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Schon wieder: rechter Radweg, abbiegender LKW, tot
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Christoph Maercker  
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 More options Oct 23 2012, 2:51 am
Newsgroups: de.rec.fahrrad
From: Christoph Maercker <Zweist...@gmx-topmail.de>
Date: Tue, 23 Oct 2012 08:51:16 +0200
Local: Tues, Oct 23 2012 2:51 am
Subject: Re: Schon wieder: rechter Radweg, abbiegender LKW, tot

Markus Luft wrote:
> Ich hab heute spaßeshalber auch mal wieder an meiner Lieblingseinmündung
> gezählt: 9 von 39 Fahrzeugführern haben einen Schulterblick gezeigt.
> Einige sind sogar komplett blind abgebogen. Es war sehr wenig Radverkehr,
> so wurde nur einem Radfahrer der Vorrang genommen. Nicht unbedingt
> dramatisch, er wurde behindert und mußte bremsen.

Wir wollen so bald wie möglich auch nochmal zählen/beobachten.

> Die biegen selber so blind ab. Einsatzfahrzeuge der Polizei parken auch
> grundsätzlich immer auf Radverkehrsanlagen. Vorm Döner-Laden, vorm
> Sparkassenautomat, vorm Bäcker...

Gute Gelegenheit, ihnen vorzuführen, dass in solchen Fällen § 2 (1) StVO
für Radfahrer gilt, egal was der betr. Weg für ein Schild hat. ;-)

> Eben weil Polizisten so wenig auf Fahrradfahrer achtende Autofahrer sind,
> identifizieren sie sich offenbar so gern mit den Unfallverursachern.

Vielleicht hatte die einstige Magdeburger Fahrradstaffel eine positive
Wirkung: Solange sie existierte und funktionierte, gab es eine relativ
gute Zusammenarbeit von ADFC und Polizei. Kann Zufall sein, könnte aber
auch mit Deiner "These" zu tun haben.

> Mehr oder weniger gilt das aber auch für PKW-Fahrer, wenn die einmal
> abbiegen, dann wird auch nicht mehr auf das geachtet, was sich nicht
> unmittelbar vor denen abspielt.

Ja klar, jeder zusätzliche Straßenteil erfordert zusätzliche
Aufmerksamkeit. Dass "Radwege" zu einer Überforderung aller
Verkehrsteilnehmer, besonders aber der Kraftfahrer führen können, wurde
hierzugroups schon vor Jahren diskutiert.

>>> Die haben sich über Geisterfahrer beschwert und über Radfahrer,
>>> die schnell noch mal vor ihrem LKW herumfahren würden.

>> Oder nur während der Rotphase einer Ampel bis zum Fahrerhaus vorfahren
>> ...

> Kann man auch prima ohne Radweg auf der Fahrbahn und wird auch regelmäßig
> gemacht.

Regelmäßig? Auf Fahrbahnen kommt man selten an LKW rechts vorbei,
allenfalls an PKW. Und man spürt die Gefahr, wenn man sich so dicht an
einen Brummi ranmacht. ;-)

Im Abschnitt 2 würde ich mich nicht darauf verlassen, gesehen zu werden.

> Übliche (das muß man leider so sagen) PKW-Fahrer beachten beim
> Rechtsabbiegen nur den Bereich zwischen 2 und 3 und sehen damit weniger
> als aufmerksame LKW-Fahrer.

Trotzdem passieren schwere Fahrradunfälle mit PKW-Beteiligung meinen
Informationen zufolge nicht häufiger als mit LKW. Die meisten
Abbiegevorgänge verlaufen unfallfrei, weil die Kraftfahrer die Radfahrer
vorher beim Überholen wahrgenommen haben und sei es nur als Schatten auf
dem Radweg. Wenn sie aber vor Knoten halten, überholen sie die betr.
Radfahrer vorher nicht und nehmen deswegen keinerlei Notiz von ihnen.
Wenn sie danach ähnlich unaufmerksam abbiegen, wie sie es sonst gewohnt
sind, tauchen die Radfahrer buchstäblich aus dem Nichts auf. In diesem
Fall sind LKW-Fahrer klar im Nachteil.

> Man müßte mal mit dem Bildchen diverse Fahrsituationen durchsimulieren.
> Ich bin Schnellfahrer und habe auf Radwegen regelmäßig das Problem, daß
> Autofahrer den Bereich 1 wegen des fehlenden Schulterblicks gar nicht
> sehen und ich deshalb auf Hochbordradwegen regelmäßig Notbremsungen

Passiert mir sehr selten, aber ich fahre kaum noch auf "Radwegen",
sondern suche mir möglichst Straßen, die keine haben oder wenigstens
keine Blauschilder. Dafür sind mir schon mehrmals Lieferwagen oder PKW
in die "Fahrrinne" eingeschert, die entweder auf dem sehr breiten Gehweg
neben dem Zwangsradweg standen oder von der Fahrbahn her auf den Gehweg
einparken wollten. Einzelne haben gut sichtbaren Beulen abbekommen, ich
trage in der kühlen Jahreszeit stabile Stiefel. ;-)
Sind das übrigens normale Einmündungen, wo Du zu Notbremsungen gezwungen
wirst oder Ampelknoten, Stauzonen oder so was? Weil ich eine Straße mit
Schutzstreifen meinen täglichen Weg nenne, mir dort aber noch nie dgl.
passiert ist. Die hat keine Ampeln und es gibt nie Staus.

> einleiten muß. LKW-fahrer scheinen mich regelmäßig im Spiegel zu sehen
> und warten auf meine Durchfahrt. Ist ein LKW jedoch gerade im Begriff
> abzubiegen (steht schon quer), dann lasse ich den durch fahren.

Hauptsache, Du kommst weit genug vor der Furt zum Halten. Vielen
Unfallopfern unterstelle ich, dass sie *nicht* auf ihrem Vorrang
bestanden haben, sondern angehalten, nur zu weit vorn, direkt vor der Furt!

> Will ein LKW-fahrer jedoch noch abbiegen, dann passiere ich den "bösen" Bereich 4
> noch bevor der LKW überhaupt meine Fahrspur kreuzt.
> Vom toten Winkel werden vermutlich eher Langsamfahrer überrascht.

