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Laienfrage zu Luft im Schlauch

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S.Hannemann

unread,
May 1, 2013, 1:30:08 PM5/1/13
to
Hallo beisammen!

Bin ambitionierter Warmwetter-Sonntagsfahrer ;-)
Letztes WE meine Saison 'er�ffnet' und zuerst
den �ber Winter entwichenen Luftdruck ausgeglichen.
Ausfahrt okay.Heute wollte ich wieder losfahren
aber da war die Luft am HR komplett raus :-(
(Reifen ist ein BigApple mit Conti 26" Schlauch und Sclaverandventil )
Hab es dann aufgepumpt und es hat ca. 45km gut gehalten.
(Hab alle 5km 'n check gemacht.)
Hatte Ventil auch ordentlich zugedreht...

Was meint ihr dazu?
Doch lieber den Schlauch wexeln?

danke
gru�
stefan

Stephan Gerlach

unread,
May 1, 2013, 2:45:41 PM5/1/13
to
S.Hannemann schrieb:

> Letztes WE meine Saison 'er�ffnet' und zuerst
> den �ber Winter entwichenen Luftdruck ausgeglichen.
> Ausfahrt okay.Heute wollte ich wieder losfahren
> aber da war die Luft am HR komplett raus :-(
> (Reifen ist ein BigApple mit Conti 26" Schlauch und Sclaverandventil )
> Hab es dann aufgepumpt und es hat ca. 45km gut gehalten.
> (Hab alle 5km 'n check gemacht.)
> Hatte Ventil auch ordentlich zugedreht...
>
> Was meint ihr dazu?
> Doch lieber den Schlauch wexeln?

Unn�tig, da vermutlich nur ein kleines Loch drin ist. Schlauch
rausnehmen, aufpumpen, Wasser ins Waschbecken laufen lassen, Schlauch
unter Wasser dr�cken, nach dem Loch suchen, Schlauch flicken.

Nat�rlich kannst du trotzdem den Schlauch wechseln und den aktuellen
(dann geflickten) zum Ersatzschlauch degradieren.

--
> Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.
gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...
(...Dialog aus m.p.d.g.w.a.)

Daniela Jung

unread,
May 1, 2013, 3:50:04 PM5/1/13
to
Am Wed, 01 May 2013 19:30:08 +0200 schrieb S.Hannemann:

> Heute wollte ich wieder losfahren aber da
> war die Luft am HR komplett raus :-( (Reifen ist ein BigApple mit Conti
> 26" Schlauch und Sclaverandventil )

Das kenne ich, bei mir war das zwei mal (an unterschiedlichen Schläuchen)
ein nicht ganz fest gezogener Ventileinsatz, versuch den mal vorsichtig
mit etwas anzuziehen, ohne das ganze Ventil abzureißen.

Wenn das nicht hilft ist es wohl doch ein (sehr kleines) Loch.

Daniela

Patrick Rammelt

unread,
May 1, 2013, 4:54:20 PM5/1/13
to
Daniela Jung schrieb:
> Am Wed, 01 May 2013 19:30:08 +0200 schrieb S.Hannemann:
>
>> Heute wollte ich wieder losfahren aber da
>> war die Luft am HR komplett raus :-( (Reifen ist ein BigApple mit Conti
>> 26" Schlauch und Sclaverandventil )
>
> Das kenne ich, bei mir war das zwei mal (an unterschiedlichen Schlᅵuchen)
> ein nicht ganz fest gezogener Ventileinsatz, versuch den mal vorsichtig
> mit etwas anzuziehen, ohne das ganze Ventil abzureiᅵen.

Insbesondere bei unregelmᅵᅵigem Luftverlust tippe ich auch auf das, oder
auf ein verschmutztes/beschᅵdigtes Ventil. Bei Sclaverandventilen kann
man auch rel. leicht das Ventil verbiegen (diese innere Gewindeachse),
so dass es dann nicht mehr ganz dicht hᅵlt. Also vor dem Festschrauben
vielleicht mal ganz rausschrauben, mit scharfem Blick ansehen, ggf.
reinigen oder ganz austauschen (Ventile gibts einzeln) und dann erst
fest(er)ziehen...

> Wenn das nicht hilft ist es wohl doch ein (sehr kleines) Loch.

Das wᅵre mir bei unregelmᅵᅵigem Luftverlust aber eher neu (aber was
anderes fiele mir dann auch nicht mehr ein)

--
Patrick

Clemens Zauner

unread,
May 1, 2013, 6:22:58 PM5/1/13
to
S.Hannemann <adr...@ist.invalid> wrote:
> Was meint ihr dazu?
> Doch lieber den Schlauch wexeln?

Wenn die Luft jetzt drinnen bleibt: wahrscheinlich Dreck am Ventil
durchs erste mal aufpumpen (jetzt reingeblasen). Wenn nicht:
Ventil testen: aufpumpen, Spucketest. Wenn das Ventil dicht ist,
dann Schlauch etweder reparieren oder tauschen.

HTH
Clemens.

Volker Borchert

unread,
May 3, 2013, 4:07:08 PM5/3/13
to
Stephan Gerlach wrote:
>
> Unn�tig, da vermutlich nur ein kleines Loch drin ist. Schlauch
> rausnehmen, aufpumpen, Wasser ins Waschbecken laufen lassen, Schlauch
> unter Wasser dr�cken, nach dem Loch suchen, Schlauch flicken.

Den Reifen nach steckengebliebenem Fremdk�rper abtasten!

> Nat�rlich kannst du trotzdem den Schlauch wechseln und den aktuellen
> (dann geflickten) zum Ersatzschlauch degradieren.

