kann man eigentlich gegen die Braunfäule vorbeugen? Letztes Jahr hats gut
50% unserer Pflanzen erwischt...
TSchau
Stefan
Nur 50%? Du Glücklicher! Ich habe seit drei Jahren keine Tomaten mehr
geerntet.
Ein rechtzeitiger großflächiger Einsatz von Napalm beugt der Braunfäule vor,
ein späterer bekämpft sie immerhin wirkungsvoll, dem Ertrag hilft's aber
nicht...
Ansonsten: Tomaten großzügig überdachen und so vor Regen und Taunässe
schützen.
Bye,
Robert
> kann man eigentlich gegen die Braunfäule vorbeugen?
Das wäre schön, wenn man die Tomaten gegen Braunfäule impfen könnte.
AFAIK kann man aber das nicht. Erst wenn der Pilz da ist, kann man ihn
bekämpfen.
Wo gibt es eigentlich den Warndienst, der über das Auftreten informiert?
Anna
In einigen Baumärkten hier wurd neulich mit "Braunfäuleresistenten"
Tomatenpflanzen geworden. ist das demnach nicht möglich?
Tschau
Stefan
Robert Gumm¡ wrote at 15.05.2008 13:39
>
> Ansonsten: Tomaten großzügig überdachen und so vor Regen und Taunässe
> schützen.
wie macht Ihr das? Meine Idee waren 4 Pfosten (2 etwas höher) an den
Ecken der 6-Pflanzen-Plantage :-) und darüber ein Dach gespannt. Nur,
aus was? Dicke Folie? Oder gibt's was Besseres?
Bin über Erfahrungen dankbar. Ach ja, ein "Tomatenhaus" für EUR 99,-
halte ich dann doch für übertieben...
Danke & Gruß,
Michael
Gugge an den Himmel: Wenn der grau ist und es tröpfelt und die
Wetterfahne zu allem Überdruss nach Südwesten zeigt, kannst du mit einer
Gefahr der Pilzsporen in Regentropfen rechnen. Dummerweise ist die
Unterseite der Blätter länger feucht und darum bleiben sie daran haften.
Im regenarmen Supersommer 2003 gab es keine Probs.
Man schützt Tomatenpflanzen am einfachsten mit einem Dach aus licht- und
sonne-durchlässigen Material. Durch diesen "Unterstand" sollte der Wind
pfeifen können, damit feuchte Blätter so schnell wie möglich wieder
trocknen. Dann haben Pilzsporen keine Chance. Kostenpunkt für 10
Pflanzen so viel wie für ca. 8qm Folie im nächsten Dachdeckerbedarf.
Paar alte Latten, Bretter und Pfosten werden wohl noch im Schuppen sein.
Lasse die Nachbarn ruhig lachen. Wer zuletzt lacht....
Idealerweise könnte es etwa so aussehen:
http://www.hofanzeiger.de/bauplan-tomatendach.html Ob du 16,50 Eus für
ein Stück Papier ausgibst und statt der zwei lieber vier Beine
vorsiehst, überlasse ich mal deiner überragenden Intelenz. Ein
Garantieschein liegt eh nicht dabei.
> In einigen Baumärkten hier wurd neulich mit "Braunfäuleresistenten"
> Tomatenpflanzen geworden. ist das demnach nicht möglich?
Auch Baumärkte sind nicht frei von werbewirksamen Gerüchten. Auf der
Reichenau und der Höri ist nichts dergleichen bekannt, zumindest hat man
noch immer nicht die dortigen Gewächshäuser und Foliezelte abgerissen.
Selbst im sonnigen Spanien inkl. Kanaren vertraut man einem Dach mehr,
als den Weissagungen deutscher Baumärkte.
Noch 2 Tipps:
1. Nur wer vor den Eisheiligen pflanzen will, benötigt ein richtiges
Zelt. Die sind aber dieses Jahr ausgefallen.
2. Tomaten kommen mit wesentlich weniger Gießwasser aus als man
landläufig annimmt.
--
der Hinterwäldler
> Hallo,
>
> kann man eigentlich gegen die Braunfäule vorbeugen? Letztes Jahr hats gut
> 50% unserer Pflanzen erwischt...
Ich impfe alle Tomaten mit Mykorrhiza. Letztes Jahr: Null Braunfäule. Ohne
Dach oder sonstigen Schutz.
