On Fri, 03 Dec 2010 16:54:54 +0100, Ralf . K u s m i e r z wrote:
> Es gibt noch gesunden Menschenverstand:
> "Freie Fahrradwege haben Vorrang
$Hier nicht. Man bemüht sich zwar, aber das Endergebnis ist unbrauchbar. Schwarzräumen dürfte auf den Buckelpisten wohl auch schwierig sein. Selbst auf den Fahrbahnen bleiben hier nach dem Räumen immer noch 4 cm Schnee über, da steut man dann eine Prise Salz drüber und das Gemisch wird dann tagelang immer wieder von den KFZ aufgewühlt. Auch vorbildlich geräumte Radwege sind unbenutzbar, wenn man da wegen der hüfthohen Schneewälle gar nicht erst draufkommt. Am Sonntag soll Tauwetter einsetzen und dann besteht Hoffnung auf Glatteis. Da werden die dann wie letztes Jahr 8 Kt Sand draufstreuen, der dann liegenbleibt, bis er vom Wind wieder in die Ostsee gepustet wird.
$Hier ist es eigentlich völlig wurscht, was Vorrang hat, das Ergebnis wird furchtbar sein.
> On Fri, 03 Dec 2010 16:54:54 +0100, Ralf . K u s m i e r z wrote:
>> Es gibt noch gesunden Menschenverstand:
>> "Freie Fahrradwege haben Vorrang
> $Hier nicht. Man bemüht sich zwar, aber das Endergebnis ist unbrauchbar. > Schwarzräumen dürfte auf den Buckelpisten wohl auch schwierig sein. > Selbst auf den Fahrbahnen bleiben hier nach dem Räumen immer noch 4 cm > Schnee über, da steut man dann eine Prise Salz drüber und das Gemisch > wird dann tagelang immer wieder von den KFZ aufgewühlt.
Glücklicher! Hier wird jede Schneeflocke mir nem Salzkorn erschlagen.
flo -- Der Sexualtrieb,ist der einzige Trieb den man nicht einpflanzen kann. [Woko in dag°]
Markus Luft <11-2...@news.marquee-moon.de> wrote: > $Hier ist es eigentlich völlig wurscht, was Vorrang hat, das Ergebnis > wird furchtbar sein.
Hierzustadt zeigt sich mal wieder die Angst des Radfahrers vor der bösen Fahrbahn.
Letztere sind meist geräumt und nur noch ein wenig nass. Die Gehwege waren heute früh auf dem Weg zum Einkaufen in der Regel nicht geräumt. Und was fand man dort im Neuschnee zu hauf: Spuren von Fahrrädern...
On Sat, 04 Dec 2010 10:59:33 +0100, Dirk Wagner wrote: > Markus Luft <11-2...@news.marquee-moon.de> wrote:
>> $Hier ist es eigentlich völlig wurscht, was Vorrang hat, das Ergebnis >> wird furchtbar sein.
> Hierzustadt zeigt sich mal wieder die Angst des Radfahrers vor der bösen > Fahrbahn.
> Letztere sind meist geräumt und nur noch ein wenig nass. Die Gehwege > waren heute früh auf dem Weg zum Einkaufen in der Regel nicht geräumt. > Und was fand man dort im Neuschnee zu hauf: Spuren von Fahrrädern...
> Da kann man nur mit dem Kopf schütteln...
$Hier ist eher eine Studentenstadt, daher wohl auch die 20% Radverkehrsanteil, die lassen ihr Auto aus kostengründen (Sprit zahlt Papi nicht) vor der Haustür stehen. Es sind aber eben im Grunde ihres Herzens Autofahrer. Aus denen werden nie vernünftige Verkehrsteilnehmer. ;)
On Sat, 04 Dec 2010 02:54:02 +0100, Florian Gross wrote: > Markus Luft glaubte zu wissen: >> On Fri, 03 Dec 2010 16:54:54 +0100, Ralf . K u s m i e r z wrote:
>>> Es gibt noch gesunden Menschenverstand:
>>> "Freie Fahrradwege haben Vorrang
>> $Hier nicht. Man bemüht sich zwar, aber das Endergebnis ist >> unbrauchbar. Schwarzräumen dürfte auf den Buckelpisten wohl auch >> schwierig sein. Selbst auf den Fahrbahnen bleiben hier nach dem Räumen >> immer noch 4 cm Schnee über, da steut man dann eine Prise Salz drüber >> und das Gemisch wird dann tagelang immer wieder von den KFZ aufgewühlt.
