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Heuer schon fünf tote Radfahrer

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Johann Berger

unread,
Jul 24, 2008, 4:27:39 PM7/24/08
to
Eben gelesen:

http://www.tz-online.de/de/aktuelles/muenchen/artikel_43252.html

Kommentare zu diesem Artikel erwünscht


Johann Berger

--
Spreche ich mit Gott, nennt man es Beten.
Spricht Gott mir mir, nennt man es Psychose.


Thomas Baschetti

unread,
Jul 24, 2008, 5:38:25 PM7/24/08
to
Johann Berger schrieb:

> Eben gelesen:
>
> http://www.tz-online.de/de/aktuelles/muenchen/artikel_43252.html
>
> Kommentare zu diesem Artikel erwünscht

Selber schuld. Zumindest wenn man den Artikel und die Aussagen
des Polizeidirektors liest. 'Frechheit' ist nicht ganz das Wort
das mir dazu einfällt.

Es geht auch etwas besser, wie die SZ zeigt:
http://www.sueddeutsche.de/,ra14m1/muenchen/artikel/321/187725/

ok, der letzte Absatz ist ähnlich dämlich.

Ciao
Thomas

Nico Hoffmann

unread,
Jul 25, 2008, 2:32:48 AM7/25/08
to
Thomas Baschetti schreibt:

> Johann Berger schrieb:
>> Eben gelesen:
>>
>> http://www.tz-online.de/de/aktuelles/muenchen/artikel_43252.html
>>
>> Kommentare zu diesem Artikel erwünscht
>
> Selber schuld. Zumindest wenn man den Artikel und die Aussagen
> des Polizeidirektors liest. 'Frechheit' ist nicht ganz das Wort
> das mir dazu einfällt.
>
> Es geht auch etwas besser, wie die SZ zeigt:
> http://www.sueddeutsche.de/,ra14m1/muenchen/artikel/321/187725/

Nicht wirklich besser, denn da wird seitens des ADFC für 'farbig
markierte Radwege auf der Straße' als 'reservierte Fläche' geworben,
obwohl derselbe ADFC im Satz drauf sagt, dass die Separation nicht
funktioniert.


> ok, der letzte Absatz ist ähnlich dämlich.

Der auch, ja. Der letzte Satz ist besonders 'gelungen'.

N.
--
Ich halte das für machbar.

Thomas Hertel

unread,
Jul 25, 2008, 3:01:52 AM7/25/08
to
Thomas Baschetti schrieb:

Wenn man sich anschaut, was Susi Wimmer bisher über Radfahrer
geschrieben hat, muss diesem Artikel ein ganz erheblicher
Erkenntnissprung vorangegangen sein.

Gruß
Thomas

Axel Zinser

unread,
Jul 25, 2008, 2:49:10 AM7/25/08
to
On Thu, 24 Jul 2008 23:38:25 +0200, Thomas Baschetti wrote:

> Johann Berger schrieb:

> [...]


> ok, der letzte Absatz ist ähnlich dämlich.

Irgendwie stellen sich mir ja immer wieder die Nackenhaare hoch, wenn
ich so etwas lese: "Viele Radfahrer sind einfach zu schnell." Damit wird
- so empfinde ich das jedenfalls - die Ursache fuer Konflikte dem Rad-
faherer zugeschoben und nicht der Verkehrsgestaltung, die mit den tradi-
tionellen Rad/Fusswegstrukturen fuer ein fluessiges und zuegiges Radeln
untauglich ist.

Gruesse, Axel


--
Axel F. Zinser * fi...@hiss.org * +49 174 284 1908 * <pgp-mailto:B7D78791>

Ingo Keck

unread,
Jul 25, 2008, 4:03:53 AM7/25/08
to
Thomas Hertel <Thomas...@gmx.net> wrote:

[...]


> Wenn man sich anschaut, was Susi Wimmer bisher über Radfahrer
> geschrieben hat, muss diesem Artikel ein ganz erheblicher
> Erkenntnissprung vorangegangen sein.

Ne, ich denke sie hat/haben einfach nur ihr Empfinden für die
öffentliche Meinung ein bisschen an den Reaktionen auf den letzten
Hetzartikel kalibriert. Jetzt machen sie die Hetze halt ein bisschen
eleganter. Ist aber garantiert nicht von Dauer.

Ingo.

Hans

unread,
Jul 25, 2008, 4:07:05 AM7/25/08
to
Johann Berger wrote:
> Kommentare zu diesem Artikel erwünscht

Perverser Kommentar... Radfahrer überrollt, tot - Aber Hinweis das kein
Helm getragen wurde. Unangebracht, unwichtig, verzerrend.

Dazu noch die üblichen Rechtsabbliegerunfälle durch die Separation der
Verkehrswege. Was fällt der Polizei dazu ein? Nicht auf sein
Vorfahrsrecht zu bestehen und langsam fahren. Ggf. ist es der Polizei
entfallen: Radfahrer fahren in der Regel immer deutlich langsamer
gemessen an dem motorisierten Verkehr auf der allgemeinen Fahrbahn.

Keine Kritik an den Unfallverursachern, keine Kritik an der
Verkehrsführung (Separation), obwohl die höhere Gefährlichkeit durch
unzählige Studien bestätigt wurde.

Das Perverseste ist das nicht schon den Jugendlichen in der Schule
beigebracht wird das Sie auf Hochborden sehr vorsichtig fahren sollen,
weil Ihr Unfallrisiko dort bis zu 11 fach höher ist. Die Schlüsse kann
dann hoffentlich jeder selber ziehen.

Gruß,

Hans

Helmut Springer

unread,
Jul 25, 2008, 4:30:00 AM7/25/08
to
Axel Zinser <fi...@hiss.org> wrote:
> Irgendwie stellen sich mir ja immer wieder die Nackenhaare hoch,
> wenn ich so etwas lese: "Viele Radfahrer sind einfach zu schnell."

