Michael Wilch schrieb:
> Preuß: Selbstverständlich können sie das. Wir haben im sudanesichen
> Darfur derzeit etwa 220 Gramm Mais zur Verfügung, um einen Flüchtling
> einen Tag zu ernähren. Wenn sie diese Menge in Bioethanol umwandeln,
> bekommen Sie etwa 85 Milliliter. Und diese 85 Milliliter genügen, um ein
> Auto etwa 940 Meter weit zu fahren. Wenn Sie diese Strecke mit dem
> Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen, haben Sie schon einen kleinen Beitrag
> geleistet, dass diese Menge nicht vom Weltmarkt genommen wird. [...]"
Hallo,
wobei man natürlich zwar auch bedenken müsste wieviel Mais man essen
müsste um die nötige Energie im Körper bereitzustellen um den runden
Kilometer zu gehen oder mit dem Rad zu fahren. Viel zu viele Bewohner
Europas und Amerikas sind allerdings so überernährt das sie kein
einziges Maiskorn mehr essen müssten um täglich einige Kilometer mit
eigener Kraft zurückzulegen.
Wie hoch schätzt ihr den Bedarf an Mais für 1 km Strecke? Ich biete mal
10 bis 20 g.
Bye
> Wie hoch schätzt ihr den Bedarf an Mais für 1 km Strecke? Ich biete mal
> 10 bis 20 g.
100g Mais haben laut fettrechner.de ungefähr 331kCal/100g
Laut Kreuzotter verbrauchst du für 1km mit dem Fahrrad bei 1% Steigung,
20km/h Geschwindigkeit, Gegenwind mit moderaten 9km/h und einem
angenommenen Wirkungsgrad von ca. 25% auf einem MTB ungefähr 31kCal
(Werte für Körpergröße und Gewicht habe ich mal auf den
Standardeinstellungen belassen)
Also sollten 10g Mais in etwa genügen.
cu,
Jo
Schon das halte ich für einen besseren Lösungsansatz als das, was von
Weltbank und staatlichen Entwicklungshilfen geplant wird. Was sollen ein
paar Mill. Notgroschen, wo doch völlig klar ist, *warum* Lebensmittel
momentan knapper werden?
> Preuß: Selbstverständlich können sie das. Wir haben im sudanesichen
> Darfur derzeit etwa 220 Gramm Mais zur Verfügung, um einen Flüchtling
> einen Tag zu ernähren. Wenn sie diese Menge in Bioethanol umwandeln,
> bekommen Sie etwa 85 Milliliter. Und diese 85 Milliliter genügen, um ein
> Auto etwa 940 Meter weit zu fahren. Wenn Sie diese Strecke mit dem
> Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen, haben Sie schon einen kleinen Beitrag
> geleistet, dass diese Menge nicht vom Weltmarkt genommen wird. [...]"
Notfalls auch Elektrofahrzeug, falls es mit erneuerbarer Stromquelle fährt.
BTW: Höhere Erzeugerpreise für Lebensmittel sind für lokale Erzeuger in
Enwickliungsländern eigentlich dringend notwenig. Nur bringen sie
kurzfristig keine Steigerung der Agrarproduktion, nachdem jahrzehntelang
Millionen Kleinbauern ihr Land aufgegeben haben und in städtische Slums
abgewandert sind. Die Landwirtschaft in diesen Ländern dürfte in etwa
den selben Zeitraum benötigen, um wieder in Gang zu kommen. Jedenfalls,
soweit sie der Selbstversorgung mit Lebensmitteln dient. Industrielle
Landwirtschaft lässt sich zwar schneller aufbauen, aber mit allen damit
verbundenen Nachteilen.
--
CU Christoph Maercker.
Transport + Sport = Radfahren
Dann muesste ich fuer eine Tagestour von 200km 2-4kg essen? Also ich
komme da mit deutlich weniger aus.
- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Das nennt sich Reserven und steckt in deinen Muskeln, deinem Blut und
noch ganz woanders.
Anders gesagt: Klar. Weil du es dir vorher angefressen hast.
Krischan
Mit weniger Mais oder weniger Kalorien? Bei Energie-Riegeln braucht man
natürlich keine 2-4 kg. ;-)
Gruß,
Peter
Obwohl ich beruflich angewiesen bin, mit dem Auto unterwegs zu sein, bin
ich für einen Spritpreis von wenigstens 5.- Eur.
Wer das im Wahlkampf vorzutragen wagt, bekommt meine Stimme ;-)
(Es werden schon nicht die falschen sein)
Je kräftiger man muskulär ist, desto besser für den Grundumsatz.
>
>> Das nennt sich Reserven und steckt in deinen Muskeln, deinem Blut und
>> noch ganz woanders.
>>
>> Anders gesagt: Klar. Weil du es dir vorher angefressen hast.
>
> Aha. Wenn er also jeden Tag 200 km fährt, fällt er nach spätestens zwei
> Wochen tot um - verhungert? ;o)
Ich denk, er ist schlau genug, zückt die Bankomat Karte und fällt in
eine Konditorei ein bevor es weh tut.
>
> Rainer,
> sich im Urlaub verbrauchsmäßig ähnliches antuend - und immer verärgert, dass
> er in einem Monat nur 5 bis 10 kg abnimmt (von etwa 17 kg Übergewicht)
>
Zauberwort:
Höhenmeter galore.
Wenn du um die 2000 davon Täglich wegpackst, hast du eine Woche anch
Uralubsende kein Übergewicht mehr.
Mir reichen 4Tage für ca 3 bis 4 Kilo.
Ausdauer vorausgesetzt, auf Verbrauch gefahren. Wenn man es länger als
10 Tage durchhält, hat man was falsch gemacht ;-)
Dafür ist man wieder Bauchfrei.
Michael Wilch schrieb:
> "WDR.de: Kann ich persönlich als Konsument denn dazu beitragen, dass die
> Lebensmittelpreise in den armen Ländern der Welt nicht weiter steigen?
...und nicht nur in den armen Ländern! Auch hier könnte es passieren,
dass in einigen Jahren für das untere Einkommensdrittel der Bevölkerung
Grundnahrungsmittel unerschwinglich werden! Stellt euch vor, ein Pfund
Brot kostet demnächst 10 Euro - was wird dann aus den Hartzern und
Working Poor?
Dann werden wir hier Szenen erleben, die wir bis jetzt nur von alten
Fotos aus dem Warschauer Ghetto oder auch den Dürrekatastrophen im Sahel
in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts kannten: zu
Skeletten abgemagerte Kinder, die sterbend auf den Bürgersteigen
liegen... die Oberschicht wird sich in Gated Communities verschanzen und
sich die Hungernden mittels privater Todesschwadronen vom Leib halten -
heute schon Realität z. B. in Brasilien!
Bis bald im Khyberspace!
Yadgar
aus: "Das Rad neu erfunden
Schön und von makelloser Funktionalität: Das Fahrrad ist eine
überaus geglückte Erfindung. Einige Überlegungen zur
Evolutionsgeschichte des Fahrrads."
