Ich habe mir am Wochenende eine neue Kette geleistet. Aufziehen & justieren
der Schaltung klappte alles gut, allerdings musste ich bei einer Testfahrt
feststellen, dass sie springt. D.h. bei etwas staerkerem Antritt dreht die
Kurbel durch, so fuer ein Glied. Es ist schwer genau zu beobachten und im
Schieben nicht nachzuvollziehen.
Was habe ich falsch gemacht? Ist die Kette nicht kompatible? Der Verkaeufer
gab mir eine Shimano Hyperglide CN-HG70 fuer meine 18Gang Shimano Altus
Hyper-drive C Schaltung. Nach Augenmass sind die Abmasse identisch. Ich habe
keine Idee was ich noch probieren koennte, aber bevor ich kleinlaut zur
Werkstatt gehen wollte ich mal hier anfragen, ob jemand einen Tip hat.
Dankeschoen
Robert
> Ich habe mir am Wochenende eine neue Kette geleistet. Aufziehen & justieren
> der Schaltung klappte alles gut, allerdings musste ich bei einer Testfahrt
> feststellen, dass sie springt.
Hallo Robert.
Das Problem ist altbekannt. Das Hyperglide System birgt den Nachteil, dasz
bei Neumontage einer Kette in den meisten Faellen der Zahnkranz mit ausgetauscht
werden muss.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dasz der Fehler bei Montage einer IG-Kette
nicht so haeufig auftritt, hilft aber auch nicht viel.
D.H.: Verschleiss des Kranzes pruefen.
Und Wech
Stefan
> Ich habe mir am Wochenende eine neue Kette geleistet. Aufziehen & justieren
> der Schaltung klappte alles gut, allerdings musste ich bei einer Testfahrt
Warum musst Du nach dem Kettenwechsel die Schaltung justieren?
> feststellen, dass sie springt. D.h. bei etwas staerkerem Antritt dreht die
> Kurbel durch, so fuer ein Glied. Es ist schwer genau zu beobachten und im
> Schieben nicht nachzuvollziehen.
Ich kenne mich ja mit shimpanso hai-per-gleit nicht so aus :-) aber
frueher <tatter></tatter> deutete das immer darauf hin, dass man mit dem
Ersetzen der Kette zu lange gewartet hat -- die Ritzel am Hinterrad sind
verschlissen. Wenn Du einige Ritzel eher selten benutzt, wirst Du
feststellen, dass es dort nicht springt, auf den meistgenutzen hingegen
am krassesten.
> Was habe ich falsch gemacht? Ist die Kette nicht kompatible? Der Verkaeufer
> gab mir eine Shimano Hyperglide CN-HG70 fuer meine 18Gang Shimano Altus
> Hyper-drive C Schaltung. Nach Augenmass sind die Abmasse identisch. Ich habe
Nach Augenmass sind die Abmasze aller Schaltungsketten identisch. So etwa
1/2 x 3/32 Zoll. Nur etwas schmaler, wenn es viele Ritzel sind (beide
Beine sind gleich lang, besonders das rechte).
> keine Idee was ich noch probieren koennte, aber bevor ich kleinlaut zur
> Werkstatt gehen wollte ich mal hier anfragen, ob jemand einen Tip hat.
Bei wenig schaltfreudigen, technisch voellig ueberholten Ritzeln, so wie
ich sie fahre, kann man mit dem blossen Auge erkennen, ob die Ritzel
abgenutzt sind. Bei shimpansos patentierter Kettentrenntechnologie sehen
die Zaehne ja leider inzwischen schon fabrikneu so wuest aus, dass ich mir
das nicht mehr zutraue.
Rainer
p.s.: Falls ich recht habe: Demnaechst frueher Kette wechseln.
R Kukla <ac...@sunc.sheffield.ac.uk> wrote in article
<5gj4uh$h...@bignews.shef.ac.uk>...
> Hi!
>
> Ich habe mir am Wochenende eine neue Kette geleistet. Aufziehen &
justieren
> der Schaltung klappte alles gut, allerdings musste ich bei einer
Testfahrt
> feststellen, dass sie springt. D.h. bei etwas staerkerem Antritt dreht
die
> Kurbel durch, so fuer ein Glied. Es ist schwer genau zu beobachten und im
> Schieben nicht nachzuvollziehen.
:
Die Kette springt bei den hinteren Ritzel. Du kommst nicht darum herum, die
hintere Zahnradkassette zu wechseln. Ev. kannst Du auch nur einzelne
Zahnraeder tauschen (je
nach Typ). In der Regel sind die kleinen Zahnraeder (also die schnellen
Gaenge) von
diesem Effekt betroffen.
Die Lehre daraus lautet: Keine billigen Ketten einsetzen, die sind schon
nach
1000 km verzogen (gelaengt) und beanspruchen die Zahnräder stark. Teuer
sind
naemlich die Ritzel, wenn sie ersetzt werden muessen.
Die HG70 ist nicht schlecht neigt aber stark zum Rosten, wenn sie nicht gut
geschmiert wird. Diesbezueglich ist die HG91 besser.
Gruss Charly
Hallo,
wahrscheinlich sind die Ritzel verschlissen. Mit der alten Kette gab es keine
Probleme, weil sie schon gelaengt war, und somit hauptgrund fuer den
Ritzel-Verschleiss. Jetzt hat die neue Kette das normale Mass, was aber nicht
mehr passt.
Fuer verschlissenen Ritzel gibt es ein paar Tips, wie man die selber wieder etwas
zurechtfeilen kann, ich hab das aber noch nie gemacht und wuerde Dir wohl ein
neues Ritzelpaket empfehlen. Eventuell springt die Kette auch nur auf einem
bestimmten Ritzel (halt dem vorher meistbenutzten) und ansonsten nicht. Dann kann
es auch eine Ueberlegung wert sein, auf dieses Ritzel zu verzichten und den
Austausch noch etwas hinauszuzoegern.
Gruss
Sven
--
Sven Marcus glu...@uni-paderborn.de
FB 17/Informatik Uni-GH Paderborn Germany
Robert
P.S. zur Frage von Rainer bzgl justieren der Schaltung: Ich hatte sie bei der
Gelegenheit auseinandergenommen & gereinigt.
Robert
Mein Tip: Investier 30 DM fuer den Kettenkaliber von Rohloff. Wenn der
Dir
sagt: Kette wechseln, solltest Du das machen. Ich hab das Teil auch,
denn
man kann keine feste Kilometerleistung angeben. Bei Strassenreadern kann
ne
Kette 5000 km halten, wenn hochtourig gefahren und nicht unter Last
geschaltet wird, wenn Du mit nem MTB im Dreck und an extremen Anstiegen
faehrst und immer unter Vollast schaltest, kann sie schon nach 1000 km
hin sein.
--
Rasmus 'Don Metal' Althoff
RBR#1 "Whimps and posers, leave the hall!"
e-mail: alt...@tu-harburg.de
WWW: http://www.tu-harburg.de/~sera2702/
> Ich habe mir am Wochenende eine neue Kette geleistet. Aufziehen & justieren
> der Schaltung klappte alles gut, allerdings musste ich bei einer Testfahrt
> feststellen, dass sie springt. D.h. bei etwas staerkerem Antritt dreht die
> Kurbel durch, so fuer ein Glied. Es ist schwer genau zu beobachten und im
> Schieben nicht nachzuvollziehen.
Eindeutiges Symptom: Die Ritzel hinten sind abgenutzt. Wahrscheinlich bist
du lange mit einer abgenutzten (gedehnten) Kette gefahren. Dadurch
schleifen sich die Zahnprofile der Ritzel so ab, dass ein neue (nicht
gedehnte) Kette bei Belastung ueberspringt.
Abhilfe *vorher*:
Kette rechtzeitig tauschen, bevor sie zu stark gedehnt wird.
Abhilfe *hinterher*:
(also in deinem Fall) Ritzel hinten austauschen.
Eventuell sind nicht alle Ritzel, sondern nur die meistgefahrenen
abgenutzt, so dass du sie vielleicht einzeln austauschen kannst,
einfacher ist der Austausch des ganzen Ritzelpakets.
Gruesse,
Wolfgang
--
Wolfgang Melchert, Fraunhofer-Institut fuer e-mail: m...@iitb.fhg.de
Informations- und Datenverarbeitung (IITB), phone: +49/0-721-6091-264
Fraunhoferstrasse 1, D-76131 Karlsruhe, GERMANY fax: +49/0-721-6091-413
priv.: Marienstrasse 98, D-76137 Karlsruhe priv. phone: +49/0-721-387851
>Mein Tip: Investier 30 DM fuer den Kettenkaliber von Rohloff.
Jobst Brandt ist der Meinung, daß dieses Teil keinen Aufschluß über den
Verschleiß einer Kette geben kann. Einfaches Nachmessen mit einem Zollstock
ist besser und billiger.
--
o ( Wolfgan...@gmd.de (+49 2241) 14-2394
/\ * GMD Forschungszentrum Informationstechnik GmbH
_`\ `_<=== Schloss Birlinghoven, | #include
__(_)/_(_)___.-._ D-53754 Sankt Augustin, Germany | <std.disclaimer>
Hallo Robert!
> Ich habe mir am Wochenende eine neue Kette geleistet. Aufziehen &
> justieren der Schaltung klappte alles gut, allerdings musste ich
> bei einer Testfahrt feststellen, dass sie springt. D.h. bei etwas
> staerkerem Antritt dreht die Kurbel durch, so fuer ein Glied. Es
> ist schwer genau zu beobachten und im Schieben nicht
> nachzuvollziehen.
Das h=F6rt sich f=FCr mich so an, als seien Deine Ritzel verschlissen.
Du schreibst leider nicht, wie lange die alte Kette drauf war, aber aller
ca. 1500 km sollte man diese wechseln. Tut man das nicht, verschlei=DFen di=
e
Ritzel wesentlich schneller als normal, so da=DF sie nicht mehr exakt zur
neuen Kette passen.
Ciao, Sebastian
---
<A HREF=3D"http://www.sauerland.de/~toyland/index.html">Meine HP</A>
RK>justieren der Schaltung klappte alles gut, allerdings musste ich bei
RK>einer Testfahrt feststellen, dass sie springt. D.h. bei etwas
RK>staerkerem Antritt dreht die Kurbel durch, so fuer ein Glied. Es ist
RK>schwer genau zu beobachten und im Schieben nicht nachzuvollziehen.
RK>Was habe ich falsch gemacht? Ist die Kette nicht kompatible?
Doch ist sie schon. Aber Du hast die alte Kette zu lange gefahren, und nun ist
das hintere Ritzelpacket verschlissen. Mit der alten Kette war es nicht
spürbar, weil die sich ja im gleichen Maße mitgelängt hatte. Du brauchst ganz
einfach auch hinten neue Ritzel. Und schau auch gleich vorne. In einem guten
Laden kannst Du bestimmt mal mit einer Meßlehre nachmessen lassen, wie weit die
Ritzel und auch die Kette verschlissen sind.
RK>Der Verkaeufer gab mir eine Shimano Hyperglide CN-HG70 fuer meine
RK>18Gang Shimano Altus Hyper-drive C Schaltung. Nach Augenmass sind die
RK>Abmasse identisch. Ich habe keine Idee was ich noch probieren koennte,
RK>aber bevor ich kleinlaut zur Werkstatt gehen wollte ich mal hier
RK>anfragen, ob jemand einen Tip hat.
Nimm einen größeren Geldschein, und betrete einen Laden mit Werkstatt. Aber
fahr bloß nicht mehr viel so damit rum, sonst machen die kaputten Ritzel die
Kette blitzschnell auch noch kaput. :=(
Gruß Jan
Mit nem Zollstock? Ohne die Kette abzunehmen? Auf Bruchteile von
Milimetern?
Das verstehe ich nicht. Kannst Du da mal was zu sagen, Jobst?
(Das Subject habe ich angepasst, weil ich gerade Deine Mailadresse
nicht zur Hand habe, Jobst, ich aber sichergehen wollte, dass Du
den Artikel liest)
>Die Lehre daraus lautet: Keine billigen Ketten einsetzen, die sind schon
>nach
>1000 km verzogen (gelaengt) und beanspruchen die Zahnräder stark. Teuer
>sind
>naemlich die Ritzel, wenn sie ersetzt werden muessen.
die ganzen Sachs und Shimanoserie unterscheidet sich innerhalb der
jeweiligen Serie nur im Finish und angeblich etwas in der Fertigungstoleranz.
Es gibt in diesen Serien praktisch keine Korrelation Laengen:Preis.
Die Shimanos sollen schneller laengen als z.B. Sachs.
>
>Die HG70 ist nicht schlecht neigt aber stark zum Rosten, wenn sie nicht gut
>geschmiert wird. Diesbezueglich ist die HG91 besser.
Eben, das Finish kann Rost hoechstens Aussen verhindern, das ist der
Hauptunterschied zwischen HG 50, HG 70 und HG 90/91.
Der Rost aussen ist uebrigens ein guter Indikator, Innen sollte man
spaetestens dann nachschmieren (wenns nicht schon zu spaet ist).
Mein Tip:
Kette oefter wechsel, eine Kettenlehre zum Nachmessen des
Verschleisszustandes macht sich bezahlt (20 DM).
Nimm ne billige Sachs, die tut auch und Schmieren nicht vergessen.
Patrick
Wenn man die absolute Kettenl"angung messen will, ist es wesentlich
einfacher, ein Ma/3stab mit 100 Kettenglieder L"ange zu machen, zB. ein
Alu-L Profile und an dem Ende dann die Gesamtl"angung gegen"uber der
Norm abzulesen, die bewegt sich dann n"amlich im Augenfreundlichen
mm-Bereich.
Olaf Schultz hat sich sowas gebaut und das funktioniert ganz gut. Der
Kettenkaliber versagt n"amlich dann, wenn die Rolle einen zu kleinen
Durchmesser haben oder Spiel. Wenn die Rollen Spiel haben,
werden sie auf dem Ritzel alle in eine Richtung gedr"uckt, bei
Kettenkaliber hingegen auseinander => und durchgefallen.
Gru/3, Carsten
Hallo Robert,
Das gleiche Problem hatte ich auch - und genau an dem selben Tag wie Du
:)
Neue Kette (HG70) springt auf dem Ritzelpaket (HG70). Ich habe jedoch
herausgefunden, dass die Kette dort ganz schwergaengig war, wo es beim
Montieren zusammengenietet wurde. Mit einem Schraubendreher habe ich
das Gelenk bisschen gelockert. Das war alles. Die Kette springt nicht
mehr.
mfg
----------
Haluk Okur / SIMKO A.S. (Siemens in Turkiye)
e-mail: sp...@sbs.de __o
Tel : +90 (216) 389-5940, ext 2563 -\<,
Fax : +90 (216) 306-2548 ___(*)/(*)___
>Wolfgang Strobl wrote:
>>
>> Rasmus Althoff <alt...@tu-harburg.de> wrote:
>>
>> >Mein Tip: Investier 30 DM fuer den Kettenkaliber von Rohloff.
>>
>> Jobst Brandt ist der Meinung, daß dieses Teil keinen Aufschluß über den
>> Verschleiß einer Kette geben kann. Einfaches Nachmessen mit einem Zollstock
>> ist besser und billiger.