> Glücklicher! Hier wird jede Schneeflocke mir nem Salzkorn erschlagen.
So glücklich bin ich darüber nicht. Nebenstraßen sind für mich oft nicht befahrbar. Da liegen bis zu 40 cm aufgewühlter, mit gefrorenen KFZtierten Placken durchsetzter, Schnee. Ist wie tiefer Sand mit Steinen drin. Ich hätte gern schöne glatte festgefahrene Schneedecken oder noch besser Glatteis. Mh, mh, ich liebäugle schon die ganze Zeit mit einem richtigen[TM] Winterad, dann aber bitte mit Schalttechnik aus Fuldatal.
> Hierzustadt zeigt sich mal wieder die Angst des Radfahrers vor der bösen > Fahrbahn.
> Letztere sind meist geräumt und nur noch ein wenig nass. Die Gehwege > waren heute früh auf dem Weg zum Einkaufen in der Regel nicht geräumt. > Und was fand man dort im Neuschnee zu hauf: Spuren von Fahrrädern...
> On Sat, 04 Dec 2010 02:54:02 +0100, Florian Gross wrote:
>> Markus Luft glaubte zu wissen: >>> On Fri, 03 Dec 2010 16:54:54 +0100, Ralf . K u s m i e r z wrote:
>>>> Es gibt noch gesunden Menschenverstand:
>>>> "Freie Fahrradwege haben Vorrang
>>> $Hier nicht. Man bemüht sich zwar, aber das Endergebnis ist >>> unbrauchbar. Schwarzräumen dürfte auf den Buckelpisten wohl auch >>> schwierig sein. Selbst auf den Fahrbahnen bleiben hier nach dem Räumen >>> immer noch 4 cm Schnee über, da steut man dann eine Prise Salz drüber >>> und das Gemisch wird dann tagelang immer wieder von den KFZ aufgewühlt.
>> Glücklicher! Hier wird jede Schneeflocke mir nem Salzkorn erschlagen.
> So glücklich bin ich darüber nicht. Nebenstraßen sind für mich oft nicht > befahrbar. Da liegen bis zu 40 cm aufgewühlter, mit gefrorenen KFZtierten > Placken durchsetzter, Schnee.
Ein Mittelweg wäre nicht schlecht. Es würde doch völlig reichen, den Schnee zu räumen, also wegzuschieben. Salz kann dann zum Einsatz kommen, wenn es beginnt Eis zu bilden. Hier wird auch starkem Schneefall gestreut was der Streuer hergibt. Das ist unsinnig.
flo --
>Ich suche postive wie negative Erfahrungsberichte über den Smart, also alles >was Euch so einfällt. [...]
er ist einfach _umwerfend_. [Lars Pipa und Roman Hauser in defa]
Ralf . K u s m i e r z <m...@privacy.invalid> wrote:
Tolle Lösung für ein hausgemachtes Problem. Wo's keine Sonderwege hat, bräucht man auch nicht gesondert räumen.
Es könnte es so einfach sein ...
hs
P.S.: Auch hier werden die wenigen Radwege eher nachrangig geräumt, wenn überhaupt. Unbenutzbare Wege benutze ich schon gar nicht. Kein Problem -- die Fahrbahnen sind immer frei.
