Ich bin an allen Arten von Feedback zu dem Bild da interessiert,
insbesondere, ob ihr es für einen Fehler hält, daß die Kante rechts
oben nicht exakt in die Bildecke RO läuft, detto links unten.
Paßt das Geländer links für euch so?
Findet ihr die Aufteilung der Flächen OK?
Und wie das Licht?
Die Intention des Bildes war ganz einfach die Dokumentation eines
Stiegenhauses, wie es typisch für eine bestimmte Art von Stadthäusern
ist, auch wenn das da klar sichtbar ein besonders gewissenhaft und
liebevoll dekoriertes Exemplar ist. Mein Verwendungszusammenhang
ist ein anderer, aber könntet ihr euch so ein Bild bei einem
Artikel oder Blogbeitrag zu "Rechtsfragen gemeinsam genutzter
Bereiche im Wohnungseigentum" oder "Blumen im Winter -- gesund fürs
Cholesterin"[1] vorstellen?
/ralph
[1] Nein, ich will nicht in die Stockfotografie einsteigen, und
nein, ich glaube nicht, daß Blumen irgendeine Auswirkung aufs
Cholesterin haben, wenn man sie nicht mampft. Das sind nur Beispiele.
--
http://alltagsbilder.pangea.at <- Neu! Mit Blog in Vorbereitung!
http://www.flickr.com/photos/sooperkuh/
Sorry, ich bin unkonzentriert, ich hab noch nichts gscheites
gegessen heute. Ihr habt es wahrscheinlich eh schon vermutet:
Es geht mir um die Raumecke *links* oben nicht rechts oben.
/ralph
> http://www.flickr.com/photos/sooperkuh/4190199518/sizes/l/
>
> Ich bin an allen Arten von Feedback zu dem Bild da interessiert,
Ich glaube, ich h�tte mir eine etwas mutigere Perspektive gew�nscht.
Mehr Weitwinkel, st�rzendere Linien, noch schr�ger. Das w�rde dem Bild
AFAICI mehr Raum geben.
> insbesondere, ob ihr es f�r einen Fehler h�lt, da� die Kante rechts
> oben nicht exakt in die Bildecke RO l�uft, detto links unten.
Kein 100%-Sucher, was? ;-)
> Pa�t das Gel�nder links f�r euch so?
Es k�nnte mehr davon drauf sein (siehe oben)
Bye,
Michael
... hastig die Tür zugeschlossen laufen wir fix die Treppe runter, das
reflektierte Licht der Fliesen blendet in den Augen, aus einem
Augenwinkel freuen wir uns über die Blumen in der Ecke, ein fixer
Blick aus dem Fenster und schon sind wir um die Ecke.
Prima!
LG
vom Zappa und dem kleinen Tiger (... der freut süch ümma zu sehn, wü
hart du an deinen Bülder abeiöst!)
> http://www.flickr.com/photos/sooperkuh/4190199518/sizes/l/
Hmm.
> Ich bin an allen Arten von Feedback zu dem Bild da interessiert,
> insbesondere, ob ihr es f�r einen Fehler h�lt, da� die Kante rechts
> oben nicht exakt in die Bildecke RO l�uft, detto links unten.
Das ist nicht toll, aber das Bild hat IMHO ein grunds�tzlicheres
Problem. Es wirkt auf mich extrem "zuf�llig", so als h�tte jemand kurz
die Wohnungst�r aufgemacht und die Kamera ins Treppenhaus gehalten. Ich
meine - weshalb hast du diese Perspektive gew�hlt? Warum ist die Blume
rechts abgeschnitten?
> Die Intention des Bildes war ganz einfach die Dokumentation eines
> Stiegenhauses, wie es typisch f�r eine bestimmte Art von Stadth�usern
> ist, auch wenn das da klar sichtbar ein besonders gewissenhaft und
> liebevoll dekoriertes Exemplar ist.
Mher Weitwinkel w�re vermutlich nicht schlecht.
> Mein Verwendungszusammenhang ist ein anderer, aber k�nntet ihr euch so ein
> Bild bei einem Artikel oder Blogbeitrag zu "Rechtsfragen gemeinsam
> genutzter Bereiche im Wohnungseigentum" oder "Blumen im Winter -- gesund
> f�rs Cholesterin"[1] vorstellen?
Ich kann mir ziemlich vieles vorstellen - auch, dass ein Artikel mit
diesem Foto bebildert wird. Aber ich halte das Bild f�r nicht besonders
gelungen, und ich w�rde bei mehreren Bildern zur Auswahl wohl eher ein
anderes nehmen. Das Ganze wirkt einfach zu belanglos.
Gru�,
Dominik.
Ich glaube, wenn ich ein Weitwinkel mitgehabt hätte, dann hätte ich
es auch benutzt ;)
Vielleicht komme ich da ja nochmal hin.
> Es könnte mehr davon drauf sein (siehe oben)
Ja, und genau deswegen hätte ich mir auch mehr Weitwinkel gewünscht.
/ralph -- danke für deine Anmerkungen!
Genauso war es! Und kaum um die Ecke gekommen hab ich dann bemerkt:
Da war doch was! Ein Foto! Und nochmal zurück um die Ecke und geknipst ;)
> vom Zappa und dem kleinen Tiger (... der freut süch ümma zu sehn, wü
> hart du an deinen Bülder abeiöst!)
Danke, es freut mich daß du (und der kleine Tiger ;) das so siehst!
/ralph
Ich halte sehr viel auf deine Meinung, weil ich dich für einen exzellenten
Fotografen halte. Hier verstehe ich aber nicht ganz was du mit deiner
Frage meinst.
Die Perspektive war beschränkt durch
a) Mein Normalobjektiv (ich habe die Kamera "zufällig" mitgehabt, bin nicht
eigens zum Fotografieren losgezogen)
b) Ich wollte drei Elemente unbedingt draufhaben, nicht unbedingt in
diesen Größenverhältnissen, aber drauf im Bild, damit man erkennt worum
es geht: Die Blumen, den glänzenden karierten Steinboden, und die Stufen.
c) Der Blick sollte nach unten gehen, die stärker nach rechts (also nicht
in der Achse der Stufen) ausgerichtete Kamera symbolisiert für mich die
"natürliche" Blickrichtung eines Menschen der die Stiegen runtergeht und
um die Ecke will, und nicht in die Blumen rennen (wie es der kleine Tiger
richtig erkannt hat ;).
Über a-c lasse ich mit mir "verhandeln", über die teilverdeckte rechte
Blume jedenoch nicht. Ich habe auch noch eine Variante ohne, und
ich kann es mir rational nicht erklären, aber ich finde diese verdeckte
Blume einfach nur schön. Wenn es etwas schönes in dem Bild gibt, dann
das.
> Ich kann mir ziemlich vieles vorstellen - auch, dass ein Artikel mit
> diesem Foto bebildert wird. Aber ich halte das Bild für nicht besonders
> gelungen, und ich würde bei mehreren Bildern zur Auswahl wohl eher ein
> anderes nehmen. Das Ganze wirkt einfach zu belanglos.
Danke für deine Kommentare! Obige "Begründung" für das Foto habe
ich vor allem auch dazugeschrieben, weil ich klarstellen wollte,
daß ich es nicht für ein Bild halte, das man z.B. groß in einem
Kalender auf die Wand hängt, dafür ist es viel zu wenig spektakulär,
zu langweilig. Trotzdem kann man auch langweilige Bilder besser
oder schlechter gestalten, auch ohne ihnen notwendigerweise die
Langeweile auszutreiben. Letzteres möchte ich gar nicht, ersteres
ist, was ich zumindest versuche.
/ralph
Unter dem Aspekt "Dokumentation" ist eigentlich alles ok. Es geht ja
um das Dokumentieren und weniger um Gestalterisches.
Unter gestalterischen oder blumiger ausgedrückt: bildhaften Aspekten
kann ich mit dem Bild nichts anfangen.
Es gibt ja die fotografische Richtung, "dokumetarisch" und geichzeitig
"künstlerisch" zu arbeiten.
Das würde bedeuten, dem Treppenhausbild etwas Eigenes zu geben, das
über das rein Dokumentarische hinausgeht, wobei der dokumentarische
Charakter aber die Richtung weist.
Ein Mittel wäre z. B. eine exorbitant hohe Auflösung, um über einen
dann ebenso exorbitante, "überirdische" Schärfe in Verbindung mit
präziser Farbigkeit
herzustellen, die das Dokumetarische in Gestalterisches überführt.
Ein anderes Mittel wäre eine radikale Perspektive und/oder ein sehr
spezielles Licht.
Beispiele (im Extrem) dafür gibt´s z. B. von Sugimoto und Gursky oder
Ruff und vergleichbaren Fotografen zum Lernen, wie gekonnte Reduktion
auf wenige Dinge ein Bild ausmachen kann.
Vielleicht solltest Du Dir das Bild mal relativ groß ausdrucken, es an
eine Wand kleben und aus 2 - 3 Metern intensiv und kritisch
betrachten.
Das hat sich als ganz gute Art erwiesen, formale Gestaltung zu
beurteilen.
"Spontan aus den Bauch heraus" würde ich sagen: entweder ist zu Wenig
oder zu Viel drauf . . . . die Perspektive wirkt unentschlossen, das
Licht uninteressant.
Bei solch einem Sujet ist wichtig, sehr langsam zu arbeiten, ständig
zu zweifeln und sich einen Punkt zu nähern an dem man im Bauch das
Gefühl hat: "JETZT"!
Taucht dieses Gefühl nicht auf - abbrechen und an einem andern Tag
neu anfangen und inzwischen überlegen, überlegen . . . . :-)
Man lernt aus Fehlern, nicht aus Erfolgen.
