auf http://borumat.de/rad/weg-mit-radwegebenutzungspflicht
sind die ernstzunehmenden aktuellen Kampagnen gegen die
Radwegebenutzungspflicht aufgeführt.
Hübsche Zeichnungen würden die jeweiligen Aktionen sicher noch
plastischer machen.
Ist unter Euch ein williger und begabter Zeichner, der Lust hätte für
die eine oder andere Kampagne Cartoons anzufertigen?
Als Lohn winkt neben der selbstverständlichen Erwähnung des Urhebers
der Werke: Ruhm und Ehre :)
Andreas
> ernstzunehmenden aktuellen Kampagnen
> gegen die Radwegebenutzungspflicht aufgeführt.
Hehe. Wegen der handvoll Straßen (von ca. 150) in Elmshorn, bei denen
eine Radwegbenutzungspflicht das Befahren der Fahrbahn für Radfahrer
verbietet, lohnt sich hier keine Kampagne.
Hier am Ort dienen die Blauschilder überwiegend dazu, Radfahrern etwas
zu erlauben, was sie sonst nicht dürften, z.B. gibt's hier eine
zweispurige Einbahnstraße nennenswerter Bedeutung, die in der
Fahrtrichtung der Einbahnstraße einen nicht benutzungspflichtigen
(unbeschilderten) sonstigen Radweg begleitet, und in der
entgegengesetzten Fahrtrichtung gibt es einen mit Blauschild
beschilderten Radweg. Da kann sich der Radfahrer es dann aussuchen: In
der Richtung, in der Autofahrer fahren dürfen, kann er in dieser Straße
entweder die Fahrbahn oder den Radweg wahlweise benutzen. Und
entgegengesetzt zur Einbahnstraße kann er entweder den
benutzungspflichtigen Radweg benutzen - oder woanders langfahren wie es
die Autofahrer auch müssen. Das Blauschild dient an der Stelle also nur
der Verdeutlichung, daß die Einbahnstraßenregelung nicht den Radweg auf
der rechten Seite betrifft, sondern dort Radfahrer entgegengesetzt zur
Fahrtrichtung der Einbahnstraße fahren dürfen.
An anderen Stellen gibt es z.B. Verbindungen zwischen angrenzenden
Wohngebieten in Form (mehr oder weniger) breiter gepflasterter Wege für
Fußgänger, die um sie nicht mit reinen Gehwegen zu verwechseln, mit dem
Zeichen 240 (kombinierter Geh-/Radweg) gekennzeichnet sind. Also
Blauschilder mit Fahrradzeichen dort, wo keine Straßen sind, aber extra
angelegte Pflasterwege abseits von Straßen sowohl von Fußgängern als
auch Radfahrern benutzt werden dürfen/sollen.
Hier im Stadtgebiet von Elmshorn kann ich Dir für jeden der (ich glaube
es sind nur vier oder fünf) benutzungspflichtigen Radwege entlang von
Straßen, die das Fahren auf der Fahrbahn für Radfahrer verbieten,
mindestens doppelt so viele Wege zeigen, auf denen überhaupt keine
Kraftfahrzeuge fahren dürfen, aber Blauschilder Radfahrern das Radfahren
gestatten. Das sind oft zwar nur ganz kurze Stücke zur Verbindung von
zwei Sackgassen zweier Wohngebiete miteinander oder zwischen zwei
Nebenstraßen, aber damit wird ermöglicht, daß Radfahrer teilweise sehr
KFZ-verkehrsarme und ruhige Strecken benutzen können, die Autofahrern in
der Stadt verbaut sind.
Übrigens: Die weit überwiegende Mehrzahl der Elmshorner bevorzugt das
(freiwillige) Fahren auf Radwegen! Und ein nicht zu vernachlässigender
Anteil der Radfahrer bevorzugt sogar das Fahren auf Gehwegen(!) statt
der Fahrbahn, wenn an einer Straße keine sonstigen Radwege angelegt
sind, und das sind keineswegs nur Kinder unter 10 Jahren.
Jürgen
Jürgen Schlottke <schl...@gmx.de> schrub:
> das (freiwillige) Fahren auf Radwegen! Und ein nicht zu
> vernachlässigender Anteil der Radfahrer bevorzugt sogar das
> Fahren auf Gehwegen(!)
