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Trittfrequenzen über 100?!?

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Philippe Meier

unread,
May 21, 2004, 4:44:56 AM5/21/04
to
Hallo zusammen
Mehrfach habe ich gelesen, dass Trittfrequenzen zwischen 90 bis 110
anzustreben sind. Dank meines Trittfrequenzmessers habe ich gemerkt, dass
ich mich zwischen 80 und 95 am wohlsten fühle (flache Strecken wohlgemekrt).
Über 95 habe ich aber das Gefühl, aus dem Sattel zu fallen. Wie sieht das
bei euch aus? Pedalt ihr wiorklich so hohe Frequenzen und ist das reine
Übungssache?
Gruss
Philippe


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Oliver 'Ojo' Bedford

unread,
May 21, 2004, 7:18:09 AM5/21/04
to
"Philippe Meier" <surf...@gmx.net> writes:

Auf dem Rad habe ich keine genauen Messwerte, auf einem (Scheiss-)Ergometer
ist irgendwas in der Nähe von 90 meine normale Trittfrequenz,
die sich nach einiger Zeit von ganz alleine einstellt. Bis 120-130 geht's
ganz gut, danach ist mit Riemchen nur noch Rumgeeiere möglich.

Flache Strecke, Rennrad, flottes Fahren geht ganz hervorragend
mit (abgezählten) 100-110/min. Es ist natürlich Übungssache,
ohne Runden Tritt(tm) ist da nicht viel zu holen.

Ciao,
Oliver

Frank Bechhaus

unread,
May 21, 2004, 8:20:32 AM5/21/04
to
Philippe Meier <surf...@gmx.net> wrote:
> Mehrfach habe ich gelesen, dass Trittfrequenzen zwischen 90 bis 110
> anzustreben sind. Dank meines Trittfrequenzmessers habe ich gemerkt, dass
> ich mich zwischen 80 und 95 am wohlsten f?hle (flache Strecken wohlgemekrt).
> ?ber 95 habe ich aber das Gef?hl, aus dem Sattel zu fallen. Wie sieht das

> bei euch aus? Pedalt ihr wiorklich so hohe Frequenzen und ist das reine
> ?bungssache?

Hallo Philippe, so ungefähr in Deinem Trittfrequenzbereich liege ich auch,
wenn ich beschleunigen oder eine Strecke etwas schneller fahren will,
liege ich aber auch schon mal bei 100-110.

Bis vor kurzem noch einfach mit einer Bärentatze. Unlängst habe ich
mir "Power Grips" (http://tinyurl.com/35gxb) dran montiert: So ein
faserverstärktes Band, in das man von außen kommend gut hineinschlüpfen
kann, und das beim Geradestellen anliegt und den Fuß auf der Pedale hält.
Damit geht es noch deutlich besser.

Ob das auch längerfristig taugt, kann ich allerdings noch nicht sagen,
haben erst ein paar Wochen/hundert Kilometer gesehen.

Gruß,
Frank
--
"Nur wer ohne Helm radelt, ist nicht auf ____ ___O
den Kopf gefallen." Thomas Nordhaus in DRF ___ _`\ <._
________________________________________________________ (_)/ (_) ____

Ismail Demiralp

unread,
May 21, 2004, 8:23:02 AM5/21/04
to
Hi,

eine hohe Trittfrequenz ist prinzipiell gut, aber der Hintergedanken ist
folgender dabei:
durch die hohe Trittfrequenz entlastet du den Muskel und belastest deswegen
dein Herzkreislaus (Herz und Lunge)
umso mehr. Der Vorteil dabei ist das sich wenn man einen Berg mit hoher
Frequenz hochgefahren ist,
die Beine schnell wirder fit sind und du wieder reintreten kannst,
allerdings mußt du mehr atmen dabei.
Aber solbald du 100m gefahren bist fühlst du dich wieder recht erholt.
Fährst du kraftvoll, übersäuern schnell die Muskeln und spätestens (Je
nach Fitness)
wenn du den Berg zum zweiten mal wieder hochfährst merkst du dass deine Bein
nicht mehr richtig wollen.
Weitere vorteile sind, das du auch mehr Leistung bringen kannst,mit einer
hohen trittfrequenz.

Auf wirklich langen Strecken merkst du den Unterschied.
Allerdings setzt das ganze voraus das man Klickpedale hat.

Ich persönlich trainiere im Winter auf einem Spinningrad. Dort lernst du
richtig einen runden Tritt zu fahren.
Ich schätze dass ich etwa knapp 200 u/min schaffe , allerdings nur über eine
kurze Zeit (unter einer minute).
Wenn ich Berge hochfahre habe ich mit sicherheit eine Frquenz von 100. Fahre
ich Bergrunter und locker auf der Ebene
trete ich auch lieber langsamer.

"Philippe Meier" <surf...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:40adc1d9$0$716$5402...@news.sunrise.ch...

Stephan Gerlach

unread,
May 21, 2004, 10:14:32 AM5/21/04
to
Philippe Meier schrieb:

>
> Hallo zusammen
> Mehrfach habe ich gelesen, dass Trittfrequenzen zwischen 90 bis 110
> anzustreben sind. Dank meines Trittfrequenzmessers habe ich gemerkt, dass
> ich mich zwischen 80 und 95 am wohlsten fühle (flache Strecken wohlgemekrt).
> Über 95 habe ich aber das Gefühl, aus dem Sattel zu fallen.

Liegt manchmal auch an einer ungünstigen Sattelstellung (zu
hoch).
Und an zu wenig Übung.
Wobei ich über 110 U/min auch nur kürzere Strecken fahre.

> Wie sieht das
> bei euch aus? Pedalt ihr wiorklich so hohe Frequenzen und ist das reine
> Übungssache?

Ca. 90 U/min fahre ich auch, an allen Fahrrädern (also auch
Alltagsrad).
Geht ganz automatisch, wenn man sich erst mal dran gewöhnt
hat.

Stephan

Gabriele Dirks

unread,
May 21, 2004, 10:59:16 AM5/21/04
to
Ismail Demiralp <I...@demiralp.de> wrote:

[Umbruch der Übersicht halber erneuert]

> Der Vorteil dabei ist das sich wenn man einen Berg mit hoher Frequenz
> hochgefahren ist, die Beine schnell wirder fit sind und du wieder
> reintreten kannst, allerdings mußt du mehr atmen dabei.

Eben. Und weil bei manchen der Kreislauf der begrenzende Faktor ist und
nicht die Kraft, kann man nicht pauschal sagen, dass eine hohe Trittfrequenz
besser ist.


> Aber solbald du 100m gefahren bist fühlst du dich wieder recht erholt.
> Fährst du kraftvoll, übersäuern schnell die Muskeln und spätestens (Je
> nach Fitness) wenn du den Berg zum zweiten mal wieder hochfährst merkst du
> dass deine Bein nicht mehr richtig wollen.

Wie gesagt, man kann auch mit niedrigerer Trittfrequenz immer wieder Hügel
fahren, und trotzdem oben gleich wieder hochschalten und weitermachen.


> Weitere vorteile sind, das du auch mehr Leistung bringen kannst,mit einer
> hohen trittfrequenz.

Kommt darauf an. Eine hohe Trittfrequenz kostet auch. Sie ist da sinnvoll,
wo jemand Muskeln für Hochleistungen (bis rund 7 Watt / kg Körpergewicht)
schonen will und das dank sehr gut trainiertem Kreislauf und hervorragenden
Körperkoordination auch kann. Im Hobby-Tourenbereich geht man aber meistens
sparsamer mit seiner meist deutlich niedrigeren Leistungsfähigkeit (um 2
Watt / kg Körpergewicht) um, die Trittfrequenzen liegen dort wohl eher
zwischen 80 und 90 Umdrehungen pro Minute soweit die Schaltung reicht.

Gabriele

Tilman Wetter

unread,
May 21, 2004, 11:46:29 AM5/21/04
to
Philippe Meier schrieb:

Kommt drauf an, was du vorhast.

Wenn du zu den Profis willst ist es unerlässlich, das zu trainieren,
denn dadurch lernt der Körper einen Bewegungsablauf, der genau auf die
wirklich notwendige Bewegung angepasst ist und nicht in Leerläufen oder
Bewegungen über das Ziel hinaus Energie verschleudert.

Der eigentlich Krafteinsatz findet im Einsatz dann bei etwas niedrigeren
Kadenzen statt.

Wenn du dich bei 90 U/min wohlfühlst, solltest du mit etwa 15 - 20
Umdrehungen mehr üben.

Als Bergradler brauch ich das eigentlich gar nicht, versuch es aber doch
hin und wieder.

Laurent Wirmer

unread,
May 21, 2004, 12:43:08 PM5/21/04
to
Ismail Demiralp schrieb:

>
> Ich schätze dass ich etwa knapp 200 u/min schaffe , allerdings nur über eine
> kurze Zeit (unter einer minute).

Das sind mehr als 3 U/s - sorry, aber das glaube ich nicht.

--
Grüße Laurent Wirmer

This posting is a natural product. The slight variations in
spelling and grammar enhance its individual character and
beauty and in no way are to be considered flaws or defects.

Bernd H. Stein

unread,
May 21, 2004, 1:02:14 PM5/21/04
to
"Philippe Meier" <surf...@gmx.net> schrubte:

>Hallo zusammen
>Mehrfach habe ich gelesen, dass Trittfrequenzen zwischen 90 bis 110
>anzustreben sind.

Kommt immer drauf an, was man macht. Wenn Du dem ausschließlich
Wochenend-20km-Biergartenpendler sagst er soll mit mehr als 50
Umdrehungen fahren, hört der auf und kriegt dann halt den Herzinfarkt
früher oder überhaupt.
Also nicht alles und für jeden zu einem Regelssystem machen. Spass
kann man auch unter 90-110 haben.
Wer möglichst effizient auch längere Strecken fahren will, sollte sich
Klickies an die Füße schrauben und durchaus mal auf die TF achten.
Wer Radfahren auch noch sportlich betreibt, hat sogar eine
Klickeinrichtung an seinen Hausschuhen und trainiert möglichst hohe TF
durchaus regelmäßiger.

Für reines Krafttraining sind übrigens Trittfrequenzen von deutlich
unterhalb 90 günstig. Beim reinen Bergintervalltraining fahre ich
zwischen 60 und 70 Umdrehungen.

>Dank meines Trittfrequenzmessers habe ich gemerkt, dass
>ich mich zwischen 80 und 95 am wohlsten fühle (flache Strecken wohlgemekrt).
>Über 95 habe ich aber das Gefühl, aus dem Sattel zu fallen.

Ja, ging mir auch so, bis ich TF auch mal angefangen habe zu
trainieren. Da war das dann oft so, dass ich das Gefühl hatte im
Sattel zu hoppsen.


>Wie sieht das bei euch aus? Pedalt ihr wiorklich so hohe Frequenzen und ist das reine
>Übungssache?

Ich fahre MTB und da lassen sich ganz gradlinige TF sowieso nicht ohne
weiteres realisieren. Bei meine GA-Einheiten achte ich sehr auf die
TF. Die liegt dann so bei 100. Dann gibt es immer mal Zeiträume, in
denen ich besonders auf eine hohe TF achte, damit die Motorik und die
Muskeln sich daran gewöhnen. Da fahre ich dann auch mal TF von 130.

Mit TF-Training sollte man aber erst anfangen, wenn ne entsprechende
Grundlagenausdauer da ist. Sonst kommt man sofort über eine GA-Grenze.
Hohe TF geht einher mit einer entsprechenden Erhöhung der
Pulsfrequenz.

