Am 18.05.2013 13:11, schrieb Ralph Aichinger:
> Was nimmt man, wenn man in einem flexiblen Schlauch, bis an
> 2 Stellen (wo er vom Unterboden in die Wand muß) in
> großzügigen Bögen geführt, 2xEthernet (oder eventuell später
> ein anderes Kabel, man weiß ja nie was in 10 Jahren aktuell
> ist)
Ziemlich sicher optische Leiter, entweder als Glasfaser oder
Kunststofffasern. Obwohl das seit 10 Jahren immer wieder gesagt wird.
> einziehen will? Reicht da 20mm Installationsschlauch,
> oder nimmt man 25? Ich will weder in die eine Richtung
> durchdrehen (und 40er reinlegen) noch in die andere, sondern
> eine angemessene Größe, mit der es *falls nötig* eventuell
> mal gelingt das Cat5-Kabel zu tauschen.
Ich würde da gleich Cat 7, PiMF, S/FTP nehmen. (Pairs in Metal Foil,
Shielded Foiled Twisted Pair). Dann bekommt man nämlich auch mehrere
Medienarten über das gleiche Kabel.
> Längen wären bis ca. 15-20 Meter, sternförmige Verlegung zu
> einem Platz auf dem man einfach und sinnvoll ein Patchpanel
> installieren kann, d.h. weiterziehen durch Dosen o.ä. ist
> nicht geplant.
>
> Außendurchmesser von Cat5 ist z.B. 6.2mm, Cat7 z.B. 7.3mm,
Vorsicht, da gibt's verschiedene Durchmesser, je nach Aufbau.
> reicht da noch 20mm oder braucht man 25?
Leerrohr kann man nie genug haben, also nimm mal 25'er. Das geht auch
noch vom (geringen) Mehrpreis her.
> Was sind da die
> Innendurchmesser solcher Schläuche? Wieviel "Luft" muß man
> rechnen, damit man nachher notfalls noch ziehen kann?
Steht hier drin:
http://www.fraenkische-elektro.de/data/downloadarea_files/GB-E/Leerrohrberater_fuer_Praktiker_August_2010_Grossformat.pdf
Oder hier:
http://www.kabelpartner.info/index.php?cl=alist&cnid=dad4108ef23f22d80.87778001
Flexrohr M16, Außendurchmesser 16mm, Innendurchmesser 11mm.
Flexrohr M20, Außendurchmesser 20mm, Innendurchmesser 14,5mm.
Flexrohr M25, Außendurchmesser 25mm, Innendurchmesser 18,8mm.
> Die Erstbestückung mit Kabel würde ich vermutlich vor dem Verlegen
> machen, klar. Also vor dem Verlegen des Schlauches die Cat5
> einziehen, am Schlauchende irgendwie verkleben (damit kein
> Schutt aus der Schüttung reinkommt
Einfach großzügig Leerrohr zugeben, das kann man ja später wieder ablängen.
> beim Einfädeln unterm
> Boden) und am Schluß bei Installation der Dosen das Ende wieder
> aufschneiden und die Kabel daraus "befreien". Oder würdet ihr
> nur eine Schnurreintun und nachher ziehen wegen der Bruchgefahr
> der Adern?
Ich würde gleich das Verlegekabel (neben einem Zugdraht) reinlegen, dann
man kann man beim Verlegen immer mal prüfen, wie gut das noch flutscht.
Denn in Ecken verringert sich der Innendurchmesser ja noch.
Dass bei S/FTP etwas bricht, halt ich für unwahrscheinlich.
> Das ganze ist jetzt auch nix superlebenswichtiges, sondern eher
> an der Grenze zur Spielerei, bis jetzt bin ich mit WLAN recht
> gut hingekommen.
WLAN hat aber Grenzen. Gerade in dicht besiedelten Gebieten und mit
vielen Störquellen drumrum. Da ist LAN schon besser und problemloser.
Mit 4k-Videos vom Medienserver im Keller zum Abspieler im 1. oder 2. OG
zu transportieren wird's aber schnell eng im WLAN. Oder für Backups der
Rechner auf den Fileserver im Keller.
> Nur wenn man schon alles aufreißt, und man
> mit ein paar Stunden Zeitinvestition das ganze Stockwerk bis
> auf Naßräume verkabeln kann, dann wäre es IMHO blöd das nicht
> zu tun.
ACK.
Ralf