Waere interessant, in welchem Kontext das gesagt wurde...mit
derartigen Zitaten ist das immer so eine Sache. Ein Grund, warum
man sie so nicht liefern sollte...

Ich seh' hier durchaus Radfahrer "viel zu schnell" im Sinne von
"unangemessen schnell und hoch risikofreudig" fahren, zB bei
rechts-vor-links Kreuzungen oder wartenden Fahrzeugen.


> Damit wird - so empfinde ich das jedenfalls - die Ursache fuer
> Konflikte dem Rad- faherer zugeschoben und nicht der
> Verkehrsgestaltung, die mit den tradi- tionellen
> Rad/Fusswegstrukturen fuer ein fluessiges und zuegiges Radeln
> untauglich ist.

Ohne Kontext: ja, leider.


--
MfG/Best regards
helmut springer panta rhei

Ulf Wilmerstaedt

unread,
Jul 25, 2008, 6:25:55 AM7/25/08
to Hans
Am 25.07.2008, 10:07 Uhr, schrieb Hans <bi...@usenet.cnntp.org>:

> Johann Berger wrote:
>> Kommentare zu diesem Artikel erwünscht
>
> Perverser Kommentar... Radfahrer überrollt, tot - Aber Hinweis das kein
> Helm getragen wurde. Unangebracht, unwichtig, verzerrend.
>
> Dazu noch die üblichen Rechtsabbliegerunfälle durch die Separation der
> Verkehrswege. Was fällt der Polizei dazu ein? Nicht auf sein
> Vorfahrsrecht zu bestehen und langsam fahren.


> Ggf. ist es der Polizei entfallen: Radfahrer fahren in der Regel immer
> deutlich langsamer gemessen an dem motorisierten Verkehr auf der
> allgemeinen Fahrbahn.
>
> Keine Kritik an den Unfallverursachern, keine Kritik an der
> Verkehrsführung (Separation), obwohl die höhere Gefährlichkeit durch
> unzählige Studien bestätigt wurde.


Dafür ein Appell an die Intelligenz des Radfahrers:
[Zitat]>>Rechnet mit den Fehlern anderer<<, appelliert Hans-Jürgen
Notka,[Zitat Ende]
Dies scheint aber bei so manchem Radfahrer wirkungslos.


>
> Das Perverseste ist das nicht schon den Jugendlichen in der Schule
> beigebracht wird das Sie auf Hochborden sehr vorsichtig fahren sollen,
> weil Ihr Unfallrisiko dort bis zu 11 fach höher ist.

Woher stammt diese Erkenntnis?

> Die Schlüsse kann dann hoffentlich jeder selber ziehen.
>
> Gruß,
>
> Hans

Ulf

Ulf Wilmerstaedt

unread,
Jul 25, 2008, 6:31:06 AM7/25/08
to new...@baschetti.de

Mit anderen Worten:
Rotlicht gilt grundsätzlich nicht für Radfahrer?
Die Richtung, in der ein Radfahrer fährt, ist imme die richtige?
Habe ich das richtig verstanden?

>
> Ciao
> Thomas

Ulf

Ulli Horlacher

unread,
Jul 25, 2008, 6:43:04 AM7/25/08
to
Ulf Wilmerstaedt <ulf.wilm...@web.de> wrote:

> Rotlicht gilt grundsätzlich nicht für Radfahrer?

In Daimlercity gilt: nicht grundsaetzlich, aber ueberwiegend. Deshalb fahr
ich auch drueber.


--
+ Ulli Horlacher + fram...@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +

Michael Buege

unread,
Jul 25, 2008, 6:58:16 AM7/25/08
to
Zitat Ulf Wilmerstaedt:

[...]


> Dafür ein Appell an die Intelligenz des Radfahrers:
> [Zitat]>>Rechnet mit den Fehlern anderer<<, appelliert Hans-Jürgen
> Notka,[Zitat Ende]
> Dies scheint aber bei so manchem Radfahrer wirkungslos.

Worin unterscheiden sich Radfahrer darin von anderen Verkehrsteilnehmern?

>> Das Perverseste ist das nicht schon den Jugendlichen in der Schule
>> beigebracht wird das Sie auf Hochborden sehr vorsichtig fahren sollen,
>> weil Ihr Unfallrisiko dort bis zu 11 fach höher ist.
>
> Woher stammt diese Erkenntnis?

Aus der Unfallforschung.

Mi"r fehlt noch ein Bingofeld"chael
--
openstreetmap.org

Message has been deleted

Ulf Wilmerstaedt

unread,
Jul 25, 2008, 8:40:57 AM7/25/08
to Michael Buege
Am 25.07.2008, 12:58 Uhr, schrieb Michael Buege <mic...@buegehome.de>:

> Zitat Ulf Wilmerstaedt:
>
> [...]
>> Dafür ein Appell an die Intelligenz des Radfahrers:
>> [Zitat]>>Rechnet mit den Fehlern anderer<<, appelliert Hans-Jürgen
>> Notka,[Zitat Ende]
>> Dies scheint aber bei so manchem Radfahrer wirkungslos.
>
> Worin unterscheiden sich Radfahrer darin von anderen Verkehrsteilnehmern?

Da sie Rad fahren, denken sie an die Umwelt (Fußgänger schließe ich jetzt
mal aus). Was für mich von vorn herein eigentlich ein Zeichen für
Intelligenz ist.
Aber: Irren ist menschlich!

>
>>> Das Perverseste ist das nicht schon den Jugendlichen in der Schule
>>> beigebracht wird das Sie auf Hochborden sehr vorsichtig fahren sollen,
>>> weil Ihr Unfallrisiko dort bis zu 11 fach höher ist.
>>
>> Woher stammt diese Erkenntnis?
>
> Aus der Unfallforschung.

Sorry, meine Frage war augenscheinlich missverständlich. Ich korrigiere
wie folgt:
Woher stammt die Erkenntnis, dass es Kinder nicht schon in der Schule
beigebracht wird?