Bernd

--
Mountain Biken ist eine Passion für Millionen von Menschen.
Es braucht dazu nicht unbedingt Berge;
alles was nötig ist, sind offene Trails!!
www.dimb.de

Bernd H. Stein

unread,
May 21, 2004, 1:03:00 PM5/21/04
to
Tilman Wetter <tilman...@gmx.net> schrubte:


>Als Bergradler brauch ich das eigentlich gar nicht, .....


So so! :)

Tilman Wetter

unread,
May 21, 2004, 1:06:13 PM5/21/04
to
Bernd H. Stein missbrauchte seine Tastatur für folgende Worte:

> Tilman Wetter <tilman...@gmx.net> schrubte:
>
>
>
>>Als Bergradler brauch ich das eigentlich gar nicht, .....
>
>
>
> So so! :)
>
Bin draufgekommen, dass ich meist mit 50 - 60 fahr und wenn es notwendig
ist, mal einen 20er auch anschlage :-)

Wolfgang Strobl

unread,
May 21, 2004, 2:17:28 PM5/21/04
to
"Philippe Meier" <surf...@gmx.net>:

Laß' Dir nichts einreden und fahr so, wie es Dir angenehm ist. Ich
fahre auch lieber mit niedrigeren Trittfrequenzen. Viele Empfehlungen
sind IMHO nicht mehr wert als das Anglerlatein von Anglern, die sich
ihrem Fang im Supermarkt einwickeln lassen.:-}

Bedenke, daß ein Profi, der in der Ebene mit deutlich über 50 km/h
unterwegs ist, dafür etwa die vierfache Leistung aufbringen muß
verglichen mit jemandem wie mir, der sich die meiste Zeit in der Ebene
doch mit Geschwindigkeiten um die 30 km/h begnügt. Dieses Mehr an
Leistung wird z.T. durch mehr Kraft, z.T. durch höhere Drehzahl
aufgebracht. Darüberhinaus lassen sich Kettenblätter nicht beliebig
vergrößern und Ritzel nicht beliebig verkleinern. Mein Rennrad hat
52/13, bei 30 km/h ergibt sich damit eine Trittfrequenz von ungefähr
60. Wenn ich schneller fahren will, muß ich schneller treten.

Einen Fehler gilt es aber zu vermeiden: aus niedrigen Trittfrequenzen
heraus lediglich durch Kraft beschleunigen zu wollen. Das tut den Knien
nicht gut. Schon des Spielraums wegen ist es also nützlich, auch mit
hohen Frequenzen sicher kurbeln zu können.

Aber wenn ich bei plötzlichem Frühlingswetter wie in den letzten Tagen
auf der Fahrt zur Arbeit neuerdings wieder voll aufgebrezelte
"Rennfahrer" sehe und überhole, die bei sehr mäßigem Tempo schon
doppelt so schnell kurbeln wie ich, kommen mir unwillkürlich meine
Kinder in den Sinn, wie sie damals auf dem Rutscherauto saßen und
"brumm brumm" machten. Einbildung ist alles. :-)

--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen

Message has been deleted

Bernd H. Stein

unread,
May 21, 2004, 3:29:48 PM5/21/04
to
Wolfgang Strobl <ne...@mystrobl.de> schrubte:


>Aber wenn ich bei plötzlichem Frühlingswetter wie in den letzten Tagen
>auf der Fahrt zur Arbeit neuerdings wieder voll aufgebrezelte
>"Rennfahrer" sehe und überhole, die bei sehr mäßigem Tempo schon
>doppelt so schnell kurbeln wie ich,

dann könnte es sein, dass Du jemandem begegnet bist, der gerade eine
Regenerationseinheit oder auf eine GA1-Einheit fährt. Das blödeste
daran ist, dass man dabei oft mitleidig angesehen wird. Allerdings
richtet sich der Trainierende -so er sich zurückhalten kann- weiter
nach seiner oberen Herzfrequenzgrenze. :(
Ich kenne solches Situationen auch -von der "anderen Seite" her.

Mathias Böwe

unread,
May 21, 2004, 3:58:04 PM5/21/04
to
Laurent Wirmer <ne...@wirmer.de> wrote:

> Ismail Demiralp schrieb:
> >
> > Ich schätze dass ich etwa knapp 200 u/min schaffe , allerdings nur über eine
> > kurze Zeit (unter einer minute).
>
> Das sind mehr als 3 U/s - sorry, aber das glaube ich nicht.

Hmm, wie sah das denn vor reichlich einem Jahr in Wien aus, als wir im
Rahmen der Fahrradausstellung auch mal auf der "Tretmühle" saßen?
Gerald, Tilman, Markus etc. - habt Ihr noch die Werte im Kopf? Ich meine
jedoch, daß das ganz gut nach oben ging, und das ohne Klickpedale und
mit einem Sattel, der irgendwo, aber nicht in der passenden Höhe
arretiert war...

Mathias
--
Lass den Friseusen doch ihr Outlock-Express, sie habe sich so an's
Kamm-Quoting gewöhnt, dass sie's eh für Lyrik halten.
Reiner Schischke in dcsmm

Oliver 'Ojo' Bedford

unread,
May 21, 2004, 4:10:22 PM5/21/04
to
"Ismail Demiralp" <I...@Demiralp.de> writes:

> durch die hohe Trittfrequenz entlastet du den Muskel und belastest deswegen
> dein Herzkreislaus (Herz und Lunge)
> umso mehr.

Das deckt sich völlig mit meiner (und wie ich gerade gelesen habe
auch anderer Leute) Erfahrung.

Ist dies allerdings wirklich allgemeingültig und gilt
es insbesondere für die Profis?

Ciao,
Oliver

Oliver 'Ojo' Bedford

unread,
May 21, 2004, 4:15:12 PM5/21/04
to
Gabriele Dirks <gabr...@sprouts.org> writes:

>
> Kommt darauf an. Eine hohe Trittfrequenz kostet auch. Sie ist da sinnvoll,
> wo jemand Muskeln für Hochleistungen (bis rund 7 Watt / kg Körpergewicht)
> schonen will und das dank sehr gut trainiertem Kreislauf und hervorragenden
> Körperkoordination auch kann. Im Hobby-Tourenbereich geht man aber meistens
> sparsamer mit seiner meist deutlich niedrigeren Leistungsfähigkeit (um 2
> Watt / kg Körpergewicht) um, die Trittfrequenzen liegen dort wohl eher
> zwischen 80 und 90 Umdrehungen pro Minute soweit die Schaltung reicht.

2 W/kg KG wären bei 75 kg KG nur 150 W -- das ist aber ein bischen
arg wenig (als Stundenleistung). Oder redest Du hier von
Langzeitausdauer?

Ciao,
Oliver

Wolfgang Strobl

unread,
May 21, 2004, 4:17:22 PM5/21/04
to
Laurent Wirmer <ne...@wirmer.de>:

>Ismail Demiralp schrieb:
>>
>> Ich schätze dass ich etwa knapp 200 u/min schaffe , allerdings nur über eine
>> kurze Zeit (unter einer minute).
>
>Das sind mehr als 3 U/s - sorry, aber das glaube ich nicht.

Ich gehöre nun wirklich nicht zu der Glaubensrichtung der
Schnellkurbler. Aber auf >170 komme ich beim Spur ohne größere
Umstände, siehe <3i42809rcct8t5b1p...@4ax.com>. Insofern
wüsste ich nicht, warum jemand, der das ein wenig geübt hat und
vielleicht etwas kürzere Kurbeln hat, nicht noch 30 mehr schaffen
sollte.

Oliver 'Ojo' Bedford

unread,
May 21, 2004, 4:19:45 PM5/21/04
to
Laurent Wirmer <ne...@wirmer.de> writes:

> Ismail Demiralp schrieb:
> >
> > Ich schätze dass ich etwa knapp 200 u/min schaffe , allerdings nur über eine
> > kurze Zeit (unter einer minute).
>
> Das sind mehr als 3 U/s - sorry, aber das glaube ich nicht.

Der Weltrekord auf dem Ergometer wurde IIRC auch bei mehr als
250/min geschafft (irgendein Ösi oder Schweizer).

Möglich wäre es also...

Ciao,
Oliver

Oliver 'Ojo' Bedford

unread,
May 21, 2004, 4:25:13 PM5/21/04
to
Bernd H. Stein <ber...@stein-bochum.de> writes:

> Kommt immer drauf an, was man macht. Wenn Du dem ausschließlich
> Wochenend-20km-Biergartenpendler sagst er soll mit mehr als 50
> Umdrehungen fahren, hört der auf und kriegt dann halt den Herzinfarkt
> früher oder überhaupt.

Ich glaube nicht, dass hohe TF's schlecht für Herz- und Kreislauf
sind, bei schlechter Ausführung eher Gift für Wirbelsäule und
Becken. Was ich mir manchmal so an Gehopse beim Spinning anschauen
muss: schrecklich. Da kommt natürlich noch die Verletzungsgefahr dazu.

> Also nicht alles und für jeden zu einem Regelssystem machen. Spass
> kann man auch unter 90-110 haben.

Gut zu wissen, das mit Spass über 30 hat sich mittlerweile
ja rumgesprochen ;-)

Ciao,
Oliver

> Für reines Krafttraining sind übrigens Trittfrequenzen von deutlich

Iieh. Das ist kein _Kraft_training!

Oliver 'Ojo' Bedford

unread,
May 21, 2004, 4:26:58 PM5/21/04
to
Peter Kloster <pe...@nurfuerspam.de> writes:

> Vielleicht hilft das als Anhaltspunkt:
>
> höhere Trittfrequenz = höherer Sauerstoffverbrauch
> => höherer Laktatspiegel
> => schnellere Erschöpfung

Also den letzten beiden Punkten möchte ich entschieden
widersprechen.

Ciao,
Oliver

Oliver 'Ojo' Bedford

unread,
May 21, 2004, 4:33:23 PM5/21/04
to
Bernd H. Stein <ber...@stein-bochum.de> writes:

> dann könnte es sein, dass Du jemandem begegnet bist, der gerade eine
> Regenerationseinheit oder auf eine GA1-Einheit fährt. Das blödeste
> daran ist, dass man dabei oft mitleidig angesehen wird. Allerdings
> richtet sich der Trainierende -so er sich zurückhalten kann- weiter
> nach seiner oberen Herzfrequenzgrenze. :(
> Ich kenne solches Situationen auch -von der "anderen Seite" her.

Hihi, genau das gleiche wollte ich auch gerade schreiben.

Ich bin ein eher unterdurchschnittlicher Fahrer und
so kenne ich fast alle Begegnungen von beiden Seiten: ich habe
schon alle Arten von Radlern versägt und bin von allen
Arten von Radfahrern versägt worden. That's life! :-)

Viele Grüße,
Oliver

Wolfgang Strobl

unread,
May 21, 2004, 4:37:26 PM5/21/04
to
Bernd H. Stein <ber...@stein-bochum.de>:

>Wolfgang Strobl <ne...@mystrobl.de> schrubte:
>
>>Aber wenn ich bei plötzlichem Frühlingswetter wie in den letzten Tagen
>>auf der Fahrt zur Arbeit neuerdings wieder voll aufgebrezelte
>>"Rennfahrer" sehe und überhole, die bei sehr mäßigem Tempo schon
>>doppelt so schnell kurbeln wie ich,
>
>dann könnte es sein, dass Du jemandem begegnet bist, der gerade eine
>Regenerationseinheit oder auf eine GA1-Einheit fährt. Das blödeste
>daran ist, dass man dabei oft mitleidig angesehen wird.

