Hallo,
Aus gegebenem Anla� mache ich mir gerade ein paar Gedanken zu vereisten
bzw. "nassen" K�hlschr�nken.
Als Ursachen f�r Eisbildung werden,
1) zu lange/h�ufige �ffnungszeiten
2) zu feuchter Inhalt
3) undichte T�rdichtungen
4) verstopfte Abl�ufe (auch Ursache f�r Wasser im K�hlschrank)
angegeben.
1 und 2 sind klar und bed�rfen somit keiner Diskussion (oder?).
4 ist vermutlich auch klar. Wenn das Wasser nicht rauskann, wird es sich
nach der Abtauphase wieder am Verdampfer ablagern
Aber, was ist mit 3, der undichten Dichtung? Angenommen, da� die
Dichtung nur teilweise undicht ist und kein "Durchzug" im Schrank
herrscht, so m��te sich der Luftaustausch hierdurch doch arg in Grenzen
halten. Es wird solange warme feuchte Luft von au�en nachgezogen, bis
Druckgleichheit herrscht. H�ufiges �ffnen der T�r sollte IMO f�r mehr
"Undichtigkeit" sorgen, als eine einzelne leicht undichte Stelle?
Und was ist eigentlich mit dem Kondenswasserablauf? Ist das nicht auch
eine undichte Stelle, �ber die warme Luft in den K�hlschrank gelangen
kann? Oder wird gar die undichte T�rdichtung erst durch diese
zus�tzliche �ffnung zum Problem (o.g. Durchzug)?
Und noch etwas zu dem Wasserablauf. Bei dem konkreten K�hlschrank habe
ich den Eindruck, da� selbst bei freier �ffnung das Wasser nur "ungern"
durch die �ffnung abflie�t. Gibt es einen Trick, mit dem man die
Oberfl�chenspannung des Tauwassers, wenn nicht dauerhaft so doch
wenigstens halbwegs langfristig, herabsetzen kann?
�ber Meinungen freut sich
Alexander
>Aber, was ist mit 3, der undichten Dichtung? Angenommen, daß die
>Dichtung nur teilweise undicht ist und kein "Durchzug" im Schrank
>herrscht, so müßte sich der Luftaustausch hierdurch doch arg in Grenzen
>halten. Es wird solange warme feuchte Luft von außen nachgezogen, bis
>Druckgleichheit herrscht. Häufiges Öffnen der Tür sollte IMO für mehr
>"Undichtigkeit" sorgen, als eine einzelne leicht undichte Stelle?
Die Temperatur im Kühlschrank ist nicht konstant.
Der Thermostat ist ein sogenannter Zweipunktschalter. Er schaltet bei
einer niedrigen Temperatur den Kompressor aus und bei einer höheren
wieder ein. Die Differenz zwischen den beiden Schltpunkten nennt man
Hysterese.
Aufgrund dieser Charakteristik pendelt die Temperatur immer zwischen dem
unteren und dem oberen Schaltpunkt des Thermostats hin und her (in
Wirklichkeit schwingt sie -- wegen der thermischen Trägheit -- sogar
etwas weiter).
Bei jedem Aufwärmen dehnt sich die Luft im Kühlschrank etwas aus und
zieht sich beim Abkühlen wieder zusammen. Immer und immer wieder.
>Und was ist eigentlich mit dem Kondenswasserablauf? Ist das nicht auch
>eine undichte Stelle, über die warme Luft in den Kühlschrank gelangen
>kann?
Ich würde das eher als eine Hilfe gegen das Betauen sehen. Zum
Kondenswasserablauf gehört ein gutes Stück Plastikschlauch. Wenn sich
die Luft im Kühlraum ausdehnt, muss sie erst mal durch den Schlauch.
Wenn der Schlauch richtig dimensioniert ist, füllt sie zwar den
Schlauch, gelangt aber nicht ganz bis zum Ende. Dementsprechend fließt
beim nächsten Abkühlen nur das in den Kühlraum zurück, was vorher in den
Schlauch gedrückt wurde. Die feuchte Luft von draußen "verhungert" im
Abflussschlauch.
