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Erfahrungen mit echtem Schiffboden (massive Dielen)

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Ralph Aichinger

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May 14, 2013, 7:11:26 AM5/14/13
to
Mich würden Erfahrungen zu "echtem" Schiffboden interessieren,
sowohl in der alltäglichen Nutzung, der Reinigung als auch
bezüglich (verstecker) Kosten und des Einbaus.

Wobei ich sowas:

http://www.seca.at/de/service/verlege-und-montagetipps/schiffboden.html
http://www.seca.at/de/produkte/wohnen/massivholzboeden/profil-o.html

meine, nicht einen Fertigparkett der manchmal auch so beizeichnet wird.

Hintergrund: Ich habe derzeit in allen Nicht-Naßräumen einer
100m2-Wohnung im Zweifamilienhaus einen Tepichboden (bzw.
Linoleum in der Küche) auf einem hölzernen Unterboden. Der
Unterboden ist so aufgebaut, daß unter der Deckschicht (Teppich/Linoleum)
zuerst 22mm Spanplatten kommen, die auf eine Lattung verschraubt sind
(ca. 50cm Abstand), welche wiederum schwimmend in einer Schüttung
liegt (Schutt, Sand, Hochofenschlacke).

Jetzt bricht aber aufgrund zweier Feuchteschäden der Unterboden
aus den 30 Jahre alten Spanplatten lokal auf (die Platten bröckeln nach
Jahren an den Stellen an denen sie einmal kurz naß geworden sind einfach
weg) während die Lattung und die Schüttung keinerlei Problem zu
haben scheint (soweit ich es halt mal zum Reinsehen aufgemacht
habe). Neben der Variante "alles raus und Estrich drüber" oder
Spanplatten plattenweise oder raumweise tauschen oder durch
OSB ersetzen gäbe es noch die Variante, die Spanplatten durch
einen Schiffboden zu ersetzen, also den Schiffboden direkt auf
die Lattung zu nageln oder zu schrauben. Damit hätte ich quasi
gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: die Platten
des Unterbodens ersetzt und den Teppich/das Linoleum drüber
ebenfalls (ist nach 30 Jahren "fällig"). Und ich hätte einen
Boden der mir ästhetisch viel besser gefällt als alles was man
so über die Spanplatten einfach drüberlegen kann (z.B. Laminat), der
eventuell auch viel länger hält (klar, mit Pflege und Abschleifen).

Von der Aufbauhöhe kommt man geringfügig unter den bisherigen
Spanplattenboden+Teppich runter (8mm+22mm gegenüber z.B. 24mm)
aber das Bad mache ich sowieso neu, d.h. man könnte, wenn man
fast alles macht das Niveau vermutlich weitgehend eben behalten.
Eventuell kann man auch Schüttung nachfüllen um die Konstruktion
die 6mm anzuheben? Dieser Aspekt ist warum ich hier jetzt
mal nach Meinungen frage, denn solange im Bad noch keine Fliesen
sind, ist ersteres sicher einfacher möglich als nachher ;)

Hat jemand von euch praktische Erfahrungen mit so einem
"rustikalen" Boden? Ich kenne das nur aus einer Badehütte,
bei der ein ähnlicher Boden aufgrund der hohen Feuchte
(direkt über dem See) ordentlich arbeitet und deutliche
Ritzen aufweist, was mich dort nicht stört. Aber dort muß
man aufgrund der weniger intensiven Nutzung auch weniger
putzen.

Ist sowas in der Küche noch praktikabel oder dreht man da
durch weil man immer mit dem Reibholz unterwegs ist, bzw.
der Boden das überhaupt nicht aushält?

Was ist da im Alltag die praktischste Oberflächenbehandlung?
Roh lassen (so kenne ich das von der Badehütte, dort funktioniert
das auch einigermaßen gut), ölen, lackieren, sonstwas?

Und: Hättet ihr Bedenken, daß Staub aus der Schüttung
durch die Ritzen hochkommt, bzw. wie aufwändig ist denn
die Verlegung von sowas? Ist das selber durch handwerklich
halbwegs begabte Leute noch möglich, oder ist das sowieso
nur durch einen Fachmann machbar?

/ralph -- bitte gegebenenfalls Fup entsprechen setzen, wenns
ums Reinigen geht mehr nach de.etc.haushalt, wenn
es ums Einbauen geht eher nach de.rec.heimwerken. Danke.

Olaf Kaluza

unread,
May 14, 2013, 2:21:58 PM5/14/13
to
Ralph Aichinger <ra...@pangea.at> wrote:

>Mich w�rden Erfahrungen zu "echtem" Schiffboden interessieren,
>sowohl in der allt�glichen Nutzung, der Reinigung als auch
>bez�glich (verstecker) Kosten und des Einbaus.

Also ich hab den gereinigt indem ich einfach einen Eimer an einen
Strick geknotet habe, den ueber Bord geworfen habe und das Wasser dann
ueber das Deck gekippt habe. Oder meinst du mit 'echt' ein anderes
echt? :-D

Olaf

J�rgen Exner

unread,
May 14, 2013, 2:32:34 PM5/14/13
to
Olaf Kaluza <ol...@criseis.ruhr.de> wrote:
>Ralph Aichinger <ra...@pangea.at> wrote:
>
> >Mich w�rden Erfahrungen zu "echtem" Schiffboden interessieren,
> >sowohl in der allt�glichen Nutzung, der Reinigung als auch
> >bez�glich (verstecker) Kosten und des Einbaus.
>
>Also ich hab den gereinigt indem ich einfach einen Eimer an einen
>Strick geknotet habe,

Wenn ueberhaupt dann "... eine Puetz an ein Ende gesteckt ...". Wenn du
hier Witze machen willst, dann wenigstens richtig.

> den ueber Bord geworfen habe und das Wasser dann
>ueber das Deck gekippt habe. Oder meinst du mit 'echt' ein anderes
>echt? :-D

jue

Robert Waldner

unread,
May 14, 2013, 5:22:30 PM5/14/13
to
In de.rec.heimwerken Ralph Aichinger <ra...@pangea.at> wrote:
> Hat jemand von euch praktische Erfahrungen mit so einem
> "rustikalen" Boden?

Ja, ein paar Jahrzehnte. _Ordentlicher_ Siegellack ist das A&O. Dann
haelt das auch, bis man nach 15-30 Jahren mal abschleift und neu-
versiegelt.
Bei uns war der Boden genagelt, einmal mussten wir (muehsam) die Naegel
noch ein wenig weiter reinversenken, weil nach dem 4. oder 5. Mal
abschleifen waeren die sonst im Weg gewesen ;)

> Ich kenne das nur aus einer Badehᅵtte,
> bei der ein ᅵhnlicher Boden aufgrund der hohen Feuchte
> (direkt ᅵber dem See) ordentlich arbeitet und deutliche
> Ritzen aufweist, was mich dort nicht stᅵrt. Aber dort muᅵ
> man aufgrund der weniger intensiven Nutzung auch weniger
> putzen.