Von Alex Rühle [1]
| Was das Verhältnis von Energie und Leistung angeht, so wurde von der
| Natur nie zuvor und nie danach Ähnliches entwickelt. Füttert man das
| Wirtstier mit dem Energiewert von einem Pfund Fett, so kann es mit
| seinem Fahrrad weiterfahren als alle anderen Geschöpfe: gut
| dreihundert Kilometer, also deutlich mehr als die beiden Nächst-
| platzierten, der Lachs und das Pferd.
| Leider hat das Fahrrad aber einen Feind, das Auto nebst seinem
| Wirtstier, dem ADAC-Mitglied, eine in hohem Maße fehlerhafte Kreatur
| der Schöpfung (das Auto, nicht das ADAC-Mitglied!), ja die erste, die
| der ganzen Schöpfung den Garaus machen könnte. Das Verhältnis von
| Energie und Leistung ist beim Auto im Vergleich zum Fahrrad als
| katastrophal zu bewerten: Füttert man das Wirtstier mit dem
| Energiewert von einem Pfund Fett, so bewegt sich das Auto keinen Meter
| von der Stelle, das Wirtstier aber wird dicker. Füttert man hingegen
| das Auto mit dem Energiewert von einem Pfund Fett, so fährt es zwar
| ein paar Kilometer weit, macht dabei aber einen Haufen Dreck.
[1] <http://www.sueddeutsche.de/automobil/artikel/548/153158/>
--
regards
"Computer allein reichen nicht. Erst gemeinsam mit reinrassigen
Bürokraten kann das Chaos zur Perfektion getrieben werden."
<http://www.tagesschau.de/schlusslicht/nullrechnung2.html>
Das hat auf meinen ersten ein oder zwei Radreisen auch funktioniert --
danach nie mehr. Ich vermute, mein Körper hat sich inzwischen auf eine
effiziente Art der Energieaufnahme, -speicherung und -bereitstellung
eingestellt, bei der aufgenommene Nahrungsmittel ziemlich direkt in
Leistung umgesetzt werden, wobei die 'Wohlstandsreserven' auf der Hüfte
unterwegs zusätzlich eingesetzt und Abends gleich wieder aufgefüllt
werden. Ich habe auch schon mal versucht, nach einer Tour abends
deutlich weniger zu essen -- mit dem Erfolg, dass ich am nächsten Morgen
überhaupt nicht in die Gänge kam; bin praktisch direkt in einen
Hungerast hineingestartet. Erst nach ein paar Stunden hat mir dann das
Frühstück leistungsmäßig auf die Hufe geholfen. Die Leute sind halt
verschieden...
Erik
An den Muskeln nehme ich dabei nicht ab, und das Blut wird auch nicht
weniger. Und wenn ich einmal das Wasser ersetzt habe, ist das
Gesamtgewicht im Rahmen der Messgenauigkeit auch wieder gleich.
>Anders gesagt: Klar. Weil du es dir vorher angefressen hast.
Dann muesste ich deutlich abnehmen. Bei einer 6-woechigen Tour mit
4100km Laenge habe ich nicht abgenommen, und ich habe auch nicht pro
Tag 1-2kg Mais zusaetzlich gegessen.
Beides. Laut http://en.wikipedia.org/wiki/Maize haben 100g Zuckermais
90kcal. Meine zusaetzliche Nahrungsaufnahme an dem Tag war deutlich
weniger als 1800-3600kcal. Einmal ganz abgesehen davon, dass
Zuckermais wohl mehr Wasser enthaelt als das, was fuer die
Bioethanol-Produktion verwendet wird, und daher weniger kcal/g.
In den letzten 40 Jahren ist eher das Gegenteil passiert: Lebensmittel
sind im Vergleich den übrigen Lebenshaltungskosten immer billiger
geworden. Sogar dann, wenn ich die stark gestützten Preise zu DDR-Zeiten
zu meinem damaligen Einkommen ins Verhältnis setze, muss ich
feststellen, dass mein täglich Brot heute billiger ist als in der "guten
alten" DDR. Manches, z.B. Butter, war mit 2,50 M sogar absolut teuerer
als heute, Genussmittel wie Schokolade, Schnaps etc. sowieso.
> Dann werden wir hier Szenen erleben, die wir bis jetzt nur von alten
> Fotos aus dem Warschauer Ghetto oder auch den Dürrekatastrophen im Sahel
> in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts kannten: zu
> Skeletten abgemagerte Kinder, die sterbend auf den Bürgersteigen
> liegen... die Oberschicht wird sich in Gated Communities verschanzen und
> sich die Hungernden mittels privater Todesschwadronen vom Leib halten -
> heute schon Realität z. B. in Brasilien!
Auf jeden Fall bereitet sich die Oberschicht schon jetzt auf diesen Fall
vor. Wegen ein paar wild gewordener Muslime lässt sich MfS[chäuble] die
Online-Durchsuchung ganz gewiss nicht vom Parlament absegnen.
--
Bis bald in der DDR v2.0 Christoph Maercker.
Eine gewisse Partei hat vor nunmehr zehn Jahren den halben Preis genannt
und zugleich einen Stufenplan vorgelegt. Also nicht so wie BLÖD & Co.
geschrieben haben, ab morgen 5,- DM/l, sondern schön etappenweise, damit
unsere ach so innovative Autoindustrie mit der Entwicklung sparsamerer
Blechsärge nachkommt. Heute haben wir jene Entwicklung, die seinerzeit
die Grünen eine Menge Wählerstimmen gekostet hat, spontan über
Markt-Mechanismen bzw. -spekulationen, nur ohne dass sich die Wirtschaft
entsprechend vorbereitet hat.
Heute bedarf es keiner Parteien mehr, um die Spritpreise nach oben zu
treiben. Umso mehr einer Wirtschaft, die effizientere Technik anbietet.
Die Entscheidung fällt also weniger an der Wahlurne als an der Ladenkasse.
--
CU Christoph Maercker.
RADWEGE sind TODSICHER!
> Hans Holbein wrote:
> > Obwohl ich beruflich angewiesen bin, mit dem Auto unterwegs zu sein, bin
> > ich für einen Spritpreis von wenigstens 5.- Eur.
>
> Eine gewisse Partei hat vor nunmehr zehn Jahren den halben Preis genannt
> und zugleich einen Stufenplan vorgelegt.
Ja, das war z.B. die zuständige Arbeitsgruppe in der CSU.
Es war ja auch kein großes Geheimnis, sondern IIRC eine
Handlungsempfehlung der OECD. Irgendwo hab ich noch einen alten Artikel
von einem ehemaligen Physikprof von mir (Gustav M. Obermair, damals
Mitglied in der zuständigen OECD-Arbeitsgruppe) dazu, wo darauf IIRC
auch eingegangen wird...
Ah, hier: "Jarass, L., Obermair, G. M. (1994): Steuer- und
Abgabenbelastung seit 1970 im internationalen Vergleich. Zum Programm
einer sozial-ökologischen Steuerreform. In: Internationales Steuerrecht.
Monatsschrift für europäische und internationale Steuer- und
Wirtschaftsberatung. 3. Jahrg., Heft 10: 515 - 520." (*)
> Also nicht so wie BLÖD & Co.
> geschrieben haben, ab morgen 5,- DM/l, sondern schön etappenweise, damit
> unsere ach so innovative Autoindustrie mit der Entwicklung sparsamerer
> Blechsärge nachkommt. Heute haben wir jene Entwicklung, die seinerzeit
> die Grünen eine Menge Wählerstimmen gekostet hat,
Interessanterweise nicht der CSU. Warum?
