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funktioniert IS beim EF 18-55

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Paul Kunze

unread,
Nov 5, 2009, 11:39:42 AM11/5/09
to
Hallo,

auf der Suche nach einer Reisekamera habe ich mir ᅵberlegt, dass die EOS
350D und das EF 18-55 IS vielleicht gar nicht so schlecht sind,
Gewicht, Grᅵᅵe und Preis sind fᅵr mich akzeptabel. Das 18-55 II IS soll
ja nicht mehr so schlecht wie der Vorgᅵnger sein und deshalb habe ich
diese Kombination getestet.
Die Ergebnisse entsprechen meinen Erwartungen, aber eine Funktion des IS
konnte ich nicht feststellen. Die Fehlerquote ist mit und ohne IS etwa
gleich groᅵ. Die letzten Aufnahmen entstanden mit einer 1/30 Sekunde.
An meinen ruhigen Hᅵnden kann es auch nicht liegen, das ist vollendete
Vergangenheit.
Wie sind eure Erfahrungen?

Paul

Sascha Rheker

unread,
Nov 5, 2009, 1:24:44 PM11/5/09
to
Paul Kunze schrieb:

> Hallo,
>
> auf der Suche nach einer Reisekamera habe ich mir ᅵberlegt, dass die EOS
> 350D und das EF 18-55 IS vielleicht gar nicht so schlecht sind,
> Gewicht, Grᅵᅵe und Preis sind fᅵr mich akzeptabel.

Kommt drauf an, was man auf Reisen fotografieren will. Mir wᅵre das z.B.
schlicht zu lichtsschwach um damit Spaᅵ zu haben.

> Das 18-55 II IS soll
> ja nicht mehr so schlecht wie der Vorgᅵnger sein und deshalb habe ich
> diese Kombination getestet.
> Die Ergebnisse entsprechen meinen Erwartungen, aber eine Funktion des IS
> konnte ich nicht feststellen. Die Fehlerquote ist mit und ohne IS etwa
> gleich groᅵ. Die letzten Aufnahmen entstanden mit einer 1/30 Sekunde.
> An meinen ruhigen Hᅵnden kann es auch nicht liegen, das ist vollendete
> Vergangenheit.


Ein IS hilft nur gegen Verwacklungsunschᅵrfe nicht aber gegen
Bewegungsunschᅵrfe. Und eine 30stel ist bei 18mm ja durchaus noch
innerhalb der Freihhandgrenze auch ohne IS.


Sascha

Johannes Leckebusch

unread,
Nov 5, 2009, 2:05:36 PM11/5/09
to
Paul Kunze wrote:
> Hallo,
>
> auf der Suche nach einer Reisekamera habe ich mir ᅵberlegt, dass die
> EOS 350D und das EF 18-55 IS vielleicht gar nicht so schlecht sind,
> Gewicht, Grᅵᅵe und Preis sind fᅵr mich akzeptabel. Das 18-55 II IS
> soll ja nicht mehr so schlecht wie der Vorgᅵnger sein und deshalb
> habe ich diese Kombination getestet.
> Die Ergebnisse entsprechen meinen Erwartungen, aber eine Funktion des
> IS konnte ich nicht feststellen. Die Fehlerquote ist mit und ohne IS
> etwa gleich groᅵ.

Das Kit-Objektiv mit IS habe ich noch nicht getestet, aber die Erfahrung mit
diversen Suppenzooms lehrt: Der Stabilisator kann die Anzahl "verwackelter"
Aufnahmen reduzieren, aber nicht garantieren, dass es keine Verwackler gibt,
und einzelne Aufnahmen kᅵnnen sogar besonders stark verwackelt sein. Ein
guter IS wird aber die Belichtungszeit, bis zu der die meisten Aufnahmen
unverwackelt (aus freier Hand) gelingen, erhᅵhen ...

> Die letzten Aufnahmen entstanden mit einer 1/30
> Sekunde. An meinen ruhigen Hᅵnden kann es auch nicht liegen, das ist
> vollendete Vergangenheit.
> Wie sind eure Erfahrungen?

Bei welcher Brennweite? Fᅵr das Cropformat gilt: Die Grenze fᅵr (meistens)
verwacklungsfreie Freihandaufnahmen liegt bei ungefᅵhrt dem (Kehrwert der
Brennweite) x 1,6, also hier bei rund 50 mm (sic!). Alles nur "Faustregeln".

--

Jᅵdel.

Jedenfalls ist ein Foto die Zukunft des in der Vergangenheit liegenden
Momentes einer Betrachtung, nicht wahr?

Privat: http://www.johannes-leckebusch.de
Fotoseiten: http://www.johannes-leckebusch.de/Fotogalerien/
Schnappschussfotowettbewerb: http://www.foto.ungruen.de/Index.html

Johannes Leckebusch

unread,
Nov 5, 2009, 2:08:12 PM11/5/09
to
Paul Kunze wrote:
> Hallo,
>
> auf der Suche nach einer Reisekamera habe ich mir ᅵberlegt, dass die
> EOS 350D und das EF 18-55 IS vielleicht gar nicht so schlecht sind,
> Gewicht, Grᅵᅵe und Preis sind fᅵr mich akzeptabel. Das 18-55 II IS
> soll ja nicht mehr so schlecht wie der Vorgᅵnger sein und deshalb
> habe ich diese Kombination getestet.
> Die Ergebnisse entsprechen meinen Erwartungen, aber eine Funktion des
> IS konnte ich nicht feststellen. Die Fehlerquote ist mit und ohne IS
> etwa gleich groᅵ.

Das Kit-Objektiv mit IS habe ich noch nicht getestet, aber die Erfahrung mit


diversen Suppenzooms lehrt: Der Stabilisator kann die Anzahl "verwackelter"
Aufnahmen reduzieren, aber nicht garantieren, dass es keine Verwackler gibt,
und einzelne Aufnahmen kᅵnnen sogar besonders stark verwackelt sein. Ein
guter IS wird aber die Belichtungszeit, bis zu der die meisten Aufnahmen
unverwackelt (aus freier Hand) gelingen, erhᅵhen ...

> Die letzten Aufnahmen entstanden mit einer 1/30


> Sekunde. An meinen ruhigen Hᅵnden kann es auch nicht liegen, das ist
> vollendete Vergangenheit.
> Wie sind eure Erfahrungen?

Bei welcher Brennweite? Fᅵr das Cropformat gilt: Die Grenze fᅵr (meistens)
verwacklungsfreie Freihandaufnahmen liegt bei ungefᅵhrt dem Kehrwert der
Brennweite x 1,6. Also bei 18 mm x 1,6 = 32,4 <> ca. 1/30 sec.

Sascha Rheker

unread,
Nov 5, 2009, 2:52:53 PM11/5/09
to
Johannes Leckebusch schrieb:

>
> Das Kit-Objektiv mit IS habe ich noch nicht getestet,


Die ideale Voraussetzung was dazu zu sagen.

>
> Bei welcher Brennweite? Fᅵr das Cropformat gilt: Die Grenze fᅵr (meistens)
> verwacklungsfreie Freihandaufnahmen liegt bei ungefᅵhrt dem Kehrwert der
> Brennweite x 1,6. Also bei 18 mm x 1,6 = 32,4 <> ca. 1/30 sec.


Und 18 x 1,6 ist ganz sicher 32,4?


Sascha

Johannes Leckebusch

unread,
Nov 5, 2009, 3:00:39 PM11/5/09
to
Sascha Rheker wrote:
> Johannes Leckebusch schrieb:

> Und 18 x 1,6 ist ganz sicher 32,4?

Offenbar vertippt, gibt 28,8.

Sascha Rheker

unread,
Nov 5, 2009, 3:09:07 PM11/5/09
to
Johannes Leckebusch schrieb:

> Sascha Rheker wrote:
>> Johannes Leckebusch schrieb:
>
>> Und 18 x 1,6 ist ganz sicher 32,4?
>
> Offenbar vertippt, gibt 28,8.
>


Aha!


Wie vertippt mann sich denn, daᅵ statt 28,8 dann 32,4 da steht?

Sascha

Johannes Leckebusch

unread,
Nov 5, 2009, 3:13:49 PM11/5/09
to
Sascha Rheker wrote:
> Johannes Leckebusch schrieb:
>> Sascha Rheker wrote:
>>> Johannes Leckebusch schrieb:
>>
>>> Und 18 x 1,6 ist ganz sicher 32,4?
>>
>> Offenbar vertippt, gibt 28,8.
>>
>
>
> Aha!
>
>
> Wie vertippt mann sich denn, daᅵ statt 28,8 dann 32,4 da steht?

Wahrscheinlich zweimal die Ziffernfolge 1 ... 8, statt einmal 1 ... 8 und
einmal 1 ... 6 ... dass ich Dir das erklᅵren muss, tss tss tss
<kopfschᅵttel>. Ich dachte, das wᅵrdest Du auf den ersten Blick sehen!!!

Johannes Leckebusch

unread,
Nov 5, 2009, 3:51:08 PM11/5/09
to
Paul Kunze wrote:
> Hallo,
>
> auf der Suche nach einer Reisekamera habe ich mir ᅵberlegt, dass die
> EOS 350D und das EF 18-55 IS vielleicht gar nicht so schlecht sind,
> Gewicht, Grᅵᅵe und Preis sind fᅵr mich akzeptabel. Das 18-55 II IS
> soll ja nicht mehr so schlecht wie der Vorgᅵnger sein und deshalb
> habe ich diese Kombination getestet.
> Die Ergebnisse entsprechen meinen Erwartungen, aber eine Funktion des
> IS konnte ich nicht feststellen. Die Fehlerquote ist mit und ohne IS
> etwa gleich groᅵ.

Das Kit-Objektiv mit IS habe ich noch nicht getestet, aber die Erfahrung mit


diversen Suppenzooms lehrt: Der Stabilisator kann die Anzahl "verwackelter"
Aufnahmen reduzieren, aber nicht garantieren, dass es keine Verwackler gibt,
und einzelne Aufnahmen kᅵnnen sogar besonders stark verwackelt sein. Ein
guter IS wird aber die Belichtungszeit, bis zu der die meisten Aufnahmen
unverwackelt (aus freier Hand) gelingen, erhᅵhen ...

> Die letzten Aufnahmen entstanden mit einer 1/30


> Sekunde. An meinen ruhigen Hᅵnden kann es auch nicht liegen, das ist
> vollendete Vergangenheit.
> Wie sind eure Erfahrungen?