Sorry, ich weiß weder, was eine Regenerationseinheit noch was eine
GA1-Einheit ist. Findet bei dieser Art des Trainings kein Muskelaufbau
statt? Wenn man sich an den Waden oder - bei Gegenverkehr - den
Oberschenkelmuskeln orientiert, könnte man auf die Idee kommen ...


>Allerdings
>richtet sich der Trainierende -so er sich zurückhalten kann- weiter
>nach seiner oberen Herzfrequenzgrenze. :(

Und die liegt so niedrig, daß man - trotz Training - kaum von der
Stelle kommt? Oder ist evtl. das schnelle Kurbeln in diesem
Geschwindigkeitsbereich so ineffizient, daß man so zwar Leistung in die
Luft, aber keine Leistung auf den Boden (sprich: Tempo) befördert? Im
Kontext eines Traininingsprogramms mag das ja durchaus sinnvoll sein,
aber wenn man schnell und mit möglichst wenig Krafteinsatz von A nach B
kommen will, ist es doch ziemlich befremdlich.

>Ich kenne solches Situationen auch -von der "anderen Seite" her.

Aber Du wirst doch wohl nicht ausgerechnet dort trainieren, wo ich
regelmäßig die meisten dieser Figuren antreffe, über die ich hier
ablästere: auf dreckigen Radwegen und unübersichtlichen Nebenstraßen in
Rheinnähe. Über einen langsamen Radsportler irgendwo draußen auf der
Landstraße würde ich mich nicht wundern, aber da sehe ich eher selten
welche.

Gabriele Dirks

unread,
May 21, 2004, 4:33:32 PM5/21/04
to
Oliver 'Ojo' Bedford <ac...@campfire.rrz.uni-koeln.de> wrote:

> Der Weltrekord auf dem Ergometer wurde IIRC auch bei mehr als
> 250/min geschafft (irgendein Ösi oder Schweizer).

Manfred Nüscheler.
http://de.geocities.com/manfred43_99/portrait.html

Gabriele

Oliver 'Ojo' Bedford

unread,
May 21, 2004, 4:46:43 PM5/21/04
to
Wolfgang Strobl <ne...@mystrobl.de> writes:

> Sorry, ich weiß weder, was eine Regenerationseinheit noch was eine
> GA1-Einheit ist. Findet bei dieser Art des Trainings kein Muskelaufbau
> statt? Wenn man sich an den Waden oder - bei Gegenverkehr - den
> Oberschenkelmuskeln orientiert, könnte man auf die Idee kommen ...

Bei Ausdauertraining findet überhaupt kein Muskelaufbau statt.

> Im
> Kontext eines Traininingsprogramms mag das ja durchaus sinnvoll sein,
> aber wenn man schnell und mit möglichst wenig Krafteinsatz von A nach B
> kommen will, ist es doch ziemlich befremdlich.

Wenn man anderen Leuten immer seine eigene Motivation unterstellt,
ist es nicht verwunderlich, wenn Befremdliches dabei herauskommt.

> Aber Du wirst doch wohl nicht ausgerechnet dort trainieren, wo ich
> regelmäßig die meisten dieser Figuren antreffe, über die ich hier
> ablästere: auf dreckigen Radwegen und unübersichtlichen Nebenstraßen in
> Rheinnähe. Über einen langsamen Radsportler irgendwo draußen auf der
> Landstraße würde ich mich nicht wundern, aber da sehe ich eher selten
> welche.

Du hast den Grund allen Übels vergessen zu erwähnen:

Und sie tragen einen Helm.

In diesem Sinne,
Gutbehütete Nachtruhe,

Oliver

Gabriele Dirks

unread,
May 21, 2004, 4:52:35 PM5/21/04
to
Oliver 'Ojo' Bedford <ac...@campfire.rrz.uni-koeln.de> wrote:

> 2 W/kg KG wären bei 75 kg KG nur 150 W -- das ist aber ein bischen
> arg wenig (als Stundenleistung). Oder redest Du hier von
> Langzeitausdauer?

Die Zahl für Tourenfahrer ist hierher:
http://de.geocities.com/manfred43_99/RadAmBerg.html
(Ende 1. Drittel))

Laut HAC kommt das auch einigermaßen hin: Mit einem Hauch mehr als 2 Watt /
kg Körpergewicht bin ich 200 km mit 1550 hm mit 25,1 km/h gefahren. Weil ich
so gut wie nie Windschatten fahre und es windig war, könnte die Leistung
tatsächlich etwas höher sein, der Fehler ist aber wohl nicht so groß, dass
ich mir Gedanken machen müßte. Für ganz kurze Zeit komme ich auf Werte von
mehr als 5 Watt / kg.

Ok, ich bin auch etwas faul und mag nicht, wenn es weh tut. Lieber fahre ich
anderntags nochmal 150 km, statt auszuprobieren, ob noch mehr gehen würde.


Gabriele

Wolfgang Strobl

unread,
May 21, 2004, 4:59:18 PM5/21/04
to
Oliver 'Ojo' Bedford <ac...@campfire.rrz.Uni-Koeln.DE>:

>Wolfgang Strobl <ne...@mystrobl.de> writes:
>
>> Sorry, ich weiß weder, was eine Regenerationseinheit noch was eine
>> GA1-Einheit ist. Findet bei dieser Art des Trainings kein Muskelaufbau
>> statt? Wenn man sich an den Waden oder - bei Gegenverkehr - den
>> Oberschenkelmuskeln orientiert, könnte man auf die Idee kommen ...
>
> Bei Ausdauertraining findet überhaupt kein Muskelaufbau statt.

Ach so. Das erklärt einiges. :-}


>> Im
>> Kontext eines Traininingsprogramms mag das ja durchaus sinnvoll sein,
>> aber wenn man schnell und mit möglichst wenig Krafteinsatz von A nach B
>> kommen will, ist es doch ziemlich befremdlich.
>
> Wenn man anderen Leuten immer seine eigene Motivation unterstellt,
>ist es nicht verwunderlich, wenn Befremdliches dabei herauskommt.

Stimmt. Hast Du eine Erklärung dafür, warum immer gleich unterstellt
wird, jemand wolle Ausdauertraining betreiben, wenn jemand danach
fragt, welche Trittfrequenz günstig sei, und von daher eine sehr hohe
selbige empfohlen wird?

Kurt Fischer

unread,
May 21, 2004, 5:04:05 PM5/21/04
to
Oliver 'Ojo' Bedford <ac...@campfire.rrz.Uni-Koeln.DE> wrote:

> "Ismail Demiralp" <I...@Demiralp.de> writes:
>
> > durch die hohe Trittfrequenz entlastet du den Muskel und belastest deswegen
> > dein Herzkreislaus (Herz und Lunge)
> > umso mehr.

[...]

> Ist dies allerdings wirklich allgemeingültig und gilt
> es insbesondere für die Profis?

Um in den Genuss der Vorzüge hoher Trittfrequenzen kommen zu können,
muss man sie schon trainieren, ansonsten sind sie alles andere als
effektiv. Ähnlich wie der runde Tritt stellt eine hohe Trittfrequenz
nicht gerade einen natürlichen, intuitiven Vorgang dar, es ist meist
etwas, das mit viel Mühe und Geduld erworben werden muss, ich kenne da
allerdings auch einige Ausnahmen.

Die "natürliche" Trittfrequenz, die sich sozusagen von selbst bei den
meisten Radfahrern einstellt, dürfte etwa bei 40 bis 60 U/min liegen,
alles darüber hinaus wird bereits als schnell empfunden.

Dass eine höhere Trittfrequenz zumindest für Rennfahrer effektiver ist,
sieht man zum Beispiel bei den Stundenweltrekorden, die selten unter 100
U/min getreten wurden. Er geht dabei also nicht nur um leichtere
Beschleunigung, die allein auf der Bahn ja nicht so entscheidend ist,
sondern um den flüssigen Bewegungsablauf, bei dem sich der runde Tritt
am ehesten einstellt und die (trainierten) Muskeln am effektivsten
arbeiten.

Ob ein Hobbyfahrer sich die Mühe macht, diese Techniken zu erwerben,
liegt vor allem an ihm selbst, wirklich notwendig für den Hausgebrauch
sind sie nicht und wirklich rund treten ja auch nur wenige Profis.

Ich selbst wechsle die Trittfrequenz gerne ab und gerade heute habe ich
nach der längeren und ziemlich harten Tour von gestern (Gegenwind,
Torkelradler) nur sehr schnell und leicht getreten, das verbessert die
Durchblutung der Beine und lässt sie wieder leicht werden, die Knie
werden kaum belastet und die Technik verbessert. Diese leichte Form der
Belastung(aktive Regeneration) empfinde ich als wesentlich wohltuender
und hilfreicher als absolute Untätigkeit.

Kurt

Ulli Horlacher

unread,
May 21, 2004, 12:49:05 PM5/21/04
to
Philippe Meier <surf...@gmx.net> wrote:

> Über 95 habe ich aber das Gefühl, aus dem Sattel zu fallen.

Ohne Systemschuhe zum Einrasten haette ich das wohl auch.


> Pedalt ihr wiorklich so hohe Frequenzen und ist das reine Übungssache?

Ja, ja.

Unter 90 komm ich nur beim Anfahren.
Mit 100 fuehl ich mich am Wohlsten.
Hoechste Dauerleistung erreich ich mit 110.


--
+ Ulli Horlacher + fram...@moep.bb.bawue.de +
+ "We don't brake for SPAMmers - BO-FH 666" +

Tilman Wetter

unread,
May 21, 2004, 5:51:17 PM5/21/04
to
Mathias Böwe schrieb:

> Laurent Wirmer <ne...@wirmer.de> wrote:
>
>
>>Ismail Demiralp schrieb:
>>
>>>Ich schätze dass ich etwa knapp 200 u/min schaffe , allerdings nur über eine
>>>kurze Zeit (unter einer minute).
>>
>>Das sind mehr als 3 U/s - sorry, aber das glaube ich nicht.
>
>
> Hmm, wie sah das denn vor reichlich einem Jahr in Wien aus, als wir im
> Rahmen der Fahrradausstellung auch mal auf der "Tretmühle" saßen?
> Gerald, Tilman, Markus etc. - habt Ihr noch die Werte im Kopf? Ich meine
> jedoch, daß das ganz gut nach oben ging, und das ohne Klickpedale und
> mit einem Sattel, der irgendwo, aber nicht in der passenden Höhe
> arretiert war...
>

125 als bekenneder Langsamtreter

ich nehm an, Uli würde auch auf 300 kommen ;-)

Bernd H. Stein

unread,
May 21, 2004, 6:22:01 PM5/21/04
to
Wolfgang Strobl <ne...@mystrobl.de> schrubte:

>Bernd H. Stein <ber...@stein-bochum.de>:
>
>>Wolfgang Strobl <ne...@mystrobl.de> schrubte:
>>
>>>Aber wenn ich bei plötzlichem Frühlingswetter wie in den letzten Tagen
>>>auf der Fahrt zur Arbeit neuerdings wieder voll aufgebrezelte
>>>"Rennfahrer" sehe und überhole, die bei sehr mäßigem Tempo schon
>>>doppelt so schnell kurbeln wie ich,
>>
>>dann könnte es sein, dass Du jemandem begegnet bist, der gerade eine
>>Regenerationseinheit oder auf eine GA1-Einheit fährt. Das blödeste
>>daran ist, dass man dabei oft mitleidig angesehen wird.
>
>Sorry, ich weiß weder, was eine Regenerationseinheit noch was eine
>GA1-Einheit ist. Findet bei dieser Art des Trainings kein Muskelaufbau
>statt? Wenn man sich an den Waden oder - bei Gegenverkehr - den
>Oberschenkelmuskeln orientiert, könnte man auf die Idee kommen ...