On Sat, 04 Dec 2010 14:15:54 +0100, Florian Gross wrote: > Markus Luft glaubte zu wissen: >> On Sat, 04 Dec 2010 02:54:02 +0100, Florian Gross wrote:
>>> Markus Luft glaubte zu wissen: >>>> On Fri, 03 Dec 2010 16:54:54 +0100, Ralf . K u s m i e r z wrote:
>>>>> Es gibt noch gesunden Menschenverstand:
>>>>> "Freie Fahrradwege haben Vorrang
>>>> $Hier nicht. Man bemüht sich zwar, aber das Endergebnis ist >>>> unbrauchbar. Schwarzräumen dürfte auf den Buckelpisten wohl auch >>>> schwierig sein. Selbst auf den Fahrbahnen bleiben hier nach dem >>>> Räumen immer noch 4 cm Schnee über, da steut man dann eine Prise Salz >>>> drüber und das Gemisch wird dann tagelang immer wieder von den KFZ >>>> aufgewühlt.
>>> Glücklicher! Hier wird jede Schneeflocke mir nem Salzkorn erschlagen.
>> So glücklich bin ich darüber nicht. Nebenstraßen sind für mich oft >> nicht befahrbar. Da liegen bis zu 40 cm aufgewühlter, mit gefrorenen >> KFZtierten Placken durchsetzter, Schnee.
> Ein Mittelweg wäre nicht schlecht. Es würde doch völlig reichen, den > Schnee zu räumen, also wegzuschieben. Salz kann dann zum Einsatz kommen, > wenn es beginnt Eis zu bilden. Hier wird auch starkem Schneefall > gestreut was der Streuer hergibt. Das ist unsinnig.
Auf Nebenstraßen? Wo denkst Du hin? Da lassen die sich frühestens im darauf folgendem September blicken um evtl. die Winterschäden auszubessern. Letztes Jahr Mitte März konnten die neue Blauschilder aufstellen, aber die Tonnen Sand auf den neu gebläuten Radwegen lagen immer noch da...
Wenn die räumen, dann bleiben hier ca. 4 cm Schnee auf der Fahrbahn und darauf schmeißen die dann Salz. Wenn es dann später auch nur ein bischen Schneit oder NO-Wind beißende Kälte mitbringt, dann hält sich die halbgefrorene Matsche ungelogen wochenlang. MgCl, was dagegen anstinken könnte, haben die höchstens als Verunreinigung im Steinsalz.
Ab morgen soll ja leichtes Tauwetter einsetzen, dann besteht die Chance auf Glatteis. Das wäre geil. Ich tausche jetzt sicherheizhalber mal die Stollen unter den Radschuhen gegen Spikes. Ich will ja nicht wieder wie letztes Jahr an der Ampel nen peinlichen Spagat hinlegen, nachher denkt noch jemand Radfahren sei gefährlich...
> On Sat, 04 Dec 2010 14:15:54 +0100, Florian Gross wrote: >> Ein Mittelweg wäre nicht schlecht. Es würde doch völlig reichen, den >> Schnee zu räumen, also wegzuschieben. Salz kann dann zum Einsatz kommen, >> wenn es beginnt Eis zu bilden. Hier wird auch starkem Schneefall >> gestreut was der Streuer hergibt. Das ist unsinnig.
> Auf Nebenstraßen? Wo denkst Du hin? Da lassen die sich frühestens im > darauf folgendem September blicken um evtl. die Winterschäden > auszubessern. Letztes Jahr Mitte März konnten die neue Blauschilder > aufstellen, aber die Tonnen Sand auf den neu gebläuten Radwegen lagen > immer noch da...
Dern spült doch auch ein kräftiger Gewitterregen weg. ;-)
> Wenn die räumen, dann bleiben hier ca. 4 cm Schnee auf der Fahrbahn und
4cm? Oha. Hier bleibt nicht mal 1cm über.
> darauf schmeißen die dann Salz. Wenn es dann später auch nur ein bischen > Schneit oder NO-Wind beißende Kälte mitbringt, dann hält sich die > halbgefrorene Matsche ungelogen wochenlang.
Logisch. Unterhalb einer bestimmten Temperatur bringt Salz genau gar nichts mehr.