>
> Mi"r fehlt noch ein Bingofeld"chael

Ulf

Ulf Wilmerstaedt

unread,
Jul 25, 2008, 8:44:24 AM7/25/08
to rai...@gmx.de
Am 25.07.2008, 14:12 Uhr, schrieb Rainer Mai <rai...@gmx.de>:

> "Ulf Wilmerstaedt" <ulf.wilm...@web.de> schrieb:


>
>> Am 24.07.2008, 23:38 Uhr, schrieb Thomas Baschetti
>> <new...@baschetti.de>:
>

>>> Es geht auch etwas besser, wie die SZ zeigt:
>>> http://www.sueddeutsche.de/,ra14m1/muenchen/artikel/321/187725/
>>>
>>> ok, der letzte Absatz ist ähnlich dämlich.
>>
>> Mit anderen Worten:
>> Rotlicht gilt grundsätzlich nicht für Radfahrer?
>

> Für Fußgänger auch nicht. Manche laufen sogar gegen die Einbahn ...

Bezog sich der Artikel auf Radfahrer oder auf Fußgänger? Wieso bringst du
jetzt auf einmal Fußgänger ins Spiel?

>
>> Die Richtung, in der ein Radfahrer fährt, ist imme die richtige?
>

> Mutmaßlich. Wenn nicht, hat er wohl sich verfahren.

Was ihm automtisch das Recht gibt, Regeln zu missachten?

>
>> Habe ich das richtig verstanden?
>

> Da bin ich mir nicht so sicher.

Das ist doch mal ein Lichtblick!

>
> Rainer "wieder eine Zeile voll" Mai
>

Ulf

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Christoph Maercker

unread,
Jul 25, 2008, 10:43:33 AM7/25/08
to
Hans wrote:
> Dazu noch die üblichen Rechtsabbliegerunfälle durch die Separation der
> Verkehrswege. Was fällt der Polizei dazu ein? Nicht auf sein
> Vorfahrsrecht zu bestehen und langsam fahren.

Das ist ja OK, sie dürfen nur nicht vergessen, darauf hinzuweisen, dass
diese und einige weitere Vorsichtsmaßregeln besonders auf "Radwegen"
beachtet werden müssen. Den Verzicht auf den Vorrang gegenüber
Rechtsabbiegern würde ich allerdings unabhängig vom benutzten
Straßenteil unterstreichen.

> Keine Kritik an den Unfallverursachern,

Die können in der Tat allzu oft wenig dafür.

> Das Perverseste ist das nicht schon den Jugendlichen in der Schule
> beigebracht wird das Sie auf Hochborden sehr vorsichtig fahren sollen,

... und vor allem, worauf sie speziell achten müssen.

Eine Bitte: Wer noch Kommentare bei dem Blättchen einwirft, möge bitte
die URLs ein(ig)er Webseiten mit Tips zum sicheren Radfahren angeben.
Vielleicht lesen sie auf diese Weise ein paar Leute mehr.
--


CU Christoph Maercker.

RADWEGE sind TOD-SICHER!

Florian Gross

unread,
Jul 25, 2008, 12:46:14 PM7/25/08
to
Thomas Baschetti wusste folgendes:

> Es geht auch etwas besser, wie die SZ zeigt:
> http://www.sueddeutsche.de/,ra14m1/muenchen/artikel/321/187725/
>
> ok, der letzte Absatz ist ähnlich dämlich.

Stimmt. Was ist flasch daran, im Verkehrsfluß zu bleiben?

flo
--
Hier gibt es nichts mehr zu sehen.
Gehe zum nächsten Posting

Hans

unread,
Jul 25, 2008, 1:09:26 PM7/25/08
to
Ulf Wilmerstaedt wrote:
> Da sie Rad fahren, denken sie an die Umwelt (Fußgänger schließe ich
> jetzt mal aus). Was für mich von vorn herein eigentlich ein Zeichen für
> Intelligenz ist.

Ich fahre ausschließlich Rad und ÖPNV. Das hat aber nichts mit dem
Umweltschutz zu oder meiner Intelligenz zu tun. Es ist einfach für mich
- derzeit - die sinnvollste, schnellste, bequemste, flexibelste und
günstigste Möglichkeit von A nach B zu kommen... o.k. sicher auch ein
Zeichen für Intelligenz das abwägen zu können ;-)

Bei der Praktizierung von "Rad fahren in meiner Stadt" fällt mir aber
auch auf - seit dem ich das exclusiv mache - wie schlimm es um den
Radverkehr bestellt ist. Alle Beteuerungen der Regierenden und Behörden
zum Thema Rad & Umwelt sind für mich seit dem und den Kontakt mit den
lokalen Behörden nur lose Worthülsen. Fakt ist, das die reale
Verkehrspolitik Autoverkehrspolitik ist und für diese ist der Radfahrer
ein Störfaktor der genau als das behandelt wird.

Gruß,

Hans

Martin Speiser

unread,
Jul 25, 2008, 1:29:05 PM7/25/08
to
Rainer Mai schrieb:
> Ist es nicht interessant, dass immer nur gegen *eine* Gruppe gehetzt wierd -
> obwohl andere mindestens genauso viele *gleiche* Verkehrsverstöße auf dem
> Kerbholz haben?