Ingo.
(*) Trotz Ruhestand publiziert er anscheinden noch weiter zum Thema
Steuern mit Steuern und Steuergerechtigkeit.
<http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/dgbsteuerpolitikv2_3.pdf>
erscheint mir ganz interessant zum Lesen.
Du bewegst alle Muskeln beim Fahrradfahren? Oder warum bist du dir da so
verdammt sicher?
>> Anders gesagt: Klar. Weil du es dir vorher angefressen hast.
>
> Dann muesste ich deutlich abnehmen. Bei einer 6-woechigen Tour mit
> 4100km Laenge habe ich nicht abgenommen, und ich habe auch nicht pro
> Tag 1-2kg Mais zusaetzlich gegessen.
Solltest du vielleicht machen. Dann sparst du an dem anderen Kram.
Krischan
Nur hat die Allgemeinheit nix davon, sondern Spekulanten machen den Reibach.
Im Wahlprogramm?? :-)
> Es war ja auch kein großes Geheimnis, sondern IIRC eine
> Handlungsempfehlung der OECD.
> Ah, hier: "Jarass, L., Obermair, G. M. (1994): Steuer- und
> Abgabenbelastung seit 1970 im internationalen Vergleich. Zum Programm
> einer sozial-ökologischen Steuerreform. In: Internationales
> Steuerrecht.
> Monatsschrift für europäische und internationale Steuer- und
> Wirtschaftsberatung. 3. Jahrg., Heft 10: 515 - 520." (*)
d.h. auch die Grünen haben diese Preisempfehlung seinerzeit nicht
erfunden. Neu war die Idee, ökologische Probleme über den ökonomischen
Hebel zu lösen, in den 1990ern wirklich nicht mehr.
>> Also nicht so wie BLÖD & Co.
>> geschrieben haben, ab morgen 5,- DM/l, sondern schön etappenweise, damit
>> unsere ach so innovative Autoindustrie mit der Entwicklung sparsamerer
>> Blechsärge nachkommt. Heute haben wir jene Entwicklung, die seinerzeit
>> die Grünen eine Menge Wählerstimmen gekostet hat,
> Interessanterweise nicht der CSU. Warum?
Deshalb meine verdutzte Frage: Hatte die CSU das wirklich im
Wahlprogramm oder wurde es nur intern diskutiert? Letzeres ist mir
durchaus nicht verborgen geblieben.
> <http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/dgbsteuerpolitikv2_3.pdf>
> erscheint mir ganz interessant zum Lesen.
Danke.
>>Mit weniger Mais oder weniger Kalorien?
>
> Beides. Laut http://en.wikipedia.org/wiki/Maize haben 100g Zuckermais
> 90kcal. Meine zusaetzliche Nahrungsaufnahme an dem Tag war deutlich
> weniger als 1800-3600kcal. Einmal ganz abgesehen davon, dass
> Zuckermais wohl mehr Wasser enthaelt als das, was fuer die
> Bioethanol-Produktion verwendet wird, und daher weniger kcal/g.
Trockener Mais (87%TS) liefert wie die meisten anderen Getreide auch, etwa
11MJ/kg. (1kcal~4,2KJ)
Der Nachteil von Mais liegt im niedrigen Tryptophangehalt. Dies kann bei
einseitiger Maisernährung zu Niacin (Vitamin B3) Mangel führen.
Mit einem Kilo Mais kann man bei 120 Watt etwa 100km fahren. (1,25% Steigung
5kmh Wind 15kg Fahrrad) (lt. Kreuzotter.de)
Leicht unterschätzt wird der Energieeintrag, den man z.B. durch Fruchtsäfte
aufnimmt. 6l liefern genug Energie für 100km.
--
Servus
MM
> Trockener Mais (87%TS) liefert wie die meisten anderen Getreide auch,
> etwa 11MJ/kg. (1kcal~4,2KJ)
> Mit einem Kilo Mais kann man bei 120 Watt etwa 100km fahren. (1,25%
> Steigung 5kmh Wind 15kg Fahrrad) (lt. Kreuzotter.de)
>
> Leicht unterschätzt wird der Energieeintrag, den man z.B. durch
> Fruchtsäfte aufnimmt. 6l liefern genug Energie für 100km.
Mit 1kg Popcorn und 6l Apfelsaft im Magen kommt man sicherlich keine
200km weit. Das reicht höchstens bis zur nächsten Toilette.
100km fährt man mit einer Stulle, vielleicht noch einem süßen Teilchen
und einer Flasche Wasser. Der zusätzliche Bedarf gegenüber einem Tag am
Schreibtisch geht im Rauschen unter.
Günther
Ich füttere mit dem Mais auch lieber den Ochsen, und esse später dessen
Koteletts. Ein ordentliches Ochsenkotelett liefert auch genug Kraft für
eine Alpenetappe.
--
Servus
MM
Günther Schwarz schrieb:
> Mit 1kg Popcorn und 6l Apfelsaft im Magen kommt man sicherlich keine
> 200km weit. Das reicht höchstens bis zur nächsten Toilette.
Unter die nächste Ahrbrücke und dann direkt ins Wasser abgedrückt,
braaaaatsch... der Hungerast (und sei es nur rein psychologisch bedingt)
ist da vorprogrammiert!
> 100km fährt man mit einer Stulle, vielleicht noch einem süßen Teilchen
> und einer Flasche Wasser. Der zusätzliche Bedarf gegenüber einem Tag am
> Schreibtisch geht im Rauschen unter.
*Eine* Flasche Wasser? Ich bin Ende August 2001 von Köln nach Wesel
gefahren (ca. 120 km) und habe auf der Tour locker 8 Liter Wasser in
mich reingeschüttet... o.k., es war ein ziemlich heißer Tag,
schätzungsweise 35°C am Nachmittag, aber der Drei-Liter-Yadgar dürfte
auch so unrealistisch sein! Bin ja mal gespannt, wie das morgen auf der
Tour nach Altena sein wird... ich habe mir jedenfalls drei
1,5-Liter-Flaschen Mineralwasser besorgt!
Bis bald auf www.khyberspace.de
oder auch www.bergisch-afghanistan.de!
Yadgar
Michael Manner schrieb:
> Ich füttere mit dem Mais auch lieber den Ochsen, und esse später dessen
> Koteletts. Ein ordentliches Ochsenkotelett liefert auch genug Kraft für
> eine Alpenetappe.
Energieverschwender! Ein paar hundert Millionen
Mittelschicht-Drittweltler denken mittlerweile genauso... das Ergebnis
sieht man sogar hierzulande an der Supermarktkasse (ironischerweise wird
ausgerechnet Fleisch nicht nennenswert teurer...)! Also, mich hat mein
Herzkönig mittlerweile vom Vegetarismus (nicht Veganismus, der ist ihm
dann doch etwas zu überspannt) überzeugt!
Bis bald auf www.khyberspace.de bzw. www.bergisch-afghanistan.de!
Yadgar
100km am Tag? Mit dem Rennrad und einigermaßen ebenem Gelände wären das
drei Stunden am Tag bei mäßigem Krafteinsatz -- kein Grund um
abzunehmen. Laut Kreuzotter (Standardeinstellung) und Kalorientabelle
hättest du den Energieverbrauch durch drei Nussecken täglich locker
gedeckt.