> Ab morgen soll ja leichtes Tauwetter einsetzen, dann besteht die Chance > auf Glatteis. Das wäre geil. Ich tausche jetzt sicherheizhalber mal die > Stollen unter den Radschuhen gegen Spikes. Ich will ja nicht wieder wie > letztes Jahr an der Ampel nen peinlichen Spagat hinlegen, nachher denkt > noch jemand Radfahren sei gefährlich...
Hihi
flo --
> > Ja. Du wolltest. > Das muß ein Fall von geistiger Umnachtung gewesen sein.
Wie auch immer, jetzt bist Du hier. [Helga Fischer und Bernd Brodesser in suse-talk]
On Sat, 04 Dec 2010 19:52:54 +0100, Florian Gross wrote: >> Auf Nebenstraßen? Wo denkst Du hin? Da lassen die sich frühestens im >> darauf folgendem September blicken um evtl. die Winterschäden >> auszubessern. Letztes Jahr Mitte März konnten die neue Blauschilder >> aufstellen, aber die Tonnen Sand auf den neu gebläuten Radwegen lagen >> immer noch da...
> Dern spült doch auch ein kräftiger Gewitterregen weg. ;-)
Also frühestens im Hochsommer.
>> Wenn die räumen, dann bleiben hier ca. 4 cm Schnee auf der Fahrbahn und
> 4cm? Oha. Hier bleibt nicht mal 1cm über.
So sollte das auch sein.
>> darauf schmeißen die dann Salz. Wenn es dann später auch nur ein >> bischen Schneit oder NO-Wind beißende Kälte mitbringt, dann hält sich >> die halbgefrorene Matsche ungelogen wochenlang.
> Logisch. Unterhalb einer bestimmten Temperatur bringt Salz genau gar > nichts mehr.
Theoretisch bei ner 3:1 Eis/NaCl-Mischung bis -21°. Wenn man so viel Schnee überläßt, dann liegt die Schmelzpunkterniedrigung ratz-fatz über der aktuellen Temperatur. Das lernen die Nie! Harnstoff täte es bei den Temperaturen hier meistens auch. Wie umweltverträglich das tatsächlich ist, weiß ich nicht, aber ich weiß, daß Korrosionsschäden nicht mehr auftreten. Ist halt nur zu teuer.
>> Ab morgen soll ja leichtes Tauwetter einsetzen, dann besteht die Chance >> auf Glatteis. Das wäre geil. Ich tausche jetzt sicherheizhalber mal die >> Stollen unter den Radschuhen gegen Spikes. Ich will ja nicht wieder wie >> letztes Jahr an der Ampel nen peinlichen Spagat hinlegen, nachher denkt >> noch jemand Radfahren sei gefährlich...
> Hihi
Glatteis ist *die* Radverkehrsförderung und dann müßte noch die Förde hier tragfähig zufrieren. An strategisch wichtigen Querungspunkten könnte einem lecker Kaffee gereicht werden, den leeren Becher gibt man am gegenüber gelegenen Ufer wieder ab. Und in der Fahrradreifenindustrie würden neue Arbeitsplätze geschaffen. *Träum*
Hmm, ich fuhr heute auf der Fockbeker Chaussee in Rendsburg (B 203). Das ist das krasse Beispiel, daß deutsche Kommunen es anders machen als die Kopenhagener.Dort gibt es einen schmalen Hauptsache-das- Fahrrad-ist-von-der-Fahrbahn-Weg, der auch für den Pannenflicken 2010 der Initiative Cycleride nominiert worden ist. http://cycleride.de/cms/index.php?mact=Album,m48389,default,1&m48389a... Momentan signalisiert Zeichen 241 dort einen Ablageplatz für den Schneeberg. Aber nach Auffassung unserer Provinzpolitiker fahren ja auch nur Schüler und arme Leute Fahrrad. Um die Ingenieure von Repower buhlen sie; daß diese aber statt Audi lieber Utopia fahren, wird ignoriert. Rendsburg ist eine arme Stadt. Das Armutsmodell Automobilität hat hier Vorrang. Das zeigt sich eben auch an der winterlichen Nutzung der Radwege als Schneehalde. - Mich soll es nicht stören, da der "benutzungspflichtige" Rad-Weg unbenutzbar ist. Aber die Mehrheit der Radfahrer hier, kommt damit nicht klar. Und die müssen wir auch im radverkehrspolitischen Blick behalten, solange Aufklärungskampagnen sie nicht erreichen. Ich mußte mir von einem Rendsburger anhören, Radfahrer sollten bei diesen Witterungsbedingungen auf Bus oder Auto umsteigen. Es sei unverantwortlich, bei Schnee mit dem Fahrrad zu fahren. Wenn ein Radler ihm vor der Nase auf der Straße herumeierte, führe er ihn um. Der Radler sei schließlich selbst schuld. - Solchen Leuten wünsche ich, daß sie sich festfahren und daß Radler auf Spikereifen souverän an ihnen vorbeiziehen. Die Kopenhagener sind einfach weiter.