<ironie>Bei Radfahrern weiß man halt genau, dass die nur aus Spaß
unterwegs sind, und nicht weil sie irgendwo hin wollen/müssen.</ironie>

--
> Mir ist das zu wenig Material, ich trage Helm.
Mir ist das zu dämlich. Ich trage Verstand.
(Wolfgang Strobl zu einem Helmmissionar in de.rec.fahrrad)

Elke Bock

unread,
Jul 25, 2008, 1:49:40 PM7/25/08
to
"Ulf Wilmerstaedt" <ulf.wilm...@web.de> schrieb:

Schülerbefragung durch Eltern vermutlich. Und wenn es anders wäre,
dann hätte es hier gewiß schon mal ein Lehrer richtig gestellt. Glaube
nicht, daß keine mitlesen.


mfg, elke

Ulf Wilmerstaedt

unread,
Jul 25, 2008, 2:32:00 PM7/25/08
to Elke Bock
Am 25.07.2008, 19:49 Uhr, schrieb Elke Bock <e.b...@gmx.de>:

> "Ulf Wilmerstaedt" <ulf.wilm...@web.de> schrieb:
>
>> Am 25.07.2008, 10:07 Uhr, schrieb Hans <bi...@usenet.cnntp.org>:
>>> Das Perverseste ist das nicht schon den Jugendlichen in der Schule
>>> beigebracht wird das Sie auf Hochborden sehr vorsichtig fahren sollen,
>>> weil Ihr Unfallrisiko dort bis zu 11 fach höher ist.
>>
>> Woher stammt diese Erkenntnis?
>
> Schülerbefragung durch Eltern vermutlich.

Vermutlich????

> Und wenn es anders wäre,
> dann hätte es hier gewiß schon mal ein Lehrer richtig gestellt. Glaube
> nicht, daß keine mitlesen.

Eben!!

>
>
> mfg, elke

Ulf

Ulf Wilmerstaedt

unread,
Jul 25, 2008, 2:48:55 PM7/25/08
to rai...@gmx.de
Am 25.07.2008, 14:51 Uhr, schrieb Rainer Mai <rai...@gmx.de>:

> "Ulf Wilmerstaedt" <ulf.wilm...@web.de> schrieb:
>> Am 25.07.2008, 14:12 Uhr, schrieb Rainer Mai <rai...@gmx.de>:
>>> "Ulf Wilmerstaedt" <ulf.wilm...@web.de> schrieb:
>>>> Am 24.07.2008, 23:38 Uhr, schrieb Thomas Baschetti
>>>> <new...@baschetti.de>:
>>>
>>>>> Es geht auch etwas besser, wie die SZ zeigt:
>>>>> http://www.sueddeutsche.de/,ra14m1/muenchen/artikel/321/187725/
>>>>>
>>>>> ok, der letzte Absatz ist ähnlich dämlich.
>>>>
>>>> Mit anderen Worten:
>>>> Rotlicht gilt grundsätzlich nicht für Radfahrer?
>>>
>>> Für Fußgänger auch nicht. Manche laufen sogar gegen die Einbahn ...
>>
>> Bezog sich der Artikel auf Radfahrer oder auf Fußgänger? Wieso bringst
>> du
>> jetzt auf einmal Fußgänger ins Spiel?
>

> Ist es nicht interessant, dass immer nur gegen *eine* Gruppe gehetzt
> wierd -
> obwohl andere mindestens genauso viele *gleiche* Verkehrsverstöße auf dem
> Kerbholz haben?

Den Appell, an die Intelligenz einer Gruppe, als Hetze zu interpretieren
finde ich nun wieder sehr interessant!

>
>>>> Die Richtung, in der ein Radfahrer fährt, ist imme die richtige?
>>>
>>> Mutmaßlich. Wenn nicht, hat er wohl sich verfahren.
>>
>> Was ihm automtisch das Recht gibt, Regeln zu missachten?
>

> Du hast grade das Thema gewechselt. Eben wolltest du dem Radfahrer noch
> seine Fahrtrichtung vorschreiben.

Inwiefern ist das Stellen einer Frage, die sich genau um das Thema dreht
([Zitat]Radler die in der falschen Richtung unterwegs sind [Zitat Ende])
ein Themenwechsel?
Evtl. ist es wirklich besser, wenn du dich um deinen Bingoschein kümmerst.

>
>>>> Habe ich das richtig verstanden?
>>>
>>> Da bin ich mir nicht so sicher.
>>
>> Das ist doch mal ein Lichtblick!
>

> Mittlerweile bin ich mir doch *sicher*, dass du es *nicht * verstanden
> hast.
>
> Rainer,
> neuen Bingoschein ausdruckend

Ulf,
ohne Bingoschein

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Elke Bock

unread,
Jul 25, 2008, 4:03:33 PM7/25/08
to
"Ulf Wilmerstaedt" <ulf.wilm...@web.de> schrieb:

>Am 25.07.2008, 19:49 Uhr, schrieb Elke Bock <e.b...@gmx.de>:
>
>> "Ulf Wilmerstaedt" <ulf.wilm...@web.de> schrieb:
>>
>>> Am 25.07.2008, 10:07 Uhr, schrieb Hans <bi...@usenet.cnntp.org>:
>>>> Das Perverseste ist das nicht schon den Jugendlichen in der Schule
>>>> beigebracht wird das Sie auf Hochborden sehr vorsichtig fahren sollen,
>>>> weil Ihr Unfallrisiko dort bis zu 11 fach höher ist.
>>>
>>> Woher stammt diese Erkenntnis?
>>
>> Schülerbefragung durch Eltern vermutlich.
>
> Vermutlich????

Genau.

>> Und wenn es anders wäre,
>> dann hätte es hier gewiß schon mal ein Lehrer richtig gestellt. Glaube
>> nicht, daß keine mitlesen.
>
>Eben!!