Bei welcher Brennweite? Fᅵr das Cropformat gilt: Die Grenze fᅵr (meistens)


verwacklungsfreie Freihandaufnahmen liegt bei ungefᅵhrt dem Kehrwert der

Brennweite x 1,6. Also bei 18 mm x 1,6 = 28,8 <> ca. 1/30 sec.
Alles nur "Faustregeln".

--

Jan Bruns

unread,
Nov 5, 2009, 4:41:43 PM11/5/09
to
Johannes Leckebusch:

>> Die letzten Aufnahmen entstanden mit einer 1/30 Sekunde. An meinen

>> ruhigen Händen kann es auch nicht liegen, das ist vollendete


>> Vergangenheit.
>> Wie sind eure Erfahrungen?
>

> Bei welcher Brennweite? Für das Cropformat gilt: Die Grenze für
> (meistens) verwacklungsfreie Freihandaufnahmen liegt bei ungefährt dem


> Kehrwert der Brennweite x 1,6. Also bei 18 mm x 1,6 = 28,8 <> ca. 1/30
> sec. Alles nur "Faustregeln".

Oder, wie der Rheker auch andeutete: Für Personenaufnahmen
ist 1/30s oft viel zu lange.

Gruss

Jan Bruns

Johannes Leckebusch

unread,
Nov 5, 2009, 4:45:31 PM11/5/09
to

Naja, was der immer so andeutet ... da kann sich ja der OP noch äußern, ob
er tatsächlich geglaubt hat, dass ein Bildstabilisator dagegen wirken solle,
wenn jemand wild mit den Armen fuchtelt oder Trampolin springt ...

--

Jödel.

Sascha Rheker

unread,
Nov 5, 2009, 4:53:24 PM11/5/09
to
Jan Bruns schrieb:

"Sascha" oder "Herr Rheker", wir sind hier nicht bei der Bundeswehr.


Wegtreten!

Sascha

Dieter Lefeling

unread,
Nov 5, 2009, 5:01:06 PM11/5/09
to
Paul Kunze schrieb:

> auf der Suche nach einer Reisekamera habe ich mir �berlegt, dass die EOS

> 350D und das EF 18-55 IS vielleicht gar nicht so schlecht sind,

> Gewicht, Gr��e und Preis sind f�r mich akzeptabel. Das 18-55 II IS

Entweder II oder IS.

> soll ja nicht mehr so schlecht wie der Vorg�nger sein und deshalb habe ich
> diese Kombination getestet.

Der Vorgaenger ist kein Vorgaenger, sondern ein Parallelmodell.
Es gibt das 18-55 ohne IS weiterhin, etwa serienmaessig zur 1000D.

Das Objektiv hat eine Schwaeche bei 5,6/55 mm am Bildrand. Da ist das IS
deutlich besser. Dennoch: mit Sorgfalt (Raw) und Canons DPP-Software
kann man selbst mit diesem Objektiv auf einem technischen Niveau foto-
grafieren, dass man sich mitunter wundert, was die "Kit-Scherbe" so zu
leisten imstande ist. BTDT.

> Die Ergebnisse entsprechen meinen Erwartungen, aber eine Funktion des IS
> konnte ich nicht feststellen. Die Fehlerquote ist mit und ohne IS etwa

> gleich gro�. Die letzten Aufnahmen entstanden mit einer 1/30 Sekunde.
> An meinen ruhigen H�nden kann es auch nicht liegen, das ist vollendete

> Vergangenheit.
> Wie sind eure Erfahrungen?

Meine Erfahrung ist:

- das 18-55 ohne IS ist sicher keine Spitzenoptik, aber man kann es so
einsetzen, dass die Ergebnisse wenig Anlass zu technischer Kritik geben.

- das 18-55 mit IS ist insbesondere am langen Ende am Rand sichtbar
besser als das nicht-IS.

- IS ist eine der g**lsten Erfindungen der letzten 30 Jahre. Der Nutzen
ist im Telebereich sicher groesser als bei Weitwinkel, aber auch dort
bringt es was. Nicht vergessen: das 18-55 geht bis in den Telebereich
(entsprechend 90 mm Kleinbild). Dort hat IS einen echten Nutzen.

Wenn Du "keine Funktion des IS feststellen" konntest, waere zu fragen,
wie Du das Objektiv ueberhaupt eingesetzt hast:

* der IS laeuft, nachdem Du den Ausloeser angedrueckt hast. Nach einigen
Sekunden schaltet er sich aber wieder ab. Halte also den Finger auf dem
Ausloeser weiter angedrueckt und warte ab, bis das Bild weitgehend ruhig
steht. Jetzt langsam durchdruecken und ausloesen.

* der IS hilft insbesondere im Telebereich. 1/30 s mit Weitwinkel ist
kein Kunststueck, das ging schon immer auch ohne. Aber im Telebereich
ist das was anderes. Du hast aber nicht gesagt, bei welcher Einstellung
des Objektiv Du die Ergebnisse mit/ohne IS verglichen hast. Probiere
doch einmal 1/8 und 1/15 s bei laengster Brennweite.

Dieter

Jan Bruns

unread,
Nov 5, 2009, 5:09:22 PM11/5/09
to
Johannes Leckebusch:

> Jan Bruns wrote:
>> Johannes Leckebusch:

>>> [Faustregel für meistens Verwacklungsfreie Aufnahmen]

>> Oder, wie der Rheker auch andeutete: Für Personenaufnahmen ist 1/30s
>> oft viel zu lange.

> Naja, was der immer so andeutet ...

Klar.

> da kann sich ja der OP noch äußern,
> ob er tatsächlich geglaubt hat, dass ein Bildstabilisator dagegen wirken
> solle, wenn jemand wild mit den Armen fuchtelt oder Trampolin springt

Deswegen finde ich es ja erwähnenswert: Bei völlig still dasitzenden
Personen mag im Einzelfall auch 1/10s bestens funktionieren, aber
andererseits können auch Bilder mit 1/60s auch bei ganz normal rumstehenden
Personen noch zuviel Bewegungsunschärfe aufweisen. Will sagen: Es ist gar
nicht so leicht, das einzuschätzen, in welchen Situationen man wie lange
belichten kann, wenn Personen bildwirksam aufs Foto sollen.

Gruss

Jan Bruns

Andreas Neste

unread,
Nov 5, 2009, 5:24:25 PM11/5/09
to
Hallo Dieter,
On 5 Nov., 23:01, Dieter Lefeling <didis.mehl...@web.de> wrote:

> Meine Erfahrung ist: [...]

machst du, der rund um die Fotografietechnik theoretisch nicht zu
toppen bist auch selbst Fotos, die man irgendwo zu Gesicht bekommt?

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
Andreas

Johannes Leckebusch

unread,
Nov 5, 2009, 5:28:12 PM11/5/09
to

Also ... jein. Verwacklungsunschärfe und Unschärfe durch bewegte Elemente im
Bild unterscheiden sich ja deutlich. Die Verwacklungsunschärfe kann man im
Prinzip nach der genannten Faustformel gut abschätzen (man muss ja nicht
unbedingt das große Einmaleins präzise im Kopf haben - Überschlagsrechnung
reicht). Bei Crop kann man auch sagen: Kehrwert der Brennweite und dann die
Hälfte dazu ... also bei 30 mm z. B. 1/(30 + 15), aufgerundet 1/50 oder 1/60
({;-)))))) kommt ungefähr hin, wenn man eher sichergehen will.

Wie gesagt: IS verschiebt diese Grenze zu längeren Belichtungszeiten hin ...
kann 1, 2, angeblich auch mehr Blendenstufen (oder Faktor) betragen. Meiner
Meinung nach kann man sich darauf aber nicht absolut verlassen - anders als
Dieter halte ich das bislang nicht für ein Wunderallheilmittel. Aber helfen
tut es schon, und bei manchen Objektiven hilft es zuverlässiger als bei
anderen.

Wenn Dieter sagt, beim 18-55/IS wirkt es Wunder (in Zahlen?), will ich ihm
das gerne glauben ... {;-))).

Normal bewegte oder sich eher ruhig verhaltende Personen kann man mit Zeiten
um 1/100 wohl mit fast keiner Bewegungsunschärfe abbilden, und dabei spielt
dann die Brennweite keine Rolle, der IS nutzt aber nix ... ok. Wobei eine
gewisse Bewegungsunschärfe, z. B. von einzelnen Gliedmaßen, bei Leuten, die
irgendwas entsprechendes tun, die Bildwirkung ja eher stärkt und natürlicher
macht als das Einfrieren aller Bewegungen mit einer 1/500 ... und kürzer
oder Blitz.

Wenn man sich mit Hilfe von Stabi in den Zeitbereich > oder >> 1/30 begibt,
muss man immer mit Bewegungsunschärfen nicht festgezurrter oder vereister
Personen rechnen.

Ansonsten sollte der OP das mal - wie von Dieter geraten - mit maximaler
Brennweite und /deutlich/ längeren Belichtungszeiten im Vergleich probieren.

Ich habe das mal so getestet: Eine Belichtungs-Zeitreihe machen, also z. B.
von 1/100 über alle Zeitstufen bis ca. 1/8 (wären dann so vier
Blendenstufen). Mit jeder Kombination (bei entsprechendem Ausgleich der
Blende) auf immer dasselbe Motiv, vom selben Standort aus, mit demselben
Ausschnitt, mit irgendwelchen klaren Strukturen wie z. B. eine Turmuhr, aus
der freien Hand mindestens fünf (5!) Aufnahmen hintereinander schießen. Und
sich dann die Mühe machen, die am Computer alle detailliert auszuwerten und
in einer Tabelle zu notieren, wieviele von den je 5 Aufnahmen in einer
Zeitstufe klar "unverwackelt" oder "merklich" bis "deutlich" verwackelt
ausschauen. Und das alles natürlich einmal mit ausgeschaltetem, einmal mit
eingeschaltetem IS. Da kommen eine Menge Probebilder zusammen ... aber
nachher ist man nicht nur klüger, sondern möglicherweise auch ernüchtert.

Johannes Leckebusch

unread,
Nov 5, 2009, 5:29:24 PM11/5/09
to
Andreas Neste wrote:
> Hallo Dieter,
> On 5 Nov., 23:01, Dieter Lefeling <didis.mehl...@web.de> wrote:
>
>> Meine Erfahrung ist: [...]
>
> machst du, der rund um die Fotografietechnik theoretisch nicht zu
> toppen

Theoretisch schon, praktisch nicht ...

> bist auch selbst Fotos, die man irgendwo zu Gesicht bekommt?