GA = Grundlagenausdauer. Die wird mit Herzfrequenzen von 65-75 % der
maximalen Herzfrequenz gefahren. Da ist man halt langsamer unterwegs.
Und Regeneration/Kompensation ist die Trainingseinheit in den aktiven
Pausen. Die fährt man mit 55-60 % von Hf_max. Ist dann also noch
langsamer. Und wenn mein entsprechend eingestellter Pulsmesser mich
anpiept, darf ich halt nicht schneller. Auch wenn ich es so manchem
mitleidig lächelnden Klapperradfahrer gern und am liebsten am Berg mal
kurz zeigen würde. :-(


>
>
>>Allerdings
>>richtet sich der Trainierende -so er sich zurückhalten kann- weiter
>>nach seiner oberen Herzfrequenzgrenze. :(
>
>Und die liegt so niedrig, daß man - trotz Training - kaum von der
>Stelle kommt?

Kaum von der Stelle ist schon übertrieben. Aber wenn z.B. noch
Gegenwind herrscht, kanns auch dazu kommen. Die vorgabe ist halt nicht
die gefahrene Geschwindigkeit, sondern die Pulsfrequenz.

>Oder ist evtl. das schnelle Kurbeln in diesem
>Geschwindigkeitsbereich so ineffizient, daß man so zwar Leistung in die
>Luft, aber keine Leistung auf den Boden (sprich: Tempo) befördert?

Eher Leistung in den Körper und nicht auf die Straße.

>Im Kontext eines Traininingsprogramms mag das ja durchaus sinnvoll sein,
>aber wenn man schnell und mit möglichst wenig Krafteinsatz von A nach B
>kommen will, ist es doch ziemlich befremdlich.

Im Falle von A nach B wäre es sogar extrem befremdlich. :-)


>
>>Ich kenne solches Situationen auch -von der "anderen Seite" her.
>
>Aber Du wirst doch wohl nicht ausgerechnet dort trainieren, wo ich
>regelmäßig die meisten dieser Figuren antreffe, über die ich hier
>ablästere: auf dreckigen Radwegen und unübersichtlichen Nebenstraßen in
>Rheinnähe.

Nö, da nicht. Meine GA Strecke ist der Kemnader Stausee (natürlich der
Radweg drumrum) und da fahren natürlich auch viele Freizeitradler.

Message has been deleted

Bernd H. Stein

unread,
May 21, 2004, 6:55:47 PM5/21/04
to
Peter Kloster <pe...@nurfuerspam.de> schrubte:

>"Philippe Meier" <surf...@gmx.net> schrieb:


>
>> Hallo zusammen
>> Mehrfach habe ich gelesen, dass Trittfrequenzen zwischen 90 bis
>> 110 anzustreben sind. Dank meines Trittfrequenzmessers habe ich
>> gemerkt, dass ich mich zwischen 80 und 95 am wohlsten fühle
>> (flache Strecken wohlgemekrt).
>

>In diesem Bereich fahre ich meistens auch. Eine zeitlang habe
>ich versucht, die Grundfrequenz zu erhöhen, kam damit aber mit
>meinem Puls jedesmal in Bereiche, die für ein sinnvolles
>Training zu hoch waren.

Das heißt was für eine HF bei was für einer Hf_max


>Mittlerweile trainiere ich ein- bis
>zweimal pro Woche auf einem Spinningbike u.a. 'lange Berge'
>mit mittlerer TF, aber mehr Druck zu fahren.

Da machst keine Grundlagenausdauer (GA) sondern Kraftzuwachs. Das
bedeutet auch, dass die event. deutliche Steigerung bei höherer TF
wahrscheinlich nicht verändert wird.


>
>Vielleicht hilft das als Anhaltspunkt:
>
> höhere Trittfrequenz = höherer Sauerstoffverbrauch
> => höherer Laktatspiegel
> => schnellere Erschöpfung

Stimmt aber nur, solange die entsprechnde Grundlagenausdauer nicht da
ist und die höhere/hohe TF nicht entsprechend trainiert wurde.

Message has been deleted
Message has been deleted

Bernd H. Stein

unread,
May 22, 2004, 3:11:58 AM5/22/04
to
Peter Kloster <pe...@nurfuerspam.de> schrubte:


>GA versuche ich mir bei moderaten "Feierabendtürchen" und Laufen
>mit Pulskontrolle (120-145) zu holen. Im Vordergrund steht dabei
>fast immer die Verbesserung der allgemeinen Konstitution und
>nicht die Tour de France :-)

Das Laufen wird Dir wahrscheinlich keine Veränderung bei der
Kreislaufreaktion bei höheren TF bringen, weil die muskuläre Belastung
eine ganz andere ist. Aber man muss ja auch nicht unbedingt eine noch
höhere TF fahren.

Gerald Eischer

unread,
May 22, 2004, 6:42:48 AM5/22/04
to
Mathia...@t-online.de (Mathias Böwe) schrieb:

>Hmm, wie sah das denn vor reichlich einem Jahr in Wien aus, als wir im
>Rahmen der Fahrradausstellung auch mal auf der "Tretmühle" saßen?
>Gerald, Tilman, Markus etc. - habt Ihr noch die Werte im Kopf?

Ich trat irgendwas jenseits von 150 U/min, jedenfalls schneller als
jemals auf dem Fahrrad, Bernd trat eine astronomisch hohe Trittfrequenz.

--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://drffaq.freezope.org |
| Für OE-Nutzer: http://www.wschmidhuber.de/oeprob/index.html |

Lars Humbeck

unread,
May 22, 2004, 11:51:49 AM5/22/04
to
On Fri, 21 May 2004 14:23:02 +0200, "Ismail Demiralp" <I...@Demiralp.de>
wrote:

>Ich persönlich trainiere im Winter auf einem Spinningrad. Dort lernst du
>richtig einen runden Tritt zu fahren.


>Ich schätze dass ich etwa knapp 200 u/min schaffe , allerdings nur über eine
>kurze Zeit (unter einer minute).

200er Frequenz? Nee, das glaube ich nicht wirklich.

Übrigens: Im Spinning sind eigentlich nicht mehr als 110-120 rpm
üblich.

--
regards
Lars Humbeck
hum...@gmx.net

Markus Merkl

unread,
May 22, 2004, 1:11:26 PM5/22/04
to
Lars Humbeck wrote:
> On Fri, 21 May 2004 14:23:02 +0200, "Ismail Demiralp" <I...@Demiralp.de>
> wrote:
>
>>Ich schätze dass ich etwa knapp 200 u/min schaffe , allerdings nur über eine
>>kurze Zeit (unter einer minute).
>
> 200er Frequenz? Nee, das glaube ich nicht wirklich.

In einer der letzten Tour-Ausgaben war von einem Bahnfahrer zu lesen,
der regelmäßig mit 180/min fährt.
MMn ist eine Frequenz von > 150 letztlich nur eine Frage der Feinmotorik
und Koordination.

Markus - F_max 180/min auf $Rennnrad

Manfred N?scheler

unread,
May 23, 2004, 3:15:36 AM5/23/04
to
Markus Merkl <mme...@gmx.de> wrote in message news:<2h9fm1F...@uni-berlin.de>...

> Lars Humbeck wrote:
> > On Fri, 21 May 2004 14:23:02 +0200, "Ismail Demiralp" <I...@Demiralp.de>
> > wrote:
> >
> >>Ich sch tze dass ich etwa knapp 200 u/min schaffe , allerdings nur
> ber eine
> >>kurze Zeit (unter einer minute).
> >
> > 200er Frequenz? Nee, das glaube ich nicht wirklich.
>
> In einer der letzten Tour-Ausgaben war von einem Bahnfahrer zu lesen,
> der regelm ig mit 180/min f hrt.

> MMn ist eine Frequenz von > 150 letztlich nur eine Frage der Feinmotorik
>
> und Koordination.
>
> Markus - F max 180/min auf $Rennnrad

Beim Bahnfahrer aus TOUR 12/2003 handelt es sich um den Schweizer
Doppelweltmeister Franco Marvulli (Scratch und Madison,
Ausdauerdisziplinen). Er trainiert regelmässig mit mindestens 180
U/min.
(Der Artikel "Der richtige Dreh" von Christof Weiss, TOUR 12/203,
Seiten 106 und 107 ist sehr lesenswert.)
Die Sprinter ereichen noch höhere max. Drehzahlen

Maximale Tretfrequenzen während etwa 5 sec

Gemäss Angaben von deutschen Bahntrainern braucht ein Bahnsprinter
ein Tretfrequenzmaximum von mindestens 255 U/min.
Die Franzosen verlangen bei ihren Bahnsprintstars sogar mindestens
260 U/min.

Eine Untersuchung bei mehreren Weltklasse-Radsprintern von C. Davies
und E. Sandström ergab 1989 maximale Tretfrequenzen von 262+-8 U/min.
Fast alle Weltklasse-Radsprinter werden demnach zwischen 254 und 270
U/min aufweisen.

In "Neue Wege im Schnelligkeitstraining" (Philippka-Verlag 1992) von
Monika Bauersfeld und Gerald Voss steht auf den Seiten 72 &
73: "Radsprinter - Bestwerte 260 U/min und in Einzelbeispielen
sogar darüber.

Untersuchung über die max. Tretfrequenz von Prof. Dietmar Junker aus
Leipzig in den 80er Jahren
Im Alter von 14 Jahren erreichen radsporttrainierte Schüler bis 200
U/min. Sprinttalente schaffen Werte um 220 U/min. Bahnfahrer der
Nationalmannschaft erreichten 200-230 U/min; Sprinter bis 260 U/min.
Mit zunehmendem Alter und vorwiegendem Ausdauertraining verliert sich
dieses Motorikmuster bei den meisten Radsportlern. Werden keine
Motorik-TE mehr eingesetzt, ist der Verlust des Schnelligkeitsvermögen
noch rapider. Testmessungen bei Radsportstudenten, Junioren, Amateuren
und Elitefahrern haben gezeigt, dass für viele die 200 U/min nicht
mehr erreichbar waren.
http://de.geocities.com/manfred43_99/rollentraining.html

Untersuchungen zur Vervollkommnung der Trettechnik und zur
Verbesserung des sporttechnischen Fertigkeitsniveaus bei Radsportlern"
Dissertation zur Promotion A: Doktor der Pädagogik
Harry Lindemann
Deutsche Hochschule für Körperkultur: Leipzig, 1982
195 A4-Seiten
Mit 81 (zum Teil nie veröffentlichen) Quellen
Auf Seite 106 wird in dieser Dissertation erwähnt, dass Sprinter
wie Uibel, Kriegs und Hesslich maximale Tretfrequenzen von über 260
U/min erreichten.
Andere Sportler, welche über das gleiche Leistungsniveau
verfügten, erreichten "nur" Tretfrequenzen von 220-240 U/min.
Entscheidend für höchste Frequenzen ist also die Fähigkeit,
über eine ausgeprägte Bewegungs- bzw. Nerv-Muskel-Koordination, das
heisst eine effektive Trettechnik, die vorhandenen Kräfte in
Bewegung zu setzen.
Eine gute Trettechnik im Sprintbereich kann mit Motorik-
Trainingseinheiten erreicht werden.
http://de.groups.yahoo.com/group/radsprint/message/442

"DEUTSCHEN ZEITSCHRIFT FUER SPORTMEDIZIN" Nr. 5 (2000)
"Physiologische Grundlagen der Radsports"
Prof. Dr. med. Georg Neumann
Institut für angewandte Trainingswissenschaft in Leipzig/IAT
"Der Maximal-Tretfrequenz-Weltrekord liegt seit 1990 bei 271 U/min,
gehalten von M. Nüscheler (CH).
http://www.sportmedinfo.de/radsport.htm
http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/inh05_2000.htm
Den Wert habe ich mit 170mm-Kurbeln erreicht. Mit kürzeren Kurbeln ist
noch mehr möglich. Sind die Kurbeln kürzer als 165mm, werden die
Rekorde offiziel nicht anerkannt.

