Clemens Zauner <
cza...@onlineloop.com>:
>Wolfgang Strobl <
ne...@mystrobl.de> wrote:
>> Bei Regen wird es schwierig, das Verfahren vertr�gt keine N�sse. Schon
>
>?
s.w.u.
>
>> Irgendwann wurde die Rezeptur der Vulkanisierfl�ssigkeit ge�ndert,
>> vorher enthielt sie m.E: ein chlorhaltiges, vermutlich bei Hautkontakt
>> gef�hrliches L�sungsmittel, nachher nicht mehr. Ich bilde mir ein, da�
>> die Flicken mit dern neuen Fl�ssigkeit nicht so gut werden,
>> m�glicherweise, weil deren L�sungsmittel nicht fettl�send ist. Reine
>> Mutma�ung ...
>
>Ich schalte mal den Klugscheissmodus ein. Also die Vulkanisierl�sung
>die ich verwende (z.B. auch Rema TipTop) ist eigentlich kein Kleber
>im Landl�ufigen Sinn sondern einfach nur 'fl�ssiger Gummi' - also
>Kautschuk, Schwefel[1] und etwas, das die Vernetzung verhindert
>(klassicherweise Ammoniak).
Das praktische Verhalten ist aber jedenfalls das eines Kontaktklebers.
Und aus dem Chemieunterricht und sp�teren gelegentlichen Ferkeleien mit
Chemikalien wei� ich, wie Chlorverbindungen (Tetrachlorkohlenstoff,
Perchlor�thylen) riechen und wie Ammoniak. Ich mag mich t�uschen, aber
meiner Erinnerung zufolge roch das Zeug fr�her mal wie Pattex mit ein
wenig PER, w�hrend es mir sp�ter ziemlich geruchslos und auch farbloser
vorkam. Wie gesagt, eine Ver�nderung habe ich bemerkt, ich versuche nur
eine Erkl�rung zu finden.
>Der Amoniak dampft ab, Gummi bleigt �brig.
>Der Vernetzt sich mit dem Schlauch und dem FLicken (ebenfalls Gummi).
>Den schlauch schleifst du �brigends deshalb an, um das Trennmittel
>an der Oberfl�che loszuwerden (Talkum, Silikon, ...) - dieses w�rde
>n�mlich die Vernetzung mit dem (fl�ssig-)Gummi und dem Flicken
>behindern.
Ist bekannt. Es bleibt aber immer noch die nachtr�gliche Verschmutzung
mit Fetten (Hautfett, Reste von beim Fahrrad allgegenw�rtigen
Schmierstoffen), die auch wie Trennmittel wirken k�nnen. Um die ging es
mir.
>
>Im Fahrrad-bereich ist Ammoniak als Vernetzungsverhinderer immer noch
>omnipr�sent; Gummil�sungen mit anderen Substanzen sind eher im im
>Bereich der Latex-Fetisch-Bastelgruppen anzutreffen.
Genau was ist denn nun das L�sungmittel?
>BTW kannst du durch Eintragen von Feuchtigkeit den Flickprozess
>deutlich beschleunigen: Gummil�sung auftragen, 2 x anhauchen und
>nach wenigen Sekunden kannst du den Flicken draufdr�cken.
Ammoniak l�st sich bestens in Wasser, ja. Netter Tipp, danke. Ich
bef�rchte allerdings, da� ein Regentropfen in diesem Fall etwa zu viel
Beschleunigung zur Folge hat und vor allen Dingen ebenfalls als
Trennmittel wirkt.
>Im
>Normalfall stellt deshalb f�r mich auch Regen (ausser 'str�mend')
Aus Sicht eines kleinen Rennradschlauchflickens ist auch ein einzelner
Tropfen schon "str�mend". Jedenfalls bin ich in einem Fall - wo es
allerdings kr�ftig regnete - daran gescheitert: es gab keine brauchbare
Unterstellm�glichkeit und die Flicken gingen immer wieder auf.
>meiner Erfahrung nach nicht wirklich ein Hindernis dar. Das
>Hauchen kannst du dir sparen - allerdings musst du sehr rasch arbeiten.
>Wenn der Schlauch feucht ist, dann ist nach einer halben Minute
>die Vulkanisierl�sung schon sehr fest ...
Danke jedenfalls f�r die Lektion! Organische Chemie war zwar in der
Mittel- und Oberstufe mein Hobby (den Hollemann-Richter habe ich quasi
auf dem Klo gelesen und auswendig gelernt), jedoch ist von dem damals
Angelesenen nur noch wenig �brig geblieben. Die Informatik war dann doch
spannender. :-)