Falls du die Strecke eher auf Schotterpisten im Hochgebirge mit dem MTB
zurückgelegt hast, müsstest du einen sehr viel größeren Hunger
entwickelt haben als üblich...
Erik
Erik Buchmann schrieb:
> 100km am Tag? Mit dem Rennrad und einigermaßen ebenem Gelände wären das
> drei Stunden am Tag bei mäßigem Krafteinsatz -- kein Grund um
> abzunehmen. Laut Kreuzotter (Standardeinstellung) und Kalorientabelle
> hättest du den Energieverbrauch durch drei Nussecken täglich locker
> gedeckt.
Könnte es sein, dass hierzugroup hauptsächlich turbo-optimierte, sich
größtenteils von Energie-Gel (bäh!) ernährende Hochleistungssportler
verkehren, keinesfalls aber Alltagsradler, die an 100 km üblicherweise
sieben bis acht Stunden kurbeln?
Stefan Schulze schrieb:
>> keinesfalls aber Alltagsradler, die an 100 km üblicherweise sieben bis
>> acht Stunden kurbeln?
>
> Mit etwas Übung geht das auch etwas schneller.
Mit 10 und mehr Kilo Gepäck? Durch Westerwald, Sauerland, Alpen und
Hindukusch? Selbst als ich noch jünger und schlanker war (80-85 kg) war
an viel mehr als einen 15er Schnitt auf ganztägigen Touren nicht zu
denken... oder liegt es daran, dass ich immer nur auf Billigrädern (und
eben nicht hochgezüchteten Supertourern) durch die Weltgeschichte
pedaliert bin? Wieviel km/Woche "übst" du denn so?
Bis bald im Khyberspace!
Yadgar
Now playing: Galaxisweit (Blue Inu)
> High!
>
> Michael Manner schrieb:
>
>> Ich füttere mit dem Mais auch lieber den Ochsen, und esse später dessen
>> Koteletts. Ein ordentliches Ochsenkotelett liefert auch genug Kraft für
>> eine Alpenetappe.
>
> Energieverschwender!
[1]
> Ein paar hundert Millionen
> Mittelschicht-Drittweltler denken mittlerweile genauso...
Ich vergönn es ihnen von Herzen.
> das Ergebnis
> sieht man sogar hierzulande an der Supermarktkasse
Ich vermute dass sich hier vor allem der Abbau von Exportsubventionen, und
die Gegenbewegung zum Lagerabbau auswirken. Viele Großverbrauche haben in
den Jahren die teure Lagerhaltung von Getreide aufgegeben, und haben ihren
zukünftigen Bedarf im Voraus durch Börsengeschäfte abgesichert. In der
Folge waren die Preise lange unter dem für das Gleichgewicht notwendigen
Niveau. Nun müssen die realen Lager wieder gefüllt werden. Das treibt die
Preise nach oben.
Die Verspritung von Getreide hat bisher nur marginale mengenmäßige
Bedeutung.
> (ironischerweise wird
> ausgerechnet Fleisch nicht nennenswert teurer...)!
Dort gibt es noch immer Exportsubventionen, die den Weltmarktpreis, und als
Gegenbewegung auch den Inlandpreis auf Dumpingniveau drücken.
> Also, mich hat mein
> Herzkönig mittlerweile vom Vegetarismus (nicht Veganismus, der ist ihm
> dann doch etwas zu überspannt) überzeugt!
[1] Ich fürchtete schon dir gefällt nicht dass ich /Ochsenfleisch/
bevorzuge. Das Ochsenkotelett wird energiesparend nur sehr kurz, sehr stark
erhitzt.
> > 100km am Tag? Mit dem Rennrad und einigermaßen ebenem Gelände wären das
> > drei Stunden am Tag bei mäßigem Krafteinsatz
>
> Könnte es sein, dass hierzugroup hauptsächlich turbo-optimierte, sich
> größtenteils von Energie-Gel (bäh!) ernährende Hochleistungssportler
> verkehren, keinesfalls aber Alltagsradler, die an 100 km üblicherweise
> sieben bis acht Stunden kurbeln?
Du hast wohl oben das wesentliche ueberlesen:
"Rennrad und einigermaßen ebenem Gelände"
Das schafft jeder halbwegs fitte gesunde Radfahrer, wenn er mit einem
Rennrad klarkommt. Oder man nimmt noch schnellere Raeder fuer weniger
Krafteinsatz.
Mit 20 kg Reisegebaeck und Brezellenker brauchts dann tatsaechlich einen
echten Sportler um diese Leistung zu bringen.
--
+ Ulli Horlacher + fram...@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +
In deinem Fall trifft "turbo-optimiert" es doch ganz gut ;-)
> >> Eine gewisse Partei hat vor nunmehr zehn Jahren den halben Preis genannt
> >> und zugleich einen Stufenplan vorgelegt.
> > Ja, das war z.B. die zuständige Arbeitsgruppe in der CSU.
>
> Im Wahlprogramm?? :-)
Weiß ich nicht mehr. Aber spielt das eine Rolle? Welche Partei hält sich
an ihr Wahlprogramm?
> > Es war ja auch kein großes Geheimnis, sondern IIRC eine
> > Handlungsempfehlung der OECD.
[...]
> d.h. auch die Grünen haben diese Preisempfehlung seinerzeit nicht
> erfunden. Neu war die Idee, ökologische Probleme über den ökonomischen
> Hebel zu lösen, in den 1990ern wirklich nicht mehr.
Ja, nennt sich sozial-ökologische Marktwirtschaft.
[...]
> >> Heute haben wir jene Entwicklung, die seinerzeit
> >> die Grünen eine Menge Wählerstimmen gekostet hat,
>
> > Interessanterweise nicht der CSU. Warum?
>
> Deshalb meine verdutzte Frage: Hatte die CSU das wirklich im
> Wahlprogramm oder wurde es nur intern diskutiert? Letzeres ist mir
> durchaus nicht verborgen geblieben.
Eben, es ging damals quer durch die Presse.
Mir erscheinen drei Erklärungen möglich:
i) Die Grünen sind die echte Autofahrerpartei,
ii) die Stimmenverluste kamen nicht durch diese Entscheidung, sondern
durch den medialen Aufschrei danach
iii) oder durch das Umfallen der Grünen nach dem Aufschrei.
Ingo.
Vielleicht war gemeint, dass für 1kg Fleisch 10kg Futter vom Tier zu
fressen sind. Fleischfresserei ist schon eine Energieverschwendung.
Tho"Fleisch aufm Teller ist gelegentlich aber schon was Feines"mas.
>
> Ich füttere mit dem Mais auch lieber den Ochsen, und esse später dessen
> Koteletts. Ein ordentliches Ochsenkotelett liefert auch genug Kraft für
> eine Alpenetappe.
>
>
Ich danke für diesen Beitrag.
Das musste aber mal gesagt werden!
Mir stehen die Müsliriegel bis dahin!
Ich nehm übrigens nun die Day-Plus Cherry-Cranberry Fitness Bars vom
Zielpunkt, die sehen aus wie rohes Fleisch in Hostie.
Erhebend.
Genügend Energiegehalt, um die Langeweile der Strecke von Wien nach
Tulln zu ertragen.