Ich glaube, dazu ist er zu bescheiden!

--

J�del.

Jan Bruns

unread,
Nov 5, 2009, 5:32:36 PM11/5/09
to
Sascha Rheker:
> Jan Bruns schrieb:

>> Oder, wie der Rheker auch andeutete: Für Personenaufnahmen ist 1/30s
>> oft viel zu lange.

> "Sascha" oder "Herr Rheker", wir sind hier nicht bei der Bundeswehr.

Naja, ist recht, nächstmal.

Ich nutze mal die Gunst der Stunde, Dir mal just diese Story aus
meiner Schulzeit zu verklickern:

Also ich hatte damals mal einen Lehrer, der auch so hiess. Ich
musste an dessen Unterricht aber zum Glück nur nur aus
"versicherungstechnischen" Gründen teilnehmen (Religion, gab
damals zeitweise keine Möglichkeit für Religionsersatzunterricht).

Der hat jedenfalls ganz gerne solche Thesen wie "Schule braucht
keinen Spass zu machen" vertreten. Entsprechend beliebt war der
dann auch (auf dem Schulklo stand bspw. "Rheker untern Trecker!").

Gruss

Jan Bruns

Christian Thomas

unread,
Nov 5, 2009, 5:38:09 PM11/5/09
to
Ja, zumindest bei meinem Exemplar tut er das. ;-)

Du kannst die Funktion des Bildstabilisators auch beim Blick durch den
Sucher prᅵfen:
- lange Brennweite einstellen
- ein Objekt fokussieren
- wᅵhrend der nᅵchsten Sekunden mᅵᅵig schnell hin- und herwackeln, sodaᅵ
der IS ᅵberfordert wird
Ergebnis bei arbeitendem Bildstabilisator ist, dass die
Richtungsᅵnderung (hin und her) der Bildbewegung im Sucher zeitversetzt
stattfindet.


Grᅵᅵe aus dem Saaletal

Christian
--
http://christian.hat-gar-keine-homepage.de/

Dieter Lefeling

unread,
Nov 5, 2009, 5:58:12 PM11/5/09
to
Andreas Neste schrieb:

> machst du, der rund um die Fotografietechnik theoretisch nicht zu
> toppen bist auch selbst Fotos,

Klar - soweit Zeit ist.

Ich kann aber sagen: Das mit der Theorie kommt aus der Praxis.
Ich wollte immer schon genauer wissen, wie was zusammenhaengt.
Macht dann weniger Stress, wenn man's mal braucht. Und das beste:
Bisher hat noch immer alles in der Praxis so funktioniert wie in der
Theorie zu erwarten war.

Okay, *fast* alles. <8)

> die man irgendwo zu Gesicht bekommt?

Hm - zuletzt auf einer Ausstellung des Fotoclubs, in dem ich mal war.
(*au* *aua* nicht so feste *duck*) 8-) Das ist aber > 10 Jahre her.

Ich fotografiere vor allem zum eigenen Vergnuegen und freue mich, wenn
ich im Bild das wiederfinde, das ich hineinlegen wollte. Ist fuer mich
mehr sowas wie ein persoenlicher, manchmal fast kontemplativer Vorgang.
Also weniger was zum Ausstellen.

Dieter

Johannes Leckebusch

unread,
Nov 5, 2009, 6:08:06 PM11/5/09
to
Dieter Lefeling wrote:
> Andreas Neste schrieb:
>
>> machst du, der rund um die Fotografietechnik theoretisch nicht zu
>> toppen bist auch selbst Fotos,
>
> Klar - soweit Zeit ist.
>
> Ich kann aber sagen: Das mit der Theorie kommt aus der Praxis.
> Ich wollte immer schon genauer wissen, wie was zusammenhaengt.
> Macht dann weniger Stress, wenn man's mal braucht. Und das beste:
> Bisher hat noch immer alles in der Praxis so funktioniert wie in der
> Theorie zu erwarten war.
>
> Okay, *fast* alles. <8)

Praktisch geht alles, aber in sehr, sehr seltenen Ausnahmef�llen hat die
Theorie L�cken ...

<g,d&r>

{;-))))))))))))))))))))

>> die man irgendwo zu Gesicht bekommt?
>
> Hm - zuletzt auf einer Ausstellung des Fotoclubs, in dem ich mal war.
> (*au* *aua* nicht so feste *duck*) 8-) Das ist aber > 10 Jahre her.
>
> Ich fotografiere vor allem zum eigenen Vergnuegen und freue mich, wenn
> ich im Bild das wiederfinde, das ich hineinlegen wollte. Ist fuer mich
> mehr sowas wie ein persoenlicher, manchmal fast kontemplativer
> Vorgang. Also weniger was zum Ausstellen.

So so so!

Andreas Neste

unread,
Nov 5, 2009, 6:41:52 PM11/5/09
to
Hallo Dieter

On 5 Nov., 23:58, Dieter Lefeling <didis.mehl...@web.de> wrote:
> Andreas Neste schrieb:
>
> > machst du, der rund um die Fotografietechnik theoretisch nicht zu
> > toppen bist auch selbst Fotos,
>
> Klar - soweit Zeit ist.
>
> Ich kann aber sagen: Das mit der Theorie kommt aus der Praxis.
> Ich wollte immer schon genauer wissen, wie was zusammenhaengt.
> Macht dann weniger Stress, wenn man's mal braucht. Und das beste:
> Bisher hat noch immer alles in der Praxis so funktioniert wie in der
> Theorie zu erwarten war.

du machst mir Angst!

> Okay, *fast* alles. <8)

Puhhhhh - Entwarnung ;-)


>
> > die man irgendwo zu Gesicht bekommt?
>
> Hm - zuletzt auf einer Ausstellung des Fotoclubs, in dem ich mal war.
> (*au* *aua* nicht so feste *duck*) 8-)  Das ist aber > 10 Jahre her.

Na gut, entschuldigt. Ich kenn' das...

All das, was ich interessant finde, ist, wenn ich drüber nachdenke
schon > 15 Jahre her ;-)

> Ich fotografiere vor allem zum eigenen Vergnuegen und freue mich, wenn
> ich im Bild das wiederfinde, das ich hineinlegen wollte.

Okay, du musst dein Geld nicht mit der Fotografie verdienen. Hab ich
verstanden. Bei all deinem Interesse was die Fotografie betrifft:
Womit fotografierst du denn zum Vergnügen? Ja ja is klar... mit
geeignetem Gerät ;-) ... und in der Realität ist das welche Kamera,
mit welchen Objektiven?

> Ist fuer mich mehr sowas wie ein persoenlicher, manchmal fast kontemplativer > Vorgang. Also weniger was zum Ausstellen.

Öhm... kontemplativ muss ich erst mal bei Wiki nachschauen...

"Kontemplation ist auch als mystischer Weg der westlichen Tradition
bekannt. In der Regel wird durch ein kontemplatives Leben oder Handeln
ein besonderer Empfindungszustand oder eine Bewusstseinserweiterung
angestrebt. Eine kontemplative Haltung ist von Ruhe und sanfter
Aufmerksamkeit auf einen Gedanken bestimmt und unterscheidet sich von
der Meditation durch die dort angestrebte vollkommene Leere des
Geistes."

Wow, das sollte doch genau das sein, was unbedingt ausgestellt gehört!

Schönes Wochenende!
Andreas

Sascha Rheker

unread,
Nov 5, 2009, 6:51:06 PM11/5/09
to
Johannes Leckebusch schrieb:


> Meiner Meinung nach kann man sich darauf aber nicht absolut verlassen -
> anders als Dieter halte ich das bislang nicht für ein

> Wunderallheilmittel. (...)


>
> Wenn Dieter sagt, beim 18-55/IS wirkt es Wunder (in Zahlen?), will ich
> ihm das gerne glauben ... {;-))).
>


Dieter schrieb:


- IS ist eine der g**lsten Erfindungen der letzten 30 Jahre. Der Nutzen
ist im Telebereich sicher groesser als bei Weitwinkel, aber auch dort
bringt es was. Nicht vergessen: das 18-55 geht bis in den Telebereich
(entsprechend 90 mm Kleinbild). Dort hat IS einen echten Nutzen.


und weiter schrieb er:

* der IS hilft insbesondere im Telebereich. 1/30 s mit Weitwinkel ist
kein Kunststueck, das ging schon immer auch ohne.


Da zu der Aussagen zu kommen, er hielte IS für ein "Wunderallheilmittel"
ist schon ziemlich daneben und fadenscheinig, da helfen auch
irgendwelche Smileys nichts.


Sascha

Johannes Leckebusch

unread,
Nov 5, 2009, 7:00:55 PM11/5/09
to
Sascha Rheker wrote:

> Da zu der Aussagen zu kommen, er hielte IS für ein
> "Wunderallheilmittel" ist schon ziemlich daneben und fadenscheinig,
> da helfen auch irgendwelche Smileys nichts.

<lol>

Nö, bei Dir helfen keine Smileys nicht, weder irgendwelche noch besondere.
Das war mir aber schon vorher klar.

Im Übrigen glaube ich ganz fest, dass Dieter mir selbst Kontra gibt, falls
er es für nötig oder angezeigt hält, der ist schon erwachsen genug! Ja, an
manches glaube selbst ich noch ...

Erhard Schwenk

unread,
Nov 5, 2009, 7:03:18 PM11/5/09
to

> Dieter schrieb:

> und weiter schrieb er:

Naja, man kann natürlich jedes Wort auf die Goldwaage legen.

Es ist aber kaum zu bestreiten, daß ein Bildstabilisator vor Allem bei
langen Brennweiten deutlich mehr Freiheiten bei der Wahl der
Belichtungszeit (und damit auch der Blende bzw. der Empfindlichkeit)
liefert.

300mm an einer APS-C-DSLR (das ist in dem Fall vergleichbar mit 450mm an
einer Kleinbild-SLR) mit 1/15s frei aus der Hand hätten ohne Stabi eine
tollkühn zu nennende Chance, ein brauchbares Bild zu ergeben. Mit Stabi
liegt diese Chance bei einigermaßen sinnvoller Haltung deutlich über
50%. Erst Recht, wenn sich der Fotograf selbst auf schwankendem
Untergrund (Fahrzeug, Boot, ...) befindet.

Bei 55mm an APS-C ist der Effekt vielleicht etwas kleiner, aber dennoch
sicher angenehm wahrnehmbar. Im Weitwinkel-Bereich kommt man mit etwas
Übung auch ohne Stabi auf Zeiten von 1/15 und länger runter, da ist der
Gewinn durch den Stabi oft kaum zu spüren, weil sich bei 1/4s oder
dergleichen andere Unschärfefaktoren deutlicher bemerkbar machen.