>
>Mit nem Zollstock?
Wenn ich einen zur Hand habe, ja, weil's dann so schön aufgeht.
>Ohne die Kette abzunehmen?
Solange die Kette keine Schwierigkeiten macht, messe ich weder, noch nehme
ich sie ab. Wenn sie Schwierigkeiten macht, muss ich sie eh' abnehmen. Und
dann lege ich sie einfach der Länge nach auf den Boden und eine neue Kette
daneben.
>Auf Bruchteile von
>Milimetern?
1/2 bis 1 Glied kann man mit bloßem Auge recht gut sehen. Letzteres wäre 1 %
Längung, das würde ich als verschlissen bezeichnen.
>Das verstehe ich nicht. Kannst Du da mal was zu sagen, Jobst?
Jobst hat mir vor Jahren mal den nachfolgenden Text für die FAQ geschickt
(es ist ein Auszug aus der FAQ von rec.bicycles). Da es ein wenig
kontrovers ist (und die Arbeit an der FAQ eh ziemlich zum erliegen gekommen
ist), haben wir es noch nicht in die FAQ aufgenommen. Ich poste den Text
hier unverändert.
------------------------ab hier von Jobst Brandt --------------------------
From: Jobst Brandt <jbr...@hplabsz.hpl.hp.com>
Subject: Fahrrad Ketten FAQ
To: wolfgan...@gmd.de (Wolfgang Strobl)
Date sent: Fri, 10 Nov 95 8:35:26 PST
Hallo Wolfgang,
Hier waere eine andere betrachtung der Kettenlage:
--------------------------------------------------------------------------
Subject: 8.6 Wear and Gear Slippage
From: Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>
Kettenpflege ist ein viel diskutiertes Thema, das beinahe religioese
Ritualien annimmt. Ich glaube das basiert zum Teil am "Dreckindex"
des Fahrrads, der hier seinen Hoehepunkt findet. Eine schwarze, mit
Oel triefende Kette verlangt sicherlich besondere Behandlung.
Eigentlich ist eine Kette dieser Beschreibung wahrscheinlich schon
Schrott, denn es ist die Schmirgelpaste aus Oel und Dreck die die
Kette zerstoert.
Obwohl es ueberfluessig sein mag, sollte es nochmal deutlich gesagt
werden, dass Ketten nicht durch Belastung gestreckt werden, sondern
dass sie sich durch Abrieb der Innenteile laengen. Diese Laengung
erfolgt durch Abrieb der Bolzen und ihrer Lagerung, hauptsaechlich
durch Schmirgel der durch nachtraegliches Oelen, in die Glieder
hineingespuehlt wird. Eine Kette die regelmaessig am Rad geoelt wird
ist schneller kaputt als eine Kette die nie gepflegt wird und
zwitschernd gefahren wird. Die schwarze Sosse, die glaenzend an
manchen "gepflegten" Ketten zu sehen ist, ist der Tod der Kette.
Grundregel Nr. 1: Kette nie am Fahrrad oelen.
Das heisst, man soll die Kette erst reinigen ehe sie geoelt wird.
Weil Reinigung am Rad effektiv unmoeglich ist, muss die Kette
abmontiert werden, um in einem Behaelter mit Waschbenzin aussen und
besonders innen gereinigt zu werden. Nur in einem Bad, in dem die
Glieder durchschwaemmt werden, kann der Feinschmirgel weg getragen
werden. Ein guter Waschbehaelter (wie ueblich in PKW Werkstaetten)
hat einen ventilierten Doppelboden durch den der Dreck in ruhiges
"Wasser" abfallen kann. Kraftstoffe sollten dafuer nicht verwendet
werden, denn sie enthalten giftige Zutaten die durch die Haut in die
Haende eindringen koennen, ganz abgesehen von der Explosionsgefahr.
Es gibt Umstaende unter denen eine gruendliche Reinigung nicht
moeglich ist, wie zum Beispiel auf einer Reise auf der der Regen die
Kette ausgespuelt hat. In diesem Fall muss gegen Regel Nr. 1
verstossen werden, aber es ist nicht ganz so schlimm. Nach laengerer
Regenfahrt, ist die Kette meistens annaehernd so sauber wie im
Waschtank, vorausgesetzt, dass der trockene lockere Sand zuerst von
Aussen abgebuerstet wird. Dabei sollte die Kette erst dann geschmiert
werden, wenn sie quietschend trocken ist, denn Wasser ist auch eine
Schmierung.
Nach dem Abwaschen im Waschbehaelter, muss die Kette innen trocken
sein ehe sie geoelt wird. Da Pressluft nicht immer vorhanden ist,
kann die Kette zusammen gesteckt werden, um von Hand herumgeschleudert
zu werden (in einer Spritz unempfindlichen Umgebung). Beschleunigtes
Trocknen auf dem Kochherd sollte wegen Feuergefahr vermieden werden.
Es wird gelegentlich empfohlen, mit angewaermten 90W Getriebeoel oder
Einmachwachs zu schmieren. Getriebeoel wirkt hauptsaechlich als
Fliegenpapier und sammelt dabei Mengen Dreck der sich an den
Umwerferrollen und zwischen den Zahnkraenzen ansetzt wie Zement.
Wachs fliesst nicht und ist nach kurzer Zeit aus den Kontaktstellen
verdraengt um nicht wieder zu kommen.
Normales PKW Motorenoel ist wirksam, aber Kettensaegen und
Motorradkettenoele, die verdunstende Fliessmittel enthalten, sind noch
besser geeignet um Fahrradketten zu schmieren. Die Fette, die von
Kettenherstellern in ihren Ketten mitgeliefert werden sind allgemein
nicht auf dem Fahrradmarkt zu finden.
Die Lagerkragen Kette.
Sedis war die erste Firma die diese Kette angeboten hat. Sie ist
zugfester und zugleich leichter als die bisher ueblichen Ketten mit
Innengliedern die eingepresste durchgehende Huelsen tragen, auf denen
die Walzen aussen liefen waerend die Bolzen, innen eine gute und
geschuetzte Lagerung fanden. Die Lagerkragen, die aus den
Seitenlaschen der Kette gepunst werden, bilden nur eine
unvollstaendige Lagerhuelse, die in der Mitte einen breiten Spalt
aufweisen. Dabei kann Spritzwasser die Schmierung schnell vertreiben.
Dazu kommt noch, dass die Flaechenpressung hoeher ist da die Last von
Kanten und verringerten Lagerflaechen getragen wird. Weil die
Seitenlaschen nicht fuer Lagerhuelsen ausgebohrt werden muessen, ist
diese Kette den hoeheren Anforderungen des heutigen MTB Schaltens bei
Vollast besser gewachsen als die alte Form die fuer den sonstigen
Bedarf haltbarer war.
Ketten Verschleiss
Die Ausdauer der Kette ist zum groessten Teil von Sauberkeit und
Schmierund abhaenging. Im Grossen und Ganzen hat die Zugbelastung wenig
Einfluss im Vergleich zur Verschmutzung. Das ist leicht ersichtlich
an der Lebensdauer von Ventilsteuerungsketten und vorderen
Motorradketten die sauber mit Oel jahrelang laufen, waehrend die
hintere Kette an Motorraedern oft erneuert werden muss obwohl beide
gut geschmiert sind.
Die Laengung Der Kette kann man am einfachsten in Laendern, die noch
englische Messlatten oder Baender haben feststellen. Das Mass
wird am unteren Lauf der Kette so angelegt, dass eine Hauptteilung mit
einem Kettenbolzen fluchtet. Zwoelf Zoll weiter sollte ein Bolzen
wieder mit einem Hauptstrich fluchten. Wenn die Abweichung mehr als
1/16 Zoll betrifft, ist es Zeit zu erneuern, bei 1/8 ist 1% Laengung
ueberschritten, wobei die Abnutzung der Zahnkraenze sich staerker
beschleunigt. Dabei sollte bemerkt werden, dass diese Laengung nur
auf die Aussenglieder konzentriert ist, denn die Teilung der Walzen
der Innengleider bleibt unveraendert.
Springende Kette
Eine gelaengte Kette verursacht Abrieb an den Zahnkraenzen beim Ab-
und Einrollen, sodass die Zaehne an den Eingriffflanken hohl abgenutzt
werden. Weil der Grundkreis durch Abrieb nicht verkleinert wird und
die Zaehnezah gleich bleibt, bleibt auch die Teilung gleich. Durch
den Abrieb werden aus den Zaehnen Haken, die nur eine Kette mit
gelaengter Teilung einlaufen lassen. Die Spitze des Hakens sperrt den
Eingang fuer die naechste Walze, die mehr als 12,7mm Abstand haben
muss, um in die Mulde einzufahren. Deshalb springt bei Belastung eine
neue Kette bei einem gefederten Kettenspanner ueber die Ritzelzaehne.
Daher machen auch Eingangraeder unangenehmen Krach weil die Kette zum
Eingriff forciert wird.
Die Zahnverformung fuehrt auch zu "chainsuck", das die Kette nicht vom
Antriebskranz loslaesst. Beim MTB mit einem langhubigen
Kettenspanner, wickelt sich dann die Kette um den Zahnkranz und
zerreisst die Schaltung oder klemmt die Kette so fest zwischen Rahmen
und Zahnkraenze, dass es beim Wiederfreimachen dreckige Haende gibt.
Dass beim Kettenantrieb "so viele Zaehne mitwirken" tauescht. Bei
Ketten, wie bei Zahnraedern, sind hoechstens zwei Zaehne voll
beteiligt, denn die Elastizitaet der Kette versichert, dass die
hinteren Zaehne unbelastet bleiben. Das ist leicht vorgefuehrt in dem
das freie Ende von einer belasteten Kette vom Zahnkranz abgewickelt
wird. Das laesst sich ohne Schwierigkeit machen bis es zum kurzen
belasteten Ende kommt.
--------------------------------------------------------------------
Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>
() Eventuell springt die Kette auch nur auf einem bestimmten Ritzel
() (halt dem vorher meistbenutzten) und ansonsten nicht. Dann kann
() es auch eine Ueberlegung wert sein, auf dieses Ritzel zu verzich-
() ten und den Austausch noch etwas hinauszuzoegern.
Warum auf das Ritzel verzichten? Einfach austauschen.
Jetzt zahlt es sich aus, wenn man vorher ueberlegt hatte, und ein
System gewaehlt hat, bei welchem einzelne Ritzel zu kriegen sind.
Am Rande bemerkt: Fuer die Verschleiss-Geschwindigkeit spielt nicht
nur die Nutzungshaeufigkeit, sondern auch die Zaehnezahl eine grosse
Rolle. Je weniger Zaehne, umso mehr Verschleiss. Ganz grob: wie oft
hat die Kette am einzelnen Zahn gezogen.
--
Hans Crauel cra...@saar.de
Hellwigstr. 17, 66121 Saarbruecken
+49-681-64516
>Wirklich lesenswert, aber ich konnte nirgendwo entdecken, dass oder warum
>Jobst etwas gegen derdiedas Rohloff-Kaliber haben sollte.
Ich denke, der Satz
"Dabei sollte bemerkt werden, dass diese Laengung nur
auf die Aussenglieder konzentriert ist, denn die Teilung der Walzen
der Innengleider bleibt unveraendert."
spielt dabei eine Rolle.
Er hat's schon mal ausführlicher erklärt (es kommt meist in dem Zusammenhang
"warum ist es kein Indiz für Kettenverschleiß, wie weit sich die Kette vom
vorderen Kettenblatt abheben läßt?" zur Sprache). Ich verstehe zu wenig vom
inneren Aufbau der div. Varianten von Schaltketten, um das hier
reproduzieren zu können.
>Ein Zollstock
>ist ohne Zweifel billiger, allerdings sind hier in der Regel nur
>Maszstaebe mit metrischer Skalierung zu bekommen, so dass das nicht mehr
>so einfach ist.
Das spielt in dem Moment keine Rolle mehr, wo das alternativ vorgeschlagene
Meßverfahren überhaupt nicht funktioniert. Besser ein schwierig zu
ermittelndes, aber richtiges Resultat als ein falsches Resultat, das sich
ganz einfach ermitteln läßt.
>Hi!
>
>Ich habe mir am Wochenende eine neue Kette geleistet. Aufziehen & justieren
>der Schaltung klappte alles gut, allerdings musste ich bei einer Testfahrt
>feststellen, dass sie springt. D.h. bei etwas staerkerem Antritt dreht die
>Kurbel durch, so fuer ein Glied. Es ist schwer genau zu beobachten und im
>Schieben nicht nachzuvollziehen.
>
>Was habe ich falsch gemacht? Ist die Kette nicht kompatible? Der Verkaeufer
>gab mir eine Shimano Hyperglide CN-HG70 fuer meine 18Gang Shimano Altus
>Hyper-drive C Schaltung. Nach Augenmass sind die Abmasse identisch. Ich habe
>keine Idee was ich noch probieren koennte, aber bevor ich kleinlaut zur
>Werkstatt gehen wollte ich mal hier anfragen, ob jemand einen Tip hat.
>
>Dankeschoen
> Robert
>
Hi Robert,
das Problem kann auch ein steifes Glied (der Kette) sein. Dreh mal
langsam die Kurbeln rückwärts und beobachte das Schaltwerk. An der
Stelle, an der das Schaltwerk ruckelt, muß die Kette seitlich (!)
bewegt werden, bis das Kettenglied leichtgängig wird. Hilft das nix,
mußt Du wirklich das Ritzelpaket tauschen.
BTW, eine HG70 für 18 Gang halte ich für etwas übertrieben. Die HG70
ist die Kette für die LX und XT Gruppen. Das mit dem Rosten, das in
einem anderen Reply erwähnt wurde, habe ich auch schon oft
festgestellt. Ich benutze nur noch Sachs Ketten, die SCM55. Für 18
Gang würde ich eher eine SC40 oder TM10/20 empfehlen. (Ich weiß leider
gerade nicht aus dem Kopf, ob Sachs die TM10 oder die TM20 für 18 Gang
empfiehlt)
-------------------------------------
Martin Speiser
CIS: 100013,1276
Internet: 10001...@compuserve.com
Für EMail bitte nur diese Adressen verwenden, die
Reply-To Adresse ist für Junkmailer
>Wolfgang Strobl wrote:
>> Rasmus Althoff <alt...@tu-harburg.de> wrote:
>>
>>>Mein Tip: Investier 30 DM fuer den Kettenkaliber von Rohloff.
>>
>> Jobst Brandt ist der Meinung, daß dieses Teil keinen Aufschluß über den
>> Verschleiß einer Kette geben kann.
>
>Mit welcher Begründung?
Mit der Begründung, daß die Distanz zweier Röllchen keinen zuverlässigen
Aufschluß darüber gibt, wie stark sich die Kette gelängt hat.
>Zugegeben, man kann damit nicht gut feststellen, um
>welches exakte Maß sich die einzelnen Bolzen im Mittel abgenutzt haben.
>Aber zur Bestimmung ob eine Kette noch brauchbar oder am Ende ihrer
>Lebensdauer ist, bzw. zur Abschätzung in welchem Bereich sich die
>Abnutztung bewegt ist der Caliber IMHO gut geeignet.
Er behauptet: nein. Unbrauchbar (zusammen mit einem unverschlissenen
Ritzelpaket) ist eine Kette, wenn sie sich gelängt hat. Das kann man (so
Jobst) mit dieser Meßlehre nicht mal abschätzen.
>Bei seiner Anwendung
>geschieht ja im Prinzip auch nichts anderes als eine Längenmessung.
Das ist falsch, wenn ich das Prinzip begriffen habe. Es wird nicht die Länge
der Kette gemessen, sondern die Distanz zweier nur ein paar Kettenglieder
voneinander entfernter Röllchen, wenn man sie auseinanderdrückt. Man mag
sich darüber streiten, ob man so tatsächlichen Verschleiß misst oder
Designunterschiede verschiedener Ketten. Jedenfalls ist aber ein Teil des so
gemessenen Verschleißes für die Brauchbarkeit der Kette unerheblich.
>
>> Einfaches Nachmessen mit einem Zollstock ist besser und billiger.
>Billiger sicher. Besser? Ich würde es als etwa gleichwertig bezeichnen.
Mit welcher Begründung? Womit begründest Du, daß die Rohloff-Lehre das mißt,
auf das es ankommt: die Kettenlängung?
> Vielen Dank an alle, die mir geantwortet haben. Es sieht wohl wirklich so aus,
> als ob ich ein neues Ritzelpaket brauche. :( Haette ich nicht gedacht, nach
> nur 2000Km. (Ist mein erstes Rad mit Hyperdingens - bei anderen hatte ich nach
> 3000Km keine Probleme mit dem Wechseln) Wie oft brauche ich denn nun eine neue
Es juckt mich ja in den Fingern zu empfehlen, Haipaerdinx wieder
auszubauen...
> Kette, um dem Problem vorzubeugen? Alle 500Km?
Evtl. solltest Du Dir die Kettenverschleisslehre von Rohloff zulegen.
Duerfte sich nach dem ersten gesparten Ritzeltausch rentiert haben. Des
weiteren wuerde ich mal eine der beliebten Sachs-Sedis-Fuenfzehn-Mark-
Ketten ausprobieren. Ich vermute, dass bei leicht reduziertem
Schaltkomfort die Lebensdauer spuerbar erhoeht wird. Allerdings: das habe
ich selbst noch nicht ausprobiert, also at your own risk.
> P.S. zur Frage von Rainer bzgl justieren der Schaltung: Ich hatte sie bei der
> Gelegenheit auseinandergenommen & gereinigt.
Ahhhh! Das erklaert's.
Rainer
In article <Pine.A32.3.91.970319...@dax-eth.rz.uni-frankfurt.de>, "Rainer H. Rauschenberg" <rai...@dax-eth.rz.uni-frankfurt.de> writes:
|> ist ohne Zweifel billiger, allerdings sind hier in der Regel nur
|> Maszstaebe mit metrischer Skalierung zu bekommen, so dass das nicht mehr
Im Bürofachhandel gibt es häufig Lineale mit Zollteilung zu kaufen, da
Schreibmaschinen mit 10/12 cpi schreiben.
vb
--
"I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <mc...@ncc1701.starfleet.fed>
"I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <b...@teknon.de>
>> Mein Tip: Investier 30 DM fuer den Kettenkaliber von Rohloff.
> Jobst Brandt ist der Meinung, daß dieses Teil keinen Aufschluß
> über den Verschleiß einer Kette geben kann. Einfaches
> Nachmessen mit einem Zollstock ist besser und billiger.
Das kann ich auch beweisen indem ich Vergeleichsmessungen mach an
verschiedenen Ketten. Der Kettenkaliber nimmt das Walzenspiel in die
Messung, dabei hat sie nichts mit der Kettenteilung, die eigendlich
das Ziel der messung ist, zu tun.
Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>
RK>gedacht, nach nur 2000Km.
Sollte auch nicht sein, das ist zu wenig, es sei denn, Du fährst nur
Schlammrennen. ;=)
RK>(Ist mein erstes Rad mit Hyperdingens - bei anderen hatte ich nach
RK>3000Km keine Probleme mit dem Wechseln) Wie oft brauche ich denn nun
RK>eine neue Kette, um dem Problem vorzubeugen? Alle 500Km?
Nein, nach 1500km mal kontrolieren und so ab 2000 dann alle 500 sollte
ausreichen. Am Stadtrad fahre ich die Sedis 40SC 2000km, am Rennrad die
Top-Sedis 7000km.
Gruß Jan
> Rasmus Althoff <alt...@tu-harburg.de> wrote:
> >Mein Tip: Investier 30 DM fuer den Kettenkaliber von Rohloff.
> Jobst Brandt ist der Meinung, daß dieses Teil keinen Aufschluß über den
> Verschleiß einer Kette geben kann. ...
^^^^^^^^^^^^^^^^
Hier irrt der Meister, _WENN_ er es denn genauso gesagt hat :)
> ... Einfaches Nachmessen mit einem Zollstock ist besser und billiger.
... und wird von den meisten IMO nicht sicher beherrscht.
-- _
MfG_ // Wolfgang "Wolfbert" Paul (Only My Personal Opinions)
\X/
> Wenn man die absolute Kettenl"angung messen will, ist es wesentlich
> einfacher, ein Ma/3stab mit 100 Kettenglieder L"ange zu machen, zB. ein
> Alu-L Profile und an dem Ende dann die Gesamtl"angung gegen"uber der
> Norm abzulesen, die bewegt sich dann n"amlich im Augenfreundlichen
> mm-Bereich.
Meine Frage bleibt aber: Wie nutze ich dieses Geraet, ohne die
Kette von meinem Rad abzubauen?
Hallo an alle,
es werden unter oben genanntem Thema viele Theorien aufgestellt und
Meßmethoden vorgeschlagen und andere zerrissen. Wichtig ist doch nur:
1. Wie stelle ich fest, ob meine Kette noch brauchbar ist?
2. Wie verhindere ich die frühzeitige Unbrauchbarkeit?
3. Welche Ketten haben eine lange Lebensdauer?
Zu 1:
Unbrauchbar ist die Kette, wenn die Teilung der Kette nicht mehr der
Teilung der Ritzel bzw. des Blattes entspricht. Dies kann man durch
einfaches messen des Abstandes der Kettenrollen, innen oder außen messen
und durch abziehen bzw. zuzählen des Rollendurchmessers ermitteln (z. B.
mit einer Schieblehre). Sehr einfach geht dies mit der Rohloff-
Kettenlehre. Mit dieser Lehre stellt man fest, wie weit der der Abstand
der Kettenrollen vom Sollmaß abweicht (max. 0,075 mm bei Aluritzel und
max. 0,1 mm bei Stahlritzel, wenn die Lehre ganz eintaucht). Dabei ist es
unerheblich, was sich mehr oder weniger abgenutzt hat oder ob die Kette
gelängt wurde, wenn die Lehre ganz eintaucht, ist die Kette unbrauchbar.
Bei weitere Benutzung der Kette, werden die Ritzel übermäßig
Verschliessen.
Zu 2:
Frühzeitige Unbrauchbarkeit verhindere ich durch einfache Pflege der Kette
durch reinigen, ölen oder fetten. Dies wurde hier bereits ausgiebig
diskutiert.
Zu 3:
Um diese Frage zu beantworten, muß man einiges über die Kettenwerkstoffe
und die Kettenform wissen und verstehen. Ich versuche dies einmal zu
analysieren, um das Verständnis dafür zu wecken:
Verschleiß entsteht, wenn zwei Teile ohne Schmierung aneinander reiben, da
sich dabei die Oberflächen der Teile ineinander verkrallen und bei
gewaltsamer Bewegung sich Partikel aus der Oberfläche lösen können
(einfache Betrachtung). Ist ein ausreichender Schmierfilm dazwischen, der
das Verkrallen verhindert und bei der gewaltsamen Bewegung nicht abreißt,
kann kein Verschleiß entstehen. Deshalb ist es wichtig, daß der
Kettenschmierstoff die genannten Eigenschaften erfüllt. Einfaches Öl kann
dies auch, muß aber ständig erneuert werden, ein bei einer Kette fast
unmögliches Unterfangen. Wichtig ist auch, daß bei der Bewegung der
einzelnen Teile eine möglichst kleine Fläche als Berührungszone entsteht.
Dazu muß die Kette eine möglichst große Festigkeit haben, um den
Verformungskräften (Flächenpressung) den größmöglichen Wiederstand
entgegenzubringen.
Ein weiter Unbrauchbarkeitsfaktor ist die Kettenlängung. Diese entsteht
durch die Zugkräfte während der Tretarbeit als bleibende Verformung. Dies
hängt von zwei Faktoren ab: 1. von der Zugfestigkeit der Kettenlaschen und
2. von der Form der Kettenlaschen.
Gute Ketten sind aus hochwertigen Werkstoffen gefertigt (hohe
Zugfestigkeit) und haben gerade ungekröpfte Kettenlaschen.
Die zur Zeit besten Ketten, die diese Eigenschaften und zudem auch sehr
gute Schalteigenschaften haben, sind die Sachs Sedis -Ketten der gehobenen
Preisklassen. Bei diesen Ketten werden die einzelnen Glieder aus Teilen
mit sehr engen Toleranzfeldern und besten Werkstoffen verarbeitet.
Ich habe bereits mehrere Kettentypen benutzt und mit der Sachs Sedis Kette
von Campa die besten Erfahrungen gemacht. Nach ca. 7000 km kein
nennenwerter Verschleiß. Die Kette wird ca. alle 300- 500 km vom Schmutz
mit einem trockenem Tuch befreit und mit Rohloff-Kettenfließfett
nachgeölt. Die Kette hält so noch mindesten 5000 km. Die
Kosteneinsparungen trotz hohem Preis (45,- DM) kann sich jeder ausrechnen.
___o ========== Salü, Manfred ========= o___
_\ <_ E-Mail: m-p...@hit.handshake.de _> /_
(_)'(_) ==================================== (_)`(_)
> Wolfgang Strobl Schreibt:
>
> >> Mein Tip: Investier 30 DM fuer den Kettenkaliber von Rohloff.
>
> > Jobst Brandt ist der Meinung, daß dieses Teil keinen Aufschluß
> > über den Verschleiß einer Kette geben kann. Einfaches
> > Nachmessen mit einem Zollstock ist besser und billiger.
>
> Das kann ich auch beweisen indem ich Vergeleichsmessungen mach an
> verschiedenen Ketten. Der Kettenkaliber nimmt das Walzenspiel in die
> Messung, dabei hat sie nichts mit der Kettenteilung, die eigendlich
> das Ziel der messung ist, zu tun.
>
Dies ist nicht ganz richtig, wenn die Rollen zu großes Spiel haben,
verändert sich deren Mittelpunkt und die Kettenteilung und dies
unkontrolliert. Die Kettenlehre ist auf das Sollspiel der Rollen bei guten
Ketten eingestellt. Dies kann bei verschiedenen Ketten durchaus zu
unterschiedlichem Ergebnis führen. Aber auf die Brauchbarkeit der Kette
hat dies keinen Einfluß. Taucht die Lehre ein ist die Ketten für die
modernen Zahnprofile unbrauchbar.
Die Zollstockmethode reicht nicht aus um die Brauchbarkeit der Kette zu
ermitteln.
[...]
> Das spielt in dem Moment keine Rolle mehr, wo das alternativ vorgeschlage=
ne
> Me=DFverfahren =FCberhaupt nicht funktioniert. Besser ein schwierig zu
> ermittelndes, aber richtiges Resultat als ein falsches Resultat, das sich
> ganz einfach ermitteln l=E4=DFt.
Ja. Waere schoen, wenn Du (oder Jobst Brandt) die ausfuehrliche=20
Erklaerung nochmal vorkramen koennte(st).
Ich bin so hartnaeckig, da ich bis dato den Eindruck hatte, dass Rohloff=20
weiss, was er tut und ich auch nicht erwarte, dass er ein Produkt=20
vermarktet, dass technisch sinnlos ist.
Rainer
Das ist ja wirklich schlimm hier.
Wenn die Roellchen so beschaedigt sind, dass das
Messwerkzeug falsch anzeigen wird, kann man die Kette sowieso
von vorneherein entsorgen.
Rohloff geht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit
davon aus, dass man die Kette, bevor man mit dem Messwerkzeug
drangeht, erst einmal einer Sichtpruefung unterzieht.
--
Dr.-Ing. Hermann Rochholz
Forschungszentrum Karlsruhe GmbH / Postfach 3640
Institut fuer Neutronenphysik und Reaktortechnik (INR)
76344 Eggenstein/Leopoldshafen
Tel.: 07247/82 6105
mailto:Hermann....@inr.fzk.de
Wer auf dem Fahrrad keinen Helm traegt, braucht auch keinen.
>>>>Mein Tip: Investier 30 DM fuer den Kettenkaliber von Rohloff.
>>>
>>> Jobst Brandt ist der Meinung, daß dieses Teil keinen Aufschluß über den
>>> Verschleiß einer Kette geben kann.
>>
>>Mit welcher Begründung?
>
>Mit der Begründung, daß die Distanz zweier Röllchen keinen zuverlässigen
>Aufschluß darüber gibt, wie stark sich die Kette gelängt hat.
Die Ritzel "messen" doch auch aussen an den Roellchen oder?
Es kommt doch drauf an, dass Ritzel und Kette zusammenpassen, wozu
die ganze Theorie.
>>> Einfaches Nachmessen mit einem Zollstock ist besser und billiger.
>
>>Billiger sicher. Besser? Ich würde es als etwa gleichwertig bezeichnen.
>
>Mit welcher Begründung? Womit begründest Du, daß die Rohloff-Lehre das mißt,
>auf das es ankommt: die Kettenlängung?
>
Weil die Lehre genauso in die Kette greift wie es die Ritzel tun.
Ganz verstanden hab ich das mit den Ketten allerdings auch nicht.
Ansonsten bin ich immer fuer die billigere Loesung zu haben.
Uebrigens:
Das die Kette nur ueber Verschleiss gelaengt wird bezweifele ich.
Ich hab da ein Tour Sonderheft mit Kettentest, werd ich nochmal
rauskramen und nachlesen. Der Test war echt Praxisbezogen mit
Regensimulation und Sand/Staub und Streckung mit Kraftspitze (glaube ich).
Patrick Schelauske
>On Wed, 19 Mar 1997, Wolfgang Strobl wrote:
>
>[...]
>> Das spielt in dem Moment keine Rolle mehr, wo das alternativ vorgeschlagene
>> Meßverfahren überhaupt nicht funktioniert. Besser ein schwierig zu
>> ermittelndes, aber richtiges Resultat als ein falsches Resultat, das sich
>> ganz einfach ermitteln läßt.
>
>Ja. Waere schoen, wenn Du (oder Jobst Brandt) die ausfuehrliche
>Erklaerung nochmal vorkramen koennte(st).
Jobst hat das inzwischen getan.
>Ich bin so hartnaeckig, da ich bis dato den Eindruck hatte, dass Rohloff
>weiss, was er tut
Klar. Der stellt Ketten her und verkauft sie. :-}
>und ich auch nicht erwarte, dass er ein Produkt
>vermarktet, dass technisch sinnlos ist.
Man könnte jetzt streiten, für wen ein Produkt sinnlos ist, das ggfs. mehr
Verschleiß anzeigt, als tatsächlich vorhanden ist.
Zu den Rohloff-Teilen faellt mir noch folgendes ein:
Wenn ich das richtig verstanden habe, zeigt der Kaliber
bei vernachlaessigbarem Rollenspiel korrekt an. Andernfalls
zeigt er evtl. falsch an, aber in keinem Fall zu spaet,
schlimmstenfalls zu frueh. Wenn man also nach seinem
Messergebnis ggf. die Kette wechselt, steht man immer auf der
sicheren Seite und wird keinen Aerger mit schnell
verschlissenen Ritzeln oder Blaettern haben.
>Wolfgang Strobl Schreibt:
>
>>> Mein Tip: Investier 30 DM fuer den Kettenkaliber von Rohloff.
>
>> Jobst Brandt ist der Meinung, daß dieses Teil keinen Aufschluß
>> über den Verschleiß einer Kette geben kann. Einfaches
>> Nachmessen mit einem Zollstock ist besser und billiger.
>
>Das kann ich auch beweisen indem ich Vergeleichsmessungen mach an
>verschiedenen Ketten. Der Kettenkaliber nimmt das Walzenspiel in die
>Messung, dabei hat sie nichts mit der Kettenteilung, die eigendlich
>das Ziel der messung ist, zu tun.
Das Messwerkzeug von Rohloff misst doch "genauso" wie es
das Ritzel tut (zwei Zaehne greifen in die Kette). Was soll ich also
an der Kette mit einem Zollstock fuer Masse (mit sz) abnehmen.
Mir scheint die Betrachtung in diesem Fall etwas zu Akademisch*.
Wenn es so sein sollte, dass Kettenkaliber und Zollmass etwas anderes Messen,
so zweifele ich zur Zeit eher an der Relevanz des Zollmasses fuer das
Ritzelspringen.
>Der Kettenkaliber nimmt das Walzenspiel in die
>Messung, dabei hat sie nichts mit der Kettenteilung, die eigendlich
>das Ziel der messung ist, zu tun.
Die Zahnraeder/Ritzel nehmen das Walzenspiel doch auch mit in ihre Messung, oder?
Ziel der Messung war es doch festzustellen ob die Kette noch halbwegs fuer
die Ritzel brauchbar ist.
Ist dieses Verschleissmass genau nur die Kettenteilung?
Patrick , *selbst Akademiker und immer bereit etwas dazuzulernen
>Zu den Rohloff-Teilen faellt mir noch folgendes ein:
>Wenn ich das richtig verstanden habe, zeigt der Kaliber
>bei vernachlaessigbarem Rollenspiel korrekt an. Andernfalls
>zeigt er evtl. falsch an, aber in keinem Fall zu spaet,
>schlimmstenfalls zu frueh.
Voraussetzung: niemand ist auf die Idee gekommen, das im fabrikneuen Zustand
schon vorhandene Spiel vorsorglich mit einzukalkuliere.
>Wenn man also nach seinem
>Messergebnis ggf. die Kette wechselt, steht man immer auf der
>sicheren Seite und wird keinen Aerger mit schnell
>verschlissenen Ritzeln oder Blaettern haben.
Das wird natürlich inbesondere den Kettenhersteller freuen.
>Carsten Zerbst wrote:
>
>> Wenn man die absolute Kettenl"angung messen will, ist es wesentlich
>> einfacher, ein Ma/3stab mit 100 Kettenglieder L"ange zu machen, zB. ein
>> Alu-L Profile und an dem Ende dann die Gesamtl"angung gegen"uber der
>> Norm abzulesen, die bewegt sich dann n"amlich im Augenfreundlichen
>> mm-Bereich.
>
>Meine Frage bleibt aber: Wie nutze ich dieses Geraet, ohne die
>Kette von meinem Rad abzubauen?
Immer die dreckigen Finger, und dann wieder die Kette zusammennieten
müssen (hast Du eigentlich auch was gegen den Rohloff-Revolver???).
Den Teufel werde ich tun! Meine schöne SLT 99 auf dem Renner wird mit
dem Caliber gemessen. Ist auf jeden Fall materialschonender, als zu
warten, bis die Kette über die HG-Ritzel springt. Bei akzeptabler
Pflege hält die Kette auch so 6000 bis 8000 Kilometer!
Am Stadtrad mit herkömmlichen Stahlritzeln und Sedis-Kette für 14,90
wird überhaupt nichts gemessen. Höchstens bei allzu großem Verschleiß
die ausgediente Rennradkette montiert ;-) . Das reicht alle Nase lang,
um sich das Rad am Bahnhof klauen zu lassen.
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: das Problem kann auch ein steifes Glied (der Kette) sein. Dreh mal
: langsam die Kurbeln rückwärts und beobachte das Schaltwerk. An der
: Stelle, an der das Schaltwerk ruckelt, muß die Kette seitlich (!)
: bewegt werden, bis das Kettenglied leichtgängig wird.
Das hatte ich auch erst vermutet (gehofft), war aber nicht der Fall.
: Hilft das nix,
: mußt Du wirklich das Ritzelpaket tauschen.
Das stellt sich als nicht so einfach raus und da Ihr mir alle so nett Tips
gegeben habt, will ich zur allgemeinen Erheiterung kundtun, wie es weiterging:
Ich bin also kleinlaut zur Werkstatt und der Verkaeufer meinte auch gleich, er
haette mir die Kette nicht ohne neues Ritzelpaket verkauft. Er wollte es auch
gleich auf Kulanz montieren, stutzte dann aber und meinte 6er Pakete sind
obsolete und nicht mehr erhaeltlich. Aus diesem statement entwickelte sich dann
eine ca 45minuetige Diskussion in die noch zwei weitere Mechaniker einbezogen
wurden und aus der sich dann folgende Loesungsvarianten herauskristallisierten:
- auf sieben Ritzel umruesten (erfordert ausser ritzelpaket neuen Koerper zur
Aufnahme desselben (wie heisst das richtig?) und neue Schalthebel bzw Ver-
zicht auf Indizierung)
- ein neues Hinterrad mit aufschraubbarem 6er Paket (wesentlich billiger als
vorherige Variante, so dass ich mich dafuer entschied - allerdings stellte
sich raus, dass es dafuer keine 11er & 12er Ritzel gibt, also doch nicht)
- versuchen, ob noch irgendwo 6er Pakete erhaeltlich sind...
- Demontage eines 7er Paketes und Neuaufbau eines 6er unter Verwendung der
Abstandringe des alten 6er
Hm, ich werde also heute mal noch ein paar andere Geschaefte abklappern und
wenn sich nichts neues ergibt die alte Kette wieder rauskramen, reinigen (igitt)
und solange damit fahren, bis sie den Geist aufgibt oder ich ne groessere Tour
mache um dann eine neue Schaltung anzubauen.
Robert
>>>>> "MP" == Manfred Post <m-p...@hit.handshake.de> schrieb:
MP> Sehr einfach geht dies mit der Rohloff- Kettenlehre.
Um die Brauchbarkeit dieser Lehre ging es doch an dieser Stelle des
Threads gerade. Mir scheint Du hast die Diskussion gar nicht verfolgt.
MP> Dabei ist es unerheblich, was sich mehr oder weniger abgenutzt hat
MP> oder ob die Kette gelängt wurde, wenn die Lehre ganz eintaucht,
MP> ist die Kette unbrauchbar.
Kannst Du das auch begründen?
MP> Sachs Sedis Kette von Campa die besten Erfahrungen gemacht. Nach
MP> ca. 7000 km kein nennenwerter Verschleiß. Die Kette wird ca. alle
MP> 300- 500 km vom Schmutz mit einem trockenem Tuch befreit und mit
MP> Rohloff-Kettenfließfett nachgeölt. Die Kette hält so noch
MP> mindesten 5000 km. Die Kosteneinsparungen trotz hohem Preis (45,-
MP> DM) kann sich jeder ausrechnen.
Sachs Sedis Ketten gibt's auch von Campa? Warum kaufst Du Sie nicht
von Sachs, dann kostet Sie auch nur 15 DM (SC-30 o. SC-40). Oder habe
ich jetzt etwas verwechselt?
Grüße
Cord
() Wenn man also nach seinem Messergebnis ggf. die Kette wechselt,
() steht man immer auf der sicheren Seite und wird keinen Aerger
() mit schnell verschlissenen Ritzeln oder Blaettern haben.
Wer nicht so recht weiss, wohin damit, kann die mit diesem Verfahren
als verschlissen erkannten Ketten mir schicken. Bitte keine Shimano.
>> Einfaches Nachmessen mit einem Zollstock ist besser und billiger.
> Billiger sicher. Besser? Ich würde es als etwa gleichwertig
> bezeichnen. In jedem Fall ist es umständlicher.
Bitte erklaeren wie das hinhalten einer Messlatte umstaendlicher ist
als ein teueres Werkzeug zwischen die Kettenglieder einzufuehren.
Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>
>Rasmus Althoff schreibt zum Rohloff-Messgeraet
>
> () Wenn man also nach seinem Messergebnis ggf. die Kette wechselt,
> () steht man immer auf der sicheren Seite und wird keinen Aerger
> () mit schnell verschlissenen Ritzeln oder Blaettern haben.
>
>Wer nicht so recht weiss, wohin damit, kann die mit diesem Verfahren
>als verschlissen erkannten Ketten mir schicken. Bitte keine Shimano.
Warum? Weil da eine Handvoll dieser merkwürdigen Sollbruch-Einwegnieten mehr
kostet als eine ganze Sachs-Kette (mit >100 Nieten, alle wiederverwendbar)?
Kann ich verstehen.
>>> Mein Tip: Investier 30 DM fuer den Kettenkaliber von Rohloff.
>> Jobst Brandt ist der Meinung, daß dieses Teil keinen
>> Aufschluß über den Verschleiß einer Kette geben kann.
>> Einfaches Nachmessen mit einem Zollstock ist besser und billiger.
> Mit nem Zollstock? Ohne die Kette abzunehmen? Auf Bruchteile von
> Milimetern? Das verstehe ich nicht. Kannst Du da mal was zu sagen,
> Jobst?
> (Das Subject habe ich angepasst, weil ich gerade Deine Mailadresse
> nicht zur Hand habe, Jobst, ich aber sichergehen wollte, dass Du
> den Artikel liest)
Das scheint Dir unmoeglich weil Du es noch nie probiert hast. Es ist
spott einfach einen Zollstock parallel zum unteren Lauf der Kette zu
halten, sodass eine Hauptteilung mit einem Zapfen fluchtet. In einem
Blick kann man leicht ersehen ob, 12 Zoll weiter entlang der Kette,
die Hauptteilung fluchtet, 1/16, oder 1/8 vom dortigen Zapfen versetzt
ist. Da Zollstoecke in 1/16 Teilungen markiert sind, ist es leicht
1/32 Zoll Unterschiede zu ersehen.
1/32 pro 12.5 Zoll = 0,25% Laengung
1/16 pro 12.5 Zoll = 0,50% Laengung
1/8 pro 12.5 Zoll = 1,00% Laengung
Genauer braucht man nicht messen, weil wir lediglich den Verschleiss
ueberpruefen wollen, also nicht fuer's Vermessungsamt Akten ablegen.
Eine 0,25% Laengung in einem 1 Zoll Kette betraegt 0,064mm. Das ist
warhaftig ausreichend genau, und auch leicht zu messen ohne die Kette
zu beruehren. Versuch's mal. Die Latte nur hinhalten. Wir machen's
schon Jahre lang, hier im Land der englischen Masse. Hierzulande
werden Zollstoecke als Reklame verschenkt. Es gibt auch metallerne
kompakt Rollobaender zu kaufen. Die meisten haben Zoll und mm
teilungen auf gegenueberliegenden Seiten.
Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>
> Unbrauchbar ist die Kette, wenn die Teilung der Kette nicht mehr der
> Teilung der Ritzel bzw. des Blattes entspricht.
Schon dieses ist falsch. Eine nagelneue Kette hat unter Zugbelastung,
durch elastisch Dehnung, schon nicht die gleiche Teilung wie ein
Zahnkranz. Deshalb tragen, von den Zaehnen des Ritzels die im
Eingriff sind, hoechstens nur die letzten zwei. Um Dein Spruch war zu
machen gehoert noch eine Toleranz und eine Guete der gebrauchbarkeit.
> Dies kann man durch einfaches messen des Abstandes der Kettenrollen,
> innen oder außen messen und durch abziehen bzw. zuzählen des
> Rollendurchmessers ermitteln (z. B. mit einer Schieblehre).
Auf Englisch nennen wir das, die "simply" (einfaches) Flagge die
sofort hoch geht wenn die Beschreibung oder der Vorgang umstaendlich
wird. Die beschriebene Messmethode ist weder einfach noch praezise.
> Sehr einfach geht dies mit der Rohloff- Kettenlehre.
Noch "sehr" aka. very simply..., aufpassen, jetzt wirds teuer und
diffizil.
> Mit dieser Lehre stellt man fest, wie weit der der Abstand der
> Kettenrollen vom Sollmaß abweicht (max. 0,075 mm bei Aluritzel
> und max. 0,1 mm bei Stahlritzel, wenn die Lehre ganz eintaucht).
Auf welche Kettenlaenge wird gemessen? Was kosted dieses Wekzeug?
> Dabei ist es unerheblich, was sich mehr oder weniger abgenutzt hat
> oder ob die Kette gelängt wurde, wenn die Lehre ganz eintaucht,
> ist die Kette unbrauchbar. Bei weitere Benutzung der Kette, werden
> die Ritzel übermäßig Verschliessen.
Wie wird Walzenspiel mit dieser Messmethode ausgeshieden? Da die
Kettenteilung unabhaengig vom Spiel der Rollen auf ihren Lagerkragen
ist, darf der Spiel in der Messung nicht einbegriffen werden.
> Frühzeitige Unbrauchbarkeit verhindere ich durch einfache Pflege
> der Kette durch reinigen, ölen oder fetten. Dies wurde hier
> bereits ausgiebig diskutiert.
Aber die Diskussion befasste sich mehr mit Schmiermittel als die
Wirkung von Verunreinigung die der Kette am meisten schadet. Die FAQ
erklaerung einiger dieser Sachen ist erst kuerzlich erschienen. Das
hast Du offensichtlich noch nicht gesehen.
> Um diese Frage zu beantworten, muß man einiges über die
> Kettenwerkstoffe und die Kettenform wissen und verstehen. Ich
> versuche dies einmal zu analysieren, um das Verständnis dafür
> zu wecken: Verschleiß entsteht, wenn zwei Teile ohne Schmierung
> aneinander reiben, da sich dabei die Oberflächen der Teile
> ineinander verkrallen und bei gewaltsamer Bewegung sich Partikel aus
> der Oberfläche lösen können (einfache Betrachtung).
Nanu! Jetzt sollen wir promovierte Werkstoffexperten sein um unsere
Ketten in ordnung zu halten. Wer haette das gedacht, mit so vielen
Fahrraedern unterwegs. Deine Lektuere ueber Tribologie, in dieser
hoch unvollstaendigen Form, ist weder aufklaerend noch korrect, da die
Effekte von Reibung, Schmiermittel, und Belastung, ganz abgesehen von
Schmirgel, nicht so Schwarz auf Weiss sind wie Du es schilderst.
> Ist ein ausreichender Schmierfilm dazwischen, der das Verkrallen
> verhindert und bei der gewaltsamen Bewegung nicht abreißt, kann
> kein Verschleiß entstehen. Deshalb ist es wichtig, daß der
> usw...
Wieso wird das so eine lange Geschichte in einem Paragraph der einem
schier die Luft weg nimmt. Wenn so viele Worte in einem huafen
zusammen kommen, kann man sich kaum durch wuehlen ohne das Subjekt
verfehlt zu haben. Wo fuehrt das alles hin? Ist dieses eine Werbung
fur ein Product?
> Gute Ketten sind aus hochwertigen Werkstoffen gefertigt (hohe
> Zugfestigkeit) und haben gerade ungekröpfte Kettenlaschen. Die
> zur Zeit besten Ketten, die diese Eigenschaften und zudem auch sehr
> gute Schalteigenschaften haben, sind die Sachs Sedis -Ketten der
> gehobenen Preisklassen.
Aha! Du bist eine Ketten vertreter, stimmts? Wo bleiben Shimano und
die anderen Kettenhersteller dabei. Ich habe schon viele gute Ketten
gebraucht die wesentlich besser hielten als die Sedis.
> Bei diesen Ketten werden die einzelnen Glieder aus Teilen mit sehr
> engen Toleranzfeldern und besten Werkstoffen verarbeitet. Ich habe
> bereits mehrere Kettentypen benutzt und mit der Sachs Sedis Kette
> von Campa die besten Erfahrungen gemacht.
Was haben enge Toleranzfelder mit der Pflege der Kette zu tun? Bitte
erzaele mal wie Du dazu kommst diese Kette zu bevorzugen. Welche
vergleichsmasse wurden angewandt?
> Nach ca. 7000 km kein nennenwerter Verschleiß. Die Kette wird
> ca. alle 300- 500 km vom Schmutz mit einem trockenem Tuch befreit
> und mit Rohloff-Kettenfließfett nachgeölt. Die Kette hält
> so noch mindesten 5000 km. Die Kosteneinsparungen trotz hohem Preis
> (45,- DM) kann sich jeder ausrechnen.
Meine letzte Kette der alten Bauform, mit durchgehenden Huelsen, lief
30000km, inklusive zwei Alpenfahrten mit je 2000km, ehe sie meine 1%
Laengungsgrenze erreichte. Da es diese Art Ketten nicht mehr gibt,
fahre ich jetzt Sedis und komme auch nur noch auf 5-6000km. Das ist
nicht das was ich eine haltbare Kette nenne.
Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>
>>>> Mein Tip: Investier 30 DM fuer den Kettenkaliber von Rohloff.
>>
>>> Jobst Brandt ist der Meinung, daß dieses Teil keinen Aufschluß
>>> über den Verschleiß einer Kette geben kann. Einfaches
>>> Nachmessen mit einem Zollstock ist besser und billiger.
>>
>>Das kann ich auch beweisen indem ich Vergeleichsmessungen mach an
>>verschiedenen Ketten. Der Kettenkaliber nimmt das Walzenspiel in die
>>Messung, dabei hat sie nichts mit der Kettenteilung, die eigendlich
>>das Ziel der messung ist, zu tun.
>
>Das Messwerkzeug von Rohloff misst doch "genauso" wie es
>das Ritzel tut (zwei Zaehne greifen in die Kette). Was soll ich also
>an der Kette mit einem Zollstock fuer Masse (mit sz) abnehmen.
hab uebersehen das das Kaliber in zwei Richtungen drueckt (spreitzt), waehrend
die Kette ja nur in eine Richtung zieht.
Das ist der Unterschied.
>Ziel der Messung war es doch festzustellen ob die Kette noch halbwegs fuer
>die Ritzel brauchbar ist.
>Ist dieses Verschleissmass genau nur die Kettenteilung?
scheint "ja" zu sein
Verkaufe Rohloff Kettenkaliber VB 10.-DM :(
Wer hat was Besseres, ohne das die Kette jedesmal runter muss?
Patrick
In article <5grbt4$c...@tigra.hl.siemens.de>, sch...@tigra.hl.siemens.de (Schelauske_Patrick) writes:
|> Wer hat was Besseres, ohne das die Kette jedesmal runter muss?
Stahllineal mit Zollteilung, mit etwas Glück im Baumarkt.
Zeilenlineal mit Pica-Teilung (10/12 cpi), im EDV-/Büro-Fachhandel.
In article <5gradd$c...@tigra.hl.siemens.de>, sch...@tigra.hl.siemens.de (Schelauske_Patrick) writes:
|> Das Messwerkzeug von Rohloff misst doch "genauso" wie es
|> das Ritzel tut (zwei Zaehne greifen in die Kette). Was soll ich also
|> an der Kette mit einem Zollstock fuer Masse (mit sz) abnehmen.
Nein, es mißt anders. Mal sehen, ob ich eine Skizze hinkrieg:
* ist der Niet, das außdendrum die Außenkontur der Rolle.
--- ---
/ \ / \
| * | | * | So mißt der Kaliber.
\ / \ /
--- ---
--- ---
/ \ / \
| * | | * | So läuft die Kette.
\ / \ /
--- ---
| | So mißt der Zollstock.
Der Kaliber zeigt die Kette also zu früh als verschlissen an.
: Das h=F6rt sich f=FCr mich so an, als seien Deine Ritzel verschlissen.
: Du schreibst leider nicht, wie lange die alte Kette drauf war, aber aller
: ca. 1500 km sollte man diese wechseln.
Die Kette war so ca 2000km drauf, also wohl zu lange. Naja man lernt nicht
aus.
Robert
Sven
--
Sven Marcus glu...@uni-paderborn.de
FB 17/Informatik Uni-GH Paderborn Germany
>> Ich bin so hartnaeckig, da ich bis dato den Eindruck hatte, dass
>> Rohloff weiss, was er tut und ich auch nicht erwarte, dass er ein
>> Produkt vermarktet, das technisch sinnlos ist.
> Das ist ja wirklich schlimm hier. Wenn die Roellchen so beschaedigt
> sind, dass das Messwerkzeug falsch anzeigen wird, kann man die Kette
> sowieso von vorneherein entsorgen.
Die "Roellchen" sind nicht beschaedigt aber sie koennen Spiel
aufweisen, der nichts mit der korrekten Funktion der Kette zu tun hat.
Verschiedene Kettensorten haben verschieden Spiel. Eine Lehre die
ueber diesen Spiel misst ist Mist.
> Rohloff geht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon
> aus, dass man die Kette, bevor man mit dem Messwerkzeug drangeht,
> erst einmal einer Sichtpruefung unterzieht.
Und was soll man an einer schwarzdreckigen Kette sehen?
Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>
Florian Lagerbauer
> Zu den Rohloff-Teilen faellt mir noch folgendes ein: Wenn ich das
> richtig verstanden habe, zeigt der Kaliber bei vernachlaessigbarem
> Rollenspiel korrekt an. Andernfalls zeigt er evtl. falsch an, aber
> in keinem Fall zu spaet, schlimmstenfalls zu frueh. Wenn man also
> nach seinem Messergebnis ggf. die Kette wechselt, steht man immer
> auf der sicheren Seite und wird keinen Aerger mit schnell
> verschlissenen Ritzeln oder Blaettern haben.
Noch sicherer waere die Kette alle 1000km sowieso zu wechseln. Da
wuerde Herr Rohloff sich nicht beklagen, besonders wenn's seine Ketten
sind un sien Kettenkaliber DM DM DM DM DM DM...
Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>
Aehh, ich gehe mal davon aus, dass Du denjenigen ansprichst, auf
dessen Posting Du geantwortet hast. Das bin dann ich. Ich habe
nix gegen den Rohloff Kettenkaliber gesagt, sondern gefragt, wieso
der schlecht sein soll. Daher verstehe ich Dein "auch" nicht.
Ansonsten: Gegen den Kettenrevolver spricht eigentlich nur der
horrende Preis, mit dem sich Rohloff sein Monopol bezahlen
laesst. Da offenbar sich keine andere Firma findet, ein
funktionell gleichwertiges Teil zu bauen zu einem annehmbaren
Preis von unter 50DM, es aber andererseits zig Fabrikate
fuer 20 DM gibt, folgere ich, dass es offenbar keinen
grossen Bedarf gibt fuer "echte" Vernieter, und dass es
die einfachen Teile auch tun. Waeren die wirklich unbrauchbar,
gaebe es keinen Absatz.
Ich glaube, die freuen sich gar nicht. Der Rat vieler Fahrradhaendler,
alle 1500-3000 km die Kette zu wechseln ist fuer die erfreulicher. Mit
dem ROHLOFF Kaliber liege ich da mittlerweile weit drueber.
Joachim
--
Dr. Joachim Schuering * schu...@geochemie.uni-bremen.de
FB 5 - Geowissenschaften * Universitaet Bremen
Postfach 330 440 * 28 334 Bremen * Germany
Tel.: +49 421-218 3945 * Fax: +49 421-218 4321
http://www.palmod.uni-bremen.de/FB5/agschulz/schuering.htm
> "Rainer H. Rauschenberg" <rai...@dax-eth.rz.uni-frankfurt.de> wrote:
[...]
> >Ich bin so hartnaeckig, da ich bis dato den Eindruck hatte, dass Rohloff=
=20
> >weiss, was er tut=20
>=20
> Klar. Der stellt Ketten her und verkauft sie. :-}
>
> >und ich auch nicht erwarte, dass er ein Produkt=20
> >vermarktet, dass technisch sinnlos ist.
>=20
> Man k=F6nnte jetzt streiten, f=FCr wen ein Produkt sinnlos ist, das ggfs.=
mehr
> Verschlei=DF anzeigt, als tats=E4chlich vorhanden ist.
Wem sagst Du das, ich bin Wirtschaftswissenschaftler. Aber nach der Logik=
=20
haette Rohloff die urspruengliche Innovation, naemlich eine spezielle=20
Form der Verschleissflaechen, die die Lebensdauer erhoeht, auch nicht=20
durchfuehren sollen, sondern besser einfach ein paar Sedis-Ketten gruen=20
lackiert (oder so).
Was natuerlich Dein Argument nicht ausser Kraft setzt.
Rainer
p.s.: Kompromissvorschlag: Wenn man schon ein Rohloff-Kaliber hat, dann=20
kann man es dann benutzen, wenn es bei neuer Kette auch keinen=20
Verschleiss anzeigt (Oder habe ich immer noch irgendwas nicht richtig=20
verstanden?). Kaufen lohnt aber nicht, wenn man einen Maszstab mit=20
Zollskala fuer unter 20 DM findet.
> Das ist ja wirklich schlimm hier.
> Wenn die Roellchen so beschaedigt sind, dass das
> Messwerkzeug falsch anzeigen wird, kann man die Kette sowieso
> von vorneherein entsorgen.
>
> Rohloff geht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit
> davon aus, dass man die Kette, bevor man mit dem Messwerkzeug
> drangeht, erst einmal einer Sichtpruefung unterzieht.
Von beschaedigten Roellchen war hier bisher nirgends die Rede. Es geht
darum, dass Roellchen von vorneherein und mit Absicht je nach Hersteller
verschieden viel Spiel haben koennten, wodurch der R-Kaliber bei gleich
verschlissenen (=gelaengten) Ketten unterschiedlichen Verschleiss
anzeigen wuerde.
Rainer
> In article <5gpido$3...@hplms2.hpl.hp.com>, jbr...@hpl.hp.com (Jobst Brandt) writes:
>
> >Das kann ich auch beweisen indem ich Vergeleichsmessungen mach an
> >verschiedenen Ketten. Der Kettenkaliber nimmt das Walzenspiel in die
> >Messung, dabei hat sie nichts mit der Kettenteilung, die eigendlich
> >das Ziel der messung ist, zu tun.
>
> Das Messwerkzeug von Rohloff misst doch "genauso" wie es
> das Ritzel tut (zwei Zaehne greifen in die Kette). Was soll ich also
> an der Kette mit einem Zollstock fuer Masse (mit sz) abnehmen.
[...]
> Die Zahnraeder/Ritzel nehmen das Walzenspiel doch auch mit in ihre
> Messung, oder?
Nein. Derdiedas Rohloff-Kaliber drueckt die Walzen auseinander, waehrend
auf einem Ritzel bzw. Kettenrad alle Walzen in die selbe Richtung gezogen
/ gedrueckt werden -- das Walzenspiel ist am Fahrrad also eher egal,
waehrend es bei Rohloff extrem relevant ist. Das war Jobst Brandts Punkt,
damit hat er wohl recht.
Rainer
Ich hab ne Idee! Ich glaub', die ist gut.
Was ist denn, wenn ich beim Rohloff Kaliber
die Walze, wo man den anlegt, in die
Richtung druecke, wo die Nase vom Kaliber
ist? Mit nem Schraubenzieher z.B., oder nem
Zahnstocher. Dann werden beide Walzen
in dieselbe Richtung gedrueckt.
Ist nicht umstaendlich: Im Normalfall
so messen, wie es draufsteht, mit zuviel
Verschleissanzeige. Wenn diese sagt:
Kette wechseln!, dann Zahnstocher raus
und gucken, obs das Walzenspiel ist.
Na? Wie ist das?
>>Mein Tip: Investier 30 DM fuer den Kettenkaliber von Rohloff.
>
>Jobst Brandt ist der Meinung, daß dieses Teil keinen Aufschluß über den
>Verschleiß einer Kette geben kann. Einfaches Nachmessen mit einem
Zollstock
>ist besser und billiger.
Der passt aber nicht in die Werkzeugtasche! Warum aber soll die Lehre
keinen Aufschluss ueber den Verschleiss geben koennen. Es handelt sich
immerhin ueber ein Praezisionswerkzeug. Natuerlich sollte man
unterschiedliche Laengungen einkalkulieren und die Kette an mehreren
Punkten kontrollieren.
Gruss, Walter
> Somit wäre die Messung mit dem Caliber die einfache Methode, die ohne
> großem Nachdenken auch für den Laien machbar ist, der Zollstock ist
> eine billige Methode, die allerdings mehr Aufwand verursacht.
Das mit dem "ohne großes Nachdenken" trifft die Sache sehr gut.
> Florian Lagerbauer
Mathias Kussinger
>> Das kann ich auch beweisen indem ich Vergeleichsmessungen mach an
>> verschiedenen Ketten. Der Kettenkaliber nimmt das Walzenspiel in die
>> Messung, dabei hat sie nichts mit der Kettenteilung, die eigendlich
>> das Ziel der messung ist, zu tun.
> Dies ist nicht ganz richtig, wenn die Rollen zu großes Spiel haben,
> verändert sich deren Mittelpunkt und die Kettenteilung und dies
> unkontrolliert.
Wieso aendert sich die Teilung dabei, und wieviel Spiel sollten Rollen
haben? Es sollte deutlich sein, dass das Rollenspiel das mehrfache des
zumessenden Spiels der Kettenglieder ist.
> Die Kettenlehre ist auf das Sollspiel der Rollen bei guten Ketten
> eingestellt.