KE
> Die Intention des Bildes war ganz einfach die Dokumentation eines
> Stiegenhauses, wie es typisch f�r eine bestimmte Art von Stadth�usern
> ist,
Ja, und ich find's toll. :-)
Aufteilung der Fl�chen -- wei� ich nicht, aber mein Blick wandert eindeutig
zu den Blumen, also wird es wohl passen, oder? Das Gel�nder oder anderes
Kleinkram empfinde ich nicht als st�rend. Das Licht ist doch einfaches
Fensterlicht, was kann da gro� falsch sein?
Tobi
> Ich halte sehr viel auf deine Meinung, weil ich dich f�r einen exzellenten
> Fotografen halte.
Hihi, den Kritikern Honig ums Maul schmieren kommt immer gut :-). Aber
du solltest nicht so �bertreiben - was machst du denn, wenn mal ein
wirklich exzellenter Fotograf kommt?
> Hier verstehe ich aber nicht ganz was du mit deiner Frage meinst.
Ich nehme mal an, das bezieht sich auf die Frage nach der gew�hlten
Perspektive. Du schreibst ja selbst, was deine Beschr�nkungen dabei
waren - nur ist f�r mich (als derjenige, der das Bild anschaut)
beispielsweise egal, ob du nur dein 30mm-Objektiv dabei hattest.
> b) Ich wollte drei Elemente unbedingt draufhaben, nicht unbedingt in
> diesen Gr��enverh�ltnissen, aber drauf im Bild, damit man erkennt worum
> es geht: Die Blumen, den gl�nzenden karierten Steinboden, und die Stufen.
O.k., ich glaube, ich kann das durchaus nachvollziehen. Auch weil das so
ist, als ginge man die Treppe herunter und stellt fest, dass das vor 40
oder 50 Jahren auch schon so h�tte aussehen k�nnen (obwohl - da war die
Welt ja noch schwarzwei� ...).
> c) Der Blick sollte nach unten gehen, die st�rker nach rechts (also nicht
> in der Achse der Stufen) ausgerichtete Kamera symbolisiert f�r mich die
> "nat�rliche" Blickrichtung eines Menschen der die Stiegen runtergeht und
> um die Ecke will, und nicht in die Blumen rennen (wie es der kleine Tiger
> richtig erkannt hat ;).
Ja. Nur ist mir das Blickfeld da zu schmal. Auch wenn gemeinhin die
Normalbrennweite als "das nat�rliche Blickfeld abbildend" dargestellt
wird, finde ich, dass das eher auf ein leichtes Weitwinkel zutrifft
(also z.B. 35mm an KB).
Ich glaube, mein erster Eindruck bei dem Bild war "das ist schief". Das
mag damit zusammenh�ngen, dass ich den halben Abend damit verbracht
habe, Bilder von mir geradezur�cken und zu beschneiden - aber es fehlt
hier irgendwie ein "Horizont". Wenn du die Kamera gerade gehalten
h�ttest, dann w�ren die Linien in der Bildmitte senkrecht (jetzt sind es
welche im rechten Bildteil) und eine mittig horizontal verlaufende Linie
w�re parallel zum Boden bzw. zum Horizont.
So hat der "Beobachter", von dessen Position aus das Foto gemacht wurde,
halt Schieflage (oder den Kopf nach rechts geneigt). Man torkelt quasi
die Treppe runter :-).
> �ber a-c lasse ich mit mir "verhandeln", �ber die teilverdeckte rechte
> Blume jedenoch nicht. Ich habe auch noch eine Variante ohne, und
> ich kann es mir rational nicht erkl�ren, aber ich finde diese verdeckte
> Blume einfach nur sch�n. Wenn es etwas sch�nes in dem Bild gibt, dann
> das.
Hmm. Ich kenne das mit einzelnen Details, die man nicht missen m�chte.
In diesem Fall kann ich das aber nicht nachvollziehen. Vor allem, weil
der Blumentopf ja nur minimal angeschnitten wird, rechts sieht man
schliesslich schon, wie es wieder heller wird und wo der Schatten endet.
Gru�,
Dominik.
Nö, das ist eigentlich egal. Eher das Bild nach links rücken, so dass
die hochlaufenden Kanten oben beide gleichen Abstand zum
Bildrand haben.
> Paßt das Geländer links für euch so?
Eigentlich egal.
> Findet ihr die Aufteilung der Flächen OK?
Nein, es scheint mir rechts zu viel "tote" oder uninteressante Fläche zu sein.
Ebenso ist zu viel langweilige Treppe unten zu sehen.
Also dann lieber etwas mehr uninteressantes Geländer rein und etwas
mehr Fenster.
Das heist, die Kamera etwas weiter links(*) positioniert und etwas höher
drehen. (*) schon das 2 Argument, für etws mehr Links!
Ein halber Schritt vor könnte auch nicht schaden, da das interessante des
Bildes (Blumen und Fenster) irgendwie in einem Tunnelblick gefangen
scheinen.
Dabei die Ausrichtung so beibehalten, dass die Fenstermitte senkrecht
bleibt wie jetzt auch.
> Und wie das Licht?
Naja, der Situation entsprechend natürlich.
Auf keinen Fall die dunkle Ecke unter dem Blumenhocker weiter
absaufen lassen. (oder ists meine Monitoreinstellung?)
Wenn EBV zum Einsatz kommt, dann die Ecke lieber etwas heller,
und dafür die Fliesen etwas dunkler, da das Punktemuster vom Licht
fast überflutet wirkt.
Irgendwelche Reflexe im Fenster sind zu sehen, die aber gerade noch
nicht stören.
> Die Intention des Bildes war ganz einfach die Dokumentation eines
> Stiegenhauses, wie es typisch für eine bestimmte Art von Stadthäusern
> ist, auch wenn das da klar sichtbar ein besonders gewissenhaft und
> liebevoll dekoriertes Exemplar ist. Mein Verwendungszusammenhang
> ist ein anderer, aber könntet ihr euch so ein Bild bei einem
> Artikel oder Blogbeitrag zu "Rechtsfragen gemeinsam genutzter
> Bereiche im Wohnungseigentum" oder "Blumen im Winter -- gesund fürs
> Cholesterin"[1] vorstellen?
Als Dokumentation kann man es gern nehmen. Meiner Meinung nach
mit etwas andererm Blickwinkel wie oben beschrieben und leichter
Aufhellung der unteren Ecke.
Als wohlgefallendes Bild oder Motiv (Hingucker) ist es einfach zu Banal,
also null Punkte in dieser Kategorie.
W.
Finde die Sicht nach unten in diese stadtische Spießbürgerlichkeit
nicht uninteressant. Das Haus scheint einer der typischen
Nachkriegsbauten zu sein, in denen sich dein Bewohner eine kleines
Refugium eingerichet haben. Die Blumen zeigen die "Handschrift" einer
wohl älteren Dame. Wir belächeln diese Blumenecke womöglich und
wundern uns, mit welcher Hingabe die Pflänzchen gepflegt werden.
Irgendwie ist das Bild für mich gewissermaßen auch ein Blick in die
Vergangenheit. Meine mich daran erinnern zu können, dass ich solche
Treppenhäuser früher öfter gesehen habe. Kann mir vorstellen, dass die
Initiatoren solcherlei Blumenecken nach und nach "wegsterben".
Irgendwann ärgert man sich darüber, dass die Treppenhäuser doch so
schrecklich kahl sind und wird diese Ecken vermissen.
Der Handlauf des Geländers auf der linken Seite "hängt" so irgendwie
im Bild herum und irritiert mich schon ein wenig.
Gruß
Horst
>Das Haus scheint einer der typischen
> Nachkriegsbauten zu sein, in denen sich dein Bewohner eine kleines
> Refugium eingerichet haben.
Sollte natürlich "ein Bewohner" heißen. Wenn dir das Haus gehören
würde, müsstest du nicht wie ich mit einer Nikon D40 & Co.
herumkrebsen und hättest eine richtige "Männerkamera" mit einer Armada
von Macho-Objektiven.. ;-)
> http://www.flickr.com/photos/sooperkuh/4190199518/sizes/l/
>
> [...] k�nntet ihr euch so ein Bild bei einem
> Artikel oder Blogbeitrag zu "Rechtsfragen gemeinsam genutzter
> Bereiche im Wohnungseigentum" oder "Blumen im Winter -- gesund f�rs
> Cholesterin"[1] vorstellen?
Dazu ist es nicht plakativ genug. F�r "Rechtsfragen gemeinsam genutzter
Bereiche im Wohnungseigentum" kommt das gemeinsam genutzte Wohneigentum
nicht raus, f�r "Blumen im Winter -- gesund f�rs Cholesterin" sind die
Blumen nicht pr�sent genug.
mfg, pgs
--
realfragment | Fotografien von Patrick G. Stoesser
<http://www.realfragment.de/>
Naja, meine Intention ist irgendwo dazwischen zwischen Dokumentation und
Gestaltung: Ich möchte soviel und so gute Gestaltung erreichen, wie es
möglich ist, ohne einerseits die dokumentarische Intention zu verraten
(z.B. durch umstellen der Blumen, oder ändern des Lichts, daß es nicht
mehr dem Eindruck entspricht den ich vor Ort gehabt habe), andererseits
möchte ich auch meine Aussage nicht verfälschen, die im wesentlichen
in den drei Elementen Steinstufen, karierter Boden und Blumen besteht.
Wenn ich "Geld wie Heu" hätte, dann würde ich wahrscheinlich nicht
hier nachfragen, sondern einfach drei gute Berufsfotografen beauftragen:
"Machen sie mir ein möglichst schönes Bild vom Stiegenhaus X-Straße Y,
vom 1. Stock Treppenabsatz runter zum Fenster, das Steinstufen, karierten
Terazzoboden und Blumen deutlich zeigt, in einer Form die dem natürlichen
Eindruck eines hinuntergehenden entspricht, und mit einem Licht, das nicht
natürlich sein muß, aber so wirken soll, wie es dem visuellen Eindruck
vor Ort entspricht". Und dann würde ich mir ansehen, worin sich diese
Bilder von meinem unterscheiden.