--
Hannelore Goos
http://www.sonnenastro.de
http://www.neomarica.de
Hallo
Pilzerkrankungen wie z.B. die Kraut- und Knollenfᅵule (Phytophtera)
lassen sich wirksam nur vorbeugend bekᅵmpfen. Wenn es erst mal
angefangen hat, kann man nur noch "bremsen" aber nichts mehr rᅵckgᅵngig
machen. Ein probates Mittel ist z.B. Kupferkalk den man 2-3x in der
Saison nach Vorschrift spritzt. Von der Firma Neudorff heiᅵt das Zeugs
"ATEMPO". Wenn ich nachlᅵssig bin und es nicht vorbeugend spritze, ein
paar Tage nach dem rauspflanzen, dann nochmal nach etwa 4-5 Wochen- je
nach Wetterlage), haben wir hier mit 80-100% Ausfᅵlle. Ich bekomme
Tomaten nicht ohne diese Spritzungen durch und bin damit trotz
"ᅵkologischem Bauchweh" ganz zufrieden.
gh
Wenn Du die ersten Befallszeichen siehst, ist es zu sp�t.
gh
> In einigen Baumᅵrkten hier wurd neulich mit "Braunfᅵuleresistenten"
> Tomatenpflanzen geworden. ist das demnach nicht mᅵglich?
Nein, das sind haltlose Werbeversprechen. Es gibt zwar Sorten die
weniger empfindlich sind uns solchem, die sehr anfᅵllig sind, resistente
gibt es jedoch keine.
gh
Nicht dass ich wüßte. Aber Braunfäule ist kein unentrinnbares Schicksal.
Ich bin bisher - im Gegensatz zu meinen Nachbarn - davor bewahrt worden.
Im Tomatenhaus und daneben. Ich weiß aber nicht warum.
Ina
--
Birmesen aus der Grenzregion bringen Hilfe ins Land. Helfen Sie helfen!
http://www.helft-birma.de
> Wenn Du die ersten Befallszeichen siehst, ist es zu spät.
Ich hatte letztes Jahr ansatzweise etwas, das aussah wie Braunfäule. Das
war nach ca. 36 Stunden, in denen ich mein Tomatenhäuschen schließen
musste wegen Sturm. Häuschen wieder aufgemacht, alles abgeheilt. An
allen Sorten.
Hallo,
>In einigen Baumärkten hier wurd neulich mit "Braunfäuleresistenten"
>Tomatenpflanzen geworden. ist das demnach nicht möglich?
schon seit mehr als 20 Jahren gibt es braunfäuleresistente Tomaten in
Baumärkten und Gartencentern.
Nur im Garten wurde noch keine gesichtet. :-(
Beste Grüße G e r h a r d
Hallo,
>> kann man eigentlich gegen die Braunfäule vorbeugen?
>
>Das wäre schön, wenn man die Tomaten gegen Braunfäule impfen könnte.
>AFAIK kann man aber das nicht. Erst wenn der Pilz da ist, kann man ihn
>bekämpfen.
du erzählst da ja Sachen! Wenn der Pilz da ist, ist Ende der
Fahnenstange!
Meines Wissens kann man gegen die Braunfäule bestenfalls vorbeugend
spritzen, der Belag verhindert für ein, zwei Wochen, dass die Sporen
des Schadpilzes auf den Blättern keimen können.
Daneben gibt es auch teilsystemische Mittel, die auch noch keimende
oder gerade gekeimte Sporen abtöten. Diese Mittel sind aber im
Privatgarten nicht zugelassen.
Für die Erwerbler sind Mittel zugelassen mit nur 3 Tagen Wartezeit.
Für Private anscheinend nur solche auf Kupferbasis mit 7 Tagen
Wartezeit. Oder weiß einer ein 3-Tages-Mittel für den Hobbygarten?
Hallo,
>> Wenn Du die ersten Befallszeichen siehst, ist es zu spät.
>
>Ich hatte letztes Jahr ansatzweise etwas, das aussah wie Braunfäule. Das
>war nach ca. 36 Stunden, in denen ich mein Tomatenhäuschen schließen
>musste wegen Sturm. Häuschen wieder aufgemacht, alles abgeheilt. An
>allen Sorten.
da sieht man mal wieder, dass nicht alles, was ansatzweise aussieht
wie Braunfäule, auch Braunfäule sein muss.
