Markus Luft wrote:
> Ich hab heute spaßeshalber auch mal wieder an meiner Lieblingseinmündung
> gezählt: 9 von 39 Fahrzeugführern haben einen Schulterblick gezeigt.
> Einige sind sogar komplett blind abgebogen. Es war sehr wenig Radverkehr,
> so wurde nur einem Radfahrer der Vorrang genommen. Nicht unbedingt
> dramatisch, er wurde behindert und mußte bremsen.
Wir wollen so bald wie möglich auch nochmal zählen/beobachten.
> Die biegen selber so blind ab. Einsatzfahrzeuge der Polizei parken auch
> grundsätzlich immer auf Radverkehrsanlagen. Vorm Döner-Laden, vorm
> Sparkassenautomat, vorm Bäcker...
Gute Gelegenheit, ihnen vorzuführen, dass in solchen Fällen § 2 (1) StVO für Radfahrer gilt, egal was der betr. Weg für ein Schild hat. ;-)
> Eben weil Polizisten so wenig auf Fahrradfahrer achtende Autofahrer sind,
> identifizieren sie sich offenbar so gern mit den Unfallverursachern.
Vielleicht hatte die einstige Magdeburger Fahrradstaffel eine positive Wirkung: Solange sie existierte und funktionierte, gab es eine relativ gute Zusammenarbeit von ADFC und Polizei. Kann Zufall sein, könnte aber auch mit Deiner "These" zu tun haben.
> Mehr oder weniger gilt das aber auch für PKW-Fahrer, wenn die einmal
> abbiegen, dann wird auch nicht mehr auf das geachtet, was sich nicht
> unmittelbar vor denen abspielt.
Ja klar, jeder zusätzliche Straßenteil erfordert zusätzliche Aufmerksamkeit. Dass "Radwege" zu einer Überforderung aller Verkehrsteilnehmer, besonders aber der Kraftfahrer führen können, wurde hierzugroups schon vor Jahren diskutiert.
>>> Die haben sich über Geisterfahrer beschwert und über Radfahrer,
>>> die schnell noch mal vor ihrem LKW herumfahren würden.
>> Oder nur während der Rotphase einer Ampel bis zum Fahrerhaus vorfahren
>> ...
> Kann man auch prima ohne Radweg auf der Fahrbahn und wird auch regelmäßig
> gemacht.
Regelmäßig? Auf Fahrbahnen kommt man selten an LKW rechts vorbei, allenfalls an PKW. Und man spürt die Gefahr, wenn man sich so dicht an einen Brummi ranmacht. ;-)
Im Abschnitt 2 würde ich mich nicht darauf verlassen, gesehen zu werden.
> Übliche (das muß man leider so sagen) PKW-Fahrer beachten beim
> Rechtsabbiegen nur den Bereich zwischen 2 und 3 und sehen damit weniger
> als aufmerksame LKW-Fahrer.
Trotzdem passieren schwere Fahrradunfälle mit PKW-Beteiligung meinen Informationen zufolge nicht häufiger als mit LKW. Die meisten Abbiegevorgänge verlaufen unfallfrei, weil die Kraftfahrer die Radfahrer vorher beim Überholen wahrgenommen haben und sei es nur als Schatten auf dem Radweg. Wenn sie aber vor Knoten halten, überholen sie die betr. Radfahrer vorher nicht und nehmen deswegen keinerlei Notiz von ihnen. Wenn sie danach ähnlich unaufmerksam abbiegen, wie sie es sonst gewohnt sind, tauchen die Radfahrer buchstäblich aus dem Nichts auf. In diesem Fall sind LKW-Fahrer klar im Nachteil.
> Man müßte mal mit dem Bildchen diverse Fahrsituationen durchsimulieren.
> Ich bin Schnellfahrer und habe auf Radwegen regelmäßig das Problem, daß
> Autofahrer den Bereich 1 wegen des fehlenden Schulterblicks gar nicht
> sehen und ich deshalb auf Hochbordradwegen regelmäßig Notbremsungen
Passiert mir sehr selten, aber ich fahre kaum noch auf "Radwegen", sondern suche mir möglichst Straßen, die keine haben oder wenigstens keine Blauschilder. Dafür sind mir schon mehrmals Lieferwagen oder PKW in die "Fahrrinne" eingeschert, die entweder auf dem sehr breiten Gehweg neben dem Zwangsradweg standen oder von der Fahrbahn her auf den Gehweg einparken wollten. Einzelne haben gut sichtbaren Beulen abbekommen, ich trage in der kühlen Jahreszeit stabile Stiefel. ;-)
Sind das übrigens normale Einmündungen, wo Du zu Notbremsungen gezwungen wirst oder Ampelknoten, Stauzonen oder so was? Weil ich eine Straße mit Schutzstreifen meinen täglichen Weg nenne, mir dort aber noch nie dgl. passiert ist. Die hat keine Ampeln und es gibt nie Staus.
> einleiten muß. LKW-fahrer scheinen mich regelmäßig im Spiegel zu sehen
> und warten auf meine Durchfahrt. Ist ein LKW jedoch gerade im Begriff
> abzubiegen (steht schon quer), dann lasse ich den durch fahren.
Hauptsache, Du kommst weit genug vor der Furt zum Halten. Vielen Unfallopfern unterstelle ich, dass sie *nicht* auf ihrem Vorrang bestanden haben, sondern angehalten, nur zu weit vorn, direkt vor der Furt!
> Will ein LKW-fahrer jedoch noch abbiegen, dann passiere ich den "bösen" Bereich 4
> noch bevor der LKW überhaupt meine Fahrspur kreuzt.
> Vom toten Winkel werden vermutlich eher Langsamfahrer überrascht.
In den mir verfügbaren Unfallberichten sieht es ganz danach aus: es sind auffallend viele Frauen/Rentnerinnen unter den Unfallopfern.
> Toter Winkel hin oder her, in den allermeisten Unfällen mit LKW dürfte
> die Ursache aber nicht im toten Winkel zu suchen sein, sondern da wo auch
> bei PKW-Fahrern der Hase im Pfeffer liegt, nämlich im Nicht-Hinsehen.