Ich habe zu Zeiten da ich erheblich mehr fuhr, immer einen Ersatz in der
Packtasche mitgef�hrt und so f�nf bis sechs im Schapp gehabt, und erst,
wenn da keiner mehr heil war, einen Gro�en Flickenstreich zelebriert.
Es dauert nicht viel l�nger und ist nicht dreckiger, als wenn man nur
einen Schlauch flickt. Ein elektrischer Kompressor ist aber hilfreich,
au�erdem Vulkanisierer in der 35ml Tube und Flickengummi von der Rolle.

--

"I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <mc...@ncc1701.starfleet.fed>
"I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <v_bor...@despammed.com>

Martin Wohlauer

unread,
May 3, 2013, 5:46:33 PM5/3/13
to
Am 03.05.2013 22:07, schrieb Volker Borchert:
> Stephan Gerlach wrote:
>>
>> Unnᅵtig, da vermutlich nur ein kleines Loch drin ist. Schlauch
>> rausnehmen, aufpumpen, Wasser ins Waschbecken laufen lassen, Schlauch
>> unter Wasser drᅵcken, nach dem Loch suchen, Schlauch flicken.
>
> Den Reifen nach steckengebliebenem Fremdkᅵrper abtasten!
>
>> Natᅵrlich kannst du trotzdem den Schlauch wechseln und den aktuellen
>> (dann geflickten) zum Ersatzschlauch degradieren.
>
> Ich habe zu Zeiten da ich erheblich mehr fuhr, immer einen Ersatz in der
> Packtasche mitgefᅵhrt und so fᅵnf bis sechs im Schapp gehabt, und erst,
> wenn da keiner mehr heil war, einen Groᅵen Flickenstreich zelebriert.
> Es dauert nicht viel lᅵnger und ist nicht dreckiger, als wenn man nur
> einen Schlauch flickt. Ein elektrischer Kompressor ist aber hilfreich,
> auᅵerdem Vulkanisierer in der 35ml Tube und Flickengummi von der Rolle.

Dazu nen Drehmel zum abschleifen und nen Schraubstock zum Festdrᅵcken. =)

Grᅵᅵle,

Martin.

Volker Borchert

unread,
May 4, 2013, 2:07:35 AM5/4/13
to
Martin Wohlauer wrote:
> Am 03.05.2013 22:07, schrieb Volker Borchert:
> >
> > Ich habe zu Zeiten da ich erheblich mehr fuhr, immer einen Ersatz in der
> > Packtasche mitgef�hrt und so f�nf bis sechs im Schapp gehabt, und erst,
> > wenn da keiner mehr heil war, einen Gro�en Flickenstreich zelebriert.
> > Es dauert nicht viel l�nger und ist nicht dreckiger, als wenn man nur
> > einen Schlauch flickt. Ein elektrischer Kompressor ist aber hilfreich,
> > au?erdem Vulkanisierer in der 35ml Tube und Flickengummi von der Rolle.
>
> Dazu nen Drehmel zum abschleifen und nen Schraubstock zum Festdr�cken. =)

<feuerzangenbowle>S�tzen S� s�ch, s� s�nd albern.</feuerzangenbowle>

Den Kompressor hat die Tankstelle um die Ecke. Die kleinen Tuben sind
eingetrocknet, wenn man sie zum zweiten Mal braucht. Die Rollen sind
billiger als die Einzelflicken, und ich komme besser damit zurecht.

Eberhard Binder

unread,
May 4, 2013, 3:37:35 AM5/4/13
to
Am 04.05.2013 08:07, schrieb Volker Borchert:
[Flicken der gesammelten Leichen]
>
> Den Kompressor hat die Tankstelle um die Ecke. Die kleinen Tuben sind
> eingetrocknet, wenn man sie zum zweiten Mal braucht. Die Rollen sind
> billiger als die Einzelflicken, und ich komme besser damit zurecht.
>
Wo oder unter welchem Markennamen bekommt man Flicken von der Rolle?
Ich kenne nur so gr��ere rechteckige Gebilde, die ich mir zurechtschneide.

Martin Wohlauer

unread,
May 4, 2013, 4:13:54 AM5/4/13
to
Am 04.05.2013 08:07, schrieb Volker Borchert:
> Martin Wohlauer wrote:
>> Am 03.05.2013 22:07, schrieb Volker Borchert:
>>>
>>> Ich habe zu Zeiten da ich erheblich mehr fuhr, immer einen Ersatz in der
>>> Packtasche mitgefᅵhrt und so fᅵnf bis sechs im Schapp gehabt, und erst,
>>> wenn da keiner mehr heil war, einen Groᅵen Flickenstreich zelebriert.
>>> Es dauert nicht viel lᅵnger und ist nicht dreckiger, als wenn man nur
>>> einen Schlauch flickt. Ein elektrischer Kompressor ist aber hilfreich,
>>> au?erdem Vulkanisierer in der 35ml Tube und Flickengummi von der Rolle.
>>
>> Dazu nen Drehmel zum abschleifen und nen Schraubstock zum Festdrᅵcken. =)
>
> <feuerzangenbowle>Sᅵtzen Sᅵ sᅵch, sᅵ sᅵnd albern.</feuerzangenbowle>

Wer sagt denn, dass das unernst gemeint war?

> Den Kompressor hat die Tankstelle um die Ecke. Die kleinen Tuben sind
> eingetrocknet, wenn man sie zum zweiten Mal braucht. Die Rollen sind
> billiger als die Einzelflicken, und ich komme besser damit zurecht.

Und was davon verbietet jetzt sich die Abschleifprozedur mit nem Drehmel
mit passendem Aufsatz zu erleichtern? Zum Schraubstock muss ich sagen,
dass ich mir selbst nicht sicher bin, aber ein Chemiker mal meinte, dass
es nicht drauf ankommt, dass man den Flicken lange drauf drᅵckt, sondern
wie fest. Da dᅵrfte ein Schraubstock nicht verkehrt sein, an den Backen
mit Tempo ausgelegt natᅵrlich.

Grᅵᅵle,

Martin.

Volker Borchert

unread,
May 4, 2013, 10:36:42 AM5/4/13
to
Eberhard Binder wrote:

> Wo oder unter welchem Markennamen bekommt man Flicken von der Rolle?
> Ich kenne nur so gr��ere rechteckige Gebilde, die ich mir zurechtschneide.

<kram/>
"Asperg Velo" Reparaturplatte
ein 75mm breiter Streifen aufgerollt, Au�endruchmesser etwa 3cm

Volker Borchert

unread,
May 4, 2013, 10:41:21 AM5/4/13
to
Martin Wohlauer wrote:

> Und was davon verbietet jetzt sich die Abschleifprozedur mit nem Drehmel
> mit passendem Aufsatz zu erleichtern?

Ein Fetzen 120er Schmirgelleinen tuts auch und verursacht deutlich
weniger Stirnrunzeln beim Tankstellenpersonal.

> Zum Schraubstock muss ich sagen,
> dass ich mir selbst nicht sicher bin, aber ein Chemiker mal meinte, dass
> es nicht drauf ankommt, dass man den Flicken lange drauf dr�ckt, sondern
> wie fest.

Das ist auch mein Kenntnisstand.

> Da d�rfte ein Schraubstock nicht verkehrt sein, an den Backen
> mit Tempo ausgelegt nat�rlich.

Glattes sauberes Brett unterlegen, Schuh ausziehen und mit der Ferse
einbeinig draufstellen hat bei mir bisher immer ausgereicht.

Stephan Gerlach

unread,
May 23, 2013, 6:37:45 PM5/23/13
to
Volker Borchert schrieb:
> Martin Wohlauer wrote:
>
>> Und was davon verbietet jetzt sich die Abschleifprozedur mit nem Drehmel
>> mit passendem Aufsatz zu erleichtern?
>
> Ein Fetzen 120er Schmirgelleinen tuts auch und verursacht deutlich
> weniger Stirnrunzeln beim Tankstellenpersonal.
>
>> Zum Schraubstock muss ich sagen,
>> dass ich mir selbst nicht sicher bin, aber ein Chemiker mal meinte, dass
>> es nicht drauf ankommt, dass man den Flicken lange drauf dr�ckt, sondern
>> wie fest.
>
> Das ist auch mein Kenntnisstand.
>
>> Da d�rfte ein Schraubstock nicht verkehrt sein, an den Backen
>> mit Tempo ausgelegt nat�rlich.
>
> Glattes sauberes Brett unterlegen, Schuh ausziehen und mit der Ferse
> einbeinig draufstellen hat bei mir bisher immer ausgereicht.

Entscheidend d�rfte nicht die Anpre�-Kraft des Flickens, sondern die
Anpre�-Kraft pro Fl�che, also der Anpre�-*Druck*, sein. Den kann man
auch dadurch erh�hen, indem man die Anpre�-Fl�che verkleinert. Also z.B.
mit der R�ckseite eines Bleistiftes kr�ftig auf den gerade eben
aufgelegten Flicken draufdr�cken. Wenn der Flicken zu gro� ist, mu� man
u.U. mehrere Dr�ck-Vorg�nge ausf�hren.

Stephan Gerlach

unread,
May 23, 2013, 6:38:38 PM5/23/13
to
Eberhard Binder schrieb:
Die Dinger nehme ich auch gern. Vorteil ist, da� der Flicken nicht
unn�tig gro� wird. Vermutlich sehen die Flicken von der Rolle so �hnlich
aus.

Volker Borchert

unread,
May 24, 2013, 5:45:43 AM5/24/13
to
Stephan Gerlach wrote:
> Volker Borchert schrieb:
> > Martin Wohlauer wrote:
> >
> >> dass ich mir selbst nicht sicher bin, aber ein Chemiker mal meinte, dass
> >> es nicht drauf ankommt, dass man den Flicken lange drauf dr�ckt, sondern
> >> wie fest.
> >
> > Glattes sauberes Brett unterlegen, Schuh ausziehen und mit der Ferse
> > einbeinig draufstellen hat bei mir bisher immer ausgereicht.
>
> Entscheidend d�rfte nicht die Anpre�-Kraft des Flickens, sondern die
> Anpre�-Kraft pro Fl�che, also der Anpre�-*Druck*, sein. Den kann man
> auch dadurch erh�hen, indem man die Anpre�-Fl�che verkleinert. Also z.B.
> mit der R�ckseite eines Bleistiftes kr�ftig auf den gerade eben
> aufgelegten Flicken draufdr�cken. Wenn der Flicken zu gro� ist, mu� man
> u.U. mehrere Dr�ck-Vorg�nge ausf�hren.

Eben. Deswegen mit der Ferse draufstellen und nicht mit dem Hintern
draufsetzen. Da die Stelle mit dem Flicken um die Dicke des Flickens
dicker ist, entf�llt die durch das Fersenbein ausge�bte Kraft meines
Gesamtgewichts weitaus �berwiegend auf die paar Quadratzentimeter
Flicken. Das ist mit Sicherheit mehr, als ich mit der Hand und einem
Bleistift aufbr�chte.