--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg - http://www.akkordeonjugend.de/
APAYA running System - http://www.apaya.net/

Johannes Leckebusch

unread,
Nov 5, 2009, 7:35:08 PM11/5/09
to
Erhard Schwenk wrote:
> Sascha Rheker wrote:
>> Johannes Leckebusch schrieb:
>>
>>
>>> Meiner Meinung nach kann man sich darauf aber nicht absolut
>>> verlassen - anders als Dieter halte ich das bislang nicht für ein
>>> Wunderallheilmittel. (...)
>>>
>>> Wenn Dieter sagt, beim 18-55/IS wirkt es Wunder (in Zahlen?), will
>>> ich ihm das gerne glauben ... {;-))).
>
>> Dieter schrieb:
>
>> - IS ist eine der g**lsten Erfindungen der letzten 30 Jahre. Der
>> Nutzen ist im Telebereich sicher groesser als bei Weitwinkel, aber
>> auch dort bringt es was. Nicht vergessen: das 18-55 geht bis in den
>> Telebereich (entsprechend 90 mm Kleinbild). Dort hat IS einen echten
>> Nutzen.

> Es ist aber kaum zu bestreiten, daß ein Bildstabilisator vor Allem bei


> langen Brennweiten deutlich mehr Freiheiten bei der Wahl der
> Belichtungszeit (und damit auch der Blende bzw. der Empfindlichkeit)
> liefert.

Um jetzt mal wieder ernst zu werden: Des bestreit ich ja gar nicht!

Mein Urteil über ein /anderes/ Objektiv, nämlich das EF-S 17-55/2,8, lautet:

===
Ein nicht gerade billiges aber hochwertiges "Universalzoom" mit hoher
Lichtstärke und hervorragender Bildwiedergabe ist das [b]Canon EF-S
17-55/2,8 IS USM[/b]. Konstante Offenblende von f/2,8 über den gesamten
Brennweitenbereich sowie der USM-Antrieb, der auch ohne Abschalten des AF
jederzeit ein manuelles Eingreifen in die Fokussierung gestattet, machen es
sehr komfortabel. Auch im Nahbereich und bei maximaler Brennweite läßt sich
damit die Schärfe dank des weiten Stellweges sehr feinfühlig justieren. Der
Drehwiderstand des Zoomringes ist dagegen etwas ungleichmäßig, aber im
Vergleich zu vielen anderen angenehm leichtgängig. Der Bildstabilisator
wirkt bei 55 mm bis herab zu 1/10 s (drei Blendenstufen) meist zuverlässig,
mit gelegentlichen Ausreißern ab ca. 1/20 s (zwei Blendenstufen).
===

Meine generelle Erfahrung mit "Superzooms" diverser Hersteller war: Sehr
durchwachsen (das oben genannte ist keines, sondern eine hochwertige und
nicht ganz billige Optik).

Mit dem Kit-Objektiv 18-55 habe ich jetzt keine Testergebnisse (grumpf,
hätte ich mal machen sollen). Wenn mir jemand wie Dieter sagt, dass das
ähnlich gut funktioniert, glaube ich es ... kann nur selbst dazu kein Urteil
abgeben. Das steht aber neben der Frage, unter welchen Umständen solche
Effekte in dem fraglichen Brennweitenbereich bei 1/30 s spürbar sein sollten
... und dazu orientiert man sich dann nach meinem Verständnis an dem Gewinn
an "Blendenstufen" - äh, eigentlich "Zeitstufen" gegenüber der
Ausgangsbasis, die sich nach der altbekannten Faustformel errechnet, unter
Berücksichtigung des Verlängerungsfaktors für APS-C oder ähnliche Formate.

> 300mm an einer APS-C-DSLR (das ist in dem Fall vergleichbar mit 450mm
> an einer Kleinbild-SLR) mit 1/15s frei aus der Hand hätten ohne Stabi
> eine tollkühn zu nennende Chance, ein brauchbares Bild zu ergeben.
> Mit Stabi liegt diese Chance bei einigermaßen sinnvoller Haltung
> deutlich über 50%. Erst Recht, wenn sich der Fotograf selbst auf
> schwankendem Untergrund (Fahrzeug, Boot, ...) befindet.

Bei 300 mm und 1/15 s an APS-C? Hast Du das selbst mit einer einigermaßen
großen Anzahl an Aufnahmen getestet? Wäre toll ... denn da wäre der
Ausgangspunkt ca. 1/500 s, und es ergäbe sich ein sagenhafter Gewinn von 5
(fünf!) Blendenstufen bzw. Zeitstufen! Das glaube ich erst einmal so nicht
... aber ich sagte: /glaube/ ich nicht. Wenn es doch so wäre, toll!!!

> Bei 55mm an APS-C ist der Effekt vielleicht etwas kleiner, aber
> dennoch sicher angenehm wahrnehmbar.

Der ist nicht kleiner, der verschiebt sich nur zu anderen Belichtungszeiten
... jedenfalls im Prinzip!

> Im Weitwinkel-Bereich kommt man
> mit etwas Übung auch ohne Stabi auf Zeiten von 1/15 und länger
> runter, da ist der Gewinn durch den Stabi oft kaum zu spüren, weil
> sich bei 1/4s oder dergleichen andere Unschärfefaktoren deutlicher
> bemerkbar machen.

Bei unbewegten Motiven trifft das dann im Prinzip genauso zu, was die
"Verwackelung" anbelangt ... falls nicht andere kybernetische Faktoren
dagegen wirken!

Oder?

Johannes Leckebusch

unread,
Nov 5, 2009, 8:10:43 PM11/5/09
to
Dieter Lefeling wrote:

> Meine Erfahrung ist:
>
> - das 18-55 ohne IS ist sicher keine Spitzenoptik, aber man kann es so
> einsetzen, dass die Ergebnisse wenig Anlass zu technischer Kritik
> geben.
>
> - das 18-55 mit IS ist insbesondere am langen Ende am Rand sichtbar
> besser als das nicht-IS.
>
> - IS ist eine der g**lsten Erfindungen der letzten 30 Jahre.

Sicher interessant, wenn er gut funktioniert (ich hoffe, wir m�ssen uns
nicht duellieren!). {;-)))

> Der
> Nutzen ist im Telebereich sicher groesser als bei Weitwinkel, aber
> auch dort bringt es was. Nicht vergessen: das 18-55 geht bis in den
> Telebereich (entsprechend 90 mm Kleinbild). Dort hat IS einen echten
> Nutzen.

Ich w�rde das jetzt so verstehen: Der praktische Nutzen ist eher im
Telebereich zu finden, wenn man beispielsweise bestimmte "praxisgerechte"
Belichtungszeiten in Betracht zieht. Also im Sinne von "Bei 55 mm (�qu. ca.
90 mm) statt mit 1/100 noch mit 1/15 s aus der freien Hand fotografieren zu
k�nnen, ist ein deutlicher praktischer Gewinn. Bei 18 mm w�ren aber 1/30
auch ohne IS normalerweise machbar ...

oder meinst Du:

Bei 18 mm ergibt sich mit dem IS kein vergleichbarer Gewinn an
verwacklungsfreien Belichtungszeiten (der m�sste dann ja bis 1/4 s gehen)?
Obwohl das vielleicht, auch wenn es ginge, f�r die Praxis weniger von
Bedeutung w�re, weil (...).

> * der IS laeuft, nachdem Du den Ausloeser angedrueckt hast. Nach
> einigen Sekunden schaltet er sich aber wieder ab. Halte also den
> Finger auf dem Ausloeser weiter angedrueckt und warte ab, bis das
> Bild weitgehend ruhig steht. Jetzt langsam durchdruecken und
> ausloesen.

Es mag ja auch sein, dass man die Wirkung des IS verbessern kann, indem man
ihm auf eine durch Beobachtung gewonnene Weise "in die Arme arbeitet".
Darauf bin ich bisher noch nicht gekommen ... ich habe das so getestet, dass
ich ohne besondere Hast, aber auch ohne besondere "R�cksichtnahme" einige
Male auf ein unbewegtes Motiv aus der freien Hand belichtet habe. Wenn ich
mir beliebig Zeit lassen kann, kann ich ja auch ein Stativ nehmen oder die
Kamera aufst�tzen. Wenn es um "Schnappsch�sse" geht, habe ich keine Zeit,
abzuwarten, bis der IS sich eingeschwungen hat ... unter solchen Umst�nden
war /meine Beobachtung/ eben die: An manchen Objektiven bringt das im
Schnitt mehr, an anderen weniger, maximal bis zu drei Zeit/Blendenstufen
Verl�ngerung bei einer geringen Ausrei�erquote, aber keine definitive
mehrfache Belichtungszeit, die mit Sicherheit nicht "verwackelt". Was man
sich auch �berlegen kann, wenn man dar�ber nachdenkt, was so ein Mechanismus
macht und ihn beobachtet ... es kann sogar dazu f�hren, dass bei Zeiten, die
normalerweise aus der Hand verwacklungsfrei gelingen, die Verwackelung
/zunimmt/!!! N�mlich dann, wenn man dummerweise in dem Moment abdr�ckt wenn,
oder beim Abdr�cken ausl�st, dass der sich neu positioniert!

Also aus meiner Sicht ein Lotteriespiel mit erh�hten Gewinnchancen (wenn der
IS gut ist), aber keiner Gewinngarantie!

> * der IS hilft insbesondere im Telebereich. 1/30 s mit Weitwinkel ist
> kein Kunststueck, das ging schon immer auch ohne. Aber im Telebereich
> ist das was anderes. Du hast aber nicht gesagt, bei welcher
> Einstellung des Objektiv Du die Ergebnisse mit/ohne IS verglichen
> hast. Probiere doch einmal 1/8 und 1/15 s bei laengster Brennweite.

--

J�del.

Johannes Leckebusch

unread,
Nov 5, 2009, 8:44:29 PM11/5/09
to
Dieter Lefeling wrote:

> - IS ist eine der g**lsten Erfindungen der letzten 30 Jahre. Der
> Nutzen ist im Telebereich sicher groesser als bei Weitwinkel, aber
> auch dort bringt es was. Nicht vergessen: das 18-55 geht bis in den
> Telebereich (entsprechend 90 mm Kleinbild). Dort hat IS einen echten
> Nutzen.