Trotzdem ist es verboten.
Alles Gute,
Richard
--
Das Bewusstsein bestimmt das Sein. (Hegel)
Das Sein bestimmt das Bewusstsein. (Marx)
Das Design bestimmt das Bewusstsein. (Joop)
Martin
"Andreas Borutta" <bor...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:d3eymd1x...@borumat.de...
Was haelst Du davon, sich einfach an geltende Benimmregeln im Usenet zu
halten?
<http://einklich.net/usenet/zitier.htm>
TOFU umweltfreundlich entsorgt.
tv
wenn die Schilderaufsteller das auch machen, dann tu ich das gern.
Nur irgendwie bezeichnend, dass in den letzten Jahren kaum ein Verfahren
so ausgegangen ist, dass die Schilder noch haengen.
Schon spannend, wenn man auf offensichtlich illegal zu
gesundheitsgefaehrdendem Verhalten gezwungen wird.
--
Chris Huebsch www.hübsch-gemacht.de | TU Chemmnitz, Informatik, RNVS
GPG-Encrypted mail welcome! ID:7F2B4DBA | Str. d. Nationen 62, B204
Chemnitzer Linux-Tage 2005, 5.-6.März | D-09107 Chemnitz
http://chemnitzer.linux-tage.de/ | +49 371 531-1377, Fax -1803
> Was haeltst du davon, sich einfach an geltende Verkehrsregeln zu
> halten?
Gestaltung von Regeln macht glücklicher.
BTW, hatte ich letztens das erste Mal ein längeres ernsthaftes
Gespräch mit einem Autofahrer (Sportwagen), der zunächst lautstark und
höchst erbost durch's offene Fenster brüllte, ich solle gefälligst auf
dem Radweg fahren und dabei wild gestikulierte.
Ich fuhr (in Berlin, Sachsendamm, von West nach Ost, erste Ampel nach
dem S-Bahnhof Schöneberg) auf einer vierspurigen Straße auf der
zweiten Spur von links - im Dunkeln, im Berufsverkehr.
Die beiden linken Spuren sind mit einem Geradeaus-Pfeil
gekennzeichnet, die beiden rechten mit dem Nach-Rechts-Pfeil.
Der Autofahrer fuhr nach der Kreuzung langsamer, schimpfte erneut
irgendwas, ich hörte ein "Warum?" heraus. Meine kurze Antwort "Radwege
sind mir zu gefährlich?"
Er: "Wieso?"
Ich: "Wollen Sie es wirklich wissen?"
Er: "Ja!"
Ich entschied mich anzuhalten - die räumlichen Möglichkeit, dies ohne
Gefahr zu tun, waren gegeben.
Der Klang der Stimme des Autofahrers hatte sich beim letzten "Ja"
verändert. Ich hörte tatsächlich ein aufrichtiges Interesse heraus.
Meine Intuition täuschte mich nicht.
Es stieg ein junger Türke aus dem Wagen, hielt mir freundlich die Hand
hin, ich schlug ein.
Dann erzählte ich ihm in kurzer Form, meine Beweggründe, auf der
Straße zu fahren.
Ich betonte auch, dass es nicht mein Anliegen sei, Autofahrer mit
meinem Verhalten zu provozieren.
Er fragte ein paar Mal kurz nach und meinte dann, er könne das Fahren
auf der Fahrbahn jetzt besser nachvollziehen.
Per Handschlag trennt wir uns wieder.
Schwer zu glauben, aber wahr. :)
Andreas
--
Alle aktuellen Kampagnen gegen die Radwegbenutzungspflicht:
http://borumat.de/rad/weg-mit-radwegebenutzungspflicht
Wirksamer Diebstahlschutz:
http://borumat.de/rad/diebstahlschutz
> Trotzdem ist es verboten.
Eben drum. Wenn es denn schon eine "Kontra"-Kampagne sein muß, gäbe es
hier am Ort für eine Kampagne gegen das Geister- und Gehwegradeln sicher
einen breiteren Konsens in der Bevölkerung als für eine Kampagne gegen
die letzten paar Radwegbenutzungspflichten, die hier innerorts fast
überall sowieso bereits abgeschafft wurden.
