Am 23.05.2013 14:11, schrieb Ina Koys:
> Am 23.05.2013 12:00, schrieb Karl-Heinz Rekittke:
>
>> Außerdem hatte ich am Futterplatz zum Schluss, in einer durchaus
>> hübschen Brieftaube, eine Freundin fürs Leben gefunden. Dieser musste
>> ich unmissverständlich klarmachen, dass aus unserer Beziehung
>> (dauerhaft) nichts werden konnte.
>
> Kein dauerhaftes Leben?
Das hatte nur sie sich so ausgerechnet und mir war wohl klar, dass ihr
ein lebenslängliches Catering zusagen würde ... vom ersten Moment an.
> Ist ja auch blöd. Aber mir ist auch mal - sogar
> auf Arbeit und beim Kunden - eine Brieftaube begegnet, die sicher war,
> in exakt diesem Büro zu wohnen. Die konnte nicht verstehen, warum sie
> draußen bleiben sollte.
Als ich bei meinem "Bird-shooting" den Aspekt "Futterhaus ohne Futter -
von oben" einarbeiten wollte, hätte mir die Taube fast die Kamera nebst
Stativ, vom offenen Schlafzimmerfenster im Dachgeschoss, in den Garten
katapultiert (weil ich beides nicht gesichert hatte). Hier sieht man die
Taube *sehr* kurz (bei 00:14), wie sie durchs Stativ manövriert und
später am Ansitz, der auch gerne von ihr als WC missbraucht wird :-(.
Eine Nachbarin, die das beobachtete, erzählte mir später, dass die
Situation am Fenster nicht unkritisch war:
http://www.youtube.com/watch?v=nUDA0BIzFxA&feature=youtu.be
*)
> Und warum sie jetzt so unprofessionell gegriffen
> und vors Fenster gesetzt wird.
Eigentlich hätte ich meine auch packen und aus ihren zwei Ringen den
Halter ausfindig machen müssen, um diesen zu informieren. Ein Freund
erzählte mir allerdings, dass eine andere Taube ihn dann einen Tag nach
der ersten Abholung bereits wieder aufgesucht hatte, obwohl der
angestammte Taubenschlag (ziemlich weit entfernt) in Holland lag.
Irgendwas muss dort wohl - für den Vogel - nicht gestimmt haben.
> Die hat noch am kommenden Tag in der
> Gegend rumgelungert und gehofft, dass sie jetzt doch noch ein offenes
> Fenster findet, damit sie wieder über den Teppich marschieren kann.
> Keine Ahnung, wie das dann weiterging.
> Aber macht einen schon etwas betroffen, wenn man ein Tier so enttäuschen
> muss - auch wenn man selber dafür gar nicht kann.
>
Die haben dafür einen besonderen Blick, der fast alle Argumente sticht.
Man bekommt diesen Blick nur dann, wenn das Futter ausbleibt. Anders als
bei Meisen und Amseln fehlt jeglicher Vorwurf im Ausdruck. Man erkennt
eine eher unterwürfige Erwartungshaltung. Leider konnte ich diesen Blick
- bisher - filmisch noch nicht einfangen.
Brieftauben lagen nicht unbedingt im Focus meiner Filmchen. Die wenigen
Szenen mit der Taube habe ich ich hier mal zusammengefasst:
http://www.youtube.com/watch?v=-gBXM-luAWs&feature=youtu.be
Gruß,
Kalle
*) Anm.: Die Dohle kann es gar nicht fassen, dass da nichts mehr ist!