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Re: Canon Mattscheiben

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Hendrik Brixius

unread,
Nov 23, 2009, 10:41:29 AM11/23/09
to
Roland Reiss schrieb:
> Welche der Canon Mattscheiben EC-B bzw. EC-L mit Schnittbild eignet sich
> besser zum manuellen Scharfstellen mit Weitwinkelobjektiven?

Ev. lohnt es sich, auch mal die Mattscheiben von Fremdherstellern zu
vergleichen:

http://www.zeiss.de/c12567a8003b0478/Contents-Frame/acef4210b487b845c125726c0042fb58

Schoene Gruesse,

Hendrik

--
http://www.swingbiker.de/
http://www.spezialaufnahmen.de/

Helmut Faugel

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Nov 23, 2009, 1:13:39 PM11/23/09
to
Roland Reiss schrieb:
> Welche der Canon Mattscheiben EC-B bzw. EC-L mit Schnittbild eignet sich
> besser zum manuellen Scharfstellen mit Weitwinkelobjektiven?

Ich kenne beide nicht aus eigener Erfahrung, aber diagonale oder kreuz-
f�rmige Schnittbildindikatoren sind mir bei anderen Kameras ein Graus.

Solange es sich um Objektive mit Springblende handelt w�rde ich von
einer Spezialkonstruktion Abstand halten.


--
Helmut Faugel

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Dieter Lefeling

unread,
Nov 23, 2009, 3:03:40 PM11/23/09
to
Roland Reiss schrieb:

> Welche der Canon Mattscheiben EC-B bzw. EC-L mit Schnittbild eignet
> sich besser zum manuellen Scharfstellen mit Weitwinkelobjektiven?

Kann man schwer vergleichen.

Die B ist eine normale Schnittbildscheibe mit dem "neuen" Schnittbild-
indikator (ab 1981), der auch bei 5,6 noch brauchbar ist. Wenn Du
frueher per Schnittbild scharfgestellt hast, wirst Du Dich gleich
zurecht finden.

Die L enthaelt einen Kreuzschnittbildindikator. Das heisst, dass Du
quasi gleichzeitig einen waagerechten und einen senkrechten hast und
somit auf "alle" Linien ohne Kameradrehung einstellen kannst. Ich hab's
mal probiert und fand es - an manuellen Kameras - wenig ueberzeugend.
Kam mir sogar subjektiv weniger genau vor, was wahrscheinlich aber nicht
den technischen Tatsachen entspricht.

Wenn Du eine Schnittbildscheibe suchst, waere meine Empfehlung die B.
Wenn Du moeglichst genau scharfstellen willst, waere eine Mikroprismen-
scheibe mit zur Lichstaerke passenden Prismenwinkel IMHO besser. Leider
gibt es die Typen F und G nicht mehr, aber mit einer Ec-A (universelles
Prismenraster) wirst Du fast genauso gluecklich.

Dieter

Olaf Kaluza

unread,
Nov 23, 2009, 3:55:25 PM11/23/09
to
Dieter Lefeling <didis....@web.de> wrote:

>Die L enthaelt einen Kreuzschnittbildindikator. Das heisst, dass Du
>quasi gleichzeitig einen waagerechten und einen senkrechten hast und
>somit auf "alle" Linien ohne Kameradrehung einstellen kannst. Ich hab's
>mal probiert und fand es - an manuellen Kameras - wenig ueberzeugend.
>Kam mir sogar subjektiv weniger genau vor, was wahrscheinlich aber nicht
>den technischen Tatsachen entspricht.

Ich habe diese alte Canonscheibe ja passend gefraesst und in meine
istD eingebaut. Es brauchte ein paar Tage Gewoehnung, aber seitdem
finde ich es einfach nur genial.

>Wenn Du eine Schnittbildscheibe suchst, waere meine Empfehlung die B.
>Wenn Du moeglichst genau scharfstellen willst, waere eine Mikroprismen-
>scheibe mit zur Lichstaerke passenden Prismenwinkel IMHO besser.