Wenn nun die Türdichtung defekt ist, strömt beim Abkühlen feuchte Luft
von draußen auch über den kurzen Weg durch die Dichtung und liefert
entsprechend Feuchtigkeit in den Kühlraum.
>Oder wird gar die undichte Türdichtung erst durch diese
>zusätzliche Öffnung zum Problem (o.g. Durchzug)?
Das kann sicher noch dazu kommen.
Grüße,
Günther
Danke, das ist grundsätzlich eine plausible Erklärung, der Kühlschrank
atmet sozusagen;-) Aber ist diese Hysterese tatsächlich immer noch so
groß (Ich muß zugeben, daß ich bislang noch keine Meßreihen aufgestellt
habe)?
Alexander
--
Gruᅵ
Karl Wilhelm Kuhn
>Aber ist diese Hysterese tatsächlich immer noch so
>groß (Ich muß zugeben, daß ich bislang noch keine Meßreihen aufgestellt
>habe)?
Sie ist zumindest so groß, dass in der Zeit, in der der Kompressor
ausgeschaltet ist, die Druckdifferenz im Kühlsystem so weit abgebaut
ist, dass der Kompressor beim nächsten Einschalten des Thermostats
wieder sauber anlaufen kann.
Aber unabhängig von ihrer Höhe -- wenn der Thermostat eine Hysterese
hat, dann führt sie -- wie Du es so schön nennst -- zum "Atmen" des
Kühlschrankes. Bei kleiner Hysterese mit höherer Atemfrequenz, bei
größerer Hysterese mit entsprechend niedrigerer Frequenz. Ich rechne das
jetzt nicht nach, subjektiv gehe ich aber davon aus, dass das gesamte
"Atemvolumen" über die Zeit etwa das gleiche sein dürfte.
Grüße,
Günther
Erst bei +5ᅵ wird der Motor (Kompressor eingeschaltet.
Diese Temperaturen sind an der Kontaktstelle des Thermostaten.
"Ranco Service Thermostat" kᅵnnte ein Suchbegriff sein.
> Das paᅵt mir mehr zu einem Gefrierschrank (Nenn-Temperatur -18ᅵC).
Servicethermostat Gefriermᅵbel
Signal aktiv Warnlampe schaltet bei zu hoher Temperatur ein.
kalt (7) aus: -34,0ᅵC = Super oder Dauerlaufstellung
normal (4) aus: -24,0ᅵC Motor
normal (4) ein: -18,5ᅵC Motor
warm (1) ein: -12,0ᅵC Warnlampe
warm (1) aus: -16,5ᅵC Warnlampe
>
"Ranco Servicethermostat Datenblatt" kᅵnnte ein besserer Suchbegriff
>
> Hast Du einen Link zu einer aussagefᅵhigen Beschreibung eines solchen
> Gerᅵtes?
http://server2.gs-shop.de/200/cgi-bin/shop.dll?AnbieterID=12254&bnr=pws003326a&PKEY=1423&Hauptseite=detail.htm
VI 109 passt ᅵfters.
>>> Das paᅵt mir mehr zu einem Gefrierschrank (Nenn-Temperatur -18ᅵC).
>> Servicethermostat Gefriermᅵbel
>> Signal aktiv Warnlampe schaltet bei zu hoher Temperatur ein.
>> kalt (7) aus: -34,0ᅵC = Super oder Dauerlaufstellung
>> normal (4) aus: -24,0ᅵC Motor
>> normal (4) ein: -18,5ᅵC Motor
>> warm (1) ein: -12,0ᅵC Warnlampe
>> warm (1) aus: -16,5ᅵC Warnlampe
>
> Was bedeuten diese eingeklammerten Zahlen?
Die Bezeichnung der Steckanschlᅵᅵe
>
> Wir reden aneinander vorbei: Ich mᅵchte wissen, wie ein solches Gerᅵt
> funktioniert und suche daher technische Unterlagen, nicht etwa eine
> Bezugsquelle.
Schᅵn, aber was ist ein solches Gerᅵt? Und welche Funktion ist dabei
unklar?
Na denn vielleicht passt es