In den mir verfügbaren Unfallberichten sieht es ganz danach aus: es sind
auffallend viele Frauen/Rentnerinnen unter den Unfallopfern.

> Toter Winkel hin oder her, in den allermeisten Unfällen mit LKW dürfte
> die Ursache aber nicht im toten Winkel zu suchen sein, sondern da wo auch
> bei PKW-Fahrern der Hase im Pfeffer liegt, nämlich im Nicht-Hinsehen.

Der Bericht, den ich von einem LKW-Fahrer habe, liest sich anders. Bei
PKW-Fahrern ist aber davon auszugehen.

> Gut, die eigentliche Ursache liegt natürlich an Geradeausspuren rechts
> neben Rechtsabbiegerspuren.

Und dem Vorrang von Radfahrern gegenüber Rechtsabbiegern. Der sorgt
dafür, dass wie Du ebenfalls schreibst, solche Abbiegeunfälle sogar auf
Fahrbahnen passieren können.

>> ACK, ich habe immer wieder festgestellt, dass Kraftfahrer viel schneller
>> verstehen als reine Radfahrer, was an "Radwegen" so gefährlich ist!

> Und ich habe zumindest hier in Kiel die Erfahrung gemacht, daß KFZ-Führer
> sich über Radfahrer auf der Fahrbahn auch nicht im Mindesten erregen,
> wenn sie problemlos überholen können.

Dito hierzustädt. Die genannte Voraussetzung ist aber entscheidend.

> Von einigen wenigen Idioten mit "erzieherischem" Auftrag natürlich abgesehen.

Seltsamerweise scheinen die vermehrt auf mehrspurigen Straßen unterwegs
zu sein, siehe unten.

> Wenn nun nicht gerade dichter Verkehr herrscht habe ich als Radfahrer auf mehrspurigen
> Fahrbahnen sogar eine Spur für mich allein, da ein vollständiger
> Spurwechsel erfolgt. Gedrängelt wird nur, auf einspurigen Fahrbahnen mit
> viel Gegenverkehr oder wenn Fahrbahnmalereien engüberholen nahelegen.

Das ist hier seltsamerweise anders, zumindest auf einigen Straßen. Dort
werde ich öfter angehupt als auf ausreichend breiten zweispurigen
Straßen. Eine davon hat nicht mal einen Radweg, sondern nur einen
kaputten, freigegebenen Gehweg, auf dem jede Menge Geisterradler
rumgurken. Obendrein fahre ich auf dieser Straße kaum 100m, bis zur
nächsten Einmündung. Vollständigen Spurwechsel machen auch nicht alle.

--

                        CU      Chr. Maercker.

        RADWEGE sind TOD-SICHER!        Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.


 
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Markus Luft  
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 More options Oct 24 2012, 4:03 pm
Newsgroups: de.rec.fahrrad
From: Markus Luft <11-2...@news.marquee-moon.de>
Date: 24 Oct 2012 19:54:26 GMT
Local: Wed, Oct 24 2012 3:54 pm
Subject: Re: Schon wieder: rechter Radweg, abbiegender LKW, tot

On Tue, 23 Oct 2012 08:51:16 +0200, Christoph Maercker wrote:
> Markus Luft wrote:
>> Ich hab heute spaßeshalber auch mal wieder an meiner
>> Lieblingseinmündung gezählt: 9 von 39 Fahrzeugführern haben einen
>> Schulterblick gezeigt.
>> Einige sind sogar komplett blind abgebogen. Es war sehr wenig
>> Radverkehr,
>> so wurde nur einem Radfahrer der Vorrang genommen. Nicht unbedingt
>> dramatisch, er wurde behindert und mußte bremsen.

> Wir wollen so bald wie möglich auch nochmal zählen/beobachten.

Wir ist schon mal ne gute Idee, allein ist es nämlich gar nicht so
einfach alles genau zu erfassen.
Wer ist denn Wir?
Nur, was macht man mit den Zahlen? Ich finde nämlich, solche Zahlen
sollten es wenigstens in das lokale Käseblättchen schaffen.

Ich finde es übrigens symptomatisch, daß die Polizei zwar
Rotlichtverstöße von Radfahrern zählen kann, aber eklatante Verstöße von
Autofahrern nicht. So wundert es mich nicht im Geringsten, daß in der
Bevölkerung die meinung vorherrscht die Radfahrer würden die Fehler
machen, obwohl in der Realität bei Unfällen zwischen KFZ und Fahrrädern
die Hauptschuld regelmäßig bei den KFZ-Führern liegt.

Das ist bestimmt kein Zufall, denn so schlüpfen die sonst autofahrenden
Polizisten in die Rolle von Radfahrern und erleben Mißstände, die aus der
Windschutzscheibenperspektive unsichtbar sind.

>> Mehr oder weniger gilt das aber auch für PKW-Fahrer, wenn die einmal
>> abbiegen, dann wird auch nicht mehr auf das geachtet, was sich nicht
>> unmittelbar vor denen abspielt.

> Ja klar, jeder zusätzliche Straßenteil erfordert zusätzliche
> Aufmerksamkeit. Dass "Radwege" zu einer Überforderung aller
> Verkehrsteilnehmer, besonders aber der Kraftfahrer führen können, wurde
> hierzugroups schon vor Jahren diskutiert.

Ich finde das Köpfchendrehen als Radfahrer auch nervig.
Einer der Hauptgründe für mich möglichst nicht in der Stadt mit dem Auto
zu fahren, ist die schlechte Sicht in den Dosen. Man kriegt überhaupt
darin nur noch wenig mit und das verunsichert mich, wenn ich mal Auto
fahre.
Autofahrer ahnen ja gar nicht, was ihnen in den Blechkisten alles entgeht.

>>>> Die haben sich über Geisterfahrer beschwert und über Radfahrer,
>>>> die schnell noch mal vor ihrem LKW herumfahren würden.

>>> Oder nur während der Rotphase einer Ampel bis zum Fahrerhaus vorfahren
>>> ...

>> Kann man auch prima ohne Radweg auf der Fahrbahn und wird auch
>> regelmäßig gemacht.

