Das Negativ sollte etwas unterbelichtet und hart entwickelt sein. Bei
einem identischem Negativ würden sich Lichter und Schatten gegenseitig
aufheben und Du hättest beim Vergrößern nur ein Graues etwas.
Je nach Kontrastumfang der Dias probierst Du am besten mehrere Negative
mit unterschiedlichen Belichtungen aus.
Ich hoffe das hilft Dir etwas weiter.
Gruß
Frank
Thomas Schreyegg schrieb:
> Hallo!
>
> Beim Vergrößern von Farbdias werden in Fachlabors Kontrastmasken
> eingesetzt, um einen kopierbaren Kontrastumfang zu erreichen. Wie
> funktioniert das genau? Es scheint eine direkte Maskierung auf dem Dia
> zu geben; wie funktioniert das? Welche anderen Methoden werden
> eingesetzt? Gibt es auch Möglichkeiten, solche Kontrastmasken mit
> leidlich vertretbarem Aufwand im Heimlabor einzusetzen?
>
> Danke,
> Tom II
> Beim Vergrößern von Farbdias werden in Fachlabors Kontrastmasken
> eingesetzt, um einen kopierbaren Kontrastumfang zu erreichen. Wie
> funktioniert das genau? Es scheint eine direkte Maskierung auf dem Dia
> zu geben; wie funktioniert das? Welche anderen Methoden werden
> eingesetzt?
Du meinst wahrscheinlich sog. Silbermasken. Der Name kommt daher, dass
das das Dia zusammen mit einem S/W-Negativ montiert wird (der gute alte
Silberfilm halt). Das Negativ ist duenn und leicht unscharf, die Wirkung
ist praktisch die einer konturgenau perfekt angepassten Abwedelmaske,
oder die des geschickten Einsatzes einer Hand mit etwa dreiundzwanzig
Fingern. 8-)
Wenn Dich das Thema naeher interessiert, solltest Du mal aeltere
Ausgaben von FHL konsultieren. 1988 lief dort ein aufwendiger, ueber
mehrere Ausgaben (das ganze Jahr ueber) laufender Kurs zum Thema
Bildoptimierung bei Diadirektprints durch Silbermasken. Die gezeigten
Beispiele mit und ohne Maske waren und sind wirklich beeindruckend.
<seufz> FHL... Friede seiner Asche.
> Gibt es auch Möglichkeiten, solche Kontrastmasken mit
> leidlich vertretbarem Aufwand im Heimlabor einzusetzen?
[x] Du brauchst diese Artikelreihe.
Die Sache ist vergleichsweise aufwendig. Geeeigneter Film muss exakt so
belichtet und entwickelt werden, dass die Maske an den gewuenschten
Stellen genau die richtige Dichte hat. Man hat dazu seinerzeit eine
eigene step-by-step Arbeitsmethode entwickelt, um wiederholgenaue und
sichere Ergebnisse zu erreichen und von trial-and-error wegzukommen.
Ich persoenlich wuerde das eher mal nicht unter "vertretbarer Aufwand"
einstufen. Es sei denn, Du brauchst mehrere gleiche grossformatige
Abzuege vom absoluten Dia Deines Lebens.
Dieter
[x] fuer "Digiprint-Pro" mit linear vierfacher Aufloesung. 8-)
>[Maske]
>
>Wie bringt man Dia und Maske passgenau übereinander?
Für das gibbets die Filmperforation. Einfach Löcher
miteinander in Deckung bringen (nicht mit dem
Bleistift!)
Gruss
Luigi
Servus Ulrich,
den von Dir beschriebenen Ansatz finde ich interessant.
Weißt Du noch näheres vom Anbieter dieser Technik?
Wenn das wie bei den sich automatisch verdunkelnden Brillengläsern mit
Silbernitrateinlagerung vorsichgeht, dann ist die Geschwindigkeit des
"Rückstellvorgangs" deutlich langsamer als die Abdunkelungsphase bei der
Herstellung der Maske.
Kannst Du bitte noch was zu folgenden Punkten sagen:
1. Wielange bleibt die auf diese Weise gewonnene Maske verwendungsfähig?
2. Muß die Belichtung bei speziellen Bedingungen erfolgen (z.B. bei
UV-Licht) ?
3. Im Lichtschacht des Vergrößerers müßte ja die ganze Fläche schnell
eingrauen, da die Maske ja auf der der Lampe zugewandten Seite liegt. Ist
dem so?
4. Ist das Verfahren auch für die Farbverarbeitung angepriesen worden?
5. Klebt man das Filmstück auf die Glasplatte und vergrößert das so
gewonnene Sandwich?
Neugierig, Ohm.
Diese Technik wird auch beim "Unscharf Maskieren" angewendet, was ja
heutzutage im Computer oft eingesetzt wird.
Gruesse
Dieter
http://home.t-online.de/home/Hans-Dieter.Oberle/
Ohm Krieger schrieb: