unter http://www.wdr.de/tv/aks/wieklappts/info.jhtml
macht der WDR gerade eine Umfrage zu Radwegen in NRW.
Ich wohn ja jetzt nicht mehr dort. Aber vielleicht mag ja der ein oder
die andere ihre Meinung äußern.
Gruß
Jürgen
Ich habe dem WDR schon meine Meinung geschrieben.
Gruß
Norbert
--
Leute, die *denken*, fahren nicht auf Radwegen, die anderen *glauben*
oder *fühlen* sich auf RW sicher.
(Harald Meyer am 16.12.2005 in de.rec.fahrrad)
Zeitverschwendung. Kritische Beitraege werden sicher wie auch im
Vorjahr wieder vom staatlichen Bezahlfernsehen aussortiert und nur die
Lobgesaenge oder Klagen ueber zu wenige Rad_wege veroeffentlicht.
- Marcus
Die Frage lautet
| ..den neuen Telefongesellschaften oder mit der Pflegeversicherung? Und
| wie klappt's eigentlich mit dem Handwerker? Jeden Dienstag rufen wir
| unsere Zuschauer dazu auf, uns von ihren Erfahrungen zu berichten.
| Werden gemachte Versprechen gehalten? Gibt es tatsächlich
| Verbesserungen oder waren es nur Lippenbekenntnisse der
| Verantwortlichen? In der Woche darauf berichten wir über verschiedene
| Fälle und beleuchten die Hintergründe.
| Schildern Sie uns Ihre Erfahrungen! In der folgenden Woche lösen wir
| die Frage auf, erzählen Ihre Geschichten und sprechen mit einem
| Experten im Studio.
| Unser neuer Aufruf lautet: Wie klappt's mit den Fahrradwegen?
Ich habe dazu folgende Frage gestellt:
"Guten Abend. Ich hörte, daß radwegekritische Anmerkungen bei Ihnen im
Papierkorb landen. Trifft dies zu? Die Art Ihrer Fragestellung deutet
durchaus darauf hin, weil sie die grundsätzliche Zustimmung zur
Separierung durch Radwege schon voraussetzt. "
Mal schauen, was da als Antwort kommt.
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen
<pan.2007.04.13....@selektron.homelinux.org> ff, btw.
- Marcus
Der Server / die Seite ist derzeit wieder erreichbar ...
- Mar"der mit diesem Wegelagerer-Pack dennoch nix zu tun haben will"cus
§ 10 WDR-Gesetz existiert.
dito, wenn ich's denn nicht vergesse.
> Zu oft hatte ich in der Vergangenheit irgendwelche Probleme: Mal
> musste man Java-Script aktivieren, mal sogar das Akzeptieren von
> Cookies oder beide oder es gab dabei andere Probleme beim Absenden.
Bin deswegen immer verärgert, wenn man nicht zugleich auch eine gültige
E-Mail-Adresse genannt bekommt. Und das Kästchen zum Ankreuzen
[x] Kopie an meine E-Mail-Adresse
sollte bei so einem Formular auch zumguten Ton gehören.
Thoralf
Das Ergebnis kann man sich unter
<http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/aks.xml?datum=2008-07-08&offset=1031&autoPlay=true>
ansehen. Dieses Jahr war nicht nur das erwartete "mehr und besser
ausgebaute Rad_wege!"-Echo dabei, ein Beitrag kritisierte sinnfreie
Rad_weg Fuehrung in Bochum (allerdings ohne konkret gegen Rad_wege zu
argumentieren).
Im anschliessenden Studio-Interview mit Ulrich Kalle (ADFC NRW) kam
sogar zur Sprache, dass Benutzungspflicht die Ausnahme sein sollte und
dass Rad_wege an Knotenpunkten besonders gefaehrlich sind.
Leider wurde aber nicht erwaehnt, dass man unbenutzbare Holperfallen
wie die gezeigten Rad_weg-Fallen nicht benutzen muss und auf die
Fahrbahn ausweichen kann. Das Thema Rad_wege und touristische
Radrouten ist einfach zu komplex, um in derart kurzen Sendebeitraegen
abgehandelt werden zu koennen.
Die Tendenz(?) zu Rad_weg-Kritik in den Massenmedien ist zwar
prinzipiell erfreulich, aber mit dem Thema muesste man sich in den
Medien mal etwas ausfuehrlicher auseinandersetzen.
