ich plane dieses Jahr eine Radtour:
Dänemark - Norwegen - Nordkap - Finnland - Schweden - Deutschland
Der Zeitraum ist von Anfang Mai bis Ende September.
Bevor ich genauer in Details gehe, bräuchte ich grundsätzlich
Erfahrungen und Hinweise für eine solche Tour. Was ist auch speziell
bei diesen Regionen zu beachten?
Grüße, Martin
> Dänemark - Norwegen - Nordkap - Finnland - Schweden - Deutschland
> Was ist auch speziell bei diesen Regionen zu beachten?
Spar Dir das Nordkap. Purer Touristennepp ohne Flair aber dafür mit
hoher Wohnwagendichte. Ganz nebenbei ist es weder der nördlichste
Festland- noch der nördlichste Inselpunkt Europas. Überquer lieber
früher das Gebirge Richtung Osten und geniesse Lappland. Der
Verkehrsdichte selbst auf den Hauptstrassen ist lachhaft (alle 30
Minuten mal ein Auto).
Gruß, Marcel
Hab ich gemacht. Nur nicht ganz so viel Strecke: Stockholm - Nordkapp.
> Der Zeitraum ist von Anfang Mai bis Ende September.
Das ist schön viel. Anfang Mai ist's im höheren Norden noch recht kalt.
Mitte Juni geht's dann.
> Bevor ich genauer in Details gehe, bräuchte ich grundsätzlich
> Erfahrungen und Hinweise für eine solche Tour. Was ist auch speziell
> bei diesen Regionen zu beachten?
Dänemark: Keine Ahnung, war ich noch nicht.
Norwegen:
- recht geschäftstüchtig (alles kostet)
- teilweise /ziemlich/ bergig. 10% Steigung/Gefälle sind keine
Seltenheit. Macht Probleme bei längeren kurvigen Bergabfahrten - die
Bremse/Felge überhitzt.
- Bus/Bahntransport: keine Ahnung
- relativ häufig Regen
- wind- bzw. sturmfestes Zelt sinnvoll
- EC-Karte geht im Supermarkt mit Unterschrift, nicht jedoch an
Automaten mit PIN (Tankstelle etc.). Hier geht nur eine Kreditkarte mit
PIN (vorher besorgen!). Geld abheben an der Bank (mit PIN) geht aber
immer und überall.
- Mitteleuropäische Zeit
Schweden:
- viel Wald
- nördlich von Gävle geht die einsame Gegend los
- gut fahrbar, teilweise etwas einsam/öde (500km immer derselbe Wald)
- weniger bergig, aber auch
- Bahn nimmt Fahrräder nur als Cargo über Nacht mit
- Bustransport problemlos, preiswert, meistens pünktlich
- EC-Karte: Weiß nicht mehr genau, ich glaube, die geht wie hier
- Mitteleuropäische Zeit
Finnland:
- kam mir am "gemütlichsten" vor, was den Kontakt zu Einheimischen angeht
- zwischen Ostsee und Inarisee recht flach, nördlich davon bergig, Süden
kenne ich nicht
- Bus-, Bahntransport problemlos, preiswert
- ist EU, EC-Karte geht normal wie hier
- Sauna am Zeltplatz ist Pflicht - es gibt praktisch immer eine.
- Zeit: Mitteleuropäische +1h. Hab ich erst nach 4 Tagen gemerkt, als
die Uhr am Bahnhof "falsch" ging...
Nordkapp:
- der nördlichste Punkt Europas, den man mit dem Bus erreichen kann. Die
Busse mit den Touris kommen um 23:00 und verschwinden gegen 01:00 Uhr.
- eigentlich witzlos.
- kostenlos für Radler, jedenfalls bisher
- Der Tunnel nach Mageroya ist 'ne Quälerei, weil voller Abgase, kalt
und steil. Maut kostet's für Radler nicht. Die alternative Fähre gibt's
nicht mehr, nur noch Hurtigruten.
- Mageroya selber ist toll, wenn man diese Art Gegend mag. Kein Baum,
nur Gras, und bergig!
Allgemein:
Man muß die Gegend mögen, vor allem im hohen Norden. Karg, einsam,
unendliche Weiten. Hotels werden schon 30km vorher per riesiger Tafel
beworben, und vorher kommt tatsächlich gar nichts. Und einen Wegweiser,
bei dem auf eine über 1000km entfernte Stadt hingewiesen wird, hab ich
auch gefunden. Ich hab für die nächsten 10 Tage die Karte kaum noch
gebraucht...
Verkehr ist im Norden kaum, im Süden mehr, und in großen Städten
(Stockholm, Oslo) fast wie hier incl. Drängelei. Ansonsten wird man sehr
rücksichtsvoll behandelt und mir /sehr/ viel Abstand überholt, bzw. als
Lieger-Fahrer auch begafft. Überholen, rechts ran und meine Passage auf
Video aufnehmen kam mehrfach vor. In Tromsö hat's (wohl dank Sommerloch)
für einen ganzseitigen Beitrag im lokalen Käseblatt gereicht...