Der Bericht, den ich von einem LKW-Fahrer habe, liest sich anders. Bei PKW-Fahrern ist aber davon auszugehen.
> Gut, die eigentliche Ursache liegt natürlich an Geradeausspuren rechts
> neben Rechtsabbiegerspuren.
Und dem Vorrang von Radfahrern gegenüber Rechtsabbiegern. Der sorgt dafür, dass wie Du ebenfalls schreibst, solche Abbiegeunfälle sogar auf Fahrbahnen passieren können.
>> ACK, ich habe immer wieder festgestellt, dass Kraftfahrer viel schneller
>> verstehen als reine Radfahrer, was an "Radwegen" so gefährlich ist!
> Und ich habe zumindest hier in Kiel die Erfahrung gemacht, daß KFZ-Führer
> sich über Radfahrer auf der Fahrbahn auch nicht im Mindesten erregen,
> wenn sie problemlos überholen können.
Dito hierzustädt. Die genannte Voraussetzung ist aber entscheidend.
> Von einigen wenigen Idioten mit "erzieherischem" Auftrag natürlich abgesehen.
Seltsamerweise scheinen die vermehrt auf mehrspurigen Straßen unterwegs zu sein, siehe unten.
> Wenn nun nicht gerade dichter Verkehr herrscht habe ich als Radfahrer auf mehrspurigen
> Fahrbahnen sogar eine Spur für mich allein, da ein vollständiger
> Spurwechsel erfolgt. Gedrängelt wird nur, auf einspurigen Fahrbahnen mit
> viel Gegenverkehr oder wenn Fahrbahnmalereien engüberholen nahelegen.
Das ist hier seltsamerweise anders, zumindest auf einigen Straßen. Dort werde ich öfter angehupt als auf ausreichend breiten zweispurigen Straßen. Eine davon hat nicht mal einen Radweg, sondern nur einen kaputten, freigegebenen Gehweg, auf dem jede Menge Geisterradler rumgurken. Obendrein fahre ich auf dieser Straße kaum 100m, bis zur nächsten Einmündung. Vollständigen Spurwechsel machen auch nicht alle.
--
CU Chr. Maercker.
RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.
On Tue, 23 Oct 2012 08:51:16 +0200, Christoph Maercker wrote:
> Markus Luft wrote:
>> Ich hab heute spaßeshalber auch mal wieder an meiner
>> Lieblingseinmündung gezählt: 9 von 39 Fahrzeugführern haben einen
>> Schulterblick gezeigt.
>> Einige sind sogar komplett blind abgebogen. Es war sehr wenig
>> Radverkehr,
>> so wurde nur einem Radfahrer der Vorrang genommen. Nicht unbedingt
>> dramatisch, er wurde behindert und mußte bremsen.
> Wir wollen so bald wie möglich auch nochmal zählen/beobachten.
Wir ist schon mal ne gute Idee, allein ist es nämlich gar nicht so einfach alles genau zu erfassen.
Wer ist denn Wir?
Nur, was macht man mit den Zahlen? Ich finde nämlich, solche Zahlen sollten es wenigstens in das lokale Käseblättchen schaffen.
Ich finde es übrigens symptomatisch, daß die Polizei zwar Rotlichtverstöße von Radfahrern zählen kann, aber eklatante Verstöße von Autofahrern nicht. So wundert es mich nicht im Geringsten, daß in der Bevölkerung die meinung vorherrscht die Radfahrer würden die Fehler machen, obwohl in der Realität bei Unfällen zwischen KFZ und Fahrrädern die Hauptschuld regelmäßig bei den KFZ-Führern liegt.
>> Die biegen selber so blind ab. Einsatzfahrzeuge der Polizei parken auch
>> grundsätzlich immer auf Radverkehrsanlagen. Vorm Döner-Laden, vorm
>> Sparkassenautomat, vorm Bäcker...
> Gute Gelegenheit, ihnen vorzuführen, dass in solchen Fällen § 2 (1) StVO
> für Radfahrer gilt, egal was der betr. Weg für ein Schild hat. ;-)
>> Eben weil Polizisten so wenig auf Fahrradfahrer achtende Autofahrer
>> sind, identifizieren sie sich offenbar so gern mit den
>> Unfallverursachern.
> Vielleicht hatte die einstige Magdeburger Fahrradstaffel eine positive
> Wirkung: Solange sie existierte und funktionierte, gab es eine relativ
> gute Zusammenarbeit von ADFC und Polizei. Kann Zufall sein, könnte aber
> auch mit Deiner "These" zu tun haben.
Das ist bestimmt kein Zufall, denn so schlüpfen die sonst autofahrenden Polizisten in die Rolle von Radfahrern und erleben Mißstände, die aus der Windschutzscheibenperspektive unsichtbar sind.
>> Mehr oder weniger gilt das aber auch für PKW-Fahrer, wenn die einmal
>> abbiegen, dann wird auch nicht mehr auf das geachtet, was sich nicht
>> unmittelbar vor denen abspielt.
> Ja klar, jeder zusätzliche Straßenteil erfordert zusätzliche
> Aufmerksamkeit. Dass "Radwege" zu einer Überforderung aller
> Verkehrsteilnehmer, besonders aber der Kraftfahrer führen können, wurde
> hierzugroups schon vor Jahren diskutiert.
Ich finde das Köpfchendrehen als Radfahrer auch nervig.
Einer der Hauptgründe für mich möglichst nicht in der Stadt mit dem Auto zu fahren, ist die schlechte Sicht in den Dosen. Man kriegt überhaupt darin nur noch wenig mit und das verunsichert mich, wenn ich mal Auto fahre.
Autofahrer ahnen ja gar nicht, was ihnen in den Blechkisten alles entgeht.
>>>> Die haben sich über Geisterfahrer beschwert und über Radfahrer,
>>>> die schnell noch mal vor ihrem LKW herumfahren würden.
>>> Oder nur während der Rotphase einer Ampel bis zum Fahrerhaus vorfahren
>>> ...
>> Kann man auch prima ohne Radweg auf der Fahrbahn und wird auch
>> regelmäßig gemacht.