Verlegen mit sichtbaren Fugen. Dann abschleifen, und den entstehenden
Staub _nicht_ wegwerfen, sondern mit Holzleim mischen und die Fugen damit,
naja, verfugen halt. Dann versiegeln. Zumindest im (trockenen) Innenbereich.
Der Leim ist flexibel genug um die bei im Innenbereich ueblichen
Temperaturschwankungen auftretende Materialverformung auszugleichen.
Alle 15-30 Jahre wieder, je nach Nutzung und aesthetischen Anspruechen.

> Ist sowas in der Kᅵche noch praktikabel oder dreht man da
> durch weil man immer mit dem Reibholz unterwegs ist, bzw.
> der Boden das ᅵberhaupt nicht aushᅵlt?

In der Kueche hatte ich das nie.

> Was ist da im Alltag die praktischste Oberflᅵchenbehandlung?
> Roh lassen (so kenne ich das von der Badehᅵtte, dort funktioniert
> das auch einigermaᅵen gut), ᅵlen, lackieren, sonstwas?

Verfugen und ordentlicher Siegellack, dann reicht feucht wischen. Wenn
man nicht versiegelt, oder Lack waehlt der halt nix aushaelt, dann wird
man mehr Aufwand in Pflege investieren muessen.

> Und: Hᅵttet ihr Bedenken, daᅵ Staub aus der Schᅵttung
> durch die Ritzen hochkommt, bzw. wie aufwᅵndig ist denn
> die Verlegung von sowas?

Nein, aber ich kenn das auch nur verfugt&versiegelt.

> Ist das selber durch handwerklich
> halbwegs begabte Leute noch mᅵglich, oder ist das sowieso
> nur durch einen Fachmann machbar?

Wenn die Unterkonstruktion schon da ist, haett ich da erstmal wenig
Hemmungen, das selber zu probieren - soo viel Geld ist nicht versenkt.

cheers,
&rw
--
-- "Die Majoritᅵt der Dummen ist unᅵberwindbar und
-- fᅵr alle Zeiten gesichert." - Albert Einstein

Ralph Aichinger

unread,
May 14, 2013, 6:26:43 PM5/14/13
to
Robert Waldner <waldner+++s...@waldner.priv.at> wrote:
> Bei uns war der Boden genagelt, einmal mussten wir (muehsam) die Naegel
> noch ein wenig weiter reinversenken, weil nach dem 4. oder 5. Mal
> abschleifen waeren die sonst im Weg gewesen ;)

Ich nehme an, die Nägel waren auf der Oberseite (sichtbar) genagelt?
Es gibt teilweise auch Anleitungen, die Nägel im Winkel von 45 Grad
unsichtbar in der Feder einzuschlagen. Wobei ich mir eh nicht sicher
bin ob mich die sichtbaren Nägel stören. Und für jegliche Ausbesserungen
sind die wohl Voraussetzung, einen verdeckt genagelten Boden kriegt man
wohl nicht zerstörungsfrei raus.

> Verlegen mit sichtbaren Fugen. Dann abschleifen, und den entstehenden
> Staub _nicht_ wegwerfen, sondern mit Holzleim mischen und die Fugen damit,
> naja, verfugen halt. Dann versiegeln. Zumindest im (trockenen) Innenbereich.
> Der Leim ist flexibel genug um die bei im Innenbereich ueblichen
> Temperaturschwankungen auftretende Materialverformung auszugleichen.
> Alle 15-30 Jahre wieder, je nach Nutzung und aesthetischen Anspruechen.

Wie breit sind diese Fugen ungefähr bei dir? Kann man das ungefähr sagen?

Ich kenne eine ähnliche Lösung vom Bad einer Freundin, die hat auch irgendwelche
massive Bretter drin, verfugt mit irgendwas was nach Silikon aussieht. Wobei
die Bretter irgend ein feuchtigkeitsbeständiges Holz sind.

> Verfugen und ordentlicher Siegellack, dann reicht feucht wischen. Wenn
> man nicht versiegelt, oder Lack waehlt der halt nix aushaelt, dann wird
> man mehr Aufwand in Pflege investieren muessen.

Ist bei einer guten Versiegelung die Pflege und Optik ähnlich wie bei einem
Parkett (bis auf die Fugen)?

> Wenn die Unterkonstruktion schon da ist, haett ich da erstmal wenig
> Hemmungen, das selber zu probieren - soo viel Geld ist nicht versenkt.

Ich war geradezu schockiert wie billig das Material im Vergleich zu z.B.
Laminat oder ähnlichem ist. Das gibt es PVC-Böden die teurer sind.

/ralph

Jo Warner

unread,
May 15, 2013, 2:56:04 AM5/15/13
to
Am 14.05.2013 13:11, schrieb Ralph Aichinger:
> Mich würden Erfahrungen zu "echtem" Schiffboden interessieren,
> sowohl in der alltäglichen Nutzung, der Reinigung als auch
> bezüglich (verstecker) Kosten und des Einbaus.
>
> Wobei ich sowas:
>
> http://www.seca.at/de/service/verlege-und-montagetipps/schiffboden.html
> http://www.seca.at/de/produkte/wohnen/massivholzboeden/profil-o.html
>
> meine, nicht einen Fertigparkett der manchmal auch so beizeichnet wird.

Du willst in einer Küche, wo immer mit fettigem Zeug, Soße, Ketchup,
versehentlich zertretener Erdbeere ... auf dem Fußboden zu rechnen ist,
Echtholz verlegen? Das muss schon perfekt versiegelt sein, sonst sieht
es bald aus wie Hulle.

Außerdem ist dafür geeignetes wirklich gutes Holz alles andere als
günstig, und im Badezimmerthread erwähnst du schon, dass dir die Kosten
ein wenig davonlaufen.

Solltest du eine Tischkreissäge mit richtig Leistung und eine Tischfräse
haben, könntest du beim Holzhändler gut abgelagerte Teakbohlen kaufen,
sie in 12 mm starke Planken auftrennen, eine Nut reinfräsen und sowas
als Bodenbelag machen, wie es Segelyachten als Teakstabdeck haben. Dann
darauf eine hochwertige PU-Versiegelung auftragen. Musst du allerdings
die Teakplanken fertig kaufen, geht es ins ziemlich teure Umfeld.

Was spricht denn dagegen, in der Küche hochwertige Linoleumplanken zu
verlegen? Gibt es in vielen Holzdekoren, ist sehr abriebbeständig und
mühelos zu reinigen.