Na bitte.
Aber warum fragst du, wenn du es dir einklich selber denken kannst?


elke, nicht "Hans"

Elke Bock

unread,
Jul 25, 2008, 4:14:43 PM7/25/08
to
Christoph Maercker <nor...@spamtonne.invalid> schrieb:

>Hans wrote:
> > Dazu noch die üblichen Rechtsabbliegerunfälle durch die Separation der
>> Verkehrswege. Was fällt der Polizei dazu ein? Nicht auf sein
>> Vorfahrsrecht zu bestehen und langsam fahren.
>
>Das ist ja OK,

Wie bitte? Ich empfinde es als bodenlose Frechheit, ausgerechnet
Radfahrern, welche im allgemeinen die gefährlichen
Spitzengeschwindigkeiten anderer Fahrzeuge gar nicht erreichen, zum
(noch) langsamer fahren aufzufordern.


mfg, elke

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Heiko Rossmann

unread,
Jul 26, 2008, 11:50:31 AM7/26/08
to
Hans wrote:
> Johann Berger wrote:
>> Kommentare zu diesem Artikel erwünscht
>
> Perverser Kommentar... Radfahrer überrollt, tot - Aber Hinweis das kein
> Helm getragen wurde. Unangebracht, unwichtig, verzerrend.
>
> Dazu noch die üblichen Rechtsabbliegerunfälle durch die Separation der
> Verkehrswege. Was fällt der Polizei dazu ein? Nicht auf sein
> Vorfahrsrecht zu bestehen und langsam fahren. Ggf. ist es der Polizei
> entfallen: Radfahrer fahren in der Regel immer deutlich langsamer
> gemessen an dem motorisierten Verkehr auf der allgemeinen Fahrbahn.
>
> Keine Kritik an den Unfallverursachern, keine Kritik an der
> Verkehrsführung (Separation), obwohl die höhere Gefährlichkeit durch
> unzählige Studien bestätigt wurde.

Und nur der Rentner war "ganz unverschuldet" - bei allen anderen Fällen
kann sich der Leser seinen Teil dazu denken?

*kopfschuettel* Heiko

Ulf Wilmerstaedt

unread,
Jul 26, 2008, 12:07:36 PM7/26/08
to usene...@alkoholunfall.de
Am 25.07.2008, 15:12 Uhr, schrieb Christian Marten
<bitte_reply...@nurfuerspam.de>:

> Ulf Wilmerstaedt schrieb:
>
> [bis 11 faches Risoko auf Hochboards]


>
>
>> Sorry, meine Frage war augenscheinlich missverständlich. Ich korrigiere
>> wie folgt:
>> Woher stammt die Erkenntnis, dass es Kinder nicht schon in der Schule
>> beigebracht wird?
>

> Es steht weder in Lehrbüchern, noch im Rahmenplan. Die
> wenigsten Lehrer sind über Radwegrisiken richtig
> informiert (Woher auch?).

Dem widerspreche ich nicht!!
Es gibt aber (und davon bin ich, aus eigener Anschauung, überzeugt!) immer
mehr LehrerInnen die die Problematik erkennen und entsprechend wirksam
werden.

>
>
> Ich habe mal in einer Schule einen Tag "Radfahrunterricht"
> gegeben, es war offensichtlich, dass ich der erste war, der
> auf Gefahren des Radweges hinwies. [..]
>

Ganz ehrlich? Ich finde das toll! Also nicht das du der erste warst,
sonden das du es überhaupt gemacht hast. Und darüber hinaus bin ich davon
überzeugt, dass sich diese Stunde in den Köpfen der Kinder besonders
eingeprägt hat, weil es eben den allgemeinen Meinung zuwider läuft und
somit zum (Nach-)Denken anregt.
Ich kann nur hoffen, dass das keine Eintagsfliege war und du so etwas
gelegentlich wiederholst.


MfG
Ulf

Ulf Wilmerstaedt

unread,
Jul 26, 2008, 12:54:30 PM7/26/08
to rai...@gmx.de
Am 25.07.2008, 21:28 Uhr, schrieb Rainer Mai <rai...@gmx.de>:


[..]
>
> Eben ging es dir noch um das ach so wichtige, arme, missachtete Rotlicht.

Also das Wort *wichtig* habe ich nun wirklich nicht verwendet!

> Nimm mal zur Kenntnis, dass, obwohl Polizeiobermacker die
> Rotlichtmisssachtung (nur von Radfahrern, nicht Fußgängern oder
> Autofahrern!) regelmäßig im Sommerloch zwecks Eigen-PR als riesiges
> Sicherheitsproblem aufbauschen - das dann aber in der Unfallstatistik
> kaum
> wiederzufinden ist.
>

Ich nehme es gern zur Kenntnis! Schon allein schon deshalb, weil mir die
Sommerlochproblematik bekannt ist.

Jedoch bitte auch ich dich etwas zur Kenntnis zu nehmen:
Es gibt Regeln, über (oder auch gegen) deren (Un-)Sinnhaftigkeit sich
trefflich streiten lässt. Besonders dann, wenn sie nur eine Gruppe von
Verkehrsteilnehmern betreffen (Bsp. Radwege - denen im Übrigen auch ich
nichts abgewinnen kann; oder auch wie du weiter unten richtig formulierst:
Fahrverbote).

Wenn es jedoch Regeln sind, die für alle Verkehrsteilnehmer gelten (z.B.
Rotlicht), sollte (meiner persönlichen Meinung nach) nicht eine Gruppe
(oder Teile dieser Gruppe) für sich in Anspruch nehmen, diese Regeln außer
Kraft setzen zu dürfen. Auch wenn die Unfallstatistik nicht dagegen
spricht.

Der Protest/Widerstand gegen solche Regeln/Verbote ist an anderer Stelle
angebracht.
Dem Radfahrer, der mit [Ironie an] unbehelmten [Ironie aus] Kopf unter dem
LKW liegt, nützt es nichts mehr, wenn die Stadtväter/Polizei erkennen, was
für einen Mist sie bei so manchem Reglementierungsversuch verzapft haben.

[..]
>
> Das ist eine diskriminierende Formulierung. Seit wann dürfen Radfahrer
> nur
> in einer bestimmten Richtung fahren? [Dies vor dem Hintergrund, dass es
> jede
> Menge Fahrverbote (verbotene Wegebeziehungen) ganz speziell nur für
> Fahrzeuge ohne Motor gibt?
>
> Nach deiner Antwort vermute ich, dass es dir um die Benutzung *eines
> Radwegs* in der falschen Richtung ging. Dann sage das bitte auch.