> Regelmäßig? Auf Fahrbahnen kommt man selten an LKW rechts vorbei,
> allenfalls an PKW. Und man spürt die Gefahr, wenn man sich so dicht an
> einen Brummi ranmacht. ;-)

Wenn da eine RVA ist, dann wird das Radfahrern sogar nahe gelegt sich vor
oder neben den LKW zu stellen. Und auch in Abwesenheit von Streifchen
jeglicher Art, geht das oft noch. LKW halten meist einen deutlich
größeren Abstand vom Bordstein als PKW. Müssen sie ja auch, ansonsten
würden sie ja dauernd beim Abbiegen den Bordstein mitnehmen.

Die Radfahrer hier spüren mitnichten die Gefahr, ich bin stets der
Einzige der auf der Fahrbahn hinter LKW und Bussen bleibt, wenn die
Abbiegen wollen. Ich bin auch der Einzige, der mittig hinter PKW bleibt,
wenn ich mich nicht mittig vor die Stellen kann.

http://goo.gl/maps/suyLu
Linksabbiegende Radfahrer schaffen es auch immer wieder sich auf den Mini-
Aufstellbereich zwischen dem roten und weißem Auto vorzuarbeiten und
werden dann schön abgedrängelt. Ich käm gar nicht auf die Idee mich bis
dorthin vorzuschlängeln, denn wenn es plötzlich grün wird bin ich
zwischen zwei sich bewegenden Autokolonnen und im Arsch.
Dazu kommt noch, daß dieser Austellbereich regelmäßig von
geradeausfahrenden KFZ-Führern mitbenutzt wird wenn vor ihnen ein
Rechtsabbieger warten muß.

>> http://www.bdsmirror.nl/bestanden/dead-angle.gif

> Im Abschnitt 2 würde ich mich nicht darauf verlassen, gesehen zu werden.

"Normale" Menschen halten sich dort auch gar nicht auf, denn das ist
direkt neben dem Führerhaus. Ich glaube, dieser Spiegel heißt auch
Bordsteinspiegel, weil man damit auch nicht viel mehr sieht als den
Kantstein. Aber wie gesagt, das gilt für normale Menschen und nicht für
völlig dämliche Radfahrer, die einen Ampel-Vordrängel-Komplex haben.

>> Übliche (das muß man leider so sagen) PKW-Fahrer beachten beim
>> Rechtsabbiegen nur den Bereich zwischen 2 und 3 und sehen damit weniger
>> als aufmerksame LKW-Fahrer.

> Trotzdem passieren schwere Fahrradunfälle mit PKW-Beteiligung meinen
> Informationen zufolge nicht häufiger als mit LKW. Die meisten

Demnach müßten schwere Unfälle mit LKW gemessen an ihrer Anzahl deutlich
überrepräsentiert sein.
Ich weiß nicht, ob ich das noch mal finde, aber für Kiel gab es Zahlen,
die nahelegten, das Unfälle mit LKW und (Linien)bussen nur äußerst selten
vorkommen. Ich habe mich da noch gewundert und hatte sogar Zweifel an den
Zahlen mit den Linienbussen, zumal die fahren wie Sau.

> Abbiegevorgänge verlaufen unfallfrei, weil die Kraftfahrer die Radfahrer
> vorher beim Überholen wahrgenommen haben und sei es nur als Schatten auf
> dem Radweg. Wenn sie aber vor Knoten halten, überholen sie die betr.
> Radfahrer vorher nicht und nehmen deswegen keinerlei Notiz von ihnen.
> Wenn sie danach ähnlich unaufmerksam abbiegen, wie sie es sonst gewohnt
> sind, tauchen die Radfahrer buchstäblich aus dem Nichts auf. In diesem
> Fall sind LKW-Fahrer klar im Nachteil.

Richtig schlimm sind Rechtsabbiegerspuren. Der erste Rechtsabbieger
achtet vielleicht noch auf Radfahrer, die darauf Folgenden fahren sehr
oft völlig blind um die Ecke.
Sowas kann man auch zählen und man kann sich auch Stellen suchen, die von
KFZ-Führern im Vorfeld nicht einsehbar sind.

>> Man müßte mal mit dem Bildchen diverse Fahrsituationen durchsimulieren.
>> Ich bin Schnellfahrer und habe auf Radwegen regelmäßig das Problem, daß
>> Autofahrer den Bereich 1 wegen des fehlenden Schulterblicks gar nicht
>> sehen und ich deshalb auf Hochbordradwegen regelmäßig Notbremsungen

> Passiert mir sehr selten, aber ich fahre kaum noch auf "Radwegen",
> sondern suche mir möglichst Straßen, die keine haben oder wenigstens
> keine Blauschilder.

Straßen, die gar keine RVA haben, sind hier nahezu auschließlich
Nebenstraßen und für mein Fortkommen nicht geeignet. Ich wähle daher
meist das kleinere Übel und wähle Straßen mit Streifchen. Im Zweifel ist
es mir aber völlig wurscht und fahre trotz diverser RVA auf der Fahrbahn.
Es gibt nur wenige Stellen wo ich das Fahren auf der Fahrbahn für nicht
vertretbar halte. Das sind dann eher typische "Rennstrecken" mit viel MIV.

> Dafür sind mir schon mehrmals Lieferwagen oder PKW
> in die "Fahrrinne" eingeschert, die entweder auf dem sehr breiten Gehweg
> neben dem Zwangsradweg standen oder von der Fahrbahn her auf den Gehweg
> einparken wollten. Einzelne haben gut sichtbaren Beulen abbekommen, ich
> trage in der kühlen Jahreszeit stabile Stiefel. ;-)

Ich habe mehr Probleme mit Seitenraum-Parkern die dann einfach mal so auf
die Fahrbahn fahren. Da mußte ich schon so manches Mal auf die
Gegenfahrbahn ausweichen und hätte die regelgerecht locker überholen
können, wenn die nicht  weiter beschleunigt hätten. Wenn ich eine Gotcha-
Pistole hätte, würden hier so einige mit einer markierten Seitenscheibe
auf der Fahrerseite rumfahren. Die Gefahr kann auch von der Gegenseite
kommen, wenn die ganz plötzlich mit Kararacho Wenden.
Ich gehe davon aus, das Dies in voller Absicht geschieht, möglicherweise
aber meine Geschwindigkeit heillos unterschätzt wird.