> Regelmäßig? Auf Fahrbahnen kommt man selten an LKW rechts vorbei,
> allenfalls an PKW. Und man spürt die Gefahr, wenn man sich so dicht an
> einen Brummi ranmacht. ;-)
Wenn da eine RVA ist, dann wird das Radfahrern sogar nahe gelegt sich vor oder neben den LKW zu stellen. Und auch in Abwesenheit von Streifchen jeglicher Art, geht das oft noch. LKW halten meist einen deutlich größeren Abstand vom Bordstein als PKW. Müssen sie ja auch, ansonsten würden sie ja dauernd beim Abbiegen den Bordstein mitnehmen.
Die Radfahrer hier spüren mitnichten die Gefahr, ich bin stets der Einzige der auf der Fahrbahn hinter LKW und Bussen bleibt, wenn die Abbiegen wollen. Ich bin auch der Einzige, der mittig hinter PKW bleibt, wenn ich mich nicht mittig vor die Stellen kann.
http://goo.gl/maps/suyLu Linksabbiegende Radfahrer schaffen es auch immer wieder sich auf den Mini-
Aufstellbereich zwischen dem roten und weißem Auto vorzuarbeiten und werden dann schön abgedrängelt. Ich käm gar nicht auf die Idee mich bis dorthin vorzuschlängeln, denn wenn es plötzlich grün wird bin ich zwischen zwei sich bewegenden Autokolonnen und im Arsch.
Dazu kommt noch, daß dieser Austellbereich regelmäßig von geradeausfahrenden KFZ-Führern mitbenutzt wird wenn vor ihnen ein Rechtsabbieger warten muß.
> Im Abschnitt 2 würde ich mich nicht darauf verlassen, gesehen zu werden.
"Normale" Menschen halten sich dort auch gar nicht auf, denn das ist direkt neben dem Führerhaus. Ich glaube, dieser Spiegel heißt auch Bordsteinspiegel, weil man damit auch nicht viel mehr sieht als den Kantstein. Aber wie gesagt, das gilt für normale Menschen und nicht für völlig dämliche Radfahrer, die einen Ampel-Vordrängel-Komplex haben.
>> Übliche (das muß man leider so sagen) PKW-Fahrer beachten beim
>> Rechtsabbiegen nur den Bereich zwischen 2 und 3 und sehen damit weniger
>> als aufmerksame LKW-Fahrer.
> Trotzdem passieren schwere Fahrradunfälle mit PKW-Beteiligung meinen
> Informationen zufolge nicht häufiger als mit LKW. Die meisten
Demnach müßten schwere Unfälle mit LKW gemessen an ihrer Anzahl deutlich überrepräsentiert sein.
Ich weiß nicht, ob ich das noch mal finde, aber für Kiel gab es Zahlen, die nahelegten, das Unfälle mit LKW und (Linien)bussen nur äußerst selten vorkommen. Ich habe mich da noch gewundert und hatte sogar Zweifel an den Zahlen mit den Linienbussen, zumal die fahren wie Sau.
> Abbiegevorgänge verlaufen unfallfrei, weil die Kraftfahrer die Radfahrer
> vorher beim Überholen wahrgenommen haben und sei es nur als Schatten auf
> dem Radweg. Wenn sie aber vor Knoten halten, überholen sie die betr.
> Radfahrer vorher nicht und nehmen deswegen keinerlei Notiz von ihnen.
> Wenn sie danach ähnlich unaufmerksam abbiegen, wie sie es sonst gewohnt
> sind, tauchen die Radfahrer buchstäblich aus dem Nichts auf. In diesem
> Fall sind LKW-Fahrer klar im Nachteil.
Richtig schlimm sind Rechtsabbiegerspuren. Der erste Rechtsabbieger achtet vielleicht noch auf Radfahrer, die darauf Folgenden fahren sehr oft völlig blind um die Ecke.
Sowas kann man auch zählen und man kann sich auch Stellen suchen, die von KFZ-Führern im Vorfeld nicht einsehbar sind.
>> Man müßte mal mit dem Bildchen diverse Fahrsituationen durchsimulieren.
>> Ich bin Schnellfahrer und habe auf Radwegen regelmäßig das Problem, daß
>> Autofahrer den Bereich 1 wegen des fehlenden Schulterblicks gar nicht
>> sehen und ich deshalb auf Hochbordradwegen regelmäßig Notbremsungen
> Passiert mir sehr selten, aber ich fahre kaum noch auf "Radwegen",
> sondern suche mir möglichst Straßen, die keine haben oder wenigstens
> keine Blauschilder.
Straßen, die gar keine RVA haben, sind hier nahezu auschließlich Nebenstraßen und für mein Fortkommen nicht geeignet. Ich wähle daher meist das kleinere Übel und wähle Straßen mit Streifchen. Im Zweifel ist es mir aber völlig wurscht und fahre trotz diverser RVA auf der Fahrbahn.
Es gibt nur wenige Stellen wo ich das Fahren auf der Fahrbahn für nicht vertretbar halte. Das sind dann eher typische "Rennstrecken" mit viel MIV.
> Dafür sind mir schon mehrmals Lieferwagen oder PKW
> in die "Fahrrinne" eingeschert, die entweder auf dem sehr breiten Gehweg
> neben dem Zwangsradweg standen oder von der Fahrbahn her auf den Gehweg
> einparken wollten. Einzelne haben gut sichtbaren Beulen abbekommen, ich
> trage in der kühlen Jahreszeit stabile Stiefel. ;-)
Ich habe mehr Probleme mit Seitenraum-Parkern die dann einfach mal so auf die Fahrbahn fahren. Da mußte ich schon so manches Mal auf die Gegenfahrbahn ausweichen und hätte die regelgerecht locker überholen können, wenn die nicht weiter beschleunigt hätten. Wenn ich eine Gotcha-
Pistole hätte, würden hier so einige mit einer markierten Seitenscheibe auf der Fahrerseite rumfahren. Die Gefahr kann auch von der Gegenseite kommen, wenn die ganz plötzlich mit Kararacho Wenden.
Ich gehe davon aus, das Dies in voller Absicht geschieht, möglicherweise aber meine Geschwindigkeit heillos unterschätzt wird.