Gruß Jo

MaWin

unread,
May 15, 2013, 3:37:44 AM5/15/13
to
"Jo Warner" <kiw...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:kmvbi1$mdi$1...@online.de...

> Du willst in einer Küche, wo immer mit fettigem Zeug, Soße, Ketchup,
> versehentlich zertretener Erdbeere ... auf dem Fußboden zu rechnen ist,
> Echtholz verlegen?

Natürlich. Ist super. Hab ich auch. Plötzlich geht nicht mehr
alles kaputt was runterfällt, denn Massivholz ist weicher als
Fliesen, selbst die Fliesen zersprangen ja manchmal,
beim versiegelten Parkett hatte ich schon drinsteckende Messer
ohne schädliche Folgen.

Und jeder, der in die Küche kommt, sag: Wow seht das gut aus,
warum und angenehm (wenn es zu den Möbeln passt).
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net

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Jo Warner

unread,
May 15, 2013, 4:40:26 AM5/15/13
to
So richtig massives und gutes und auch für Küche geeignetes Holz ist
teuer. Dem OP laufen nach eigener Aussage schon die Badezimmerkosten
etwas davon. Ob er 60-100 Euro/qm ausgeben will, muss er selbst beurteilen.

Ralph Aichinger

unread,
May 15, 2013, 4:46:59 AM5/15/13
to
Jo Warner <kiw...@yahoo.de> wrote:
> Du willst in einer Küche, wo immer mit fettigem Zeug, Soße, Ketchup,
> versehentlich zertretener Erdbeere ... auf dem Fußboden zu rechnen ist,
> Echtholz verlegen? Das muss schon perfekt versiegelt sein, sonst sieht
> es bald aus wie Hulle.

Das ist es ja, weswegen ich gerade in der Küche irgendwie noch ärgste
Zweifel habe.

> Außerdem ist dafür geeignetes wirklich gutes Holz alles andere als
> günstig, und im Badezimmerthread erwähnst du schon, dass dir die Kosten
> ein wenig davonlaufen.

Für uns käme eh vor allem die billigste Variante in Frage: Fichte
oder Lärche massiv. Das macht jedes Sägewerk in der Umgebung,
und die Preise liegen bei ca. 20 Euro für die Fichte und etwas
über 30 Euro für die Lärche. D.h. durchaus im Preisbereich von
etwas besseren Laminatplatten und noch deutlich unter Linoleum
(das mir auch gut gefällt aber spürbar teurer ist). Natürlich muß
man beim Schiffboden viel Handarbeit einrechnen, die Bretter müssen
vor Ort geschliffen und genagelt werden.

Trotzdem finde ich die Preise jetzt im Vergleich recht günstig.
Bei einem Laminat hat man ja im Prinzip nur bedrucktes Papier auf
Hartfaser, während man ein so zwar billiges, aber immerhin echtes
Holz kriegt, das man bei 24mm jahrelang abschleifen kann, wenn man
will oder muß.

> Was spricht denn dagegen, in der Küche hochwertige Linoleumplanken zu
> verlegen? Gibt es in vielen Holzdekoren, ist sehr abriebbeständig und
> mühelos zu reinigen.

Der Preis in zweifacher Hinsicht. Weil bei mir die Unterbodenplatten
die jetzt unter dem Linoleum liegen auszutauschen wären (und ich mir
das beim Schiffboden spare, weil sich der selbst trägt) und weil Linoleum
nach meiner ersten Recherche dann noch mal preislich darüber liegt was
den reinen Quadratmeterpreis betrifft (40 Euro aufwärts), plus eventuell
noch Verlegung, gerade in der Küche sind geschlossene Bahnen sicher sinnvoll,
wenn man schon so einen relativ teuren Boden reintut).

Was ginge wären verschiedene Plastikböden, die sind aber je nach
dem auch nicht billiger (beim ersten rumschauen: PVC-Klicksysteme
um die 25 Euro).

/ralph

Ralph Aichinger

unread,
May 15, 2013, 4:56:16 AM5/15/13
to
Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
> Ich würde Dielenschrauben nehmen.

Schraubt man mit denen verdeckt in die Nut? Sind das so
selbstschneidende Spezialschrauben ähnlich wie Spax?

/ralph

Ralph Aichinger

unread,
May 15, 2013, 5:07:15 AM5/15/13
to
Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
> Wahlweise Dielen mit Nut und Feder verwenden (sinnvollerweise auch
> stirnseitig, dann kann man sie fortlaufend verarbeiten und ist nicht auf
> die Balken angewiesen. Dielen ohne Nut und Feder müssen immer mittig auf
> einem Balken enden (Wehe wenn nicht! Dann federt das Brett und kann
> längs einreißen. Ich habe hier gerade so einen Kandidaten ...)

Die hier ortsübliche Sache (d.h. billig zu bekommende) sind
lange Nut-Feder-Dielen, z.B. 5m x 24mm x 146mm, d.h. bei kleineren
Räumen hat man sowieso nur eine Länge, und auch bei größeren tut
das Stückeln und zurechtschneiden auf die Unterkonstruktionslatten
weniger weh. Ich habe Bereiche im Haus, wo es offen 10 Meter in
eine Richtung durchgeht, aber da muß man sich halt irgenwas bezüglich
Stückeln einfallen lassen.

http://www.seca.at/de/produkte/wohnen/massivholzboeden/profil-o.html

http://www.hafenjunge.com/blog/schiffboden-fur-alle%C2%B0.html

zeigt glaube ich genau so einen Boden in der Verlegung, bloß daß bei
mir deutlich mehr Unterkonstruktion drunter wäre (Schüttung, und
selbsttragende Lattenkonstruktion schwimmend darin).

> Genagelte Böden können knarren (und werden es nach längerer Zeit).

Das ist etwas was mir ein bißchen Sorgen macht. Ich möchte meine
Mieterin drunter nicht grundlos quälen, wobei mir da die Physik
der Schallübertragung sowieso nicht so vollkommen klar ist. Manchmal
hört man ganz leise Sachen runter, dann wieder kann man den größten
Krawall veranstalten ohne große Probleme.

> Geschraubte knarren nicht. Sinnvollerweise Dielenschrauben verwenden,
> die man in die Federn schraubt (Das sind Schrauben mit besonders
> schlanken Köpfen TX10 oder so).

OK, das muß ich mir ansehen, bzw. auf jeden Fall noch mal mit jemandem
besprechen, der sowas schon mal verlegt hat.

> Abstand an der Wand nicht vergessen!
> a) Holz arbeitet.

Es gibt Horrorstories von Dielenbrettern die Wände umgedrückt
haben. Sowas möchte ich vermeiden ;)

> ACK. Man braucht halt als Spezialwerkzeug ein Zugeisen. Ohne das geht es
> nicht. Den Rest hat man als Heimwerker (Akkuschrauber, Säge zum
> Ablängen).