Bei Schnee und Eis, trage ich Schuhe mit Spikes, aber da hätte ich Angst
im Blech stecken zu bleiben. Beim Schuheabtreten bin ich auch schon mal
im hölzernen Dielenboden unter der Fußmatte steckengeblieben. :)

> Sind das übrigens normale Einmündungen, wo Du zu Notbremsungen gezwungen
> wirst oder Ampelknoten, Stauzonen oder so was? Weil ich eine Straße mit
> Schutzstreifen meinen täglichen Weg nenne, mir dort aber noch nie dgl.
> passiert ist. Die hat keine Ampeln und es gibt nie Staus.

Ich fahre ja nur noch selten auf Hochbordradwegen, insofern habe ich nur
noch selten Probleme dieser Art. Ich habe zwar keine Strichlisten
geführt, aber es waren auschließlich übersichtliche Einmündungen.
Ansonsten hätte ich mich ja auch gar nicht gewundert.
Auf Schutzstreifen und Radfahrstreifen kommt das allerdings auch
gelegentlich vor.

>> einleiten muß. LKW-fahrer scheinen mich regelmäßig im Spiegel zu sehen
>> und warten auf meine Durchfahrt. Ist ein LKW jedoch gerade im Begriff
>> abzubiegen (steht schon quer), dann lasse ich den durch fahren.

> Hauptsache, Du kommst weit genug vor der Furt zum Halten. Vielen
> Unfallopfern unterstelle ich, dass sie *nicht* auf ihrem Vorrang
> bestanden haben, sondern angehalten, nur zu weit vorn, direkt vor der
> Furt!

Ich finde diesen Gedanken auch völlig absurd.
Der letzte LKW-Tote (ein Kind) in KI hat laut ...

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Markus Luft  
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Newsgroups: de.rec.fahrrad
From: Markus Luft <11-2...@news.marquee-moon.de>
Date: 24 Oct 2012 20:14:23 GMT
Local: Wed, Oct 24 2012 4:14 pm
Subject: Re: Schon wieder: rechter Radweg, abbiegender LKW, tot
On Tue, 23 Oct 2012 06:42:56 +0200, Ralf . K u s m i e r z wrote:

Was hindert Dich daran, einfach vor der Radwegfurt anzuhalten, bzw.
langsam ranzufahren, die Lage zu sondieren und dann gegebenenfalls weiter
zu fahren?

In diesem Zusammenhang beobachte ich häufig KFZ-Führer, die sich
unbedingt noch schnell vor dem Abbiegen vor mich setzen müssen und dann
nicht nur mir, sondern auch dem Vorrangberechtigtem Fuß- und Rad-Verkehr,
im Weg rumstehen. Allein komme ich meistens ohne Anhalten um die Ecke.

>> sondern Du hast sie vorher überholt, fährst dann ordnungswidrig in
>> einen nicht freien Kreuzungsbereich ein

> Du tickst nicht ganz sauber.

Wie erklärst Du dir dann, daß andere VT so nah an Dir vorbeisausen?

 
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Markus Luft  
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 More options Oct 24 2012, 7:19 pm
Newsgroups: de.rec.fahrrad
From: Markus Luft <11-2...@news.marquee-moon.de>
Date: 24 Oct 2012 23:19:15 GMT
Local: Wed, Oct 24 2012 7:19 pm
Subject: Re: Schon wieder: rechter Radweg, abbiegender LKW, tot
On Wed, 24 Oct 2012 23:19:44 +0200, Ralf . K u s m i e r z wrote:

> Leute wie Du *brauchen* Radwege: Kreuzungsfrei, in ca. 100 m Tiefe
> (alternativ auf Wolke 7) - dann brauchen sie sich nicht um das
> Verständnis von Zusammenhängen und die Hineinversetzung in andere
> Sichtweisen und Wahrnehmungen zu bemühen.

Du erwartest Doch nicht ernsthaft, daß irgendjemand bei diesem Niveau
Lust hätte sich in Deine Sichtweise hineinzuversetzen?

EOT


 
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Markus Luft  
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 More options Oct 24 2012, 7:30 pm
Newsgroups: de.rec.fahrrad
From: Markus Luft <11-2...@news.marquee-moon.de>
Date: 24 Oct 2012 23:30:54 GMT
Local: Wed, Oct 24 2012 7:30 pm
Subject: Re: Schon wieder: rechter Radweg, abbiegender LKW, tot

Und sich dann noch wundert, daß er nur einen winzigen Zeitvorsprung
erarbeitet hat, der bei der geringsten Störung auf 0,Nix zusammen
schrumpft, um dann, vollkommen überrascht von der Physik, anderen VT im
Weg zu stehen, die dann noch die Frechheit haben nicht darauf zu warten,
bis sich der Herr wegbewegt hat.

>> Nur klappt das häufig nicht: Oft ist man gezwungen, an der Ecke sehr
>> langsam zu fahren oder anzuhalten (weil der Fahrweg versperrt oder
>> unübersichtlich ist, Fußgänger kreuzen etc.). Und genau dann pflegen
>> sich immer massenweise Radfahrer auf dem vom hinten kommenden Radweg zu
>> materialisieren, die vorher schlicht nicht existend waren, und knüppeln
>> dann stets im Rambo-Stil dicht an mir vorbei.

> Da sieht man mal wieder schön, wie das Verkehrsmittel das Denken prägt.
> Sitzt du auf dem Knatterblech, sind alle Radfahrer Rambos, und wenn du
> dann selbst auf dem Rad sitzt, sind die anderen alle Arschlöcher, oder
> wie? Allein das "materialisieren" zeigt schon, wie völlig überfordert du
> mit der Situation bist und dasss du viel zu schnell bist.

Daran glaube ich nicht so recht.
Meines Erachtens ist das eine Charakterfrage und diesbezüglich scheint
der OP besonders ungeduldig und unterschwellig aggressiv zu sein.
Abgesehen vom erhöhtem Unfallrisiko kommt man so in der Stadt auch nicht
schneller vorwärts.