Martin Wohlauer

unread,
May 24, 2013, 6:18:29 AM5/24/13
to
Am 24.05.2013 11:45, schrieb Volker Borchert:
> Stephan Gerlach wrote:
>> Volker Borchert schrieb:
>>> Martin Wohlauer wrote:
>>>
>>>> dass ich mir selbst nicht sicher bin, aber ein Chemiker mal meinte, dass
>>>> es nicht drauf ankommt, dass man den Flicken lange drauf drᅵckt, sondern
>>>> wie fest.
>>>
>>> Glattes sauberes Brett unterlegen, Schuh ausziehen und mit der Ferse
>>> einbeinig draufstellen hat bei mir bisher immer ausgereicht.
>>
>> Entscheidend dᅵrfte nicht die Anpreᅵ-Kraft des Flickens, sondern die
>> Anpreᅵ-Kraft pro Flᅵche, also der Anpreᅵ-*Druck*, sein. Den kann man
>> auch dadurch erhᅵhen, indem man die Anpreᅵ-Flᅵche verkleinert. Also z.B.
>> mit der Rᅵckseite eines Bleistiftes krᅵftig auf den gerade eben
>> aufgelegten Flicken draufdrᅵcken. Wenn der Flicken zu groᅵ ist, muᅵ man
>> u.U. mehrere Drᅵck-Vorgᅵnge ausfᅵhren.
>
> Eben. Deswegen mit der Ferse draufstellen und nicht mit dem Hintern
> draufsetzen. Da die Stelle mit dem Flicken um die Dicke des Flickens
> dicker ist, entfᅵllt die durch das Fersenbein ausgeᅵbte Kraft meines
> Gesamtgewichts weitaus ᅵberwiegend auf die paar Quadratzentimeter
> Flicken. Das ist mit Sicherheit mehr, als ich mit der Hand und einem
> Bleistift aufbrᅵchte.

Drum ja auch der Schraubstock...

Grᅵᅵle,

Martin.

Christoph Strauch

unread,
May 24, 2013, 6:26:04 AM5/24/13
to
On 24 Mai, 12:18, Martin Wohlauer <mwohla...@yahoo.de> wrote:
> Am 24.05.2013 11:45, schrieb Volker Borchert:
>
>
>
>
>
>
>
>
>
> > Stephan Gerlach wrote:
> >> Volker Borchert schrieb:
> >>> Martin Wohlauer wrote:
>
> >>>> dass ich mir selbst nicht sicher bin, aber ein Chemiker mal meinte, dass
> >>>> es nicht drauf ankommt, dass man den Flicken lange drauf drückt, sondern
> >>>> wie fest.
>
> >>> Glattes sauberes Brett unterlegen, Schuh ausziehen und mit der Ferse
> >>> einbeinig draufstellen hat bei mir bisher immer ausgereicht.
>
> >> Entscheidend dürfte nicht die Anpreß-Kraft des Flickens, sondern die
> >> Anpreß-Kraft pro Fläche, also der Anpreß-*Druck*, sein. Den kann man
> >> auch dadurch erhöhen, indem man die Anpreß-Fläche verkleinert. Also z.B.
> >> mit der Rückseite eines Bleistiftes kräftig auf den gerade eben
> >> aufgelegten Flicken draufdrücken. Wenn der Flicken zu groß ist, muß man
> >> u.U. mehrere Drück-Vorgänge ausführen.
>
> > Eben. Deswegen mit der Ferse draufstellen und nicht mit dem Hintern
> > draufsetzen. Da die Stelle mit dem Flicken um die Dicke des Flickens
> > dicker ist, entfällt die durch das Fersenbein ausgeübte Kraft meines
> > Gesamtgewichts weitaus überwiegend auf die paar Quadratzentimeter
> > Flicken. Das ist mit Sicherheit mehr, als ich mit der Hand und einem
> > Bleistift aufbrächte.
>
> Drum ja auch der Schraubstock...

Ich pflege im Bordwerkzeug weder ein glattes sauberes Brett, noch
einen Bleistift oder einen Schraubstock mitzuführen. Beim Flicken
unterwegs rolle ich die Luftpumpe mit hoher Kraft über den Flicken.
Funktioniert auch zu Hause so.

Volker Borchert

unread,
May 24, 2013, 6:37:06 AM5/24/13
to
Martin Wohlauer wrote:
> Am 24.05.2013 11:45, schrieb Volker Borchert:
> > Stephan Gerlach wrote:
> >>
> >> [ ... ] Entscheidend d�rfte [ ... ] der Anpre�-*Druck*, sein.
> >> [ ... ] mit der R�ckseite eines Bleistiftes kr�ftig auf den
> >> gerade eben aufgelegten Flicken draufdr�cken. [ ... ]
> >
> > Eben. Deswegen mit der Ferse draufstellen und nicht mit dem Hintern
> > draufsetzen. [ ... ]
>
> Drum ja auch der Schraubstock...

Ist nur etwas unhandlich zur Tanke zu schaffen, insbesondere wenn die
Werkbank noch dranh�ngt.