Das kann ich leider nicht! Weil dies aus o.g. Artikel (auf den ich mich
immer wieder beziehe) nicht hervor geht.
Es war nur von *Radler(n) die in der falschen Richtung unterwegs sind* die
Rede. Und dann gehe ich im Zweifelsfall von der Situation aus, die du oben
so richtig angeführt hast aus.

>
> Dazu gäbe es übrigens einiges inhaltlich zu sagen. Aber weil ich mir
> nicht
> sicher bion, ob dich das über den Zeitungs-Desinformationswind hinaus
> interessiert, schenke ich mir erstmal die Tipparbeit.

Ich weiß. Dann kommen wir wieder in die ganze besc... Radwegproblematik.
Und das haben wir ja schon einige Male durch.

>
>> Evtl. ist es wirklich besser, wenn du dich um deinen Bingoschein
>> kümmerst.
>

> Ja, vermutlich.
>
>> Ulf,
>> ohne Bingoschein
>
> Falls du wissen möchtest, was hier gespielt wird:
> http://bernd.sluka.de/Radfahren/bullshit_bingo.html

Habe ich schon seit geraumer Zeit unter *Lesezeichen* abgelegt. Trotzdem,
danke für den Hinweis.

>
> Rainer

Ulf

Ulf Wilmerstaedt

unread,
Jul 26, 2008, 1:14:02 PM7/26/08
to rai...@gmx.de
Am 25.07.2008, 21:30 Uhr, schrieb Rainer Mai <rai...@gmx.de>:

> "Ulf Wilmerstaedt" <ulf.wilm...@web.de> schrieb:
>
>> Am 25.07.2008, 19:49 Uhr, schrieb Elke Bock <e.b...@gmx.de>:
>>
>>> "Ulf Wilmerstaedt" <ulf.wilm...@web.de> schrieb:
>>>
>>>> Am 25.07.2008, 10:07 Uhr, schrieb Hans <bi...@usenet.cnntp.org>:
>>>>> Das Perverseste ist das nicht schon den Jugendlichen in der Schule
>>>>> beigebracht wird das Sie auf Hochborden sehr vorsichtig fahren
>>>>> sollen,
>>>>> weil Ihr Unfallrisiko dort bis zu 11 fach höher ist.
>>>>
>>>> Woher stammt diese Erkenntnis?
>>>
>>> Schülerbefragung durch Eltern vermutlich.
>>
>> Vermutlich????
>

> Ach was. Die Zahl geht auf eine alte schwedische Untersuchung zurück.
> Quelle aktuell nicht gefunden - erleutert z.B. hier:
> http://www.erika-ciesla.privat.t-online.de/radweg-sicher.html
>
> Rainer

BTW: Die Frage bezog sich nicht auf die Statistik. Diese Zahlen sind mir
geläufig!

Ulf

Message has been deleted

Bodo Eggert

unread,
Jul 26, 2008, 3:57:51 PM7/26/08
to
Ulf Wilmerstaedt <ulf.wilm...@web.de> wrote:
> Am 25.07.2008, 14:51 Uhr, schrieb Rainer Mai <rai...@gmx.de>:

>> Ist es nicht interessant, dass immer nur gegen *eine* Gruppe gehetzt
>> wierd -
>> obwohl andere mindestens genauso viele *gleiche* Verkehrsverstöße auf dem
>> Kerbholz haben?
>
> Den Appell, an die Intelligenz einer Gruppe, als Hetze zu interpretieren
> finde ich nun wieder sehr interessant!

"Es wäre schön, wenn Du Dich auch mal ein bißchen intelligent verhalten
würdest" == "Du benimmst Dich besonders dumm". Weitergehen müßte es aber
meistens mit "... und auf dem Radweg fährst, damit ich schneller rasen
kann, und an jeder Ecke abbremst, damit ich nicht gucken muß. Und wenn ich
mal zu Fuß unterwegs bin, dann mußt Du damit rechnen, daß ich ohne mich
unzudrehen quer über den Radweg abbiege. Rasen und Nichtgucken ist nämlich
besonders schlau!"
--
Why do women have smaller feet than men?
It's one of those "evolutionary things" that allows them to stand
closer to the kitchen sink.
Friß, Spammer: C14MM...@mcu-mch.7eggert.dyndns.org v...@7eggert.dyndns.org

Ulli Horlacher

unread,
Jul 26, 2008, 4:41:50 PM7/26/08
to
Ulf Wilmerstaedt <ulf.wilm...@web.de> wrote:

> Wenn es jedoch Regeln sind, die für alle Verkehrsteilnehmer gelten (z.B.
> Rotlicht), sollte (meiner persönlichen Meinung nach) nicht eine Gruppe
> (oder Teile dieser Gruppe) für sich in Anspruch nehmen, diese Regeln außer
> Kraft setzen zu dürfen.

Wenn eine "Regel" eine Verkehrsteilnehmerart extrem benachteiligt, darf
sich niemand wundern, wenn diese missachtet wird.

Ich fahr auch oft bei rot ueber die Ampeln, meistens sogar legal. Egal wie
die Idioten hinter mir hupen.


--
+ Ulli Horlacher + fram...@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +

Bodo Eggert

unread,
Jul 26, 2008, 4:21:28 PM7/26/08
to
Ulf Wilmerstaedt <ulf.wilm...@web.de> wrote:

> Jedoch bitte auch ich dich etwas zur Kenntnis zu nehmen:
> Es gibt Regeln, über (oder auch gegen) deren (Un-)Sinnhaftigkeit sich
> trefflich streiten lässt. Besonders dann, wenn sie nur eine Gruppe von
> Verkehrsteilnehmern betreffen (Bsp. Radwege - denen im Übrigen auch ich
> nichts abgewinnen kann; oder auch wie du weiter unten richtig formulierst:
> Fahrverbote).
>
> Wenn es jedoch Regeln sind, die für alle Verkehrsteilnehmer gelten (z.B.
> Rotlicht), sollte (meiner persönlichen Meinung nach) nicht eine Gruppe
> (oder Teile dieser Gruppe) für sich in Anspruch nehmen, diese Regeln außer
> Kraft setzen zu dürfen. Auch wenn die Unfallstatistik nicht dagegen
> spricht.