Wieviele Leute braucht man da realistisch (einer zieht, einer
schraubt) oder stelle ich mir das jetzt falsch vor?

/ralph

Robert Waldner

unread,
May 15, 2013, 5:12:28 AM5/15/13
to
Ralph Aichinger <ra...@pangea.at> wrote:
> Robert Waldner <waldner+++s...@waldner.priv.at> wrote:
>> Bei uns war der Boden genagelt, einmal mussten wir (muehsam) die Naegel
>> noch ein wenig weiter reinversenken, weil nach dem 4. oder 5. Mal
>> abschleifen waeren die sonst im Weg gewesen ;)

> Ich nehme an, die Nᅵgel waren auf der Oberseite (sichtbar) genagelt?

Ja. Das waren wohlgemerkt aber sowieso keine Nut-/Feder-Bretter, so hat sich
die Frage nach "unsichtbarem" Nageln nicht gestellt.

>> Verlegen mit sichtbaren Fugen. Dann abschleifen, und den entstehenden
>> Staub _nicht_ wegwerfen, sondern mit Holzleim mischen und die Fugen damit,
>> naja, verfugen halt. Dann versiegeln. Zumindest im (trockenen) Innenbereich.
>> Der Leim ist flexibel genug um die bei im Innenbereich ueblichen
>> Temperaturschwankungen auftretende Materialverformung auszugleichen.
>> Alle 15-30 Jahre wieder, je nach Nutzung und aesthetischen Anspruechen.

> Wie breit sind diese Fugen ungefᅵhr bei dir? Kann man das ungefᅵhr sagen?

So, dass man grade noch mit der "Klinge" eines Buttermessers reinkam - was
durchaus praktisch war, wenn man die Fugen vor dem Neu-Verfugen nochmal
saeubern wollte. Schaetze so 2mm.

> Ich kenne eine ᅵhnliche Lᅵsung vom Bad einer Freundin, die hat auch
> irgendwelche
> massive Bretter drin, verfugt mit irgendwas was nach Silikon aussieht. Wobei
> die Bretter irgend ein feuchtigkeitsbestᅵndiges Holz sind.

Wir haben das mit transparentem Holzleim und Holzstaub vom Schleifen gemacht,
weil das dann natuerlich auch farblich zum Holz passt (und weil der Opa,
der den verlegt hatte, anno dazumals einfachen Zugriff auf Leim hatte). Ich
wuesste aber nicht, was gegen Silikon spraeche.

>> Verfugen und ordentlicher Siegellack, dann reicht feucht wischen. Wenn
>> man nicht versiegelt, oder Lack waehlt der halt nix aushaelt, dann wird
>> man mehr Aufwand in Pflege investieren muessen.

> Ist bei einer guten Versiegelung die Pflege und Optik ᅵhnlich wie bei einem
> Parkett (bis auf die Fugen)?

Wie gesagt: feucht wischen reicht dann vollkommen.

Eine Wohnung spaeter, mit Fischgraet-Parkett, hab ich das genauso gemacht,
nur Verfugen brauchte ich nicht - die waren so schmal, dass der Siegellack
allein gereicht hat. Pflege: feucht wischen.

Wohlgemerkt: der extra-bestaendige Lack wurde nicht an Privatpersonen
verkauft. Beim Verarbeiten war Mundschutz Pflicht, und der Raum durfte
eine Woche nicht betreten/benutzt werden. Wir haben uns den ueber einen
befreundeten Tischler besorgt. Keine Ahnung wie das heute ist, das war so '95.

>> Wenn die Unterkonstruktion schon da ist, haett ich da erstmal wenig
>> Hemmungen, das selber zu probieren - soo viel Geld ist nicht versenkt.

> Ich war geradezu schockiert wie billig das Material im Vergleich zu z.B.
> Laminat oder ᅵhnlichem ist. Das gibt es PVC-Bᅵden die teurer sind.

Hmm, wenn ich kurz Tante Gugl bemuehe, dann sehe ich den mᅵ nicht unter ca.
20,--. Das ist schon so Billig-Laminat - Niveau. Ich halte das trotzdem
fuer guenstiger als Laminat, weil man statt Austauschen alle 20-30 Jahre
einfach abschleift/versiegelt und gut ist.

cheers,
&rw
--
-- Quite cool failure mode, too. Everything just suddenly wasn't
-- there, as all available bandwidth was consumed by OSPF.
-- Ingvar

heinz tauer

unread,
May 15, 2013, 5:22:28 AM5/15/13
to
Am 15.05.2013 11:07, schrieb Ralph Aichinger:
> Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:


> Das ist etwas was mir ein bi�chen Sorgen macht. Ich m�chte meine
> Mieterin drunter nicht grundlos qu�len, wobei mir da die Physik der
> Schall�bertragung sowieso nicht so vollkommen klar ist. Manchmal h�rt
> man ganz leise Sachen runter, dann wieder kann man den gr��ten Krawall
> veranstalten ohne gro�e Probleme.
>> Geschraubte knarren nicht. Sinnvollerweise Dielenschrauben verwenden,
>> die man in die Federn schraubt (Das sind Schrauben mit besonders
>> schlanken K�pfen TX10 oder so).

Gegen knarren hilft nur verleimen!
> OK, das mu� ich mir ansehen, bzw. auf jeden Fall noch mal mit jemandem
> besprechen, der sowas schon mal verlegt hat.
>
>> Abstand an der Wand nicht vergessen!
>> a) Holz arbeitet.
> Es gibt Horrorstories von Dielenbrettern die W�nde umgedr�ckt
> haben. Sowas m�chte ich vermeiden ;)
>
>> ACK. Man braucht halt als Spezialwerkzeug ein Zugeisen. Ohne das geht es
>> nicht. Den Rest hat man als Heimwerker (Akkuschrauber, S�ge zum
>> Abl�ngen).

Zugeisen gibt es im Baumarkt.

> Wieviele Leute braucht man da realistisch (einer zieht, einer
> schraubt) oder stelle ich mir das jetzt falsch vor?
>
>

Eine Person gen�gt.

--
H.T.

Ralph Aichinger

unread,
May 15, 2013, 5:52:17 AM5/15/13
to
Robert Waldner <waldner+++s...@waldner.priv.at> wrote:
> Ja. Das waren wohlgemerkt aber sowieso keine Nut-/Feder-Bretter, so hat sich
> die Frage nach "unsichtbarem" Nageln nicht gestellt.

Ah, OK. Waren da jeweils zwei Nägel pro Brett und Querlatte (also
ca. alle 50cm zwei Nägel) drin? Ein Foto davon hast du vermutlich
nicht, oder? Leider sieht man sehr sehr wenige Bilder im Netz
wie sowas im großflächigen Boden aussieht, die Holzindustrie
schläft da IMHO ein bißchen was Marketing betrifft.