> Unter gestalterischen oder blumiger ausgedrückt: bildhaften Aspekten
> kann ich mit dem Bild nichts anfangen.
OK!
>
> Es gibt ja die fotografische Richtung, "dokumetarisch" und geichzeitig
> "künstlerisch" zu arbeiten.
> Das würde bedeuten, dem Treppenhausbild etwas Eigenes zu geben, das
> über das rein Dokumentarische hinausgeht, wobei der dokumentarische
> Charakter aber die Richtung weist.
Ich weiß gar nicht, ob ich dem Bild zu sehr "was Eigenes" geben
will, weil einerseits das Stiegenhaus ja für den Typ eines Stiegen-
hauses stehen soll, wie es ihn hundertfach gibt.
Andererseits weiß ich von meinen Erfahrungen bei Photowalks, wo
10 oder mehr Personen die gleichen Motive gemeinsam fotografieren,
was eine Gefahr dabei ist, wenn man versucht "zu originell" zu
werden, um sich von den 9 anderen Fotografen zu unterscheiden: Oft
werden die Bilder dann eher untypisch, gezwungen originell und man
kann dann oft gar nicht mehr erkennen wo das ganze aufgenommen worden
ist.
> Beispiele (im Extrem) dafür gibt´s z. B. von Sugimoto und Gursky oder
> Ruff und vergleichbaren Fotografen zum Lernen, wie gekonnte Reduktion
> auf wenige Dinge ein Bild ausmachen kann.
Das stimmt natürlich, aber einerseits bin ich nicht so gut wie Sugimoto,
Gursky, Ruff (dem seine "Interieurs" zeigen ähnliche Motive) oder mein
Lieblingsfotograf aus der Richtung, Shore. Und außerdem hab ich keine
Großbildkamera eingesteckt gehabt ;)
> Vielleicht solltest Du Dir das Bild mal relativ groß ausdrucken, es an
> eine Wand kleben und aus 2 - 3 Metern intensiv und kritisch
> betrachten.
> Das hat sich als ganz gute Art erwiesen, formale Gestaltung zu
> beurteilen.
Das stimmt, das werde ich machen, das hab ich auch schon ein paarmal
probiert und es hat gut funktioniert. In abgeschwächter Form hat man
dieses Erlebnis auch wenn man in Flickr öfter über seinen Photostream
drüberschaut, auch über die älteren Bilder, aber ausgedruckt auf der
Wand ist natürlich viel besser.
> Bei solch einem Sujet ist wichtig, sehr langsam zu arbeiten, ständig
> zu zweifeln und sich einen Punkt zu nähern an dem man im Bauch das
> Gefühl hat: "JETZT"!
Naja, ich war ein bißchen "gehetzt" unterwegs, weil ich in einem
fremden Stiegenhaus nicht zuviel Paranoia der Bewohner hervorrufen
wollte. Man ist ja heute gleich als Einbrecher, Mörder oder Terrorist
verdächtig, wenn man eine Kamera in der Hand hat ;)
> Man lernt aus Fehlern, nicht aus Erfolgen.
Absolut! Danke für deine Anmerkungen! Ums Lernen geht es mir.
/ralph
OK, das muß ich mir durchüberlegen/ausprobieren falls ich nochmal
hinkomme.
> Nein, es scheint mir rechts zu viel "tote" oder uninteressante Fläche zu sein.
> Ebenso ist zu viel langweilige Treppe unten zu sehen.
> Also dann lieber etwas mehr uninteressantes Geländer rein und etwas
> mehr Fenster.
> Das heist, die Kamera etwas weiter links(*) positioniert und etwas höher
> drehen. (*) schon das 2 Argument, für etws mehr Links!
> Ein halber Schritt vor könnte auch nicht schaden, da das interessante des
> Bildes (Blumen und Fenster) irgendwie in einem Tunnelblick gefangen
> scheinen.
> Dabei die Ausrichtung so beibehalten, dass die Fenstermitte senkrecht
> bleibt wie jetzt auch.
Danke, das auch ;)
> Als Dokumentation kann man es gern nehmen. Meiner Meinung nach
> mit etwas andererm Blickwinkel wie oben beschrieben und leichter
> Aufhellung der unteren Ecke.
> Als wohlgefallendes Bild oder Motiv (Hingucker) ist es einfach zu Banal,
> also null Punkte in dieser Kategorie.
OK, danke für deine sehr hilfreichen Anmerkungen!
/ralph
Wahrscheinlich hast du da recht. Daß es nicht plakativ ist, und
nicht "poppt" wenn man es kurz anschaut, das war mir eh bewußt, und
das macht es natürlich sehr ungeeignet für solche Anwendungen.
Ich habe eher im Sinne gemeint: Hat/hat keine so handfesten Gestaltungsfehler,
daß es einem Grafiker peinlich zu verwenden wäre. Oft sind es ja die
überraschendsten Bilder, die die Leute verwenden (auch wenn das nicht
meine vordringliche Intention ist, finde ich das interessant).
So hat z.B. dieses Bild auch auf Flickr nur den hier auch bekannten
Horst Strasske zu einem einzigen mitleidigen Kommentar verleitet
http://www.flickr.com/photos/sooperkuh/3639536468/
andererseits hat es irgendwer für einen Blogbeitrag brauchen
können:
http://good.net.nz/magazine/6/good-start/when-greenwash-is-good
http://weblogs.baltimoresun.com/features/green/2009/09/can_dry_cleaners_be_green.html
http://queenanne.komonews.com/content/who-moved-my-dry-cleaning
/ralph
Ich bin mir nicht sicher, ob das nicht vom Arzt der im Haus ist
nach dem Motto "Da haben sie 20 Euro pro Monat und schauen sie,
daß das Stiegenhaus hübsch ist" erledigt worden ist.
> Der Handlauf des Geländers auf der linken Seite "hängt" so irgendwie
> im Bild herum und irritiert mich schon ein wenig.
OK!
/ralph
Da hast du natürlich recht, obwohl so 100%ig scheint das nicht zu sein:
Ein Freund von mir hat 2 solcher Häuser und auch nur eine D80 ;)
/ralph
In drf? Seriously? Dann kann ich mir immer noch was anderes überlegen.
Ich seh jedenfalls in drf niemand der besser fotografiert als du, höchstens
anders[1].
> Normalbrennweite als "das natürliche Blickfeld abbildend" dargestellt
> wird, finde ich, dass das eher auf ein leichtes Weitwinkel zutrifft
> (also z.B. 35mm an KB).
Ja, ich eigentlich auch. Nur hat das leider niemand Sigma mitgeteilt ;)
> Ich glaube, mein erster Eindruck bei dem Bild war "das ist schief". Das
> mag damit zusammenhängen, dass ich den halben Abend damit verbracht
> habe, Bilder von mir geradezurücken und zu beschneiden - aber es fehlt
> hier irgendwie ein "Horizont". Wenn du die Kamera gerade gehalten
> hättest, dann wären die Linien in der Bildmitte senkrecht (jetzt sind es
> welche im rechten Bildteil) und eine mittig horizontal verlaufende Linie
> wäre parallel zum Boden bzw. zum Horizont.
Danke, das ist eine sehr nützliche Rückmeldung für mich. Schiefe Bilder
sind ein sich für mich durchziehendes Problem, sowohl "wirklich schiefe"
als auch solche, die subjektiv schief wirken.
> Hmm. Ich kenne das mit einzelnen Details, die man nicht missen möchte.
> In diesem Fall kann ich das aber nicht nachvollziehen. Vor allem, weil
> der Blumentopf ja nur minimal angeschnitten wird, rechts sieht man
> schliesslich schon, wie es wieder heller wird und wo der Schatten endet.
OK, danke!
/ralph
[1] Das gilt natürlich auch für einige andere Leute hier umgekehrt!
> [...]
>
> So hat z.B. dieses Bild auch auf Flickr nur den hier auch bekannten
> Horst Strasske zu einem einzigen mitleidigen Kommentar verleitet
>
> http://www.flickr.com/photos/sooperkuh/3639536468/
Nu' ja, Horst ist ja nicht der einzige Mensch, der Kommentare abgibt
(nix gegen Horst). Obwohl etwas mehr Sorgfalt beim Aufnehmen es noch
netter gemacht h�tte, finde ich es jetzt nicht ...unterirdisch. Kein
Meilenstein der Fotografiegeschichte, aber nett. Und man kann es ganz
hervorragend als "Schmucki" nehmen:
> andererseits hat es irgendwer f�r einen Blogbeitrag brauchen
> k�nnen:
>
> http://good.net.nz/magazine/6/good-start/when-greenwash-is-good
> http://weblogs.baltimoresun.com/features/green/2009/09/can_dry_cleaners_be_green.html
> http://queenanne.komonews.com/content/who-moved-my-dry-cleaning
Na also. Wobei das genau betrachtet auch nix hei�t. Oder doch.
mfg, pgs
--
Vom Ende der Arbeitsgesellschaft
<http://texte.pgs-info.de>
>
>Pa�t das Gel�nder links f�r euch so?
Denk Dir das Bild mal ohne Deinen Titel (Stiegenhaus ist vermutlich
ein mundartliches �quivalent zum Treppenhaus?). Dieses Gel�nder ist
neben der etwas schr�gen Perspektive der einzige Hinweis darauf, da�
es um ein Treppenhaus geht. Genau so h�tte es aber auch eine Ecke in
einem alten, mehrfach neu und anders genutzten Raum in einem �lteren
Haus sein k�nnen.
Das tut der �sthetik im durchaus vorhandenen Ma� keinen Abbruch, nur
die intendierte inhaltliche Aussage (...gemeinsam genutzter...) seh
ich im Bild allein nicht.