Wenn Radfahrer bei Rot fahren, dann haben üblicherweise die parallel
fahrenden KFZ noch Grün. Also gilt das Rot ja gerade nicht für alle
Verkehrsteilnehmer.

> Der Protest/Widerstand gegen solche Regeln/Verbote ist an anderer Stelle
> angebracht.
> Dem Radfahrer, der mit [Ironie an] unbehelmten [Ironie aus] Kopf unter dem
> LKW liegt, nützt es nichts mehr, wenn die Stadtväter/Polizei erkennen, was
> für einen Mist sie bei so manchem Reglementierungsversuch verzapft haben.

Das passiert aber nicht dadurch, daß zwanzig Sekunden später der
Querverkehr losfährt, sondern dadurch, daß der Radfahrer mit dem LKW
zusammen grün bekommt. Oder daurch, daß der LKW-Fahrer in die Kreuzung
einfährt, ein paar Leute durchläßt und dann den Radweg leider nicht
mehr sehen kann (da muß er dann halt blind losfahren!).
--
One enemy soldier is never enough, but two is entirely too many.

Friß, Spammer: V...@Zb6Ld.7eggert.dyndns.org a...@JDk.7eggert.dyndns.org
br0i9h@.CF.7eggert.dyndns.org MWq...@mm4.s.7eggert.dyndns.org

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Wolfgang Strobl

unread,
Jul 27, 2008, 5:22:54 AM7/27/08
to
"Ulf Wilmerstaedt" <ulf.wilm...@web.de> schwadronierte:

>Den Appell, an die Intelligenz einer Gruppe, als Hetze zu interpretieren
>finde ich nun wieder sehr interessant!

Ich empfehle einen Blick in <http://0x1a.de/rec/schuldzuweiser>. Dies
ist ein Appell an die hoffentlich vorhandene Intelligenz des Ulf
Wilmerstaedt.

<snip>

Jedes Jahr zur oder kurz vor der "Saure-Gurken-Zeit" füllen faule
Redakteure die Zeitungsspalten mit reißerischen Berichten über
radfahrende Rüpel, die "zu über 70% an ihren Unfällen selber schuld"
sind, die nur durch bunte Narrenkappen vor dem sicheren Tod bewahrt
werden können (als ob in den vergangenen hundert Jahren die Radfahrer
wie die Fliegen gestorben wären), etc. pp.

Der Unsinn erschließt sich dem so veräppelten Leser meist nicht, er
reimt sich aus dem Geschreibsel dann gern zusammen, daß nach Adam Riese
die Gegenseite also nur zu 30% "selber schuld" sein kann. Richtig?
Falsch. Unfälle von Radfahrern sind zu einem hohen Anteil Alleinunfälle
oder Zusammenstöße mit anderen Radfahrern. Zählt man diese mit, kommt
man automatisch zu solch hohen Prozentzahlen, auch dann, wenn bei
Unfällen, bei denen die Gegenpartei ein anderes Verkehrsmittel nutzt,
die Verteilung fifty/fifty ist, die Schuldwahrscheinlicheit also
unabhängig vom Verkehrsmittel ist. Für Autofahrer käme man bei gleicher
Zahlenakrobatik auf "Autofahrer sind zu über 90% an ihren Unfällen
selber schuld". Aber hätte man jemals solch eine Schlagzeile reißerisch
aufgemacht in der Zeitung gelesen, evtl. noch garniert mit einer
Forderung nach Autohelmen?

Man könnte dies ja als "redaktionelle Beiträge sind doch eh nur noch
dazu gut, die Lücken zwischen den Anzeigen nicht so trostlos aussehen zu
lassen" abtun und zur Tagesordnung übergehen, merkte man nicht prompt
als (all)täglicher Radfahrer die aus entsprechenden Hetzartikeln
resultierenden blechbewehrten und manchmal lebensgefährlichen
Erziehungsversuche in den nächsten Tagen auch auf der Straße.

Lesestoff:

Von den insgesamt 78 678 "Fahrradunfällen" mit Personenschaden waren 15%
Alleinunfälle. Bei 3,4% der Unfälle waren mindestens drei
Verkehrsteilnehmer beteiligt und bei 82% gab es nur einen weiteren
Unfallbeteiligten (64 363). Auch hier war ein Pkw der häufigste
Unfallgegner (74%). Bei 8,6% war ein weiterer Radfahrer und bei 6,3% war
ein Fußgänger der Unfallgegner. Insgesamt galten 42% aller
unfallbeteiligten Radfahrer als Hauptverursacher eines Unfalls.

*** Bei Unfällen mit Pkw war der Radfahrer nur zu 28% und bei Unfällen
*** mit Güterkraftfahrzeugen nur zu 22% der Hauptverursacher des
*** Unfalls.

Besonders häufig trug der Radfahrer die Hauptschuld bei Unfällen mit
Fußgängern, nämlich zu 64%. Auch bei Unfällen mit Motorrädern war der
Radfahrer überdurchschnittlich häufig der Hauptverursacher (zu 58%).'

Quelle: "Zweiradunfälle im Straßenverkehr 2005", Statistisches
Bundesamt, Hervorhebung von mir.

PS: und danke für die vielen Bingofelder.

--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen

Alexander Brock

unread,
Jul 27, 2008, 8:54:48 AM7/27/08
to
Ulli Horlacher schrieb:

> Ich fahr auch oft bei rot ueber die Ampeln, meistens sogar legal. Egal wie
> die Idioten hinter mir hupen.

Die hupen? Die Idioten hinter mir sind da (noch?) eine Evo-Stufe zurück:
Sie fahren einfach ebenfalls.