> Du hast wohl oben das wesentliche ueberlesen:
> "Rennrad und einigermaßen ebenem Gelände"
>
> Das schafft jeder halbwegs fitte gesunde Radfahrer, wenn er mit einem
> Rennrad klarkommt. Oder man nimmt noch schnellere Raeder fuer weniger
> Krafteinsatz.
Was?
100 KM in 3h? Da fehlen ganz sicher noch die Parameter:
- min. 50% Windschatten über die Zeit
- vorfahrtsorientierte holperfreie Strecke
- 0 Pausen
[...]
> Vielleicht war gemeint, dass für 1kg Fleisch 10kg Futter vom Tier zu
> fressen sind.
Welches Tier? Ich kenne 1:2 für Hühner (also 1kg Futter = 500g Fleisch)
und 1:7 für Rinder. Quellen dafür habe ich auf die Schnelle aber nicht
gefunden.
Wobei ich mich gerade frage wie sinnvoll es ist hier nach Gewicht des
Futters und nicht nach seinem Energieinhalt zu gehen. Die Hühner kriegen
die Körner, die Ochsen die Stengel...
Ingo.
Was sie hinterher machen, spielt in der Tat keine Rolle. *Vor* einer
Wahl beeinflussen solche Ankündigungen schon eher, wieviele Kreuzchen
eine Partei bekommt.
[CSU für 5,-DM/l]
> Eben, es ging damals quer durch die Presse.
Durch die bayrische vielleicht deutlich öfter als durch die hiesige. Bei
uns wurde jedenfalls erst lange nach dem damaligen Verriss des grünen
Wahlprogramms bekannt, dass konservative Parteien Gleiches fordern.
> Mir erscheinen drei Erklärungen möglich:
> i) Die Grünen sind die echte Autofahrerpartei,
Noch nicht. Vielleicht werden sie es eines Tages im Zusammenhang mit
Elektro-Autos.
> ii) die Stimmenverluste kamen nicht durch diese Entscheidung, sondern
> durch den medialen Aufschrei danach
Mir haben etliche Leute erklärt, wer 5,- DM/Liter fordert, sei nicht
wählbar.
> iii) oder durch das Umfallen der Grünen nach dem Aufschrei.
betr. evtl. einige grüne Stammwähler.
Christoph Maercker schrieb:
> In den letzten 40 Jahren ist eher das Gegenteil passiert: Lebensmittel
> sind im Vergleich den übrigen Lebenshaltungskosten immer billiger
> geworden. Sogar dann, wenn ich die stark gestützten Preise zu DDR-Zeiten
> zu meinem damaligen Einkommen ins Verhältnis setze, muss ich
> feststellen, dass mein täglich Brot heute billiger ist als in der "guten
> alten" DDR. Manches, z.B. Butter, war mit 2,50 M sogar absolut teuerer
> als heute, Genussmittel wie Schokolade, Schnaps etc. sowieso.
Hallo,
und vor kurzen hieß es in den Nachrichten von 2000 bis heute hättes es
eine Preissteigerung bei Lebensmitteln um 75 % gegeben.
Bye
Michael Manner schrieb:
> Ich füttere mit dem Mais auch lieber den Ochsen, und esse später dessen
> Koteletts. Ein ordentliches Ochsenkotelett liefert auch genug Kraft für
> eine Alpenetappe.
Hallo,
so geht dann etliches von der Energie im Mais verloren. Das Eiweiß und
Fett aus dem Kotelett ist auch nicht besonders günstig für die
Energiebereitstellung. Zur Deckung des Eiweißbedarfs würde schon ein
kleines Stückchen von dem ordentlichen Kotelett reichen.
Bye
> Mit 10 und mehr Kilo Gepäck? Durch Westerwald, Sauerland, Alpen und
> Hindukusch? Selbst als ich noch jünger und schlanker war (80-85 kg) war
> an viel mehr als einen 15er Schnitt auf ganztägigen Touren nicht zu
> denken... oder liegt es daran, dass ich immer nur auf Billigrädern (und
> eben nicht hochgezüchteten Supertourern) durch die Weltgeschichte
> pedaliert bin? Wieviel km/Woche "übst" du denn so?
Vor etwas weniger als zwei Jahren bin ich das erste Mal längere Strecken
mit Gepäck gefahren. Damals bin ich außer den üblichen Alltagswegen
garnicht gefahren, kam also auf vielleicht 10km/Tag.
Während der Reise hatte ich einige Kilo Gepäck dabei, 10kg waren es
bestimmt, eher deutlich mehr. Alleine das Zelt wiegt schon mehrere Kilo.
Ich bin damals üblicherweise etwas unter 20km/h gefahren, auf überwiegend
asphaltierten Straßen, gelegentlich auch mal Radwege und Trampelpfade. Und
ja, Westerwald und Sauerland waren dabei, wenngleich in umgekehrter
Richtung, Alpen und Hindukusch aber zu weit weg.
Tobi
> Ingo Keck wrote:
[...]
> > Weiß ich nicht mehr. Aber spielt das eine Rolle? Welche Partei hält sich
> > an ihr Wahlprogramm?
>
> Was sie hinterher machen, spielt in der Tat keine Rolle. *Vor* einer
> Wahl beeinflussen solche Ankündigungen schon eher, wieviele Kreuzchen
> eine Partei bekommt.
Glaub ich nicht. Wer interessiert genug ist, die Wahlprogramme zu
vergleichen, dem fällt auch hinterher auf, was davon umgesetzt wird und
was nicht und was davon im Widerspruch zu dem steht, was gemacht wird.
> [CSU für 5,-DM/l]
> > Eben, es ging damals quer durch die Presse.
>
> Durch die bayrische vielleicht deutlich öfter als durch die hiesige.
Außerhalb Bayerns kann man aber auch keine CSU wählen. Spielt also keine
Rolle.
> Bei
> uns wurde jedenfalls erst lange nach dem damaligen Verriss des grünen
> Wahlprogramms bekannt, dass konservative Parteien Gleiches fordern.
Hatte es irgendwelche Auswirkungen?
[...]
> > ii) die Stimmenverluste kamen nicht durch diese Entscheidung, sondern
> > durch den medialen Aufschrei danach
>
> Mir haben etliche Leute erklärt, wer 5,- DM/Liter fordert, sei nicht
> wählbar.
Und das waren Leute, die die Grünen wählen wollten? Waren das die
selben, die Radwege fordern, um vom Auto aufs Rad umzusteigen?
> > iii) oder durch das Umfallen der Grünen nach dem Aufschrei.
>
> betr. evtl. einige grüne Stammwähler.
Also das waren dann sicher Grünen-Wähler.
Ingo.
100km mit mehr als 33km/h realem Schnitt? Get real...
--
MfG/Best regards
helmut springer panta rhei
Mit zwei Fahrern auf dem Rennrad könnte ich mir das vorstellen ;)
Zum einen war davon nicht die Rede. Zum anderen wuerde Dich
Kreuzotter damit noch immer auf ~140W pro Fahrer bringen.
Auch 140W ueber 3h duerften "halbwegs fitte gesunde Radfahrer" nicht
so einfacht als "maessiger Krafteinsatz" aufbringen.