Bei Schnee und Eis, trage ich Schuhe mit Spikes, aber da hätte ich Angst im Blech stecken zu bleiben. Beim Schuheabtreten bin ich auch schon mal im hölzernen Dielenboden unter der Fußmatte steckengeblieben. :)
> Sind das übrigens normale Einmündungen, wo Du zu Notbremsungen gezwungen
> wirst oder Ampelknoten, Stauzonen oder so was? Weil ich eine Straße mit
> Schutzstreifen meinen täglichen Weg nenne, mir dort aber noch nie dgl.
> passiert ist. Die hat keine Ampeln und es gibt nie Staus.
Ich fahre ja nur noch selten auf Hochbordradwegen, insofern habe ich nur noch selten Probleme dieser Art. Ich habe zwar keine Strichlisten geführt, aber es waren auschließlich übersichtliche Einmündungen.
Ansonsten hätte ich mich ja auch gar nicht gewundert.
Auf Schutzstreifen und Radfahrstreifen kommt das allerdings auch gelegentlich vor.
>> einleiten muß. LKW-fahrer scheinen mich regelmäßig im Spiegel zu sehen
>> und warten auf meine Durchfahrt. Ist ein LKW jedoch gerade im Begriff
>> abzubiegen (steht schon quer), dann lasse ich den durch fahren.
> Hauptsache, Du kommst weit genug vor der Furt zum Halten. Vielen
> Unfallopfern unterstelle ich, dass sie *nicht* auf ihrem Vorrang
> bestanden haben, sondern angehalten, nur zu weit vorn, direkt vor der
> Furt!
Ich finde diesen Gedanken auch völlig absurd.
Der letzte LKW-Tote (ein Kind) in KI hat laut
...
>>> Nur klappt das häufig nicht: Oft ist man gezwungen, an der Ecke sehr
>>> langsam zu fahren oder anzuhalten (weil der Fahrweg versperrt oder
>>> unübersichtlich ist, Fußgänger kreuzen etc.). Und genau dann
>>> pflegen sich immer massenweise Radfahrer auf dem vom hinten kommenden
>>> Radweg zu materialisieren, die vorher schlicht nicht existend waren,
>>> und knüppeln dann stets im Rambo-Stil dicht an mir vorbei.
>> Die Radfahrer sind nicht vom Himmel gefallen,
> Das weiß ich auch, Du Scherzkeks. Sie wirken aber so.
> Hatte ich nicht gerade was von vielfältigen aufmerksamkeitsheischenden
> Wahrnehmungen geschrieben? Was hindert Dich, das zu verstehen?
Was hindert Dich daran, einfach vor der Radwegfurt anzuhalten, bzw. langsam ranzufahren, die Lage zu sondieren und dann gegebenenfalls weiter zu fahren?
In diesem Zusammenhang beobachte ich häufig KFZ-Führer, die sich unbedingt noch schnell vor dem Abbiegen vor mich setzen müssen und dann nicht nur mir, sondern auch dem Vorrangberechtigtem Fuß- und Rad-Verkehr, im Weg rumstehen. Allein komme ich meistens ohne Anhalten um die Ecke.
>> sondern Du hast sie vorher überholt, fährst dann ordnungswidrig in
>> einen nicht freien Kreuzungsbereich ein
> Du tickst nicht ganz sauber.
Wie erklärst Du dir dann, daß andere VT so nah an Dir vorbeisausen?
On Wed, 24 Oct 2012 23:19:44 +0200, Ralf . K u s m i e r z wrote:
> Leute wie Du *brauchen* Radwege: Kreuzungsfrei, in ca. 100 m Tiefe
> (alternativ auf Wolke 7) - dann brauchen sie sich nicht um das
> Verständnis von Zusammenhängen und die Hineinversetzung in andere
> Sichtweisen und Wahrnehmungen zu bemühen.
Du erwartest Doch nicht ernsthaft, daß irgendjemand bei diesem Niveau Lust hätte sich in Deine Sichtweise hineinzuversetzen?
On Wed, 24 Oct 2012 19:07:24 +0200, Kaí ŧeranskí wrote:
> Ralf . K u s m i e r z schrieb:
>> Grundsätzlich habe ich mir angewöhnt, beim Vorbeifahren an Radwegen mit
>> Abbiegeabsicht zunächst einmal eine möglichst hohe Geschwindigkeit zu
>> erreichen und erst unmittelbar vor der Abbiegestelle stark abzubremsen,
>> schlicht, um einen Vorsprung vor von hinten kommenden Radfahrern zu
>> erreichen und mit ausreichend Abstand vor ihnen abbiegen zu können.
>> (Kraftstoffsparend fahren geht anders.)
> m(
> Mal was neues, dass einer sein Deppenverhalten nicht mit Zeitersparnis,
> sondern als besonders intelligent begründet. Ich stell mir gerade vor,
> wie du auf dem letzten Stück Fahrbahn auf 80 beschleunigst, die Drehzahl
> dabei schön hochziehst und alle umstehenden sich ob des Lärms die Ohren
> zuhalten und mit den Augen rollen. m(
Und sich dann noch wundert, daß er nur einen winzigen Zeitvorsprung erarbeitet hat, der bei der geringsten Störung auf 0,Nix zusammen schrumpft, um dann, vollkommen überrascht von der Physik, anderen VT im Weg zu stehen, die dann noch die Frechheit haben nicht darauf zu warten, bis sich der Herr wegbewegt hat.
>> Nur klappt das häufig nicht: Oft ist man gezwungen, an der Ecke sehr
>> langsam zu fahren oder anzuhalten (weil der Fahrweg versperrt oder
>> unübersichtlich ist, Fußgänger kreuzen etc.). Und genau dann pflegen
>> sich immer massenweise Radfahrer auf dem vom hinten kommenden Radweg zu
>> materialisieren, die vorher schlicht nicht existend waren, und knüppeln
>> dann stets im Rambo-Stil dicht an mir vorbei.
> Da sieht man mal wieder schön, wie das Verkehrsmittel das Denken prägt.
> Sitzt du auf dem Knatterblech, sind alle Radfahrer Rambos, und wenn du
> dann selbst auf dem Rad sitzt, sind die anderen alle Arschlöcher, oder
> wie? Allein das "materialisieren" zeigt schon, wie völlig überfordert du
> mit der Situation bist und dasss du viel zu schnell bist.
