Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Welches Holz für Pavillon?

13 views
Skip to first unread message

Dirk Wagner

unread,
May 15, 2008, 5:49:29 AM5/15/08
to
Hi Leute,

nachdem uns im Garten binnen 5 Jahren mindestens genausoviele
Zeltpavillons der unterschiedlichsten Arten kaputgegangen sind, wollen
wir nun was stabiles aus Holz bauen ;-)

Die Grundfläche soll ca. 3,50m x 3,50m betragen,
der Aufbau auf einer Betonplatte geschehen.

Unsere Überlegung war 4 "Pfeiler" in 8x8 oder 10x10, diese jeweils quer
und längs zu verbinden, und dann von vorne nach hinten über die
Querhölzer "Dachsparren" zu legen auf denen ein Kunststoffdach (so
gewellte Bahnen) zu liegen kommt.

Als Fundament für die hinteren Pfeiler wollten wir U-Träger in die Erde
betonieren (lassen), die vorderen mit Pfostenträgern (äunliche diesen:
http://www.mesem24.de/product/3158/Pfostentraeger_U-Form.html)
befestigen.

Reichen hinten 2 Pfosten oder sollten es besser 3 sein?

Welches Holz nimmt man am besten?
Wie stark, welche Holzart, schon imprägniert oder selbst mit Holzschutz
bearbeitet?

Ciao

Dirk

Robert Gumm¡

unread,
May 15, 2008, 6:25:52 AM5/15/08
to
Ich bin schon seit einigen Monaten dabei, mich mit der Planung eines
Gartenschuppens zu beschäftigen. Vielleicht sind einige Überlegungen
übertragbar:

Dirk Wagner wrote:
> nachdem uns im Garten binnen 5 Jahren mindestens genausoviele
> Zeltpavillons der unterschiedlichsten Arten kaputgegangen sind, wollen
> wir nun was stabiles aus Holz bauen ;-)
>
> Die Grundfläche soll ca. 3,50m x 3,50m betragen,
> der Aufbau auf einer Betonplatte geschehen.

Also der komplette Boden in Beton gegossen? Ich bin kein Freund von Beton,
wir haben 40*40 cm Terrazzo-Platten (geschliffen) als Boden ausgelegt. Eine
andere Alternative wäre ein Holzfußboden, stelle ich mir recht angenehm
vor.

> Unsere Überlegung war 4 "Pfeiler" in 8x8 oder 10x10, diese jeweils quer
> und längs zu verbinden, und dann von vorne nach hinten über die
> Querhölzer "Dachsparren" zu legen auf denen ein Kunststoffdach (so
> gewellte Bahnen) zu liegen kommt.

Also im Prinzip ein halber Carport. In Querrichtung haben einige auch eine
ähnliche Spannweite (3,50 m), da könntest du dir die Stärken von Pfetten
und Sparren abgucken. Aber willst du wirklich Wellplastik als Dach? Bei
manchen Carports im Baumarkt bog sich übrigens das Dach unter
Regenwasserbelastung leicht durch, so dass dort oben große Pfützen stehen
blieben. Kurz von unten gegengedrückt, schon gab es einen Wasserfall...
Ok, das kann man durch etwas größere Neigung und durch dichter liegende
Sparren vermeiden. Aber bei einem Pavillon geht es doch auch ein wenig um
Optik.

> Welches Holz nimmt man am besten?
> Wie stark, welche Holzart, schon imprägniert oder selbst mit Holzschutz
> bearbeitet?

Die übliche Antwort: neben tropischen Edelhölzern sind vor allem Lärche und
Robinie sehr dauerhaft. Druckimprägnierte Hölzer mag ich nicht besonders,
einmal wegen des Aussehens, aber vor allem weil ich mir keinen Sondermüll
in den Garten holen will. Vieleicht käme auch Thermoholz infrage: durch
Hitzebehandlung ist darin für Pilze und Insekten nichts interessantes mehr
zu holen.

Unser Schuppen wird wahrscheinlich aus Kiefer von einem regionalen Sägewerk
gebaut werden. Als Holzschutz werde ich vor allem auf konstruktiven
Holzschutz setzen: sehr große Dachüberstände und keine waagerechten
Flächen, auf denen Schlagregen stehen bleiben könnte.