"In the USA, the United States Cycling Federation governs roller
races. In the 2000 USCF rulebook it states:
USCF Rule 1J4.
....and cranks must be at least 165 mm long."

Oliver 'Ojo' Bedford

unread,
May 23, 2004, 6:07:24 AM5/23/04
to
Peter Kloster <pe...@nurfuerspam.de> writes:

> Oliver 'Ojo' Bedford <ac...@campfire.rrz.Uni-Koeln.DE> schrieb:

> Als extrem durchtrainierter (Rad-)Sportler mit überdurchschnitt-
> licher Sauerstoffversorgung der Muskulatur oder als ambitionierter
> Hobbyradler?

Als bekennender Radler.

Ciao,
Oliver

Andreas Hollmann

unread,
May 23, 2004, 6:18:41 AM5/23/04
to
Philippe Meier <surf...@gmx.net> wrote:

> Über 95 habe ich aber das Gefühl, aus dem Sattel zu fallen.

Wenn Du damit meinst, daß Du auf dem Sattel herumhüpfst, liegt das
daran, daß Du zuwenig die Pedale in der Aufwärtsbewegung nach oben
ziehst (Du fährst mit Klick-Pedalen?), sondern nur heruntertrittst.

Andreas


--
funktion und design ____ www.andreas-hollmann.de
sportliche radtouren ___ www.der-bergschreck.de

Andreas Hollmann

unread,
May 23, 2004, 6:18:41 AM5/23/04
to
Tilman Wetter <tilman...@gmx.net> wrote:

> Als Bergradler brauch ich das eigentlich gar nicht,
Doch, wenn bergab der größte Gang nicht mehr reicht! ;-)

ANdreas

Andreas Hollmann

unread,
May 23, 2004, 6:18:41 AM5/23/04
to
Oliver 'Ojo' Bedford <ac...@campfire.rrz.Uni-Koeln.DE> wrote:

> Bei Ausdauertraining findet überhaupt kein Muskelaufbau statt.

Unsinn. Es werden Ausdauermuskeln gebildet, die zwar keine sehr hohen
Leistungen aufbringen, aber sehr ausdauernd sind - wie eben der Name
sagt.
Beim Krafttraining dagegen werden Kraftmusklen gebildet, die kurzzeitig
hohe Leistungen abgeben können, aber nach einiger Zeit schlapp machen.

Durch Verschiebung des Trainings in den Kraft- oder in den
Ausdauerbereich, werden die Muskeln vom einen in den anderen Typ
umgewandelt. Ein gutes Training sorgt immer für eine ausgewogene
Mischung beider Muskeltypen.

Andreas

Bernd H. Stein

unread,
May 23, 2004, 7:04:36 AM5/23/04
to
Oliver 'Ojo' Bedford <ac...@campfire.rrz.Uni-Koeln.DE> schrubte:

>Wolfgang Strobl <ne...@mystrobl.de> writes:
>
>> Sorry, ich weiß weder, was eine Regenerationseinheit noch was eine
>> GA1-Einheit ist. Findet bei dieser Art des Trainings kein Muskelaufbau
>> statt? Wenn man sich an den Waden oder - bei Gegenverkehr - den
>> Oberschenkelmuskeln orientiert, könnte man auf die Idee kommen ...
>
> Bei Ausdauertraining findet überhaupt kein Muskelaufbau statt.

Da ist dann was falsch gelaufen.
Die Struktur der Muskulatur ist nicht homogen. Sie besteht aus längs-,
bzw. quergestreifter Muskulatur. Erstere ist für den Bereich
Ausdauer/Schnellkraft zuständig. Und diese Muskulatur wird bei
Ausdauertraining natürlich trainiert. Nur sieht man dass nicht so
sehr, weil der "Dickenzuwachs" (bedingt durch den Aufbau des Muskels)
nicht ohne weiteres sichtbar ist.

Oliver 'Ojo' Bedford

unread,
May 23, 2004, 2:39:43 PM5/23/04
to
papie...@andreas-hollmann.de (Andreas Hollmann) writes:

> Oliver 'Ojo' Bedford <ac...@campfire.rrz.Uni-Koeln.DE> wrote:
>
> > Bei Ausdauertraining findet überhaupt kein Muskelaufbau statt.
> Unsinn. Es werden Ausdauermuskeln gebildet, die zwar keine sehr hohen
> Leistungen aufbringen, aber sehr ausdauernd sind - wie eben der Name
> sagt.
> Beim Krafttraining dagegen werden Kraftmusklen gebildet, die kurzzeitig
> hohe Leistungen abgeben können, aber nach einiger Zeit schlapp machen.

Ich würde mal die Beschäftigung mit einschlägiger Literatur empfehlen.
Unter Aufbau verstehe ich das Entstehen neuer, zusätzlicher muskulärer
Strukturen. Dies geht nur durch einen Hypertrophie-Reiz, der beim
Ausdauer-Training _nicht_ gesetzt wird.

Sowas wie "Ausdauermuskeln" und "Kraftmuskeln" gibt es nicht.
Falls du slow und fast twitching fibers meinst: _beide_ werden
beim Krafttraining trainiert und eingesetzt. Naturgemäß werden
bei explosiven Ausführungen in erster Linie die FT-Fasern eingesetzt,
das Training der Kraftausdauer (als eine Komponente des Krafttrainings
und nicht des Ausdauertrainings) trainiert aber sehr wohl die ST-Fasern.

> Durch Verschiebung des Trainings in den Kraft- oder in den
> Ausdauerbereich, werden die Muskeln vom einen in den anderen Typ
> umgewandelt. Ein gutes Training sorgt immer für eine ausgewogene
> Mischung beider Muskeltypen.

Eine Umwandlung der verschiedenen Faser-Typen ist nicht ohne
weiteres möglich. Sprinter z.B. werden geboren.

Ciao,
Oliver

Oliver 'Ojo' Bedford

unread,
May 23, 2004, 2:53:15 PM5/23/04
to
Bernd H. Stein <ber...@stein-bochum.de> writes:

> Die Struktur der Muskulatur ist nicht homogen. Sie besteht aus längs-,
> bzw. quergestreifter Muskulatur. Erstere ist für den Bereich
> Ausdauer/Schnellkraft zuständig.

Och bitte!

Die längsgestreifte Muskulatur (oder glatte Muskulatur) ist
verantwortlich für die Bewegung von Speisebrei durch die Gedärme
und hat nichts mit der hier interessierenden Ausdauerleistungsfähigkeit
zu tun. Alle Skelettmuskulatur ist quergestreift.

Ciao,
Oliver

Bernd H. Stein

unread,
May 23, 2004, 4:21:57 PM5/23/04
to
Oliver 'Ojo' Bedford <ac...@campfire.rrz.Uni-Koeln.DE> schrubte:

>Bernd H. Stein <ber...@stein-bochum.de> writes:

Sorry, da hab ich was vollkommen durheinander geworfen. Ich meinte die
unterscheidung zwischen schnellen (weißen) und "langsamen" (roten)
Muskelfasern.

Philippe Meier

unread,
May 24, 2004, 2:29:06 AM5/24/04
to

"Andreas Hollmann" <papie...@andreas-hollmann.de> schrieb im Newsbeitrag
news:1ge8me3.19tz34p1c6a8qiN%papie...@andreas-hollmann.de...

> Philippe Meier <surf...@gmx.net> wrote:
>
> > Über 95 habe ich aber das Gefühl, aus dem Sattel zu fallen.
>
> Wenn Du damit meinst, daß Du auf dem Sattel herumhüpfst, liegt das
> daran, daß Du zuwenig die Pedale in der Aufwärtsbewegung nach oben
> ziehst (Du fährst mit Klick-Pedalen?), sondern nur heruntertrittst.
>
> Andreas
>

Vielen Dank an alle für die tollen Antworten, war eine sehr spannende
"Lesung". Ja. ich fahre mit Look Pedalen, da ich aber einige Jahre nicht
mehr richtig gefahren bin und erst jetzt wieder anfange muss ich viel
Grundlagen aufholen. Ich bin so aus der Übung dass ich am wochenende an
einer kreuzung nicht mehr rechtzeitig aus den pedalen kam und mich seitlich
hingelegt habe :)
Sah bestimmt zum schiessen aus...Den runden Tritt bzw die Pedale nach oben
ziehen kann ich noch nicht, bin aber am üben. Derzeit versuche och vor allem
meine Grundlagenausdauer zu erhöhen, fahre also weite Strecken im GA1 mit
dem rennrad. Nochmals danke für die diskussion.
Philippe


Andreas Hollmann

unread,
May 24, 2004, 3:18:51 AM5/24/04
to
Philippe Meier <surf...@gmx.net> wrote:

> [...] Den runden Tritt bzw die Pedale nach oben


> ziehen kann ich noch nicht, bin aber am üben.

Manchmal hilft es, das zuerst bei langsamer Trittfrequenz zu üben. Ich
probiere z.B. bei jedem Anfahren aus dem Stand mich nur auf's
"nach-oben-ziehen" zu konzentrieren.

> Derzeit versuche och vor allem
> meine Grundlagenausdauer zu erhöhen, fahre also weite Strecken im GA1 mit
> dem rennrad.

Das ist doch schon mal 'ne gute Basis für eine erfolgreiche Saison :-)

Andreas

Ismail Demiralp

unread,
May 24, 2004, 4:37:04 AM5/24/04
to
Wow,

da ist ja einiges an Antworten zusammen gekommen. Ich habe aus zeitgründen
nicht alles gelesen (bin auf der Arbeit).
Aber manches wollte nicht unkommentiert lassen.
1. Das bei den meisten die Schwachstelle der Kreislauf ist, ist mir bekannt,
aber gerade dadurch dass man diesen trainiert , verspricht eine schnellere
Verbesserung seiner
Ausdauerleistung.
2. Das es grundsätzlich besser ist hohe Trittfrequenz zu fahren habe ich
nicht behauptet, dennoch ist es ratsam eine Frequenz über 65 zu treten. 75
bis 90 Sind schon in Ordnung
Für mich kann ich sagen, das ich mich ca 100 u/min meine größte Leistung
entfallte. Leider habe ich bis heute keine Lesitungmessung bzw Lactatmessung
gemacht, um zu sehen was ich als so treten kann.
3. Die 200 u/min kann ich normal NUR auf einem Spinningrad (Thomahawk)
treten für paar Sekunden wenn ich wieder 2 Monate regelmäßig im Fitness
Studio war, trotz das ich das ganze Jahr über Amateurrennen fahre. Auf
einem Rennrad wird man zu unstabil wenn man mit einer sehr hohen Frequenz
(über 130 bei mir)
Aber folgendes habe ich mal gemacht: Ich mache mit meinen Freunden (auch
Rennfahrer) ab und zu Trainingsfahrten / Windschattenfahren hinter einem
Transporter.
Auf der Rückfahrt war wir zu zweit hinter dem Transporter einen etwa 11
% steilen Berg hinunter. nach 85km/h ist mein Kollege aus dem Windschatten
raus weil ihm das zu zweit zu gefärhlich wurde. Ich bin noch weiter
gefahren habe durch reintreten ein max Geschwindigkeit (im Winschatten) von
ganz gemau 100 km/h bei einer Übersetzung von 50 / 12.
Bei einem Reifenumfang von 2020mm -> 2,02m. Kann man dann die
Umdrehung/min ausrechnen : 100km/3,6 = 27,78 m/s; Einkurbelumdrehung =
50/12 *2,02m=8,4167m /pro Kurbelumdehung. Dann muss ich doch 27,78 m/s /
8,4167m/pro Umdrehung =3,3 u/s => 198 u/min getreten haben.
Also, dass mit den 200 U/min ist nicht gelogen. Es ist aber nur ein
Bespiel dafür was möglich ist. Ich fahre allerdings seit vielen Jahren Rad.
Dieser Schweizer Manfred Nüscheler hatte sogar ein Umdehung unter Last mit
einer Drehzahl von 261 U/min = 4,35 U/sec gefahren.Homepage
(http://de.geocities.com/manfred43_99/)

Letzten Endes muss jeder ausprobieren ob er eher besser mit 70 u/min fährt
oder mit 100u/min

Aber schön , das sich so viele zu diesem Thema etwas zu sagen haben.