Martin Wohlauer

unread,
May 24, 2013, 7:53:32 AM5/24/13
to
Am 24.05.2013 12:26, schrieb Christoph Strauch:
> On 24 Mai, 12:18, Martin Wohlauer <mwohla...@yahoo.de> wrote:
>> Am 24.05.2013 11:45, schrieb Volker Borchert:
>>> Stephan Gerlach wrote:
>>>> Volker Borchert schrieb:
>>>>> Martin Wohlauer wrote:
>>>>>> dass ich mir selbst nicht sicher bin, aber ein Chemiker mal meinte, dass
>>>>>> es nicht drauf ankommt, dass man den Flicken lange drauf drᅵckt, sondern
>>>>>> wie fest.
>>
>>>>> Glattes sauberes Brett unterlegen, Schuh ausziehen und mit der Ferse
>>>>> einbeinig draufstellen hat bei mir bisher immer ausgereicht.
>>
>>>> Entscheidend dᅵrfte nicht die Anpreᅵ-Kraft des Flickens, sondern die
>>>> Anpreᅵ-Kraft pro Flᅵche, also der Anpreᅵ-*Druck*, sein. Den kann man
>>>> auch dadurch erhᅵhen, indem man die Anpreᅵ-Flᅵche verkleinert. Also z.B.
>>>> mit der Rᅵckseite eines Bleistiftes krᅵftig auf den gerade eben
>>>> aufgelegten Flicken draufdrᅵcken. Wenn der Flicken zu groᅵ ist, muᅵ man
>>>> u.U. mehrere Drᅵck-Vorgᅵnge ausfᅵhren.
>>
>>> Eben. Deswegen mit der Ferse draufstellen und nicht mit dem Hintern
>>> draufsetzen. Da die Stelle mit dem Flicken um die Dicke des Flickens
>>> dicker ist, entfᅵllt die durch das Fersenbein ausgeᅵbte Kraft meines
>>> Gesamtgewichts weitaus ᅵberwiegend auf die paar Quadratzentimeter
>>> Flicken. Das ist mit Sicherheit mehr, als ich mit der Hand und einem
>>> Bleistift aufbrᅵchte.
>>
>> Drum ja auch der Schraubstock...
>
> Ich pflege im Bordwerkzeug weder ein glattes sauberes Brett, noch
> einen Bleistift oder einen Schraubstock mitzufᅵhren. Beim Flicken
> unterwegs rolle ich die Luftpumpe mit hoher Kraft ᅵber den Flicken.
> Funktioniert auch zu Hause so.

Fᅵr solche Fᅵlle wᅵrde ich nen Ersatzschlauch mitfᅵhren und dann daheim
flicken. Dann gehts auch evtl. wieder mim Schraubstock (hab aber auch
keinen daheim).

Grᅵᅵle,

Martin.

Clemens Zauner

unread,
May 24, 2013, 5:51:58 PM5/24/13
to
Stephan Gerlach <mam9...@studserv.uni-leipzig.de> wrote:
>> Glattes sauberes Brett unterlegen, Schuh ausziehen und mit der Ferse
>> einbeinig draufstellen hat bei mir bisher immer ausgereicht.
>
> Entscheidend dᅵrfte nicht die Anpreᅵ-Kraft des Flickens, sondern die
> Anpreᅵ-Kraft pro Flᅵche, also der Anpreᅵ-*Druck*, sein. Den kann man
> auch dadurch erhᅵhen, indem man die Anpreᅵ-Flᅵche verkleinert. Also z.B.
> mit der Rᅵckseite eines Bleistiftes krᅵftig auf den gerade eben
> aufgelegten Flicken draufdrᅵcken. Wenn der Flicken zu groᅵ ist, muᅵ man
> u.U. mehrere Drᅵck-Vorgᅵnge ausfᅵhren.

Die allereinfachste Methode ist es meiner Erfahrung nach, den reparierten
Schlauch in ein Laufrad einzubauen und gleich bis maximaldruck Aufzupumpen.
Ergibt gebᅵgend Druck. Und sollte noch ein Loch sein, bemerkt man das
durch den auftredenden Luftverlust.

HTH
Clemens.

Clemens Zauner

unread,
May 24, 2013, 5:54:29 PM5/24/13
to
Martin Wohlauer <mwoh...@yahoo.de> wrote:
>> Ich pflege im Bordwerkzeug weder ein glattes sauberes Brett, noch
>> einen Bleistift oder einen Schraubstock mitzufᅵhren. Beim Flicken
>> unterwegs rolle ich die Luftpumpe mit hoher Kraft ᅵber den Flicken.
>> Funktioniert auch zu Hause so.
>
> Fᅵr solche Fᅵlle wᅵrde ich nen Ersatzschlauch mitfᅵhren und dann daheim
> flicken. Dann gehts auch evtl. wieder mim Schraubstock (hab aber auch
> keinen daheim).

Schlauch unterwegs flicken geht einfacher. Fᅵr den Ersatzschlauch muss
das LR raus. Und das mit dem Druck erledigt sich mit dem Aufpumpen.

cu
Clemens.

Wolfgang Strobl

unread,
May 25, 2013, 12:40:54 PM5/25/13
to
v_bor...@despammed.com (Volker Borchert):

>Eben. Deswegen mit der Ferse draufstellen und nicht mit dem Hintern
>draufsetzen. Da die Stelle mit dem Flicken um die Dicke des Flickens
>dicker ist, entf�llt die durch das Fersenbein ausge�bte Kraft meines
>Gesamtgewichts weitaus �berwiegend auf die paar Quadratzentimeter
>Flicken. Das ist mit Sicherheit mehr, als ich mit der Hand und einem
>Bleistift aufbr�chte.

Das ist ein guter Tipp f�r unterwegs. @home habe ich meist ein
Holzbrett und einen ganz normalen 500-g-Hammer genommen und mit dessen
Stirnfl�che angedr�ckt. Punktuell anzudr�cken, um die Fl�chenpressung zu
erh�hen, halte ich f�r keine gute Idee.

�brigens habe ich fast ausschlie�lich die rema tiptop-Flicken verwendet,
die mit dem roten gezackten Rand und zuschneidbare Flicken vermieden.
Die sind in der Mitte dicker als am Rande und lassen sich deswegen auf
diese Weise besser andr�cken als Flicken mit Schneidkante, die sp�ter
immer eine Schwachstelle darstellt. Ich habe bis auf die letzten Jahre
meist noch auf der Fahrt direkt nach dem Platten geflickt und meine
Flicken waren fast immer perfekt. Nachdem Jobst Brandt vor Jahren hier
mal behauptet hatte, direkt montierte geflickte Reifen w�rden nicht
sauber aufvulkanisieren, man solle @home oder im Hotelzimmer flicken und
die Schl�uche einen Tag liegen lassen, habe ich all die aufgehobenen,
ausgesonderten Schl�uche mal durchgesehen und die Flicken
aufgeschnitten. In keinem Fall konnte ich die prognostizierten
Abl�sungen feststellen.