On Sat, 04 Dec 2010 13:35:47 -0800, Rad-in-RD.de wrote: > Hmm, ich fuhr heute auf der Fockbeker Chaussee in Rendsburg (B 203). Das > ist das krasse Beispiel, daß deutsche Kommunen es anders machen als die > Kopenhagener.Dort gibt es einen schmalen Hauptsache-das- > Fahrrad-ist-von-der-Fahrbahn-Weg, der auch für den Pannenflicken 2010 > der Initiative Cycleride nominiert worden ist. > http://cycleride.de/cms/index.php?mact=Album,m48389,default,1&m48389a... > Momentan signalisiert Zeichen 241 dort einen Ablageplatz für den > Schneeberg.
Ein ausgesprochenes Musterexemplar. Ihr seid in RD wohl Perfektionisten. Man achte auf die liebevoll drappierten Details, sogar der Mülleimer wurde Richtung Radweg gedreht, nomalerweise sind die Richtung Gehweg gerichtet. Hier in KI ist man allerdings bemüht die Radwege frei zu halten, wenn man an jedem Übergang über Schneehalden klettern möchte, dann kann man da bestimmt gut fahren. Nehme ich mal an.
> Aber nach Auffassung unserer Provinzpolitiker fahren ja auch > nur Schüler und arme Leute Fahrrad. Um die Ingenieure von Repower buhlen > sie; daß diese aber statt Audi lieber Utopia fahren, wird ignoriert. > Rendsburg ist eine arme Stadt. Das Armutsmodell Automobilität hat hier > Vorrang. Das zeigt sich eben auch an der winterlichen Nutzung der > Radwege als Schneehalde.
In Kiel hat dieses Modell natürlich auch Vorrang, man versteht es nur geschickt Alle glauben zu lassen das sei nicht so. Es gibt halt viele "tolle" Radwege und Radstreifen. Das dies ausgesprochen Radfahrer-feindlich ist, kapiert selbst die Elite des Landes nicht.
> - Mich soll es nicht stören, da der > "benutzungspflichtige" Rad-Weg unbenutzbar ist. Aber die Mehrheit der > Radfahrer hier, kommt damit nicht klar. Und die müssen wir auch im > radverkehrspolitischen Blick behalten, solange Aufklärungskampagnen sie > nicht erreichen. Ich mußte mir von einem Rendsburger anhören, Radfahrer > sollten bei diesen Witterungsbedingungen auf Bus oder Auto umsteigen. Es > sei unverantwortlich, bei Schnee mit dem Fahrrad zu fahren. Wenn ein > Radler ihm vor der Nase auf der Straße herumeierte, führe er ihn um. Der > Radler sei schließlich selbst schuld. - Solchen Leuten wünsche ich, daß > sie sich festfahren und daß Radler auf Spikereifen souverän an ihnen > vorbeiziehen.