Irgendwo muss man ja mal anfangen. Ich hab mir für eine 1.5-Tagestour
Erfurt->Würzburg im Hochsommer zwei 1,5l Colaflaschen von einem Freund
mitgenommen. Und ihm den Pfand nicht ersetzt. Das geht aber nur unter
Freunden.
Krischan
> Preuß: Selbstverständlich können sie das. Wir haben im sudanesichen
> Darfur derzeit etwa 220 Gramm Mais zur Verfügung, um einen Flüchtling
> einen Tag zu ernähren. Wenn sie diese Menge in Bioethanol umwandeln,
> bekommen Sie etwa 85 Milliliter. Und diese 85 Milliliter genügen, um ein
> Auto etwa 940 Meter weit zu fahren. Wenn Sie diese Strecke mit dem
> Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen, haben Sie schon einen kleinen Beitrag
> geleistet, dass diese Menge nicht vom Weltmarkt genommen wird. [...]"
Die Argumentation scheint davon auszugehen, dass es weltweit nicht genug
Lebensmitel gibt, um z.B. die Menschen in Darfur zu ernähren. Das ist
angesichts der landwirtschaftlichen Überproduktion in den westlichen
Industrienationen mehr als fraglich. Vielmehr ist es doch so, dass das
Futter nur nicht richtig verteilt wird.
Was hat denn nun der Drafurer vom Radeln? Schickt ihm jemand den Mais,
der nicht methanolisiert wird? Hatten die Menschen in Darfur und
anderswo mehr zu essen, als kosequent fosile Brennstoffe verfahren
wurden?
Na dann flieg ich doch besser die 940 m, so lange ich dabei kein
Bio-Kerosin verfliege, ahben alle genug zu essen.
hs
Davon war nicht die Rede.
Wenn du mal ein bisschen mit Kreuzotter spielst, stellst du fest, dass
du auf ebener Strecke für einen 33er Schnitt auf dem Rennrad genausoviel
Energie investieren musst wie für einen 26er Schnitt auf einem MTB mit
Tourenreifen. Das kann ich gefühlt bestätigen - wenn man vom einem
Tourenrad aufs Rennrad steigt, dreht man sich dauernd um und sucht den
Motor :-)
> an viel mehr als einen 15er Schnitt auf ganztägigen Touren nicht zu
> denken... oder liegt es daran, dass ich immer nur auf Billigrädern (und
Das ist bei mir im Schwarzwald mit Gepäck nicht anders. Darum schrieb
ich ja extra von "Rennrad und einigermaßen ebenem Gelände".
> eben nicht hochgezüchteten Supertourern) durch die Weltgeschichte
> pedaliert bin? Wieviel km/Woche "übst" du denn so?
Relativ preiswertes, selbst zusammengeschraubtes MTB. Mit Tagesgepäck
fahre ich 100km und 1600hm auf Waldwegen und Schotterpisten gemütlich
zwischen Mittagessen und Einbruch der Dunkelheit. Also kein
Supersportler, kein tolles Rad, keine Power-Riegel. Trotzdem reichts,
auf einem Rennrad auf ebener Strecke ein Marschtempo deutlich über
30km/h über mehrere Stunden durchzuhalten, bis es mir im Kreuz von der
ungewohnt tiefen Haltung unangenehm wird.
Erik
> Now playing: Galaxisweit (Blue Inu)
*igitt* das ist ja total OT!
Now playing: Windrider (Ensiferum)
Die Jungs waren gestern in Ludwigsburg; wirklich großartiges Konzert :-)
> Ulli Horlacher <fram...@tandem-fahren.de> wrote:
>>> > 100km am Tag? Mit dem Rennrad und einigermaßen ebenem Gelände wären
>>> > das drei Stunden am Tag bei mäßigem Krafteinsatz
> [...]
>> Das schafft jeder halbwegs fitte gesunde Radfahrer, wenn er mit einem
>> Rennrad klarkommt.
>
> 100km mit mehr als 33km/h realem Schnitt? Get real...
jaja, die Spanne ist tatsächlich weit.
1986 oder 1987, Tour de Watt, 121km in 4h3min mit einem damals üblichen
'Tourensportrad', also 52/39 und 5fach 14/28, Schutzbleche, Gebäckträger,
Körbchen, Licht. War die Zeit, wo Biopace grad ein Modewort war und
Papageien eben rumeierten. Bis auf die Gruppe Vegesacker Radsportler, die
in der Gruppe tatsächlich nahe an 40km/h fuhren, gab es nur vereinzelt
welche di mich überholten. Alle etwa alle 30km gab es eine kurze Rast mit
gelben Drinks und Bananen.
Dann erinner ich mich an Bremerhaven -> Eckernförde, 200km in 14h mit
insgesamt 3,5h Pausen.
Jetzt fahre ich mit Gebäck im Hügeligen bei Gegenwind Schnitte um die
20km/h, wenn Anfang und Ziel ungefähr gleich hoch liegen. Weimar ->
Masserberg sind ~80km, rauf 4h, runter unter 3h. Bei abendlichen
Rundkursen (20-60km) steht immer was zwischen 23 und 29 km/h als Mittel
auf der Uhr, hinzu kommt meist noch eine Pinkelpause.
Aber dies als leicht geringfügig übergewichtiger gealteter Sack (BMI
26-27), mit einem gealterten und übergewichtigen Easy Racer Tour Easy
(26kg).
Aber ich bin auch sehr interessiert daran mein Aktionsradius mit dem Rad
zu erweitern, einmal durch physische Maßnahmen, insbesondere
Kreislauftraining und technische Maßnahmen insbesondere eine noch
angenehmere Fahrposition und geringeren cwA Wert.
ervin
--
Ervin Peters
Paul-Klee-Str. 10
99425 Weimar
+49 172 2043926
>Ingo Keck wrote:
>> ii) die Stimmenverluste kamen nicht durch diese Entscheidung, sondern
>> durch den medialen Aufschrei danach
>
>Mir haben etliche Leute erkl�rt, wer 5,- DM/Liter fordert, sei nicht
>w�hlbar.
Waren das Leute, die schonmal Gr�ne gew�hlt hatten, oder das ernsthaft
in Erw�gung zogen?
mfg, elke
> Gᅵnther Schwarz schrieb:
>> 100km fᅵhrt man mit einer Stulle, vielleicht noch einem sᅵᅵen
>> Teilchen und einer Flasche Wasser. Der zusᅵtzliche Bedarf gegenᅵber
>> einem Tag am Schreibtisch geht im Rauschen unter.
>
> *Eine* Flasche Wasser? Ich bin Ende August 2001 von Kᅵln nach Wesel
> gefahren (ca. 120 km) und habe auf der Tour locker 8 Liter Wasser in
> mich reingeschᅵttet... o.k., es war ein ziemlich heiᅵer Tag,
> schᅵtzungsweise 35ᅵC am Nachmittag, aber der Drei-Liter-Yadgar dᅵrfte
> auch so unrealistisch sein!
Ich war eher von dem gegenwᅵrtigen Wetter ausgegangen. Da bekomme ich
auf so einer Strecke keine vier Flaschen runter.
> Bin ja mal gespannt, wie das morgen auf
> der Tour nach Altena sein wird... ich habe mir jedenfalls drei
> 1,5-Liter-Flaschen Mineralwasser besorgt!