- Marcus
> Im anschliessenden Studio-Interview mit Ulrich Kalle (ADFC NRW)
> kam sogar zur Sprache, dass Benutzungspflicht die Ausnahme sein
> sollte und dass Rad_wege an Knotenpunkten besonders gefaehrlich
> sind.
>
> Leider wurde aber nicht erwaehnt, dass man unbenutzbare
> Holperfallen wie die gezeigten Rad_weg-Fallen nicht benutzen
> muss und auf die Fahrbahn ausweichen kann. Das Thema
> Rad_wege und touristische Radrouten ist einfach zu komplex,
> um in derart kurzen Sendebeitraegen abgehandelt werden zu
> koennen.
Die Vermutung ist richtig. Ulrich Kalle bat mich, dazu folgende
Stellungnahme von ihm zu posten:
1. Auf die Regelungen zur "zuständlichen Unbenutzbarkeit" (hier bezeichnet
als "unbenutzbare Holperfallen") bin ich in Absprache mit der Moderatorin
bewusst nicht eingegangen, da dieser rechtlich schwierige Fall zu viel Zeit
zur ordentlichen Erklärung benötigt hätte (N.B.: das gesamte Interview hatte
nur rund zweieinhalb Minuten!). Damit wäre kaum noch Platz für die anderen -
m. E. viel wichtigeren - Fragen geblieben.
2. Die Unterstellung, der WDR würde radwegekritische Anmerkungen
aussortieren [Anm. von Jan: siehe Posting von Marcus Endberg vom 01.07.] ist
schlicht falsch! Wenn etwas aussortiert wird liegt das normalerweise an
"fernsehtechnischen" Anforderungen: das Problem muss sich gut im Bild
darstellen lassen; es muss auch "Lischen Müller" in einem
90-Sekunden-Beitrag verständlich gemacht werden können etc. Insgesamt ist
die Zusammenarbeit mit dem WDR sehr gut und offen; die fachliche Beratung
durch den ADFC wird geschätzt.
Gruß,
Jan Bartels
ADFC NRW
>2. Die Unterstellung, der WDR würde radwegekritische Anmerkungen
>aussortieren [Anm. von Jan: siehe Posting von Marcus Endberg vom 01.07.] ist
>schlicht falsch! Wenn etwas aussortiert wird liegt das normalerweise an
>"fernsehtechnischen" Anforderungen: das Problem muss sich gut im Bild
>darstellen lassen; es muss auch "Lischen Müller" in einem
>90-Sekunden-Beitrag verständlich gemacht werden können etc. Insgesamt ist
>die Zusammenarbeit mit dem WDR sehr gut und offen; die fachliche Beratung
>durch den ADFC wird geschätzt.
An letzterem Halbsatz habe ich keinen Zweifel. :-}
Generell sehe ich mich auch hier in den Gründen bestätigt, aus denen ich
nach fast zwanzig Jahren Mitgliedschaft 1999 dem ADFC den Rücken gekehrt
hatte. Das Problem war damals, daß der ADFC sich schon ein paar Jahre
zuvor darauf beschränkt hatte, nur noch solche Positionen zu vertreten,
die sich gut in BILD^W^Wim Bild darstellen und Lieschen Müller und Willi
Bleifuß in 90 Sekunden verständlich machen lassen und sogar seine
fachliche Beratung auf dieses Niveau heruntergedummt hat, woran sich
selbst durch Beschlüsse der Bundesversammlung offenbar nichts ändern
ließ.
Ich befürchtete damals, daß der ADFC sich durch das Konzept, nur noch
sperrangelweit offene Türen einzurennen, mehr und mehr als Gegner
derjenigen erweisen würde, die sich eine Interessenvertretung durch
ihren Verein auch in schwierigen Fällen erhofft hatten.
Leider ist hat sich diese Befürchtung in den Folgejahren in vollem
Umfang bestätigt. Das widersprüchliche, zögerliche, z.T. regelrecht
obstruktive Verhalten des ADFC-Bundesverbandes bezüglich der
StVO-Novelle von 97 war ein Beispiel, die Folgen der jetzt anstehenden
weiteren StVO-Novelle werden ein weiteres Beispiel werden.
Danke jedenfalls für das prächtige aktuelle Beispiel dafür, warum und
wie ADFC-Verkehrspolitik scheitert. Und glaube ja keiner, das Problem
sei medienspezifisch, bei anderen Gelegenheiten verträte der ADFC die
Interessen von Radfahrern als Benutzern eines Verkehrsmittels deutlich,
stringent und ohne schon im Vorfeld wirkende faule Kompromisse. Bei
anderen Gelegenheiten finden sich bloß andere Ausreden, das Resultat ist
jedesmal dasselbe.