Daran glaube ich nicht so recht.
Meines Erachtens ist das eine Charakterfrage und diesbezüglich scheint der OP besonders ungeduldig und unterschwellig aggressiv zu sein.
Abgesehen vom erhöhtem Unfallrisiko kommt man so in der Stadt auch nicht schneller vorwärts.
>On Wed, 24 Oct 2012 23:19:44 +0200, Ralf . K u s m i e r z wrote:
>> Leute wie Du *brauchen* Radwege: Kreuzungsfrei, in ca. 100 m Tiefe
>> (alternativ auf Wolke 7) - dann brauchen sie sich nicht um das
>> Verst ndnis von Zusammenh ngen und die Hineinversetzung in andere
>> Sichtweisen und Wahrnehmungen zu bem hen.
>Du erwartest Doch nicht ernsthaft, da irgendjemand bei diesem Niveau >Lust h tte sich in Deine Sichtweise hineinzuversetzen?
Wenn DU verzichten k nntest, auf die invalide $chei$$e zu antworten,
m sste ich den Dreck vom Bremer Troll nicht mal indirekt lesen. Danke.
>EOT
^^^^^Das wurde aber auch langsam Zeit... ;o]
Beste Gr e -Harald-
-- Frage an Radio Eriwan: K nnen Trolle schwimmen? Im Prinzip ja,
denn sie sind hohl. Aber sie werden trotzdem untergehen, weil sie nicht ganz dicht sind. [*H.- J. Kronemeyer in dcsf*]
> (Die Qualität derselben ist, äh, "durchwachsen", aber es war auch
> schon relativ dunkel und ziemlich viel Verkehr, da konnte ich nicht so
> sehr auf die Perfektion achten, sondern mußte meine Sicherheit im Auge
> behalten. Man kann sich aber einen Eindruck von den Gegebenheiten
> machen.)
> Auf der Fahrbahn sind noch die bei der Unfallaufnahme angefertigten
> gelben Kreidemarkierungen zu sehen, direkt danaben wurde eine
> Gedenkstelle mit Kerzen und Blumenschmuck angelegt.
> In den Geschäften lagen Unterschriftenlisten aus, in denen
> unspezifisch eine Verbesserung der Verkehrssicherheit auf der
> Hindenburgstraße gefordert wurde. Einen Augenzeugen des Unfalls konnte
> ich nicht ausfindig machen, nur einen "Knallzeugen", der unumwunden
> einräumte, von gegenüber der Einmündung aus den Vorfall erst dann
> bemerkt zu haben, als es schon passiert war - er konnte auch nur die
> linke Seite des stehenden LKW sehen. Nach meinem Eindruck hatte man
> auch von keinem der angrenzenden Ladenlokale aus einen günstigen Blick
> auf die Unfallstelle, so daß es mit Details von Augenzeugen wohl nicht
> weit her sein wird.
> Ich hörte die Meinung, bei dem Unfall könnte die tiefstehende Sonne
> (für beide Unfallbeteiligten von rechts vorne) eine Rolle gespielt
> haben - zum Unfallzeitpunkt war heller Tag und schönes Wetter.
> Das Gefälle der Hindenburgstraße vor der Einmündung ist im übrigen
> etwas geringer, als ich es in Erinnerung hatte, aber es ist problemlos
> möglich, von oben von der Eisenbahnbrücke aus kommend mit hoher
> Geschwindigkeit (> 30 km/h) den Radweg entlangzufahren. Wenn die
> Radfahrerin im Vertrauen auf ihr Vorrecht die Schneiderstraße zu
> überqueren versucht haben sollte, hatte sie schlicht keine Chance, dem
> abbiegenden LKW auszuweichen.
> Anhand der Kreidemarkierungen würde ich davon ausgehen, daß er sehr
> langsam fuhr, was sie so interpretiert haben könnte, daß er ihr die
> Vorfahrt auch nicht nehmen würde. Zu dieser Interpretation paßt die
> Aussage des "Knallzeugen", daß es offenbar ein lautes Geräusch von
> einem Zusammenstoß gegeben hätte - von dem Überrollen würde ich nicht
> annehmen, daß es sonderlich Lärm macht.
Zunächst einmal kann man an diesen Bildern mal wieder sehen, weshalb Radwege
Gründe sind, nicht mit dem Fahrrad zu fahren. Während man auf der Fahrbahn
zumindest geradeaus problemlos an dieser Abzweigung vorbeifahren kann, muß
man als Radfahrer damit rechnen, daß
- Fußgänger auf der Rad-weg!-Furt herumlatschen
- aus der Querstraße kommender Verkehr sich zum Warten auf die Rad-weg!-Furt stellt
- und muß das Rätsel lösen, was auf der anderen Seite hinter dem
Straßenbegleitkotzgrün und der Plakatwand versteckt sein mag (womöglich ist
das eine Grundstückszufahrt).
Zusätzlich soll man sich dann also nach Ansicht von Sesselfurzern auch noch
um von links hinten herankommende Kfz und deren eventuelle Abbiegewünsche
kümmern. Was das Unfallopfer im vorliegenden Fall vielleicht sogar getan
hat, aber aus der niedrigen Geschwindigkeit des LKW oder sonstigen
Umständen die falschen Schlüsse gezogen hat.
Daß die Radwegelei nicht nur beim Radfahren, sondern auch beim Auto- (oder
Motorrad-) Fahren oder Gehen nur endlos nervt, ist eine Beobachtung, die
ich vollinhaltlich bestätigen kann.
Markus Luft wrote:
> Wir ist schon mal ne gute Idee, allein ist es nämlich gar nicht so
> einfach alles genau zu erfassen.
> Wer ist denn Wir?
ADFC Magdeburg.
> Nur, was macht man mit den Zahlen? Ich finde nämlich, solche Zahlen
> sollten es wenigstens in das lokale Käseblättchen schaffen.
Gute Idee, ich hatte zunächst nur daran gedacht, sie der Polizei vorzulegen und evtl. Verkehrsplanern etc.