Rückwärtswachsende Braunfäule würde ich mir gleich mal patentieren
lassen. :-(
>> Das wäre schön, wenn man die Tomaten gegen Braunfäule impfen könnte.
>> AFAIK kann man aber das nicht. Erst wenn der Pilz da ist, kann man
>> ihn bekämpfen.
>
> du erzählst da ja Sachen!
Ich bin ja lernfähig, so hoffe ich doch sehr.
Anna - heute gab es paar Hagelkörnchen
Hannelore Goos wrote:
> Ich impfe alle Tomaten mit Mykorrhiza. Letztes Jahr: Null Braunfäule. Ohne
> Dach oder sonstigen Schutz.
Hm.., Wirkprinzip der Verdrängung..?
Seit wann impfst du so..?
Sofern seit mehreren Jahren: Stets Erfolg gehabt..?
Aber allemal einen Versuch Wert - danke für den Hinweis..!
--
cu
Marco
> Hannelore Goos wrote:
>
>> Ich impfe alle Tomaten mit Mykorrhiza. Letztes Jahr: Null Braunfäule. Ohne
>> Dach oder sonstigen Schutz.
>
> Hm.., Wirkprinzip der Verdrängung..?
Nein. Die Pflanzen sind einfach kräftiger. Dabei hatte ich auch mehrere
alte Sorten, die als braunfäuleanfällig gekennzeichnet waren.
> Seit wann impfst du so..?
Erst seit letztem Jahr, davor kannte ich Mykorrhiza nicht.
Impfen ist auch eigentlich die falsche Bezeichnung. In jedes Pflanzloch
kommt ungefähr ein Teelöffel Blähtonkügelchen, auf die die
Mykorrhiza-Sporen aufgebracht sind, sodass die Wurzel der neu zu
pflanzenden Tomate damit Kontakt haben. Die Symbiose scheint aber zu
funktionieren.
> Sofern seit mehreren Jahren: Stets Erfolg gehabt..?
S.o.
Ich weiß z.B. von Rosen, dass es nicht immer gleich funktioniert. Eine
Bekannte hat Mykorrhiza an zwei Rosenstöcke im Kübel gegeben, die eine hat
wie zuvor alle möglichen Pilzkrankheiten gesammelt, die andere
danebenstehende war durchgehend gesund. Vielleicht kommt es auch auf die
Erde an, lösliche Düngesalze stören angeblich den Aufbau der Symbiose. Aber
ich experimentiere noch.
>>> Wenn Du die ersten Befallszeichen siehst, ist es zu spät.
>> Ich hatte letztes Jahr ansatzweise etwas, das aussah wie Braunfäule. Das
>> war nach ca. 36 Stunden, in denen ich mein Tomatenhäuschen schließen
>> musste wegen Sturm. Häuschen wieder aufgemacht, alles abgeheilt. An
>> allen Sorten.
>
> da sieht man mal wieder, dass nicht alles, was ansatzweise aussieht
> wie Braunfäule, auch Braunfäule sein muss.
>
> Rückwärtswachsende Braunfäule würde ich mir gleich mal patentieren
> lassen. :-(
Ich bin sicher, dass ich damit reich werden würde. Dieses Etwas hat
übrigens auch ca. 20 Gärten weiter zugeschlagen und die Tomaten haben
wieder ausgetrieben. Was immer das war - hast du ne Ahnung?
--
Liebe Grüße, Gerd - Hier steht die Satelliten FAQ,
PC-Tipps, Mopped, Katzen, Garten, Heimwerken:
http://www.satgerd.de/
Hallo,
>Anna Mosler schrieb:
>>
>> Wo gibt es eigentlich den Warndienst, der über das Auftreten informiert?
diesen Warndienst wird es nie geben, weil die paar Tomatenstauden die
privat angebaut werden, denen, die den Warndienst organisieren und
finanzieren müssten bestenfalls ein Dorn im Auge sind.
Und die Erwerbler bauen Tomaten zumindest in Mitteleuropa
ausschließlich unter Glas an, weil der Freilandanbau deutlich zu
riskant wäre.
>In den Augen, Anna.
>Wenn sich die Blätter zu kräuseln beginnen.