Gru�,
U.
> Denk Dir das Bild mal ohne Deinen Titel (Stiegenhaus ist vermutlich
> ein mundartliches �quivalent zum Treppenhaus?). Dieses Gel�nder ist
> neben der etwas schr�gen Perspektive der einzige Hinweis darauf, da�
> es um ein Treppenhaus geht.
Die Stufen nicht?
usch
>
>Die Stufen nicht?
Arrrrrrrrrrgggghhh - alles zur�ck, ich behaupte das Gegentum! Dieser
Scrollbalken - wozu war der nochmal da? Firefox hatte mir nur -
unbemerkt - den oberen Teil des Bildes gezeigt, und ich hatte nicht
bemerkt, da� es unten noch weitergeht.
Das war fr�her (tm) doch anders. Da bekam man immer das ganze Bild
gezeigt. Es sei denn, der Projektor wollte gr��er als die Leinwand.
Also, verdaddelt. T'schuldigung. Morgen neu.
Gru�,
U.
>On Sat, 19 Dec 2009 23:32:14 +0100, Uwe Schr�der
><usch...@nurfuerspam.de> wrote in de.rec.fotografie:
>
>>
>>Die Stufen nicht?
>
>
>Arrrrrrrrrrgggghhh
Also, Ingrid sagt, Edit soll mal sagen, da� ihr das Bild im Anschnitt
ohne die Treppenstufen besser gefallen hat. Da kommen im Ganzbild drei
dominante Fl�chen zusammen, von denen eine eine zuviel ist. Die
Fliesen des Absatzes passen nicht zu den Granitstufen. Das klemmt
irgendwie. Wand, Absatz und Stufen allein - ok: Materialkontrast. Aber
dann sind die Blumen �berz�hlig.
Vergleicht mal das ganze Bild mit einem Anschnitt direkt �ber den
Stufen - das ist das Bild, was ich vorher gesehen habe.
Gru�,
U.
* Ulrich G Kliegis:
> Arrrrrrrrrrgggghhh - alles zurück, ich behaupte das Gegentum! Dieser
> Scrollbalken - wozu war der nochmal da? Firefox hatte mir nur -
> unbemerkt - den oberen Teil des Bildes gezeigt, und ich hatte nicht
> bemerkt, daß es unten noch weitergeht.
Gib mal in der Adresse deines Firefox: "about:config" ein. Dort suchst
du nach einem Eintrag: browser.enable_automatic_image_resizing
Den setzt du mit einem Doppelklick auf true. Dann scaliert der Browser
Bilder die groesser sind als das Browserfenster automatisch runter.
Mit einem Klick auf das Bild bekommst du es dann gross angezeigt. Beim
runterskalieren gibts manchmal haessliche Effekte wie Moires oder
Treppeneffekte, die aber bei der Anzeige des grossen Originals
natuerlich wieder verschwinden.
Viele Gruesse
Steve
> browser.enable_automatic_image_resizing
Ich denke, das wird er eh eingeschaltet haben. Skaliert wird aber nur
bei einem Direktlink auf das Bild. Wenn es wie hier in eine Webseite
eingebettet ist, dann wird es halt so gro� angezeigt wie vom HTML
vorgegeben.
usch
Hm hm hm. Also zunächst einmal: So recht viel konnte ich mit diesem Deinem
Foto nicht anfangen. Ganz im Gegensatz zu manchen anderen, die ich von Dir
gesehen habe.
Allerdings verunsichert es mich auch. Mehr noch aber diese Fragen:
> Paßt das Geländer links für euch so?
>
> Findet ihr die Aufteilung der Flächen OK?
>
> Und wie das Licht?
Was soll das denn nun sein? <herrjessas, jetzt bin ich auch schon halb weg
nach einigen sehr stressigen Tagen!> Das Licht: Naja, das sieht mir sehr gut
erfass aus - nach den Gegebenheiten. Ganz interessant!
> Die Intention des Bildes war ganz einfach die Dokumentation eines
> Stiegenhauses, wie es typisch für eine bestimmte Art von Stadthäusern
> ist, auch wenn das da klar sichtbar ein besonders gewissenhaft und
> liebevoll dekoriertes Exemplar ist. Mein Verwendungszusammenhang
> ist ein anderer, aber könntet ihr euch so ein Bild bei einem
> Artikel oder Blogbeitrag zu "Rechtsfragen gemeinsam genutzter
> Bereiche im Wohnungseigentum" oder "Blumen im Winter -- gesund fürs
> Cholesterin"[1] vorstellen?
Beitrag von wem?
Das klingt ja nach "Dokumentationsanspruch", also wie wenn der BildautorInne
sagt: "Do sengh ses jo, wias in unsam Drebbenhos ausschaugd"
(Blumenkübelfeindin ohne fotografischen Anspruch).
Oder soll das Aktionskunst sein: "Wie sehe ich (als Künstler) das
Treppenhaus des Mietshauses, in dem zu wohnen ich derzeit gezwungen bin."
Zusammen mit Deinen eigenartigen Ansätzen zur "Sachfotografie" habe ich
momentan das Gefühl, Dir verwirren sich die Konzepte und Prinzipien
verschiedener fotografischer Bereiche.
Ich fand es bei dem Bild von den Straßenmarkierungsmalern (die so
Fahrbahnmarkierungen aufmalten und von denen man nur so angeschnittene
Stiefel sah oder so ähnlich) äußerst konsequent.
Das war in meinen Augen intensiv gestaltet ...
Wenn man nun solche Aspekte der schrägen, zufällig wirkenden Ausschnitte und
Anschnitte von Bildelementen auf statische Motive überträgt ... hm, was will
man damit sagen? Dass man da eilig vorbeigerannt ist und das mal eben
schnell zur Dokumentation aufgenommen hat? Dann erübrigen sich doch
Diskussionen darüber, ob das angeschnittene Treppengeländer links gustiert.
Das ist natürlich ein interessantes Bilddetail ... wie auch der
angeschnittene Blumentopf rechts am Fenster. Das Bild vermittelt aber eher
den Ein- oder Ausdruck des Momentbildes (Stoppbildes) aus einem Film, in dem
jemand fluchtartig dieses Treppenhaus herunterrennt.
Vielleicht kamen schon ähnliche Argumente ... ich hab's bisher nur flüchtig
überflogen.
Aber wenn Du solche Konzepte nun auf Sach- oder Produktaufnahmen überträgst,
wie in einem nachfolgenden Thread, komme ich noch mehr ins Grübeln. Ist
diese Unsicherheit im Umgang mit der Lichtführung nun gespielt oder ehrlich
gemeint, um Tipps zu bekommen? Man kann kleine Dinge sicherlich mit sehr
wenig Aufwand recht professionell wirkend ablichten (siehe Gardinen usw.),
wenn man das denn will. Oder man kann Müll müllartig abknipsen und
abblitzen, und das zum Stilelement deklarieren, aber da habe ich noch nicht
so recht den Faden gefunden bei Dir!
Wobei ich einräumen muss: Bin derzeit ziemlich unter Stress und schaue hier
oft nur zur Überbrückung von Wartepausen oder kurzfristigen Entspannung rein
.. sorry for that!
>
> /ralph
>
> [1] Nein, ich will nicht in die Stockfotografie einsteigen, und
> nein, ich glaube nicht, daß Blumen irgendeine Auswirkung aufs
> Cholesterin haben, wenn man sie nicht mampft. Das sind nur Beispiele.
Seltsam - anfangs widerstand mir das Bild, nun fühle ich mich durch meine
eher ablehnenden Kommentare eher zunehmend hineingezogen!
Ich habe das auch seit gewisser Zeit eher oberflächlich verfolgt, anfangs
trotz ein paar Gedanken zu /dem/ (Treppenhausbild) nix gesagt, dann Deine
eigenartigen Sachaufnahmeexperimente peripher vernommen ... weiß nicht.
Fällt mir ein, dass ich kürzlich meinen Tisch in einem italienischen
Restauraunt in der tiefsten Provinz (Oberfranken) abgelichtet habe, auf
einer Fahrt, die mich dann wegen des Kälteeinbruchs und Diesel für zwei
ungeplante Zusatzübernachtungen festhielt - aber die habe ich mir noch gar
nicht angesehen, muss wohl die andere Kamera gewesen sein. Merke: Erst mal
da die Karte rausnehmen und Bilder übertragen.
PS.: Es war dort so schweinekalt, dass bei den abgefrorenen Fingern, mit
denen man versuchte, das Auto wieder in Gang zu bringen, Gedanken an die
Fotografie so ziemlich .. äh, abgestorben sind! Nun muss ich doch mal gucken
... aber keine Angst, hier nix!
--
Jödel.
Jedenfalls ist ein Foto die Zukunft des in der Vergangenheit liegenden
Momentes einer Betrachtung, nicht wahr?
Privat: http://www.johannes-leckebusch.de
Fotoseiten: http://www.johannes-leckebusch.de/Fotogalerien/
Schnappschussfotowettbewerb: http://www.foto.ungruen.de/Index.html
Mußt du ja nicht! Ich kann ja z.B. mit vielen deiner Fotos auch
überhaupt nichts anfangen (mit anderen dafür umso mehr, allerdings
sind das sehr wenige!).
> Allerdings verunsichert es mich auch.
Ich glaube, der Tag an dem meine Fotos keinen mehr verunsichern, das
wird entweder ein Tag zum Feiern oder ein Tag großer Sorge für mich ;)
Mir ist es selbst nicht ganz klar, warum manche meiner Fotos -- die mir
selbst höchst banal und harmlos scheinen -- ein solches Potential zur
Verunsicherung und Provokation manchen Leuten gegenüber haben. Das ist
definitiv nicht beabsichtigt, meine Fotos bilden einfach ab, wie ich
denke, sehe, fototografiere. Nun ja, vielleicht verstehe ich es eines
Tages.