> Ich finde es übrigens symptomatisch, daß die Polizei zwar
> Rotlichtverstöße von Radfahrern zählen kann, aber eklatante Verstöße von
> Autofahrern nicht. So wundert es mich nicht im Geringsten, daß in der
> Bevölkerung die meinung vorherrscht die Radfahrer würden die Fehler
> machen, obwohl in der Realität bei Unfällen zwischen KFZ und Fahrrädern
> die Hauptschuld regelmäßig bei den KFZ-Führern liegt.
Überhöhte Geschwindigkeit ahndet die Polizei praktisch nur bei Kraftfahrern und Alkohol bei Rad- und Kraftfahrern. Rasen wird aber als normal angesehen, weil es alle Kraftfahrer tun. An der Polizei liegt dieses verzerrte Bild aber am wenigsten und wenn, dann trägt sie am ehesten durch Auswahl und Formulierung von Unfallmeldungen dazu bei.
>> Gute Gelegenheit, ihnen vorzuführen, dass in solchen Fällen § 2 (1) StVO
>> für Radfahrer gilt, egal was der betr. Weg für ein Schild hat. ;-)
>>> Eben weil Polizisten so wenig auf Fahrradfahrer achtende Autofahrer
>>> sind, identifizieren sie sich offenbar so gern mit den
>>> Unfallverursachern.
>> Vielleicht hatte die einstige Magdeburger Fahrradstaffel eine positive
>> Wirkung: Solange sie existierte und funktionierte, gab es eine relativ
>> gute Zusammenarbeit von ADFC und Polizei. Kann Zufall sein, könnte aber
>> auch mit Deiner "These" zu tun haben.
> Das ist bestimmt kein Zufall, denn so schlüpfen die sonst autofahrenden
> Polizisten in die Rolle von Radfahrern und erleben Mißstände, die aus der
> Windschutzscheibenperspektive unsichtbar sind.
Könnte sein, Du hast recht: die Ansichten der hiesigen Polizei haben sich wieder spürbar in Richtung Kraftfahrerperspektive verschoben, seit die Fahrradstaffel praktisch tot ist.
>>> Mehr oder weniger gilt das aber auch für PKW-Fahrer, wenn die einmal
>>> abbiegen, dann wird auch nicht mehr auf das geachtet, was sich nicht
>>> unmittelbar vor denen abspielt.
>> Ja klar, jeder zusätzliche Straßenteil erfordert zusätzliche
>> Aufmerksamkeit. Dass "Radwege" zu einer Überforderung aller
>> Verkehrsteilnehmer, besonders aber der Kraftfahrer führen können, wurde
>> hierzugroups schon vor Jahren diskutiert.
> Ich finde das Köpfchendrehen als Radfahrer auch nervig.
Ich musste mir erst mal beibringen, dass ich es als Radfahrer auch tun muss. Aber es ist nicht zuletzt dazu gut, ohne Handzeichen anzudeuten, dass man rechts abbiegen will. ;-)
> Einer der Hauptgründe für mich möglichst nicht in der Stadt mit dem Auto
> zu fahren, ist die schlechte Sicht in den Dosen. Man kriegt überhaupt
> darin nur noch wenig mit und das verunsichert mich, wenn ich mal Auto
> fahre.
Kann ich gut nachvollziehen, obwohl ich schon jaahrelang nicht mehr Auto fahre.
> Autofahrer ahnen ja gar nicht, was ihnen in den Blechkisten alles entgeht.
z.B. diverse Lebewesen, die direkt unter ihnen zu Tode kommen. Oder halt neben ihnen. :-\
>> Regelmäßig? Auf Fahrbahnen kommt man selten an LKW rechts vorbei,
>> allenfalls an PKW. Und man spürt die Gefahr, wenn man sich so dicht an
>> einen Brummi ranmacht. ;-)
> Wenn da eine RVA ist, dann wird das Radfahrern sogar nahe gelegt sich vor
> oder neben den LKW zu stellen. Und auch in Abwesenheit von Streifchen
> jeglicher Art, geht das oft noch. LKW halten meist einen deutlich
> größeren Abstand vom Bordstein als PKW. Müssen sie ja auch, ansonsten
> würden sie ja dauernd beim Abbiegen den Bordstein mitnehmen.
Fahrende LKW ja, haltende eher selten, einfach deswegen, weil sie breiter sind als PKW.
> Die Radfahrer hier spüren mitnichten die Gefahr, ich bin stets der
> Einzige der auf der Fahrbahn hinter LKW und Bussen bleibt, wenn die
In Straßen ohne irgendwelche Sonderstreifen für Radfahrer?
> Abbiegen wollen. Ich bin auch der Einzige, der mittig hinter PKW bleibt,
> wenn ich mich nicht mittig vor die Stellen kann.
Mache ich auch, ausgenommen ich stehe ganz vorn und die Ampel hat Grünpfeil. Da lasse ich schon mal ein Auto vorbeifahren.
> http://goo.gl/maps/suyLu > Linksabbiegende Radfahrer schaffen es auch immer wieder sich auf den Mini-
> Aufstellbereich zwischen dem roten und weißem Auto vorzuarbeiten und
> werden dann schön abgedrängelt. Ich käm gar nicht auf die Idee mich bis
> dorthin vorzuschlängeln, denn wenn es plötzlich grün wird bin ich
> zwischen zwei sich bewegenden Autokolonnen und im Arsch.
Dieses Problem sehe ich auch beim links überholen von haltenden Kolonnen. Da komme ich u.U. gar nicht mehr auf den rechten Fahrstreifen.
>>> Übliche (das muß man leider so sagen) PKW-Fahrer beachten beim
>>> Rechtsabbiegen nur den Bereich zwischen 2 und 3 und sehen damit weniger
>>> als aufmerksame LKW-Fahrer.
>> Trotzdem passieren schwere Fahrradunfälle mit PKW-Beteiligung meinen
>> Informationen zufolge nicht häufiger als mit LKW. Die meisten
> Demnach müßten schwere Unfälle mit LKW gemessen an ihrer Anzahl deutlich
> überrepräsentiert sein.
Schwere Fahrradunfälle, wohlgemerkt. Das halte ich durchaus für möglich, jedenfalls was speziell diese Art Abbiegeunfälle betrifft. Bei PKW müsste natürlich geprüft werden, wie weit andere Unfallarten das kompensieren, z.B. Vorfahrtfehler.