 
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Harald Meyer  
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 More options Oct 25 2012, 4:14 am
Newsgroups: de.rec.fahrrad
From: Harald Meyer <haraldme...@rtlworld.de>
Date: Thu, 25 Oct 2012 10:14:39 +0200
Local: Thurs, Oct 25 2012 4:14 am
Subject: Re: Schon wieder: rechter Radweg, abbiegender LKW, tot
Am 24.10.2012 23:19:15 GMT, meinte Markus Luft:

>On Wed, 24 Oct 2012 23:19:44 +0200, Ralf . K u s m i e r z wrote:

>> Leute wie Du *brauchen* Radwege: Kreuzungsfrei, in ca. 100 m Tiefe
>> (alternativ auf Wolke 7) - dann brauchen sie sich nicht um das
>> Verst ndnis von Zusammenh ngen und die Hineinversetzung in andere
>> Sichtweisen und Wahrnehmungen zu bem hen.

>Du erwartest Doch nicht ernsthaft, da irgendjemand bei diesem Niveau
>Lust h tte sich in Deine Sichtweise hineinzuversetzen?

Wenn DU verzichten k nntest, auf die invalide $chei$$e zu antworten,
m sste ich den Dreck vom Bremer Troll nicht mal indirekt lesen. Danke.

>EOT

^^^^^Das wurde aber auch langsam Zeit... ;o]

Beste Gr e -Harald-

--
Frage an Radio Eriwan: K nnen Trolle schwimmen? Im Prinzip ja,
denn sie sind hohl. Aber sie werden trotzdem untergehen, weil
sie nicht ganz dicht sind.       [*H.- J. Kronemeyer in dcsf*]


 
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Ralf Bader  
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 More options Oct 29 2012, 6:49 pm
Newsgroups: de.rec.fahrrad
From: Ralf Bader <ba...@nefkom.net>
Date: Tue, 30 Oct 2012 00:00:04 +0100
Local: Mon, Oct 29 2012 7:00 pm
Subject: Re: Schon wieder: rechter Radweg, abbiegender LKW, tot
Ralf . K u s m i e r z wrote:

> X-No-Archive: Yes

> begin  quoting, "Ralf . K u s m i e r z" schrieb:

>> Immer dasselbe:
>> <http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/35235/2347113>
>> (Hier war das:

<http://maps.google.de/maps?ll=53.169692,8.688168&spn=0.00033,0.000603...>)

Zunächst einmal kann man an diesen Bildern mal wieder sehen, weshalb Radwege
Gründe sind, nicht mit dem Fahrrad zu fahren. Während man auf der Fahrbahn
zumindest geradeaus problemlos an dieser Abzweigung vorbeifahren kann, muß
man als Radfahrer damit rechnen, daß
- Fußgänger auf der Rad-weg!-Furt herumlatschen
- aus der Querstraße kommender Verkehr sich zum Warten auf die
Rad-weg!-Furt stellt
- und muß das Rätsel lösen, was auf der anderen Seite hinter dem
Straßenbegleitkotzgrün und der Plakatwand versteckt sein mag (womöglich ist
das eine Grundstückszufahrt).

Zusätzlich soll man sich dann also nach Ansicht von Sesselfurzern auch noch
um von links hinten herankommende Kfz und deren eventuelle Abbiegewünsche
kümmern. Was das Unfallopfer im vorliegenden Fall vielleicht sogar getan
hat, aber aus der niedrigen Geschwindigkeit des LKW oder sonstigen
Umständen die falschen Schlüsse gezogen hat.

Daß die Radwegelei nicht nur beim Radfahren, sondern auch beim Auto- (oder
Motorrad-) Fahren oder Gehen nur endlos nervt, ist eine Beobachtung, die
ich vollinhaltlich bestätigen kann.

Ralf


 
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Christoph Maercker  
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 More options Nov 8 2012, 1:15 pm
Newsgroups: de.rec.fahrrad
From: Christoph Maercker <Zweist...@gmx-topmail.de>
Date: Thu, 08 Nov 2012 19:15:56 +0100
Local: Thurs, Nov 8 2012 1:15 pm
Subject: Re: Schon wieder: rechter Radweg, abbiegender LKW, tot

Markus Luft wrote:
> Wir ist schon mal ne gute Idee, allein ist es nämlich gar nicht so
> einfach alles genau zu erfassen.
> Wer ist denn Wir?

ADFC Magdeburg.

> Nur, was macht man mit den Zahlen? Ich finde nämlich, solche Zahlen
> sollten es wenigstens in das lokale Käseblättchen schaffen.

Gute Idee, ich hatte zunächst nur daran gedacht, sie der Polizei
vorzulegen und evtl. Verkehrsplanern etc.

> Ich finde es übrigens symptomatisch, daß die Polizei zwar
> Rotlichtverstöße von Radfahrern zählen kann, aber eklatante Verstöße von
> Autofahrern nicht. So wundert es mich nicht im Geringsten, daß in der
> Bevölkerung die meinung vorherrscht die Radfahrer würden die Fehler
> machen, obwohl in der Realität bei Unfällen zwischen KFZ und Fahrrädern
> die Hauptschuld regelmäßig bei den KFZ-Führern liegt.

Überhöhte Geschwindigkeit ahndet die Polizei praktisch nur bei
Kraftfahrern und Alkohol bei Rad- und Kraftfahrern. Rasen wird aber als
normal angesehen, weil es alle Kraftfahrer tun. An der Polizei liegt
dieses verzerrte Bild aber am wenigsten und wenn, dann trägt sie am
ehesten durch Auswahl und Formulierung von Unfallmeldungen dazu bei.

>> Gute Gelegenheit, ihnen vorzuführen, dass in solchen Fällen § 2 (1) StVO
>> für Radfahrer gilt, egal was der betr. Weg für ein Schild hat. ;-)

>>> Eben weil Polizisten so wenig auf Fahrradfahrer achtende Autofahrer
>>> sind, identifizieren sie sich offenbar so gern mit den
>>> Unfallverursachern.

>> Vielleicht hatte die einstige Magdeburger Fahrradstaffel eine positive
>> Wirkung: Solange sie existierte und funktionierte, gab es eine relativ
>> gute Zusammenarbeit von ADFC und Polizei. Kann Zufall sein, könnte aber
>> auch mit Deiner "These" zu tun haben.