ᅵberflᅵssiges Gewicht. Wozu gibt es Brunnen und Tankstellen?
Gᅵnther
> Und du hast auch die Zeit dafür?
Die nehme ich mir, wenn es doch für einen guten Zweck ist.
hs
Nein. Aber wenn Mais nicht methanolisiert wird, liegt er herum, die
Nachfrage sinkt (ist ja bereits gesunken), der Weltmarkpreis sinkt, der
Importpreis f�r Leute in Darfur sinkt.
H�tte ich mir auch nicht tr�umen lassen, dass tats�chlich mal ein Kind
in Nicaragua verhungern k�nnte, weil ich meine Stulle nicht aufesse
sondern in den Tank stecke. Die DDR-Propaganda hatte ja fast recht ;)
WIESO die Menschen in Darfur den Mais nicht selber herstellen ist klar.
Wieso etwaig noch in Mexiko produzierende Bauern ihren Mais lieber an
subventionierte Sprithersteller in den USA verkaufen als an ihre
tortillafreudigen Landsleute ist aber leider auch klar.
> Hatten die Menschen in Darfur und
> anderswo mehr zu essen, als kosequent fosile Brennstoffe verfahren
> wurden?
Ja. Bl�derweise schon. Weil wir bereit sind einen weit h�heren Anteil
unseres Einkommens f�r die Transportf�higkeit auszugeben als f�r unsere
Ern�hrung.
Jetzt ist Transport mit Mampf verbunden. Und dadurch schie�t jetzt eben
der Preis f�r Nahrung in die H�he, was uns wenig kratzt.
Au�erdem werden Rohstoffe, auch Mais, inzwischen halt dermassen offen
auf dem Weltmarkt gehandelt, dass selbst die Eigenerzeugung davon
beeinflusst wird.
Krischan
Letzteres auf jeden Fall.
--
CU Christoph Maercker.
RADWEGE sind TODSICHER!
Ich w�re mir nicht so sicher, ob in Nord- und Ostdeutschland so genau
zwischen CSU und CDU unterschieden wird. Aus hiesiger Sicht ist das
alles ein Filz. ;-)
>> Bei
>> uns wurde jedenfalls erst lange nach dem damaligen Verriss des gr�nen
>> Wahlprogramms bekannt, dass konservative Parteien Gleiches fordern.
> Hatte es irgendwelche Auswirkungen?
Konnte kaum noch welche haben, die Wahl war gelaufen, bevor das wirklich
publik wurde.
[Mir haben etliche Leute erkl�rt, wer 5,- DM/Liter fordert, sei nicht
w�hlbar.]
> Und das waren Leute, die die Gr�nen w�hlen wollten?
Ohne die 5,-DM-Forderungen w�ren die Gr�nen bei ihnen erkl�rterma�en in
die engere Wahl gekommen. Wer nur diese "objektiven" Pressemeldungen
kannte (und das waren die meisten), musste glauben, wenn die Gr�nen
heute an die Macht kommen, kostet der Liter Benzin morgen f�nf Mark.
> Waren das die
> selben, die Radwege fordern, um vom Auto aufs Rad umzusteigen?
Haben wir damals nicht diskutiert.
>>> iii) oder durch das Umfallen der Gr�nen nach dem Aufschrei.
>> betr. evtl. einige gr�ne Stammw�hler.
> Also das waren dann sicher Gr�nen-W�hler.
Ja klar. Die "gr�ne Basis" hat die Idee 5,- DM/l f�r gut befunden. In
diesen Kreisen ist mir jedenfalls niemand begegnet, der das rundweg
abgelehnt hat. Die kannten das ganze Konzept, was dahinter steht und
nicht nur die Klosett-Parolen gewisser K�sebl�tter.
Das sollte sich unschwer ᅵberprᅵfen lassen. Fᅵr Butter stimmt es schon
mal nicht, die kostet hier seit kurzem wieder genau das, was sie
jahrelang in etwa gekostet hat, nᅵmlich 80-1 Cent. Mitte 2007 kᅵnnten
75% schon eher gestimmt haben, aber auch nur fᅵr Milchprodukte und ein
paar andere Sachen.
BTW: War Fleisch von den Preissteigerungen ᅵberhaupt nennenswert
betroffen? Als Beinahe-Vegetarier krieg ich das nicht so mit. ;-)
*Dort* liegt das grᅵᅵere Problem: 7kg Soja durch einen Tiermagen gejagt
sind billiger als 1kg Soja im Laden gekauft!!
Es geht bei der Ermittlung der Preissteigerung aber nicht nur um Butter
oder Milchprodukte. Siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Warenkorb
Erik (ob der die persönlichen Ausgaben widerspiegelt ist allerdings eine
andere Frage)
> Thu, 17 Apr 2008 00:04:35 +0200, Michael Manner:
>
>>Günther Schwarz wrote:
>>
>>> Michael Manner hatte geschrieben:
>>>
>>>> Trockener Mais (87%TS) liefert wie die meisten anderen Getreide auch,
>>>> etwa 11MJ/kg. (1kcal~4,2KJ)
>>>
>>>> Mit einem Kilo Mais kann man bei 120 Watt etwa 100km fahren. (1,25%
>>>> Steigung 5kmh Wind 15kg Fahrrad) (lt. Kreuzotter.de)
>
>
>>Ich füttere mit dem Mais auch lieber den Ochsen, und esse später dessen
>>Koteletts. Ein ordentliches Ochsenkotelett liefert auch genug Kraft für
>>eine Alpenetappe.
>
> Mit dem Fitzelchen Ochsenfleisch, was nach verfüttern des 1kg Mais an
> jenen mehr übrig bleibt, kommst Du nicht weit.
So wenig ist das gar nicht. Ochsen wachsen zwar langsam, aber wenn man
bedenkt, dass zu dem 1kg Mais auch noch der Rest der Pflanze hinzu kommt,
dazu noch eine Menge Gras oder Heu, die kein Mensch direkt essen könnte,
zusammen wird aus dem einen Kilo Mais schon eine recht ordentliche Mahlzeit.
Die Kosten für die dafür notwendigen Rohstoffe liegen nicht höher als die
Preise die meisten Menschen für eine Flasche Wasser im Supermarkt auszugeben
bereit sind.
Übrigens, die Zahl, dass man mit Fleischernährung 7 mal so viel Fläche
benötigt als bei vegetarischer Ernährung erinnert doch sehr an die sattsam
bekannten 85%!
Wieviele Hektar Almwiesen benötigt ein Veganer um satt zu werden?
--
Servus
MM
>> Ich füttere mit dem Mais auch lieber den Ochsen, und esse später dessen
>> Koteletts. Ein ordentliches Ochsenkotelett liefert auch genug Kraft für
>> eine Alpenetappe.
> so geht dann etliches von der Energie im Mais verloren.
> Das Eiweiß und
> Fett aus dem Kotelett ist auch nicht besonders günstig für die
> Energiebereitstellung. Zur Deckung des Eiweißbedarfs würde schon ein
> kleines Stückchen von dem ordentlichen Kotelett reichen.
Fleisch kann nicht so schnell verdaut werden, wie leicht aufschließbare
Kohlenhydrate, folglich kann man über Kohlenhydrate mehr Energie aufnehmen,
als Eiweis. Dies hat aber nur Bedeutung, wenn die Verdauung die
leistungsbegrenzende Größe ist, also wenn man so viel Energie aufnehmen
muss, wie TdF Fahrer während der Bergetappen.