Eventuell ein Anstrich mit Leinöl-Tungöl. Als UV-Schutz wäre eine
pigmentierte Ölfarbe möglich, mal sehen. Oder vielleicht kalken?

Grüße,
Robert

Dirk Wagner

unread,
May 15, 2008, 6:35:42 AM5/15/08
to
Robert Gumm¡ <r.g...@gmx.net> wrote:

> > Die Grundfläche soll ca. 3,50m x 3,50m betragen,
> > der Aufbau auf einer Betonplatte geschehen.
>
> Also der komplette Boden in Beton gegossen?

An diesem Ende des Gartens liegt schon eine Betonplatte von ca. 4m x 7m.
Darauf hatten wir bisher unsere Zeltpavillons gestellt...

> > Unsere Überlegung war 4 "Pfeiler" in 8x8 oder 10x10, diese jeweils quer
> > und längs zu verbinden, und dann von vorne nach hinten über die
> > Querhölzer "Dachsparren" zu legen auf denen ein Kunststoffdach (so
> > gewellte Bahnen) zu liegen kommt.
>
> Also im Prinzip ein halber Carport.

Ja ;-)

> In Querrichtung haben einige auch eine
> ähnliche Spannweite (3,50 m), da könntest du dir die Stärken von Pfetten
> und Sparren abgucken. Aber willst du wirklich Wellplastik als Dach? Bei
> manchen Carports im Baumarkt bog sich übrigens das Dach unter
> Regenwasserbelastung leicht durch, so dass dort oben große Pfützen stehen
> blieben. Kurz von unten gegengedrückt, schon gab es einen Wasserfall...
> Ok, das kann man durch etwas größere Neigung und durch dichter liegende
> Sparren vermeiden. Aber bei einem Pavillon geht es doch auch ein wenig um
> Optik.

Das Dach soll nach hinten ca. 20cm - 30cm abfallen
Da sollte eigentlich kein Wasser liegenbleiben...

Primär ist das Teil als Unterstand für diverse Gartenmöbel gedacht.
Sonnenschutz ist nicht so wichtig - da kommt eh keine oder kaum Sonne
hin.
Aussehen ist auch eher nebensächlich - sichtbar ist der nur von vorne...

>
> > Welches Holz nimmt man am besten?
> > Wie stark, welche Holzart, schon imprägniert oder selbst mit Holzschutz
> > bearbeitet?
>
> Die übliche Antwort: neben tropischen Edelhölzern sind vor allem Lärche und
> Robinie sehr dauerhaft.

Und teuer?
Wir haben von der Wohnungsbaugenossenschaft zugesichert bekommen, dass
sie das Material (und das Gießen der hinteren Fundamente durch den
Schlosser) übernehmen - aber wenn ich nun mit Holz für mehrere Hundert
Euro ankomme...

> Unser Schuppen wird wahrscheinlich aus Kiefer von einem regionalen Sägewerk
> gebaut werden.

Das wird hier in Frankfurt eher schwierig ;-)
Da sind wir schon auf das Lieferprogramm des Vertragsbaumarktes / -
Baufachhandels angewiesen...

> Als Holzschutz werde ich vor allem auf konstruktiven
> Holzschutz setzen: sehr große Dachüberstände und keine waagerechten
> Flächen, auf denen Schlagregen stehen bleiben könnte.

DAS wäre bei mir ja schon gegeben...


Ciao

Dirk

Robert Gumm¡

unread,
May 15, 2008, 7:20:02 AM5/15/08
to
Dirk Wagner wrote:
> An diesem Ende des Gartens liegt schon eine Betonplatte von ca. 4m x 7m.
> Darauf hatten wir bisher unsere Zeltpavillons gestellt...

