Zitat: "Kurioser Fahrrad-Unfall am Terrassenufer in der Altstadt. Der 60-jährige Fahrer eines VW Sharan fuhr von der Augustusbrücke Richtung Hasenberg und überholte dabei eine Kolonne von Fahrradfahrern. Dabei streifte er jedoch einen 32-Jährigen leicht, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Der betroffene Radler legte sein Zweirad vor den Sharan, ehe er mit seinen Kollegen den Autofahrer zur Rede stellte. Doch dadurch bekam der 60-Jährige offenbar Panik. Der so Bedrängte fuhr los – und rollte über das vor ihm liegende Fahrrad.
Der Unfall hat sich laut Polizei bereits am Freitag, 29. April, gegen 20 Uhr zugetragen. Die Beamten sind nun auf der Suche nach Zeugen, die Angaben zum Verhalten der Gruppe von Fahrradfahrern machen können"
> Zitat: "Kurioser Fahrrad-Unfall am Terrassenufer in der Altstadt. Der > 60-jährige Fahrer eines VW Sharan fuhr von der Augustusbrücke Richtung > Hasenberg und überholte dabei eine Kolonne von Fahrradfahrern.
Keine Kolonne, sondern ein Verband.
> Dabei > streifte er jedoch einen 32-Jährigen leicht, teilte die Polizei am > Donnerstag mit. Der betroffene Radler legte sein Zweirad vor den Sharan, > ehe er mit seinen Kollegen den Autofahrer zur Rede stellte. Doch dadurch > bekam der 60-Jährige offenbar Panik. Der so Bedrängte fuhr los – und > rollte über das vor ihm liegende Fahrrad.
Gibt sogar Videos von dem Vorfall. Hier: <20110430144829.5a09e990@phIIapt2sid> und ff. Viel Spass beim Lesen.
> Der Unfall hat sich laut Polizei bereits am Freitag, 29. April, gegen 20 > Uhr zugetragen. Die Beamten sind nun auf der Suche nach Zeugen, die > Angaben zum Verhalten der Gruppe von Fahrradfahrern machen können"
Zeugen waren da offensichtlich genug zugegen. Scheinbar sucht die Polizei noch zusaätzlich welche, die nicht auf dem Rad gesessen haben. Das finde ich etwas merkwürdig.
Kaí ?eranskí <ka...@o2online.de> wrote: > Zeugen waren da offensichtlich genug zugegen. Scheinbar sucht die Polizei > noch zusaätzlich welche, die nicht auf dem Rad gesessen haben. Das finde > ich etwas merkwürdig.
Wieso? Fahrradfahrende Zeugen sind bei derartigen Vorfällen als befangen anzusehen. Bei motorisierten Zeugen hingegen ist diese Annahme abwegig.
>> Zeugen waren da offensichtlich genug zugegen. Scheinbar sucht die Polizei >> noch zusaätzlich welche, die nicht auf dem Rad gesessen haben. Das finde >> ich etwas merkwürdig.
> Wieso? Fahrradfahrende Zeugen sind bei derartigen Vorfällen als befangen > anzusehen. Bei motorisierten Zeugen hingegen ist diese Annahme abwegig.
Genau das vermutete ich auch. Der arme Autofahrer, der vom linken Pack bedroht wird.
frank steinigen wrote: > Der betroffene Radler legte sein Zweirad vor den Sharan, > ehe er mit seinen Kollegen den Autofahrer zur Rede stellte. Doch dadurch > bekam der 60-Jährige offenbar Panik.
Ah ja. Diese Verteidigungslinie wurde hier ja schon mehrfach vermutet.
> Der so Bedrängte fuhr los – und rollte über das vor ihm liegende Fahrrad.
Merkwürdigerweise nach vorne, also in Richtung des ihn bedrängenden Radfahrerpöbels. Kommt mir nicht so recht plausibel vor.
> Der Unfall hat sich laut Polizei bereits am Freitag, 29. April, > gegen 20 Uhr zugetragen.
Und sie war anscheinend einigermaßen zeitnah vor Ort und hat die Beteiligten und Augenzeugen befragt.
> Die Beamten sind nun auf der Suche nach Zeugen, die > Angaben zum Verhalten der Gruppe von Fahrradfahrern machen können"
Anscheinend sieht man die "Gruppe von Fahrradfahrern" als Täter, gegen die ermittelt wird. Ansonsten wären das ja bereits deutlich mehr Zeugen als bei Verkehrsunfällen mit Sachschaden üblich. Warum überhaupt so aufwändige Ermittlungen? Man könnte spekulieren, dass der Sharan-Fahrer sich mit seiner Sicht der Dinge unnötig tief reinreitet.