Sind denn nicht "Pro"-Kampagnen viel sympatischer als
"Kontra"-Kampagnen? Hier könntest Du eher eine Kampagne "pro
Fahrbahnradeln" als "gegen Radwegebenutzungspflicht" machen.
Denn warum sollte man unbedingt gegen die letzten 3%
benutzungspflichtigen Radwege sein, wenn auf den restlichen Straßen, wo
entweder nur eine Fahrbahn zur Verfügung steht oder die freie Wahl
zwischen Fahrbahn und Radweg besteht, die Radfahrer überwiegend trotzdem
lieber den Radweg bevorzugen und nicht gerade wenige sogar verbotswidrig
als Geisterfahrer auf der falschen Seite oder auf dem Gehweg fahren?
Jürgen
> Hier am Ort dienen die Blauschilder überwiegend dazu, Radfahrern etwas
> zu erlauben, was sie sonst nicht dürften, z.B. gibt's hier eine
> zweispurige Einbahnstraße nennenswerter Bedeutung, die in der
> Fahrtrichtung der Einbahnstraße einen nicht benutzungspflichtigen
> (unbeschilderten) sonstigen Radweg begleitet, und in der
> entgegengesetzten Fahrtrichtung gibt es einen mit Blauschild
> beschilderten Radweg. Da kann sich der Radfahrer es dann aussuchen: In
> der Richtung, in der Autofahrer fahren dürfen, kann er in dieser Straße
> entweder die Fahrbahn oder den Radweg wahlweise benutzen. Und
> entgegengesetzt zur Einbahnstraße kann er entweder den
> benutzungspflichtigen Radweg benutzen - oder woanders langfahren wie es
> die Autofahrer auch müssen. Das Blauschild dient an der Stelle also nur
> der Verdeutlichung, daß die Einbahnstraßenregelung nicht den Radweg auf
> der rechten Seite betrifft, sondern dort Radfahrer entgegengesetzt zur
> Fahrtrichtung der Einbahnstraße fahren dürfen.
Das Blauschild an dieser Stelle ist überflüssig. Die
Einbahnstraßenregelung gilt ausdrücklich nur für die Fahrbahn. Auf
einem rechten Radweg darf man also auch ohne Schild entgegen der
Richtung der Einbahnstraße fahren. Dafür darf man auf der Fahrbahn
nicht einmal gegen die Richtung der Einbahnstraße schieben.
> An anderen Stellen gibt es z.B. Verbindungen zwischen angrenzenden
> Wohngebieten in Form (mehr oder weniger) breiter gepflasterter Wege für
> Fußgänger, die um sie nicht mit reinen Gehwegen zu verwechseln, mit dem
> Zeichen 240 (kombinierter Geh-/Radweg) gekennzeichnet sind. Also
> Blauschilder mit Fahrradzeichen dort, wo keine Straßen sind, aber extra
> angelegte Pflasterwege abseits von Straßen sowohl von Fußgängern als
> auch Radfahrern benutzt werden dürfen/sollen.
Auch hier sehe ich eine andere Auslegung, bin mir aber nicht sicher.
Die Schilder dienen dazu, andere Verkehrsarten auszuschließen. Ein Weg
ist erst einmal für alle Verkehrsarten zugelassen. Nur weil etwas wie
Fußweg aussieht ist es es noch nicht. Wenigstens kenne ich keine
Regel, die es mir verbieten würde, dort mit dem Auto lang zu fahren.
Ich bin verpflichtet mit dem Auto oder dem Rad, die Fahrbahn zu nehmen.
Wenn es keine Fahrbahn gibt, dann nehme ich eben das andere. Vielleicht
ist ein solcher Fußweg formal eine Fahrbahn. Die Spezialisten mögen
mich korrigieren oder kommentieren.
Bis die Tage,
Sören
Andreas Borutta wrote:
> auf http://borumat.de/rad/weg-mit-radwegebenutzungspflicht
> sind die ernstzunehmenden aktuellen Kampagnen gegen die
> Radwegebenutzungspflicht aufgeführt.
Ach ja, Deine flotten Sprüche. Den einen solltest Du übrigens ändern:
statt Trödler aller Flohmärkte! Verkauft auf Radwegen!
besser Trödler aller Flohmärkte! Verkauft die Radwege!
> Hübsche Zeichnungen würden die jeweiligen Aktionen sicher noch
> plastischer machen.