Wenn die Platte eh schon so groß ist, warum baut Ihr dann nicht etwas von
der Größe her passendes drauf? Also einen kompletten Carport...
Ich persönlich würde dann allerdings gleich einen Multifunktionsschuppen
draufsetzen, also richtig mit Wänden, worin man nicht nur die Gartenmöbel
unterstellt, sondern z.B. auch Fahrräder. Und vorne vielleicht eine Art
kleine Veranda/Sitzecke. In den Gartensonderheften von "DIY Selber machen"
sind ein paar wirklich interessante Lösungen zu finden. (habe mir gerade
einige ausgeliehen, wegen meines Schuppenprojektes)

>> > Welches Holz nimmt man am besten?
>> > Wie stark, welche Holzart, schon imprägniert oder selbst mit Holzschutz
>> > bearbeitet?
>>
>> Die übliche Antwort: neben tropischen Edelhölzern sind vor allem Lärche
>> und Robinie sehr dauerhaft.
>
> Und teuer?
> Wir haben von der Wohnungsbaugenossenschaft zugesichert bekommen, dass
> sie das Material (und das Gießen der hinteren Fundamente durch den
> Schlosser) übernehmen - aber wenn ich nun mit Holz für mehrere Hundert
> Euro ankomme...

Ist natürlich schon deutlich teurer als Fichte oder Kiefer. Wieviel genau
musst du deinen Holzfachhandel fragen.

>> Unser Schuppen wird wahrscheinlich aus Kiefer von einem regionalen
>> Sägewerk gebaut werden.
>
> Das wird hier in Frankfurt eher schwierig ;-)
> Da sind wir schon auf das Lieferprogramm des Vertragsbaumarktes / -
> Baufachhandels angewiesen...
>
>> Als Holzschutz werde ich vor allem auf konstruktiven
>> Holzschutz setzen: sehr große Dachüberstände und keine waagerechten
>> Flächen, auf denen Schlagregen stehen bleiben könnte.
>
> DAS wäre bei mir ja schon gegeben...

Zumindest um das Welldach herum wird aber normalerweise eine Blende sein,
die voll der Witterung ausgesetzt ist.

Guck dir das mal an: <http://www.holzfragen.de/seiten/quiz_01_06.html>
Das Quiz selber wird dir vielleicht nicht viel bringen, aber es sind diverse
Links zu weiterführenden Informationen enthalten.

Grüße,
Robert

Dirk Wagner

unread,
May 15, 2008, 7:36:19 AM5/15/08
to
Robert Gumm¡ <r.g...@gmx.net> wrote:

> Wenn die Platte eh schon so groß ist, warum baut Ihr dann nicht etwas von
> der Größe her passendes drauf? Also einen kompletten Carport...

Weil ein Teil der Platte relativ viel Sonne hat - und als Terasse
genutzt wird ;-)

> Ich persönlich würde dann allerdings gleich einen Multifunktionsschuppen
> draufsetzen, also richtig mit Wänden, worin man nicht nur die Gartenmöbel
> unterstellt, sondern z.B. auch Fahrräder. Und vorne vielleicht eine Art
> kleine Veranda/Sitzecke. In den Gartensonderheften von "DIY Selber machen"
> sind ein paar wirklich interessante Lösungen zu finden. (habe mir gerade
> einige ausgeliehen, wegen meines Schuppenprojektes)

Fahrräder haben ihren eigenen Unterstand am anderen Ende des Gartens
bzw. im Fahrradkeller...

Gartenmöbel unterstellen war vielleicht nicht ganz die richtige
Formulierung.
Dort stehen Tisch und Stühle - sowohl zum sitzen, als auch unter.

Stephan Badow

unread,
May 15, 2008, 9:12:44 AM5/15/08
to

"Dirk Wagner" <usenet...@diwasoft.de> schrieb im Newsbeitrag
news:1igzbia.rcuk812eujlfN%usenet...@diwasoft.de...

> Hi Leute,
>
> nachdem uns im Garten binnen 5 Jahren mindestens genausoviele
> Zeltpavillons der unterschiedlichsten Arten kaputgegangen sind, wollen
> wir nun was stabiles aus Holz bauen ;-)
>
> Die Grundfläche soll ca. 3,50m x 3,50m betragen,
> der Aufbau auf einer Betonplatte geschehen.
>
> Unsere Überlegung war 4 "Pfeiler" in 8x8 oder 10x10, diese jeweils quer

Kaufe 90er, die passen besser in den "Schuh".

> Welches Holz nimmt man am besten?
> Wie stark, welche Holzart, schon imprägniert oder selbst mit Holzschutz
> bearbeitet?