>> Der so Bedrängte fuhr los – und rollte über das vor ihm liegende >> Fahrrad.
>Merkwürdigerweise nach vorne, also in Richtung des ihn bedrängenden >Radfahrerpöbels. Kommt mir nicht so recht plausibel vor.
Der war überall!!1
>> Der Unfall hat sich laut Polizei bereits am Freitag, 29. April, >> gegen 20 Uhr zugetragen.
>Und sie war anscheinend einigermaßen zeitnah vor Ort und hat die >Beteiligten und Augenzeugen befragt.
Die Beteiligten: ja; von den Augenzeugen wurden die Personalien erfasst. Kürzlich gab es postalisch einen Befragungsbogen. Ich vermute, dass die Polizei zum frühen Freitag Abend Besseres zu tun hatte, als einen Haufen Augenzeugen zu vernehmen. :)
>>> Zeugen waren da offensichtlich genug zugegen. Scheinbar sucht die Polizei >>> noch zusaätzlich welche, die nicht auf dem Rad gesessen haben. Das finde >>> ich etwas merkwürdig.
>> Wieso? Fahrradfahrende Zeugen sind bei derartigen Vorfällen als befangen >> anzusehen. Bei motorisierten Zeugen hingegen ist diese Annahme abwegig.
> Genau das vermutete ich auch. Der arme Autofahrer, der vom linken Pack > bedroht wird.
sind EInbrecher linkes Pack? auch die fliehen wenn sie erwischt werden! Der Autofahrer wird sich seiner Schuld bewußt gewesen sein
>>>> Zeugen waren da offensichtlich genug zugegen. Scheinbar sucht die Polizei >>>> noch zusaätzlich welche, die nicht auf dem Rad gesessen haben. Das finde >>>> ich etwas merkwürdig.
>>> Wieso? Fahrradfahrende Zeugen sind bei derartigen Vorfällen als befangen >>> anzusehen. Bei motorisierten Zeugen hingegen ist diese Annahme abwegig.
>> Genau das vermutete ich auch. Der arme Autofahrer, der vom linken Pack >> bedroht wird.
> sind EInbrecher linkes Pack? > auch die fliehen wenn sie erwischt werden! Der Autofahrer wird sich > seiner Schuld bewußt gewesen sein
Denk dir die Ironieanzeiger dazu.
Wie ist deine Erklärung, dass die Polizei Zeugen sucht, die "Angaben zum Verhalten der Gruppe von Fahrradfahrern machen können"? Die Formulierung stinkt doch.
>Wie ist deine Erklärung, dass die Polizei Zeugen sucht, die "Angaben zum >Verhalten der Gruppe von Fahrradfahrern machen können"? Die Formulierung >stinkt doch.
Tatsächlich kann ein Teil der Gruppe diese schlecht als Ganzes beobachten. Bestenfalls gelingt dies einem, der weit hinten fährt. Da darf die Gruppe aber auch nicht groß sein. -- Radwege bauen heißt Fallen stellen.
>Tatsächlich kann ein Teil der Gruppe diese schlecht als >Ganzes beobachten. Bestenfalls gelingt dies einem, der weit >hinten fährt. Da darf die Gruppe aber auch nicht groß sein.
Es reicht doch, wenn einer die ganze Gruppe in der Vorbeifahrt beobachtet. Das haben mehrere Radfahrer gemacht und dabei teilweise gefilmt/fotografiert. Ein zufälliger Zeuge, wie er wohl gesucht wird, kann in der Regel auch nur eine Vorbeifahrt oder den Verband von hinten beobachten.
<k...@familieknaak.de> wrote: > Ah ja. Diese Verteidigungslinie wurde hier ja schon mehrfach vermutet.
Trotzdem würde ich als Autler mich auf diese Linie nicht einlassen. Die Argumentation "Immer wenn's im Verkehr brenzlig wird, gebe ich Gas und ahlte auf alles zu, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Dabei schaue ich nicht, wo ich hinfahre und nehme keine Rücksicht." würde ich nicht öffentlich äußern wollen.
>> Ah ja. Diese Verteidigungslinie wurde hier ja schon mehrfach vermutet.
> Trotzdem würde ich als Autler mich auf diese Linie nicht einlassen. Die > Argumentation "Immer wenn's im Verkehr brenzlig wird, gebe ich Gas und > ahlte auf alles zu, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Dabei schaue > ich nicht, wo ich hinfahre und nehme keine Rücksicht." würde ich nicht > öffentlich äußern wollen.
Der Autler hat sich ja auch nicht geäußert. "Er bekam offenbar Panik" ist etwas, was ihm hier von dritter Seite angedient wird. Und seine "Argumentation" wäre im Zweifelsfall, daß er, von einer Horde wildgewordener Hooligans umringt, sich bedroht fühlte und sich und sein kostbares Blech in Sicherheit bringen wollte.