> Das ist bestimmt kein Zufall, denn so schlüpfen die sonst autofahrenden
> Polizisten in die Rolle von Radfahrern und erleben Mißstände, die aus der
> Windschutzscheibenperspektive unsichtbar sind.

Könnte sein, Du hast recht: die Ansichten der hiesigen Polizei haben
sich wieder spürbar in Richtung Kraftfahrerperspektive verschoben, seit
die Fahrradstaffel praktisch tot ist.

>>> Mehr oder weniger gilt das aber auch für PKW-Fahrer, wenn die einmal
>>> abbiegen, dann wird auch nicht mehr auf das geachtet, was sich nicht
>>> unmittelbar vor denen abspielt.

>> Ja klar, jeder zusätzliche Straßenteil erfordert zusätzliche
>> Aufmerksamkeit. Dass "Radwege" zu einer Überforderung aller
>> Verkehrsteilnehmer, besonders aber der Kraftfahrer führen können, wurde
>> hierzugroups schon vor Jahren diskutiert.

> Ich finde das Köpfchendrehen als Radfahrer auch nervig.

Ich musste mir erst mal beibringen, dass ich es als Radfahrer auch tun
muss. Aber es ist nicht zuletzt dazu gut, ohne Handzeichen anzudeuten,
dass man rechts abbiegen will. ;-)

> Einer der Hauptgründe für mich möglichst nicht in der Stadt mit dem Auto
> zu fahren, ist die schlechte Sicht in den Dosen. Man kriegt überhaupt
> darin nur noch wenig mit und das verunsichert mich, wenn ich mal Auto
> fahre.

Kann ich gut nachvollziehen, obwohl ich schon jaahrelang nicht mehr Auto
fahre.

> Autofahrer ahnen ja gar nicht, was ihnen in den Blechkisten alles entgeht.

z.B. diverse Lebewesen, die direkt unter ihnen zu Tode kommen. Oder halt
neben ihnen. :-\

>> Regelmäßig? Auf Fahrbahnen kommt man selten an LKW rechts vorbei,
>> allenfalls an PKW. Und man spürt die Gefahr, wenn man sich so dicht an
>> einen Brummi ranmacht. ;-)
> Wenn da eine RVA ist, dann wird das Radfahrern sogar nahe gelegt sich vor
> oder neben den LKW zu stellen. Und auch in Abwesenheit von Streifchen
> jeglicher Art, geht das oft noch. LKW halten meist einen deutlich
> größeren Abstand vom Bordstein als PKW. Müssen sie ja auch, ansonsten
> würden sie ja dauernd beim Abbiegen den Bordstein mitnehmen.

Fahrende LKW ja, haltende eher selten, einfach deswegen, weil sie
breiter sind als PKW.

> Die Radfahrer hier spüren mitnichten die Gefahr, ich bin stets der
> Einzige der auf der Fahrbahn hinter LKW und Bussen bleibt, wenn die

In Straßen ohne irgendwelche Sonderstreifen für Radfahrer?

> Abbiegen wollen. Ich bin auch der Einzige, der mittig hinter PKW bleibt,
> wenn ich mich nicht mittig vor die Stellen kann.

Mache ich auch, ausgenommen ich stehe ganz vorn und die Ampel hat
Grünpfeil. Da lasse ich schon mal ein Auto vorbeifahren.

> http://goo.gl/maps/suyLu
> Linksabbiegende Radfahrer schaffen es auch immer wieder sich auf den Mini-
> Aufstellbereich zwischen dem roten und weißem Auto vorzuarbeiten und
> werden dann schön abgedrängelt. Ich käm gar nicht auf die Idee mich bis
> dorthin vorzuschlängeln, denn wenn es plötzlich grün wird bin ich
> zwischen zwei sich bewegenden Autokolonnen und im Arsch.

Dieses Problem sehe ich auch beim links überholen von haltenden
Kolonnen. Da komme ich u.U. gar nicht mehr auf den rechten Fahrstreifen.

>>> Übliche (das muß man leider so sagen) PKW-Fahrer beachten beim
>>> Rechtsabbiegen nur den Bereich zwischen 2 und 3 und sehen damit weniger
>>> als aufmerksame LKW-Fahrer.

>> Trotzdem passieren schwere Fahrradunfälle mit PKW-Beteiligung meinen
>> Informationen zufolge nicht häufiger als mit LKW. Die meisten

> Demnach müßten schwere Unfälle mit LKW gemessen an ihrer Anzahl deutlich
> überrepräsentiert sein.

Schwere Fahrradunfälle, wohlgemerkt. Das halte ich durchaus für möglich,
jedenfalls was speziell diese Art Abbiegeunfälle betrifft. Bei PKW
müsste natürlich geprüft werden, wie weit andere Unfallarten das
kompensieren, z.B. Vorfahrtfehler.

> Ich weiß nicht, ob ich das noch mal finde, aber für Kiel gab es Zahlen,
> die nahelegten, das Unfälle mit LKW und (Linien)bussen nur äußerst selten
> vorkommen. Ich habe mich da noch gewundert und hatte sogar Zweifel an den
> Zahlen mit den Linienbussen, zumal die fahren wie Sau.

Linienbusse haben vergleichsweise gute Rundumsicht, wenn sie nicht
gerade proppevoll sind, nach meinem Eindruck sogar besser als PKW. Evtl.
haben sie obendrein bessere Spiegel als LKW, damit die Fahrer die Aus-
und Zusteiger sehen können. Bezogen auf die Gesamtzahl aller
Fahrradunfälle sind *schwere* Abbiegeunfälle im toten Winkel wirklich
selten, aber wenn sie passieren und noch dazu mit LKW, gibt es relativ
oft Schwerverletzte und Tote. Die Kieler Statistik kommt zwangsläufig zu
so einem Ergebnis, da viel weniger LKW und Busse als Autos verkehren. Ob
es obendrein einen Einfluss auf das Unfallgeschehen hat, dass Busse und
LKW überwiegend von Profis gefahren werden, ist eine interessante Frage.