Irgendwie musst du etwas total missverstanden haben!
Wenn sich Tomatenblätter kräuseln, besser gesagt zusammenrollen, dann
hat das mit der Kraut- und Braunfäule rein gar nix zu tun, sondern
eher mit Wassermangel oder unterschiedlicher Bodenfeuchte, vielleicht
noch mit unsachgemäßem Hacken oder zu schnellem Wuchs.
>In den letzten zwei Jahren
>konnte ich die meisten retten durch Spritzen mit Celaflor
>Obst-Spritzmittel/ WG.
Wie ist die genaue Bezeichnung? Ich finde kein zugelassenes Mittel mit
diesem Namen.
Und ich finde auch kein Fungizid von Celaflor, das an Gemüse und
dergl. Essbarem zugelassen ist.
>> In den letzten zwei Jahren
>> konnte ich die meisten retten durch Spritzen mit Celaflor
>> Obst-Spritzmittel/ WG.
>
> Wie ist die genaue Bezeichnung?
Der Name ist "Obst- und Gemüse-Spritzmittel". Wirkstoff 756g/kg
Kupferoxychloranid. Bei
http://www.landesverband-bw.de/Fach-Pflanzenschutz.htm
heißt es dazu:
"Zulassung ist beendet, Aufbrauchen der Restmengen nur bis zum
genannten Termin" - das scheint der 31.12.2009 zu sein.
Anna
>> In den letzten zwei Jahren
>> konnte ich die meisten retten durch Spritzen mit Celaflor
>> Obst-Spritzmittel/ WG.
>
> Wie ist die genaue Bezeichnung?
Der Name ist "Obst- und Gemüse-Spritzmittel". Wirkstoff 756g/kg
Kupferoxychlorid. Bei
Hallo,
>> Am Thu, 15 May 2008 22:13:30 +0200 schrieb Gerd Schweizer:
>
>>> In den letzten zwei Jahren
>>> konnte ich die meisten retten durch Spritzen mit Celaflor
>>> Obst-Spritzmittel/ WG.
>>
>> Wie ist die genaue Bezeichnung?
>
>Der Name ist "Obst- und Gemüse-Spritzmittel". Wirkstoff 756g/kg
>Kupferoxychlorid.
Das glaube ich erst mal nicht, denn wenn der Name "Obst- und
Gemüse-Spritzmittel" ist, wie kommt man dann auf "Celaflor
Obst-Spritzmittel/WG"? Ich vermute, dass es sich um eine ältere
Packung handelt.
Bei der Bezeichnung von Pflanzenschutzmitteln gibt es kein ungefähr
oder so.
Jedenfalls finde ich für Mittel mit dem Wirkstoff "Kupferoxychlorid"
nur noch aktuelle Zulassungen für Obst und darunter Fallen ja Tomaten
eher nicht.
Kupferspritzmittel haben leider ohnehin die längere Wartezeit von 7
Tagen. Für den Hobbygärtner wären die Mittel mit 3 Tagen Wartezeit
eher interessant. Damit lassen sie uns aber im Regen stehen. :-(
Hallo,
>> Irgendwie musst du etwas total missverstanden haben!
>> Wenn sich Tomatenblätter kräuseln, besser gesagt zusammenrollen, dann
>> hat das mit der Kraut- und Braunfäule rein gar nix zu tun, sondern
>> eher mit Wassermangel oder unterschiedlicher Bodenfeuchte, vielleicht
>> noch mit unsachgemäßem Hacken oder zu schnellem Wuchs.
>
>Oder mit Läusen.
wobei ich sagen muss, dass ich nie Allerweltsblattläuse an Tomaten
hatte, wenn schon, dann die Weiße Fliege
Hallo
mit den Zulassungen ist das mitunter ganz merkwürdig. Sie werden nur
zeitlich begrenzt vergeben und wenn die Firma die Verlängerung verpennt
hat, kommt es auch vor, dass probate Mittel für einige Tage oder Wochen
nicht zu bekommen sind. Mit Atempo von Neudorff ging das vor ein paar
Jahren so. In der NG herrschte Aufregung weil man das Zeug plötzlich
nirgendwo mehr bekam, 3 Wochen später stand es wieder in den Regalen.
gh
Ach ja, ist das nicht das Zeugs, was nur im Chemieschutzanzug und mit
Gasmaske gespritzt werden darf?