Das wirft �brigens, wie mir gerade in den Sinn kommt, eine ganz andere Frage
auf: Welche Belichtungszeiten kann ich bei Freihandaufnahmen w�hlen, wenn
ich davon ausgehen m�chte, dass meine Aufnahmen mit einiger Sicherheit
verwacklungsfrei sind (die Unsch�rfe durch bewegte Motive mal au�en
vorgelassen)?

Da gab es bisher die bekannte Faustformel, mit Korrekturfaktor f�r kleinere
Formate, und ggf. einen Erfahrungsbonus/Malus f�r den pers�nlichen
Zitterfaktor usw.

Wenn man nun davon ausgehen kann, ein bestimmtes Objektiv erlaubt bei
dreifach verl�ngerten Belichtungszeiten, bezogen auf die Brennweite (also
Faktor 6) verwacklungsfreie Aufnahmen ... w�re das ja noch relativ einfach.
An einen solch einfachen "sicheren Zusammenhang" glaube ich aber bislang
nicht. Besonders dann nicht, wenn das nur zu erreichen ist, falls man im
Sucher auf besondere Weise die Beruhigung des Bildes abwarten muss oder
sonstige psychotechnische Einf�hlung. Und wenn das von Objektiv zu Objektiv
recht verschieden sein kann, wie es meine Beobachtungen nahelegen. Ob das
wirklich so ein gro�er Segen f�r ernsthafte Fotografie ist?

Gut, wenn man es darauf ankommen l��t und im Grenzfall einfach davon
ausgeht, dass man mit dem zugeschalteten IS eine (hoffentlich) h�here Chance
auf "grade nicht verwackelt" hat, lasse ich das ja gelten, ich bestreite
auch nicht, dass es n�tzlich ist. Wenn es aber so ist, dass zwar mehr
Aufnahmen verwacklungsfrei sind (im Schnitt), das Risiko, dass eine einzelne
Aufnahme stark verwackelt ist, sich u. U. sogar erh�ht, finde ich, dass der
Nutzen dieser Einrichtung doch ein wenig �bertrieben dargestellt wird -
nat�rlich vor allem von den Herstellern der jeweiligen Objektive (oder auch
Kameras). Vor allem, wenn so getan wird, als w�re damit Lichtst�rke kein
Thema mehr, weil man gegen die notwendigerweise verl�ngerte Belichtungszeit
ja durch den Bildstabilisator abgesichert ist.

Ich glaube, in einer Situation, wo man bei wenig Licht viele
Freihandaufnahmen machen muss oder m�chte, ohne Stativ, Blitz oder andere
Mittel, um die Belichtungszeit zu verk�rzen, ist ein IS n�tzlich, um die
Ausbeute statistisch zu verbessern ... mehr nicht.

Jan Bruns

unread,
Nov 5, 2009, 10:40:55 PM11/5/09
to

Johannes Leckebusch:
> Erhard Schwenk wrote:

>> 300mm an einer APS-C-DSLR (das ist in dem Fall vergleichbar mit 450mm
>> an einer Kleinbild-SLR) mit 1/15s frei aus der Hand hätten ohne Stabi
>> eine tollkühn zu nennende Chance, ein brauchbares Bild zu ergeben. Mit
>> Stabi liegt diese Chance bei einigermaßen sinnvoller Haltung deutlich
>> über 50%. Erst Recht, wenn sich der Fotograf selbst auf schwankendem
>> Untergrund (Fahrzeug, Boot, ...) befindet.
>
> Bei 300 mm und 1/15 s an APS-C? Hast Du das selbst mit einer
> einigermaßen großen Anzahl an Aufnahmen getestet? Wäre toll ... denn da
> wäre der Ausgangspunkt ca. 1/500 s, und es ergäbe sich ein sagenhafter
> Gewinn von 5 (fünf!) Blendenstufen bzw. Zeitstufen! Das glaube ich erst
> einmal so nicht ... aber ich sagte: /glaube/ ich nicht. Wenn es doch so
> wäre, toll!!!

Naja, Moment. Erhard hat das ja auch mit 50% Chance gerechnet,
während die "1/KB_Brennweite"-Faustregel ja doch (je nach Situation
und Verfassung) eher Richtung "sehr wahrscheinlich" geht (bei mir
zumindest, k.A., ob ich eher tattrig oder eher ruhig bin). Man
empfiehlt ja auch nicht so allgemein eine Zeit, bei der die meisten
Leute bei der Hälfte der Bilder verwackeln.

Neulich habe ich zweimal versucht, freihändig ein Bild mit 1/5s bei
28mm (~45mm KB) zu machen. Eines war sehr unscharf, das andere zeigte
keinerlei Verwacklung. Das war in der Nacht auch ein ganz normales
Ergebnis (mag sein, daß die 50%-Marke etwas kürzer lag, aber irgendwo
da in der Region war die schon). Ein anderes Bild (1/10s, 28mm)
erschien mir am LCD der Kamera bei vollem Zoom zunächst unverwackelt,
so daß ich das nicht wiederholt aufnahm, zeigte sich dann am PC aber
doch irgendwie unruhig.

Auch wenn das nun eine eher ruhige Nacht war: von da aus betrachtet
(und unter der Annahme, daß nix sonstiges, wie Ausrüstungsgewicht u.ä.
einen Strich durch die Rechnung macht) kann man ja mal hochrechnen,
daß ich da möglicherweise mit 1/100s bis 1/50s bei 300mm die 50%
Chance auf ein unverwackeltes Bild gehabt hätte (ich bezweifle das
zwar ein wenig, so 100%ig wird die Rechnung sicher nicht
1zu1 auf die Realität übertragbar sein, aber egal), so daß sich im Vgl.
zu Erhard's Zahlen ein Vorteil von 1.5 bis 3 EV für den IS ergäbe.

Aber klar, die Zahlen waren auch aus meiner Sicht blöd gewählt.

Gruss

Jan Bruns

Frank VVesterholt

unread,
Nov 6, 2009, 1:55:47 AM11/6/09
to
Andreas Neste schrieb:

> Eine kontemplative Haltung ist von Ruhe und sanfter
> Aufmerksamkeit auf einen Gedanken bestimmt und unterscheidet sich von
> der Meditation durch die dort angestrebte vollkommene Leere des
> Geistes."
>

> Wow, das sollte doch genau das sein, was unbedingt ausgestellt geh�rt!

Das finde ich nicht, wenn man Bilder in dem Kontext macht, also f�r sich
selber und sein pers�nliches Wohlbefinden, dann ist es eine
nachvollziehbare Konsquenz sich eben nicht mit den Bildern, z.B. im
Internet, zu extrovertieren.

Unterm Strich ist Dieters Einstellung durchaus zu begr�ssen. Man muss
nicht immer alles allen und jedem zeigen, was einem wichtig ist, auch
wenn das mittlerweile ja ziemlich modern ist...8-)

LG
Frank


--
http://www.weiterleitungseite.de.vu

Erhard Schwenk

unread,
Nov 6, 2009, 2:31:50 AM11/6/09
to
Johannes Leckebusch wrote:
> Erhard Schwenk wrote:

>> 300mm an einer APS-C-DSLR (das ist in dem Fall vergleichbar mit 450mm
>> an einer Kleinbild-SLR) mit 1/15s frei aus der Hand hätten ohne Stabi
>> eine tollkühn zu nennende Chance, ein brauchbares Bild zu ergeben.
>> Mit Stabi liegt diese Chance bei einigermaßen sinnvoller Haltung
>> deutlich über 50%. Erst Recht, wenn sich der Fotograf selbst auf
>> schwankendem Untergrund (Fahrzeug, Boot, ...) befindet.

> Bei 300 mm und 1/15 s an APS-C? Hast Du das selbst mit einer
> einigermaßen großen Anzahl an Aufnahmen getestet? Wäre toll ... denn da
> wäre der Ausgangspunkt ca. 1/500 s, und es ergäbe sich ein sagenhafter
> Gewinn von 5 (fünf!) Blendenstufen bzw. Zeitstufen! Das glaube ich erst
> einmal so nicht ... aber ich sagte: /glaube/ ich nicht. Wenn es doch so
> wäre, toll!!!

Naja, ich habe das Nikkor 70-300VRII öfters bei eigentlich schlechtem
Licht im Einsatz und benutze da notgedrungen auch schon ab und an die
Maximalbrennweite. Unter 1/50-1/80 gibts fast kein verwackeltes Bild,
bei 1/15 ist meine persönliche Ausschußquote irgendwo bei 30-40%, was
ggf. noch akzeptabel ist. So möglich setz ich zusätzlich das Einbein
ein, dann geht 1/15 wenn man nicht hektisch rumfuchtelt ganz problemlos.

>> Bei 55mm an APS-C ist der Effekt vielleicht etwas kleiner, aber
>> dennoch sicher angenehm wahrnehmbar.
>
> Der ist nicht kleiner, der verschiebt sich nur zu anderen
> Belichtungszeiten ... jedenfalls im Prinzip!

Ob der Effekt wirklich nicht kleiner ist, müßte mal einer der die
Konstruktion von den Stabis genau kennt untersuchen.

Ich möchte das aber fast vermuten, denn man hat immer irgendwo ein
bewegliches Element mit begrenztem mechanischem Freiraum, der sich
eigentlich in einem konstanten Bereich von Bildwinkelvarianz äußern
müßte, während der genutzte Bildwinkel bekanntlich mit der Brennweite
variiert. Wenn das stimmt, bedeutet es, daß der Anteil des vom Stabi
"korrigierbaren" Bildwinkels mit der Brennweite linear fällt.

>> Im Weitwinkel-Bereich kommt man
>> mit etwas Übung auch ohne Stabi auf Zeiten von 1/15 und länger
>> runter, da ist der Gewinn durch den Stabi oft kaum zu spüren, weil
>> sich bei 1/4s oder dergleichen andere Unschärfefaktoren deutlicher
>> bemerkbar machen.

> Bei unbewegten Motiven trifft das dann im Prinzip genauso zu, was die
> "Verwackelung" anbelangt ... falls nicht andere kybernetische Faktoren
> dagegen wirken!

Naja, unbewegte Motive haben keine Bewegungsunschärfe. Dafür rauscht der
Kamerasensor bei so langen Zeiten etwas mehr, was sich letztlich auch in
einer Art von Unschärfe ausdrückt, und eventuell müßte man auch die
Blende so weit zumachen daß die Beugungsunschärfe zuschlägt, dann wäre
der Stabi allerdings eh unnötig. Und praktisch hat man bei sagen wir mal
16mm doch eher selten wirklich ein Problem mit zu kurzen Belichtungszeiten.