Ach, wer schliddert denn um die Ecken, kommt nicht vom Fleck und gerät in den Gegenverkehr um da jemanden tot zu fahren? Ansonsten sind es wieder die leeren Gewaltandrohungen. Solchen Leuten wünsche ich Führerscheinentzug, denn offensichtlich fehlt die charakterliche Eignung zum Führen eines KFZ.
> Die Kopenhagener sind einfach weiter.
Die setzen aber auch auf Separation. Ich wollte da aber schon länger mal testweise mit dem Rad fahren.
Ralf . K u s m i e r z <m...@privacy.invalid> wrote:
[...]
> Kopenhagen - Wenn in der Stadt Schnee fällt, kann es leicht zu einem > Verkehrschaos kommen. Meist werden deshalb zuerst die Hauptstraßen > freigeräumt - nicht so in Kopenhagen. Hier haben die Fahrradwege > vorrang. Kim Sørensen, Chef des städtischen Räumdienstes, begründete > diese Priorität mit "gesundem Menschenverstand und den Vorschriften". > Das dichte Netz aus 520 Kilometern Fahrradwegen ist neben einigen > Haupteinfallsstraßen in die oberste Kategorie beim Räumen eingestuft.
Ui, wie in Regenburg. Erst räumt man die Radwege, die haben höchste Priorität.
Danach räumt man den Schnee von der Fahrbahn auf den schön freien Radweg.
> Das macht laut Sørensen auch Sinn: Denn 40 Prozent der Kopenhagener > radeln bei normalen Wetterverhältnissen zur Arbeit.
waren es 2004 36% mit dem Rad und 27% mit dem Auto (und nur 5% zu Fuss, das ist verglichen mit deutschen Städten total wenig).
> Beim ersten Schneefall schickte Sørensen 22 kleinere Traktoren los, > die die Stadt bei Bauern, Gärtnern und Kleinunternehmern samt Fahrer > anmietete. Sie sollten innerhalb von maximal acht Stunden alle Radwege > freiräumen. Für die Autostraßen in Kopenhagen stehen 96 meist größere > Fahrzeuge zur Verfügung."
Autostrassen, so so. Interessant auch zu sehen dass für 33% weniger Verkehr 336% mehr Räumfahrzeuge eingesetzt werden müssen.
Ingo. -- GeorgeSLO: We all know what happens to evil villans in the end. Kevin C: They leave their jobs at Goldman Sachs, Haliburton, etc and take positions in the federal government. (user comments on Yehuda Moon)
> Ich mußte mir von einem Rendsburger anhören, Radfahrer sollten bei > diesen Witterungsbedingungen auf Bus oder Auto umsteigen. Es sei > unverantwortlich, bei Schnee mit dem Fahrrad zu fahren.
Solche blödsinnigen Äußerungen ärgern mich auch immer wieder. Die Deutschen sind halt wohlstandsverwöhnt - was anderes als Auto oder (notfalls) ÖPNV um zur Arbeit zu kommen, ist für sie quasi unvorstellbar. Das Fahrrad wird nur als saisonales Freizeitsportgerät angesehen... ;-(
Dirk Wagner wrote: > Hierzustadt zeigt sich mal wieder die Angst des Radfahrers vor der bösen > Fahrbahn.
Also gerade im Winter sehe ich etwas mehr auf den Fahrbahnen als sonst. Und die Autofahrer tolerieren es viel eher.
> Letztere sind meist geräumt und nur noch ein wenig nass. Die Gehwege > waren heute früh auf dem Weg zum Einkaufen in der Regel nicht geräumt. > Und was fand man dort im Neuschnee zu hauf: Spuren von Fahrrädern...
dito hier, muss aber für Magdeburg relativiert werden: Außer einigen wenigen Hauptstraßen ist hier alles mäßig bis gar nicht geräumt. Zeitweise waren selbst die Hauptstraßen nicht besser. Mein dunkelgraues Rad ist nach wenigen km Fahrt regelmäßig weiß überzuckert.
> Da kann man nur mit dem Kopf schütteln...