ACK
> Ist unter Euch ein williger und begabter Zeichner, der Lust hätte für
> die eine oder andere Kampagne Cartoons anzufertigen?
Ein paar Illustrationen zu den Sprüchen? So was braucht zwar Zeit, aber
prinzipiell würde ich mich an diese Aufgabe wagen.
> Als Lohn winkt neben der selbstverständlichen Erwähnung des Urhebers
> der Werke: Ruhm und Ehre :)
Stimmt, mein URL steht noch gar nicht in der Liste ...
--
CU Christoph Maercker.
RADWEGE sind TODSICHER!
> Was haeltst du davon, sich einfach an geltende Verkehrsregeln zu
> halten?
Nichts dagegen, aber das schließt nicht aus, sich gegen unsinnige und
hoffnungslos überholte Verkehrsregeln zu wehren. Oder weißt Du noch ein
Argument *für* die Verkehrsregel, um die es hier geht, welches wir nicht
kennen?
> Ist unter Euch ein williger und begabter Zeichner, der Lust hätte für
> die eine oder andere Kampagne Cartoons anzufertigen?
Bei der Kombination Fahrrad und Zeichnen denke ich sofort an Kurt
Fischer (Wo steckt der Schlingel eigentlich? Der hat lange nicht mehr
geschrieben.) Hast Du ihn mal angesprochen?
Mathias
--
inzwischen auch ohne signature
>> auf http://borumat.de/rad/weg-mit-radwegebenutzungspflicht
>> sind die ernstzunehmenden aktuellen Kampagnen gegen die
>> Radwegebenutzungspflicht aufgeführt.
>
> Ach ja, Deine flotten Sprüche. Den einen solltest Du übrigens ändern:
> statt Trödler aller Flohmärkte! Verkauft auf Radwegen!
> besser Trödler aller Flohmärkte! Verkauft die Radwege!
Privatisierung als Kampagne existiert schon.
Aber ich werde Deinen Vorschlag mal sacken lassen.
>> Hübsche Zeichnungen würden die jeweiligen Aktionen sicher noch
>> plastischer machen.
>
> ACK
>
>> Ist unter Euch ein williger und begabter Zeichner, der Lust hätte für
>> die eine oder andere Kampagne Cartoons anzufertigen?
>
> Ein paar Illustrationen zu den Sprüchen? So was braucht zwar Zeit, aber
> prinzipiell würde ich mich an diese Aufgabe wagen.
Klasse. Weiteres per Mail?
>> Als Lohn winkt neben der selbstverständlichen Erwähnung des Urhebers
>> der Werke: Ruhm und Ehre :)
>
> Stimmt, mein URL steht noch gar nicht in der Liste ...
Wie lautet denn der URL?
>> Ist unter Euch ein williger und begabter Zeichner, der Lust hätte für
>> die eine oder andere Kampagne Cartoons anzufertigen?
>
> Bei der Kombination Fahrrad und Zeichnen denke ich sofort an Kurt
> Fischer (Wo steckt der Schlingel eigentlich?
Ich bin mir jedenfalls sicher: langweilig ist ihm nicht.
> Der hat lange nicht mehr
> geschrieben.) Hast Du ihn mal angesprochen?
Nein, das erscheint mir zu aufdringlich.
Andreas,
der gerade im Buch "Küche zum Kochen" von Otl Aicher liest - welcher
unter anderem ein begnadeter Zeichner und Gestalter war.
Jürgen Schlottke <schl...@gmx.de> schrub:
> Eben drum. Wenn es denn schon eine "Kontra"-Kampagne sein muß,
> gäbe es hier am Ort für eine Kampagne gegen das Geister- und
> Gehwegradeln sicher einen breiteren Konsens in der Bevölkerung
> als für eine Kampagne gegen die letzten paar
> Radwegbenutzungspflichten, die hier innerorts fast überall
> sowieso bereits abgeschafft wurden.
Das würde das Problem aber nur verschärfen- die Gefahren
benutzungspflichtiger Radwege und illegal benutzter Gehwege sind dieselben-
Trennung der Verkehrsströme und damit viel zu unübersichtliches Geschehen,
im Fall der Gehwege kommt noch die Gefährdung der Fussgänger hinzu.
> Bei der Kombination Fahrrad und Zeichnen denke ich sofort an ...
