Spricht was dagegen, Massivholzzargen ohne Bauschaum zu montieren?
(Ich will das so! ;-)
Die Wände sind aus Gasbetonsteinen gemauert. Die Zargen sind 25 mm dick
und aus Kieferholz.
Ich würde gerne die Schrauben durch die Zargen in die Wand dübeln. Die
Schrauben würde ich 10 mm versenken (Sackloch?) und mit einem dafür
gedachten kreisrunden Holzplättchen verschließen, dieses beischleifen.
Ich müsste natürlich an den verschraubten Stellen mit Holz unterlegen.
Und wohl auch beim Ausrichten die Tür spreizen?
Hat jemand von Euch so was schon mal gemacht?
Wie groß sollten die Schrauben/Dübel dafür sein? Wie viele
Verschraubungen sollten es je Seite sein? Drei?
Noch andere Ideen ohne Bauschaum?
Ciao, Michael.
Hier ist eine Tuer so montiert, 2 60mm Schrauben pro Seite,
mit Plastikpropfen abgedeckt (damit man sie auch wieder raus
bekommt). Keine Ahung, was hinterlegt wurde.
--
Manfred Winterhoff
zu beziehen auf Anfrage bei www.Selbst-schreinern.de
gruß Chris
Ueberhaupt nicht! Schliesslich hat man Zargen erfolgreich auch schon vor
der Erfindung von Bauschaum montiert. Und das fuer viele, viele
Jahrzehnte. Musst halt entsprechend Keile unterlegen.
jue
>HI!
>
>Spricht was dagegen, Massivholzzargen ohne Bauschaum zu montieren?
>(Ich will das so! ;-)
Ich würde erwarten daß die Zarge ziemlich elastisch schwingt und gfs auch
klappert.
Darüber hinaus wird sie sich wahrscheinlich auch auf Dauer verziehen, wenn man
die nicht an allen Ecken und Enden fixiert.
Just a thought
Jens
Ich kenne aus eigener Anwendung das, was als "Rahmendübel" im Baumarkt
verkauft wird. Meinst Du das mit "Nylondübel in Durchsteckmontage"? Aber
muss ich nicht noch hinterlegen/unterfüttern?
Ciao, Michael.
Mir wurde geraten, insbesondere darauf zu achten, dass ich beim
Zusammenschieben (und Leimen) den außen aufzusetzenden Zargenabschluß
wirklich ganz fest an die Wand presse damit es nachher nicht wackelt.
Und die vorher demontierten Türzargen waren auch nur an jeweils drei
Stellen auf jeder Seite angeklebt.
> Darüber hinaus wird sie sich wahrscheinlich auch auf Dauer verziehen,
> wenn man die nicht an allen Ecken und Enden fixiert.
Die sind aus 4-5 cm breiten Streifen zusammengeleimt. Das sieht
eigentlich ganz brauchbar aus.
Ciao, Michael.
Mich wundert alle Tage wieder, wie die Menschheit ihre ersten 200.000
Jahre ohne Bauschaum und Silikon ueberlebt hat.
jue
Rahmendübel ist nicht das Richtige!!
Der Dübel an sich steckt nur im Mauerwerk und nicht im zu
befestigenden Bauteil.
die Schraube hat zwei unterschiedliche dicke Gewinde mit der selbsn
Steigung. Dadurch erhält man eine spannungsfreie Abstandsmontage ohne
das man unterlegen oder auskeilen muss.
Ich hab ein Bild der Schraube auf www.Selbst-schreinern.de hinterlegt
(Startseite ganz unten)
Gruß chris
Nuja,
dann hat man die Zargen eben an allen Ecken und Enden fixiert ;-)
Nochmal drübergedacht:
Wenn man das Dingen runderum einputzt, sollte sich die die erforderliche
Formstabilität eh' ergeben, auch ohne flächigen Anschluß der Laibung.
Gruß
Jens
Servus
Nachdem du schon einige Tips (ich bin zu alt für Tipps) bekommen hast:
Schaum hat den Vorteil die Zarge auch bei Quellen und Schwinden des
Holzes dicht zur Wand zu halten, und wenn die Spalte voll verfüllt wird
Geräusche minimal besser zu dämpfen.
Ich bezweifle aber, das die verwendeten Schäume auch nach hundert
Jahren noch stabil ist.
mfg Ka Prucha
Hab's jetzt mit dem Bild sofort kapiert. Danke!