"Andreas Hollmann" <papie...@andreas-hollmann.de> schrieb im Newsbeitrag

news:1gea9el.938yj31fwcyguN%papie...@andreas-hollmann.de...

Mathias Böwe

unread,
May 24, 2004, 5:00:51 PM5/24/04
to
Tilman Wetter <tilman...@gmx.net> wrote:

> Mathias Böwe schrieb:


>
> > Hmm, wie sah das denn vor reichlich einem Jahr in Wien aus, als wir im
> > Rahmen der Fahrradausstellung auch mal auf der "Tretmühle" saßen?
> > Gerald, Tilman, Markus etc. - habt Ihr noch die Werte im Kopf? Ich meine
> > jedoch, daß das ganz gut nach oben ging, und das ohne Klickpedale und
> > mit einem Sattel, der irgendwo, aber nicht in der passenden Höhe
> > arretiert war...
> >
> 125 als bekenneder Langsamtreter

Das ist doch gemütliches Ausrollen lassen ;-) Auf der Straße bin ich
jedenfalls kurzfristig (ja, *sehr* kurzfristig) auch schon auf
Drehzahlen über 160 gekommen. Das ist aber auch schon wieder einige Tage
her...

> ich nehm an, Uli würde auch auf 300 kommen ;-)

Aber nur mit den 90mm-Kurbeln ;-)

Mathias
--
Die Frage ist halt immer, wo man anfängt und wo man aufhört. Manche
fangen immer in der Mitte an, weil sie hinten und vorne keine Ahnung
haben :-)
Thomas Proell in de.rec.fahrrad

Ulli Horlacher

unread,
May 24, 2004, 6:36:16 PM5/24/04
to
Philippe Meier <surf...@gmx.net> wrote:

> Den runden Tritt bzw die Pedale nach oben
> ziehen kann ich noch nicht, bin aber am üben.

Der ist auch nicht zwingend noetig fuer hohe Trittfreqenzen. Ich druecke
nur das Pedal runter und ziehe ueberhaupt nicht, also nicht die Spur eines
runden Tritts und fahre trotzdem i.d.R. mit ueber 100 U/min.

Es geht also auch ohne. Mit ist es aber vermutlich effizienter. Ich war
bisher nur zu faul das zu trainieren :-)

Message has been deleted

Andreas Hollmann

unread,
May 25, 2004, 3:53:14 AM5/25/04
to
Klaus Straubinger <KSN...@UseNet.ArcorNews.DE> wrote:

> In einer Zeitschrift (tour?) war mal ein Diagramm abgedruckt, wie bei
> den Profis der Krafteinsatz über eine Kurbelumdrehung war; wenn ich
> mich recht erinnere, kam dabei heraus, dass mitnichten hinten das Pedal
> aktiv nach oben gezogen wird.

Es ist wohl schon sehr effektiv, wenn man den Fuß auf dem nach oben
gehenden Pedal einfach nur locker mitbewegt, das man damit zumindest der
Kraft des heruntertretenden Fußes nicht entgegenarbeitet.
Das geht übrigens auch ohne Klickpedale.

Andreas

Message has been deleted

Gabriele Dirks

unread,
May 25, 2004, 4:20:39 AM5/25/04
to
Klaus Straubinger <KSN...@usenet.arcornews.de> wrote:
> Ulli Horlacher <fram...@moep.bb.bawue.de> schrieb:

>> Ich druecke nur das Pedal runter und ziehe ueberhaupt nicht, also
>> nicht die Spur eines runden Tritts

> In einer Zeitschrift (tour?) war mal ein Diagramm abgedruckt, wie bei


> den Profis der Krafteinsatz über eine Kurbelumdrehung war; wenn ich
> mich recht erinnere, kam dabei heraus, dass mitnichten hinten das Pedal
> aktiv nach oben gezogen wird.

Genau. Und je mehr Kraft (Bahnsprinter) sie einsetzen konnten, desto
geringer wurde der Anteil des aktiv Hochziehens. Es wurde damit erklärt,
dass es auch wenig sinnvoll wäre, Koordination und Kraft für den anteilig so
geringen Effekt aufzuwenden.


Gabriele

Bernd H. Stein

unread,
May 25, 2004, 6:19:09 AM5/25/04
to
Gabriele Dirks <gabr...@sprouts.org> schrubte:

Jau! Hier (kompleter Artikel): http://tinyurl.com/2bzkg

wird in der Zusammenfassung z.B. folgendes gesagt:
"Eine aus biomechanischer Sicht sinnvolle Zugbewegung kann aus
physiologischer Sicht unter Umständen nicht als optimal angesehen
werden. Für eine aktive Zugbewegung ist der Einsatz von hüft- und
kniebeugenden Muskeln notwendig. Dieser zusätzliche Aufwand kann auf
der biochemischen Seite zu negativen Effekten führen."

Gerald Eischer

unread,
May 25, 2004, 7:10:35 AM5/25/04
to
Bernd H. Stein <ber...@stein-bochum.de> schrieb:

>Jau! Hier (kompleter Artikel): http://tinyurl.com/2bzkg
>
>wird in der Zusammenfassung z.B. folgendes gesagt:
>"Eine aus biomechanischer Sicht sinnvolle Zugbewegung kann aus
>physiologischer Sicht unter Umständen nicht als optimal angesehen
>werden. Für eine aktive Zugbewegung ist der Einsatz von hüft- und
>kniebeugenden Muskeln notwendig. Dieser zusätzliche Aufwand kann auf
>der biochemischen Seite zu negativen Effekten führen."

Man darf aber aus den Ergebnissen dieser Untersuchung nicht den
Trugschluß ziehen, eine feste Pedalverbindung bringt eh nichts, Haken
und Riemen oder gar nackte Klotzpedale reichen.
Etwa 20 % des Vortriebes werden in der Nähe des unteren Totpunkts
(Sektor 3) erzeugt. Dazu müssen die Pedale nach hinten gezogen werden
können, und eine feste Pedalverbindung ist unerlässlich!

Ewald Pfau

unread,
May 25, 2004, 8:23:23 AM5/25/04
to
Gerald Eischer <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
> Man darf aber aus den Ergebnissen dieser Untersuchung nicht den
> Trugschluß ziehen, eine feste Pedalverbindung bringt eh nichts, Haken
> und Riemen oder gar nackte Klotzpedale reichen.
> Etwa 20 % des Vortriebes werden in der Nähe des unteren Totpunkts
> (Sektor 3) erzeugt. Dazu müssen die Pedale nach hinten gezogen werden
> können, und eine feste Pedalverbindung ist unerlässlich!

Man kann auch in beiden Füßen ständig mit abknicken - auch wenn man sich das
schwerlich zum dauerhaften Gebrauch angewöhnen kann. Ist aber eine nette
Übung, auf die man zurückfallen kann, wenn man vom ordinärem Stampfen gerade
genug hat. Es wird dazu immer auch Konzentration für den aufwendigen
Bewegungsablauf nötig sein, das limitiert die Frequenz.

Diese Art zu kurbeln (mit Klotzpedalen! hah! ;) ) ist auch schon mal für
einen Krampf gut - ich weiß zuwenig von den beteiligten Muskelpartien, es
scheint aber in den Waden ein anfälliger Kandidat dabei zu sein. Die
Effizienz des Krafteinsatzes wird die von den 'anmontierten' Körperteilen
nicht einholen, ist aber sicherlich ein Stück besser als nur zu stampfen.

Interessant ist, dass der Kraftschluss vor dem Totpunkt greift. Es muss der
Fuß in dem Drehwinkelbereich, wo beim Stampfen allein die größte Kraft
angebracht würde, zugleich den Auflagewinkel wechseln. Man könnte das
vielleicht mit dem Bewegungsschema 'Galopp' assoziieren.

Bernd H. Stein

unread,
May 25, 2004, 10:39:23 AM5/25/04
to
"Gerald Eischer" <Dein-H...@liebt-dich.info> schrubte:

>Bernd H. Stein <ber...@stein-bochum.de> schrieb:
>
>>Jau! Hier (kompleter Artikel): http://tinyurl.com/2bzkg
>>
>>wird in der Zusammenfassung z.B. folgendes gesagt:
>>"Eine aus biomechanischer Sicht sinnvolle Zugbewegung kann aus
>>physiologischer Sicht unter Umständen nicht als optimal angesehen
>>werden. Für eine aktive Zugbewegung ist der Einsatz von hüft- und
>>kniebeugenden Muskeln notwendig. Dieser zusätzliche Aufwand kann auf
>>der biochemischen Seite zu negativen Effekten führen."
>
>Man darf aber aus den Ergebnissen dieser Untersuchung nicht den
>Trugschluß ziehen, eine feste Pedalverbindung bringt eh nichts, Haken
>und Riemen oder gar nackte Klotzpedale reichen.
>Etwa 20 % des Vortriebes werden in der Nähe des unteren Totpunkts
>(Sektor 3) erzeugt. Dazu müssen die Pedale nach hinten gezogen werden
>können, und eine feste Pedalverbindung ist unerlässlich!

Yes!

Stephan Gerlach

unread,
May 25, 2004, 11:31:00 AM5/25/04
to
Gabriele Dirks schrieb:
>
> Oliver 'Ojo' Bedford <ac...@campfire.rrz.uni-koeln.de> wrote:
>
> > 2 W/kg KG wären bei 75 kg KG nur 150 W -- das ist aber ein bischen
> > arg wenig (als Stundenleistung). Oder redest Du hier von
> > Langzeitausdauer?
>
> Die Zahl für Tourenfahrer ist hierher:
> http://de.geocities.com/manfred43_99/RadAmBerg.html
> (Ende 1. Drittel))
>
> Laut HAC kommt das auch einigermaßen hin: Mit einem Hauch mehr als 2 Watt /
> kg Körpergewicht bin ich 200 km mit 1550 hm mit 25,1 km/h gefahren. Weil ich
> so gut wie nie Windschatten fahre und es windig war, könnte die Leistung
> tatsächlich etwas höher sein, der Fehler ist aber wohl nicht so groß, dass
> ich mir Gedanken machen müßte.