Fuer welche Kettenmarke?
> Dies kann bei verschiedenen Ketten durchaus zu unterschiedlichem
> Ergebnis führen. Aber auf die Brauchbarkeit der Kette hat dies
> keinen Einfluß.
Das Spiel oder die Lehre? Ich finde die ganze messung hoch fragwuerdig.
> Taucht die Lehre ein ist die Ketten für die modernen Zahnprofile
> unbrauchbar.
Erstens ist das nicht war, und zweitens glaube ich nicht, dass Rohloff
der absoluter Hueter von Kettenlaengung ist.
> Die Zollstockmethode reicht nicht aus um die Brauchbarkeit der Kette
> zu ermitteln.
Bitte erklaeren wieso eine aufloesung von 0,25% Verschleiss nicht reicht
um Kettenlaengung zu messen. Ich bin ueberzeugt, dass ich es hier wieder
mit Theoretikern die noch nie eine Kette gemessen haben, zu tun habe.
Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>
> Das Messwerkzeug von Rohloff misst doch "genauso" wie es das Ritzel
> tut (zwei Zaehne greifen in die Kette). Was soll ich also an der
> Kette mit einem Zollstock fuer Masse (mit sz) abnehmen.
Ueberhaupt nicht. Die Kette springt aus dem Eingriff weil ihre
gelaengte Teilung nicht erlaubt, dass die naechste Rolle auf die
naechst Zahnflanke, von der selben Seite wie die vorherige Rolle,
einlaufen kann, weil das Zahnprofil hackenfoermig geworden ist. Der
Kettenkaliber misst die Teilung plus das Spiel zweier Rollen.
> Mir scheint die Betrachtung in diesem Fall etwas zu Akademisch*.
Du bist auf der falschen Akademie.
> Wenn es so sein sollte, dass Kettenkaliber und Zollmass etwas
> anderes Messen, so zweifele ich zur Zeit eher an der Relevanz des
> Zollmasses fuer das Ritzelspringen.
Das kommt weil Du nicht verstehst weshalb die Kette springt.
>> Der Kettenkaliber nimmt das Walzenspiel in die Messung, dabei hat
>> sie nichts mit der Kettenteilung, die eigendlich das Ziel der
>> messung ist, zu tun.
> Die Zahnraeder/Ritzel nehmen das Walzenspiel doch auch mit in ihre
> Messung, oder?
Wie schon erklaert, neine.
> Ziel der Messung war es doch festzustellen ob die Kette noch
> halbwegs fuer die Ritzel brauchbar ist. Ist dieses Verschleissmass
> genau nur die Kettenteilung?
Ja.
Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>
> Immer die dreckigen Finger, und dann wieder die Kette zusammennieten
> müssen (hast Du eigentlich auch was gegen den Rohloff-Revolver???).
Kette gar nicht beruehren, aber Zollstock hin halten. Das genuegt schon.
> Den Teufel werde ich tun! Meine schöne SLT 99 auf dem Renner wird
> mit dem Caliber gemessen. Ist auf jeden Fall materialschonender, als
> zu warten, bis die Kette über die HG-Ritzel springt. Bei
> akzeptabler Pflege hält die Kette auch so 6000 bis 8000 Kilometer!
Du wirst staunen. Die Kette wird nicht ueber die Zaehne springen auch
wenn sie 2% gelaengt ist. Sie mag night mehr so gut schalten, aber
weiter laufen wird sie noch lange. Ich glaube jemand hat Dich
ueberrumpelt mit die tragischen Folgen vom nicht genuegend Kettenkaufen.
> Am Stadtrad mit herkömmlichen Stahlritzeln und Sedis-Kette für
> 14,90 wird überhaupt nichts gemessen. Höchstens bei allzu
> großem Verschleiß die ausgediente Rennradkette montiert.
Daraus ersehe ich nur, dass Du keine Erfahrung mit abgefahrenen Rtizeln
hast, sonst wuerdest Du das kaum sagen. Haettest keine Gratisfabeln
offerieren sollen, es war schon ausreichend unglaubhaft bis dahin.
Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>
> Ich hab ne Idee! Ich glaub', die ist gut.
> Was ist denn, wenn ich beim Rohloff Kaliber
> die Walze, wo man den anlegt, in die
> Richtung druecke, wo die Nase vom Kaliber
> ist? Mit nem Schraubenzieher z.B., oder nem
> Zahnstocher. Dann werden beide Walzen
> in dieselbe Richtung gedrueckt.
> Na? Wie ist das?
Könnte funktionieren, aber:
Wer weiß eigentlich sicher, daß der Kaliber das doppelte Walzenspiel
nicht berücksichtigt? Es mag zwar bei verschiedenen Produkten
unterschiedlich sein, aber ob das so viel ausmacht?
Nur so ne Idee...
Lars
Am 21.03.97 schriebst Du folgendes zum Thema:
"Re: 'Hyper' Kette", wozu ich meinen Kommentar abgeben muss:
> : Das h=3DF6rt sich f=3DFCr mich so an, als seien Deine Ritzel
> verschlissen. : Du schreibst leider nicht, wie lange die alte Kette
> drauf war, aber aller : ca. 1500 km sollte man diese wechseln.
>
> Die Kette war so ca 2000km drauf, also wohl zu lange. Naja man
> lernt nicht aus.
Ich habe den Fehler auch mal gemacht. Allerdings war die Kette noch l=E4nge=
r
als 2000km drauf, so da=DF ich Ritzel, Kette und Kurbelgarnitur (war Alivio=
und man konnte die Kettenbl=E4tter nicht abschrauben) austauschen durfte.
Ciao, Sebastian
---
<A HREF=3D"http://www.sauerland.de/~toyland/index.html">Meine HP</A>
> Das spielt in dem Moment keine Rolle mehr, wo das alternativ
>vorgeschlagene Meßverfahren überhaupt nicht funktioniert. Besser ein
>schwierig zu ermittelndes, aber richtiges Resultat als ein falsches
>Resultat, das sich ganz einfach ermitteln läßt.
RHR>Ja. Waere schoen, wenn Du (oder Jobst Brandt) die ausfuehrliche
RHR>Erklaerung nochmal vorkramen koennte(st).
RHR>Ich bin so hartnaeckig, da ich bis dato den Eindruck hatte, dass
RHR>Rohloff weiss, was er tut und ich auch nicht erwarte, dass er ein
RHR>Produkt vermarktet, dass technisch sinnlos ist.
Sicher, der Rolloff mißt den Verschleiß der Rollen mit, und er ermittelt so
nciht nur die reine Länge. Aber mit was bitte haben denn die Zähne Kontakt, mit
den gelängten Laschen, oder mit den Rollen? Klar, mit den Rollen. Und der
Abstand muß stimmen, sonst werden die Ritzel übermäßig belastet. Das Problem
beim Rolloff ist nun, das bei Röllchen, wo sich der Kaliber abstützt jeweils
nach außen gedrückt werden, man also das doppelte Röllchenspiel mißt, im
Betrieb ist das aber nicht vorhanden, denn da ziehen beide Röllchen in die
selbe Richtung, deren Spiel geht also viel weniger ein, es ist eine Art
Parrallelverschiebung. Trotzdem gefällt mir eine Kette mit röllchen, die sich
um 1mm rumschupsen lassen nicht, die Kette geht ja um die Kurve, etc. die Zähne
bekommen dann doch ungleichmäßig Last ab und verschleißen die Ritzel.
Gruß Jan
Gruß und tschüß,
Bodo
> Jobst Brandt ist der Meinung, daß dieses Teil keinen Aufschluß
> über den Verschleiß einer Kette geben kann. Einfaches
> Nachmessen mit einem Zollstock ist besser und billiger.
JB>
JB>Das kann ich auch beweisen indem ich Vergeleichsmessungen mach an
JB>verschiedenen Ketten. Der Kettenkaliber nimmt das Walzenspiel in die
JB>Messung, dabei hat sie nichts mit der Kettenteilung, die eigendlich das
JB>Ziel der messung ist, zu tun.
Dummerweise sind in D die Zollstöcke in metrischen cm, in Zoll sind sie nicht
zu bekommen. :=(
Gruß Jan
RK>Ich bin also kleinlaut zur Werkstatt und der Verkaeufer meinte auch
RK>gleich, er haette mir die Kette nicht ohne neues Ritzelpaket verkauft.
RK>Er wollte es auch gleich auf Kulanz montieren, stutzte dann aber und
RK>meinte 6er Pakete sind obsolete und nicht mehr erhaeltlich.
Also in fast allen Fällen sollte sowas aber noch zu besorgen sein. Bei guten
(alten!) Geschäften hast Du ein Chance, oder geh zu einem wirklich guten
Geschäft oder Versand. Schreib doch mal, was genau Du suchst, Schraubkranz
sechsfach?
RK>- auf sieben Ritzel umruesten (erfordert ausser ritzelpaket neuen
RK>Koerper zur
RK> Aufnahme desselben (wie heisst das richtig?) und neue Schalthebel bzw
RK>Ver-
RK> zicht auf Indizierung)
Ach komm, auf die Indizierung kann man wirklich verzichten. Ich betreibe sogar
einen Siebenfachschraubkranz auf einer Uralt 90GS mit Sechsfachrasterung, geht
alles mit etwas Geduld. :=))
Im schlimmsten Falle kannst Du von den sieben Ritzeln nur sechs nutzen, na und?
RK>- ein neues Hinterrad mit aufschraubbarem 6er Paket (wesentlich
RK>billiger als
RK> vorherige Variante, so dass ich mich dafuer entschied - allerdings
RK>stellte
RK> sich raus, dass es dafuer keine 11er & 12er Ritzel gibt, also doch
RK>nicht)
Schau mal in Kataloge von Versendern, das gibt es für fast alles.
RK>- versuchen, ob noch irgendwo 6er Pakete erhaeltlich sind...
Das wäre der erse Tip.
RK>- Demontage eines 7er Paketes und Neuaufbau eines 6er unter Verwendung
RK>der
RK> Abstandringe des alten 6er
RK>Hm, ich werde also heute mal noch ein paar andere Geschaefte abklappern
RK>und wenn sich nichts neues ergibt die alte Kette wieder rauskramen,
RK>reinigen (igitt) und solange damit fahren, bis sie den Geist aufgibt
RK>oder ich ne groessere Tour mache um dann eine neue Schaltung anzubauen.
Das würde ich nciht tun. Dann damit versaust Du Dir ziemlich schnell auch noch
die vorderen Kettenblätter, und die kosten schnell dreistelliges Summen. :=(
Außerdem ist Die Lösung nur von sehr kurzer Dauer.
Bei einigen alten Ritzeln kann man übrigens die Zahnform durch Nachfeilen
nochmal etwas retten.
Gruß Jan
>Das kann ich auch beweisen indem ich Vergeleichsmessungen mach an
>verschiedenen Ketten. Der Kettenkaliber nimmt das Walzenspiel in die
>Messung, dabei hat sie nichts mit der Kettenteilung, die eigendlich das
>Ziel der messung ist, zu tun.
SP>
SP>Das Messwerkzeug von Rohloff misst doch "genauso" wie es
SP>das Ritzel tut (zwei Zaehne greifen in die Kette).
Jein. Das Meßwerkzeug drückt die linke Walze nach links, die recht nach rechts,
wärend die Kette an allen Walzen in die selbe Richtung zieht, denn sie ist
umlaufend. Dadurch mißt Du das Spiel doppelt, obwohl es theoretisch so nicht in
der Praxis auftritt und wirkt.
SP>Was soll ich also an der Kette mit einem Zollstock fuer Masse (mit sz)
SP>abnehmen.
SP>Mir scheint die Betrachtung in diesem Fall etwas zu Akademisch*.
Nöh. Es geht um Verschleiß im Zehntelsmillimeterbereich, der Dir hohe Kosten
verursachen kann. Da ist das gerechtfertigt.
SP>Wenn es so sein sollte, dass Kettenkaliber und Zollmass etwas anderes
SP>Messen, so zweifele ich zur Zeit eher an der Relevanz des Zollmasses
SP>fuer das Ritzelspringen.
Pech gehabt, die Ketten sind in Zollmaßen konstruiert. ;=)
>Der Kettenkaliber nimmt das Walzenspiel in die
>Messung, dabei hat sie nichts mit der Kettenteilung, die eigendlich das
>Ziel der messung ist, zu tun.
SP>
SP>Die Zahnraeder/Ritzel nehmen das Walzenspiel doch auch mit in ihre
SP>Messung, oder?
Nein, denn Du mißt außen am vernieteten Bolzen zum anderen Bolzen. Die haben
kein Spiel in den Laschen, sonst wrden sie rausfallen.
SP>Ziel der Messung war es doch festzustellen ob die Kette noch halbwegs
SP>fuer die Ritzel brauchbar ist.
Nein, nicht für die Ritzel, sondern anhand der Eigenlängung der Kette. Die
Ritzel sollen nciht parrallel mitverbogen werden.
SP>Ist dieses Verschleissmass genau nur die Kettenteilung?
Ja.
Gruß Jan
> > Einmal mit dem Rohloff Caliber und einmal mit dem Zollstock. Die Messung
> > mit dem Caliber vernachlässigt den Fehler durch das Rollenspiel. Bei der
> > Messung mit dem Zollstock ist aber mit einem nicht unerheblichen
> > Parallaxenfehler zu rechnen (sprich man schaut nie hundertprozentig
> > gerade über de Zollstock). Insgesamt schätze ich beide Fehler als gleich
> > groß ein.
> Ich will ja nicht unhoeflich erscheinen, aber es scheint hier ein
> gewisses Problem darin zu bestehen, das andauernd "wissen",
> "schaetzen" und "glauben" durcheinandergeworfen wird.
> Wobei obiges "schaetzen" wohl eher "glauben" heissen mueste.
Nein ich meinte durchaus "schätzen" von "abschätzen". Wobei ich von
einem Zollstock ausgeganen bin. Bei einem Metallmaß könnte das
Meßergebnis genauer sein, da über dessen Dicke die Parallaxe fast
unerheblich ist.
Florian Lagerbauer
>hab uebersehen das das Kaliber in zwei Richtungen drueckt (spreitzt), waehrend
>die Kette ja nur in eine Richtung zieht.
>Das ist der Unterschied.
Ja richtig. Ich erwähnte das bereits einen Tag zuvor, als ich Andreas
Stiasnys Frage
| Mit welcher Begründung?
und Behauptung
| Bei seiner Anwendung
| geschieht ja im Prinzip auch nichts anderes als eine Längenmessung.
u.a. mit "Es wird nicht die Länge der Kette gemessen, sondern die
Distanz zweier nur ein paar Kettenglieder voneinander entfernter
Röllchen, wenn man sie auseinanderdrückt." kommentierte.
--
Radhelme sind die Bachblüten des Straßenverkehrs
> Wem sagst Du das, ich bin Wirtschaftswissenschaftler. Aber nach der
> Logik haette Rohloff die urspruengliche Innovation, naemlich eine
> spezielle Form der Verschleissflaechen, die die Lebensdauer erhoeht,
> auch nicht durchfuehren sollen, sondern besser einfach ein paar
> Sedis-Ketten gruen lackiert (oder so).