Geh' in den nächsten Holzhandel, gibt genug in Frankfurt, kaufe alles in
Kiefer ( In Baumärkten gibt es nur noch Fichte ). Billiger und besser
ungehobelt. Saugt besser die Lasur. Kaufe dann Holzlasur. Gute. Kein
Xylad... oder BondEx. Mein Tipp Sadolin Pinotex und vorher Sadolin AquaBase
als Grundierung
http://www.sadolin.de/de/au%c3%9fen/sortiment/SadolinPinotex.htm . Gibt es
u.a. im "Bauhaus" oder Ebay. Je dunkler die Lasur, desto besser der
UV-Schutz.

Schau' mal hier und besonders die Seite 14:
http://www.holzland-wehrle.de/downloads/garten2008.pdf

Gr. S.


MaWin

unread,
May 15, 2008, 9:23:56 AM5/15/08
to
"Stephan Badow" <stepha...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:g0hcsi$53v$03$1...@news.t-online.com...

>
> Geh' in den nächsten Holzhandel, gibt genug in Frankfurt, kaufe alles in
> Kiefer

Kiefer ist blaeuegefaehrdet. Es braucht also 'Umweltgift' zum Blaeuschutz,
gerade wenn Lasur drueberkommen soll.

> In Baumärkten gibt es nur noch Fichte

Kann ich so nicht bestaetigen. Hingegen, dass der Holzhandel dieselbe
Packung Osmo Profilbretter zum doppelten Preis hat.

> Billiger und besser ungehobelt. Saugt besser die Lasur.

Nun, richtige Kiefer (tm) hat Harz. Dort saugt eine Lasur gar nicht.
Zwar schuetzt das Harz genau so gut wie eine Lasur, aber solche Kiefer
muesste zuvor entfettet werden, wenn man einen gleichmaessigen
Lasureindruck haben will, und du wolltest dunkelbraun.

> Je dunkler die Lasur, desto besser der UV-Schutz.

Je staerker allerdings die Holzbelastung durch Temperatur in der Sonne,
und so staerker die Rissbildung, also niedriger die Lebensdauer des
Holzes.
--
Manfred Winterhoff


Stephan Badow

unread,
May 15, 2008, 9:58:47 AM5/15/08
to

"MaWin" <m...@private.net> schrieb im Newsbeitrag
news:g0hdhi$qjr$1...@online.de...

> "Stephan Badow" <stepha...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:g0hcsi$53v$03$1...@news.t-online.com...
>>
> Kiefer ist blaeuegefaehrdet. Es braucht also 'Umweltgift' zum Blaeuschutz,
> gerade wenn Lasur drueberkommen soll.

Sagte ich: z.B. Aqua Base.

> Kann ich so nicht bestaetigen. Hingegen, dass der Holzhandel dieselbe
> Packung Osmo Profilbretter zum doppelten Preis hat.

Will hier keiner wissen.

> Nun, richtige Kiefer (tm) hat Harz. Dort saugt eine Lasur gar nicht.
> Zwar schuetzt das Harz genau so gut wie eine Lasur, aber solche Kiefer
> muesste zuvor entfettet werden, wenn man einen gleichmaessigen
> Lasureindruck haben will, und du wolltest dunkelbraun.

Der OP sagte nichts davon einen "Schönheitspreis" gewinnen zu wollen für die
homogenste Holzoberfläche.


> Je staerker allerdings die Holzbelastung durch Temperatur in der Sonne,
> und so staerker die Rissbildung, also niedriger die Lebensdauer des
> Holzes.

Dann empfehle doch gleich Aluminium?! Oder ruf' die Rezeption an, sie
sollen die Sonne ausschalten.


Zum Schluss noch ein Tipp von Dieter Nuhr:
http://www.dieter-nuhr.de/images/wallpaper/1024/03.jpg

S. ;-)


Robert Gumm¡

unread,
May 15, 2008, 11:35:25 AM5/15/08
to
Weil auch ich vor dem Angebot im Holzschutzregal schon kapituliert habe...