>> Abbiegevorgänge verlaufen unfallfrei, weil die Kraftfahrer die Radfahrer
>> vorher beim Überholen wahrgenommen haben und sei es nur als Schatten auf
>> dem Radweg. Wenn sie aber vor Knoten halten, überholen sie die betr.
>> Radfahrer vorher nicht und nehmen deswegen keinerlei Notiz von ihnen.
>> Wenn sie danach ähnlich unaufmerksam abbiegen, wie sie es sonst gewohnt
>> sind, tauchen die Radfahrer buchstäblich aus dem Nichts auf. In diesem
>> Fall sind LKW-Fahrer klar im Nachteil.

> Richtig schlimm sind Rechtsabbiegerspuren. Der erste Rechtsabbieger
> achtet vielleicht noch auf Radfahrer, die darauf Folgenden fahren sehr
> oft völlig blind um die Ecke.

... und können das dank taumhaft großer Kurvenradien oft genug recht flott.

> Sowas kann man auch zählen und man kann sich auch Stellen suchen, die von
> KFZ-Führern im Vorfeld nicht einsehbar sind.

Och, wir haben keine Uniform an. ;-)

> Ich habe mehr Probleme mit Seitenraum-Parkern die dann einfach mal so auf
> die Fahrbahn fahren. Da mußte ich schon so manches Mal auf die
> Gegenfahrbahn ausweichen und hätte die regelgerecht locker überholen
> können, wenn die nicht  weiter beschleunigt hätten. Wenn ich eine Gotcha-
> Pistole hätte, würden hier so einige mit einer markierten Seitenscheibe
> auf der Fahrerseite rumfahren. Die Gefahr kann auch von der Gegenseite
> kommen, wenn die ganz plötzlich mit Kararacho Wenden.

Letztere sind vergleichbar mit unaufmerksamen Linksabbiegern. Mit so
einem hatte ich meinen ersten Unfall.

> Ich gehe davon aus, das Dies in voller Absicht geschieht, möglicherweise
> aber meine Geschwindigkeit heillos unterschätzt wird.

Beim oben erwähnten Unfall war es jedenfalls so, ich kam eine
abschüssige Straße runtergebrettert.

> Bei Schnee und Eis, trage ich Schuhe mit Spikes, aber da hätte ich Angst
> im Blech stecken zu bleiben. Beim Schuheabtreten bin ich auch schon mal
> im hölzernen Dielenboden unter der Fußmatte steckengeblieben. :)

Die Spuren auf dem Blech können damit jedenfalls teuer werden, wenn Du
Deine Unschuld nicht zweifelsfrei nachweisen kannst. Selbst mit normalen
Stiefeln hatte ein Benz anschließend 'ne satte Beule im Kotflügel, ein
kleineres Vehikel büßte ein Rücklicht ein.

>>> einleiten muß. LKW-fahrer scheinen mich regelmäßig im Spiegel zu sehen
>>> und warten auf meine Durchfahrt. Ist ein LKW jedoch gerade im Begriff
>>> abzubiegen (steht schon quer), dann lasse ich den durch fahren.

>> Hauptsache, Du kommst weit genug vor der Furt zum Halten. Vielen
>> Unfallopfern unterstelle ich, dass sie *nicht* auf ihrem Vorrang
>> bestanden haben, sondern angehalten, nur zu weit vorn, direkt vor der
>> Furt!
> Ich finde diesen Gedanken auch völlig absurd.

ACK, zumal auffallend viele Unfallopfer Senioren und/oder weiblich waren.

...

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Christoph Maercker  
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From: Christoph Maercker <Zweist...@gmx-topmail.de>
Date: Fri, 09 Nov 2012 07:38:38 +0100
Local: Fri, Nov 9 2012 1:38 am
Subject: Re: Schon wieder: rechter Radweg, abbiegender LKW, tot
Ralf . K u s m i e r z wrote:

> Ich kann das auch als Motorradfahrer gut nachvollziehen. Abbiegen ist
> schwierig und erfordert hohe Aufmerksamkeit, weil man auf so viele
> Dinge gleichzeitig zu achten hat.

ACK, das geht sogar Radfahrern so. ;-)

> angewöhnt, beim Vorbeifahren an Radwegen mit Abbiegeabsicht zunächst
> einmal eine möglichst hohe Geschwindigkeit zu erreichen und erst
> unmittelbar vor der Abbiegestelle stark abzubremsen, schlicht, um
> einen Vorsprung vor von hinten kommenden Radfahrern zu erreichen und
> mit ausreichend Abstand vor ihnen abbiegen zu können.
> (Kraftstoffsparend fahren geht anders.)
> Nur klappt das häufig nicht: Oft ist man gezwungen, an der Ecke sehr
> langsam zu fahren oder anzuhalten (weil der Fahrweg versperrt oder
> unübersichtlich ist, Fußgänger kreuzen etc.). Und genau dann pflegen
> sich immer massenweise Radfahrer auf dem vom hinten kommenden Radweg
> zu materialisieren, die vorher schlicht nicht existend waren, und
> knüppeln dann stets im Rambo-Stil dicht an mir vorbei.

Wieder ein Problem, welches es ohne "Radwege" Seltenheitswert hätte.

> Natürlich geht das meistens gut (mich hat jedenfalls noch kein
> Radfahrer gerammt). Aber eben nur meistens - ab und zu geht es eben
> schief, und wenn das Kfz dann ein LKW war, dann kommt es wie im OP in
> die Zeitung.

Gelegentlich werden auch PKW genannt. Höchstwahrscheinlich passiert es
mit denen auf Grund ihrer Anzahl viel öfter, nur sind die Unfallfolgen
meist weniger schwer, so dass es die Medien nicht erwähnen. In den
Statistiken schlägt es sich aber nieder: schwere + tödliche
Abbiegeunfälle sind selten genug, um in der Presse Erwähnung zu finden,
insgesamt sind Abbiegeunfälle aber regelmäßig unter den TOP5 der
Fahrradunfälle zu finden.
--

                        CU      Chr. Maercker.

        RADWEGE sind TOD-SICHER!        Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.


 
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From: Christoph Maercker <Zweist...@gmx-topmail.de>
Date: Fri, 09 Nov 2012 07:54:57 +0100
Local: Fri, Nov 9 2012 1:54 am
Subject: Re: Schon wieder: rechter Radweg, abbiegender LKW, tot
Ralf . K u s m i e r z wrote:

> Ich h rte die Meinung, bei dem Unfall k nnte die tiefstehende Sonne
> (f r beide Unfallbeteiligten von rechts vorne) eine Rolle gespielt
> haben - ...