> >> Ah ja. Diese Verteidigungslinie wurde hier ja schon mehrfach vermutet.
> > Trotzdem würde ich als Autler mich auf diese Linie nicht einlassen. Die > > Argumentation "Immer wenn's im Verkehr brenzlig wird, gebe ich Gas und > > ahlte auf alles zu, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Dabei schaue > > ich nicht, wo ich hinfahre und nehme keine Rücksicht." würde ich nicht > > öffentlich äußern wollen.
> Der Autler hat sich ja auch nicht geäußert. "Er bekam offenbar Panik" ist > etwas, was ihm hier von dritter Seite angedient wird.
Schon klar.
> Und > seine "Argumentation" wäre im Zweifelsfall, daß er, von einer Horde > wildgewordener Hooligans umringt, sich bedroht fühlte und sich und sein > kostbares Blech in Sicherheit bringen wollte.
Eben. Nicht besonders besonnen. Im Straßenverkehr sollte man etwas cooler beleiben.
> Tatsächlich kann ein Teil der Gruppe diese schlecht als > Ganzes beobachten. Bestenfalls gelingt dies einem, der weit > hinten fährt. Da darf die Gruppe aber auch nicht groß sein.
Mir kommt eher der Verdacht (beim groben Mitlesen), dass hier mit einem Reflex des Verzichts auf Rechte jongliert wird, der leicht in rechtliches Niemandsland führen wird.
Wenn da 20 Personen etwas sehen, dann sind das 20 Personen als Auskunftspersonen. Es ist Sache der Exekutive, aus 20 Aussagen eine Linie herauszufinden. "Die" objektive Person, die alles korrekt gesehen hat, ist nur ein Konstrukt. Darauf muss man sich nicht einlassen.
Es braucht einen auch nicht zu interessieren, welche experimentellen Rollenerwartungen ein Herr Inspektor vor sich herträgt - per zu eifriger Lektüre von amtsinternen Räuber-Postillen (bzw. Räuber & Gendarm). Das kann er sich abends übers Bett hängen. Im Augenblick seines Umgangs mit Personen ist das fehl am Platz.
Wenn das, was zu sehen ist, einen Radfahrer betrifft, und 20 andere haben ebenfalls ein Fahrrad dabei, dann sind das 20 Auskunftspersonen.
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Passend zu gerade diesem Zusammenhang:
Nach dem Jahreswechsel 1980 hatte Horst Herold als deutscher Oberkriminaler [BRD] seinen Hut nehmen müssen, nachdem er in einem Interview in der "Titanic" ungeniert und offenherzig über so etwas wie die kybernetischen Aspekte des Polizeilichen sozusagen als Organ der sozialen Gesundheitsvorsorge schwadroniert hatte.
Die totalitäre Leier von technischer Überholtheit der Personenstellung nach Römischem Recht ist, wie man aus den gelegentlichen dem Betrieb entströmenden Zynismen entnehmen kann, seither durchaus weitergedreht worden.
Ja, Wachsamkeit wird gepflegt, seitdem, man war wohl auch erschrocken über den Dunst aus den Hinterzimmern mit schwadronierenden soziologischen Luftikussen (mittlerweile schon eher nun als sozialtechnologische solche), aber zugleich wandert der gesellschaftliche Zusammenhang mehr dorthin, der funktionalen Rolle mehr Gewicht zu verpassen.
Das Detail zum Thema hier, fürchte ich, gehört dazu: dass das Ansehen einer Person als Auskunftsperson beschnitten wird, aufgrund von funktionalen Rollenklischees, ungeachtet persönlicher Bindungen der Person und der Schlüssigkeit der konkreten Beobachtung.
In diesem einfachen Fall geht das nur, wenn man spontan auf sein Recht verzichtet, als Person wahrgenommen zu werden.
On Sat, 21 May 2011 03:08:55 +0200, kmk wrote: > Anscheinend sieht man die "Gruppe von Fahrradfahrern" als Täter, gegen > die ermittelt wird.
was erwartest Du auch? Aus Sicht der automobilen Öffentlichkeit handelt es sich um Freiheitsberaubung (das goldene Kalb wurde ja an der Weiterfahrt gehindert) und Nötigung (Bedrohung durch eine Radfahrerbande, die vorher den Verkehr behindert hat). So ist das tempolimitfreie Land, in dem wir leben.
>> Anscheinend sieht man die "Gruppe von Fahrradfahrern" als Täter, gegen >> die ermittelt wird.