Stephan Badow wrote:
> Geh' in den nächsten Holzhandel, gibt genug in Frankfurt, kaufe alles in
> Kiefer ( In Baumärkten gibt es nur noch Fichte ). Billiger und besser
> ungehobelt. Saugt besser die Lasur. Kaufe dann Holzlasur. Gute. Kein
> Xylad... oder BondEx. Mein Tipp Sadolin Pinotex und vorher Sadolin
> AquaBase als Grundierung

...weshalb das Sadolin und nicht Xyl... oder Bondex? Woran erkennt man also
die 'guten' Mittel?

Und zur Grundierung: welche Vorteile hat ein Mittel wie S. Aqua Base mit
Propiconazol gegenüber z.B. einer wässrigen Borax-Lösung?

Und schließlich: wie handhabt man es mit den Anstrichen, wenn das Bauholz
feucht ist? Das Sägewerk würde in meinem Fall frisches, noch feuchtes Holz
liefern. Der Sägewerker meinte sogar, dass würde sich besser verarbeiten
lassen. Ich war und bin ja noch recht skeptisch (dass es sich besser
verarbeiten lässt ist klar, die Frage ist halt wie sehr die Schrumpfung
danach stört). Aber es gab auch im woodworker-Forum Leute, die meinten, für
so ein Projekt sei das schon ok.
Nur: wie behandle ich das Holz dann? Die Streichmittel setzen immer
trockenes Holz voraus, ich glaube, das gilt auch für die Superökolösung
Leinöl. Also müssten wir den Schuppen erstmal unbehandelt zusammenschrauben
und den Anstrich erst nach einigen Monaten. Aber dann würden viele Stellen
gar nicht behandelt werden können.

Grüße,
Robert

MaWin

unread,
May 15, 2008, 11:38:14 AM5/15/08
to
"Stephan Badow" <stepha...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:g0hfiu$99p$03$1...@news.t-online.com...

>
> Zum Schluss noch ein Tipp von Dieter Nuhr:
> http://www.dieter-nuhr.de/images/wallpaper/1024/03.jpg


Ja,
bloss:
Warum befolgst du ihn denn nicht, wenn du ihn schon kennst ?
--
Manfred Winterhoff


Stephan Badow

unread,
May 15, 2008, 1:24:20 PM5/15/08
to

"Robert Gumm¡" <r.g...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:6933hpF...@mid.uni-berlin.de...

> Weil auch ich vor dem Angebot im Holzschutzregal schon kapituliert habe...

> ...weshalb das Sadolin und nicht Xyl... oder Bondex? Woran erkennt man
> also
> die 'guten' Mittel?

A) Meine persönliche Erfahrungen B) Stiftung Warentest: Sadolin 1,9 -
Xyladecor und Bondex 4,1 bzw. 4,3


>
> Und zur Grundierung: welche Vorteile hat ein Mittel wie S. Aqua Base mit
> Propiconazol gegenüber z.B. einer wässrigen Borax-Lösung?

Ich habe Aqua Base nur als Beispiel genannt, da aus einem Hause.


>
> Und schließlich: wie handhabt man es mit den Anstrichen, wenn das Bauholz
> feucht ist? Das Sägewerk würde in meinem Fall frisches, noch feuchtes Holz
> liefern. Der Sägewerker meinte sogar, dass würde sich besser verarbeiten
> lassen. Ich war und bin ja noch recht skeptisch (dass es sich besser
> verarbeiten lässt ist klar, die Frage ist halt wie sehr die Schrumpfung
> danach stört). Aber es gab auch im woodworker-Forum Leute, die meinten,
> für
> so ein Projekt sei das schon ok.
> Nur: wie behandle ich das Holz dann? Die Streichmittel setzen immer
> trockenes Holz voraus, ich glaube, das gilt auch für die Superökolösung
> Leinöl. Also müssten wir den Schuppen erstmal unbehandelt
> zusammenschrauben
> und den Anstrich erst nach einigen Monaten. Aber dann würden viele Stellen
> gar nicht behandelt werden können.

Trocken ist relativ - Frage nach der sog. Restfeuchte. Sie sollte 15% nicht
unbedingt übersteigen.

Und zu guter letzt: Das Projekt des OP ist ein nicht maßhaltiges Gebilde á
la Carport mit Plastedach!