Gruß
Alexander

Martin Glas

unread,
Jul 27, 2008, 4:32:54 PM7/27/08
to
On 24 Jul., 22:27, "Johann Berger" <einerkamdu...@gmx.net> wrote:
> Eben gelesen:
>
> http://www.tz-online.de/de/aktuelles/muenchen/artikel_43252.html
>

Wen es interessiert: (unkommentierte) Bilder von der Kreuzung, wo der
Unfall vergangene Woche passiert ist, hier:

http://home.mnet-online.de/mgka/baumk/

Vermutlich ist der LKW-Fahrer verbotswidrig von einer der
Linksabbiegespuren nach rechts gefahren, aber die dort markierte
Radfahrerfurt ist überflüssig wie ein Kropf, denn weder vor dieser
Kreuzung (Baumkirchner Str.) noch danach (Berg-am-Laim Unterführung)
gibt es einen Radweg.

-mg

Message has been deleted

Martin Glas

unread,
Jul 27, 2008, 5:08:31 PM7/27/08
to
On 27 Jul., 22:47, Rainer Mai <rai...@gmx.de> wrote:
> Martin Glas <glasm...@googlemail.com> schrieb:
>
> >http://home.mnet-online.de/mgka/baumk/
>
> Hübsch, noch ein richtiger Textindex ...

M-Net halt :-)

>
> Aber, hm, äh, der von dir engagierte Radfahrdarsteller hat offenbar einen
> Job bei der Müllabfuhr(?).
>

Ne, der fuhr grad zufällig ins Bild. Diese Westen sind hier irgendwie
stark im Kommen bei den Radfahrern.

> >Vermutlich ist der LKW-Fahrer verbotswidrig von einer der
> >Linksabbiegespuren nach rechts gefahren, aber die dort markierte
> >Radfahrerfurt ist überflüssig wie ein Kropf, denn weder vor dieser
> >Kreuzung (Baumkirchner Str.) noch danach (Berg-am-Laim Unterführung)
> >gibt es einen Radweg.
>

> Auch nicht an der Querstraße?

Nein, auch da nicht, Die Unterführung ist sehr schmal, in Richtung
Norden gibt es einen Schutzstreifen, ich Richtung Süden ist der Gehweg
für Radfahrer freigegen, aufgrund der dort befindlichen Treppen zur S-
Bahn-Station ist die Benutzung allerdings nicht zu empfehlen.

-mg

Message has been deleted

Erika Ciesla

unread,
Aug 9, 2008, 6:44:39 PM8/9/08
to

Elke Bock schrieb:


> Christoph Maercker <nor...@spamtonne.invalid> schrieb:
>
>>Hans wrote:
>> > Dazu noch die üblichen Rechtsabbliegerunfälle durch die Separation der
>>> Verkehrswege. Was fällt der Polizei dazu ein? Nicht auf sein
>>> Vorfahrsrecht zu bestehen und langsam fahren.
>>
>> Das ist ja OK,

Ist es nicht!

> Wie bitte? Ich empfinde es als bodenlose Frechheit, ausgerechnet
> Radfahrern, welche im allgemeinen die gefährlichen
> Spitzengeschwindigkeiten anderer Fahrzeuge gar nicht erreichen, zum
> (noch) langsamer fahren aufzufordern.

Die Verkehrtplaner scheinen erst dann zufrieden zu sein, wenn ein
Radfahrer nicht schneller ist als ein Fußgänger, aber wozu braucht man
dann noch ein Fahrrad?

Natürlich ist es ein Ding der Unmöglichkeit, auf einem Gehweg schneller
zu fahren als Schritt, aber ein noch viel größeres Ding der
Unmöglichkeit ist, überhaupt dort zu fahren. Was zum Teufel haben
Fahrräder (also Fahrzeuge!) dort zu suchen? *DAS* ist doch die Frage!

Ich kenne die Maximalforderung, die hier gestellt wird und unterstütze
diese, aber als erster Schritt gehören folgende Dinge *SOFORT* abgeschafft:

1. Das Zeichen 240, und

2. die Zusatztafel „Radfahrer frei“ unter Zeichen 239,

denn es ist einfach einfach nur grober Unfug, Fahrzeugen und Fußgängern
denselben Verkehrsraum zuzuweisen.

Und das dritte, das *SOFORT* zu verschwinden hätte, wäre die Freigabe
linker Radwege. Sie *wissen* doch, daß das mit besonderen Gefahren
verbunden ist (steht doch (noch) in der VwV), sie müßten nur endlich mal
ihre eigenen Gesetze und Verordnungen ernst nehmen.


Glückauf!
Erika Ciesla (Mannheim/Deutschland)

--
Fährst Du Fahrrad?
Mußt Du gucken: http://www.erika-ciesla.de

Christoph Maercker

unread,
Aug 18, 2008, 7:03:26 AM8/18/08
to
Bernd Sluka wrote:
> Nein, solange die Fahrgeschwindigkeiten der anderen Fahrzeuge höher
> liegen ist ein Aufruf an die Langsameren noch langsamer zu fahren eine
> Frechheit.

Auf "Radwegen" kann man i.a. nur langsam fahren. Insofern hat eine
Aufforderung dazu keine großen Auswirkungen in der Praxis. Natürlich
können sie "Radwege" nicht mehr als sichere Wege anpreisen, wenn diese
"Sicherheit" erklärtermaßen nur bei stark reduzierter Geschwindigkeit
gegeben ist.

>> Den Verzicht auf den Vorrang gegenüber
>> Rechtsabbiegern würde ich allerdings unabhängig vom benutzten
>> Straßenteil unterstreichen.

> Wozu sollte man etwas "unterstreichen", das alleine beim Fahren
> außerhalb der Fahrbahn notwendig wird?

Wieso notwendig?? Vorrang gegenüber Rechtsabbiegern haben Radfahrer
überall und sie können ebenso gut drauf verzichten, egal ob sie auf der
Fahrbahn auf "Radwegen" oder -streifen oder sonstwo fahren.
--


CU Christoph Maercker.

RADWEGE sind TOD-SICHER!

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