Ciao, Michael.
> Spricht was dagegen, Massivholzzargen ohne Bauschaum zu montieren?
Nö. Denk nur dran, den Raum zwischen Zarge und Wand mit Zeitung fest
zu stopfen. Dann kommen Geräusche und Wind ned so gut durch, und
wackeln tuts auch nicht mehr.
--
Ciao,
Holger (GUS-KOTAL, GUS#1100, GRR#51)
90-92 Honda CB400 10 Mm | 93-95 Yamaha TDM 850 26 Mm
95-97 KTM 620 LC4 13 Mm | seit 97 BMW R1100GS 69 Mm (Die Renndrecksau!)
cu @ http://www.issle.de
> Spricht was dagegen, Massivholzzargen ohne Bauschaum zu montieren?
> (Ich will das so! ;-)
>
> Die Wände sind aus Gasbetonsteinen gemauert.
Ich weiß nicht, ob Du dann nicht spezielle, ausdrücklich für Gasbeton
(Ytong etc.) geeignete, Dübel brauchst.
Michael
Zeitungspapier oder andere Isolierung zwischen Zarge und Wand erachte
ich nur bei Außentüren oder Türen zu unbeheizten Räumen für notwendig.
Bisserl eleganter geht es mit Dämmwolle, Hanf-Dämmatten o.ä.
Nebenbei bemerkt, unsere Zargen in nichttragenden Wänden aus
Gipsdielen (1913) sind ganz anders befestigt... 100er-Nägel halb in
die Zarge geschlagen und Wand um die Zargen gemauert. Die in
Ziegelmauern sind mittels eingemauerten Holzdübeln angenagelt.
sg Ragnar
sg Ragnar
Meinst Du Blockzargen? Gibt's für meine Türen auch zu kaufen. Die sind
aber leider für meine Maueröffnung nix.
(Ich hätte beim Umbau konsequenterweise auch noch die Maueröffnungen für
eine Blockzarge aufweiten sollen. Darauf wär's dann auch nicht mehr
angekommen. Aber da war ich ausnahmsweise mal zu zaghaft.)
Wenn ich den Spannagel noch richtig im Gedächtnis habe, wurden die
Zargen meist an einen Balkenrahmen genagelt, angeputzt und noch mit
einer zusätzlichen Putzabschlussleiste versehen. Außerdem findet sich in
"Das große Türenbuch" eine Beschreibung für spezielle Mauersteine, an
die Zargen genagelt werden konnten.
Das alles ist bei mir nicht vorhanden, daher auch meine Frage hier. Kann
also nur ggf. unterlegen und auf modernere Befestigungstechnik
vertrauen. Die Distanzschrauben werde ich mir mal anschauen.
Papier/Pappe einlegen erscheint mir auch keine schlechte Idee zu sein,
um hohles Nachklingen zu vermeiden.
Ciao, Michael.
Papier oder Pappe würde ich nicht vewenden. Ich denke wie weiter oben
schon beschrieben währe einfache Glas- oder Steinwolle die bessere
Lösung.
Wenn du Distanzschrauben verwenden willst mpfehle ich dir je
Zargenseite min. 6-Stück( je zwei oben, mitte und unten) zu verwenden
um das "arbeiten" des Holzes und die Belastungen auf die Zarge beim
öffnen und schließen der Türe vernünftig auffangen zu können.
gruß chris www.Selbst-schreinern.de
> Papier oder Pappe würde ich nicht vewenden. Ich denke wie weiter oben
> schon beschrieben währe einfache Glas- oder Steinwolle die bessere
> Lösung.
Die würde ich nicht nehmen wollen wenn ich nicht sicherstellen kann
daß die Zarge rundum absolut luftdicht an der Wand anliegt. Grund:
_Ich_ will keine heute als unbedenklich geltenden Fasern in der Luft
haben, die es nicht braucht. Mit Zeitung gestopft ist die Tür genauso
dicht aber ohne Faserbelastung. Und die Entsorgung im Altpapier ist
auch einfacher.
Jupp. Will auch keine solchen Fasern. Habe auch keine bei der
Dachdämmung verwendet.
Ciao, Michael.