Unterhalb dieser Extremwerte hat Fleisch, da es langsamer verdaut wird als
Kohlenhydrate und Fette, eine länger sättigende Wirkung.
(Bauarbeiter reagieren mit stark reduzierter Leistung wenn man ihnen anstatt
einer ordentlichen Fleischmahlzeit, irgendwelche Mehlspeisen anbietet.)
--
Servus
MM
>Uwe Hercksen wrote:
>
>>> Ich füttere mit dem Mais auch lieber den Ochsen, und esse später dessen
>>> Koteletts. Ein ordentliches Ochsenkotelett liefert auch genug Kraft für
>>> eine Alpenetappe.
>
>> so geht dann etliches von der Energie im Mais verloren.
>
>> Das Eiweiß und
>> Fett aus dem Kotelett ist auch nicht besonders günstig für die
>> Energiebereitstellung. Zur Deckung des Eiweißbedarfs würde schon ein
>> kleines Stückchen von dem ordentlichen Kotelett reichen.
>
>Fleisch kann nicht so schnell verdaut werden, wie leicht aufschließbare
>Kohlenhydrate, folglich kann man über Kohlenhydrate mehr Energie aufnehmen,
>als Eiweis. Dies hat aber nur Bedeutung, wenn die Verdauung die
>leistungsbegrenzende Größe ist, also wenn man so viel Energie aufnehmen
>muss, wie TdF Fahrer während der Bergetappen.
>Unterhalb dieser Extremwerte hat Fleisch, da es langsamer verdaut wird als
>Kohlenhydrate und Fette, eine länger sättigende Wirkung.
Was mir noch ein wenig fehlt in der Diskussion ist der höhere
Energiewert von Fett und Eiweiß je Gewichtseinheit.
>(Bauarbeiter reagieren mit stark reduzierter Leistung wenn man ihnen anstatt
>einer ordentlichen Fleischmahlzeit, irgendwelche Mehlspeisen anbietet.)
Das sind dann aber doch eher pyschologische Gründe. :-)
mfg, elke
Michael Manner schrieb:
> Wieviele Hektar Almwiesen benötigt ein Veganer um satt zu werden?
Ich halte Veganismus zwar auch für etwas neurotisch - aber diese Frage
war insoweit polemisch, als dass eigentlich klar sein sollte, dass
Veganer als Endabnehmer von Produkten der Almwirtschaft gar nicht in
Frage kommen!
Bis bald im Khyberspace!
Yadgar
> Mir erscheinen drei Erklärungen möglich:
>
> i) Die Grünen sind die echte Autofahrerpartei,
> ii) die Stimmenverluste kamen nicht durch diese Entscheidung, sondern
> durch den medialen Aufschrei danach
> iii) oder durch das Umfallen der Grünen nach dem Aufschrei.
iv) Volkes Meinung glaubt das, was in Springers heißen Blatt steht oder
- wenn dadurch offen gelogen würde - angedeutet wird. Schau Dir an, wie
Jürgen Trittin ob "seines" Dosenpfandes in der öffentlichen Meinung
geschurigelt wird. Selbst die etwas meiningsoffeneren Menschen in meinem
Umfeld sind durch Literaturverweise kaum oder gar nicht zu der Einsicht
zu bewegen, daß diese "Ökopest" von solchen "Traumtänzern" wie der
amtierenden Kandesbunzlerin und dem damaligen Umweltminister aus der
Taufe gehoben wurde.
Mathias
--
inzwischen wieder ohne Signatur
> Holger Schulz schrieb:
> > Hatten die Menschen in Darfur und
> > anderswo mehr zu essen, als kosequent fosile Brennstoffe verfahren
> > wurden?
>
> Ja. Blöderweise schon. Weil wir bereit sind einen weit höheren Anteil
> unseres Einkommens für die Transportfähigkeit auszugeben als für unsere
> Ernährung.
> Jetzt ist Transport mit Mampf verbunden. Und dadurch schießt jetzt eben
> der Preis für Nahrung in die Höhe, was uns wenig kratzt.
>
> Außerdem werden Rohstoffe, auch Mais, inzwischen halt dermassen offen
> auf dem Weltmarkt gehandelt, dass selbst die Eigenerzeugung davon
> beeinflusst wird.
Und das ist das Problem, dass lebensnotwendige Nahrungsmittel
Markt"gesetzen" unterworfen sind. Man kann Geschäfte damit machen, dass
Menschen verhungern. Der Biosprit ist womöglich der Anlass für die
Preiserhöhung, nicht die Ursache.
Es ist nämlich nicht so, dass der Mais zum Futtern zu knapp wäre, weil
in homöopathischen Dosen Bipsprit hergestellt wird. Vielmehr ist es doch
so, dass der Preis steigt, _obwohl_ genug Bisomasse zum Futtern _und_
zum Verfahren da wäre.
So läuft es dann wieder auf die Frage hinaus, ob man denn nun für oder
gegen die Marktwirtschaft ist -- mit allen Konsequenzen.
hs
In den letzten Jahren gab es alle Getreide zusammengenommen eigentlich nur
weltweit überdurchschnittlich gute Ernten.
Neu ist, dass die Rohstoffbörsen weltweit viel besser funktionieren. Das hat
große Verarbeitungsbetriebe dazu verleitet, den zukünftigen Bedarf nicht
durch teure eigene Lagerhaltung, sonder billig durch Terminkontrakte
abzusichern. Dadurch wurden Lager massiv abgebaut. Wenn bei einzelnen
Getreidearten der Vorrat von 130 auf 40 Tage innerhalb von rund 3 Jahren
absank, bedeutet dass, das in 12 Tagen das Getreide für 13 Tage verbraucht
werden musste. Die Folge waren extrem niedrige Getreidepreise, die weit
unter den Produktionskosten der Landwirte lagen. Zusätzlich wurden die
Getreidepreise noch durch Exportsubventionen gedrückt.
Es macht keinen Sinn die Getreidepreise mit den aktuellen Preisen zu
vergleichen, wenn man die Produktionskosten nicht mitberücksichtigt. Die
aktuellen Getreidepreise sind im Verhältnis zu den Produktionskosten der
Landwirte immer noch recht niedrig. (in .at wurde das absolute
Erzeugerpreisniveau das vor den EU Beitritt erreicht wurde, noch immer
nicht erreicht)
Das Problem beim Biosprit ist nicht, dass Pflanzen für Energiegewinnung
genutzt werden, denn das machen die Baueren seit eh und je, sondern dass
hier nur ein kleiner Teil der Pflanze genutzt wird, der noch dazu mit einem
sauschlechten Wirkungsgrad in Motorentreibstoffe umgewandelt wird. So etwas
ist nur durch planwirtschaftliche Regulierungen und Subventionen
erreichbar.
Wie viel vernünftiger wäre es, Heizöl (=Diesel) mit Motoren zu verwerten,
und das Stroh zur Wärmegewinnung direkt zu verfeuern? Auf solche Lösungen
kommt die Marktwirtschaft von alleine, wenn sich fossile Energieträger
massiv verteuern.
--
Servus
MM