Ich hörte mal von einen garantiert sicheren Tip, nach dem ein Stück
Kupferdraht in den Stengel gesteckt, die gleiche Wirkung hervorrufen
sollte. Einer meiner Nachbarn hat es prompt getan und war dann auch
einer der Ersten, der seine OO(ObenOhne:-)))-Pflanzen drei Wochen später
in die Biotonne warf.
--
der Hinterwäldler
Hi,
>wie macht Ihr das? Meine Idee waren 4 Pfosten (2 etwas höher) an den
>Ecken der 6-Pflanzen-Plantage :-) und darüber ein Dach gespannt. Nur,
>aus was? Dicke Folie? Oder gibt's was Besseres?
Da läuft du Gefahr, dass sich ein Wassersack in der Folie bildet, so
straff kriegst du die Folie nicht gespannt.
>>> Am Thu, 15 May 2008 22:13:30 +0200 schrieb Gerd Schweizer:
>>
>>>> In den letzten zwei Jahren
>>>> konnte ich die meisten retten durch Spritzen mit Celaflor
>>>> Obst-Spritzmittel/ WG.
>>>
>>> Wie ist die genaue Bezeichnung?
>>
>> Der Name ist "Obst- und Gemüse-Spritzmittel". Wirkstoff 756g/kg
>> Kupferoxychlorid.
>
> Das glaube ich erst mal nicht,
Was Gerd benutzt hat, kann ich zwar nicht wissen. Aber von der hier
vorhandenen Packung des von mir genannten Mittels kann ich auf Nachfrage
ein Foto vorzeigen <g>
Anna
Wahrscheinlich hat der Pilz wegen der Warnung einen großen Bogen
gemacht. Sogenannter BILD-Effekt. Ist doch seltsam: Im Garten meiner
Eltern und das dürfte nun schon 45-55 Jahre her sein, gab es weder
Braunfäule noch chemischen Kampfstoffe. Trotz allem reiften die alten
Sorten und ObenOhne-Tomaten bis kurz vor dem ersten Frost im Freiland,
anschließend unter dem Bett. Vermutlich verwechselst du da etwas.
Um kräftige Jungpflanzen zu erhalten gießt man sie nach dem Einpflanzen
ins Beet mit Brennnesseljauche an. Die mache ich mir immer selbst. Feine
Leute kaufen sie für viel Geld als Konzentrat aus den */Giftschränken/*
der Bau- oder/und Gartenmärkte.
Übrigens:
Braunfäule ist unter den Klein- und Balkongärtnern eines der nie endend
wollenden brisanten Diskussionsthemen und wird darum jedes Jahr neu vom
Anfang bis Ende durchgehächelt. Dabei gibt es meist sehr seltsame
Empfehlungen der Hersteller chemischer Keulen einerseits und im Internet
veröffentlichte wissenschaftliche Abhandlungen anderseits, in denen
Herkunft und Auftreten der einzelnen Unterarten des Pilzes beschrieben
und Tipps zur Verhinderung gegeben werden.
Google machts möglich... http://tinyurl.com/4qkamm
--
der Hinterwäldler
> Am 15.05.2008 20:12 tippte Hannelore Goos:
>> Nein. Die Pflanzen sind einfach kräftiger. Dabei hatte ich auch mehrere
>> alte Sorten, die als braunfäuleanfällig gekennzeichnet waren.
>
> Wahrscheinlich hat der Pilz wegen der Warnung einen großen Bogen
> gemacht. Sogenannter BILD-Effekt. Ist doch seltsam: Im Garten meiner
> Eltern und das dürfte nun schon 45-55 Jahre her sein, gab es weder
> Braunfäule noch chemischen Kampfstoffe. Trotz allem reiften die alten
> Sorten und ObenOhne-Tomaten bis kurz vor dem ersten Frost im Freiland,
> anschließend unter dem Bett. Vermutlich verwechselst du da etwas.
Was soll ich da bitte verwechseln? Wenn der Samenlieferant draufschreibt:
"Anfällig für Braunfäule" gibt's nichts zu verwechseln. Betrag übrigen die
Fleischtomate Prinz von Sachsen-Gotha.