> Beitrag von wem?
Vielleicht hätte ich diese "Zusatzfrage" im Text deutlicher als solche
kennzeichnen sollen. Losgelöst von den Motivationen und Gründen warum
ich selber für mich (und 90% mache ich nur für mich Fotos, und die
anderen 10% hasse ich meistens, ich mag es nicht, Fotos im Auftrag
für andere zu machen) fotografiere, stelle ich fast alle meine Fotos
unter eine Creative Commons-Lizenz, wissend, daß 90% meiner Fotos
für eine Zweitnutzung absolut unbrauchbar sind.
Aber irgendwie gefällt mir der Gedanke, daß vielleicht an einer High
School irgenwo in Wisconsin eine 15-Jährige ein Foto von mir in eine
Präsentation zur Bulimie einbaut, oder ein holländischer Informatiker
damit irgendwas zum Skalieren von Rechnerarchitekturen symbolisch
bebildert. Der Gedanke, die Welt dahin zu verführen, sich selbst
mit meinem Blick zu sehen, gefällt mir irgendwie, auch wenn ich
vieles davon sicher nicht mitkriege, und ich finanziell absolut
nichts davon habe.
> Das klingt ja nach "Dokumentationsanspruch", also wie wenn der BildautorInne
> sagt: "Do sengh ses jo, wias in unsam Drebbenhos ausschaugd"
> (Blumenkübelfeindin ohne fotografischen Anspruch).
Das ist sicher weit näher an meinem Anspruch als
> Oder soll das Aktionskunst sein: "Wie sehe ich (als Künstler) das
> Treppenhaus des Mietshauses, in dem zu wohnen ich derzeit gezwungen bin."
das da. Wobei von "zu wohnen gezwungen bin" keine Rede wäre, ich würde
in dem Haus durchaus gerne wohnen, das ist ein schöner Altbau in einer
ruhigen Straße im Stadtzentrum, und wenn man da eine schön hergerichtete
Wohnung hat, dann ist das sicher ziemlich schön. Viel angenehmer als
mein Einfamilenhaus in einem Stadtteil in dem ich 30-45 Minuten mit
dem Bus rein brauche.
Und nein, "Aktionskunst" (brauchts dafür nicht ein bißchen mehr
"Aktion", ich mein ja nur) ist es bestimmt nicht. Ich versteh
nicht, warum hier jedem Foto, das oder dessen Intention nicht
sofort zugänglich ist, immer das Etikett "Kunst" umgehängt
wird.
Übrigens: Warum fragt nie jemand, ob das Wissenschaft sein soll (oder
Sport?)?
> Zusammen mit Deinen eigenartigen Ansätzen zur "Sachfotografie" habe ich
> momentan das Gefühl, Dir verwirren sich die Konzepte und Prinzipien
> verschiedener fotografischer Bereiche.
Nein, durchaus nicht. Das sind einfach zwei unterschiedliche Themen
und Ideen, die ich nur zufällig gleichzeitig verfolge. Das mit der
Sachfotografie ist quasi "von längerer Hand geplant", das Stiegen-
hausbild ist eher spontan entstanden, aber mit dem unbedingten
Gefühl: "Davon muß ich ein Foto machen". Das eine hat mit dem
anderen nichts zu tun. Ist quasi so, wie wenn ein Krimiautor zwischen
zwei Krimis mal ein Gedicht einschiebt ;)
> Ich fand es bei dem Bild von den Straßenmarkierungsmalern (die so
> Fahrbahnmarkierungen aufmalten und von denen man nur so angeschnittene
> Stiefel sah oder so ähnlich) äußerst konsequent.
>
> Das war in meinen Augen intensiv gestaltet ...
[Für Mitleser, die das nicht gesehen haben:]
http://www.flickr.com/photos/88249458@N00/3005025637
Mittlerweile bin ich mit dem Bild auch ganz zufrieden, wobei damals
der Konsens in Punkto "gestaltet" hier eher in die andere Richtung
war ;)
> Wenn man nun solche Aspekte der schrägen, zufällig wirkenden Ausschnitte und
> Anschnitte von Bildelementen auf statische Motive überträgt ... hm, was will
> man damit sagen? Dass man da eilig vorbeigerannt ist und das mal eben
> schnell zur Dokumentation aufgenommen hat? Dann erübrigen sich doch
> Diskussionen darüber, ob das angeschnittene Treppengeländer links gustiert.
> Das ist natürlich ein interessantes Bilddetail ... wie auch der
> angeschnittene Blumentopf rechts am Fenster. Das Bild vermittelt aber eher
> den Ein- oder Ausdruck des Momentbildes (Stoppbildes) aus einem Film, in dem
> jemand fluchtartig dieses Treppenhaus herunterrennt.
Für mich ist es eine Sache mit der ich kämpfe, daß ich im Moment weniger
"strenge" Kompositionen hinkriegen möchte. In vielen Situationen kann
man mit einem leichten Teleobjektiv, ein bißchen Mühe beim Ausrichten
(oder einem Gitter im Sucher), eventuell einem Stativ eine sehr korrekte
Komposition hinkriegen. Ich schaffe das meistens nur "fast", weil ich
zu unpräzise arbeite, kein Stativ mithabe, etc. z.B.:
http://www.flickr.com/photos/sooperkuh/466953323/
ist die Hand zu knapp am Bildrand.
Ich bewundere aber Fotografen, die es schaffen, absolut perfekte
Kompositionen mit einer Leichtigkeit, ja vielleicht sogar mit
Elementen einer Willkürlichkeit und Zufälligkeit zu verbinden.
Das ist so wie in der Kalligraphie: Wirklich schöne Handschrift
wird immer mit einer gewissen Geschwindigkeit geschrieben. Der
Versuch Kalligraphie durch Langsamkeit und Präzision zu verbessern,
der endet meist in hölzernen Buchstabenformen, die nur die
Karrikatur einer Schreibschrift sind.
Ein Beispiel für ein Bild, das für mich das perfekt verkörpert
ist z.B. das da:
http://www.flickr.com/photos/tschoerda/3079629673/
da ist sicher kein Stativ, viertelstündige Justagesession mit
drei Wasserwaagen, kompositorische Ausrichtung entlang eines
Goldener-Schnitt-Gitters im Spiel, aber das Bild ist einfach
pefekt. Was würde ich geben, um soche Bilder machen zu können!
> Aber wenn Du solche Konzepte nun auf Sach- oder Produktaufnahmen überträgst,
> wie in einem nachfolgenden Thread, komme ich noch mehr ins Grübeln. Ist
> diese Unsicherheit im Umgang mit der Lichtführung nun gespielt oder ehrlich
> gemeint, um Tipps zu bekommen?
Sicher nicht! Mir sind zwar die Grundlagen klar (z.B. größere
Lichtquellen=weichere Schatten), aber es ist das erste mal
der Fall, daß ich ernsthafter mit Kunstlicht als alleiniger
Lichtquelle experimentiere. Bis jetzt hab ich eigentlich immer
geschaut, daß ich Tageslicht verwende, oder halt Raumbeleuchtung
bei Fotos von Menschen als notwendiges Übel akzeptiert.
Der Schritt von "in der Theorie ist mir klar, welche Beleuchtungs-
körper welches Licht geben" bis hin zu "ich investiere hundert
bis ein paarhundert Euro und habe schönes Licht in meinen
Sachaufnahmen im Innenraum, nachts" ist noch ein gewaltiger
Schritt. Um ein ganz banales Beispiel zu geben: Im Moment
hab ich schlicht das Problem, daß ich mechanisch nicht
zurechtkomme meine Leuchtstoffröhren irgendwie so zu
befestigen, daß sie nicht umfliegen, während ich das
Motiv abstaube oder fotografiere. Von zusätzlich eingefügten
Reflektoren oder Diffusoren noch gar nicht zu reden. Was
bei Studioequipment wahrscheinlich das Einschnappen eines
Zubehörteils ist, ist bei mir eine "lebensmüde" Bastelarbeit
wie aus den Warnbroschüren der Unfallversicherungsanstalt,
die überzeugen sollen, keine Sessel als Leitern zu verwenden ;)
> Man kann kleine Dinge sicherlich mit sehr
> wenig Aufwand recht professionell wirkend ablichten (siehe Gardinen usw.),
> wenn man das denn will. Oder man kann Müll müllartig abknipsen und
> abblitzen, und das zum Stilelement deklarieren, aber da habe ich noch nicht
> so recht den Faden gefunden bei Dir!
Ich denke, das eine hat mit dem anderen nicht viel zu tun. Man kann
kleine Gegenstände professionell wirkend ablichten (egal ob es Armbanduhren,
Blumen oder andere "legitime"[1] Motive), und man kann Müll (oder andere
"illegitime" Motive ablichten, sowohl professionell als auch unprofessionell.
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, was man alleine schon daran
erkennen kann, daß sicher kein Berufsfotograf, der sich auf Sachfotografie
spezialisiert hat, es ablehnen wird, ein Foto wie das von mir gepostete
(hoffentlich technisch und gestalterisch besser) zu machen, wenn man
ihm nur genug Geld zahlt, und die drei Dinger in die Hand drückt.
> Wobei ich einräumen muss: Bin derzeit ziemlich unter Stress und schaue hier
> oft nur zur Überbrückung von Wartepausen oder kurzfristigen Entspannung rein
> .. sorry for that!