Ich bin allerdings immer streng nach Anleitung vorgegangen: akribisch
mit frischem Sandpapier aufrauhen, bis das Gummi wie matter Samt wirkt,
auch evtl. Presskanten wegschleifen (das ist die �belste Arbeit),
sparsam, aber nicht zu sparsam einschmieren, dann warten, bis der Kleber
trocken ist (nicht mehr klebrig beim drauffassen, besser an einer nicht
ben�tigten Stelle aussen testen), dann Flicken von innen nach aussen
andr�cken mit so viel Kraft wie irgend m�glich, Dauer ist egal, es ist
halt ein Kontaktkleber. Dann Schutzfolie von innen nach aussen
sorgf�ltig entfernen.

Bei Regen wird es schwierig, das Verfahren vertr�gt keine N�sse. Schon
deswegen habe ich irgendwann dann doch lieber einen Ersatzschlauch
mitgef�hrt, den montiert und den defekten @home geflickt.

Irgendwann wurde die Rezeptur der Vulkanisierfl�ssigkeit ge�ndert,
vorher enthielt sie m.E: ein chlorhaltiges, vermutlich bei Hautkontakt
gef�hrliches L�sungsmittel, nachher nicht mehr. Ich bilde mir ein, da�
die Flicken mit dern neuen Fl�ssigkeit nicht so gut werden,
m�glicherweise, weil deren L�sungsmittel nicht fettl�send ist. Reine
Mutma�ung ...

--
Wir danken f�r die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen

Clemens Zauner

unread,
May 25, 2013, 5:43:56 PM5/25/13
to
Wolfgang Strobl <ne...@mystrobl.de> wrote:
> Bei Regen wird es schwierig, das Verfahren vertrᅵgt keine Nᅵsse. Schon

?

> Irgendwann wurde die Rezeptur der Vulkanisierflᅵssigkeit geᅵndert,
> vorher enthielt sie m.E: ein chlorhaltiges, vermutlich bei Hautkontakt
> gefᅵhrliches Lᅵsungsmittel, nachher nicht mehr. Ich bilde mir ein, daᅵ
> die Flicken mit dern neuen Flᅵssigkeit nicht so gut werden,
> mᅵglicherweise, weil deren Lᅵsungsmittel nicht fettlᅵsend ist. Reine
> Mutmaᅵung ...

Ich schalte mal den Klugscheissmodus ein. Also die Vulkanisierlᅵsung
die ich verwende (z.B. auch Rema TipTop) ist eigentlich kein Kleber
im Landlᅵufigen Sinn sondern einfach nur 'flᅵssiger Gummi' - also
Kautschuk, Schwefel[1] und etwas, das die Vernetzung verhindert
(klassicherweise Ammoniak). Der Amoniak dampft ab, Gummi bleigt ᅵbrig.
Der Vernetzt sich mit dem Schlauch und dem FLicken (ebenfalls Gummi).
Den schlauch schleifst du ᅵbrigends deshalb an, um das Trennmittel
an der Oberflᅵche loszuwerden (Talkum, Silikon, ...) - dieses wᅵrde
nᅵmlich die Vernetzung mit dem (flᅵssig-)Gummi und dem Flicken
behindern.

Im Fahrrad-bereich ist Ammoniak als Vernetzungsverhinderer immer noch
omniprᅵsent; Gummilᅵsungen mit anderen Substanzen sind eher im im
Bereich der Latex-Fetisch-Bastelgruppen anzutreffen.

BTW kannst du durch Eintragen von Feuchtigkeit den Flickprozess
deutlich beschleunigen: Gummilᅵsung auftragen, 2 x anhauchen und
nach wenigen Sekunden kannst du den Flicken draufdrᅵcken. Im
Normalfall stellt deshalb fᅵr mich auch Regen (ausser 'strᅵmend')
meiner Erfahrung nach nicht wirklich ein Hindernis dar. Das
Hauchen kannst du dir sparen - allerdings musst du sehr rasch arbeiten.
Wenn der Schlauch feucht ist, dann ist nach einer halben Minute
die Vulkanisierlᅵsung schon sehr fest ...

cu
Clemens.
_________
[1] Auch andere Substanzen Wie Metall- und Peroxide
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Hans CraueI

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May 26, 2013, 8:55:10 AM5/26/13
to
Wolfgang Strobl schrieb

> �brigens habe ich fast ausschlie�lich die rema tiptop-Flicken verwendet,
> die mit dem roten gezackten Rand und zuschneidbare Flicken vermieden.
> Die sind in der Mitte dicker als am Rande und lassen sich deswegen auf
> diese Weise besser andr�cken als Flicken mit Schneidkante, die sp�ter
> immer eine Schwachstelle darstellt.

Ich verwende nahezu ausschliesslich die schwarzen, in Torusform
gelieferten Flicken-Reservoirs, die zunaechst ueber einen ganz
erklecklichen Zeitraum hinweg als Schlauch einsetzbar sind. Sie
bestehen ebenso wie der zu flickende Schlauch aus Gummi und
vulkanisieren ebensogut wie dieser. Waren sie doch schliesslich
selbst mal einer. Die Schneidkante ist kein wirkliches Problem;
unten vulkanisieren sie so gut wie ein am Rand abgeflachter
Flicken (siehe dazu auch Clemens' Erlaeuterungen) und auf den
`Ueberstand' wirkt im montierten Zustand keine Kraft. Man muss
eine Spur sorgfaeltiger arbeiten, und natuerlich ist es unter
aesthetischen Gesichtspunkten schlechterdings eine Katastrophe.
Lieferprobleme fuer die Flicken habe ich keine, im Gegenteil.

