Martin Gerdes <
martin...@gmx.de> wrote:
>>
http://www.seca.at/de/produkte/wohnen/massivholzboeden/profil-o.html
>
> Was genau war jetzt so schwierig zu verstehen an "Feder stirnseitig"?
Gar nichts. Nur die hier deutlich billiger zu bekommenden Sachen haben
einfach keine, weil 5 Meter lang, da macht das sicher auch weniger
Sinn, weil man in kleineren Räumen den Verschnitt ja nicht wegwerfen
wird.
> Mittlerweile sind praktisch alle Bodendielen so ausgestattet, ist ja
> auch sinnvoll so, ist stabiler und man hat weniger Verschnitt.
Diese langen Dinger scheinen deutlich billiger zu sein, wahrscheinlich
weil sie einfach längs durch Säge/Hobel geschoben werden. Bzw. die
billigen Hölzer werden hier vorwiegend so angeboten. Ob die Dielen
20 Euro oder 40 Euro kosten, das macht dann schon einen Unterschied.
> Nut und Feder seitlich stabilisiert den Belag transversal; Nut und Feder
> an der Stirnseite stabilisiert den Belag longitudinal so, daß Du das
> Einzelbrett irgendwo enden lassen kannst (auch zwischen den
> Lagerhölzern), vorausgesetzt natürlich, daß die seitlich daran
> anschließenden Bretter durchgehen.
Klar, nur bei 5-Meter-Stücken ist das Problem nicht ganz so gravierend
weil die Stöße weniger oft auftreten, bzw. in manchen Räumen gar nicht.
Klar, man hat sicher deutlich mehr Verschnitt.
> Ok, noch schöner ist es, wenn die Bodenbretter von Wand zu Wand
> durchgehen. Aber das geht in vielen Fällen halt nicht, z.B. deswegen,
> weil der Raum zu groß ist. Du fängst mit einem Brett an und stößt das
> nächste einfach dran, bis Du an der gegenüberliegenden Wand bist. Dort
> sägst Du. Diese Kante hat dann keine Nut und keine Feder. Das macht aber
> nichts, denn an der Wand brauchst Du sie ja nicht und mit dem Reststück
> fängst Du an der anderen Wand wieder an (wo Du stirnseitig auch keine
> Nut-und-Feder-Verbindung brauchst.
Prinzipiell wäre das wünschenswert, nur das ist eben bei der deutlich
teureren Ware so.
> Sinnvollerweise drei. Zwei zum Arbeiten und einen zum Googlen.
>
> Das Googeln könnte man zwar prinzipiell auch vorher allein machen, aber
> man muß es halt auch tun. Du wirst es nicht glauben! Google hat Bilder
> vom Zugeigen, auch mit Menschen dazu, damit Du siehst, wie man damit
> umgeht.
Ich weiß nicht, warum du jetzt leicht schnippisch wirst, ich habe
gegooglet, es ist nur nicht sehr leicht mit dem eher undankbaren
Begriff "Schiffboden/Schiffsboden" zu googlen, der anscheinend
vor allem in Österreich üblich ist, weil darunter je nach Lust
und Laune auch Fertigparkett allgemein, oder beliebigest Parkett
in Längsmustern verstanden wird.
Und "Dielenboden" greift wieder nicht das Charakteristikum auf,
daß es sich um lange Bretter (ohne Quernut) handelt, wie du ja
schreibst ist vieles was so beschrieben wird aus kürzeren Brettern
(oft bis runter auf 1m?) zusammengesetzt.
> Man kann einen Boden zur Not auch allein verlegen, zwei Leute sind aber
> praktischer (schon wenn es ums Hantieren mit langen Dielen geht, die
> nicht schwer, aber sperrig sind). Manchmal sind Bodenbretter minimal
> verzogen, was über die Länge bewirkt, daß dauernd die Feder aus der Nut
> rutscht. In solchen Fällen ist es hilfreich, daß jemand am anderen Ende
> des Brettes hält. Man braucht nicht viel Kraft dafür, aber nur wenige
> Handwerker haben 4 Meter lange Arme (und die meisten auch nur zwei
> davon), also ist ein Helfer nützlich.
Der Hintergrund der Frage war, daß es auch vorstellbar wäre, daß z.B.
3 Leute gleichzeitig bei derartig langen Dielen mit dem Eisen fixieren
müssen, während einer nagelt. Ich habe das noch nie gemacht, drum frage
ich ja.
/ralph