>> wie macht Ihr das? Meine Idee waren 4 Pfosten (2 etwas höher) an den
> Da läuft du Gefahr, dass sich ein Wassersack in der Folie bildet, so
> straff kriegst du die Folie nicht gespannt.
Es gibt genügend dicke Folie, und wenn die 2 Pfosten 10cm pro m
Tragweite höher sind ist das kein Problem. Ich würde doch ein paar
Latten als Folienauflage verbauen, um die Windlast auf der Folie zu
veringern.
--
Ciao,
Holger (GUS-KOTAL, GUS#1100, GRR#51)
90-92 Honda CB400 10 Mm | 93-95 Yamaha TDM 850 26 Mm
95-97 KTM 620 LC4 13 Mm | seit 97 BMW R1100GS 69 Mm (Die Renndrecksau!)
cu @ http://www.issle.de
> kann man eigentlich gegen die Braunfäule vorbeugen? Letztes Jahr hats gut
> 50% unserer Pflanzen erwischt...
Ein guter Freund (Gott sei ihm gnädig!) hat vor Jahrenden berichtet,
dass er seine Tomaten regelmässig mit verdünnter Milch spritzte - und
zwar offensichtlich mit gutem Ergebnis.
Jetzt fand ich in einem Heftchen der Fuldaer Nonnen ("Pflanzzensaft
gibt Pflanzen Kraft") folgende Rezeptur:
Magermilch. 1:1 mit Wasser gut mischen. 1x pro Woche auf Pflanze.
Unverdünnt, ganzjährig gegen Tomatenkrankheiten an Blättern und
Früchten.
Ich probiers.
Peter Langmesser
> Für die Erwerbler sind Mittel zugelassen mit nur 3 Tagen Wartezeit.
> Für Private anscheinend nur solche auf Kupferbasis mit 7 Tagen
> Wartezeit.
Ob die heute zugelassenen Kupferspritzmittel mit nicht einem Viertel
der Kupfermenge wirksam sind, darf bezweifelt werden - schon weil bei
extremem Befallsdruck selbst bei klassischen Kupferspritzmitteln
Krautfäule auftreten konnte. Insofern gehe ich derzeit davon aus, dasss
es KEINE zugelassenen und erfolgversprechenden Mittel mehr gibt.
Gruß
Bernhard
--
Ihr erreicht mich privat und persönlich
schneller und zuverlässiger unter
b <punkt> albert <at-Zeichen> link-f <punkt> org
> Pilzerkrankungen wie z.B. die Kraut- und Knollenfäule (Phytophtera)
> lassen sich wirksam nur vorbeugend bekämpfen. Wenn es erst mal
> angefangen hat, kann man nur noch "bremsen" aber nichts mehr
> rückgängig machen. Ein probates Mittel ist z.B. Kupferkalk den man
> 2-3x in der Saison nach Vorschrift spritzt. Von der Firma Neudorff
> heißt das Zeugs "ATEMPO".
Das darf noch aufgebraucht, aber nicht mehr verkauft werden. Die
einzige deutlich teurere Alternative - ein Flüssigpräpatat von
Neudorff - enthält eine deutlichst geminderte Kupfermenge.
> Wahrscheinlich hat der Pilz wegen der Warnung einen großen Bogen
> gemacht. Sogenannter BILD-Effekt. Ist doch seltsam: Im Garten meiner
> Eltern und das dürfte nun schon 45-55 Jahre her sein, gab es weder
> Braunfäule noch chemischen Kampfstoffe. Trotz allem reiften die alten
> Sorten und ObenOhne-Tomaten bis kurz vor dem ersten Frost im Freiland,
> anschließend unter dem Bett. Vermutlich verwechselst du da etwas.
Oder aber auch Du. Bei Nachbars hier, die hatten auch nie Probleme mit
Kraut- und Braunfaeule, bis vor ein paar Jahren. Seither aber
regelmaessig. Sie haben dann ein Dach druebergebaut.
> Um kräftige Jungpflanzen zu erhalten gießt man sie nach dem Einpflanzen
> ins Beet mit Brennnesseljauche an. Die mache ich mir immer selbst. Feine
> Leute kaufen sie für viel Geld als Konzentrat aus den */Giftschränken/*
> der Bau- oder/und Gartenmärkte.
Ich wollt eh nochmal in den Baumarkt, da schau ich doch glatt nach. So
Zeugs wie Brennesseljauche, das steht hier iirc neben dem Giftschrank.