> Wenn ich den Spannagel noch richtig im Gedächtnis habe, wurden die
> Zargen meist an einen Balkenrahmen genagelt, angeputzt und noch mit
> einer zusätzlichen Putzabschlussleiste versehen. Außerdem findet sich in
> "Das große Türenbuch" eine Beschreibung für spezielle Mauersteine, an
> die Zargen genagelt werden konnten.
>
Hm, also hier (in A) gab es ein paar Varianten.
1) Tür in einfacher Breite in Massivwand. Blockzarge aus 5cm starkem
Kantholz mit ausreichend großen waagrechten Nasen an allen 4 Ecken,
wurde einfach eingemauert. Von beiden Seiten kam dann ein Abschluß
drauf, in besseren Zeiten über 10cm breit und schön verziert, später
nur mehr 5cm breit und schlicht.
2) Flügeltür in Massivwand oder "schöne" Tür einfacher Breite in mehr
als einsteinstarker Wand: Auf der Bänderseite der sogenannte
"Blindstock", die erwähnte Blockzarge, aber eben ungehobelt. Sichtbar
sind die darauf angebrachten (einerseits auf den Blindstock und
andererseits auf eingemauerte Holzdübel genagelten) Panele aus 2cm
starkem Holz mit Füllungen. An diesen und den Holzdübeln wird auch der
Abschluß auf der anderen Seite befestigt.
Sehr massive Konstruktionen hatten auch auf beiden Seiten der
Maueröffnung einen Blindstock. Entweder der Blindstock war bündig mit
der Leibung und die Panele lagen flach auf oder die lichte Weite der
Rohbauöffnung war deutlich größer als die Zargenweite (lichte
Zargenweite + Verkleidung + Blindstock + Reserve).
Das muß ich jetzt wissen, ich bin nämlich bei der Detailplanung, im
Sommer mit mehr oder weniger modernen Ressourcen ein "Haus 1910" zu
bauen - also Hohlziegel, biologisches WDVS, aber innen Füllungstüren
mit Blockzargen, Zementfliesen, alte Massivholzböden usw. ;-)
> Das alles ist bei mir nicht vorhanden, daher auch meine Frage hier. Kann
> also nur ggf. unterlegen und auf modernere Befestigungstechnik
> vertrauen. Die Distanzschrauben werde ich mir mal anschauen.
> Papier/Pappe einlegen erscheint mir auch keine schlechte Idee zu sein,
> um hohles Nachklingen zu vermeiden.
>
Oder eben die von mir erwähnten Naturfasern. Kostet halt etwas mehr.
Bei mir steckt oben bei den Fenstern aber auch Zeitungspapier aus den
50ern...
sg Ragnar
Klingt interessant. :-)
Hatte mich auch für Zementfliesen fürs Bad interessiert. Nehme aber
wahrscheinlich auch dort Dielen, wahrscheinlich aus Eiche. Sind das dann
wirklich alte Massivholzböden, die Du aufarbeitest oder herkömmlich
konstruierte Massivholzböden?
>> Papier/Pappe einlegen erscheint mir auch keine schlechte Idee zu sein,
>> um hohles Nachklingen zu vermeiden.
>>
> Oder eben die von mir erwähnten Naturfasern. Kostet halt etwas mehr.
> Bei mir steckt oben bei den Fenstern aber auch Zeitungspapier aus den
> 50ern...
Ich habe sogar noch Stopfhanf von der Dachdämmung rumliegen. Erscheint
mir aber weniger geeignet. Es geht nur um Innentüren, also rundrum
beheizt. Somit ist eher die Schalldämmung relevant. Und ich denke, da
hat enganliegendes Papier eine höhere Rohdichte. So dicht kann ich den
Hanf gar nicht stopfen.
Ciao, Michael.
Holzböden: teils teils. Ich habe alte 25mm starke 300x3000mm-
Fichtenbretter, die kommen in ein Zimmer, für ein anderes Zimmer 20mm
starke 100x2500mm Eiche mit Nut und Feder, ca. 1900. Für das dritte
Zimmer des kleinen Häuschens wird es wohl neue Fichte Nut und Feder
19mm stark werden. Die Oberfläche werde ich höchstwahrscheinlich ölen
und wachsen, die Fichtenbretter evtl. vorher noch beizen. Wenn ich die
Zeit aufbringe mache ich mir sogar die Mühe, alte vierkantige Nägel
wieder geradezubiegen um die Fichtendielen von oben zu vernageln.