> was erwartest Du auch? Aus Sicht der automobilen Öffentlichkeit handelt > es sich um Freiheitsberaubung (das goldene Kalb wurde ja an der > Weiterfahrt gehindert) und Nötigung (Bedrohung durch eine Radfahrerbande, > die vorher den Verkehr behindert hat). So ist das tempolimitfreie Land, > in dem wir leben.
geht's noch abstruser?
kann es nicht einfach so sein, dass der Autofahrer seinen Fehler bemerkt hat und sich bei dem Radfahrer entschuldigen wollte und deshalb auch anhielt?, jedoch die übrigen Radfahrer auf ihn zustürmten und er deshalb in Panik geriet?
Im vorverurteilen seit ihr alle sehr schnell. Ich bin übrigens Nichtautofahrer. -- Gruß Friz
> kann es nicht einfach so sein, dass der Autofahrer seinen Fehler bemerkt > hat und sich bei dem Radfahrer entschuldigen wollte und deshalb auch > anhielt?,
z.B. so.
Wie sagen Gerichte so schön: "Das widerspricht jeder Lebenserfahrung."
>kann es nicht einfach so sein, dass der Autofahrer seinen Fehler >bemerkt hat und sich bei dem Radfahrer entschuldigen wollte und >deshalb auch anhielt?, jedoch die übrigen Radfahrer auf ihn zustürmten >und er deshalb in Panik geriet?
Lies einmal den OP "Dresdener Critical Mass mit unschönem Ende" Danach musst du nicht mehr so viel Aufwand in Spekulatius stecken.
>> Lies einmal den OP "Dresdener Critical Mass mit unschönem Ende" >> Danach musst du nicht mehr so viel Aufwand in Spekulatius stecken.
>Den ganzen Fred? Vom OP bis zu Aussage, daß es da wohl eine leichte >Berührung gegeben habe, hat das doch eine Weile gedauert.
Im OP sind Links. Die kann man anklicken. Man gerät dadurch zwar in die Welt außerhalb von nntp, aber manche Leute haben das überlebt. Hört man munkeln. Manchmal.
Zudem ging es Herrn Knauer nicht um Berührung oder nicht, sondern um das Verhalten der Radfahrer und des Sharanfahrers, nachdem letzterer gestoppt hatte.
>> Anscheinend sieht man die "Gruppe von Fahrradfahrern" als Täter, gegen >> die ermittelt wird.
> was erwartest Du auch? Aus Sicht der automobilen Öffentlichkeit handelt
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Die Polizei sollte aber neutral ermitteln. Dass man privat als Autofahrer denkt, sollte man schon ausblenden können.
> es sich um Freiheitsberaubung (das goldene Kalb wurde ja an der > Weiterfahrt gehindert) und Nötigung (Bedrohung durch eine Radfahrerbande, > die vorher den Verkehr behindert hat). So ist das tempolimitfreie Land, > in dem wir leben.
Polizei und Staatsanwaltschaft müssen sich an Gesetze und Gerichtsurteile halten, nicht an Spekulatius und flasche Mehrheitsmeinung.
Thomas Paulsen <kr5...@gmx.de> wrote: > Im OP sind Links. Die kann man anklicken. Man gerät dadurch zwar in die > Welt außerhalb von nntp, aber manche Leute haben das überlebt.
nntp? Neumodischer Schnickschnack! Das einzige gottgefaellige Protokoll fuer News ist uucp! Und das braucht noch nicht mal tcp/ip.
>>> Lies einmal den OP "Dresdener Critical Mass mit unschönem Ende" >>> Danach musst du nicht mehr so viel Aufwand in Spekulatius stecken.
>> Den ganzen Fred? Vom OP bis zu Aussage, daß es da wohl eine leichte >> Berührung gegeben habe, hat das doch eine Weile gedauert.
> Im OP sind Links. Die kann man anklicken. Man gerät dadurch zwar in die > Welt außerhalb von nntp, aber manche Leute haben das überlebt. > Hört man munkeln. > Manchmal.
Du postest in der flsachen Gruppe. dasVAU waere angemessener.
Dirk (flup)
-- Es herrschen zensurähnliche Zustände. Ich kann verstehen, wenn Menschen das umgangssprachlich Zensur nennen. Ich tue das auch.
> Im OP sind Links. Die kann man anklicken. Man gerät dadurch zwar in die > Welt außerhalb von nntp, aber manche Leute haben das überlebt. > Hört man munkeln. > Manchmal.
Echt jetzt? Hui!
(Die Schilderung mit dem angeblichen Zusammenstoß habe ich z.B. erst später gesehen)
> Zudem ging es Herrn Knauer nicht um Berührung oder nicht, sondern um > das Verhalten der Radfahrer und des Sharanfahrers, nachdem letzterer > gestoppt hatte.
Es ist ja nicht verwunderlich, daß hier neutrale Zeugen gesucht werden.