Das hat hierzustadt letzten Winter jemand über die wenigen Radfahrer auf der Fahrbahn getan. In der Lokalpresse. :-\
Christian Ulrich <cun...@web.de> wrote: > Das Fahrrad wird nur als saisonales Freizeitsportgerät > angesehen... ;-(
Paßt doch: Die Saison beginnt am 1. Januar und dauert (meistens) 365 Tage... Und Freizeit ist alles, was nicht unmittelbar Berufsausübung darstellt ;-)
Am Mon, 06 Dec 2010 02:08:11 -0800 schrieb Christian Ulrich:
> Rad-in-RD.de schrieb:
>> Ich mußte mir von einem Rendsburger anhören, Radfahrer sollten bei >> diesen Witterungsbedingungen auf Bus oder Auto umsteigen. Es sei >> unverantwortlich, bei Schnee mit dem Fahrrad zu fahren.
> Solche blödsinnigen Äußerungen ärgern mich auch immer wieder. Die > Deutschen sind halt wohlstandsverwöhnt - was anderes als Auto oder > (notfalls) ÖPNV um zur Arbeit zu kommen, ist für sie quasi > unvorstellbar. Das Fahrrad wird nur als saisonales Freizeitsportgerät > angesehen... ;-(
Ist es so? Ich vermute eher hinter solchen Äußerungen steht die Fixierung auf das Fahrrad im allgemeinen (Radler sind Rüpel und haben keine Knautschzone => Radln ist gefährlich, BASTA!!!) und das Bedürfnis anderen Menschen unbedingt irgendwie etwas Gutes zu tun (und da ich als Autist zu blöd bin zum Fahren, bleib du doch bitte zu Hause, sonst fahre ich dich um).
Am Mon, 06 Dec 2010 hat Christoph Maercker geschrieben:
> Dirk Wagner wrote: > > Hierzustadt zeigt sich mal wieder die Angst des > > Radfahrers vor der bösen Fahrbahn.
> Also gerade im Winter sehe ich etwas mehr auf den > Fahrbahnen als sonst.
Ich nicht. Ich seh nur anhand der Reifenspuren, dass Kraftfahrer sehr häufig Geh- und Radwege benutzen. :-)
> Und die Autofahrer tolerieren es viel eher.
"Tolerieren" im Sinne von "nicht aufregen"? Möglicherwiese, aber da fehlt mir eine zuverlässige persönliche Statistik, die berücksichtigen würde, dass im Winter oft weniger KFZ- Verkehr herrscht. Gehupt wird jedenfalls auch neben halbmeterhohen Schneewällen auf dem Bürgersteig.
"Tolerieren" im Sinne von "mehr Rücksicht nehmen"? Definitiv nicht, ganz im Gegenteil. Überholt wird auf den glatten und dank Schnee auch enger gewordenen Fahrbahnen, als hätte man im Kofferraum noch ein Ersatzgewissen zum Wechseln nach einem Unfall. Z.B. innerhalb von Querungshilfen mit Mittelinseln, obwohl ich da bei Glätte auch nicht weiter rechts fahre als im Sommer, wo dort nicht überholt wird.
> Am Mon, 06 Dec 2010 02:08:11 -0800 schrieb Christian Ulrich: > > Das Fahrrad wird nur als saisonales Freizeitsportgerä angesehen... ;-(
> Ist es so?
Dieses Gefühl habe ich bei Diskussionen mit Mitmenschen, insbesondere der "Auch-Radfahrer"-Fraktion (ich selbst bin Alltagsradfahrer(TM) - egal welche Tages- oder Jahreszeit, egal welches Wetter, ich arbeite in einer städtischen Radverkehr-IG mit (versuche es zumindest), in der ausser mir nur "Auch-Radfahrer" und/oder Politiker aktiv sind). Für fast alle ist es unverständlich, überhaupt mit dem Rad zur Arbeit zu fahren (zu unbequem, zu gefährlich...), erst recht, wenn Dunkelheit und/oder schlechtes Wetter ins Spiel kommen. Und Radfahren ist doch gefährlich !!!1elf... Von fast allen werden quasi Radwege um jeden Preis gewünscht bzw. gefordert (selbst für Tempo 30-Zonen, notfalls einseitig als Zweirichtungsweg...). Jeder gebaute Meter Radweg, insbesondere die fahrbahnbegleitenden werden quasi beklatscht... Einzige Genugtuung, die ich habe, dass die Kommune (zum Glück) kein Geld hat, dass alle Radweg-Alpträume um gesetzt werden können.