Es gibt uebrigens Leute mit Grundstuecken, die sind viel zu klein, um da
auch noch fuer Brennessel Platz zu lassen, fuer die macht das durchaus
Sinn (mal abgesehen von der Geruchsbelaestigung, die in der Stadt eher
nicht erwuenscht ist)
cu
Monika
--
Go your own footsteps, don't follow the others (?)
Autsch! Also noch schnell die Vorräte auffüllen oder auf welche
wirksamen Mittel umsteigen?
gh
> 2. Tomaten kommen mit wesentlich weniger Gießwasser aus als man
> landläufig annimmt.
Echt? Wie viel Wasser brauchen die denn?
Gruß
Ralf
Hallo,
>> 2. Tomaten kommen mit wesentlich weniger Gießwasser aus als man
>> landläufig annimmt.
>
>Echt? Wie viel Wasser brauchen die denn?
für mich stellt sich nicht die Frage, mit wie wenig Gießwasser Tomaten
auskommen.
Interessanter finde ich, wie viel Gießwasser sie brauchen bzw. ihnen
einigermaßen gut tut.
Der eine meint: "So benötigen an einem warmen Sommertag .... Tomaten
1,5 bis 2,5 l/m² Wasser."
Und der andere: "An warmen Tagen liegt der Wasserbedarf von Tomaten
bei 3 bis 4 l/m²."
Ich könnte mir vorstellen, dass sich meine gemulchten Tomaten mit den
2,5 l/m" gut bedient fühlen.
Hallo Bernhard,
>> Für die Erwerbler sind Mittel zugelassen mit nur 3 Tagen Wartezeit.
>> Für Private anscheinend nur solche auf Kupferbasis mit 7 Tagen
>> Wartezeit.
>
>Ob die heute zugelassenen Kupferspritzmittel mit nicht einem Viertel
>der Kupfermenge wirksam sind, darf bezweifelt werden - schon weil bei
>extremem Befallsdruck selbst bei klassischen Kupferspritzmitteln
>Krautfäule auftreten konnte. Insofern gehe ich derzeit davon aus, dasss
>es KEINE zugelassenen und erfolgversprechenden Mittel mehr gibt.
tja, es ist ein Jammer.
Ich würde aber schon erwarten, dass der scheinbar einzige derzeit noch
gegen die Kraut- und Braunfäule an Tomaten zugelassene
Kupfer-Wirkstoff in Form von Kupferoktanoat auch wirkt und dass
negative Erfolgserlebnisse in erster Linie auf falsche oder
unzeitgemäße Anwendung zurückzuführen sind.
Ansonsten setzt sich halt bei den Kupfermitteln der Trend fort, dass
sie wegen ihrer "Umweltgefährlichkeit" aus dem Spritzmittelangebot
weitgehend verdrängt werden sollen. Nur haben die Bios dann gar kein
brauchbares Fungizid mehr, weshalb es bisher kein totales Kupferverbot
gibt. Ein fauler Kompromiss ist das.
Für die Erwerbler gibt es aber immer noch Mittel mit Kupferhydroxid
und die sollten sicher wirken.
Was mich eher wundert, ist die Zulassungsbeschränkung anderer
Wirkstoffe auf die Anwendung im Gewächshaus. Dabei soll es doch im
überdachten Anbau gar keine Kraut- und Braunfäule geben...
> Ich würde aber schon erwarten, dass der scheinbar einzige derzeit
> noch
> gegen die Kraut- und Braunfäule an Tomaten zugelassene
> Kupfer-Wirkstoff in Form von Kupferoktanoat auch wirkt und dass
> negative Erfolgserlebnisse in erster Linie auf falsche oder
> unzeitgemäße Anwendung zurückzuführen sind.
Vielleicht ist Kupferoktanoat ja wirksamer - aber vor allem ist es
teuer.
Nach Angaben meines Fachhändlers reicht die Flasche für 10 Liter
Spritzbrühe. Damit ist sie genau 10 mal so teuer, wie das bisherige
Mittel - wenn man es nicht von Neudorff gekauft hat, sondern von einem
der anderen Anbieter.
Hallo Bernhard,
>Vielleicht ist Kupferoktanoat ja wirksamer - aber vor allem ist es
>teuer.