... Sempé.
(sorry, das muß so'n Reflex sein ...)
--
regards
>Andreas,
>der gerade im Buch "Küche zum Kochen" von Otl Aicher liest - welcher
>unter anderem ein begnadeter Zeichner und Gestalter war.
Eine meiner Lieblingssendungen seinerzeit auf Radio100: 'Kochen mit
dem Köchelverzeichnis'.
SCNR
--
Dieses Dokument wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und gilt ohne
Unterschrift und Siegel. Alle Angaben ohne Gewähr. Wir stellen die Normalität
augenblicklich wieder her, sobald wir wissen was eigentlich normal ist.
florian...@gmx.de http://www.floimnetz.de
Und du bleib bei denen Puppen!
> Das eine - Benutzung und Benutzungzwang für Radwege
> - ist mit dem anderen - Befahren von Gehwegen -
> untrennbar verbunden.
Die freiwillige Benutzung von vorhandenen Radwegen sind das gute Recht
eines Radfahrers.
Der Benutzungszwang für Radwege ist eine Pflicht nach STVO für den
Radfahrer.
Und das Befahren von Gehwegen ist illegal.
Das sind drei verschiedene Paar Schuhe.
> Frag einfach mal ein paar zufällig
> ausgweählte Radfahrer nach dem Unterschied.
Die "Durchschnittsradfahrer" in meinem Bekanntenkreis
(Jahresfahrleistung 200 bis 500 km) erzählen mir, daß sie mehr radfahren
würden, insbesondere im Sommer und bei gutem Wetter, wenn es nur mehr
Radwege geben würde, so daß man sowohl in den Städten und auch zwischen
den Orten "überall" auf Radwegen fahren könnte. Ob ein Radweg
benutzungspflichtig ist oder nicht, ist denen völlig egal, Hauptsache es
ist ein Radweg da, sonst kann man da leider nicht so richtig
Fahrradfahren und vermeidet es, so gut es geht und fährt lieber mit dem
Auto.
Jürgen
> Das ist nicht nur illegal, sondern überflüssig.
> Und ein linksseitig beschilderter Radweg nur dort
> ausgewiesen werden darf, wo der Radweg rechtsseitig
> benutzungspflichtig ist.
Ja, das ist unstrittig. Das ist auch nicht das, was ich beschrieb.
> Ganz egal also, auf welcher Seite der Fahrbahn der
> Radweg verläuft, ist er nicht zulässig.
Es verläuft natürlich ein Radweg auf *beiden* Seiten. Du hast es ja
sogar aus meinem Posting gequotet:
> ... in der Fahrtrichtung der Einbahnstraße einen nicht
> benutzungspflichtigen (unbeschilderten) sonstigen Radweg
> begleitet, und in der entgegengesetzten Fahrtrichtung gibt
> es einen mit Blauschild beschilderten Radweg.
Das sind nach meiner Zählung zwei Radwege, und nach den üblichen
Bauformen liegen zwei in entgegengesetzte Richtungen verlaufende Radwege
nicht beide auf derselben Seite der Fahrbahn, sondern auf verschiedenen,
was auch aus meinen Beschreibungen "in der Fahrtrichtung der
Einbahnstraße" und "in der entgegengesetzten Fahrtrichtung" eigentlich
klarwerden sollte.
> Überflüssig, weil sich das Gebot aus Zeichen 220 nur
> auf die Fahrbahn erstreckt.
Ja. Aber dafür werden in Elmshorn eben Blauschilder aufgestellt.
> Auch hier ist eine Beschilderung als Radweg unnötig.
> Solche Wege dürfen grundsätzlich von allen Fahrzeugen
> befahren werden, die drauf passen. Es würde genügen,
> den unerwünschten Fahrzeugverkehr durch eines der
> Zeichen 250ff auszuschließen.
Hier hat sich die zuständige Verwaltung eben für eine "Pro" statt eine
"Kontra" Beschilderung entschieden. Pro Fußgänger und Radfahrer mit
Schild 240 (also speziell ein Sonderweg für Fußgänger und Radfahrer)
statt kontra Auto- und Mopedfahrer mit Schild 260 (ein allgemeiner Weg
für alle, der dann aber für Autos und Mopeds umgehend verboten wird).