Bei Auffahrunf llen und Kollisionen an Knoten wegen Vorfahrtfehlern
spielt das gelegentlich eine Rolle. Hat die Einm ndung brigens
Ampelregelung? Auf dem Luftbild sieht es nicht so aus. Dann k nnten
elementare Sichtverh ltnisse und somit auch Sonnenstand wirklich einen
Einfluss gehabt haben.

> Das Gef lle der Hindenburgstra e vor der Einm ndung ist im brigen
> etwas geringer, als ich es in Erinnerung hatte, aber es ist problemlos
> m glich, von oben von der Eisenbahnbr cke aus kommend mit hoher
> Geschwindigkeit (> 30 km/h) den Radweg entlangzufahren. Wenn die
> Radfahrerin im Vertrauen auf ihr Vorrecht die Schneiderstra e zu
> berqueren versucht haben sollte, hatte sie schlicht keine Chance, dem
> abbiegenden LKW auszuweichen.

Wobei schnelle Radfahrer es vielleicht eher schaffen, rechtzeitig an
Abbiegern vorbeizukommen als langsame. Das Unfallopfer passt von der
Beschreibung her eher in letztere Gruppe und w re damit typisch f r
diese Art Unf lle. An Ampeln fahren die Radfahrer allem Anschein nach
meist w hrend der Rotphasen in die toten Winkel ein, zu einer Zeit also,
wo die Kraftfahrer nicht auf das Geschehen rechts neben ihrem Fahrzeug
achten (m ssen). Unmittelbar danach schaltet die betr. Ampel auf gr n
und dann passiert's. Dieses Szenario funktioniert gerade dann, wenn
Radfahrer relativ langsam fahren.

> Anhand der Kreidemarkierungen w rde ich davon ausgehen, da er sehr
> langsam fuhr, was sie so interpretiert haben k nnte, da er ihr die
> Vorfahrt auch nicht nehmen w rde. Zu dieser Interpretation pa t die
> Aussage des "Knallzeugen", da es offenbar ein lautes Ger usch von
> einem Zusammensto gegeben h tte - von dem berrollen w rde ich nicht
> annehmen, da es sonderlich L rm macht.

Das w re ein Indiz daf r, dass die Radfahrerin das Gef lle "mitgenommen"
hat und obendrein nicht damit gerechnet hat, dass der LKW vor ihr
abbiegt. Ist brigens das erste Mal, dass ich von einem Aufprall = Knall
bei so einem Unfall lese. Die meisten scheinen ziemlich leise abzulaufen.

--

                        CU      Chr. Maercker.

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From: Klaus-Georg Adams <Klaus-Georg.Ad...@sap.com>
Date: Fri, 09 Nov 2012 09:20:33 +0100
Local: Fri, Nov 9 2012 3:20 am
Subject: Re: Schon wieder: rechter Radweg, abbiegender LKW, tot

Christoph Maercker <Zweist...@gmx-topmail.de> writes:
> Markus Luft wrote:

[...]

>> Das ist bestimmt kein Zufall, denn so schl pfen die sonst autofahrenden
>> Polizisten in die Rolle von Radfahrern und erleben Mi st nde, die aus der
>> Windschutzscheibenperspektive unsichtbar sind.

> K nnte sein, Du hast recht: die Ansichten der hiesigen Polizei haben
> sich wieder sp rbar in Richtung Kraftfahrerperspektive verschoben,
> seit die Fahrradstaffel praktisch tot ist.

Ich versuche mir das gerade bildlich vorzustellen...
Sind die alle auf Radwegen von rechts abbiegenden LKWs erfasst worden?
:-)

--
Gru , kga


 
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From: Christoph Maercker <Zweist...@gmx-topmail.de>
Date: Mon, 12 Nov 2012 12:46:22 +0100
Local: Mon, Nov 12 2012 6:46 am
Subject: Re: Schon wieder: rechter Radweg, abbiegender LKW, tot

Klaus-Georg Adams wrote:
> Ich versuche mir das gerade bildlich vorzustellen...
> Sind die alle auf Radwegen von rechts abbiegenden LKWs erfasst worden?
> :-)

Die kannten diese Gefahr. Die Staffel ist mangels Geld eingegangen. Man
hielt sie wohl für relativ überflüssig. Dafür fordert der Innenminister
jetzt 'ne Reiterstaffel. Die ist bestimmt viel effektiver und billiger.
--

                        CU      Chr. Maercker.

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From: hc.ahlm...@gmx.de (HC Ahlmann)
Date: Mon, 12 Nov 2012 14:57:57 +0100
Local: Mon, Nov 12 2012 8:57 am
Subject: Re: Schon wieder: rechter Radweg, abbiegender LKW, tot

Christoph Maercker <Zweist...@gmx-topmail.de> wrote:
> Die kannten diese Gefahr. Die Staffel ist mangels Geld eingegangen. Man
> hielt sie wohl f r relativ berfl ssig. Daf r fordert der Innenminister
> jetzt 'ne Reiterstaffel. Die ist bestimmt viel effektiver und billiger.

Nein, die Reiterstaffel l sst sich besser auf Demonstrationen (gegen
Radwegebenutzungspflichten ;-) einsetzen, denn hunderte Demonstranten
sind viel staatsbedrohender als die wenigen Kampfradler.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, T rnberichte


 
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Christoph Maercker  
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Newsgroups: de.rec.fahrrad
From: Christoph Maercker <Zweist...@gmx-topmail.de>
Date: Tue, 13 Nov 2012 08:54:15 +0100
Local: Tues, Nov 13 2012 2:54 am
Subject: Re: Schon wieder: rechter Radweg, abbiegender LKW, tot

HC Ahlmann wrote:
> Nein, die Reiterstaffel l sst sich besser auf Demonstrationen (gegen
> Radwegebenutzungspflichten ;-) einsetzen, denn hunderte Demonstranten
> sind viel staatsbedrohender als die wenigen Kampfradler.

ACK, das ist sogar die offizielle Begr ndung. Nur mit dem Grund f r die
Demos liegst Du falsch. ;-)

--

                        CU      Chr. Maercker.

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