Du schneidest hier das Grundproblem an, das ich eigendlich garnicht
erwaehnen wollte, aber jetzt ist die Katze aus dem Sack. Ich habe
diese Kette im feinsten Detail untersucht und vermessen, und konnte
feststellen, dass die "spezielle (Rohloff) Form" bei Sedi innerhalb
wenigen kilometer Fahrt, von sich aus einbettet. Sie weicht nur
hundertstel millimeter von kreisrunden Bohrungen ab. Das bekommt jede
Kette nach kurzem Einfahren sowieso.
> Kompromissvorschlag: Wenn man schon ein Rohloff-Kaliber hat, dann
> kann man es dann benutzen, wenn es bei neuer Kette auch keinen
> Verschleiss anzeigt (Oder habe ich immer noch irgendwas nicht
> richtig verstanden?).
Ich traue dem Geraet nichts, weil der Messabstand zu klein ist und das
Walzen spiel so gross und unberechenbar ist.
> Kaufen lohnt aber nicht, wenn man einen Maszstab mit Zollskala fuer
> unter 20 DM findet.
Ein mm Mass tuts auch, aber Du musst wissen, dass jeder zweibolzen
Abstand 25,4 mm (= 1 Zoll) sein soll wenn die Kette neu ist. Dadurch
sollte der Bolzen bei zehn Gleidern auf den 254mm strich fallen.
Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>
> Zollstock >ist besser und billiger.
> Der passt aber nicht in die Werkzeugtasche!
Fuer die die unterwegs Kettenveschleiss messen muessen, gibts
Messbaebder die in die Tasche passen, aber wer will so was.
> Warum aber soll die Lehre keinen Aufschluss ueber den Verschleiss
> geben koennen.
Weil das Walzenspiel groesser und variabeler ist als die zu messende
Laengung.
> Es handelt sich immerhin ueber ein Praezisionswerkzeug.
...das praezise daneben misst.
> Natuerlich sollte man unterschiedliche Laengungen einkalkulieren und
> die Kette an mehreren Punkten kontrollieren.
Das brauchst du nicht. I garantiere Dir, dass der Kettenkaliber
solche unterschiede nicht messen kann. Unterschiede koennen nur
vorkommen ohne Kettenschaltung und an einem Rad wo die Anzahl der
Kettenglieder in der Zaehnezal des Kettenblatts genau auf geht.
Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>
> Gegen den Kettenrevolver spricht eigentlich nur der horrende Preis,
> mit dem sich Rohloff sein Monopol bezahlen laesst. Da offenbar sich
> keine andere Firma findet, ein funktionell gleichwertiges Teil zu
> bauen zu einem annehmbaren Preis von unter 50DM, es aber
> andererseits zig Fabrikate fuer 20 DM gibt, folgere ich, dass es
> offenbar keinen grossen Bedarf gibt fuer "echte" Vernieter, und dass
> es die einfachen Teile auch tun. Waeren die wirklich unbrauchbar,
> gaebe es keinen Absatz.
Immerhin fahren die miesten Fahrraeder der Welt ohne den Genuss dieses
Geraetes, ohne welches man anscheinend weiter kommt. Ich muss
annehmen, dass die ganze Vernieterei solche Leute anspricht, die
unbedingt unter gewaltigem Antreten schalten muessen. Normal
eingepresste Bolzen haben Fausto Coppi, Jacques Anquetil, Bernard
Hinault, Greg Lemond, und Miguel Indurain, zu vielen erfolgen gebracht.
Was machst Du anders, dass vernietete Kettenglieder verlangt.
Der Kettenrevolver ist ein Sammlerstueck. Ich habe einen geschenkt
bekommen der bei mir bestimmt kein Kettendienst erleben wird. Vom
Kettenkaliber habe ich nur ein Bild gesehen, aber das genuegte schon.
Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>
> Die Messung mit dem Caliber vernachlässigt den Fehler durch das
> Rollenspiel. Bei der Messung mit dem Zollstock ist aber mit einem
> nicht unerheblichen Parallaxenfehler zu rechnen (sprich man schaut
> nie hundertprozentig gerade über de Zollstock).
Ich glaube hier fehlt ein Vorstellungsvermoegen von etwas so einfach
wie eine Messlatte an eine Kette anzulegen. Parallaxe braucht abstand
der nicht vorhanden ist wenn man den Zollstock gegen dies seite (wo
die bolzen zu sehen sind) anlegt. Wenn DU das von Weitem machen
willst, gibts parallaxe aber dann geht ther Kettenkaliber ueberhupt
nicht, denn er will in die Kette eintauche um dreckig zu werden.
> Insgesamt schätze ich beide Fehler als gleich groß ein.
Nur wen der Radler es so haben will.
> Somit wäre die Messung mit dem Caliber die einfache Methode, die
> ohne großem Nachdenken auch für den Laien machbar ist, der
> Zollstock ist eine billige Methode, die allerdings mehr Aufwand
> verursacht.
Dieser Schluss leuchtet mir nicht ein, da der "Laie" eher einen
Massstab hinhalten und ablesen kann, als die dreckige Kette
anzugreifen mit einem teueren Geraet das eine falsche Messung macht.
Das man damit Ketten verkaufen kann, zweifele ich nicht, aber nicht
jeder wird sich von dieser Methode ueberzeugen lassen.
Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>
> Ich hab ne Idee! Ich glaub', die ist gut. Was ist denn, wenn ich
> beim Rohloff Kaliber die Walze, wo man den anlegt, in die Richtung
> druecke, wo die Nase vom Kaliber ist? Mit nem Schraubenzieher z.B.,
> oder nem Zahnstocher. Dann werden beide Walzen in dieselbe Richtung
> gedrueckt.
Das geht ueberhaupt nicht, denn das Spiel einer Ketter der selben Marke
ist in diesem Geraet einbegriffen. Wenn Du das weg nimmst ist die ganze
Messung im Eimer.
Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>
Rasmus Althoff schrieb:
> Mit nem Zollstock? Ohne die Kette abzunehmen? Auf Bruchteile von
> Milimetern?
> Das verstehe ich nicht.
Du mußt natürlich eine größere Länge verwenden als mit der
Rohloff-Schablone.
Zollstock geht natürlich, sofern es einer im _Wortsinne_ ist. Ich kenne
bloß nur wenige Anwender, die ihn tatsächlich benutzen. Die Schablone
richtet sich an Bequeme. Mittlerweile haben die meisten Leute auch keinen
_Zoll_stock mehr im Haus, sondern nur noch die ungeeigneten Meterstäbe.
hajo
--
Waiting for uucp-i/2
>SP>Das Messwerkzeug von Rohloff misst doch "genauso" wie es
>SP>das Ritzel tut (zwei Zaehne greifen in die Kette).
>
>Jein. Das Meßwerkzeug drückt die linke Walze nach links, die recht nach rechts,
>wärend die Kette an allen Walzen in die selbe Richtung zieht, denn sie ist
>umlaufend. Dadurch mißt Du das Spiel doppelt, obwohl es theoretisch so nicht in
>der Praxis auftritt und wirkt.
Langsam wird's verwirrend. Nur die Walzen auf dem Kettenblatt werden
in die gleiche Richtung (nach vorne) gedrückt. Die Walzen werden am
Ritzel in die entgegengesetzte Richtung gedrückt. Durch die Trägheit
des Fahrrades "bremst" das Ritzel sozusagen. Dieses Spiel tritt also
auch beim normalen Eingreifen der Zahnräder in die Kette auf, hat aber
nichts mit der *Kettenlängung* zu tun, die ja letztendlich für den
Verschleiß von Kettenblatt und Ritzel verantwortlich ist.
Gruß, Jens
>Oder solche, die nicht schalten können. Ein Tag im Feld der BR-Radltour
>an einer Steigung und Dir stehen die Haare zu Berge. Er kracht, es
>scheppert, Ketten werden vergewaltigt ... und nach kurzer Zeit hat man
>als PAnnenhelfer das Vergnügen, die Ketten von der Straße aufzusammeln
>unn wieder zusammennieten zu müssen. Ob mit dem Revolver vernietete
>Ketten dagegen allerdings sicher sind, wage ich dann doch zu bezweifeln
Warum soll ich beim Schalten den Druck vom Pedal nehmen? Schließlich
werden die ganzen Schaltsysteme (außer denen an Supermarkträdern
natürlich) ständig weiter daraufhin optimiert, eben unter solchen
Bedingungen zu funktionieren.
Wenns dabei zu Bruch kommt, war das Material minderwertig (am falschen
Ende gespart) oder die Vernietung nicht in Ordnung. Mag ja sein, daß
es die billigen Kettennieter unterwegs auch tun, aber werkstattauglich
sind sie nicht, da gerne die Nietstifte abbrechen. Der
Rohloff-Revolver ist zwar reichlich, um nicht zu sagen entschieden zu
teuer, aber wenigstens stimmt die Qualität. Unserer hat jetzt einige
100 Ketten hinter sich, ohne daß es irgendwelche Probleme gab - weder
mit dem Revolver noch mit den damit bearbeiteten Ketten.
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>Du wirst staunen. Die Kette wird nicht ueber die Zaehne springen auch
>wenn sie 2% gelaengt ist. Sie mag night mehr so gut schalten, aber
>weiter laufen wird sie noch lange. Ich glaube jemand hat Dich
>ueberrumpelt mit die tragischen Folgen vom nicht genuegend Kettenkaufen.
Ketten, genauer: eine, kaufe ich einmal pro Jahr, wenn der Renner nach
der Saison sowieso in seine Einzelteile zerpflückt wird. Bevor ich
mich stundenlangen Kettenwaschungen hingebe, wird lieber erneuert.
Im übrigen hast Du den wichtigsten Punkt oben genannt: sie schaltet
nicht mehr so gut! Und genau da lege ich aber Wert drauf.
>
>> Am Stadtrad mit herkömmlichen Stahlritzeln und Sedis-Kette für
>> 14,90 wird überhaupt nichts gemessen. Höchstens bei allzu
>> großem Verschleiß die ausgediente Rennradkette montiert.
>
>Daraus ersehe ich nur, dass Du keine Erfahrung mit abgefahrenen Rtizeln
>hast, sonst wuerdest Du das kaum sagen.
Hab' ich auch nicht, und bin ich auch nicht scharf drauf. Außerdem
werden in Düsseldorf (und anderswo wohl ebenso) die Räder eh schneller
geklaut und beschädigt, als die Ritzel ablutschen. Zumindest, wenn das
Rad berufsbedingt regelmäßig nachts in üblen Gegenden auf der Straße
abgestellt werden muß.
>Haettest keine Gratisfabeln offerieren sollen, es war schon ausreichend unglaubhaft bis dahin.
Ein Anflug von Arroganz ??? :-((
>
>Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>
Harald (NJ.)
Nun, dann werd ich genauer. Du hast bei der Zollstockmethode eine Menge
Fehlerquellen, die man minimieren kann, aber niemals komplett
ausschließen. Den Parallaxenfehler kannst Du minimieren, fast bis auf
die Dicke der Striche auf dem Zollstock (das Ganze mal 2, da Du ja an
beiden Seiten abliest). Desweiteren sind Zollstöcke eigentlich nicht für
so exakte Messungen gemacht, also ist der Fehler des Zollstocks relativ
hoch. Somit hast Du immer, auch wenn Du alles Richtig machst und die
Fehler minimierst, hast Du immer noch den genannten Fehler.
> > Somit wäre die Messung mit dem Caliber die einfache Methode, die
> > ohne großem Nachdenken auch für den Laien machbar ist, der
> > Zollstock ist eine billige Methode, die allerdings mehr Aufwand
> > verursacht.
>
> Dieser Schluss leuchtet mir nicht ein, da der "Laie" eher einen
Du hast selber oben gerade eine Fehlerquelle genannt. Du mußt nur falsch
über den Zollstock lesen, also die Parallaxe maximieren; misst
vielleicht von Mitte Rolle zu Mitte (anstatt von Kante zu Kante).
Außerdem mußt Du immer wissen, wie lang die Kette sein muß und wie lang
sie maximal sein darf. Ein unbedarfter Fahrradnutzer wird sich sicher
nicht damit abgeben (wollen) und lieber dan Caliber anlegen und die
Kette halt etwas zu früh austauschen.
Meine Erfahrung mit den intelligenten Schraubern am Fahrrad ist immer,
vom Dümmsten auszugehen :-)
Florian Lagerbauer
Das ist so leider nicht ganz richtig:
Bei jeder Umdrehung des Laufrades zieht die Kette an jedem
Zahn gleich oft. Da die Anzahl der Laufradumdrehungen bei
gleicher Geschwindigkeit und gleichem Laufraddurchmesser
jedoch konstant ist, erhoeht dies den Verschleiss nicht.
Der erhoehte Ritzelverschleiss bei kleineren Ritzeln hat
eine andere Ursache:
Soll bei kleineren Ritzeln die Uebersetzung gleich blei-
ben, so muss man auch die Kettenblaetter verkleinern. Dies
fuehrt bei gleichbleibender Kurbellaenge zu einer Veraen-
derung des Hebels, so dass hoehere Kraefte auf die Kette
und die Zaehne der Kettenblaetter und Ritzel wirken.
Dies erhoeht den Verschleiss an Kette und (Ritzel-)
Zaehnen!
Tschuess, Hauke
> Warum soll ich beim Schalten den Druck vom Pedal nehmen? Schließlich
> werden die ganzen Schaltsysteme (außer denen an Supermarkträdern
> natürlich) ständig weiter daraufhin optimiert, eben unter solchen
> Bedingungen zu funktionieren.
> Wenns dabei zu Bruch kommt, war das Material minderwertig (am falschen
> Ende gespart) oder die Vernietung nicht in Ordnung.
Nun, bei der BR-Radltour sind nun mal einige Supermarkträder im Umlauf.
Viele fahren noch mit Rädern, die gebaut wurden, als es das Wort
Hyperglide noch nicht gab (unter anderem ich).
Übrigens kann würde ich auch mit Hyperglide nicht unbedingt nachdem ich
angehalten hab, beim Anfahren runterschalten. Die Last ist in dem Moment
schon enorm. Die Systeme sind zwar für das Schalten unter Last gebaut,
aber nicht zum Schalten unter jeder Last (zumindest nicht auf Dauer).
Florian Lagerbauer
> Immerhin fahren die miesten Fahrraeder der Welt ohne den Genuss dieses
> Geraetes, ohne welches man anscheinend weiter kommt. Ich muss
> annehmen, dass die ganze Vernieterei solche Leute anspricht, die
> unbedingt unter gewaltigem Antreten schalten muessen. Normal
Oder solche, die nicht schalten können. Ein Tag im Feld der BR-Radltour
an einer Steigung und Dir stehen die Haare zu Berge. Er kracht, es
scheppert, Ketten werden vergewaltigt ... und nach kurzer Zeit hat man
als PAnnenhelfer das Vergnügen, die Ketten von der Straße aufzusammeln
unn wieder zusammennieten zu müssen. Ob mit dem Revolver vernietete
Ketten dagegen allerdings sicher sind, wage ich dann doch zu bezweifeln
:-)
Florian Lagerbauer
[... pro und kontra Rohloff-Kaliber ...]
> [...] Kaufen lohnt aber nicht, wenn man einen Maszstab mit
> Zollskala fuer unter 20 DM findet.