>
>Nach Angaben meines Fachhändlers reicht die Flasche für 10 Liter
>Spritzbrühe. Damit ist sie genau 10 mal so teuer, wie das bisherige
>Mittel - wenn man es nicht von Neudorff gekauft hat, sondern von einem
>der anderen Anbieter.
bei 10 mal so teuer erinnert das sofort an die übliche Abzocke bei den
für den Haus- und Kleingartenbereich zugelassenen Mitteln in
Mini-Packungen.
> bei 10 mal so teuer erinnert das sofort an die übliche Abzocke bei
> den
> für den Haus- und Kleingartenbereich zugelassenen Mitteln in
> Mini-Packungen.
Mich natürlich auch - fragt sich halt, ob ich tatsächlich soviel
ausgeben möchte. Immerhin stelle ich mir vor, dass ich in Geldwert
umgerechnet mehr aus dem Garten trage, wie ich zumindest in den Anbau
von Gemüse investiere.
Andererseits möchte ich Tomaten und im letzten Jahr hat die Krautfäule
sich einen feuchten Kehrricht um das Tomatendach geschert.
Vor allem freuen sie sich an möglichst gleichmäßiger Wasserversorgung,
die man allerdings auch hinkriegt, wenn man nur am Wochenende gießen
kann und ansonsten den Mulch für sich arbeiten lässt.
Ina
--
Birmesen aus der Grenzregion bringen Hilfe ins Land. Helfen Sie helfen!
http://www.helft-birma.de
>> Um kräftige Jungpflanzen zu erhalten gießt man sie nach dem Einpflanzen
>> ins Beet mit Brennnesseljauche an. Die mache ich mir immer selbst. Feine
>> Leute kaufen sie für viel Geld als Konzentrat aus den */Giftschränken/*
>> der Bau- oder/und Gartenmärkte.
>
> Ich wollt eh nochmal in den Baumarkt, da schau ich doch glatt nach. So
> Zeugs wie Brennesseljauche, das steht hier iirc neben dem Giftschrank.
> Es gibt uebrigens Leute mit Grundstuecken, die sind viel zu klein, um da
> auch noch fuer Brennessel Platz zu lassen, fuer die macht das durchaus
> Sinn (mal abgesehen von der Geruchsbelaestigung, die in der Stadt eher
> nicht erwuenscht ist)
Ich hab mal in einer Parkanlage gearbeitet, wo wir Brennesseljauche
angesetzt haben. Zur Zeit der Anwendung der Jauche war dieser Parkteil
besucherfrei. Und für den, der das Zeug auszubringen hatte, half
vorläufig keine Dusche.
Ich persönlich würde mit mir noch mal über Brennesseltee reden lassen,
aber für Brennesseljauche im Kleingarten vermute ich die Notwendigkeit
einer Genehmigung nach dem Immissionsschutzgesetz.
> Ich hab mal in einer Parkanlage gearbeitet, wo wir Brennesseljauche
> angesetzt haben. Zur Zeit der Anwendung der Jauche war dieser
> Parkteil besucherfrei. Und für den, der das Zeug auszubringen hatte,
> half vorläufig keine Dusche.
Wenn einem - wie mir - bei Umfüllen derselben der Trichter wegkippt,
und beim Fangen des Trichters die Brühe dann _in_ den Handschuh
schwappt, lohnt sich das Schrubben der betreffenden Hand zumindest aus
olfaktorischen Gesichtspunkten für einige Tage _nicht_.
Sigi
--
Nicht darauf kommt es an, dass ich etwas anderes meine, als der andere,
sondern darauf, dass der andere das Richtige aus Eigenem finden wird,
wenn ich etwas dazu beitrage. [Rudolf Steiner]
--> deutsche Uebersetzung links vom @ : email wird regelmäßig gelesen <--
der Garten-GAU sozusagen ;) Ohwei. Ich setze Brennesseljauche immer in 2
oder 3 abgedeckten 50 Liter-Kübeln an die auf einer Stellage stehen. An
den Kübeln befindet sich am Boden jeweils ein Hahn zum ablassen aber
auch da plempert man mal was beim einfüllen in die Gießkanne was auf die
HAnd. Nee, Duft ist anders :) Ich nehms aber in Kauf, die Vorteile
überwiegen.
gh