Mir ist die "Pro" Beschilderung auch sehr sympathisch. Denn damit kommt
doch gerade der Typus "Sonderweg nur für Fußgänger und Radfahrer" zur
Geltung, so wie es sein sollte: Es handelt sich um einen Sonderweg
(besonderen Weg), der nur für unmotorisierte Verkehrsteilnehmer angelegt
wurde und auf dem motorisierte Verkehrsteilnehmer deshalb nichts zu
suchen haben, ganz im besten Sinne von StVO §41, der die Zeichen für
"Sonderwege" definiert.
Jürgen
... weswegen, wenn der Radweg mal wieder nicht stetig ausgebaut ist,
auf dem Gehweg weiter gefahren wird.
Und da sind wir wieder bei dem, was Bernd aussagen wollte:
Verboten? Aber ich fahr' doch mit dem Fahrrad.
Mike Schneider
> Ist unter Euch ein williger und begabter Zeichner, der Lust hätte für
> die eine oder andere Kampagne Cartoons anzufertigen?
Ich maile Deinen Beitrag 'mal an einen Freund.
Er hat hier früher viele Zeichnungen für's ADFC-Radtouren-Programm
genmacht.
Da er auch Rennrad fährt und sich deshalb auch oft über untaugliche
Radwege ärgert, sollte er wohl motiviert sein - wenn er denn genug Zeit
hat...
Andreas
Prima, herzlichen Dank.
Andreas
> Zumeist ist für mehr gar kein Platz vorhanden,
> erst recht, wo die Fahrbahn als Einbahn eingerichtet
> wurde.
Schrieb ich etwas davon?
> Dein umgekehrter Eindruck mag aus lokalen
> Besonderheiten entstehen.
Es geht um eine *zweispurige* Einbahnstraße auf der Fahrbahn. Daneben
*je* ein Radweg plus *je* ein Gehweg an jeder Seite entlang.
> Bleibt also, daß der Radweg entgegen der
> Einbahnrichtung überflüssigerweise mit Zeichen 237(?)
> versehen ist:
Nein. Bleibt, daß der Radweg (und Gehweg) entgegen der Einbahnrichtung
(eventuell überflüssigerweise) mit Zeichen 240 ausgeschildert wurde.
> ... was die VwV zu § 39ff StVO verbietet
Du meinst vielleicht:
> Dabei ist nach dem Grundsatz zu verfahren,
> so wenig Verkehrszeichen wie möglich anzuordnen.
???
Na ja, jedenfalls beeinträchtigt das Schild weder die Autofahrer, noch
die Radwegradler, die da auf dem Radweg entlang wollen, noch die
Fahrbahn-Radfahrer, die entgegengesetzt zur Einbahnstraße wegen der
Einbahnstraßenregelung ohnehin nicht fahren dürfen und sich eine andere
Wegstrecke auf der Fahrbahn suchen können.
Man kann natürlich aber alle Bemühungen einer Verwaltung zerreden, die
sich wenigstens darum bemüht, Radfahrern auf sehr vielen Straßen das
wahlfreie Radfahren auf der Fahrbahn zu ermöglichen, ohne dabei die
überwiegende Mehrheit der Radwegbenutzer vor den Kopf zu stoßen. Die
Radwegbenutzer stellen in Elmshorn nämlich bei Weitem die Mehrheit der
Radfahrer am Ort, und denen muß die Stadtverwaltung es auch Recht
machen, nicht nur den extrem wenigen Extremradfahrern, die überall auf
der Fahrbahn fahren wollen.
> Gegen die Ausweisung von nicht fahrbahnbegleitenden
> Wegen als Radwege hat sich auch niemand ausgesprochen,
> auch nicht Andreas im OP.
Das ist ja prima!
Jürgen
Ich betrachte Deine Seite als Ideensammlung. In der Endfassung empfielt
sich eine Auswahl nach dem Prinzip Klasse statt Masse.
> Klasse. Weiteres per Mail?
Ja, bitte an REPLY TO.
> Wie lautet denn der URL?
http://www.med.uni-magdeburg.de/~maercker/NoRadweg.htm
> Ja, Du schriebst von einer Einbahnregelung.
Ich glaube, ich muß doch irgendwann mal eine Fotostrecke von
verschiedenen Elmshorner Verkehrsflächen mit und ohne Blauschildern
machen, um das Vorstellungsvermögen anhand meiner vermutlich zu
dürftigen Beschreibungen nicht überzustrapazieren.