Bei der Gelegenheit: auf meine Email-Anfrage aus
<5b8l64p1l820c3lub...@4ax.com>, in der ich vor 14 Tagen
beim WDR diesbezüglich nachgefragt hatte und dies wie folgt begründet
hatte, habe ich bis heute keine Antwort erhalten.
"Die Art Ihrer Fragestellung deutet durchaus darauf hin, weil sie die
grundsätzliche Zustimmung zur Separierung durch Radwege schon
voraussetzt"
Ich bezweifle, daß sich eine Voreingenommenheit, die sich schon in der
Filterung durch die im Web publizierten Fragestellung ausdrückt, mit
"fernsehtechnischen Anforderungen" begründen läßt.
Und mal ganz grundsätzlich überlegt: wenn nun auch öffentlich
finanzierte Sender in dieser Weise mit "wir können nur dümmlich" ein
populistisch motiviertes Schmalspurinformationsgehabe begründen, dann
frage ich mich, warum man für so etwas eigentlich Gebühren zahlen muß.
Der Unterschied zwischen öffentlichen und privaten Sendern ist längst
dahin - Unterhaltung ja, Information: null. Wo wird hier der
Verpflichtung "Grundversorgung" Genüge getan, wenn man seine Experten
bereits im Vorfeld zu solchen Äußerungen und zu einem solchen Kotau
nötigt? Aber vermutlich versteht man darunter längst nicht mehr auch
einen Mindestanspruch bezüglich der Güte und Vollständigkeit der
berichteten Informationen, sondern lediglich den Grad der Verbreitung:
die sog. Durchdringung.
...
Ich befürchtete damals, daß der ADFC sich durch das Konzept, nur noch
sperrangelweit offene Türen einzurennen, mehr und mehr als Gegner
derjenigen erweisen würde, die sich eine Interessenvertretung durch
ihren Verein auch in schwierigen Fällen erhofft hatten.
Hallo Wolfgang
Dein Statement erschreckt mich schon ein wenig. Ich habe mich mit
Verkehrspolitik und dem ADFC bisher noch nicht viel beschäftigt, aber
doch gehofft, dasd es im ADFC eine aktive Minderheit gibt, die die
derzeitige Radweg-Politik bekämpft. Oder sind die Leute hier bei drf
alle Einzelkämpfer? Einige sind doch bestimmt in ADFC oder VCD aktiv,
oder?
Gibt es Vereine oder andere Formen der Organisation, die die
Interessen der Radfahrer besser vertreten? Ich will hier keine Pro/Con-
Diskussion zum ADFC vom Zaun brechen. Ich würde nur gerne selbst auch
mal aktiv werden, weil mich die aktuelle Verdrängung des Radverkehrs
in die Spiel-, Sport- und Spaßzone ziemlich ankotzt.
Gruß
Bernhard
> On 15 Jul., 19:19, Wolfgang Strobl <ne...@mystrobl.de> wrote: Generell
> sehe ich mich auch hier in den Gründen bestätigt, aus denen ich
> nach fast zwanzig Jahren Mitgliedschaft 1999 dem ADFC den Rücken gekehrt
> hatte.
>
> ...
>
> Ich befürchtete damals, daß der ADFC sich durch das Konzept, nur noch
> sperrangelweit offene Türen einzurennen, mehr und mehr als Gegner
> derjenigen erweisen würde, die sich eine Interessenvertretung durch
> ihren Verein auch in schwierigen Fällen erhofft hatten.
>
> Hallo Wolfgang
>
> Dein Statement erschreckt mich schon ein wenig. Ich habe mich mit
> Verkehrspolitik und dem ADFC bisher noch nicht viel beschäftigt, aber
> doch gehofft, dasd es im ADFC eine aktive Minderheit gibt, die die
> derzeitige Radweg-Politik bekämpft.
Wie in allen Vereinen sind die aktiven in der Minderheit, das ist richtig.
In dieser aktiven minderheit gibt es, gerade in den übergeordneten
Instanzen einige die das Radfahren im drf Sinn vertreten und den Verein
in diese Richtung der Verkehrspolitik drängen.