> Ich weiß nicht, ob ich das noch mal finde, aber für Kiel gab es Zahlen,
> die nahelegten, das Unfälle mit LKW und (Linien)bussen nur äußerst selten
> vorkommen. Ich habe mich da noch gewundert und hatte sogar Zweifel an den
> Zahlen mit den Linienbussen, zumal die fahren wie Sau.
Linienbusse haben vergleichsweise gute Rundumsicht, wenn sie nicht gerade proppevoll sind, nach meinem Eindruck sogar besser als PKW. Evtl. haben sie obendrein bessere Spiegel als LKW, damit die Fahrer die Aus- und Zusteiger sehen können. Bezogen auf die Gesamtzahl aller Fahrradunfälle sind *schwere* Abbiegeunfälle im toten Winkel wirklich selten, aber wenn sie passieren und noch dazu mit LKW, gibt es relativ oft Schwerverletzte und Tote. Die Kieler Statistik kommt zwangsläufig zu so einem Ergebnis, da viel weniger LKW und Busse als Autos verkehren. Ob es obendrein einen Einfluss auf das Unfallgeschehen hat, dass Busse und LKW überwiegend von Profis gefahren werden, ist eine interessante Frage.
>> Abbiegevorgänge verlaufen unfallfrei, weil die Kraftfahrer die Radfahrer
>> vorher beim Überholen wahrgenommen haben und sei es nur als Schatten auf
>> dem Radweg. Wenn sie aber vor Knoten halten, überholen sie die betr.
>> Radfahrer vorher nicht und nehmen deswegen keinerlei Notiz von ihnen.
>> Wenn sie danach ähnlich unaufmerksam abbiegen, wie sie es sonst gewohnt
>> sind, tauchen die Radfahrer buchstäblich aus dem Nichts auf. In diesem
>> Fall sind LKW-Fahrer klar im Nachteil.
> Richtig schlimm sind Rechtsabbiegerspuren. Der erste Rechtsabbieger
> achtet vielleicht noch auf Radfahrer, die darauf Folgenden fahren sehr
> oft völlig blind um die Ecke.
... und können das dank taumhaft großer Kurvenradien oft genug recht flott.
> Sowas kann man auch zählen und man kann sich auch Stellen suchen, die von
> KFZ-Führern im Vorfeld nicht einsehbar sind.
Och, wir haben keine Uniform an. ;-)
> Ich habe mehr Probleme mit Seitenraum-Parkern die dann einfach mal so auf
> die Fahrbahn fahren. Da mußte ich schon so manches Mal auf die
> Gegenfahrbahn ausweichen und hätte die regelgerecht locker überholen
> können, wenn die nicht weiter beschleunigt hätten. Wenn ich eine Gotcha-
> Pistole hätte, würden hier so einige mit einer markierten Seitenscheibe
> auf der Fahrerseite rumfahren. Die Gefahr kann auch von der Gegenseite
> kommen, wenn die ganz plötzlich mit Kararacho Wenden.
Letztere sind vergleichbar mit unaufmerksamen Linksabbiegern. Mit so einem hatte ich meinen ersten Unfall.
> Ich gehe davon aus, das Dies in voller Absicht geschieht, möglicherweise
> aber meine Geschwindigkeit heillos unterschätzt wird.
Beim oben erwähnten Unfall war es jedenfalls so, ich kam eine abschüssige Straße runtergebrettert.
> Bei Schnee und Eis, trage ich Schuhe mit Spikes, aber da hätte ich Angst
> im Blech stecken zu bleiben. Beim Schuheabtreten bin ich auch schon mal
> im hölzernen Dielenboden unter der Fußmatte steckengeblieben. :)
Die Spuren auf dem Blech können damit jedenfalls teuer werden, wenn Du Deine Unschuld nicht zweifelsfrei nachweisen kannst. Selbst mit normalen Stiefeln hatte ein Benz anschließend 'ne satte Beule im Kotflügel, ein kleineres Vehikel büßte ein Rücklicht ein.
>>> einleiten muß. LKW-fahrer scheinen mich regelmäßig im Spiegel zu sehen
>>> und warten auf meine Durchfahrt. Ist ein LKW jedoch gerade im Begriff
>>> abzubiegen (steht schon quer), dann lasse ich den durch fahren.
>> Hauptsache, Du kommst weit genug vor der Furt zum Halten. Vielen
>> Unfallopfern unterstelle ich, dass sie *nicht* auf ihrem Vorrang
>> bestanden haben, sondern angehalten, nur zu weit vorn, direkt vor der
>> Furt!
> Ich finde diesen Gedanken auch völlig absurd.
ACK, zumal auffallend viele Unfallopfer Senioren und/oder weiblich waren.
> Der letzte LKW-Tote (ein Kind) in KI hat laut Zeugen auch so ordentlich
> gebremst, daß er wohl über den Lenker ging. Der 13jährige geriet unter
> die Hinterräder und verstarb an seinen Kopfverletzungen.
> Das Problem ist doch, daß man nicht damit rechnet, daß der LKW/PKW-Führer
> einfach weiterfährt und nicht (noch mal) anhält. Manche KFZ-Führer halten
> vor
> Ich kann das auch als Motorradfahrer gut nachvollziehen. Abbiegen ist
> schwierig und erfordert hohe Aufmerksamkeit, weil man auf so viele
> Dinge gleichzeitig zu achten hat.
ACK, das geht sogar Radfahrern so. ;-)
> angewöhnt, beim Vorbeifahren an Radwegen mit Abbiegeabsicht zunächst
> einmal eine möglichst hohe Geschwindigkeit zu erreichen und erst
> unmittelbar vor der Abbiegestelle stark abzubremsen, schlicht, um
> einen Vorsprung vor von hinten kommenden Radfahrern zu erreichen und
> mit ausreichend Abstand vor ihnen abbiegen zu können.
> (Kraftstoffsparend fahren geht anders.)
> Nur klappt das häufig nicht: Oft ist man gezwungen, an der Ecke sehr
> langsam zu fahren oder anzuhalten (weil der Fahrweg versperrt oder
> unübersichtlich ist, Fußgänger kreuzen etc.). Und genau dann pflegen
> sich immer massenweise Radfahrer auf dem vom hinten kommenden Radweg
> zu materialisieren, die vorher schlicht nicht existend waren, und
> knüppeln dann stets im Rambo-Stil dicht an mir vorbei.
