Doch noch als eigener Thread:
Quelle:
http://www.westline.de/nachrichten/lokal/index_nachricht.php?file_nam...
http://shorterlink.com/?VUMVWO
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Gegen eigene Fahrspur für Radfahrer
Münster - Der tödliche Radfahrer-Unfall am Ludgerikreisel hat auch die
Politik aufgeschreckt. Gestern trafen sich Mitglieder verschiedener
CDU-Gremien zu einem Ortstermin mit Vertretern der Stadtverwaltung und
der Polizei.
Die Ergebnisse der Diskussion und die internen Beratungen sollen in
einem Antrag münden, den die CDU bereits am Donnerstag in den
Planungsausschuss einbringen will und der kurzfristige Lösungen sowie
mittelfristige Ansätze für die Zeit des Kreiselumbaus beinhalten sollen.
Ordnungsamtsleiter Martin Schulze-Werner erinnerte daran, dass es sich
beim Ludgerikreisel um einen uralten Verkehrsknoten handele, der sich
seit Jahrzehnten in der Beobachtung befinde und für den es schon eine
Vielzahl von Vorschlägen gegeben habe. Er warnte die Politiker vor
Schnellschüssen. Bei aller Tragik des aktuellen Unglücks, so
Schulze-Werner, liege der letzte vergleichbare tödliche Unfall im
Ludgerikreisel 31 Jahre zurück. Im Schnitt der vergangenen 20 Jahre habe
es jährlich 123 Unfälle gegeben, bei denen 16 Verletzte pro Jahr zu
beklagen waren, ergänzte der Abteilungsleiter der Bußgeldstelle, Norbert
Vechtel.
Eine Absage erteilten beide dem Vorschlag des Allgemeinen Deutschen
Fahrradclubs (ADFC), eine eigene Fahrspur für Radfahrer zu markieren.
Dies sei zum einen rechtlich in Kreisverkehren nicht zulässig, mache
aber auch die Fahrer für Radler nur subjektiv sichererer. Sie könnten
sich ihre Vorfahrt erzwingen, befürchtet Vechtel. Ein gleicher Vorschlag
war übrigens bereits 1981 von den politischen Gremien abgelehnt worden.
Stadtplaner Stephan Böhme erläuterte, dass es beim Abbiegen ein
Kommunikationsproblem zwischen Radfahrern und den zum Teil in ihrer
Sicht eingeschränkten LKW- und Lieferwagenfahrern gebe. Man müsse die
Abbiegevorgänge so steuern, dass sich die beiden Gruppen sehen. Eine
mögliche, schnelle Maßnahme könnten Markierungen sein, die den
Kreis-Charakter deutlicher machten.
Weiteren Schildern, die auf die Gefährlichkeit des Kreisels hinweisen,
erteilte der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Stefan
Weber, eine Absage. Sie würden die auswärtigen Fahrer in dem komplexen
Kreisel noch mehr verwirren.GM
Bei einem Radweg wird also a priori davon ausgegangen, dass Radfahrer an
jeder
der 6 Abbiegungen, von denen 4-5 vielbefahren sind, Vorfahrt gewähren
muss.
Erinnert mich ein bißchen an die ach so radfreundliche Promenade,
die an jedem Schnittpunkt mit den Straßen ins Zentrum Vorfahrt gewähren
hat, während teils direkt daneben ein Zebrastreifen ist.
Naja, konsequent im Sinne der Sicherheit ist es in jedem Falle.
Und die Tatsache, dass es abgelehnt wird, ist auch positiv.
Aber welches Zeug der ADFC hier raucht, wird mir immer schleierhafter..
Wie schlimm soll es in Münster denn bitte noch kommen?
Wann macht das ein Ende?
Vor allem: In welchem Zustand macht das ein Ende?
Ein Zustand, in dem Radfahrer nur noch mit av=5km/h vorwärts
kommen und Radfahren für sehr gefährlich halten?
Falls so, sind dann noch viele Studenten Radfahrer oder nimmt das ab?
Gruß,
Christian