Christian Ulrich <cun...@web.de> wrote: > Dieses Gefühl habe ich bei Diskussionen mit Mitmenschen, insbesondere > der "Auch-Radfahrer"-Fraktion (ich selbst bin Alltagsradfahrer(TM) - > egal welche Tages- oder Jahreszeit, egal welches Wetter, ich arbeite > in einer städtischen Radverkehr-IG mit (versuche es zumindest), in der > ausser mir nur "Auch-Radfahrer" und/oder Politiker aktiv sind). > Für fast alle ist es unverständlich, überhaupt mit dem Rad zur Arbeit > zu fahren (zu unbequem, zu gefährlich...), erst recht, wenn Dunkelheit > und/oder schlechtes Wetter ins Spiel kommen. Und Radfahren ist doch > gefährlich !!!1elf...
Ist denn diesen IG-Mitglieder verständlich, für saisonal exklusiv genutzte Verkehrsflächen viel Geld auszugeben? Oder ist das ein blinder Fleck ihrer Wahrnehmung? -- Munterbleiben HC
Thomas Schlueter wrote: > "Tolerieren" im Sinne von "nicht aufregen"? Möglicherwiese, > aber da fehlt mir eine zuverlässige persönliche Statistik, > die berücksichtigen würde, dass im Winter oft weniger KFZ- > Verkehr herrscht.
Gefühlt hat der Autoverkehr in den letzten Wochen sogar zugenommen. In einigen nachrangigen Straßen muss ich deutlich länger warten als sonst. Dort fahren z.T. endlose Autokolonnen vorbei.
> Gehupt wird jedenfalls auch neben > halbmeterhohen Schneewällen auf dem Bürgersteig.
Hab ich noch nie erlebt.
> "Tolerieren" im Sinne von "mehr Rücksicht nehmen"?
Nein, im Sinne von weniger geil auf "Radweg".
> nicht, ganz im Gegenteil. Überholt wird auf den glatten und > dank Schnee auch enger gewordenen Fahrbahnen, als hätte man > im Kofferraum noch ein Ersatzgewissen zum Wechseln nach
Stimmt.
> Z.B. innerhalb von Querungshilfen mit > Mittelinseln, obwohl ich da bei Glätte auch nicht weiter > rechts fahre als im Sommer, wo dort nicht überholt wird.
Mittelinseln sind zu jeder Jahreszeit neuralgische Punkte, wie alle Fahrbahneinengungen, selbst parkende Autos.
> Ist denn diesen IG-Mitglieder verständlich, für saisonal exklusiv > genutzte Verkehrsflächen viel Geld auszugeben? Oder ist das ein blinder > Fleck ihrer Wahrnehmung?
Ist ein blinder Fleck. - Es soll halt unbedingt etwas FÜR Radfahrer getan werden. Mehr Radverkehr kann wohl nur durch mehr Radwege "produziert" werden - Radfahren wird als (lebens-)gefährlich angesehen. - Und die Kinder, wer denkt an die Kinder !!121elf
Immerhin kommt ab un zu ein Lichtblick, dass man doch auch irgendeine zusätzliche Verbindung durch Ausbau eines Feldweges schaffen könnte anstatt neben einer Landstraße einen parallelen Radweg (mit den üblichen(TM) Macken) anlegen zu lassen. Aber mir scheint da immer, dass da nicht solche Fördermittel fließen, wie bei Landes- oder Bundesstrassen begleitenden Wegen...