> Oder sind die Leute hier bei drf alle Einzelkämpfer? Einige sind doch
> bestimmt in ADFC oder VCD aktiv, oder?
hier sind einige im ADFC und auch VCD, man hörte Bernd sei
Landesvorsitzender vom VCD Bayern.
> Gibt es Vereine oder andere Formen der Organisation, die die Interessen
> der Radfahrer besser vertreten?
> Ich will hier keine Pro/Con- Diskussion
> zum ADFC vom Zaun brechen. Ich würde nur gerne selbst auch mal aktiv
> werden, weil mich die aktuelle Verdrängung des Radverkehrs in die
> Spiel-, Sport- und Spaßzone ziemlich ankotzt.
Der ADFC wie auch der VCD haben in der Politik ein Bein in der Tür. Das
ist ein Vorteil, und die Vereine können Mitstreiter gebrauchen, die diese
offenen Türen kompetent und eigeninitiativ benutzen.
ervin
--
"...Get off my planet by sundown..." aus b-movie, Gill Scott Heron
"Das Maß der Wahrheit des produzierten Wissens hängt von der Qualität
der angewandten Interpretation ab." [Joe Weizenbaum +]
> Ich habe mich mit
> Verkehrspolitik und dem ADFC bisher noch nicht viel beschäftigt,
> aber doch gehofft, dasd es im ADFC eine aktive Minderheit gibt,
> die die derzeitige Radweg-Politik bekämpft. Oder sind die Leute
> hier bei drf alle Einzelkämpfer? Einige sind doch bestimmt in
> ADFC oder VCD aktiv, oder?
Der ADFC stellt sich nach dem Beschluß der letzten Bundesversammlung zur
Zeit in Sachen Verkehrssicherheit und -politik neu auf. Tatsächlich ist es
so, daß der ADFC in der Vergangenheit nicht einheitlich aufgetreten ist.
Unter Federführung des FA Verkehr wird derzeit ein Aktivennetzwerk
aufgebaut, das diesen Mißstand beheben soll. Es sind auch etliche drf'ler
dort vertreten. Es ist erklärtes Ziel, die RWBP aufzuheben, wobei das
sicherlich nicht kurzfristig zu erreichen ist. Dazu sind - realistisch
betrachtet - die politischen Zeitkonstanten zu groß.
Weitere Aktive, die diese Initiative unterstützen wollen, sind herzlich gern
willkommen. Neben der RWBP stehen auch zahlreiche andere Themen an.
Gruß,
Jan
> Der ADFC stellt sich nach dem Beschluß der letzten Bundesversammlung zur
> Zeit in Sachen Verkehrssicherheit und -politik neu auf.
Es scheint, als glaubtest Du das selbst.
> Unter Federführung des FA Verkehr wird derzeit ein Aktivennetzwerk
> aufgebaut, das diesen Mißstand beheben soll.
Aber nicht ernsthaft.
> Es sind auch etliche drf'ler dort vertreten.
Falsch.
> Es ist erklärtes Ziel, die RWBP aufzuheben, wobei das
> sicherlich nicht kurzfristig zu erreichen ist. Dazu sind - realistisch
> betrachtet - die politischen Zeitkonstanten zu groß.
Das verkehrspolitische Konzept des ADFC ist über 20 Jahre alt.
> Weitere Aktive, die diese Initiative unterstützen wollen, sind herzlich
> gern willkommen.
Wer die erklärten Ziele unterstützen will, wird rausgeworfen.
Überall?
Oder ist das ortsabhängig?
Christian
> On 17 Jul., 18:25, Max Sievers <max.siev...@enddeluxe.de> wrote:
>> Jan Bartels schrieb:
>> > Weitere Aktive, die diese Initiative unterstützen wollen, sind herzlich
>> > gern willkommen.
>>
>> Wer die erklärten Ziele unterstützen will, wird rausgeworfen.
>
> Überall?
> Oder ist das ortsabhängig?
Die AG Sicherheitsarbeit und der Fachausschuss Radverkehr sind
deutschlandweit zuständig. Außerhalb Deutschlands gibt es keinen ADFC.
>> Weitere Aktive, die diese Initiative unterstützen wollen, sind herzlich
>> gern willkommen.
>
> Wer die erklärten Ziele unterstützen will, wird rausgeworfen.
nicht jeder ;)
>On 15 Jul., 19:19, Wolfgang Strobl <ne...@mystrobl.de> wrote:
[quoting repariert]
>>Generell sehe ich mich auch hier in den Gründen bestätigt, aus denen
>>ich
>>nach fast zwanzig Jahren Mitgliedschaft 1999 dem ADFC den Rücken
>>gekehrt
>>hatte.