Ich war jetzt auch ein paar Tage im Totalstreß, was bin ich froh, daß
ich jetzt ein paar Tage Ruhe habe. Sorry für das lange Posting,
bei jemandem wie dir, der selber viel schreibt, mache ich das mit weniger
schlechtem Gewissen ;)
/ralph
[1] "legitime" Motive im Sinne von "für AmateurfotografInnen legitim". Der
Profi muß sich ja keinem Rechtfertigungsdruck aussetzen, er darf
alles Fotografieren, wofür er bezahlt bekommt. Der Amateur hat seltsamer-
weise (obwohl viele Amateure für sich selbst postulieren, größere Freiheit
bei der Wahl ihrer Fotomotive zu haben) immer einen gewissen Rechtfertigungs-
druck, wenn er aus dem Kanon der "erlaubten" (für Amateurfotografen)
Motive ausschert. Zumindest ist das meine Erfahrung.
Man kann eine Blume, eine Dampflok, eine nackte Frau als Amateurfotograf
auch schlecht fotografieren, und die Kritik wird niemals ein "warum
fotografierst du das überhaupt" einschließen. Aber mach das mal mit
z.B. Abfall.
Eine einfache, operationalisierbare Möglichkeit zwischen für Amateur-
fotografen erlaubten und nicht erlaubten Motiven zu unterscheiden
(für die Fälle wo das wichtig ist, etwa Einreichungen zu
Amateurfotowettbewerben) ist es, in der Rubrik "Kalender" auf
Amazon nachzusehen, ob es Fotokalender mit den entsprechenden
Motiven gibt. Wenn nicht, dann handelt es sich mit ziemlicher
Sicherheit um ein für Amateurfotografen unerlaubtes Motiv, das
hier in dieser Newsgroup "Kunstdiskussionen" anzetteln wird, und
in einem Amateurfotowettbewerb ziemlich sicher schon aufgrund
des Motivs rausfliegt.
/ralph
Danke, du hast recht, das Bild in dem die untere Hälfte fehlt ist
vielleicht wirklich *deutlich* besser, daß ich auf die Stufen
hätte verzichten sollen.
Danke!
Natürlich heißt das nichts. Es hat mich ja selbst überrascht.
Offenbar gibt es schlicht und einfach einen Mangel an Bildern,
die man als Symbolbild zum Thema "Chemische Reinigung" verwenden
kann. Daß mich das ganze überrascht ist ja nur ein Zeichen dafür,
daß ich selber auch nicht auf die Idee gekommen wäre ;)
Nein, nichts mundartliches, in Österreich ist das die gängige Bezeichnung
auch in der Hochsprache.
(...)
>> Hm hm hm. Also zunächst einmal: So recht viel konnte ich mit diesem Deinem
>> Foto nicht anfangen. Ganz im Gegensatz zu manchen anderen, die ich von Dir
>> gesehen habe.
>
> Mußt du ja nicht!
Das ist sehr richtig, und manchmal wünschte man, das würden so manche
"Profifotografen" hier auch einmal für sich begreifen!
> Ich kann ja z.B. mit vielen deiner Fotos auch
> überhaupt nichts anfangen (mit anderen dafür umso mehr, allerdings
> sind das sehr wenige!).
Ich bin bisweilen sehr erstaunt, wenn mir mal - hin und wieder, ja, ist
selten - jemand sagt: "Ach - endlich sehe ich mal ein Foto von Dir, das
mir gefällt" oder so ähnlich, und wenn ich dann schaue, was für ein Foto
das ist oder was für eine Bearbeitung ... wird mir gelegentlich ganz
anders. Das waren dann manchmal die Jokes ... oder halt was, wo man
sagen kann: Aha, mal brav und ohne Kunschdgedingse was schön im Schnitt
usw. abfotografiert ... das /können/ Fotos sein, mit denen ich mich
durchaus identifiziere, hinter denen ich in einem ernsten Sinne stehe,
aber öfters mal eben genau nicht!
>> Allerdings verunsichert es mich auch.
>
> Ich glaube, der Tag an dem meine Fotos keinen mehr verunsichern, das
> wird entweder ein Tag zum Feiern oder ein Tag großer Sorge für mich ;)
{;-))))))))
> Übrigens: Warum fragt nie jemand, ob das Wissenschaft sein soll (oder
> Sport?)?
Vielleicht sieht es einfach nicht danach aus ...
>> Zusammen mit Deinen eigenartigen Ansätzen zur "Sachfotografie" habe ich
>> momentan das Gefühl, Dir verwirren sich die Konzepte und Prinzipien
>> verschiedener fotografischer Bereiche.
>
> Nein, durchaus nicht. Das sind einfach zwei unterschiedliche Themen
> und Ideen, die ich nur zufällig gleichzeitig verfolge. Das mit der
> Sachfotografie ist quasi "von längerer Hand geplant", das Stiegen-
> hausbild ist eher spontan entstanden, aber mit dem unbedingten
> Gefühl: "Davon muß ich ein Foto machen". Das eine hat mit dem
> anderen nichts zu tun. Ist quasi so, wie wenn ein Krimiautor zwischen
> zwei Krimis mal ein Gedicht einschiebt ;)
>
>> Ich fand es bei dem Bild von den Straßenmarkierungsmalern (die so
>> Fahrbahnmarkierungen aufmalten und von denen man nur so angeschnittene
>> Stiefel sah oder so ähnlich) äußerst konsequent.
>>
>> Das war in meinen Augen intensiv gestaltet ...
>
> [Für Mitleser, die das nicht gesehen haben:]
>
> http://www.flickr.com/photos/88249458@N00/3005025637
>
> Mittlerweile bin ich mit dem Bild auch ganz zufrieden, wobei damals
> der Konsens in Punkto "gestaltet" hier eher in die andere Richtung
> war ;)
Das hängt auch damit zusammen, wo man gestalterisch bzw. in der
Aneignung von Gestaltungslehre stehen geblieben ist ...
> http://www.flickr.com/photos/sooperkuh/466953323/
>
> ist die Hand zu knapp am Bildrand.
>
> Ich bewundere aber Fotografen, die es schaffen, absolut perfekte
> Kompositionen mit einer Leichtigkeit, ja vielleicht sogar mit
> Elementen einer Willkürlichkeit und Zufälligkeit zu verbinden.
>
> Das ist so wie in der Kalligraphie: Wirklich schöne Handschrift
> wird immer mit einer gewissen Geschwindigkeit geschrieben. Der
> Versuch Kalligraphie durch Langsamkeit und Präzision zu verbessern,
> der endet meist in hölzernen Buchstabenformen, die nur die
> Karrikatur einer Schreibschrift sind.
Hm, das auf fotografische Kompositionen zu übertragen ist ein zunächst
merkwürdig erscheinender, überraschender Gedanke - aber bei Portraits
kann ich mir das z. B. sehr gut vorstellen. Ich mag an sich keine
gestellten Portraits (und mache sie auch ungern), mir ist es wichtig,
die Leute unbemerkt einzufangen oder so vom Fotografiertwerden
abzulenken (bei Kindern muss man nur einfach lange genug draufhalten,
bis der Fotograf kein Gegenstand von Interesse und Aufmerksamkeit mehr
ist; allerdings gibt es da die Omaknipsgeschädigten, die es hassen, für
Fotos posieren und grinsen zu müssen, und daher manchmal vor der Kamera
die Flucht ergreifen, unter den Tisch tauchen usw. - das ist dann
schade). Also ... da muss man einen Moment geistesgegenwärtig als Moment
und als Komposition erfassen, und wenn das danebengegangen ist, ist es
auch vorbei - Du kannst nicht zu einem Kind sagen: "Guck doch nochmal so
verblüfft wie gerade eben, aber ohne auf die Kamera zu achten." ...
obwohl, bei unbefangenen Kindern könnte das u. U. sogar noch
funktionieren, jedenfalls eher als bei (Nach-)Pubertären oder
Erwachsenen, die verlernt haben, unbefangen zu schauspielern und dies zu
beherrschen, ohne es gelernt zu haben. Manche sind da Naturtalente,
andere hoffnungslose Fälle ... aber von denen /kann/ man dennoch tolle
Bilder bekommen, wenn man sie erwischt, ohne dass sie es bemerken (das
muss nicht heissen, aus dem Verborgenen zu fotografieren ... ich habe
auch auf Parties erlebt, dass die Leute so daran gewöhnt und davon
gelangweilt waren, dass ich stundenlang dauernd mit der Kamera zugange
bin, dass sie sich einfach so benommen haben, als wäre ich gar nicht da.
> Ein Beispiel für ein Bild, das für mich das perfekt verkörpert
> ist z.B. das da:
>
> http://www.flickr.com/photos/tschoerda/3079629673/
Das finde ich auch ganz witzig und gelungen.
Drei, vier Galgen-Schreibtischlampen, die gibt es z. B. umsteckbar von
schwerem Standfuß auf Tischklemme, mit Kaltlichtröhren ("Daylight"),
muss ja nicht unbedingt gleich Narva oder sowas sein, ein paar weiße
Gardinen, und das Gestell kann man auch aus Holz machen ... hatte ich
Dir doch gezeigt!
Wenn Du tatsächlich nur drei linke Hände hast ... weiß ich auch nicht.
Kann ich mich dann nicht einfühlen <sorr>.
>> Man kann kleine Dinge sicherlich mit sehr
>> wenig Aufwand recht professionell wirkend ablichten (siehe Gardinen usw.),
>> wenn man das denn will. Oder man kann Müll müllartig abknipsen und
>> abblitzen, und das zum Stilelement deklarieren, aber da habe ich noch nicht
>> so recht den Faden gefunden bei Dir!
>
> Ich denke, das eine hat mit dem anderen nicht viel zu tun. Man kann
> kleine Gegenstände professionell wirkend ablichten (egal ob es Armbanduhren,
> Blumen oder andere "legitime"[1] Motive), und man kann Müll (oder andere
> "illegitime" Motive ablichten, sowohl professionell als auch unprofessionell.
> Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, was man alleine schon daran
> erkennen kann, daß sicher kein Berufsfotograf, der sich auf Sachfotografie
> spezialisiert hat, es ablehnen wird, ein Foto wie das von mir gepostete
> (hoffentlich technisch und gestalterisch besser) zu machen, wenn man
> ihm nur genug Geld zahlt, und die drei Dinger in die Hand drückt.
Ein Handwerker wird sicher einer Lady auch pinke Wasserhähne montieren,
obwohl er sie abscheulich findet, wenn er seinen Lohn dafür bekommt ...
bei einem Architekten ist das vielleicht was anderes; aber
Sachfotografie ist für mich auch ein Handwerk, das man sich halt
aneignet, und eventuell auch in einem bestimmten Stil ausführt, den das
Heft so haben will ... das muss mich nicht in meiner fotografischen
Künstlerehre tangieren, das heißt aber trotzdem: Genau hinschauen, und
wenn dann ein Stäubchen übriggeblieben ist, ein Glanzlicht falsch sitzt
oder ein Schatten stört - Speicherkarte wieder raus aus dem Cardreader
und zurück in die Kamera auf dem Stativ, die da noch unverändert steht,
und das so lange, bis es passt. Irgendwann lernt man auch, vorher
genauer zu "schauen", damit man nicht so lange immer wieder hin und her
laufen muss, die drei Schritte vom Bildschirm zum Set und zurück.
>> Wobei ich einräumen muss: Bin derzeit ziemlich unter Stress und schaue hier
>> oft nur zur Überbrückung von Wartepausen oder kurzfristigen Entspannung rein
>> .. sorry for that!
>
> Ich war jetzt auch ein paar Tage im Totalstreß, was bin ich froh, daß
> ich jetzt ein paar Tage Ruhe habe. Sorry für das lange Posting,
> bei jemandem wie dir, der selber viel schreibt, mache ich das mit weniger
> schlechtem Gewissen ;)
Aha! {;-)))))))))) <da bin ich dann halt selbst schuld>
> /ralph
>
> [1] "legitime" Motive im Sinne von "für AmateurfotografInnen legitim". Der
> Profi muß sich ja keinem Rechtfertigungsdruck aussetzen, er darf
> alles Fotografieren, wofür er bezahlt bekommt.
Richtig. Sofern er nicht ethische Grenzen verletzt - was bei Paparazzis
aber wohl doch öfters der Fall ist. Aber er muss sich für
Kaufhauskatalogaufnahmen auch nicht mehr schämen als einer, der sich
seinen Lebensunterhalt bei MacDonalds verdient ... naja, hinkt wohl, ist
kein Vergleich?
> Der Amateur hat seltsamer-
> weise (obwohl viele Amateure für sich selbst postulieren, größere Freiheit
> bei der Wahl ihrer Fotomotive zu haben) immer einen gewissen Rechtfertigungs-
> druck, wenn er aus dem Kanon der "erlaubten" (für Amateurfotografen)
> Motive ausschert. Zumindest ist das meine Erfahrung.
Du hattest doch da so eine Diskussion mal angefangen ... ja, Amateure,
insbesondere Fotoclubbreit... äh, -beigetretene sind da wohl zumeist
viel unfreier als Profis! Das hat aber bestimmt auch damit zu tun, dass
sie sich a) unsicher sind, wie sie sich fotografisch ausdrücken wollen,
b) die Meinung außerhalb suchen (von dominierenden Clubangehörigen,
Vorsitzenden), und c) die Tätigkeit wohl auch um der sozialen
Anerkennung innerhalb einer spezifischen Gruppe willen ausüben, und so
wie der Fußballer halt den Ball ins Tor kriegen muss, muss der Amateur
Anerkennung bei seinesgleichen finden ...
> Man kann eine Blume, eine Dampflok, eine nackte Frau als Amateurfotograf
> auch schlecht fotografieren, und die Kritik wird niemals ein "warum
> fotografierst du das überhaupt" einschließen.
Sicher nicht?
> Aber mach das mal mit
> z.B. Abfall.
Naja, den Spruch von Spaziergängern, die gerne mal glotzen: "Warum
fotografieren Sie denn das?" <ungläubig kopfschüttel> kenne ich ja auch,
wenn man einen Kanaldeckel (Terrorist?) auf der Straße aufnimmt, oder -
schlimmer noch - eine weggeworfene Zigarettenschachtel: Da kommt gleich
der Verdacht auf, man wolle unordentlich gefegte Gehwege dokumentieren
und denunzieren.
Zu mir kam mal - aufgrund einer Zeugenaussage - die Kriminalpolizei in
Form zweier Zivilangestellter ins Haus, weil ich Tage zuvor in einem
idyllischen Tal selbiges verschandelnde und überspannende
Hochspannungsmasten fotografiert hatte - eine junge Frau auf dem Mofa,
die vorüberkam, hatte das wohl gemeldet. Verdacht: Vorbeireitung von
Anschlägen auf die Leitungen!
> Eine einfache, operationalisierbare Möglichkeit zwischen für Amateur-
> fotografen erlaubten und nicht erlaubten Motiven zu unterscheiden
> (für die Fälle wo das wichtig ist, etwa Einreichungen zu
> Amateurfotowettbewerben) ist es, in der Rubrik "Kalender" auf
> Amazon nachzusehen, ob es Fotokalender mit den entsprechenden
> Motiven gibt. Wenn nicht, dann handelt es sich mit ziemlicher
> Sicherheit um ein für Amateurfotografen unerlaubtes Motiv, das
> hier in dieser Newsgroup "Kunstdiskussionen" anzetteln wird, und
> in einem Amateurfotowettbewerb ziemlich sicher schon aufgrund
> des Motivs rausfliegt.
Da spielt ja nun was anderes rein. Wenn es in einem Wettbewerb - egal ob
im Amateur oder Profibereich - bestimmte Vorgaben gibt, muss man sich
daran halten. Deswegen kann man aber sonst ganz anders photografieren.
Also möchte ich zum Beispiel im SSFW keine Photoshopmontagen oder
flachgeleuchtete Beauties im Studio sehen, kann mich aber ggf. an
solchen Aufnahmen im Rahmen des SFW durchaus erfreuen (und habe da
früher auch öfter mal Montagen abgeliefert oder gestellte Portraits).
Bei "Kalender" generell kann ich mir das nicht so ganz vorstellen -
außer im Rahmen der Spießigkeit. Du kannst doch einen Themenkalender
auch zum Thema "Umweltverschmutzung" anfertigen und dann lauter Bilder
von weggeworfenen Verpackungen anbringen!
>> Vergleicht mal das ganze Bild mit einem Anschnitt direkt �ber den
>> Stufen - das ist das Bild, was ich vorher gesehen habe.
>
>Danke, du hast recht, das Bild in dem die untere H�lfte fehlt ist
>vielleicht wirklich *deutlich* besser, da� ich auf die Stufen
>h�tte verzichten sollen.
So, nun hab ich nochmal kurz rumgespielt. Meine Schnittlinie am
unteren Bildrand w�rde direkt �ber diesem dunklen Schatten, der nach
links oben von dem hellen Fleck auf der zweiten Stufe von unten
ausgeht, liegen. Dann sieht man den Stufen noch, was es ist, aber die
dominieren das Bild nicht mehr so. Und dann stimmen auch die anderen
Gewichte. Jedenfalls nach meinem Gef�hl.
Allen Film- und Bitquetschern sch�ne Restweihnachten noch, und alles
Gute im Neuen Jahr!
Gru�,
U.
Stiegenhaus kenne ich aus Süddeutschland/Bayern auch. Mundartlich wäre
dann eher "Stianghaus".
> Patrick Gerhard St��er <newsg...@pgs-info.de> wrote:
>>> http://good.net.nz/magazine/6/good-start/when-greenwash-is-good
>>> http://weblogs.baltimoresun.com/features/green/2009/09/can_dry_cleaners_be_green.html
>>> http://queenanne.komonews.com/content/who-moved-my-dry-cleaning
>>
>> Na also. Wobei das genau betrachtet auch nix hei�t. Oder doch.
>
> Nat�rlich hei�t das nichts. Es hat mich ja selbst �berrascht.
> Offenbar gibt es schlicht und einfach einen Mangel an Bildern,
> die man als Symbolbild zum Thema "Chemische Reinigung" verwenden
> kann. [...]
Ich spekuliere mal ganz unverfroren: Offenbar gibt es schlicht und
einfach einen Mangel an Bildern, die man /kostenlos/ als Symbolbild zum
Thema "Chemische Reinigung" verwenden kann?
mfg, pgs
--
realfragment | fotografien von patrick g. stoesser
<http://www.realfragment.de/>
realfragment blog: <http://www.realfragment.de/blog/>
Natürlich!
Wobei selbst wenn ich bei Getty oberflächlich suche, da gefällt mir mein
Bild immer noch besser als die Alternativen (die historischen mal
ausgenommen):
/ralph -- ist natürlich Geschmackssache!
Aaargl .. falsch gesucht, das war nur "editorial", wenn man
"creative images" reintut, dann findet man fast identisches
Zeug, technisch besser:
http://www.gettyimages.com/detail/a0146-000380/Iconica
/ralph
Finde ich eigentlich gar nicht. Das gefällt mir ganz gut, grade auch,
weil die Puppenglieder so lakonisch kleine Anführungszeichen für das
Bild daliegen. Naja, wenn man genau nachmisst, ist die Hand unten links
dem Rande etwas nahegerückt gegenüber dem Fuß oben. Sowas nimmt man halt
immer mehrmals auf und ggf. in bewußten Varianten mit großzügigerem Rand
für nachträglichen Beschnitt.
Man muss allerdings aufpassen ... zerstückelte Puppen und verstreute
Puppenglieder sind längst ein Klischee.
War das arrangiert oder ein trouvé?