> So, dass man grade noch mit der "Klinge" eines Buttermessers reinkam - was
> durchaus praktisch war, wenn man die Fugen vor dem Neu-Verfugen nochmal
> saeubern wollte. Schaetze so 2mm.

Ah, OK. das ist nicht so schlimm. Bei unserer Badehütte sind es
teilweise an manchen Stellen ca. 4mm, aber das ist eine besondere
Situation (extreme Temperaturunterschiede, 2x Hochwasser, Reinigung
durch Kübel drüberschütten und schrubben).

Bei 2mm ist zumindest die Gefahr des mechanischen hängenbleibens
geringer.

> Eine Wohnung spaeter, mit Fischgraet-Parkett, hab ich das genauso gemacht,
> nur Verfugen brauchte ich nicht - die waren so schmal, dass der Siegellack
> allein gereicht hat. Pflege: feucht wischen.

Fischgrät-Parkett ist natürlich ein Traum, aber wohl fast nur mehr
im Altbau zu finden. Im Büro haben wir das, gibt nix besseres. Und
wird vermutlich uns alle überdauern, wenn nicht irgendein Idiot
es rausreißt.

> Wohlgemerkt: der extra-bestaendige Lack wurde nicht an Privatpersonen
> verkauft. Beim Verarbeiten war Mundschutz Pflicht, und der Raum durfte
> eine Woche nicht betreten/benutzt werden. Wir haben uns den ueber einen
> befreundeten Tischler besorgt. Keine Ahnung wie das heute ist, das war so '95.

Mal recherchieren. Meine Freundin hat von ihrem Parket noch einen
beeindruckend warnhinweisübersäten Lack rumstehen, eventuell eh ein
ähnliches Zeug.

> Hmm, wenn ich kurz Tante Gugl bemuehe, dann sehe ich den m² nicht unter ca.
> 20,--. Das ist schon so Billig-Laminat - Niveau. Ich halte das trotzdem
> fuer guenstiger als Laminat, weil man statt Austauschen alle 20-30 Jahre
> einfach abschleift/versiegelt und gut ist.

Ja, so 20-30 Euro pro Quadratmeter, und damit irgendwo im Bereich von
Laminat. Und ich bin mir nicht sicher, ob das Laminat für 20 Euro wirklich
20 Jahre hält. Mag sein, daß die Verkäufer das schlechtreden, aber da
ist durchaus von kürzeren Haltbarkeiten die Rede. Klar, ist da weniger
ein Problem weil schnell verlegt. Trotzdem, wenn man echtes Holz angreift
und Laminat, dann merkt man da schon einen gewaltigen Unterschied, auch
was z.B. die Akustik so einer spiegelglatten Fläche betrifft.

/ralph

Ralph Aichinger

unread,
May 15, 2013, 5:56:28 AM5/15/13
to
heinz tauer <heinz...@arcor.de> wrote:
>> Wieviele Leute braucht man da realistisch (einer zieht, einer
>> schraubt) oder stelle ich mir das jetzt falsch vor?

> Eine Person genügt.

D.h. es geht eher um ein sanftes aneinanderdrücken als ein
Spannen mit viel Kraft?

/ralph

Jo Warner

unread,
May 15, 2013, 6:48:22 AM5/15/13
to
Am 15.05.2013 10:46, schrieb Ralph Aichinger:

>> Was spricht denn dagegen, in der Küche hochwertige Linoleumplanken zu
>> verlegen? Gibt es in vielen Holzdekoren, ist sehr abriebbeständig und
>> mühelos zu reinigen.
>
> Der Preis in zweifacher Hinsicht. Weil bei mir die Unterbodenplatten
> die jetzt unter dem Linoleum liegen auszutauschen wären (und ich mir
> das beim Schiffboden spare, weil sich der selbst trägt) und weil Linoleum
> nach meiner ersten Recherche dann noch mal preislich darüber liegt was
> den reinen Quadratmeterpreis betrifft (40 Euro aufwärts), plus eventuell
> noch Verlegung, gerade in der Küche sind geschlossene Bahnen sicher sinnvoll,
> wenn man schon so einen relativ teuren Boden reintut).

Du fragst an den falschen Orten! Wirklich hochwertige, für den
gewerblichen Bereich spezifizierte, Linoleumplanken kosten um und bei 20
Euro/qm. Untergrund sauber verlegte OSB-Platten kostet auch nicht die
Welt. Sowas selbst verlegen ist auch keine High Tech-Herausforderung.

Wenn du allerdings schon im Bad Fachleute anheuerst, dann auch für den
Küchenboden von beauftragten Verlegeleuten und qm-Mondpreisen ab 40 Euro
redest, wird irgendwann dein ganzes Ausbauprojekt ziemlich unfinanzierbar.

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frank paulsen

unread,
May 15, 2013, 7:01:32 AM5/15/13
to
Jo Warner <kiw...@yahoo.de> writes:

> Solltest du eine Tischkreiss�ge mit richtig Leistung und eine
> Tischfr�se haben, k�nntest du beim Holzh�ndler gut abgelagerte
> Teakbohlen kaufen, sie in 12 mm starke Planken auftrennen, eine Nut
> reinfr�sen und sowas als Bodenbelag machen, wie es Segelyachten als
> Teakstabdeck haben. Dann darauf eine hochwertige PU-Versiegelung
> auftragen. Musst du allerdings die Teakplanken fertig kaufen, geht es
> ins ziemlich teure Umfeld.

PU-Lack auf Teak ist nicht nur verschwendung, sonder fuehrt in der regel
auch zu nicht sehr ansehnlichen ergebnissen, weil Teak sehr kautschuk-
haltig ist, und das mit dem PU-lack reagiert. wenn man es unbedingt
will, kann man einen oeldichten zwischenlack auftragen, dann ist das
nicht nur sehr teuer, sondern auch noch aufwendiger geworden, als wenn
man gleich einen fuer Teak geeigneten lackaufbau verwendet.

wenn man zeit und lust hat, kann man aber recht problemlos billiges
Kiefernholz mit 2K-PU kuechenfest machen. was hinter einer bar fuenf
jahre ohne beschaedigungen durchhaelt, sollte in einer privatkueche
locker eine generation ueberdauern.

--
frobnicate foo

MaWin

unread,
May 15, 2013, 7:34:41 AM5/15/13
to
"Jo Warner" <kiw...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:kmvhln$qp7$1...@online.de...
>
> So richtig massives und gutes und auch für Küche geeignetes Holz ist
> teuer. Dem OP laufen nach eigener Aussage schon die Badezimmerkosten etwas
> davon. Ob er 60-100 Euro/qm ausgeben will, muss er selbst beurteilen.