Derzeit steht dort ein extrem feuchter, hoffnungslos baufälliger
Schweinestall mit ca. 25m2 Nutzfläche und schießschartenartigen
Fenstern... Baujahr 1971, das Ziegeldach viel zu flach und
durchlöchert, durch Austausch von ca. 80 Dachziegeln haben wir es
wenigstens provisorisch wieder abgedichtet, aber bis die ersten
Dachlatten brechen ist nur mehr eine Frage der Zeit. Die Decke über
dem EG biegt sich in der Mitte um ca. 5cm durch und hat ein
beachtliches Loch...
Die Devise heißt also viel abreißen, trockenlegen, anbauen, aufstocken
und Innenausbau.
Türen habe ich bereits alte gefunden, Fenster kann ich hoffentlich
auftreiben, vorausgesetzt meine Quelle hat ausreichend halbwegs gleich
aussehende. Denn Kastenfenster sollen es schon werden, zu modernen
Isolierglasfenstern kann ich mich einfach nicht überwinden. Der
Architekt meint, das müßte durchgehen, Bauordnung hin oder her, ist
Ortsbilderhaltung.
Beim Dach sind wir noch in der Diskussionsphase ob Eternitschindeln
schiefergrau oder doch Ziegel, Recycling der alten oder neue Ziegel,
Betonschindeln oder Biberschwanzziegel.
Biberschwanz haben halt den Nachteil, daß sie Doppeldeckung erfordern,
daher kostet die Lattung mehr.
Ob wir es schaffen, den Fassadenstuck des Haupthauses nachzubilden
wird sich auch erst noch zeigen, aber Fassade ist erst nach dem ersten
oder zweiten Winter dran.
> >> Papier/Pappe einlegen erscheint mir auch keine schlechte Idee zu sein,
> >> um hohles Nachklingen zu vermeiden.
>
> > Oder eben die von mir erwähnten Naturfasern. Kostet halt etwas mehr.
> > Bei mir steckt oben bei den Fenstern aber auch Zeitungspapier aus den
> > 50ern...
>
> Ich habe sogar noch Stopfhanf von der Dachdämmung rumliegen. Erscheint
> mir aber weniger geeignet. Es geht nur um Innentüren, also rundrum
> beheizt. Somit ist eher die Schalldämmung relevant. Und ich denke, da
> hat enganliegendes Papier eine höhere Rohdichte. So dicht kann ich den
> Hanf gar nicht stopfen.
>
Da könntest du recht haben. Allerdings sind sogar die von mir
erwähnten Zargen mit einseitigem Blindstock und hohl liegender
Vertäfelung ziemlich beeindruckend schalldicht, ich würde mir da also
nicht zu viel Sorgen machen. Mehr stört mich im Altbau der Wind der
zwischen Fensterstock und Wand rauspfeift... das war leider ein
Versäumnis bei der Renovierung, aber eine Isolierung hier hätte ein
komplettes Zerlegen der Vertäfelung mit anschließender Neulackeirung
aller Fenster erforderlich gemacht, dann wären wir heute noch nicht
fertig.
sg Ragnar
> Spricht was dagegen, Massivholzzargen ohne Bauschaum zu montieren?
Eigentlich kein Problem. Hab ich bei mir auch so gemacht (ich wollte das
auch so) :-)
Ich hab den Rahmen schön ausgekeilt, normale Rahmendübel gesetzt und
dann statt mit Bauschaum rumzukleistern, die Ritzen alle schön fest mit
Hanf ausgestopft. So richtig fest mit 'nem Schraubenzieher oder Spachtel
in die Fuge gedrückt. Dabei vorn ein klein wenig Fuge lassen, damit Du
die Fenster dann vernünftig einputzen kannst.
Hält bei mir jetzt 10 Jahre, wackelt nicht, zieht nicht, klappert nicht,
verzieh sich nicht. Früher haben die auch so gebaut. Nur, daß sie
vielleicht Zeitung statt Hanf oder auch Nägel statt Rahmendübel genommen
haben.
HTH, Udo
Ich würde vermuten, dass bei Fenstern die Situation ein klein wenig
einfacher ist, da der Fensterrahmen
1. in sich stabil und damit einfacher auszurichten und
2. dicker ist als Massivholzzargen (nicht Blockrahmen) von Türen.
Ich werd's aber probieren, mit Distanzschrauben (heißen bei Fischer
Abstandsschrauben).
Ciao, Michael.