Sicher?
Ich habe mir mal den Spaß gemacht und vergleichend bei
<http://www.kreuzotter.de/deutsch/speed.htm> eingegeben:
- Rennrad Oberlenkerhaltung
- Fahrerdaten 1,60m/60kg (bitte diese Angaben nicht als Beleidigung
auffassen, falls völlig daneben)
- Fahrgeschwindigkeit 25km/h
- Steigung, Temperatur, Höhe über NN, Fahrradgewicht so gelassen wie
voreingestellt.
Einmal bei -15km/h Wind, einmal bei +15km/h Wind.

Ergebnis: 42 Watt bei Rückenwind gegenüber 236 Watt beim Gegenwind...
OK, Berge habe ich jetzt nicht berücksichtigt und daß du vermutlich
wechselnden Wind hattest, d.h. der Unterschied dürfte im Ergebnis nicht
ganz so kraß ausfallen.

Stephan

Stephan Gerlach

unread,
May 25, 2004, 11:49:35 AM5/25/04
to
Oliver 'Ojo' Bedford schrieb:

>
> Peter Kloster <pe...@nurfuerspam.de> writes:
>
> > Vielleicht hilft das als Anhaltspunkt:
> >
> > höhere Trittfrequenz = höherer Sauerstoffverbrauch
> > => höherer Laktatspiegel
> > => schnellere Erschöpfung
>
> Also den letzten beiden Punkten möchte ich entschieden
> widersprechen.

Also zumindest das mit der Eschöpfung das scheint bei mir zuzutreffen, was
Peter da schreibt.
Bei 60 U/min bin ich schneller erschöpft (bzw. die Beine werden schwer) als
bei 90 U/min.
Vor allem unter Belastung.

Stephan

Stephan Gerlach

unread,
May 25, 2004, 11:52:24 AM5/25/04
to
Andreas Hollmann schrieb:

>
> Philippe Meier <surf...@gmx.net> wrote:
>
> > [...] Den runden Tritt bzw die Pedale nach oben
> > ziehen kann ich noch nicht, bin aber am üben.
>
> Manchmal hilft es, das zuerst bei langsamer Trittfrequenz zu üben. Ich
> probiere z.B. bei jedem Anfahren aus dem Stand mich nur auf's
> "nach-oben-ziehen" zu konzentrieren.

Oder sich vorzustellen, man würde einen Eimer an einem Seil irgendwo
hoch*kurbeln* müssen.
Oder mal ein paar Meter einbeinig fahren.

Stephan

Oliver 'Ojo' Bedford

unread,
May 25, 2004, 12:56:21 PM5/25/04
to
Stephan Gerlach <mam9...@studserv.uni-leipzig.de> writes:

Ich hatte das so verstanden, dass eine höhere Trittfrequenz zu
schnellerer Erschöpfung führt. In deinem Fall wärst Du bei 90 U/min
schneller erschöpft als bei 60 U/min.

Etwas verwirrt,
Oliver

Tilman Wetter

unread,
May 25, 2004, 1:19:06 PM5/25/04
to
Andreas Hollmann schrieb:

Ich ahb das früher mit einer Drehung aus dem Fussgelenk gemacht, so dass
man zumindest in der Ebene mit nur einem Fuss bei niedrigeren
Frequenzen und wenig Kraft einen runden Fluss zusammen bekam und
gleichmässig (aber langsam) antrieb.

Das war sicher einem gewissen runden Tritt sehr zuträglich wenn auch
nicht ganz unanstregend, da viel Energie in die Verspannung des Körpers
zum Traktionserhalt zwischen Schuh und Pedal floss. Sowie wirklich Kraft
einzuestzen war, zB leicht bergauf, wurde die Bewegung schon unrund und
irgendwann rutschte der Fuss vom Pedal.

Markus Merkl

unread,
May 25, 2004, 1:38:06 PM5/25/04
to
Oliver 'Ojo' Bedford wrote:
[Trittfrequenzen]

> Ich hatte das so verstanden, dass eine höhere Trittfrequenz zu
> schnellerer Erschöpfung führt. In deinem Fall wärst Du bei 90 U/min
> schneller erschöpft als bei 60 U/min.

Das kann man so nicht sagen: ich fühle mich mit 90-110/min wohl. 90
zählt schon zu 'kraftbetont', im Rennen oder wenn Leistung gefragt ist,
liegen ~110-120/min an.

100/min kurble ich durchaus - wenn's denn sein muß oder für Unterhaltung
gesorgt ist - mehrere Stunden.

Markus

Gabriele Dirks

unread,
May 26, 2004, 1:50:12 AM5/26/04
to
Stephan Gerlach <mam9...@studserv.uni-leipzig.de> wrote:

>> Laut HAC kommt das auch einigermaßen hin: Mit einem Hauch mehr als 2 Watt /
>> kg Körpergewicht bin ich 200 km mit 1550 hm mit 25,1 km/h gefahren.

> Sicher?

:-) Ziemlich. Die von Dir gefunden Zahlen liegen doch im gleichen Bereich.
Da ich tatsächlich Tourenradler bin und auch nicht mehr Ehrgeiz als das
habe, bin ich damit auch zufrieden, dass die Größenordnung stimmt. Ohne SRM
und Co wird man es wohl nicht genauer hinbekommen und das ist dann wirklich
für meine Zwecke nicht mehr angemessen.


Gabriele

Rainer H. Rauschenberg

unread,
May 26, 2004, 8:10:53 AM5/26/04
to
On 25 May 2004, Gerald Eischer wrote:

> Etwa 20 % des Vortriebes werden in der Nähe des unteren Totpunkts
> (Sektor 3) erzeugt.

Quelle?

> Dazu müssen die Pedale nach hinten gezogen werden können,

Die Fusssohle steht (zumindest bei mir(*)) nicht horizontal.

> und eine feste Pedalverbindung ist unerlässlich!

Hilfreich. IMHO nicht unerlaesslich.

(*) Auf dem Upright; fuers Liegerad gilt dasselbe, entsprechend gedreht.

Stephan Gerlach

unread,
May 26, 2004, 9:11:42 AM5/26/04
to
Gabriele Dirks schrieb:

>
> Stephan Gerlach <mam9...@studserv.uni-leipzig.de> wrote:
>
> >> Laut HAC kommt das auch einigermaßen hin: Mit einem Hauch mehr als 2 Watt /
> >> kg Körpergewicht bin ich 200 km mit 1550 hm mit 25,1 km/h gefahren.
>
> > Sicher?
>
> :-) Ziemlich. Die von Dir gefunden Zahlen liegen doch im gleichen Bereich.
> Da ich tatsächlich Tourenradler bin und auch nicht mehr Ehrgeiz als das
> habe, bin ich damit auch zufrieden, dass die Größenordnung stimmt.

Zumindest die stimmt.
Es kommt aber eben immerhin ein Spektrum von 3,93 Watt/kg
bis 0,7 Watt/kg heraus, bei einer Geschwindigkeit, wo der
HAC konstant ca. 2,01 Watt/kg ausspuckt.
Na gut, als *grobe* Abschätzung ganz brauchbar...
Du weißt jetzt wenigstens, daß du bis zu 3,93 Watt/kg
bringen kannst. :-)

Stephan

Stephan Gerlach

unread,
May 26, 2004, 9:15:55 AM5/26/04
to
Oliver 'Ojo' Bedford schrieb:

Jetzt habe ich auch etwas den Faden verloren.
Was ich sagen wollte, ist:
"...Bei 60 U/min bin ich schneller erschöpft (bzw. die Beine
werden schwer) als bei 90 U/min...".

Stephan

Stephan Gerlach

unread,
May 26, 2004, 9:22:28 AM5/26/04
to
Stephan Gerlach schrieb:

>
> Oliver 'Ojo' Bedford schrieb:
> >
> > Stephan Gerlach <mam9...@studserv.uni-leipzig.de> writes:
> >
> > > Oliver 'Ojo' Bedford schrieb:
> > > > Peter Kloster <pe...@nurfuerspam.de> writes:
> > > >
> > > > > Vielleicht hilft das als Anhaltspunkt:
> > > > >
> > > > > höhere Trittfrequenz = höherer Sauerstoffverbrauch
> > > > > => höherer Laktatspiegel
> > > > > => schnellere Erschöpfung
[...]

> > Ich hatte das so verstanden, dass eine höhere Trittfrequenz zu
> > schnellerer Erschöpfung führt. In deinem Fall wärst Du bei 90 U/min
> > schneller erschöpft als bei 60 U/min.

Blödsinn, du hast recht:
Ich habe wohl unterbewußt "höherer Gang" gelesen. %-|

Stephan

Oliver 'Ojo' Bedford

unread,
May 26, 2004, 10:22:58 AM5/26/04
to
Stephan Gerlach <mam9...@studserv.uni-leipzig.de> writes:

> Jetzt habe ich auch etwas den Faden verloren.

:-)

> Was ich sagen wollte, ist:
> "...Bei 60 U/min bin ich schneller erschöpft (bzw. die Beine
> werden schwer) als bei 90 U/min...".

Das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen (schwere Beine).

Ciao,
Oliver

Gabriele Dirks

unread,
May 26, 2004, 10:46:33 AM5/26/04
to
Stephan Gerlach <mam9...@studserv.uni-leipzig.de> wrote:

> Du weißt jetzt wenigstens, daß du bis zu 3,93 Watt/kg
> bringen kannst. :-)

*lach*
Flasch. Ich kann definitiv über 5 Watt / kg - aber nicht als
_Dauerleistung_. So einen Ergometer in einer Reha-Einrichtung habe ich mal
auf über 10 Watt / kg hochgejagt. Ich weiß aber nicht, ob er vorher schon
kaputt war, hinterher war er es auf jeden Fall, ich weiß nicht, was jetzt
die Ursache wovon war. ;-)

Selbst der HAC hat für die Tour, die ich als Beispiel gesetzt hatte, Werte
bis über 4 Watt / kg registriert - es war halt auch ein Marathon, ich gehe
die wirklich moderat an. Ankommen ist alles.


Gabriele

Gerald Eischer

unread,
May 26, 2004, 1:08:15 PM5/26/04
to
"Rainer H. Rauschenberg" <rai...@wiwi.uni-frankfurt.de> schrieb:

>On 25 May 2004, Gerald Eischer wrote:
>
>> Etwa 20 % des Vortriebes werden in der Nähe des unteren Totpunkts
>> (Sektor 3) erzeugt.
>
>Quelle?

Die hast du beim Quoten gelöscht.

>> Dazu müssen die Pedale nach hinten gezogen werden können,
>
>Die Fusssohle steht (zumindest bei mir(*)) nicht horizontal.

Bei mir auch nicht.

>> und eine feste Pedalverbindung ist unerlässlich!
>
>Hilfreich. IMHO nicht unerlaesslich.

Für diesen 20 %igen Anteil am Vortrieb unerlässlich.

Stefan Barnikow

unread,
May 25, 2004, 5:25:47 PM5/25/04
to
begin quoting Klaus Straubinger <KSN...@UseNet.ArcorNews.DE>:
> Ulli Horlacher <fram...@moep.bb.bawue.de> schrieb:
[Runder Tritt]

>> Ich war bisher nur zu faul das zu trainieren :-)
>
> Ich auch. Obwohl, gelegentlich habe ich schon versucht, nur mit einem
> Bein zu treten, das ist ganz lehrreich.

Da merkt man erstmal, wie schwer eigentlich ein Bein ist. :-)


Ciao,
Stefan

Stephan Gerlach

unread,
May 27, 2004, 7:25:45 AM5/27/04
to
Gabriele Dirks schrieb:

>
> So einen Ergometer in einer Reha-Einrichtung habe ich mal
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Sind die überhaupt auf relativ leistungsstarke Radfahrer ausgelegt?

