen
> Lasuren wie z.B. Behr Wood Stain inzwischen so viel Wasser anstatt
> Loesungsmittel, dass man sie zum Feuer loeschen nehmen kann.
> Das muesste ich bei Gelegenheit mal ausprobieren: wenn ich das naechste
> Mal ein Campfeuer habe, werde ich mal so ein bis zwei Kellen Farbe
> reinkippen. Mal sehn, was passiert.
>

Sei vorsichtig mit sowas, wuerde ich nicht machen. Hier ist das MSDS:

http://www.behr.com/dsm-ext/v/index.jsp?vgnextoid=82ca536658689110VgnVCM1000006f1010acRCRD&vgnextchannel=3f85f11390a59110VgnVCM1000006b0910acRCRD&vgnextfmt=default#

NFPA Flammabitity "1" heisst combustible, also entzuendbar. Fuer die
Oil/Latex version gilt das gleiche.


>> Bei Euch im Norden ist es vermulich die Feuchtigkeit, bei uns ist es die
>> brutale Sonneneinstrahlung die das Holz aeltern laesst.
>
> Feuchtigkeit mit klassischem Rott und dazu die durch die Feuchtigkeit
> angelockten Termiten und Carpenter Ants.
>

Wir haben Carpenter Bees die sich Kanaele ins Holz bohren. So gross dass
sie beinahe eine Zulassung vom Luftfahrtbundesamt braeuchten.


> Das Wetter ist wirklich nicht holzfreundlich, aber trotzdem oder gerade
> deshalb verstehe ich viel Kommentare in dieser NG bzgl. Mitteleuropa
> nicht.
>

Ich auch nicht :-)


> - Mein Brennholzschuppen ist jetzt 10 Jahre alt. Allerbilligstes Holz
> ohne jede Behandlung, Trapezdach. Natuerlich ist das Holz vergraut, aber
> gefault oder vermodert ist dort nach 10 Jahren absolut nichts.
> - Anderes Beispiel: Sehr grosse Holzterrasse aus Hemlock Fir. Ok, ist
> gestrichen und ich musste von Anfang an (Terasse war 17 Jahre alt als
> ich das Haus gekauft habe) hin und wieder vereinzelt(!!!) Teile ersetzen
> weil sie verrottet waren. Die erste grosse Reparatur bei der ich alle
> Sitzbaenke komplett ersetzt habe weil Einzelteile auswechseln nicht mehr
> sinnvoll war, war aber erst jetzt nach 27 Jahren faellig.


War hier aehnlich. Ich habe dann in muehseliger Plackerei die Farbe vom
kompletten Deck runtergeschliffen und nur noch Stain draufgemacht.
Seitdem verrottet da nichts mehr gross.


> - Oder der Schwimmsteg, vermutlich so alt wie das Haus: in den letzten
> 11 Jahren 6-8 Bohlen von geschaetzt 70-80 ersetzt. Ebenfalls billigste
> Hemlock Fir.
> - Oder der Werkstattschuppen aus den fruehen 60ern: Dort hatten sich vor
> 2 Jahren in den Fundamentauflagen und dann auch in den Quertraegern
> Carpenter Ants eingenistet, deshalb war nach ueber 50 Jahren eine
> groessere Reparatur noetig. Aber auch dies erst nach 50(!) Jahren.
>
> Was ich sagen will: Ich verstehe nicht, wie Leute zu der Aussage kommen,
> dass Holz eine ganz schlechte Idee sei und innerhalb sehr weniger Jahre
> verrotte.
> Meine Erfahrung ist eine ganz andere. Ja, Holz braucht etwas Pflege und
> man muss sich drum kuemmern und Schaeden beheben. Aber wenn bei mir
> billigstes Holz 27 Jahre oder gar 50 Jahre ohne groessere Probleme
> ueberdauert, dann muss mit dem "verrottet in ein paar Jahren" irgendwas
> falsch sein.
>

Ist hier aehnlich. Allerdings mag ich Holzhaeuser dennoch nicht. Die
Pflege macht definitiv mehr Arbeit als die an unserem damaligen
deutschen Haus. Dann ist da noch die Feuergefahr. Hier haben mal Kids
einen Waldbrand entfacht wo Brocken in unseren Pool fielen. Beim
Reinfallen fauchte und zischte es. Da fiel mein Entschluss das Shake
Dach runterzureissen und durch aehnlich aussehende Metallschindeln zu
ersetzen.