Deshalb bringe ich immer wieder einige vom Urlaub aus Schweden mit.
Dort sind Zollstöcke noch wirklich oben mit Zoll und unten mit cm bedruckt.
Da sich immer wieder "Liebhaber" finden, brauch ich 3-4 Stk. im Jahr.
Preis deutlich unter DM 10,-
-- _
MfG_ // Wolfgang "Wolfbert" Paul (Only My Personal Opinions)
\X/
JB>eingepresste Bolzen haben Fausto Coppi, Jacques Anquetil, Bernard
JB>Hinault, Greg Lemond, und Miguel Indurain, zu vielen erfolgen gebracht.
JB>Was machst Du anders, dass vernietete Kettenglieder verlangt.
Für Tandemketten nehme ich nur noch den Rolloff, denn da kann es doch mal
passieren, daß der Partner den Druck nciht rausnimmt, und dasß man mit
doppelter Kraft tritt, da sind mir schon zweimal Ketten aufgegangen, und zwar
immer an der Nahtstelle, wo ich die Kette konventionell keschlossen habe.
Normale Niedendrücker nieten eben nicht, die pressen den Bolzen wieder ein,
aber sie döppern ihn nicht auf, daß er sich am Kopf verbreitert und so
festpresst.
JB>Der Kettenrevolver ist ein Sammlerstueck.
Wie man es nimmt, Geld gebe ich auch dafür nciht aus, aber er ist ein bequemes
Werkzeug, angenehmer damit zu arbeiten, als alle anderen, die ich bisher in der
Hanb hatte. Die Werkstattstunde kostet 55,-DM, spare ich mit dem Revolver nur
30 sec. hat er sich nach hundert Ketten gelohnt, als in der Werkstatt nach
keinem Jahr.
JB>Ich habe einen geschenkt bekommen der bei mir bestimmt kein
JB>Kettendienst erleben wird. Vom Kettenkaliber habe ich nur ein Bild
JB>gesehen, aber das genuegte schon.
Ich werde bei nächster Gelegenheit in die Altmetallkiste greifen, 10 alte
"verschlissene" Ketten rausnehmen, und alle mit Zollstock und Caliber
nachmessen, und dann berichten, wie viele mit Caliber verschlissen waren, mit
Zollstock aber nicht, wenn mehr als 3 abweichen, gebe ich Dir vorbehaltlos
Recht.
Gruß Jan
JB>Dieser Schluss leuchtet mir nicht ein, da der "Laie" eher einen
JB>Massstab hinhalten und ablesen kann, als die dreckige Kette
JB>anzugreifen
Man muß die "dreckige" Kette dazu nicht berühren!
JB>mit einem teueren Geraet das eine falsche Messung macht. Das man damit
JB>Ketten verkaufen kann, zweifele ich nicht,
Und wie. Das hat den Anschein von Objektivität.
JB>aber nicht jeder wird sich von dieser Methode ueberzeugen lassen.
99,9% der Kunden sind davon überzeugt, ein besseres Verkaufsargument habe ich
noch nicht erlebt.
Gruß Jan
[...]
> Verkaufe Rohloff Kettenkaliber VB 10.-DM :(
Bevor Du verkaufst: Bisher ist ungeklaert, ob das R-Kaliber evtl. bei
einigen Ketten, bei denen naemlich das Walzenspiel Rohloffs Erwartungen
entspricht, nicht doch das Richtige misst. Voraussetzung dafuer ist, dass
das Walzenspiel waehrend des Verschleissvorgangs nicht wesentlich
zunimmt. Das kann aber gut sein, da Ketten ja bekanntlich am Gelenk
zwischen Innen- und Aussenlasche verschleissen -- das ist nicht die
Stelle, wo Walzenspiel entsteht.
Wenn diese Vermutung stimmt, dann kann man das Rohloff-Kaliber genau bei
den Kettenbenutzen, bei denen es im ladenneuen Zustand auch "ladenneu"
anzeigt.
> Wer hat was Besseres, ohne das die Kette jedesmal runter muss?
Inzwischen wurde hier mehrfach betont, dass man Jobsts Methode auch
hier anwenden kann, da es im Buerobedarf wohl Lineale mit zoelliger Skala
gibt.
Rainer
> Du schneidest hier das Grundproblem an, das ich eigendlich garnicht
> erwaehnen wollte, aber jetzt ist die Katze aus dem Sack. Ich habe
> diese Kette im feinsten Detail untersucht und vermessen, und konnte
> feststellen, dass die "spezielle (Rohloff) Form" bei Sedi innerhalb
> wenigen kilometer Fahrt, von sich aus einbettet. Sie weicht nur
> hundertstel millimeter von kreisrunden Bohrungen ab. Das bekommt jede
> Kette nach kurzem Einfahren sowieso.
Danke. Das ist doch endlich mal ein Argument. Bisher habe ich
Rohloff-Ketten nur deshalb nicht gekauft, weil ich sie einfach zu teuer
fand.
[R-Caliber]
> Ich traue dem Geraet nichts, weil der Messabstand zu klein ist und das
> Walzen spiel so gross und unberechenbar ist.
Verstaendlich, aber: Ist bekannt, ob sich das Walzenspiel waehrend des
Kettenverschleisses wesentlich aendert oder nicht? Denn davon haengt ab,
ob man im ladenneuen Zustand durch Messen rauskriegen kann, ob eine Kette
mit dem R-Caliber beurteilt werden kann oder nicht.
[...]
> Ein mm Mass tuts auch, aber Du musst wissen, dass jeder zweibolzen
> Abstand 25,4 mm (= 1 Zoll) sein soll wenn die Kette neu ist. Dadurch
> sollte der Bolzen bei zehn Gleidern auf den 254mm strich fallen.
Ich gebe zu, dass ich das mit etwas Nachdenken auch haette selber
rauskriegen koennen.
Rainer
> Auf meinem "Speichenlineal" ist auf einer Seite auch ein Zoll-Ma=DFstab
> aufgepr=E4gt...
Danke fuer den Tip. "Was ist das schwerste von allem? Was Dich das=20
leichteste duenket. Das mit den Augen zu sehne, was vor den Augen Dir=20
liegt." AFAIR Goethe
Rainer
ich habe eine kettenlehre auf papierbasis konstruiert.
was man braucht:
TeX-compiler oder druckertreiber
oder POSTSCRIPT-drucker
oder Ghostview/script
UND meine email.
ich schicke dann die jeweilige datei.
> Rasmus Althoff schrieb:
> =
> > Mit nem Zollstock? Ohne die Kette abzunehmen? Auf Bruchteile von
> > Milimetern?
> > Das verstehe ich nicht.
> =
> Du mu=DFt nat=FCrlich eine gr=F6=DFere L=E4nge verwenden als mit der
> Rohloff-Schablone.
> =
> Zollstock geht nat=FCrlich, sofern es einer im _Wortsinne_ ist. Ich ken=
ne
> blo=DF nur wenige Anwender, die ihn tats=E4chlich benutzen. Die Schablo=
ne
> richtet sich an Bequeme. Mittlerweile haben die meisten Leute auch kein=
en
> _Zoll_stock mehr im Haus, sondern nur noch die ungeeigneten Meterst=E4b=
e.
deshalb gibts die von mir.
mit eingebauter abnutztungsscala in prozent.
f=FCr alle druckerbesitzer.
klappt nachweislich, de.rec.fahrrad-getestet.
email: i...@ipc.uni-tuebingen.de
(siehe auch mein anderes posting)
z.B. von i...@ipc.uni-tuebingen.de
gratis.
(s.o.)
nur SEHR wenige zollstoecke sind so genau.
und kosten fast so viel, wie der kaliber.
> Langsam wird's verwirrend. Nur die Walzen auf dem Kettenblatt werden
> in die gleiche Richtung (nach vorne) gedrückt. Die Walzen werden
> am Ritzel in die entgegengesetzte Richtung gedrückt. Durch die
> Trägheit des Fahrrades "bremst" das Ritzel sozusagen. Dieses
> Spiel tritt also auch beim normalen Eingreifen der Zahnräder in
> die Kette auf, hat aber nichts mit der *Kettenlängung* zu tun,
> die ja letztendlich für den Verschleiß von Kettenblatt und
> Ritzel verantwortlich ist.
Ich glaube Du verstehst nicht worum es sich bei Kettenlaengung
handelt. Es geht darum, dass die Kettenteilun die der Zahnraeder
gleicht oder nicht, ob jetzt Antriebsrad oder angetriebenes Rad. Die
Teilung der Zahnkraenze aendert sich ueber ihre Lebensdauer nicht,
da sowohl die Zaehnezahl wie der Grundkreis unveraendert bleibt, nur
die Zahnform wird von einer Gelaengten kette versaut. Ob jetzt die
Belastung nach vorne oder nach hinten zieht, spielt keine Rolle, weil
alle Zaehne eines Zahnkranzes von gleicher Seite belasted werden. Also
Rollenspiel spielt keine Rolle, sozusagen.
Der Schaden entsteht dadurch, dass die Rollen unter Belastung von den
Zaehnen abrollen, anstatt das die naechste Rolle die Last uebernimmt
sobald die vorhergehende ihren Dienst geleistet hat.
Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>
Jobst Brandt schrieb:
> Ich traue dem Geraet nichts, weil der Messabstand zu klein ist und das
> Walzen spiel so gross und unberechenbar ist.
Barbara sagt dazu, daß Sedis früher einmal Ketten mit abweichendem
Rollenmaß produziert habe, ihr derzeit aber auf dem gesamten Markt keine
Kette mit abweichendem Rollenmaß bekannt sei.
Wenn jemand behaupte, daß es derlei gebe, solle er doch erst einmal messen.
>>> Die Messung mit dem Caliber vernachlässigt den Fehler durch das
>>> Rollenspiel. Bei der Messung mit dem Zollstock ist aber mit einem
>>> nicht unerheblichen Parallaxenfehler zu rechnen (sprich man schaut
>>> nie hundertprozentig gerade über de Zollstock).
>> Ich glaube hier fehlt ein Vorstellungsvermoegen von etwas so
>> einfach wie eine Messlatte an eine Kette anzulegen. Parallaxe
>> braucht abstand der nicht vorhanden ist wenn man den Zollstock
>> gegen dies seite (wo die bolzen zu sehen sind) anlegt. Wenn DU das
>> von Weitem machen willst, gibts parallaxe
> Nun, dann werd ich genauer. Du hast bei der Zollstockmethode eine
> Menge Fehlerquellen, die man minimieren kann, aber niemals komplett
> ausschließen. Den Parallaxenfehler kannst Du minimieren, fast bis
> auf die Dicke der Striche auf dem Zollstock (das Ganze mal 2, da Du
> ja an beiden Seiten abliest).
Ich glaube Du verstehst nicht was Parallaxe ist. Wen der Messstrich
bis an den rand der Messlatte fuehrt (und das tut er), und die Latte
beruehrt die Kette, dan ist die Parallaxe null. Parallaxe ist ein
erhobener roter Herring.
> Desweiteren sind Zollstöcke eigentlich nicht für so exakte
> Messungen gemacht, also ist der Fehler des Zollstocks relativ hoch.
Die Teilstriche sind 0,5mm breit und sind ganauer ingepraegt oder
gedrukt auf eine genauigkeit die der thermischen Dehnung gleich sind.
Diese kunst wird zur Zeit von der Massstab industrie ausreichend
beherrscht.
> Somit hast Du immer, auch wenn Du alles Richtig machst und die
> Fehler minimierst, hast Du immer noch den genannten Fehler.
Das moechtest Du glauben. Davon nehme ich an, dass du ein Ketten
Caliber besitzt und diesen ankauf hier zu verteidigen versuchst.
>>> Somit wäre die Messung mit dem Caliber die einfache Methode, die
>>> ohne großem Nachdenken auch für den Laien machbar ist, der
>>> Zollstock ist eine billige Methode, die allerdings mehr Aufwand
>>> verursacht.
>> Dieser Schluss leuchtet mir nicht ein, da der "Laie" eher einen
> Du hast selber oben gerade eine Fehlerquelle genannt. Du mußt nur
> falsch über den Zollstock lesen, also die Parallaxe maximieren;
> misst vielleicht von Mitte Rolle zu Mitte (anstatt von Kante zu
> Kante). Außerdem mußt Du immer wissen, wie lang die Kette
> sein muß und wie lang sie maximal sein darf. Ein unbedarfter
> Fahrradnutzer wird sich sicher nicht damit abgeben (wollen) und
> lieber dan Caliber anlegen und die Kette halt etwas zu früh
> austauschen.
> Meine Erfahrung mit den intelligenten Schraubern am Fahrrad ist immer,
> vom Dümmsten auszugehen.
Wie Du Dir deine Freunde waehlst ist mir egall. Ich bewege mich nicht
in solchen Kreisen. Ich lasse mich nicht zu einem Geraet das Mist
misst uberreden.
Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>
> Nur SEHR wenige zollstoecke sind so genau, und kosten fast so viel,
> wie der kaliber.
Das glaubst Du wohl selbst nicht. Zweitens, braucht jeder sowieso ein
Massband im Haushalt, das fuer viele Zwecke anwendbar ist. Welche mit
zwei Masseinteilungen gibts zu haben wenn man will.
Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>
> Ich glaube Du verstehst nicht was Parallaxe ist. Wen der Messstrich
> bis an den rand der Messlatte fuehrt (und das tut er), und die Latte
> beruehrt die Kette, dan ist die Parallaxe null. Parallaxe ist ein
> erhobener roter Herring.
Ich denke, daß mir ein Maschinenbaustudium Fachrichtung Versuchstechnik
sehr wohl gelehrt hat, was Parallaxe ist. Hat jemand grade ein Modell
da, an dem ich meine Gedanken ausführen kann ..... meine Worte sind
erschöpft :-)
>
> > Desweiteren sind Zollstöcke eigentlich nicht für so exakte
> > Messungen gemacht, also ist der Fehler des Zollstocks relativ hoch.
>
> Die Teilstriche sind 0,5mm breit und sind ganauer ingepraegt oder
> gedrukt auf eine genauigkeit die der thermischen Dehnung gleich sind.
Macht schon mal einen möglichen Fehler von 1 mm
> > Somit hast Du immer, auch wenn Du alles Richtig machst und die
> > Fehler minimierst, hast Du immer noch den genannten Fehler.
>
> Das moechtest Du glauben. Davon nehme ich an, dass du ein Ketten
> Caliber besitzt und diesen ankauf hier zu verteidigen versuchst.
Nein! Ich besitze dieses Teil nicht!
> > Meine Erfahrung mit den intelligenten Schraubern am Fahrrad ist immer,
> > vom Dümmsten auszugehen.
>
> Wie Du Dir deine Freunde waehlst ist mir egall. Ich bewege mich nicht
> in solchen Kreisen. Ich lasse mich nicht zu einem Geraet das Mist
> misst uberreden.
Es geht nicht um meine Freunde, sondern um meine Mitarbeit im ADFC und
meine Arbeit bei einem Fahrradhändler. Und Überreden möchte ich
niemanden, ich wollte nur mal darauf hinweisen, daß auch Deine
Meßmethode nicht frei von Fehlern ist.
Florian Lagerbauer