Eiche, 15 EUR/m2 inkl. Kleber.
Das teuerste waren die Fussbodenleisten.

heinz tauer

unread,
May 15, 2013, 7:38:32 AM5/15/13
to
Am 15.05.2013 11:56, schrieb Ralph Aichinger:
> heinz tauer <heinz...@arcor.de> wrote:
>>> Wieviele Leute braucht man da realistisch (einer zieht, einer
>>> schraubt) oder stelle ich mir das jetzt falsch vor?
>> Eine Person gen�gt.
> D.h. es geht eher um ein sanftes aneinanderdr�cken als ein
> Spannen mit viel Kraft?
>
>

Die Nut-und Federbretter werden entweder mit Spanngurt zusammengezogen
oder mit Schlagklotz ineinander gef�gt. An den W�nden benutzt man
anstatt Schlagklotz Zugeisen. Man kann die Dielen nageln, schrauben oder
bei schwimmend verlegt verleimen. Es empfiehlt sich, als
Trittschallschutz unter die Dielen Noppenfolie aufzubringen.

--
H.T.

Robert Waldner

unread,
May 15, 2013, 7:55:45 AM5/15/13
to
Ralph Aichinger <ra...@pangea.at> wrote:
> Robert Waldner <waldner+++s...@waldner.priv.at> wrote:
>> Ja. Das waren wohlgemerkt aber sowieso keine Nut-/Feder-Bretter, so hat sich
>> die Frage nach "unsichtbarem" Nageln nicht gestellt.

> Ah, OK. Waren da jeweils zwei Nᅵgel pro Brett und Querlatte (also
> ca. alle 50cm zwei Nᅵgel) drin? Ein Foto davon hast du vermutlich
> nicht, oder?

Puh, genau weiss ich das nicht mehr, aber ich denke alle 50-80cm eine
Querlatte und dann pro Brett/Querlatte 2 Naegel kommt hin. Ich muesst
mal meinen Alten fragen, ob er irgendwo noch Photos von der Wohnung hat
(die wurde ca. 2001 aufgegeben), aber es wuerd mich ehrlich gesagt wundern.

> Leider sieht man sehr sehr wenige Bilder im Netz
> wie sowas im groᅵflᅵchigen Boden aussieht, die Holzindustrie
> schlᅵft da IMHO ein biᅵchen was Marketing betrifft.

Etwa so: http://www.wohnnet.at/bilder//bilder/delta/Foto_22843.jpg
(http://images.google.com/search?q=altbau+wien+schiffboden)

>> Eine Wohnung spaeter, mit Fischgraet-Parkett, hab ich das genauso gemacht,
>> nur Verfugen brauchte ich nicht - die waren so schmal, dass der Siegellack
>> allein gereicht hat. Pflege: feucht wischen.

> Fischgrᅵt-Parkett ist natᅵrlich ein Traum, aber wohl fast nur mehr
> im Altbau zu finden. Im Bᅵro haben wir das, gibt nix besseres. Und
> wird vermutlich uns alle ᅵberdauern, wenn nicht irgendein Idiot
> es rausreiᅵt.

.. oder es vollflaechig mit Teppich beklebt, dazu einen Kleber, der sich
richtig ins Holz hineinfrisst. Ich haette weinen koennen.

cheers,
&rw
--
-- Unions: The people who brought you the weekend.

Ralph Aichinger

unread,
May 15, 2013, 8:00:07 AM5/15/13
to
Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
>>http://www.seca.at/de/produkte/wohnen/massivholzboeden/profil-o.html
>
> Was genau war jetzt so schwierig zu verstehen an "Feder stirnseitig"?

Gar nichts. Nur die hier deutlich billiger zu bekommenden Sachen haben
einfach keine, weil 5 Meter lang, da macht das sicher auch weniger
Sinn, weil man in kleineren Räumen den Verschnitt ja nicht wegwerfen
wird.

> Mittlerweile sind praktisch alle Bodendielen so ausgestattet, ist ja
> auch sinnvoll so, ist stabiler und man hat weniger Verschnitt.

Diese langen Dinger scheinen deutlich billiger zu sein, wahrscheinlich
weil sie einfach längs durch Säge/Hobel geschoben werden. Bzw. die
billigen Hölzer werden hier vorwiegend so angeboten. Ob die Dielen
20 Euro oder 40 Euro kosten, das macht dann schon einen Unterschied.

> Nut und Feder seitlich stabilisiert den Belag transversal; Nut und Feder
> an der Stirnseite stabilisiert den Belag longitudinal so, daß Du das
> Einzelbrett irgendwo enden lassen kannst (auch zwischen den
> Lagerhölzern), vorausgesetzt natürlich, daß die seitlich daran
> anschließenden Bretter durchgehen.

Klar, nur bei 5-Meter-Stücken ist das Problem nicht ganz so gravierend
weil die Stöße weniger oft auftreten, bzw. in manchen Räumen gar nicht.
Klar, man hat sicher deutlich mehr Verschnitt.

> Ok, noch schöner ist es, wenn die Bodenbretter von Wand zu Wand
> durchgehen. Aber das geht in vielen Fällen halt nicht, z.B. deswegen,
> weil der Raum zu groß ist. Du fängst mit einem Brett an und stößt das
> nächste einfach dran, bis Du an der gegenüberliegenden Wand bist. Dort
> sägst Du. Diese Kante hat dann keine Nut und keine Feder. Das macht aber
> nichts, denn an der Wand brauchst Du sie ja nicht und mit dem Reststück
> fängst Du an der anderen Wand wieder an (wo Du stirnseitig auch keine
> Nut-und-Feder-Verbindung brauchst.

Prinzipiell wäre das wünschenswert, nur das ist eben bei der deutlich
teureren Ware so.

> Sinnvollerweise drei. Zwei zum Arbeiten und einen zum Googlen.
>
> Das Googeln könnte man zwar prinzipiell auch vorher allein machen, aber
> man muß es halt auch tun. Du wirst es nicht glauben! Google hat Bilder
> vom Zugeigen, auch mit Menschen dazu, damit Du siehst, wie man damit
> umgeht.

Ich weiß nicht, warum du jetzt leicht schnippisch wirst, ich habe
gegooglet, es ist nur nicht sehr leicht mit dem eher undankbaren
Begriff "Schiffboden/Schiffsboden" zu googlen, der anscheinend
vor allem in Österreich üblich ist, weil darunter je nach Lust
und Laune auch Fertigparkett allgemein, oder beliebigest Parkett
in Längsmustern verstanden wird.