J�rgen Exner

unread,
May 20, 2013, 3:35:14 PM5/20/13
to
"S.Jedath" <S.Je...@t-online.de> wrote:
>Vor Jahren wurden hier Komposthaufen-Einfassungen aus Holz billig
>angeboten. Billigstes Nadelholz, aber druckimpr�gniert.

Na ja, das ist aber natuerlich auch so ziemlich die bloedsinnigste
denkbare Idee ueberhaupt.
Fuer den Kompost will man Feuchte, direkten Bodenkontakt, und er soll so
schnell wie moeglich verrotten. Es ist einfach Bloedsinn in direktem
Kontakt damit Holz zu haben, dass trocken bleiben soll, keinen
Bodenkontakt haben soll, und nicht verrotten soll. Dass das nicht
gutgehen kann, sollte eigentlich jedem mit einem IQ groesser als seine
Schuhgroesse klar sein.

>Habe ich, weil Gartenhaus zu voll, auf der
>Terrasse im 1. gelagert. �berdacht! Als ich die Teile nach 2 Jahren
>brauchte, zerbr�selten sie mir zwischen den H�nden.
>Keine Substanz mehr. Was'n das denn

Entweder Insekten oder wahrscheinlicher
http://de.wikipedia.org/wiki/Nassf%C3%A4ule_%28Holzschutz%29

jue

Joerg

unread,
May 20, 2013, 4:24:40 PM5/20/13
to
Flach auf den Boden gelegt? Dann ist es kein Wunder, weil flaechig
feucht darunter. Muss man auf Staebchen legen, dann passiert das nicht.
Wenn doch dann haben sie Dir Abfall angedreht.


> Ach, jeder hat so seine Erfahrung. Das angebotene Holz ist teurer
> geworden, weil die Leute es schreddern und lieber als Pellets verkaufen,
> und was hier ankommt, ist von schlechter Qualität.
>
> Mag sein, dass das in den USA anders ist?
>

Holz ist hier IMHO besser. Aber teuer, und beim Baumarkt sucht man ewig
bis man ein nicht verdrehtes, verzoemmtes oder gesplittertes Brett
gefunden hat. Beim Holzhaendler darf man meist nicht selbst aussuchen,
daher kaufe ich dort selten.


> Siggi
>
> Viele Grüsse von Kangi, Kira und der Fuchsbezwingerin. :-)


Hier sind unsere:

http://www.analogconsultants.com/ng/images/foxes1.JPG

Die Mama ist im Hintergrund und saeugt gerade vor der Wasserschale (die
steht da damit sie nicht aus dem Pool trinken). Sie vertrauen uns recht
gut. Irgendwann wollte Fuchspapa auch mal nuckeln und ... pafftig ...
kriegte er eins mit der Tatze gewischt. Ich musste mich sehr im Zaum
halten nicht loszuprusten.
Message has been deleted

Robert Waldner

unread,
May 20, 2013, 5:43:44 PM5/20/13
to
Joerg <inv...@invalid.invalid> wrote:
> Ingenieure sind in solchen Dingen immer etwas paranoid, deshalb bekommen
> wir bei der Hausversicherung ja auch Rabatt :-)

Heh, ich bin auch sowas. Wo krieg ich da Versicherungs-Rabatt dafuer? Oder
ist das ein Unikum von Ami-Land?

cheers,
&rw
--
-- Wenn die Javafritzen Fefe einfangen und ihn unter Drogen
-- setzen, schreibt er ihnen vielleicht ein DietJRE.
-- - Holger Marzen, dasr

Joerg

unread,
May 21, 2013, 10:08:18 AM5/21/13
to
Robert Waldner wrote:
> Joerg <inv...@invalid.invalid> wrote:
>> Ingenieure sind in solchen Dingen immer etwas paranoid, deshalb bekommen
>> wir bei der Hausversicherung ja auch Rabatt :-)
>
> Heh, ich bin auch sowas. Wo krieg ich da Versicherungs-Rabatt dafuer? Oder
> ist das ein Unikum von Ami-Land?
>

Derzeit kann ich es nur fuer USA sagen, wir sind bei Farmers versichert
und ich war recht erstaunt dass es Rabatt gab nachdem ich eine Kopie
meines Diploms (amtlich uebersetzte Ausfuehrung) hinterlegte.

In Deutschland war es zumindest in den 90ern auch guenstiger fuer
Ingenieure. Wir hatten sowohl Ingenieurbuero als auch unser Haus beim
Gerling Konzern versichert. Dieser hatten einen eigenen Tarif fuer
Ingenieure, man musste allerdings Mitglied bei VDE oder VDI sein. Falls
Du das auch bist kann ein Anruf nicht schaden.
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