> Selbstverstündlich. Möglichst weniger Verkehrszeichen
> sind ein Grundanliegen des Gesetzgebers. Deswegen hat
> er 1997 dieses Anliegen nochmals betont und durch
> § 45 Abs. 9 StVO verschärft.
Zum Thema "Schilderwildwuchs" hat der Gesetzgeber dann ja auch
Autofahrer und ADAC auf seiner Seite:
http://www.adac.de/Tests/Verkehr_und_Reise/schilderwald/Schilderwildwuchs/default.asp
> Man kann auch einfach verlangen, daß
> sie eine Behörde an Gesetze und Verordnungen hält.
Ja.
> Was sind denn "Extremradfahrer"? Ist das eine seltsame
> Bezeichnung für Menschen, die um die zusätzlich durch
> Radwege hervorgerufenen Gefahren wissen?
Den Begriff habe ich im vorangegangenen Posting für Radfahrer im Sinne
von "fahren extrem schnell", "fahren extrem viele Kilometer" in
Kombination mit "haben eine extrem wenig konsensfähige Einstellung zu
Radwegen" verwendet.
> Ich frag mich ja nur, warum Du als Antwort darauf
> solche Radwege gebracht hast.
Ich wollte eben mal ein paar positive Verwendungsmöglichkeiten für
Blauwegschilder aufzeigen, die Radfahrer überhaupt nicht
beeinträchtigen, sondern zusätzliche Wege und Möglichkeiten neben und
abseits von Fahrbahnen eröffnen. Aber wie ich feststellen muß, wird
darüber dann auch nur gemeckert, daß die Schilder an sich überflüssig
seien oder Sonderwege für denselben Zweck auch anders ausgeschildert
werden könnten. War ja eigenlich vorher klar.
Jürgen
> Übrigens: Die weit überwiegende Mehrzahl der Elmshorner bevorzugt das
> (freiwillige) Fahren auf Radwegen! Und ein nicht zu vernachlässigender
> Anteil der Radfahrer bevorzugt sogar das Fahren auf Gehwegen(!) statt
> der Fahrbahn, wenn an einer Straße keine sonstigen Radwege angelegt
> sind, und das sind keineswegs nur Kinder unter 10 Jahren.
Dieses Phaenomen (oder Syndrom?) ist keinesfalls eine Elmshorner
Spezialitaet :->
--
Christian Schulz http://www.spinfo.uni-koeln.de/~schulz/
Wet-T-Shirt-Contests und Mondlandungen... alles, was das Leben irgendwie
lebenswert macht, ist aus den USA gekommen.
<Sven Kunze im ARD-Morgenmagazin>
Schade, meine Frage hast Du nicht beantwortet. Statt dessen so was.
|> Übrigens: Die weit überwiegende Mehrzahl der Elmshorner bevorzugt das
|> (freiwillige) Fahren auf Radwegen! Und ein nicht zu vernachlässigender
|> Anteil der Radfahrer bevorzugt sogar das Fahren auf Gehwegen(!) statt
|> der Fahrbahn, wenn an einer Straße keine sonstigen Radwege angelegt
|> sind, und das sind keineswegs nur Kinder unter 10 Jahren.
Weitere Beispiele für die Wirksamkeit der Medienkampagnen, die
seit Jahren systematisch das Fahrbahnradeln gefährlich reden und
die Radwegrisiken herunterspielen oder erst gar nicht kennen.
--
"I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <mc...@ncc1701.starfleet.fed>
"I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <v_bor...@despammed.com>
Magst du dir mal
http://www.p2u.de/Radweg_neindanke/Bilder/Radweg2012.jpg
ansehen (Link geht nur bis 12.11.05)? Hat ein paar Tage gedauert, um
diese Zeichnung von 2002 wiederzufinden. Wer einen besseren Text dazu
weiß, kann ihn hier posten...
Tom
> Magst du dir mal
> http://www.p2u.de/Radweg_neindanke/Bilder/Radweg2012.jpg
> ansehen (Link geht nur bis 12.11.05)?
Danke.
Ich suche jedoch Zeichnungen, die jeweils nur eine einzige Kampagne
zum Thema haben.