> auf über 10 Watt / kg hochgejagt. Ich weiß aber nicht, ob er vorher schon
> kaputt war, hinterher war er es auf jeden Fall, ich weiß nicht, was jetzt
> die Ursache wovon war. ;-)

[...]


> ein Marathon, ich gehe
> die wirklich moderat an. Ankommen ist alles.

D.h. du hättest theoritisch sogar noch Reserven.

Stephan

Rainer H. Rauschenberg

unread,
May 27, 2004, 8:29:22 AM5/27/04
to
On 26 May 2004, Gerald Eischer wrote:

> "Rainer H. Rauschenberg" <rai...@wiwi.uni-frankfurt.de> schrieb:
>
> >On 25 May 2004, Gerald Eischer wrote:
> >
> >> Etwa 20 % des Vortriebes werden in der Nähe des unteren Totpunkts
> >> (Sektor 3) erzeugt.
> >
> >Quelle?
>
> Die hast du beim Quoten gelöscht.

Aehh, ja, war mir nicht ganz klar.

> >> Dazu müssen die Pedale nach hinten gezogen werden können,
> >
> >Die Fusssohle steht (zumindest bei mir(*)) nicht horizontal.
>
> Bei mir auch nicht.
>
> >> und eine feste Pedalverbindung ist unerlässlich!
> >
> >Hilfreich. IMHO nicht unerlaesslich.
>
> Für diesen 20 %igen Anteil am Vortrieb unerlässlich.

IMHO nicht. Wegen der Fusstellung mit "Ferse hoeher als Ballen" kann man
auch mit Haken und Riemen ohne Pedalplatte bis zum Bereich zwischen 200
und 220 Grad noch Kraft einleiten (viel ist es jenseits von 180 eh nicht
mehr, der Sektor 3 faengt vorher an).

Rainer "wie gesagt: ich bestreite nicht, dass eine feste Verbindung mit
dem Pedal hilfreich ist" Rauschenberg

Gabriele Dirks

unread,
May 27, 2004, 8:26:49 AM5/27/04
to
Stephan Gerlach <mam9...@studserv.uni-leipzig.de> wrote:

>> So einen Ergometer in einer Reha-Einrichtung habe ich mal
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
> Sind die überhaupt auf relativ leistungsstarke Radfahrer ausgelegt?

Keine Ahnung. Wie geschrieben, ich weiß nicht, ob der nicht schon einen Hau
weg hatte: die Anzeige stieg, wie ich das erwarten würde, der von mir
hochgeschaltete Bremswiderstand auch. Kurz, nachdem ich abgestiegen bin,
roch es aber nach rauchenden Volts und die Elektronik war hin.

Ich denke aber mal, dass die Geräte da prinzipiell schon einiges vertragen,
schließlich werden da auch Leistungssportler nach Verletzungen wieder
aufgebaut.


> [...]
>> ein Marathon, ich gehe
>> die wirklich moderat an. Ankommen ist alles.

> D.h. du hättest theoritisch sogar noch Reserven.

Bis jetzt noch jedesmal auch praktisch, ja. Das ist aber wohl ziemlich
normal unter Leuten, die oft Langstrecke fahren.


Gabriele

Tilman Wetter

unread,
May 31, 2004, 7:43:10 AM5/31/04
to
Rainer H. Rauschenberg schrieb:

> On 26 May 2004, Gerald Eischer wrote:
>
>
>>"Rainer H. Rauschenberg" <rai...@wiwi.uni-frankfurt.de> schrieb:
>>
>>
>>>On 25 May 2004, Gerald Eischer wrote:
>>>
>>>
>>>>Etwa 20 % des Vortriebes werden in der Nähe des unteren Totpunkts
>>>>(Sektor 3) erzeugt.
>>>
>>>Quelle?
>>
>>Die hast du beim Quoten gelöscht.
>
>
> Aehh, ja, war mir nicht ganz klar.
>
>
>>>>Dazu müssen die Pedale nach hinten gezogen werden können,
>>>
>>>Die Fusssohle steht (zumindest bei mir(*)) nicht horizontal.
>>
>>Bei mir auch nicht.
>>
>>
>>>>und eine feste Pedalverbindung ist unerlässlich!
>>>
>>>Hilfreich. IMHO nicht unerlaesslich.
>>
>>Für diesen 20 %igen Anteil am Vortrieb unerlässlich.
>
>
> IMHO nicht. Wegen der Fusstellung mit "Ferse hoeher als Ballen" kann man
> auch mit Haken und Riemen ohne Pedalplatte bis zum Bereich zwischen 200
> und 220 Grad noch Kraft einleiten (viel ist es jenseits von 180 eh nicht
> mehr, der Sektor 3 faengt vorher an).

Man kann auch in dieser Stellung nur mit Turnschuh und Bärentatze
erstaunlich viel Kraft einleiten.
Immerhin genug um das gesamte Gewicht des Fahrades anzuheben.
Beim Springen ohne Clipless wird im Moment des Absprunges das Rad mit
den Füssen in nämlicher Stellung auf der einen Seite und den Händen am
Lenker auf der anderen Seite verkeilt.

Lediglich die der Winkel von etwa 260 - 320° ist fast nicht mit Kraft zu
bestreichen, falls einer mal das Einbeinige Fahren mit Bärentatze üben
will :-)

Manfred N?scheler

unread,
Jun 1, 2004, 1:18:19 AM6/1/04
to
Stefan Barnikow <ci...@web.de> wrote in message news:<r7qco1x...@barni.myfqdn.de>...

Coopzeitung
Nr. 37 - 10.09.2003
Seiten 6-11
Von Anja Müller
http://www.coopzeitung.ch

"Mit über 250 Hobby- und Profirennfahrern steht er am Bergrennen Chur-
Arosa am Start. «Was will denn der hier?», fragen sich manche, als
Beat Schwarzenbach seine Beinprothese auszieht und auf das Rad
steigt. Er erntet vorerst ungläubige Blicke. Und darauf Bewunderung,
wie er mit nur einem Bein und einem Pedal losfährt, im Laufe des
Rennens ins Mittelfeld vorstösst und manch unversehrten Mitstreiter
überholt."

Beat Schwarzenbach benötigte für ca. 32 km und etwa 1200 hm mit einem
Bein nur 1:31 h. Das ist nur 24 min mehr, als Pascal Richard, der
Strassen-Olympiasieger von 1996. Er gewann auf dieser Strecke vor ein
paar Jahren mit 1:07 h.
------------------
Wer eine gute Trettechnik hat, kann auch mit einem Bein radfahren.
Auch unversehrte Radsportler sollten das einbeinige Radfahren
trainieren. Sie können so ihre Trettechnik verbessern. Wer mit einem
Bein radfahren kann, setzt beim treten mehr Muskelgruppen ein. So
kann eine höhere Leistung über längere Zeit erbracht werden. Das
bedeutet eine Leistungssteigerung ohne Doping.

Das beste Hilfsmittel, um das einbeinige Radfahren zu trainieren und
eine gute Trettechnik zu erlernen, sind SmartCranks.
http://www.smartcranks.com/Main2_d.html
Bei SmartCranks handelt es sich um Fahrradkurbeln, welche voneinander
durch ein sogenanntes Freilauflager komplett getrennt sind.
Somit kann man mit beiden Beinen gleichzeitig, einbeinig (unabhängig)
fahren.

Mit einem Bein stärker als ein Pferd
http://de.groups.yahoo.com/group/radsprint/message/301

Mit freundlichen Grüssen
Manfred Nüscheler
http://de.geocities.com/manfred43_99/

Gabriele Dirks

unread,
Jun 2, 2004, 3:50:08 AM6/2/04
to
Manfred N?scheler <m-nues...@datacomm.ch> wrote:

> Das beste Hilfsmittel, um das einbeinige Radfahren zu trainieren und
> eine gute Trettechnik zu erlernen, sind SmartCranks.
> http://www.smartcranks.com/Main2_d.html

Nur knappe 1000 Schweizer Franken für Kurbeln ohne Blätter, ausschließlich
angepaßt an Shimano-Standardwellen. Nur beim Lochkreis unheimlich flexibel:
130 mm (Shimano) oder 135 mm (Campa). Deutlicher könnte da nicht stehen,
dass ich die Dinger nicht brauche. :-}


Gabriele

Patrick Hansmeier

unread,
Jun 2, 2004, 8:00:03 AM6/2/04
to

"Manfred N?scheler" <m-nues...@datacomm.ch> wrote:

> Das beste Hilfsmittel, um das einbeinige Radfahren zu trainieren und
> eine gute Trettechnik zu erlernen, sind SmartCranks.

In einem Internetforum hat neulich ein durchaus ambitionierter Hobby-RR-Fahrer seine Smartcranks zum Kauf angeboten - ihm haben die wohl nicht viel gebracht.
Aber Leute mit anderen (wahrscheinlich höheren) Ansprüchen können den Dingern vielleicht mehr abgewinnen.

Patrick


Frank Bechhaus

unread,
Jun 2, 2004, 4:08:57 PM6/2/04
to
Gabriele Dirks <gabr...@sprouts.org> wrote:
> Nur knappe 1000 Schweizer Franken für Kurbeln ohne Blätter, ausschließlich
> angepaßt an Shimano-Standardwellen. Nur beim Lochkreis unheimlich flexibel:
> 130 mm (Shimano) oder 135 mm (Campa). Deutlicher könnte da nicht stehen,
> dass ich die Dinger nicht brauche. :-}

Du meine Güte. Mag die Idee so innovativ sein wie sie will: Gibt es
*irgendetwas* an den Dingern, was *so* einen Preis rechtfertigen könnte?
Außer "wir sind die einzigen, die sowas herstellen, also können wir
jeden Preis verlangen"?

Gruß,
Frank
--
"Nur wer ohne Helm radelt, ist nicht auf ____ ___O
den Kopf gefallen." Thomas Nordhaus in DRF ___ _`\ <._
________________________________________________________ (_)/ (_) ____

Gabriele Dirks

unread,
Jun 3, 2004, 3:40:32 AM6/3/04
to
Frank Bechhaus <bech...@despammed.com> wrote:

[Smart Cranks]
> Du meine Güte. Mag die Idee so innovativ sein wie sie will: Gibt es
> *irgendetwas* an den Dingern, was *so* einen Preis rechtfertigen könnte?
> Außer "wir sind die einzigen, die sowas herstellen, also können wir
> jeden Preis verlangen"?

Das ist wohl eine Frage, was man damit erreichen will / kann und wie sich
die Kosten dafür rechnen. Wenn man als Profi richtig profitieren kann, sieht
das anders aus, als wenn ein neugieriger Spaßfahrer nur mal gucken will, was
es tut. Ich gehöre halt zur letzten Gruppe.


Gabriele

Gerald Eischer

unread,
Jun 3, 2004, 7:57:41 AM6/3/04
to
Frank Bechhaus <bech...@despammed.com> schrieb:

>Du meine Güte. Mag die Idee so innovativ sein wie sie will: Gibt es
>*irgendetwas* an den Dingern, was *so* einen Preis rechtfertigen könnte?

Die (noch) geringen Stückzahlen.

>Außer "wir sind die einzigen, die sowas herstellen, also können wir
>jeden Preis verlangen"?

Von einem amerikanischen Hersteller gibt es ähnliche Kurbeln ohne eine
Arretierung, die sind um nichts billiger.

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