Waehrend ich andererseits Microprismen noch nie ausstehen konnte. Ist
also vielleicht auch alles Geschmacksache.

Olaf


Hendrik Brixius

unread,
Nov 23, 2009, 4:00:01 PM11/23/09
to
Roland Reiss schrieb:

>> http://www.zeiss.de/c12567a8003b0478/Contents-Frame/acef4210b487b845c125726c0042fb58
>>
>
> Welchen Vorteil h�tte das?

Von den Fremdherstellern gibt es verschiedene Arten von Mattscheiben,
die zum Teil f�r eine bestimmte Kamera vom Originalhersteller nicht
angeboten werden.

Je nach Modell kann auch die Qualit�t (und auch der Preis) deutlich
h�her sein.

Helmut Faugel

unread,
Nov 23, 2009, 4:14:39 PM11/23/09
to
Roland Reiss schrieb:

> Helmut Faugel wrote:
>> Roland Reiss schrieb:
>>> Welche der Canon Mattscheiben EC-B bzw. EC-L mit Schnittbild eignet
>>> sich besser zum manuellen Scharfstellen mit Weitwinkelobjektiven?
>>
>> Ich kenne beide nicht aus eigener Erfahrung, aber diagonale oder
>> kreuz- f�rmige Schnittbildindikatoren sind mir bei anderen Kameras
>> ein Graus.
>
> So was dachte ich mir.

Gerade der Kreuzschnittbildindikator ist sehr gew�hnungsbed�rftig,
da verschiebt sich das Bild hoch und quer.

>> Solange es sich um Objektive mit Springblende handelt w�rde ich von
>> einer Spezialkonstruktion Abstand halten.
>

> Damit meinst du Katzeye und Co?

Ja, denn da landet man uU. bei einer Belichtungskorrektur die du
permanent einstellen musst.

Ich weiss jetzt nicht wie "robust" die Belichtungsmessung der EOS 1D
oder 1Ds ist, ich hoffe mal die ist so wie die der EOS 3, dann kommt
sie auch mit nahezu allen m�glichen Lagen der Austrittspupille klar.

Das andere Extrem w�re die EOS 1n RS, die reagiert sehr sensibel auf
die Lage der Austrittspupille und eine andere Mattscheibe beschert
einem eine lange Liste an n�tigen Belichtungskorrekturen.


--
Helmut Faugel

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Dieter Lefeling

unread,
Nov 23, 2009, 5:12:35 PM11/23/09
to
Roland Reiss schrieb:

> Wer die Wahl hat... Ab welcher Blende wird die A denn unbrauchbar?

Also, mit den ollen FD-Kameras habe ich auch mit 4,5 kaum Probleme. 8-)
Ich habe noch keine EOS-1/3 mit Ec-A benutzt. Wenn man aber davon aus-
geht, dass die aktuelle A sich wie andere Canon-A-Scheiben verhaelt,
sehe ich bis 3,5 ueberhaupt keine Probleme, bis 4,5 ist noch gut nutzbar
und darueber muss man halt einigermassen gerade in den Sucher sehen. 8-)

Dieter

Jan Bruns

unread,
Nov 24, 2009, 3:53:48 AM11/24/09
to
Dieter Lefeling:

Wie funktionieren eigentlich diese Prismen/Indikatoren?

Ich meine, klar, das sind schräge Flächen nahe der Fokusebene,
ohne Mattscheibeneffekt. Aber wie kommt die Verschiebung des Bildes
in Abghängigkeit von der Lage der Fokusebene zustande? Man könnte
ja fast vermuten, daß die gar nicht funktionieren können: Der
Einfallswinkel auf die Scheibe hängt eher von der Blende, als von
der Fokussierung ab, die Ausfallswinkel hängen nur vom Einfallswinkel
und der Anordnung der Scheiben-Flächen ab, genau wie die Länge von
Lichtwegen in der Scheibe.