Markus Fuenfrocken

unread,
Nov 6, 2009, 4:00:00 AM11/6/09
to
Christian Thomas schrieb:

> Ja, zumindest bei meinem Exemplar tut er das. ;-)
Hi,

kurze Interessensfrage: sollte die Funktion des IS nicht auch deutlich
hᅵrbar sein? Ich kenne die "Sparvariante" des IS, der bei den neuen EF-S
18-55 IS und 55-200 IS zum Einsatz kommt nicht, aber bei den anderen IS
Linsen die ich habe hᅵrt man sowohl das Ensetzen/Ausschalten des IS als auch
den Betrieb deutlich.
Gruᅵ,
Markus

Volker Bartheld

unread,
Nov 6, 2009, 6:17:04 AM11/6/09
to
Hallo!

On Fri, 06 Nov 2009 08:31:50 +0100, Erhard Schwenk wrote:
> Naja, ich habe das Nikkor 70-300VRII �fters bei eigentlich schlechtem
> Licht im Einsatz

Wirklich *300*mm? Und VRII? Das Teil ist mir ja noch gar nicht
untergekommen. Wo kann man das denn bestaunen...?

Ciao,
Volker

Volker Bartheld

unread,
Nov 6, 2009, 6:17:05 AM11/6/09
to
Hallo!

>> Oder, wie der Rheker auch andeutete: F�r Personenaufnahmen


>> ist 1/30s oft viel zu lange.

On Thu, 05 Nov 2009 22:53:24 +0100, Sascha Rheker wrote:
> "Sascha" oder "Herr Rheker", wir sind hier nicht bei der Bundeswehr.
> Wegtreten!

*LOL* Ja, die gute alte Barraszeit. ;-) Allerdings ist Deine Einlassung
auch eine Steilvorlage - mir dr�ngt sich sofort folgende Erwiderung auf:

"Ach, Sascha ist Dein Vorname?"...

SCNR,
OG Bartheld a. D.

--
@: I N F O at B A R T H E L D dot N E T
3W: www.bartheld.net

Michael Lestinsky

unread,
Nov 6, 2009, 7:06:07 AM11/6/09
to
* Volker Bartheld <dr_ve...@freenet.de>:

Das ist doch ein alter Hut:
http://www.nikon.de/product/de_DE/products/broad/869/overview.html
http://www.dpreview.com/news/0608/06080901nikonafs70-300vrlens.asp

Der dpreview-Artikel ist auf August 2006 datiert.

Bye,
Michael

Sebastian Suchanek

unread,
Nov 6, 2009, 7:06:53 AM11/6/09
to
Jan Bruns schrieb:

> Sascha Rheker:
>> Jan Bruns schrieb:
>
>>> Oder, wie der Rheker auch andeutete: Für Personenaufnahmen ist 1/30s
>>> oft viel zu lange.
>
>> "Sascha" oder "Herr Rheker", wir sind hier nicht bei der Bundeswehr.
>
> Naja, ist recht, nächstmal.
>
> Ich nutze mal die Gunst der Stunde, Dir mal just diese Story aus
> meiner Schulzeit zu verklickern:
> [...]

Aha. Und irgendwelche nicht verarbeiteten Traumata aus Deiner Kindheit
geben Dir das Recht, hier Umgangsformen nach Belieben über Bord werfen
zu dürfen? Merkwürdige Argumentation...


Tschüs,

Sebastian

Sebastian Suchanek

unread,
Nov 6, 2009, 7:24:51 AM11/6/09
to
Michael Lestinsky schrieb:

> * Volker Bartheld <dr_ve...@freenet.de>:
>
>> Hallo!
>>
>> On Fri, 06 Nov 2009 08:31:50 +0100, Erhard Schwenk wrote:
>>> Naja, ich habe das Nikkor 70-300VRII �fters bei eigentlich schlechtem
>>> Licht im Einsatz
>>
>> Wirklich *300*mm? Und VRII? Das Teil ist mir ja noch gar nicht
>> untergekommen. Wo kann man das denn bestaunen...?
>
> Das ist doch ein alter Hut:
> http://www.nikon.de/product/de_DE/products/broad/869/overview.html
> http://www.dpreview.com/news/0608/06080901nikonafs70-300vrlens.asp

Ich lese weder beim einen noch beim anderen etwas von "VRII"...


Tsch�s,

Sebastian

Michael Lestinsky

unread,
Nov 6, 2009, 7:38:55 AM11/6/09
to
* Sebastian Suchanek <seba...@suchanek.de>:

Webseitenvorlesedienst Lestinsky empfiehlt heute: Sinnentnehmendes Lesen.

VRII ist nicht Bestandteil des offiziellen Produktnamens. Nichtsdestotrotz
hat dieses Objektiv (und das steht auf beiden Seiten explizit und ist mit
einer trivialen Suche leicht zu finden) einen VRII.

Bye,
Michael

Sebastian Suchanek

unread,
Nov 6, 2009, 7:47:42 AM11/6/09
to
Michael Lestinsky schrieb:

> * Sebastian Suchanek <seba...@suchanek.de>:
>> Michael Lestinsky schrieb:
>>> * Volker Bartheld <dr_ve...@freenet.de>:
>>>> On Fri, 06 Nov 2009 08:31:50 +0100, Erhard Schwenk wrote:
>>>>
>>>>> Naja, ich habe das Nikkor 70-300VRII �fters bei eigentlich schlechtem
>>>>> Licht im Einsatz
>>>>
>>>> Wirklich *300*mm? Und VRII? Das Teil ist mir ja noch gar nicht
>>>> untergekommen. Wo kann man das denn bestaunen...?
>>>
>>> Das ist doch ein alter Hut:
>>> http://www.nikon.de/product/de_DE/products/broad/869/overview.html
>>> http://www.dpreview.com/news/0608/06080901nikonafs70-300vrlens.asp
>>
>> Ich lese weder beim einen noch beim anderen etwas von "VRII"...
>
> Webseitenvorlesedienst Lestinsky empfiehlt heute: Sinnentnehmendes Lesen.
>
> VRII ist nicht Bestandteil des offiziellen Produktnamens.
> [...]

Dann kann mir Webseitenvorlesedienst Lestinsky sicherlich auch erkl�ren,
warum dann Nikon h�chstselbst auf seiner Seite ein Objektiv namens "AF-S
NIKKOR 70-200mm 1:2,8G ED VR II" f�hrt:

http://nikon.de/product/de_DE/products/broad/1825/overview.html


Tsch�s,

Sebastian

Michael Lestinsky

unread,
Nov 6, 2009, 7:54:24 AM11/6/09
to
* Sebastian Suchanek <seba...@suchanek.de>:

Weil das die 2. Version eines 70-200/2.8 VR ist.

Bye,
Michael

Alexander Stielau

unread,
Nov 6, 2009, 8:07:36 AM11/6/09
to

Das ist mi�verst�ndlich, weil im Produktnamen (AF-S VR Zoom-NIKKOR
70-300 mm 1:4,5-5,6G) das II nicht vorkommt, es ist aber
Stabi-Generation II, und damit VRII, der angeblich 4 Blendenstufen
bringt. Scheinbar nennt Nikon seine Objektive auch nur beim Namen VRII,
wenn es schon ein Vorg�ngermodell mit VR gab.

Ich hab das Objektiv, bei langen Brennweiten hilft der VR(II :-) doch
einiges, den Ausschu� zu verringern, wenn man sich erstmal daran gew�hnt
hat, das irgendwas vor der Kamera anf�ngt, zu mahlen.

Ich halte aber auch 1/15tel f�r zumindest mich als sehr unrealistischen
Wert aus der Hand bei voller Brennweite.

Aleks

Paul Kunze

unread,
Nov 6, 2009, 10:17:10 AM11/6/09
to
Hallo,

vielen Dank fᅵr die Beitrᅵge, besonders Dieter fᅵr seine ausfᅵhrliche
und kompetente Beschreibung, auch der Objektivtypen.

> Halte also den Finger auf dem
> Ausloeser weiter angedrueckt und warte ab, bis das Bild weitgehend ruhig
> steht. Jetzt langsam durchdruecken und ausloesen.

Das ist der entscheidende Tipp und siehe da, IS funktioniert und zwar
gar nicht schlecht. Bisher habe ich nach Festlegung des Bildausschnitts
zᅵgig ausgelᅵst, in der Vorstellung, wer zu lange wartet, der wackelt.
Nun denn, IS-Premiere mit einer Kit-Optik.

Allen anderen Anfragenden:

Den IS am 18-55 hᅵrt man nicht, ich jedenfalls nicht, das hat mich neben
den Bildergebnissen auch verunsichert und hat zu der Anfrage gefᅵhrt.

Bei der Erprobung des 18-55 habe ich natᅵrlich alle Brennweitenbereiche
bei unterschiedlichen Objektentfernungen ausprobiert. Ich habe und hatte
nicht die Vorstellung, dass die Bewegung von Objekten mit dem
Bildstabilisator kompensiert werden kann.

Paul

Michael Unger

unread,
Nov 6, 2009, 11:29:54 AM11/6/09
to
On 2009-11-05 23:58, "Dieter Lefeling" wrote:

> [...]
>
> [...] Und das beste:


> Bisher hat noch immer alles in der Praxis so funktioniert wie in der
> Theorie zu erwarten war.
>
> Okay, *fast* alles. <8)

Sonst heißt es doch immer: Theorie ist, wenn man alles weiß und nichts
funktioniert, und Praxis ist, wenn alles funktioniert, und keiner weiß,
warum. ;-)

> [...]

Michael

--
Real names enhance the probability of getting real answers.
My e-mail account at DECUS Munich is no longer valid.


Volker Bartheld

unread,
Nov 6, 2009, 12:22:53 PM11/6/09
to
Hallo!

On Fri, 06 Nov 2009 13:06:53 +0100, Sebastian Suchanek wrote:
> Aha. Und irgendwelche nicht verarbeiteten Traumata aus Deiner Kindheit

> geben Dir das Recht, hier Umgangsformen nach Belieben �ber Bord werfen
> zu d�rfen? Merkw�rdige Argumentation...

Na, Entspannungstropfen scheinst Du auch nicht gerade von der Mutterbrust
aufgesogen zu haben. Das Problem mit den "Umgangsformen" ist anderenthreads
ja durchaus �rger.

Ciao,
Volker

Volker Bartheld

unread,
Nov 6, 2009, 12:22:54 PM11/6/09
to
Hallo!