Und "Dielenboden" greift wieder nicht das Charakteristikum auf,
daß es sich um lange Bretter (ohne Quernut) handelt, wie du ja
schreibst ist vieles was so beschrieben wird aus kürzeren Brettern
(oft bis runter auf 1m?) zusammengesetzt.

> Man kann einen Boden zur Not auch allein verlegen, zwei Leute sind aber
> praktischer (schon wenn es ums Hantieren mit langen Dielen geht, die
> nicht schwer, aber sperrig sind). Manchmal sind Bodenbretter minimal
> verzogen, was über die Länge bewirkt, daß dauernd die Feder aus der Nut
> rutscht. In solchen Fällen ist es hilfreich, daß jemand am anderen Ende
> des Brettes hält. Man braucht nicht viel Kraft dafür, aber nur wenige
> Handwerker haben 4 Meter lange Arme (und die meisten auch nur zwei
> davon), also ist ein Helfer nützlich.

Der Hintergrund der Frage war, daß es auch vorstellbar wäre, daß z.B.
3 Leute gleichzeitig bei derartig langen Dielen mit dem Eisen fixieren
müssen, während einer nagelt. Ich habe das noch nie gemacht, drum frage
ich ja.

/ralph

Ralph Aichinger

unread,
May 15, 2013, 8:08:20 AM5/15/13
to
Jo Warner <kiw...@yahoo.de> wrote:
> Du fragst an den falschen Orten! Wirklich hochwertige, für den
> gewerblichen Bereich spezifizierte, Linoleumplanken kosten um und bei 20

Kannst du da mal Beispiele und/oder Marken nennen? Bezüglich Linoleum
habe ich noch fast gar nicht recherchiert, die 40 Euro war ein Wert den
ich nach kurzem Googlen gefunden habe (von ein paar Anbietern).

> Euro/qm. Untergrund sauber verlegte OSB-Platten kostet auch nicht die
> Welt. Sowas selbst verlegen ist auch keine High Tech-Herausforderung.

Das hätte ich eh selbst gemacht, ich habe den alten Unterboden auch schon
an kleinen Stellen ausgebessert, das ist wirklich kein Hexenwerk. Nur
kommt das halt auch noch drauf. Auch wenn man da nur 5 Euro pro m2
ansetzt, die Kosten kommen einfach noch dazu. Und Arbeit ist das auch
ordentlich, die großen Platten sind wirklich schwer (die alten
Spanplatten sind riesig im Vergleich zu den aktuellen OSB-Verlegeplatten,
und die müssen auch irgendwie raus).

> Wenn du allerdings schon im Bad Fachleute anheuerst, dann auch für den
> Küchenboden von beauftragten Verlegeleuten und qm-Mondpreisen ab 40 Euro
> redest, wird irgendwann dein ganzes Ausbauprojekt ziemlich unfinanzierbar.

Ich kann einfach nicht alles gleichzeitig recherchieren. Drum frage ich ja
auch hier. u.A., um falsche Annahmen augeräumt zu bekommen.

/ralph
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Ralph Aichinger

unread,
May 15, 2013, 2:10:29 PM5/15/13
to
Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
> Wie transportierst Du die zu Dir hin? Läßt Du sie Dir anliefern? Mein
> Auto schluckt maximal 3,20 (und davon nicht viel)

Angeblich schafft man das mit einem Anhänger den die verleihen recht
einfach. Auto mit Anhängerkupplung ist vorhanden. Ob das wirklich
so ist, werde ich natürlich vorher noch mal chekcken. Das war auch
eine meiner ersten Fragen. Ich bin mir sicher die würden auch
liefern, nur weiß ich nicht ob das nicht heftig teuer ist.

> Wie kriegst Du die durch Dein Treppenhaus?

Gar nicht. Entweder durch den Vorgarten und das offene
Küchenfenster (für die eine Richtung) oder durch den Garten des
Nachbars und eine Balkontüre (für die andere Richtung).

Schneiden im Garten wär vermutlich einfacher, aber das darf man
vermutlich nicht, weil die Dielen ein paar Tage ans Raumklima
gewöhnt werden sollen und daher zuerst einmal als ganze rein
müssen.

> Bodendielen für Wohnzwecke haben hier alle Nut und Feder ringsum; zweite
> Sortierung kostet um die 15 Euro/qm (Fichte), erste Sortierung (Fichte,
> Lärche, Kiefer) um die 30 Euro/qm. Die Dielen sind meist unterschiedlich
> lang (pro Paket), in Grenzen kann man sie sich aussuchen.

Hm, muß ich mal schauen, ob ich sowas in der Art hier auch
sehe.

> Ich weiß nicht, was Du mit "deutlich billiger zu bekommenden Sachen"
> meinst.

Nein, das sind eh ungefähr die Preise die es mich auch kosten
würde, nur daß ich nirgends was mit rundum-Nut-Feder gefunden
habe, bei den üblichen Verdächtigen.

> Und: Kannst Du Dir vorstellen, Dich gedanklich vom Nageln als
> Befestigungsmethode zu verabschieden (Zumal Du das nach eigener
> Einlassung noch nie gemacht hast)?

Absolut! Das Nageln sollte hier für "Nageln/Schrauben" stehen, im
Prinzip ja für diesen Aspekt egal. Ich würde eh im Vorfeld falls
ich das wirklich durchziehe sehen, daß ich jemanden zu Rate ziehe
der das schon mal gemacht hat. Wahrscheinlich ist das Reinschrauben
eh die Anfängertauglichste Variante, gerade beim eher billigen
weicheren Holz.

> Mir hat es gereicht, die Nägel in dem Teil zu versenken, den wir nicht
> neu gemacht haben. Das Schrauben im neu verlegten Teil empfand ich als
> deutlich leichter und angenehmer.

Ist es da leicht, die Schrauben soweit zu versenken, daß sie der
nächsten Reihe nicht mehr im Wege stehen, oder ist das eher eine
hakelige Arbeit?

Ich nehme mal an Vorbohren, Versenken oder ähnliches ist bei weicheren
Hölzern nicht notwendig?

/ralph
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Jochen Wilberding

unread,
May 15, 2013, 5:59:36 PM5/15/13
to
Ralph Aichinger schrieb:

> Ist es da leicht, die Schrauben soweit zu versenken, daß sie der
> nächsten Reihe nicht mehr im Wege stehen, oder ist das eher eine
> hakelige Arbeit?
>
> Ich nehme mal an Vorbohren, Versenken oder ähnliches ist bei weicheren
> Hölzern nicht notwendig?

da nimmt man dann die passenden Schrauben...
Auch bei Harthölzern kein Vorbohren, Versenken oder ähnliches.
Für Fußböden z.B. Würth Assy Typ 4
http://eshop.wuerth.de/ASSY-Produktfinder/assy_product_wizard.srvi/de/DE/EUR/
(ich hoffe, der Link ist nicht kaputt)
Die, oder ähnliche wird der Holzhändler deines geringsten Mißtrauens auch
vorrätig haben.


bis die tage
jochen

--
PS: bitte melden Sie sich, wenn Sie diese Nachricht NICHT erhalten haben!