>>
>>...
>>
>>Ich befürchtete damals, daß der ADFC sich durch das Konzept, nur noch
>>sperrangelweit offene Türen einzurennen, mehr und mehr als Gegner
>>derjenigen erweisen würde, die sich eine Interessenvertretung durch
>>ihren Verein auch in schwierigen Fällen erhofft hatten.
>>
>Hallo Wolfgang
>Dein Statement erschreckt mich schon ein wenig.
Ich hatte mich damals auch ziemlich erschreckt, als ich merkte, daß ich
mit meiner Anname, es gäbe im ADFC so etwas wie einen Grundkonsens, wohl
einem Irrtum und meinem Wunschdenken aufgesessen war.
Unter Grundkonsens verstand und verstehe ich, daß zwar niemand von
seinem Verein verlangen kann, daß der für die eigenen Interessen
eintritt, vor allem dann nicht, wenn die als Partikularinteressen
verstanden und abgetan, oder als schwer vertretbar eingeschätzt werden.
Daß aber durchaus Konsens besteht, nicht _gegen_ die jeweiligen
Interessen zu agieren, vor allem nicht offensiv und publikumswirksam, so
wie das fortwährend und in erheblichem Umfang bei Radwegen und
Fahrradhelmen geschieht, also bei populistisch ausschlachtbaren,
objektiv aber radverkehrsfeindlichen Bestrebungen.
>Ich habe mich mit
>Verkehrspolitik und dem ADFC bisher noch nicht viel beschäftigt,
Ich schon.
>aber
>doch gehofft, dasd es im ADFC eine aktive Minderheit gibt, die die
>derzeitige Radweg-Politik bekämpft.
Es gibt im ADFC Personen, die von sich behaupten, dies zu tun, und
einigen davon glaube ich es sogar, daß sie es tun wollen. Allerdings ist
von deren Wirken nichts zu spüren. In der Öffentlichkeit steht der ADFC
_für_ Radwege, ohne wenn und aber.
>Oder sind die Leute hier bei drf
>alle Einzelkämpfer? Einige sind doch bestimmt in ADFC oder VCD aktiv,
>oder?
Was spielt das für eine Rolle? Einige haben gewisse Erfahrungen schon
gemacht, anderen steht sie noch bevor. Ich möchte niemanden den
Optimismus nehmen .... nein, falsch fomuliert. Ich MÖCHTE denjenigen,
die blauäugig so wie ich damals auf einen nirgendwo niedergeschriebenen
Konsens vertraut haben, durchaus eine grundlose Blauäugigkeit nehmen.
Zwar möchte ich niemanden davon abhalten, in verkehrspolitischen
Vereinen, seien es nun ADFC, VCD oder sonstwer, Radverkehrspolitik zu
machen. Grundsätzlich gilt nämlich, organisiert streitet es sich besser.
Aber - ich warne davor, sich für die verkehrspolitische Drecksarbeit
einspannen und verschleissen zu lassen, während an anderer Stelle die
faulen Kompromisse längst festgeklopft wurden und dann vom Fußvolk
vertreten werden sollen - und im Vertrauen auf den o.a. Konsens dann
auch vertreten werden. Ich selber mache mir den Vorwurf, im ADFC in
falsch verstandener Loyalität viel zu lange die Klappe gehalten und
dubiose Positionen nicht hinterfragt zu haben, jedenfalls nicht
öffentlich.
In diesem Sinne: der Zwei-Sekunden-Satz "wir sind grundsätzlich gegen
Verdrängung des Radverkehrs auf Radwege, eine Mängelbeseitigung ist
nicht möglich, Radwege _sind_ der Mangel, den gilt es zu beseitigen
gilt" läßt sich problemlos auch in einem 90-Sekunden-Beitrag
unterbringen, alles andere sind nur Ausreden.
>Gibt es Vereine oder andere Formen der Organisation, die die
>Interessen der Radfahrer besser vertreten?
Es gibt zwei grundsätzliche Problem, die Interessen der Radfahrer zu
vertreten.