Hans CraueI

Stephan Gerlach

unread,
May 26, 2013, 1:22:42 PM5/26/13
to
Volker Borchert schrieb:
> Stephan Gerlach wrote:
>> Volker Borchert schrieb:
>>> Martin Wohlauer wrote:
>>>
>>>> dass ich mir selbst nicht sicher bin, aber ein Chemiker mal meinte, dass
>>>> es nicht drauf ankommt, dass man den Flicken lange drauf dr�ckt, sondern
>>>> wie fest.
>>> Glattes sauberes Brett unterlegen, Schuh ausziehen und mit der Ferse
>>> einbeinig draufstellen hat bei mir bisher immer ausgereicht.
>> Entscheidend d�rfte nicht die Anpre�-Kraft des Flickens, sondern die
>> Anpre�-Kraft pro Fl�che, also der Anpre�-*Druck*, sein. Den kann man
>> auch dadurch erh�hen, indem man die Anpre�-Fl�che verkleinert. Also z.B.
>> mit der R�ckseite eines Bleistiftes kr�ftig auf den gerade eben
>> aufgelegten Flicken draufdr�cken. Wenn der Flicken zu gro� ist, mu� man
>> u.U. mehrere Dr�ck-Vorg�nge ausf�hren.
>
> Eben. Deswegen mit der Ferse draufstellen und nicht mit dem Hintern
> draufsetzen. Da die Stelle mit dem Flicken um die Dicke des Flickens
> dicker ist, entf�llt die durch das Fersenbein ausge�bte Kraft meines
> Gesamtgewichts weitaus �berwiegend auf die paar Quadratzentimeter
> Flicken.

Denkst du nicht, da� die Ferse (und auch der Schlauch samt Flicken) zu
weich ist, und sich daher deine Masse trotz der "Erh�hung" der
geflickten Stelle auch auf die Fl�che *neben* dem Flicken verteilt. Oder
hast du ein undeformierbares Holzbein, noch dazu mit m�glichst 1cm�
Aufstandsfl�che ;-) .

> Das ist mit Sicherheit mehr, als ich mit der Hand und einem
> Bleistift aufbr�chte.

Nat�rlich ist die (gesamte) Anpre�*kraft* gr��er. Die Frage ist, was mit
dem Anpre�druck ist. Wenn ich mit dem Bleistift (o.�., was gerade
herumliegt) auf einen frisch montierten Flicken punktuell drauf dr�cke,
dann sehe ich direkt, wie der Flicken, v.a. an seinem Rand, "breit
gedr�ckt" wird.

Wolfgang Strobl

unread,
May 26, 2013, 4:02:30 PM5/26/13
to
Clemens Zauner <cza...@onlineloop.com>:

>Wolfgang Strobl <ne...@mystrobl.de> wrote:
>> Bei Regen wird es schwierig, das Verfahren vertr�gt keine N�sse. Schon
>
>?

s.w.u.

>
>> Irgendwann wurde die Rezeptur der Vulkanisierfl�ssigkeit ge�ndert,
>> vorher enthielt sie m.E: ein chlorhaltiges, vermutlich bei Hautkontakt
>> gef�hrliches L�sungsmittel, nachher nicht mehr. Ich bilde mir ein, da�
>> die Flicken mit dern neuen Fl�ssigkeit nicht so gut werden,
>> m�glicherweise, weil deren L�sungsmittel nicht fettl�send ist. Reine
>> Mutma�ung ...
>
>Ich schalte mal den Klugscheissmodus ein. Also die Vulkanisierl�sung
>die ich verwende (z.B. auch Rema TipTop) ist eigentlich kein Kleber
>im Landl�ufigen Sinn sondern einfach nur 'fl�ssiger Gummi' - also
>Kautschuk, Schwefel[1] und etwas, das die Vernetzung verhindert
>(klassicherweise Ammoniak).

Das praktische Verhalten ist aber jedenfalls das eines Kontaktklebers.
Und aus dem Chemieunterricht und sp�teren gelegentlichen Ferkeleien mit
Chemikalien wei� ich, wie Chlorverbindungen (Tetrachlorkohlenstoff,
Perchlor�thylen) riechen und wie Ammoniak. Ich mag mich t�uschen, aber
meiner Erinnerung zufolge roch das Zeug fr�her mal wie Pattex mit ein
wenig PER, w�hrend es mir sp�ter ziemlich geruchslos und auch farbloser
vorkam. Wie gesagt, eine Ver�nderung habe ich bemerkt, ich versuche nur
eine Erkl�rung zu finden.


>Der Amoniak dampft ab, Gummi bleigt �brig.
>Der Vernetzt sich mit dem Schlauch und dem FLicken (ebenfalls Gummi).
>Den schlauch schleifst du �brigends deshalb an, um das Trennmittel
>an der Oberfl�che loszuwerden (Talkum, Silikon, ...) - dieses w�rde
>n�mlich die Vernetzung mit dem (fl�ssig-)Gummi und dem Flicken
>behindern.

Ist bekannt. Es bleibt aber immer noch die nachtr�gliche Verschmutzung
mit Fetten (Hautfett, Reste von beim Fahrrad allgegenw�rtigen
Schmierstoffen), die auch wie Trennmittel wirken k�nnen. Um die ging es
mir.

>
>Im Fahrrad-bereich ist Ammoniak als Vernetzungsverhinderer immer noch
>omnipr�sent; Gummil�sungen mit anderen Substanzen sind eher im im
>Bereich der Latex-Fetisch-Bastelgruppen anzutreffen.

Genau was ist denn nun das L�sungmittel?

>BTW kannst du durch Eintragen von Feuchtigkeit den Flickprozess
>deutlich beschleunigen: Gummil�sung auftragen, 2 x anhauchen und
>nach wenigen Sekunden kannst du den Flicken draufdr�cken.