Ralph Aichinger

unread,
May 17, 2013, 3:12:09 AM5/17/13
to
Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
> Bodendielen für Wohnzwecke haben hier alle Nut und Feder ringsum; zweite
> Sortierung kostet um die 15 Euro/qm (Fichte), erste Sortierung (Fichte,
> Lärche, Kiefer) um die 30 Euro/qm. Die Dielen sind meist unterschiedlich
> lang (pro Paket), in Grenzen kann man sie sich aussuchen.

Ich war jetzt beim Holzhändler, und ja, du hast natürlich
recht gehabt, er verkauft auch beides, mit umlaufender Nut/Feder
und "endlos" 4-5m. Die Preise sind etwas höher (Fichte 19mm dick
A-Qualität 15 Euro (in 4m-Dielen), umlaufend etwas über 20,
allerdings schon vorgeschliffen und im Prinzip fertig verlegbar).
Die Bretter mit umlaufender Nut haben alle schon eine fertigere
Oberfläche, die ohne müssen alle vor Ort mindestens noch geschliffen
und geölt/eingelassen werden, was ja auch einen gewissen Kosten-
anteil durch Maschinenmiete und Öl/Lack bewirkt.

Teuerere Hölzer mit umlaufender Nut so ab 35 aufwärts bis open
end ;)

Nach 14 Tagen rumfragen wegen diverser Bad- und Bodensachen in
Baumärkten, Badgeschäften und Möbelhäusern ist es eine Wohltat
zu sehen, daß da ein Verkäufer nicht nur seine Produkte kennt,
sondern sie auch gut ausgestellt hat (alle Böden auf großen
Tafeln an der Wand vormontiert), es hat sogar "offene" Teile
gegeben, wo die Verschraubung gezeigt wurde, sondern er ganz
offensichtlich das alles schon mal selber gemacht hat und auch
sichtlich Spaß am Material Holz gehabt hat. Sogar die Schleif-
und Öl/Poliermaschinen sind in einer Ecke gestanden zum anschauen,
die 4m-Pakete waren im Lager und konnten bestaunt werden (durch
2 Leute IMHO ohne weiteres zu handlen).

Er rechnet jetzt ein Angebot für ein paar Varianten aus, dann
wird weiterüberlegt.

Vorher muß ich noch irgendwie rausfinden, ob es problemlos ist,
den Unterboden durch Auffüllen der Schüttung etwas anzuheben
(so 10mm), im Prinzip sollte das ja einfach drin schwimmen, aber
der Teufel ist oft im Detail, denn dann könnte ich 19mm-Dielen
statt 24mm nehmen (derzeitige Aufbauhöhe über den Latten 22mm Span+
8mm Belag, nachher 24mm (wenn Anheben nicht möglich) bzw. 19+11mm
zusätzliche Schüttung (wenn das geht und sich der Unterbau als
ganzer anheben läßt).

> Mir hat es gereicht, die Nägel in dem Teil zu versenken, den wir nicht
> neu gemacht haben. Das Schrauben im neu verlegten Teil empfand ich als
> deutlich leichter und angenehmer.

Sowohl in den ausliegenden Demonstatrationsobjekten als auch bei
den Empfehlungen des Verkäufers war Schrauben die Methode der Wahl.
Die haben auch spezielle Schrauben, Eisen und andere Werkzeuge die
man zum Verlegen braucht dort lagernd gehabt.

Das Thema Nageln ist damit für mich weitgehend gestorben, würde
ich sagen.

/ralph
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Robert Waldner

unread,
May 18, 2013, 8:55:46 AM5/18/13
to
Ralph Aichinger <ra...@pangea.at> wrote:
> Ich war jetzt beim Holzhᅵndler,

...

> Nach 14 Tagen rumfragen wegen diverser Bad- und Bodensachen in
> Baumᅵrkten, Badgeschᅵften und Mᅵbelhᅵusern ist es eine Wohltat
> zu sehen, daᅵ da ein Verkᅵufer nicht nur seine Produkte kennt,
> sondern sie auch gut ausgestellt hat (alle Bᅵden auf groᅵen
> Tafeln an der Wand vormontiert), es hat sogar "offene" Teile
> gegeben, wo die Verschraubung gezeigt wurde, sondern er ganz
> offensichtlich das alles schon mal selber gemacht hat und auch
> sichtlich Spaᅵ am Material Holz gehabt hat.

Darf ich fragen, bei welchem Haendler Du da warst? Ich such grad nach
einer Quelle fuer das Holz fuer eine Gartenlaube, und kompetente Beratung
koennt ich als Ahnungsloser gut vertragen ;)

cheers,
&rw
--
-- "Do not meddle in the affairs of cats, for they
-- are subtle and will piss on your computer."
-- - Bruce Graham

Ralph Aichinger

unread,
May 18, 2013, 12:15:14 PM5/18/13
to
Robert Waldner <waldner+++s...@waldner.priv.at> wrote:
> Darf ich fragen, bei welchem Haendler Du da warst? Ich such grad nach
> einer Quelle fuer das Holz fuer eine Gartenlaube, und kompetente Beratung
> koennt ich als Ahnungsloser gut vertragen ;)

Campestrini in Ottensheim:

http://www.seca.at/

/ralph

Robert Waldner

unread,
May 18, 2013, 3:08:28 PM5/18/13
to
Danke - 200km sind aber leider doch zu weit.

cheers,
&rw
--
-- Congress has banned such (copying) technology at the expense of public
-- of access to such technology for lawful purposes. In the case of guns,
-- Congress has not imposed a ban precisely because it was concerned about
-- preserving access to firearms for lawful purposes. - About the DMCA
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Jan Völkers

unread,
May 25, 2013, 6:59:35 PM5/25/13
to
Am Tue, 14 May 2013 11:11:26 +0000 schrieb Ralph Aichinger:

> Mich würden Erfahrungen zu "echtem" Schiffboden interessieren,
> sowohl in der alltäglichen Nutzung, der Reinigung als auch bezüglich
> (verstecker) Kosten und des Einbaus.

Ich interpretiere 'Schiifboden' als Dielenboden und lasse mich mal aus:
Wir haben einen Dielenboden auf der Betonplatte und sind glücklich,das so
gemacht zu haben. Der liegt auf Lattung, Querhölzern, noch ne Lattung,
insgesamt 14 cm. Ich habe auf 40 qm über 2000 Schrauben verbraten, davon
bin ich immer noch beeindruckt.

In der Küche will man das aber nicht haben.

Jan
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