Hallo!
> "Dr. Joachim Neudert" <
neu...@5sl.org> writes:
>> Erstaunlich: es hat 7 MB in RAW, wenn es Aperture nur minimal
>> bearbeitet, schrumpft es auf die jetzigen 320 kB zusammen... ??
On Tue, 18 Jun 2013 08:35:40 +0200, Oliver Jennrich wrote:
> Da muss man ich schon fragen, *was* daran erstaunlich ist - dass Nikon
> so einen grottigen Kompressor in den RAW-Daten hat oder dass Aperture so
> effektiv ist. Ich vermute weder noch - das Geheimnis wird in einer
> Kompressionsstufe liegen, die die vielen x010101 wie die x000000
> behandelt.
Ich vermute, da� das Nikon-V1-Rohformat zumindest an die Technologie
angelehnt ist, die wir von den D-SLRs kennen [1]. Dort gibt es "RAW
uncompressed", "RAW lossless compressed" und "RAW compressed".
Ersteres ist nur was f�r absolute Kontrollfreaks, die meinen, bei einem
Kartendefekt noch ein bi�chen mehr Redundanz f�r die Wiederherstellung zu
haben oder 1us an Verarbeitungsgeschwindigkeit f�r Serienbilder
herauszukitzeln.
Zweiteres ist mehr oder weniger die Standardeinstellung wenn der
Kartenplatz reicht. Da nimmt der EXIF-Prozessor dann halt eine
Huffman-Codierung vor, eine Entropiekodierung oder was eben sonst dem
Datenmaterial angemessen ist.
Die letzte Variante fa�t ein paar Tonwerte im Lichterbereich (also dort, wo
das psychovisuelle Modell ohnehin Defizite vorhersagt) zu Gr�ppchen
zusammen und komprimiert dann erst. Deswegen auch die Bezeichnung
"Virtually Lossless" und einzige Option fr�herer Nikon D-SLRs.
Weiters ist dem NEF (eigentlich ein TIFF-Container mit
herstellerspezifischen Tags) noch ein JPG-Vorschaubild und allerlei
EXIF-Daten hinzugef�gt, die man gefahrlos entsorgen kann.
Vor dem Hintergrund wundert es mich also �berhaupt nicht, wenn ein
Rohkonverter aus einem NEF ein deutlich kleineres JPG produziert,
zumindest meine ich das aus Joachims Aussage "Erstaunlich: es hat 7 MB in
RAW, wenn es Aperture nur minimal bearbeitet, schrumpft es auf die
jetzigen 320 kB zusammen..." entnehmen zu k�nnen. Mit "Kompressionsstufe"
hat das nicht n�tigerweise zu tun, selbst ein verlustfrei komprimiertes
JPG d�rfte deutlich weniger Volumen haben, als doch recht redundante NEF.
Joachim h�tte also erst die Farben z�hlen und unterbelichtete Bereiche
anzeigen lassen sollen. Nachvollziehbar, da� sich komplett schwarzer
Himmel (also RGB 0x000000 - das kann durchaus schon ein Resultat der
"minimalen Berarbeitung" sein) gut komprimieren l��t. Au�erdem ist das
Bild ann�hernd monochrom, was die Fourierzerlegung im JPEG-Proze� (wird
nicht im RGB- sondern im helligkeitsbasierenden YUV-Farbraum vorgenommen)
wesentlich vereinfacht.
Viele Gr��e,
Volker
[1]
http://www.bythom.com/qadraw.htm