Ammoniak l�st sich bestens in Wasser, ja. Netter Tipp, danke. Ich
bef�rchte allerdings, da� ein Regentropfen in diesem Fall etwa zu viel
Beschleunigung zur Folge hat und vor allen Dingen ebenfalls als
Trennmittel wirkt.

>Im
>Normalfall stellt deshalb f�r mich auch Regen (ausser 'str�mend')

Aus Sicht eines kleinen Rennradschlauchflickens ist auch ein einzelner
Tropfen schon "str�mend". Jedenfalls bin ich in einem Fall - wo es
allerdings kr�ftig regnete - daran gescheitert: es gab keine brauchbare
Unterstellm�glichkeit und die Flicken gingen immer wieder auf.

>meiner Erfahrung nach nicht wirklich ein Hindernis dar. Das
>Hauchen kannst du dir sparen - allerdings musst du sehr rasch arbeiten.
>Wenn der Schlauch feucht ist, dann ist nach einer halben Minute
>die Vulkanisierl�sung schon sehr fest ...

Danke jedenfalls f�r die Lektion! Organische Chemie war zwar in der
Mittel- und Oberstufe mein Hobby (den Hollemann-Richter habe ich quasi
auf dem Klo gelesen und auswendig gelernt), jedoch ist von dem damals
Angelesenen nur noch wenig �brig geblieben. Die Informatik war dann doch
spannender. :-)

Wolfgang Strobl

unread,
May 26, 2013, 7:15:53 PM5/26/13
to
Hans CraueI <crauel...@freenet.de>:

> Die Schneidkante ist kein wirkliches Problem;
>unten vulkanisieren sie so gut wie ein am Rand abgeflachter
>Flicken (siehe dazu auch Clemens' Erlaeuterungen)

Das hatte ich nicht bezweifelt.

>und auf den
>`Ueberstand' wirkt im montierten Zustand keine Kraft.

Das auch nicht. Aber beim Montieren, bei sp�teren (De-)montagevorg�ngen
besteht das Risiko, etwa wenn der Schlauch �ber eine Kante gezogen wird.

Ich mutma�e, da� ich einem kantig geschnittenen Flicken mit blo�en
Fingern wieder abziehen kann, auch dann, wenn er schon fertig
aufvulkanisiert ist, die Kante bietet eine Angriffsfl�che f�r den
Fingernagel. Bei einem sauber aufgebrachten Flicken mit rotem Zackenrand
ist keine Kante tastbar und ein Abreissen nur m�glich, wenn man mit
einem scharfen Gegenstand einen L�cke in den Flickenrand ritzt.

Ob das ein relevantes Problem ist, wei� ich nicht, aber da es ohne
Aufwand vermeidbar ist, habe ich bislang keinen Grund gesehen, andere
als die besagten Flicken zu verwenden.

Thomas Wedekind

unread,
May 26, 2013, 7:31:12 PM5/26/13
to
Am Mon, 27 May 2013 01:15:53 +0200 schrieb Wolfgang Strobl
<ne...@mystrobl.de>:

> Ob das ein relevantes Problem ist, weiß ich nicht, aber da es ohne
> Aufwand vermeidbar ist, habe ich bislang keinen Grund gesehen,
> andere als die besagten Flicken zu verwenden.

Hängt stark von der Güte der Klebung/Vulkanisierung ab, in der DDR
hatte ich nur das Viereckzeug (als Fertigflicken) und die Dinger
hielten jahrelang. Alte Schlauchstücke habe ich vor Jahren mit
Schuhkleber aufgeklebt, hält extrem fest. Das Zeug musste allerdings
richtig lange antrocknen (ca. 10 min), und auf der Tube stand
ausdrücklich, dass die Qualität der Reparatur vom Anpressdruck (nicht
der Dauer des Anpressens) abhängt.

--
Viele Grüße, Thomas

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Christoph Strauch

unread,
May 27, 2013, 1:24:35 AM5/27/13
to
On 27 Mai, 01:15, Wolfgang Strobl wrote:
> Hans CraueI
> >und auf den
> >`Ueberstand' wirkt im montierten Zustand keine Kraft.
>
> Das auch nicht. Aber beim Montieren, bei sp teren (De-)montagevorg ngen
> besteht das Risiko, etwa wenn der Schlauch ber eine Kante gezogen wird.
>
> Ich mutma e, da ich einem kantig geschnittenen Flicken mit blo en
> Fingern wieder abziehen kann, auch dann, wenn er schon fertig
> aufvulkanisiert ist, die Kante bietet eine Angriffsfl che f r den
> Fingernagel. Bei einem sauber aufgebrachten Flicken mit rotem Zackenrand
> ist keine Kante tastbar und ein Abreissen nur m glich, wenn man mit
> einem scharfen Gegenstand einen L cke in den Flickenrand ritzt.
>
> Ob das ein relevantes Problem ist, wei ich nicht,

Ja ist es, manchmal will man einen Flicken entfernen bspw. wenn direkt
neben der Kante ein neues Loch zu flicken ist.

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Wolfgang Strobl

unread,
May 27, 2013, 5:32:07 PM5/27/13
to
Christoph Strauch <cstr...@freenet.de>:

>Ja ist es, manchmal will man einen Flicken entfernen bspw. wenn direkt
>neben der Kante ein neues Loch zu flicken ist.

Verstehe, aber das habe ich eisern vermieden und dies als Grund
genommen, den Schlauch wegzuwerfen. In einem einzigen (Not-)Fall dieser
Art im Urlaub habe ich allerdings mal erfolgreich zwei Flicken
aufeinandergeklebt, Mitte des neuen Flicken auf Rand des alten. Ging
auch, obwohl mir nicht wohl dabei war und ich den Schlauch bei n�chster
Gelegenheit gegen einen neuen getauscht habe.
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