>>> Naja, ich habe das Nikkor 70-300VRII �fters bei eigentlich schlechtem
>>> Licht im Einsatz

>> Wirklich *300*mm? Und VRII? Das Teil ist mir ja noch gar nicht
>> untergekommen. Wo kann man das denn bestaunen...?

> Das ist mi�verst�ndlich, weil im Produktnamen (AF-S VR Zoom-NIKKOR
> 70-300 mm 1:4,5-5,6G) das II nicht vorkommt, es ist aber
> Stabi-Generation II

Verstehe. Danke f�r die Erl�uterung. Ich hatte ein hypothetisches 70-300
F/2.8 VR-II Geheimtipobjektiv angenommen, das man f�r 1000,- kaufen kann
und welches seine 80-200 bzw. 70-200er Kollegen weit in den Schatten
stellt. ;-)

> Ich hab das Objektiv, bei langen Brennweiten hilft der VR(II :-) doch
> einiges, den Ausschu� zu verringern, wenn man sich erstmal daran gew�hnt
> hat, das irgendwas vor der Kamera anf�ngt, zu mahlen.

Jupp. Schon das o. a. 70-200er war - trotz VR-I (inzwischen gibts ja ein
Update) nicht zu verachten...

> Ich halte aber auch 1/15tel f�r zumindest mich als sehr unrealistischen
> Wert aus der Hand bei voller Brennweite.

DEFINITIV. Wenn ich sehe, wie mein Tamron 80-300 da zappelt, dann kommt da
bei 300mm und 1/15s eigentlich 100% Ausschu� raus. Und Wunder wirkt der VR
eben auch nicht.

Message has been deleted

Dieter Lefeling

unread,
Nov 6, 2009, 1:18:39 PM11/6/09
to
Volker Bartheld schrieb:

> [ Alexander Stielau schrieb ]

> > Ich halte aber auch 1/15tel f�r zumindest mich als sehr unrealistischen
> > Wert aus der Hand bei voller Brennweite.
>
> DEFINITIV. Wenn ich sehe, wie mein Tamron 80-300 da zappelt, dann kommt da
> bei 300mm und 1/15s eigentlich 100% Ausschu� raus. Und Wunder wirkt der VR
> eben auch nicht.

Schon mal selbst probiert?

Mein Ergebnis ist: 300 mm an APS-C und 1/30 s Belichtungszeit ergibt zum
groesseren Teil gut brauchbare Ergebnisse. Kann man verwenden. Probiert
mit einem vergleichsweise grossen, schweren EF 2,8/300 L IS an einer 40D
(nein, beides leider nicht meins).

Da passt Erhards Einschaetzung, auch mit 1/15 gehe noch etwas, schon
ganz gut ins Bild. Wenn es dann halt 3/4 Ausschuss sind und man mehrere
Versuche braucht, bis ein ausreichend scharfes Ergebnis erreicht ist -
gut, es ist halt am Rande des Moeglichen. Aber man bringt eben ein
brauchbares Bild mit nach Hause.

Mal zum Vergleich: als das erste IS-Objektiv (Canon EF 75-300 mm IS USM)
herauskam, gab es im Fotomagazin einen Test zum Stabilisator. Damals auf
Film. Ergebnis: Solange die Belichtungszeit zweistellig war, konnte man
noch ein brauchbares Ergebnis erzielen, wenn auch erst nach mehreren
Versuchen. 1/10 s durch Formatfaktor 1,5 macht... wieder 1/15 s.

Wichtig dabei ist: IS erfordert Uebung und eine saubere Aufnahmetechnik.
Einfach durchkucken und draufdruecken is' nich. Es geht auch darum, den
Moment der groessten Bildruhe abzupassen (ist bei optischen Stabis ja
kein Thema, man sieht das ja direkt im Sucher).

Dieter

Dieter Lefeling

unread,
Nov 6, 2009, 1:35:10 PM11/6/09
to
Johannes Leckebusch schrieb:

> [ Ich schrieb: ]

> > Der Nutzen ist im Telebereich sicher groesser als bei Weitwinkel, aber
> > auch dort bringt es was. Nicht vergessen: das 18-55 geht bis in den
> > Telebereich (entsprechend 90 mm Kleinbild). Dort hat IS einen echten
> > Nutzen.
>
> Ich w�rde das jetzt so verstehen: Der praktische Nutzen ist eher im
> Telebereich zu finden, wenn man beispielsweise bestimmte "praxisgerechte"
> Belichtungszeiten in Betracht zieht. Also im Sinne von "Bei 55 mm (�qu. ca.
> 90 mm) statt mit 1/100 noch mit 1/15 s aus der freien Hand fotografieren zu
> k�nnen, ist ein deutlicher praktischer Gewinn. Bei 18 mm w�ren aber 1/30
> auch ohne IS normalerweise machbar ...

Ja, so etwa war das gemeint.

> oder meinst Du:
>
> Bei 18 mm ergibt sich mit dem IS kein vergleichbarer Gewinn an
> verwacklungsfreien Belichtungszeiten (der m�sste dann ja bis 1/4 s gehen)?

Auch das ist richtig. Ich sage mal: der Nutzen des Stabilisators nimmt
mit der Brennweite zu. Ich will jetzt nicht so weit gehen, dass es dann
eine brennweitenunabhaengige konstante Maximalzeit gebe, aber bei WW
bringt der Stabi IMHO weniger als bei Tele.

> Es mag ja auch sein, dass man die Wirkung des IS verbessern kann, indem man
> ihm auf eine durch Beobachtung gewonnene Weise "in die Arme arbeitet".

Genau das.

> Darauf bin ich bisher noch nicht gekommen ... ich habe das so getestet, dass
> ich ohne besondere Hast, aber auch ohne besondere "R�cksichtnahme" einige
> Male auf ein unbewegtes Motiv aus der freien Hand belichtet habe.

Gut, das ist die Schrotschussmethode.

> Wenn ich
> mir beliebig Zeit lassen kann, kann ich ja auch ein Stativ nehmen oder die
> Kamera aufst�tzen.

Wenn Du ein Stativ dabei hast und/oder eine geeignete Stuetze zur Hand
ist. Letztere ist dann auch mit Stabi nuetzlich.

> Wenn es um "Schnappsch�sse" geht, habe ich keine Zeit,
> abzuwarten, bis der IS sich eingeschwungen hat ...

Also, in solchen Faellen wuerde ich ohnehin eher eine kurze
Belichtungszeit eben wegen der Schnappschusssituation brauchen.

> unter solchen Umst�nden
> war /meine Beobachtung/ eben die: An manchen Objektiven bringt das im
> Schnitt mehr, an anderen weniger, maximal bis zu drei Zeit/Blendenstufen
> Verl�ngerung bei einer geringen Ausrei�erquote, aber keine definitive
> mehrfache Belichtungszeit, die mit Sicherheit nicht "verwackelt". Was man
> sich auch �berlegen kann, wenn man dar�ber nachdenkt, was so ein Mechanismus
> macht und ihn beobachtet ... es kann sogar dazu f�hren, dass bei Zeiten, die
> normalerweise aus der Hand verwacklungsfrei gelingen, die Verwackelung
> /zunimmt/!!! N�mlich dann, wenn man dummerweise in dem Moment abdr�ckt wenn,
> oder beim Abdr�cken ausl�st, dass der sich neu positioniert!

Wie gesagt: man muss mit dem Stabi kooperieren.
"Werde Eins mit dem Stabilisator"... 8-)

Dieter

Johannes Leckebusch

unread,
Nov 6, 2009, 1:48:15 PM11/6/09
to
Dieter Lefeling wrote:
> Johannes Leckebusch schrieb:
>
>> [ Ich schrieb: ]

(...)

>> oder meinst Du:
>>
>> Bei 18 mm ergibt sich mit dem IS kein vergleichbarer Gewinn an
>> verwacklungsfreien Belichtungszeiten (der m�sste dann ja bis 1/4 s
>> gehen)?
>
> Auch das ist richtig. Ich sage mal: der Nutzen des Stabilisators nimmt
> mit der Brennweite zu. Ich will jetzt nicht so weit gehen, dass es
> dann eine brennweitenunabhaengige konstante Maximalzeit gebe, aber
> bei WW bringt der Stabi IMHO weniger als bei Tele.

Interessante Idee ... muss ich mal testen, wenn ich sowas wieder in der Hand
habe ...

>> Es mag ja auch sein, dass man die Wirkung des IS verbessern kann,
>> indem man ihm auf eine durch Beobachtung gewonnene Weise "in die
>> Arme arbeitet".
>
> Genau das.

(...)

>> unter solchen Umst�nden
>> war /meine Beobachtung/ eben die: An manchen Objektiven bringt das im
>> Schnitt mehr, an anderen weniger, maximal bis zu drei
>> Zeit/Blendenstufen Verl�ngerung bei einer geringen Ausrei�erquote,
>> aber keine definitive mehrfache Belichtungszeit, die mit Sicherheit
>> nicht "verwackelt". Was man sich auch �berlegen kann, wenn man
>> dar�ber nachdenkt, was so ein Mechanismus macht und ihn beobachtet
>> ... es kann sogar dazu f�hren, dass bei Zeiten, die normalerweise
>> aus der Hand verwacklungsfrei gelingen, die Verwackelung
>> /zunimmt/!!! N�mlich dann, wenn man dummerweise in dem Moment
>> abdr�ckt wenn, oder beim Abdr�cken ausl�st, dass der sich neu
>> positioniert!
>
> Wie gesagt: man muss mit dem Stabi kooperieren.
> "Werde Eins mit dem Stabilisator"... 8-)

Naja, warum nicht {;-)). Steht das dann auch in den Bedienungsanleitungen
oder bei den Werbeversprechen? Ist mir bislang nicht aufgefallen.

Ich werde das wohl mal im Auge (sic!) behalten ...

Danke f�r Deine Ausf�hrungen.

Johannes Leckebusch

unread,
Nov 6, 2009, 7:21:03 PM11/6/09
to
Dieter Lefeling wrote:
> Johannes Leckebusch schrieb:

>> Darauf bin ich bisher noch nicht gekommen ... ich habe das so

Jetzt weiss ich, an was mich das erinnert: Die Ausl�severz�gerung bei
Kompaktknipsen. Wenn man erst mal den Ausl�ser halb andr�ckt und die paar
Sekunden abwartet, bis die Kamera Belichtung und Entfernung gemessen, mit
dem Motivprogramm verrechnet und sich dann entschieden hat, wie das Bild
werden soll, kann man den Ausl�ser ganz durchdr�cken, und dann kriegt man
auch fast gleich sein Foto.