Auf der einen Seite sind "die Radfahrer" eine heterogene Gruppe, bei der
man von "deren Interessen" im Grunde gar nicht sprechen kann. In dem
Maße, wie sich der ADFC als Vertretung der
"ich-fahr-ja-auch-rad"-Radfahrer aufgestellt hat, weil dort die meisten
Mitglieder und die schönsten Steigerungsraten zu holen sind, ist er als
Interessenvertretung derjenigen ausgefallen, die nicht in diese Gruppe
fallen. Wobei das Komplement dieser Gruppe durchaus heterogen ist und
Gruppen wie die Radsportler umfasst und Leute, die das Fahrrad primär
als Verkehrsmittel benutzen und vornehmlich an seiner Leistungsfähigkeit
unter den üblichen Alltagsbedingungen interessiert sind.
Die Gegenseite ist in dieser Hinsicht zwar mindestens so heterogen, aber
sehr viel besser aufgestellt und koalitionsfähiger, da gibt es eine
große Koalition, die von den Umweltbewegten geht, die das Fahrrad nicht
als Selbstzweck oder als Verkehrsmittel, sondern lediglich als
(Hilfs-)Mittel zum Zweck sehen, bis hin zur etablierten
Automotorsport-Lobby aus und in Industrie, Politik und Verwaltung.
>Ich will hier keine Pro/Con-
>Diskussion zum ADFC vom Zaun brechen. Ich würde nur gerne selbst auch
>mal aktiv werden, weil mich die aktuelle Verdrängung des Radverkehrs
>in die Spiel-, Sport- und Spaßzone ziemlich ankotzt.
Mein Rat: selber schlaumachen, statt auf andere setzen.
>Max Sievers am Thu, 17 Jul 2008 18:25:26 +0200:
>
>
>>> Weitere Aktive, die diese Initiative unterstützen wollen, sind herzlich
>>> gern willkommen.
>>
>> Wer die erklärten Ziele unterstützen will, wird rausgeworfen.
>
>nicht jeder ;)
Max übertreibt wie üblich. Die meisten dürften rausgeekelt worden sein,
oder haben sich angewidert abgewendet. Das verkehrspolitische Engagement
des ADFC ist nie groß genug gewesen, um Rausschmisse zu rechtfertigen.
Nein, ein Lob ist das nicht.
>Bernhard Kraft hatte folgende News zu berichten:
>
>> Ich habe mich mit
>> Verkehrspolitik und dem ADFC bisher noch nicht viel beschäftigt,
>> aber doch gehofft, dasd es im ADFC eine aktive Minderheit gibt,
>> die die derzeitige Radweg-Politik bekämpft. Oder sind die Leute
>> hier bei drf alle Einzelkämpfer? Einige sind doch bestimmt in
>> ADFC oder VCD aktiv, oder?
>
>Der ADFC stellt sich nach dem Beschluß der letzten Bundesversammlung zur
>Zeit in Sachen Verkehrssicherheit und -politik neu auf.
Das habe ich schon viel zu oft gehört, um es noch glauben zu können.
Außerdem, was besagt das schon. Die Kegel auf der Kegelbahn werden auch
nach jedem Wurf neu aufgestellt ...
>Tatsächlich ist es
>so, daß der ADFC in der Vergangenheit nicht einheitlich aufgetreten ist.
Tatsache ist, daß der ADFC in der Vergangenheit mit gespaltener Zunge
gesprochen hat. Das ist bei den Radwegen so, und das ist bei den
Radhelmen nicht anders.
>Unter Federführung des FA Verkehr wird derzeit ein Aktivennetzwerk
>aufgebaut, das diesen Mißstand beheben soll. Es sind auch etliche drf'ler
>dort vertreten. Es ist erklärtes Ziel, die RWBP aufzuheben,
Wo kann man das nachlesen? Oder muß man auch hier die Katze im Sack
kaufen?
>wobei das
>sicherlich nicht kurzfristig zu erreichen ist.
Sicherlich nicht.
>Dazu sind - realistisch
>betrachtet - die politischen Zeitkonstanten zu groß.
Nein - dafür ist der Schaden, den der ADFC in der Vergangenheit
diesbezüglich angerichtet hat, zu groß. Man hat eine ganze Generation
von Radfahrern verdorben, indem man ihnen Angst gemacht und das
Gewegfahren beigebracht hat. Und jetzt verkauft man i.W. das alte
Konzept, die Separierung, mit neuer Fassade: Radstreifen. Und kommt
damit dann vom Regen in die Traufe.
