Am Fri, 25 May 2012 01:04:53 +0200 schrieb Kaí ŧeranskí:
> Arno Welzel schrieb:
>
>> Wenn Postings nicht für jeden bestimmt sind, wieso schreibt man sie
>> dann im Usenet? Dieses Medium *ist* für jeden zugänglich. Kann es sein,
>> dass hier ein Stück weit Verständnis aufkommt, wenn jemand nicht mit
>> seinem Realnamen posten will?
>
> Ja. Solange es nicht nur darum geht, unter Pseudonym zu trollen oder zu
> beleidigen. Der Realname bringt zwar eine gewisse "Nähe" und
> "persönliche Atmosphäre" mit sich, ist aber eigentlich im Zeitalter der
> allgemeinen Schnüffelwut überholt.
Usenet ist ein vertrauensbasiertes Medium zur vernetzten Kommunikation,
kein kommerzielles Ellebogenmedium mit irgendwelchen Optimierungs- und
Kontrollzwängen und im wesentliche unidirektionaler
Kommunikationsrichtung.
Von daher ist es sinnvoll die Kultur authentischer und nachvollziehbarer
Kommunikation zu pflegen. Dazu gehört auch der Realname und eine
replyfähige Mailadresse.
Die allgemeine Schnüffelwut ist leider gar keine allgemeine, es ist ein
die ganz klar auf monetären- und Machtinteressen basiert. Also
Datensammlung in Unternehmen und von den Lakaien derjenigen die sich als
Alpha Menschen fühlen, oder am schlimmsten, den Datensammler die dies
ganz ohne Verständnis dafür, Hintergedanken und mit der alleinigen
Motivation 'Geld' im Rahmen von unüberschaubaren Systemen tun.
Ich behaupte: Usenet ist, bis auf die eine oder andere kommunizierte Idee
uninteressant für Macht und Geld.
Auch von daher ist es sinnvoll die Kultur authentischer und
nachvollziehbarer Kommunikation zu pflegen.
ervin