Wieder ein Problem, welches es ohne "Radwege" Seltenheitswert hätte.
> Natürlich geht das meistens gut (mich hat jedenfalls noch kein
> Radfahrer gerammt). Aber eben nur meistens - ab und zu geht es eben
> schief, und wenn das Kfz dann ein LKW war, dann kommt es wie im OP in
> die Zeitung.
Gelegentlich werden auch PKW genannt. Höchstwahrscheinlich passiert es mit denen auf Grund ihrer Anzahl viel öfter, nur sind die Unfallfolgen meist weniger schwer, so dass es die Medien nicht erwähnen. In den Statistiken schlägt es sich aber nieder: schwere + tödliche Abbiegeunfälle sind selten genug, um in der Presse Erwähnung zu finden, insgesamt sind Abbiegeunfälle aber regelmäßig unter den TOP5 der Fahrradunfälle zu finden.
--
CU Chr. Maercker.
RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.
> Ich h rte die Meinung, bei dem Unfall k nnte die tiefstehende Sonne
> (f r beide Unfallbeteiligten von rechts vorne) eine Rolle gespielt
> haben - ...
Bei Auffahrunf llen und Kollisionen an Knoten wegen Vorfahrtfehlern spielt das gelegentlich eine Rolle. Hat die Einm ndung brigens Ampelregelung? Auf dem Luftbild sieht es nicht so aus. Dann k nnten elementare Sichtverh ltnisse und somit auch Sonnenstand wirklich einen Einfluss gehabt haben.
> Das Gef lle der Hindenburgstra e vor der Einm ndung ist im brigen
> etwas geringer, als ich es in Erinnerung hatte, aber es ist problemlos
> m glich, von oben von der Eisenbahnbr cke aus kommend mit hoher
> Geschwindigkeit (> 30 km/h) den Radweg entlangzufahren. Wenn die
> Radfahrerin im Vertrauen auf ihr Vorrecht die Schneiderstra e zu
> berqueren versucht haben sollte, hatte sie schlicht keine Chance, dem
> abbiegenden LKW auszuweichen.
Wobei schnelle Radfahrer es vielleicht eher schaffen, rechtzeitig an Abbiegern vorbeizukommen als langsame. Das Unfallopfer passt von der Beschreibung her eher in letztere Gruppe und w re damit typisch f r diese Art Unf lle. An Ampeln fahren die Radfahrer allem Anschein nach meist w hrend der Rotphasen in die toten Winkel ein, zu einer Zeit also, wo die Kraftfahrer nicht auf das Geschehen rechts neben ihrem Fahrzeug achten (m ssen). Unmittelbar danach schaltet die betr. Ampel auf gr n und dann passiert's. Dieses Szenario funktioniert gerade dann, wenn Radfahrer relativ langsam fahren.
> Anhand der Kreidemarkierungen w rde ich davon ausgehen, da er sehr
> langsam fuhr, was sie so interpretiert haben k nnte, da er ihr die
> Vorfahrt auch nicht nehmen w rde. Zu dieser Interpretation pa t die
> Aussage des "Knallzeugen", da es offenbar ein lautes Ger usch von
> einem Zusammensto gegeben h tte - von dem berrollen w rde ich nicht
> annehmen, da es sonderlich L rm macht.
Das w re ein Indiz daf r, dass die Radfahrerin das Gef lle "mitgenommen" hat und obendrein nicht damit gerechnet hat, dass der LKW vor ihr abbiegt. Ist brigens das erste Mal, dass ich von einem Aufprall = Knall bei so einem Unfall lese. Die meisten scheinen ziemlich leise abzulaufen.
--
CU Chr. Maercker.
RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue F chse fahren Fahrbahn.
Christoph Maercker <Zweist...@gmx-topmail.de> writes:
> Markus Luft wrote:
[...]
>> Das ist bestimmt kein Zufall, denn so schl pfen die sonst autofahrenden
>> Polizisten in die Rolle von Radfahrern und erleben Mi st nde, die aus der
>> Windschutzscheibenperspektive unsichtbar sind.
> K nnte sein, Du hast recht: die Ansichten der hiesigen Polizei haben
> sich wieder sp rbar in Richtung Kraftfahrerperspektive verschoben,
> seit die Fahrradstaffel praktisch tot ist.
Ich versuche mir das gerade bildlich vorzustellen...
Sind die alle auf Radwegen von rechts abbiegenden LKWs erfasst worden?
:-)
Klaus-Georg Adams wrote:
> Ich versuche mir das gerade bildlich vorzustellen...
> Sind die alle auf Radwegen von rechts abbiegenden LKWs erfasst worden?
> :-)
Die kannten diese Gefahr. Die Staffel ist mangels Geld eingegangen. Man hielt sie wohl für relativ überflüssig. Dafür fordert der Innenminister jetzt 'ne Reiterstaffel. Die ist bestimmt viel effektiver und billiger.
--
CU Chr. Maercker.
RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.
Christoph Maercker <Zweist...@gmx-topmail.de> wrote:
> Die kannten diese Gefahr. Die Staffel ist mangels Geld eingegangen. Man
> hielt sie wohl f r relativ berfl ssig. Daf r fordert der Innenminister
> jetzt 'ne Reiterstaffel. Die ist bestimmt viel effektiver und billiger.
Nein, die Reiterstaffel l sst sich besser auf Demonstrationen (gegen
Radwegebenutzungspflichten ;-) einsetzen, denn hunderte Demonstranten
sind viel staatsbedrohender als die wenigen Kampfradler.
-- Munterbleiben
HC
HC Ahlmann wrote:
> Nein, die Reiterstaffel l sst sich besser auf Demonstrationen (gegen
> Radwegebenutzungspflichten ;-) einsetzen, denn hunderte Demonstranten
> sind viel staatsbedrohender als die wenigen Kampfradler.
ACK, das ist sogar die offizielle Begr ndung. Nur mit dem Grund f r die Demos liegst Du falsch. ;-)
--
CU Chr. Maercker.
RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue F chse fahren Fahrbahn.