Robert Gumm¡

unread,
May 15, 2008, 3:39:40 PM5/15/08
to
Stephan Badow wrote:
> A) Meine persönliche Erfahrungen B) Stiftung Warentest: Sadolin 1,9 -
> Xyladecor und Bondex 4,1 bzw. 4,3

Wie genau sieht denn deine persönliche Erfahrung aus? Die Frage ist ernst
gemeint, es würde mich wirklich interessieren, wie sich die Unterschiede in
der Praxis zeigen. Das eine Mittel nach einem Jahr rissig und vergrauend,
das andere erst nach fünf Jahren? Oder bei einem Mittel das Holz nach
wenigen Jahren mit dem Fingernagel eindrückbar, beim anderen nicht?

Weißt du noch, welches Warentestheft das war?

> Ich habe Aqua Base nur als Beispiel genannt, da aus einem Hause.

Auch als Beispiel ok: welche Vorteile hat so eine käufliche
Anti-Pilzgrundierung gegenüber einer wässrigen Boraxlösung? Anders gefragt:
könnte man auch Borax in Wasser rühren und damit einpinseln?

> Trocken ist relativ - Frage nach der sog. Restfeuchte. Sie sollte 15%
> nicht unbedingt übersteigen.

Das übersteigt sie auf jeden Fall. Wie gesagt - das Holz wäre frisch. Wäre
es Laubholz, würde es bei Erdkontakt nochmal austreiben und Wurzeln
schlagen...

Ich weiß sehr wohl, dass im Baugewerbe getrocknetes Holz von <15%
Holzfeuchte vorgeschrieben ist. Und ich dachte auch zuerst, dass frisches
Holz auf gar keinen Fall gehen würde. Aber so einfach ist das wohl nicht.
Unter Umständen ist angeblich auch frisches Holz vertretbar.

> Und zu guter letzt: Das Projekt des OP ist ein nicht maßhaltiges Gebilde á
> la Carport mit Plastedach!

Da der OP nicht im Sägewerk kauft, ist sein Holz sowieso vorgetrocknet. Ich
habe mich des sehr ähnlichen Themas wegen hier halt rangehängt.

Bye,
Robert


Dirk Wagner

unread,
May 24, 2008, 2:24:39 PM5/24/08
to
Dirk Wagner <usenet...@diwasoft.de> wrote:

> Als Fundament für die hinteren Pfeiler wollten wir U-Träger in die Erde
> betonieren (lassen), die vorderen mit Pfostenträgern (äunliche diesen:
> http://www.mesem24.de/product/3158/Pfostentraeger_U-Form.html)
> befestigen.

Was meint ihr, wie tief die U-Träger einbetoniert werden müssen?

Das Dach wird eine Fläche von ca. 10 qm haben. Die vorderen Träger ca.
250 hoch sein, die hinteren 220...

Ciao

Dirk

Jürgen Exner

unread,
May 24, 2008, 2:33:16 PM5/24/08
to
usenet...@diwasoft.de (Dirk Wagner) wrote:
>Dirk Wagner <usenet...@diwasoft.de> wrote:
>
>> Als Fundament für die hinteren Pfeiler wollten wir U-Träger in die Erde
>> betonieren (lassen), die vorderen mit Pfostenträgern (äunliche diesen:
>> http://www.mesem24.de/product/3158/Pfostentraeger_U-Form.html)
>> befestigen.
>
>Was meint ihr, wie tief die U-Träger einbetoniert werden müssen?

Traeger in Beton: 30cm reicht.
Betonpunktfundament: 30cm Durchmesser, frostfrei (je nach Gegend
normalerweise 60-80cm) gruenden.

jue

Dirk Wagner

unread,
May 24, 2008, 2:49:11 PM5/24/08
to
Jürgen Exner <jurg...@hotmail.com> wrote:

> >Was meint ihr, wie tief die U-Träger einbetoniert werden müssen?
>
> Traeger in Beton: 30cm reicht.
> Betonpunktfundament: 30cm Durchmesser, frostfrei (je nach Gegend
> normalerweise 60-80cm) gruenden.

OK - dann haben wir genug ausgehoben...

Ciao

Dirk

0 new messages