>
>Weitere Aktive, die diese Initiative unterstützen wollen, sind herzlich gern
>willkommen. Neben der RWBP stehen auch zahlreiche andere Themen an.
Wie zum Beispiel bessere Fahrradhelme?
> Ervin Peters <ervin....@ervnet.de>:
>
>>Max Sievers am Thu, 17 Jul 2008 18:25:26 +0200:
>>
>>
>>>> Weitere Aktive, die diese Initiative unterstützen wollen, sind herzlich
>>>> gern willkommen.
>>>
>>> Wer die erklärten Ziele unterstützen will, wird rausgeworfen.
>>
>>nicht jeder ;)
>
> Max übertreibt wie üblich. Die meisten dürften rausgeekelt worden sein,
> oder haben sich angewidert abgewendet. Das verkehrspolitische Engagement
> des ADFC ist nie groß genug gewesen, um Rausschmisse zu rechtfertigen.
Ich bezog mich auf die neue verkehrspolitische Initiative "AG
Sicherheitsarbeit". Dort wurde ich rausgeworfen. Aus dem Fachausschuss
Radverkehr vermutlich auch.
> Nein, ein Lob ist das nicht.
Ich verstehe das.
> "Jan Bartels" <J.Ba...@arcor.de>:
>
>>Unter Federführung des FA Verkehr wird derzeit ein Aktivennetzwerk
>>aufgebaut, das diesen Mißstand beheben soll. Es sind auch etliche drf'ler
>>dort vertreten. Es ist erklärtes Ziel, die RWBP aufzuheben,
>
> Wo kann man das nachlesen? Oder muß man auch hier die Katze im Sack
> kaufen?
LOL! Das ist eine Mailingliste, auf der nichts los war, bis ich anfing, zu
posten. Dann waren irgendwann der meiste Traffic Beschwerden über den
Radwegehass und die vielen Mails. Die Mitteilung, dass Max Sievers
rausgeworfen wurde, bekam ich noch über die Mailingliste, seitdem ist Ruhe.
Warnwesten. Der Unfug greift auch um sich.
--
> Mir ist das zu wenig Material, ich trage Helm.
Mir ist das zu dämlich. Ich trage Verstand.
(Wolfgang Strobl zu einem Helmmissionar in de.rec.fahrrad)
Naja. Auch nicht viel besser. Von diesen Stäben halte ich ja auch nicht
viel. Gäbe es mehr Liegeradler, wäre das eine Alternative zu
Uryz-Diskussionen ;-)
Die zähle ich eh nicht als so einen Wimpel ;-)
> Der Anteil der Nichtwimpler ist damit ganz gut.
Das stimmt. Nichtsdestotrotz gab es ab und zu im Liegeradforum
Diskussionen um solche Wimpel. Und erst diese Woche war eine Frau an
meinem Liegerad interessiert. Und sprach auch von solchen Wimpeln.
Anscheinend reagieren auch schon Hersteller auf diesen Blödsinn. Mein
Grasshopper hat eine kleine Röhre am Gepäckträger für so ein Ding. Naja,
HPVelotechnik empfiehlt auch Uryz in der Bedienungsanleitung. Wenn man
dabei noch von Empfehlung sprechen kann.
> Eine Mutter mit beuryztem Kind und eine Großmutter mit zweien ohne [1]
> unterhielten sich, wobei von der Uryz-Mutter zunächst heftige Vorwürfe
> an die andere Frau kamen, was diese ganz ruhig fränkisch beantwortete:
> "Iech bi eds fümbfasibbzich und hobb nuch nie ned su a Ding ghabbt und
> lebb a nuch. Die Waggerla braung suuwos nedd."
Hehehe... Klasse, die Großmutter.
--
"Perl is the only language that looks the same before and after RSA
encryption." (Keith Bostic)
Markus
Die Datenkrake ist nur was für Weicheier.
:-)
Mein Catrike Road hat eine Röhre, die man an den Rahmen schrauben kann.
Ich habe einen Monat gebraucht, um darauf zu kommen, dass man da einen
Wimpel mit befestigen könnte und sie daraufhin abmontiert.
Gruß
Alexander
[Uryz]
> BTW: Wo kommt der Begriff einklich her?
ROT13(Helm)=Uryz
--
Munterbleiben
HC
<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
> >> Eine Mutter mit beuryztem
> BTW: Wo kommt der Begriff einklich her?
uryz für Helm? Mach mal ROT13.
flo
--
Hier gibt es nichts mehr zu sehen.
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