Patrick Gerhard Stᅵᅵer schrieb:
> Am 25.12.2009 schrieb Ralph Aichinger:
>
>> Patrick Gerhard Stᅵᅵer <newsg...@pgs-info.de> wrote:
>>>> http://good.net.nz/magazine/6/good-start/when-greenwash-is-good
>>>> http://weblogs.baltimoresun.com/features/green/2009/09/can_dry_cleaners_be_green.html
>>>> http://queenanne.komonews.com/content/who-moved-my-dry-cleaning
*AUTSCH* Die Bilder sehen irgendwie nach Altkleidersammlung aus.
Da fehlt das klinisch Reine? Oder warum kommen die bei mir oben
ganz anders an?
>>> Na also. Wobei das genau betrachtet auch nix heiᅵt. Oder doch.
>> Natᅵrlich heiᅵt das nichts. Es hat mich ja selbst ᅵberrascht.
>> Offenbar gibt es schlicht und einfach einen Mangel an Bildern,
>> die man als Symbolbild zum Thema "Chemische Reinigung" verwenden
>> kann. [...]
>
> Ich spekuliere mal ganz unverfroren: Offenbar gibt es schlicht und
> einfach einen Mangel an Bildern, die man /kostenlos/ als Symbolbild zum
> Thema "Chemische Reinigung" verwenden kann?
Lag vielleicht auch am ,,Tag''. Formal: Es gibt zuwenige Bilder
mit dem Tag ,,chemische Reinigung'' die verwendet werden kᅵnnen.
MfG
Uwe Borchert
Ralph Aichinger schrieb:
> Patrick Gerhard Stᅵᅵer <newsg...@pgs-info.de> wrote:
>> Ich spekuliere mal ganz unverfroren: Offenbar gibt es schlicht und
>> einfach einen Mangel an Bildern, die man /kostenlos/ als Symbolbild zum
>> Thema "Chemische Reinigung" verwenden kann?
>
> Natᅵrlich!
>
> Wobei selbst wenn ich bei Getty oberflᅵchlich suche, da gefᅵllt mir mein
> Bild immer noch besser als die Alternativen (die historischen mal
> ausgenommen):
>
> http://www.gettyimages.com/Search/Search.aspx?contractUrl=2&language=en-US&family=editorial&p=dry%20cleaner&assetType=image
Genau! Hier: #73144587 und #73144584! Falls einem unpassende Menschen
nicht stᅵren vielleicht noch #73144581 und #73144614. Diese Bilder
sind um einiges ,,passender'' zum Thema Reinigung als das Gezeigte.
MfG
Uwe Borchert
Johannes Leckebusch schrieb:
> Am 25.12.2009 16:42, schrieb Ralph Aichinger:
>> Ulrich G.
>> Kliegis<diesemailadressevonUlliistzwaret...@kliegis.de>
>> wrote:
>>> Denk Dir das Bild mal ohne Deinen Titel (Stiegenhaus ist vermutlich
>>> ein mundartliches ᅵquivalent zum Treppenhaus?). Dieses Gelᅵnder ist
>>
>> Nein, nichts mundartliches, in ᅵsterreich ist das die gᅵngige Bezeichnung
>> auch in der Hochsprache.
>
> Stiegenhaus kenne ich aus Sᅵddeutschland/Bayern auch.
Stiegenhaus ist wohl echt bairisch (und damit auch ᅵstereichisch),
Treppenhaus ist deutsch. Bereits wenige km westlich im schwᅵbisch-
alemanischen Sprachraum wird aus der Stiege eine Treppe. In
Wᅵrttemberg (Schwᅵbisch) ist Treppe definitiv das gᅵngige Wort.
MfG
Uwe Borchert
Stie|gen|haus, das (sᅵdd., ᅵsterr.): Treppenhaus: Die Leute hockten
jetzt drauᅵen auf der Treppe und lagerten unten im S. (Hilsenrath, Nacht
305); Wie gern wᅵre ich die Treppe noch einmal hinaufgegangen, hᅵtte
mich mit Lust im labyrinthischen S. verirrt (Harig, Weh dem 181).
ᅵ 2000 Dudenverlag (Das Groᅵe Wᅵrterbuch der deutschen Sprache)
--
Jᅵdel.
Johannes Leckebusch schrieb:
...[...]...
> Naja, den Spruch von Spaziergᅵngern, die gerne mal glotzen: "Warum
> fotografieren Sie denn das?" <unglᅵubig kopfschᅵttel> kenne ich ja auch,
> wenn man einen Kanaldeckel (Terrorist?) auf der Straᅵe aufnimmt, oder -
Hier in Karlsruhe muss man da besonders aufpassen. Blᅵde, ganz
blᅵde wenn man ein groᅵes Interesse an Typografie und Schildern
hat. Oder an gegossenen Buchstaben in Schildern, Gullideckeln
oder Hausnummern. Und wenn da genau eine fehlende Ziffer am
,,falschen'' Gebᅵude ist? Putativmaschinengegenwehr? Ratatatat!
Und wie erklᅵre ich dann der Polizei: ,,Also das sind ganz
besondere Prᅵgebuchstaben, ganz nah an den Schriftmustern der
Preussischen IV 44 und den alten Schriftmustern der DIN 1451.
http://www.peter-wiegel.de/Preussische.html
http://www.peter-wiegel.de/alteDin1451.html
Die wurden auch in der Propaganda der NSDAP ab 1944 benutzt.
(Den Link habe ich gerade verschmissen.)
> schlimmer noch - eine weggeworfene Zigarettenschachtel: Da kommt gleich
> der Verdacht auf, man wolle unordentlich gefegte Gehwege dokumentieren
> und denunzieren.
>
> Zu mir kam mal - aufgrund einer Zeugenaussage - die Kriminalpolizei in
> Form zweier Zivilangestellter ins Haus, weil ich Tage zuvor in einem
> idyllischen Tal selbiges verschandelnde und ᅵberspannende
> Hochspannungsmasten fotografiert hatte - eine junge Frau auf dem Mofa,
> die vorᅵberkam, hatte das wohl gemeldet. Verdacht: Vorbeireitung von
> Anschlᅵgen auf die Leitungen!
Uiuiuiuiui! Aber den Rechner haben sie nicht konfiziert? Bei
einem Fotografen der ᅵberwachungskameras abgelichtet hat ist
das hier in Karlsruhe schon mal passiert. Der hat dabei aber
auch noch ge-geotagt.
> Bei "Kalender" generell kann ich mir das nicht so ganz vorstellen -
> auᅵer im Rahmen der Spieᅵigkeit. Du kannst doch einen Themenkalender
> auch zum Thema "Umweltverschmutzung" anfertigen und dann lauter Bilder
> von weggeworfenen Verpackungen anbringen!
Du kannst die Bildausschnitte auch auf ein Podest montieren
(PS oder GIMP) und damit eine Pseudogalerie machen. Du gehst
in eine Galerie oder ein Museum, machst dort einige dutzend
Aufnahmen von den Podesten und dann auf der Straᅵe die Bilder
von Abfall, etwas Arbeit und fertig ist die Galerie Abfall.
MfG
Uwe Borchert
> http://www.peter-wiegel.de/Preussische.html
> http://www.peter-wiegel.de/alteDin1451.html
>
> Die wurden auch in der Propaganda der NSDAP ab 1944 benutzt.
> (Den Link habe ich gerade verschmissen.)
Naja. Wenn wir jedes Wort, das die benutzt haben, nicht mehr verwenden
tᅵten, kᅵnnten wir hᅵchstens noch Englisch mit chinesischen Brocken reden.
>> Zu mir kam mal - aufgrund einer Zeugenaussage - die Kriminalpolizei in
>> Form zweier Zivilangestellter ins Haus, weil ich Tage zuvor in einem
>> idyllischen Tal selbiges verschandelnde und ᅵberspannende
>> Hochspannungsmasten fotografiert hatte - eine junge Frau auf dem Mofa,
>> die vorᅵberkam, hatte das wohl gemeldet. Verdacht: Vorbeireitung von
>> Anschlᅵgen auf die Leitungen!
>
> Uiuiuiuiui! Aber den Rechner haben sie nicht konfiziert?
Konfiziert? Der Film war vermutlich noch in der Patrone und gar nicht
entwickelt ...
> Bei
> einem Fotografen der ᅵberwachungskameras abgelichtet hat ist
> das hier in Karlsruhe schon mal passiert. Der hat dabei aber
> auch noch ge-geotagt.
Also diese Vermessungsstativ hatte ich damals nicht mit mir
rumgeschleppt. Und die Lokalitᅵt nur vage im Kopf behalten oder auf der
Landkarte nachgeschaut.
>> Bei "Kalender" generell kann ich mir das nicht so ganz vorstellen -
>> auᅵer im Rahmen der Spieᅵigkeit. Du kannst doch einen Themenkalender
>> auch zum Thema "Umweltverschmutzung" anfertigen und dann lauter Bilder
>> von weggeworfenen Verpackungen anbringen!
>
> Du kannst die Bildausschnitte auch auf ein Podest montieren
> (PS oder GIMP) und damit eine Pseudogalerie machen. Du gehst
> in eine Galerie oder ein Museum, machst dort einige dutzend
> Aufnahmen von den Podesten und dann auf der Straᅵe die Bilder
> von Abfall, etwas Arbeit und fertig ist die Galerie Abfall.
Ah.
--
Jᅵdel.
>Am 25.12.2009 21:59, schrieb Uwe Borchert:
>> Uiuiuiuiui! Aber den Rechner haben sie nicht konfiziert?
>
>Konfiziert? Der Film war vermutlich noch in der Patrone und gar nicht
>entwickelt ...
Konfuzius sagt, da� frisch konfiziertes Konfekt das beste ist.
Faszinierende Konfusion.
(Konfusion ist, wenn man Fixierer in die Entwicklerflasche kippt.)
Gru�,
U.