Sonst, wenn man einfach abdr�ckt und dann die Kamera runternimmt, um zu
sehen, wie das Foto geworden ist, hat man lauter Bilder seiner eigenen
Schuhe ... die sogar fast scharf sind.

Volker Bartheld

unread,
Nov 7, 2009, 6:19:47 AM11/7/09
to
Hallo!

>>> Ich halte aber auch 1/15tel f�r zumindest mich als sehr unrealistischen
>>> Wert aus der Hand bei voller Brennweite.

>> DEFINITIV. Wenn ich sehe, wie mein Tamron 80-300 da zappelt, dann kommt da
>> bei 300mm und 1/15s eigentlich 100% Ausschu� raus.

> Schon mal selbst probiert?

Ein 300er Zoom mit VR hatte ich noch nicht in der Hand, da es mangels
Lichtst�rke nicht auf meiner Wunschliste steht. Beim neuen 70-200 F/2.8
VR-II war im direkten Vergleich ein gewisser Mehrwert zu bemerken, das
18-200er (wenn ich mich recht erinnere) "Kitobjektiv" der D300 (hat das
nun VR-I oder VR-II?) hat mich nicht so recht befriedigt.

> Mein Ergebnis ist: 300 mm an APS-C und 1/30 s Belichtungszeit ergibt zum
> groesseren Teil gut brauchbare Ergebnisse. Kann man verwenden. Probiert
> mit einem vergleichsweise grossen, schweren EF 2,8/300 L IS an einer 40D

OK. Dann war ich evtl. zu ungeduldig oder habe dem VR das Leben unn�tig
schwergemacht (z. B. Mitzieher in der Sportfotografie), mag sein. Und beim
o. a. Objektiv hast Du ja noch einen weiteren Bonus: Die weitere Blende im
Vergleich zu den (Super)zooms - mu�t also u. U. gar nicht bis 1/30s runter.

> Da passt Erhards Einschaetzung, auch mit 1/15 gehe noch etwas, schon
> ganz gut ins Bild.

Wegen mir. Nennen wir es eine Extremsituation. Ich werde sicher bald das
Vergn�gen haben, mir da mal unter realit�tsnahen Bedingungen (also kein
"Vitrinentest" beim Elektronikdiscounter) ein Bild zu machen.

> Wenn es dann halt 3/4 Ausschuss sind und man mehrere
> Versuche braucht, bis ein ausreichend scharfes Ergebnis erreicht ist -
> gut, es ist halt am Rande des Moeglichen.

So man die Versuche eben hat. Das ist bei mir oft nicht (=so gut wie nie)
der Fall. Worauf man diskutieren k�nnte, ob die Anschaffung eines
(ged�mpften) Einbeinstatives nicht die bessere Idee w�re. Aber meist ist
es ja so: Man nimmt was man kriegen kann (Stativ, VR, lichtstarkes
Objektiv, Auto-ISO) und freut sich eben, wenn man dort noch arbeiten kann,
wo andere schon zusammenpacken.

> Wichtig dabei ist: IS erfordert Uebung und eine saubere Aufnahmetechnik.
> Einfach durchkucken und draufdruecken is' nich.

Gut m�glich, da� ich damals Opfer dieses meines Defizits wurde. Hatte ja
auch nicht viel Zeit. Das dicke Nikkor fand ich schon sehr beeindruckend
und im Vergleich zum stangenfokussierten 80-200 quasi schnell wie der
Blitz. Das bessere ist halt immer des guten Feind... ;-)

> Es geht auch darum, den Moment der groessten Bildruhe abzupassen (ist bei
> optischen Stabis ja kein Thema, man sieht das ja direkt im Sucher).

Wenn ich das recht verstehe, dann ist es meist so, da� dieser "ruhige
Moment" f�r den VR alles andere als Unt�tigkeit bedeutet. Soll hei�en: Der
lenkt gerade m�chtig irgendein optisches Element aus, weil die
Tr�gheitssensoren wieder mal die zittrigen Fotografenhand ausmachen. Das
Bild ist dann deswegen ruhig, weil gl�cklicherweise die Auslenkung exakt
synchron zur Zitterbewegung erfolgt.

Falls aber im Moment der Ausl�sung (eine gewisse Verz�gerung gibt es da ja
immer) der VR am Rand seines Regel-/Verstellbereichs angekommen ist, dann
mu� er wieder zentrieren und das Bild ist _noch_ unsch�rfer als es ohne VR
der Fall gewesen w�re.

Ist das ein denkbares Szenario? In dem Fall k�nnte man also nicht unbedingt
garantieren, da� der VR unter allen Bedingungen einen "sicheren Schu�"
liefert, wie er im Vergleich zum non-VR m�glich gewesen w�re.

Zugegeben eine extrem pessimistische Betrachtung. Und den VR kann man ja
gl�cklicherweise auch ausschalten.

Laurent Wirmer

unread,
Nov 8, 2009, 3:01:57 PM11/8/09
to
Am Fri, 06 Nov 2009 17:29:54 +0100 schrieb Michael Unger:
>
> Sonst hei�t es doch immer: Theorie ist, wenn man alles wei� und nichts
> funktioniert, und Praxis ist, wenn alles funktioniert, und keiner wei�,
> warum. ;-)

Und hier ist beides vereint: Nix klappt und keiner wei� warum... ;-)

--
Gr��e Laurent Wirmer

Homepage: http://www.foto-im-quadrat.de
Die d.r.f - Homepage: http://www.d-r-f.de

This posting is a natural product. The slight variations in
spelling and grammar enhance its individual character and
beauty and in no way are to be considered flaws or defects.

Markus Fuenfrocken

unread,
Nov 9, 2009, 3:09:32 AM11/9/09
to
Alex Eberl schrieb:
> Der IS vom 18-55 ist f�r mich nur h�rbar,
> wenn ich das Objektiv ans Ohr lege. Und auch da nur sehr
> leise. Ich habe zwei dieser 18-55 IS, die sind beide
> gleich.
Danke f�r die Info, Alex.
Gru�,
Markus

Wolfgang Weisselberg

unread,
Nov 9, 2009, 6:50:46 AM11/9/09
to
Volker Bartheld <dr_ve...@freenet.de> wrote:

> Falls aber im Moment der Auslösung (eine gewisse Verzögerung gibt es da ja


> immer) der VR am Rand seines Regel-/Verstellbereichs angekommen ist, dann

> muß er wieder zentrieren und das Bild ist _noch_ unschärfer als es ohne VR
> der Fall gewesen wäre.

*Muss* er wirklich unbedingt voll und ganz zentrieren?
Muss er, selbst wenn, denn beide Achsen zentrieren?

Springt dein VR, wenn du die Kamera verschwenkst? Oder laenger in
eine Richtung haeltst, so dass der VR irgendwann ueberfordert ist?

Koennte der VR sich in der Zeit, in der der Spiegel hochklappt,
zentrieren?

-Wolfgang

Wolfgang Weisselberg

unread,
Nov 9, 2009, 6:59:36 AM11/9/09
to
Johannes Leckebusch <jlno...@johannes-leckebusch.de> wrote:

> Da gab es bisher die bekannte Faustformel, mit Korrekturfaktor für kleinere
> Formate, und ggf. einen Erfahrungsbonus/Malus für den persönlichen
> Zitterfaktor usw.
[...]
> Ich glaube, in einer Situation, wo man bei wenig Licht viele
> Freihandaufnahmen machen muss oder möchte, ohne Stativ, Blitz oder andere
> Mittel, um die Belichtungszeit zu verkürzen, ist ein IS nützlich, um die
> Ausbeute statistisch zu verbessern ... mehr nicht.

Und die "bekannte Faustformel", verbessert die die Ausbeute
nicht auch statistisch, wenn man sie anwendet? Oder ist die
etwa eine Garantie fuer unverwackelte Bilder, egal was ist?

Mach doch einfach mal, bei einer gegebenen Brennweite, je 1000
Bilder unter ansonsten identischen Vorzeichen, bei Faustformel,
Faustformel +1 Stop, +2 Stops, +3 Stops ... +6 Stops, je einmal mit
und ohne IS, und werte dann mal aus, wieviele Bilder knackscharf,
leicht unscharf, ziemlich unscharf und unbrauchbar sind.

Ach ja, der Unterschied zwischen <10% und >99% ist auch nur eine
statistische Verbesserung. :-)

-Wolfgang

Volker Bartheld

unread,
Nov 10, 2009, 4:39:00 AM11/10/09
to
Hallo!

>> Falls aber im Moment der Ausl�sung (eine gewisse Verz�gerung gibt es da ja


>> immer) der VR am Rand seines Regel-/Verstellbereichs angekommen ist, dann

>> mu� er wieder zentrieren und das Bild ist _noch_ unsch�rfer als es ohne VR
>> der Fall gewesen w�re.

> *Muss* er wirklich unbedingt voll und ganz zentrieren?

Er m��te nicht, nein. Fragt sich halt, ob der Mechanismus dann, wenn er
ohnehin repositionieren mu�, es gleich m�glichst gut macht. Es stellt sich
hier ein �hnliches Problem wie in 3-achsigen Flugsimulatoren. Die k�nnen
eben nach unten nur 1g und insgesamt nur �ber eine gewisse Zeit/Strecke
erzeugen. Dann m�ssen sie - m�glichst unbemerkt vom Piloten und daher
langsam in ihre Ausgangslage zur�ck. Da kann man durchaus ein geh�riges Ma�
an Hirnschmalz reinstecken.

> Muss er, selbst wenn, denn beide Achsen zentrieren?

Nicht zwingend.

> Springt dein VR, wenn du die Kamera verschwenkst? Oder laenger in
> eine Richtung haeltst, so dass der VR irgendwann ueberfordert ist?

All das werde ich wohl eines Tages wissen. Allerdings bef�rchte ich, da�
sich die Tests schwierig und schlecht reproduzierbar gestalten werden -
schlie�lich geht es hier um die Beschleunigung. Gleichm��ige
Geschwindigkeiten sind dem VR (zumindest im "Normal"-Mode) doch
einigerma�en schnurz, oder?

> Koennte der VR sich in der Zeit, in der der Spiegel hochklappt,
> zentrieren?

Na klar k�nnte er. Ich wollte mich zum Nikon-VR ja mal etwas einlesen -
Details sind dazu aber einigerma�en rar. Wen wunderts?

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