Gruss

Jan Bruns

--
Ein paar Fotos: http://abnuto.de/gal/

Olaf Ulrich

unread,
Nov 24, 2009, 5:42:39 AM11/24/09
to
Jan Bruns schrieb:

> Wie funktionieren eigentlich diese
> Prismen/Indikatoren?
> Ich meine, klar, das sind schr�ge
> Fl�chen nahe der Fokusebene, ohne
> Mattscheibeneffekt. Aber wie kommt
> die Verschiebung des Bildes in Ab-
> h�ngigkeit von der Lage der Fokus-
> ebene zustande? [...] Der Einfalls-
> winkel auf die Scheibe h�ngt eher
> von der Blende als von der Fokus-
> sierung ab, die Ausfallswinkel
> h�ngen nur vom Einfallswinkel und
> der Anordnung der Scheiben-Fl�chen
> ab ...

Es variiert ja auch nicht der Ablenkungswinkel, sondern
die durch die Ablenkung erfolgende seitliche Verschiebung
des Luftbildes gegen�ber der korrekten Fokuslage. Und die
ist bei (ann�hernd) konstantem Winkel anh�ngig davon, wie
weit vor oder hinter der gew�nschten Ebene sich die tat-
s�chliche Fokuslage befindet -- also wie stark die Fehl-
fokussierung ist.

-- Olaf


Jan Bruns

unread,
Nov 24, 2009, 7:02:45 AM11/24/09
to
Tue, 24 Nov 2009 11:42:39 +0100 schrieb Olaf Ulrich:

> Jan Bruns schrieb:
>> Wie funktionieren eigentlich diese
>> Prismen/Indikatoren?

>> Ich meine, klar, das sind schräge
>> Flächen nahe der Fokusebene, ohne


>> Mattscheibeneffekt. Aber wie kommt
>> die Verschiebung des Bildes in Ab-

>> hängigkeit von der Lage der Fokus-


>> ebene zustande? [...] Der Einfalls-

>> winkel auf die Scheibe hängt eher


>> von der Blende als von der Fokus-
>> sierung ab, die Ausfallswinkel

>> hängen nur vom Einfallswinkel und
>> der Anordnung der Scheiben-Flächen


>> ab ...
>
> Es variiert ja auch nicht der Ablenkungswinkel, sondern die durch die

> Ablenkung erfolgende seitliche Verschiebung des Luftbildes gegenüber der
> korrekten Fokuslage. Und die ist bei (annähernd) konstantem Winkel
> anhängig davon, wie weit vor oder hinter der gewünschten Ebene sich die
> tat- sächliche Fokuslage befindet -- also wie stark die Fehl-
> fokussierung ist.

Also es wird der Weg eines ganzen Strahelenbündels, das zu einem
Gegenstands-Punkt gehört, um einen näherungsweise konstanten Winkel
abgelenkt, so daß sich der Schnittpunkt der Abbildung senkrecht zur
optischen Achse verschiebt? Dieser Schnittpunkt ist dann ja
jedenfalls Gegenstand einer erneuten Abbildung im Auge.

Aber warum funktioniert das Ganze dann bei kleinen Blenden nicht
mehr? Ist der Ablenkwinkel so gross, daß paraxiale Strahlen nicht
mehr zum Auge gelangen?

Robert Martinu

unread,
Nov 24, 2009, 8:10:00 PM11/24/09
to
Jan Bruns schrieb:

> Aber warum funktioniert das Ganze dann bei kleinen Blenden nicht
> mehr? Ist der Ablenkwinkel so gross, daß paraxiale Strahlen nicht
> mehr zum Auge gelangen?

Die Indikatorfelder sehen Strahlen, die möglichst weit aussen durch das
Objektiv gehen - dort ist die Abweichung bei einer gegebenen
Fehlfokussierung am Grössten.
Wenn dort mangels ausreichend offener Blende kein Licht durchkommt, dann
wirds dunkel.

Robert

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