Es soll auch Mücken geben, aber die haben mich weitgehend in Ruhe
gelassen. Während der Fahrt bzw. bei Wind kommen keine, und das Zelt muß
man halt zumachen. Rentiere liegen oft einfach auf der Straße herum und
ignorieren die hupenden Autos. Vor der Hupe meines Liegers (2kHz, gemein
laut) sind sie aber weggelaufen ;-)
Wild Zelten ist erlaubt, solange man niemanden stört. Also nicht in
Sichtweite von Häusern usw. Manchmal ist's schwierig, einen geeigneten
Zeltplatz zu finden: steinig, sumpfig, Gestrüpp, und wo's geht, steht
schon ein Haus. Einige Zeltplätze in Schweden sind an einen Verband
angeschlossen, und der verlangt eine Mitgliedskarte. Die wird zwar
sofort ausgestellt, kostet aber 100SKr extra. Hütten und "Wandererheime"
gibts auch, mit Jugendherbergsausweis auch oft billiger. Nützlich, wenn
der Regen doch mal länger gedauert hat...
Tankstellen mit angeschlossenen Tante-Emma-Läden oder kleine Dorfläden
gibt's häufig genug. Da gibt's auch Wasser für's abendliche Kochen, auf
Nachfrage. Städte mit Supermärkten sind etwas dünner gesäht. Fast in
jedem Laden gibt's "Candy-King" oder "Karamel Kungen" - Bonbons,
Lakritz, Pralinen zum selber mischen in der Tüte nach Gewicht. Je größer
der Laden, desto mehr Auswahl. Vorsicht vor den Totenköpfen, das ist
extrem starkes Salz-Lakritz. Alkohol in höheren Drehzahlen gibt's nur im
staatlichen Spezialladen, und bei den Preisen kommen einem die Tränen
und der Durst ist weg. Das Supermartkt-Dünnbier aus der Dose ist eher
ungenießbar...
Englisch hilft fast immer und überall weiter, versucht man die
Landessprache, freuen sich die Leute ein Loch in' Bauch.
Mobiles Telefon geht fast überall, nur der Akku ist schneller leer, weil
die Funkmasten weiter weg sind. Strom zum Nachladen gibt's im Prinzip
auf Zeltplätzen. Die Steckdosen auf der Wiese sind abgesperrt, aber im
Klo an der Rasiererdose geht's trotzdem, wenn man sich traut, das
Telefon da liegenzulassen.
Die Sonne kann ziemlich brennen, 20°C Luft und 25°C Straßentemperatur
sind kein Problem. Hut, Sonnenschutz mitnehmen! Im hohen Norden ist oft
nur die Hauptstraße geteert, der Rest sind Staub- und Schotterwege.
Mehr fällt mir gerade nicht ein...
Gruß,
Georg
diese Meinung hörte ich bereits oft. Die Route liegt aber grob fest
und wird nicht wesentlich verändert. Ich bin 5 Monate unterwegs und
habe Zeit genug, mir auch die Länder anzusehen und zu erleben.
Die Frage zielte eher auf praktische Überlegungen, wie eine solche
Radtour grundsätzlich durchzuführen ist.
Grüße, Martin
> Georg Notni schrieb:
> [Tolle Kurzfassung eines grandiosen Urlaubs]
Danke!
> Das reicht! Morgen kaufe ich Satteltaschen und packe mein Zelt ein :-).
Naja, ich will ehrlich sein: Es waren derer 3 in Folge, die ersten 2
alleine. Erst von Stockholm bis Ivalo (400km nördlich vom Polarkreis; ab
da Dauerregen und darum Heimreise, Summe 1800km), im nächsten Jahr von
Rovaniemi (Polarkreis) über Ivalo zum Kap und weiter bis Tromsö (mehrere
Knallplatten dank heißgebremster Felgen, aber die Arai-Trommel anbauen
wird wohl nix werden, Summe 1300km), Heimreise wegen nicht beschaffbarer
Reifen, und eine 3. Tour mit 'nem Komilitonen ab Trelleborg durch
Schweden, Finnland, Kap, Tromsö, und an Norwegens Küste runter über Oslo
(Fähre) wieder heim (Summe 8500km). Jeweils 4 Wochen unterwegs. Die 3.
Tour war zwar ebenfalls mit 2 Rädern, allerdings motorisiert ;-) Da
stört der norwegische Regen weniger, und bergab bremst der Motor und die
Reifen bleiben heil. Allerdings wird man fett und nicht 7kg leichter...
> ... warum habe ich nur keine Zeit :-(
Weil du arbeiten mußt, so wie ich? Letztes Jahr fiel der Urlaub aus,
dafür ist die Dissertation jetzt beim Professor. Dieses Jahr will ich
wieder hin. Wahrscheinlich Finnland, etwas südlicher, und mit Brotmotor,
oder "Luftgekühlter Zweitakter mit Kniescheibenzündung", wie mein
Fahrlehrer immer sagte ;-)
BTW alleine fahren: Ja, "langweilig", stimmt. Aber andererseits kommt
man wesentlich leichter mit Leuten in Kontakt. Ein Schwede hat mich am
Morgen doch hinter seiner Scheune (300m vom Haus entfernt am Waldrand)
entdeckt, und dann zum Essen und Reden eingeladen. Wir haben uns bis
Mittag über alles Mögliche unterhalten (englisch) - weit gefahren bin
ich danach nicht mehr ;-)
Und wenn ich "abends" (wird ja nicht dunkel) auf'm Zeltplatz das Zelt
stehen hatte und der Antennendraht vom Weltempfänger im Baum hing, kam
immer wieder jemand und wollte wissen, ob ich die neuesten Ergebnisse
der gerade laufenden Fußball-WM hätte. Ich hatte ;-), von der Deutschen
Welle. Schwedisch oder gar Finnisch können halt die wenigsten Touris.
Und man glaubt gar nicht, wie leer der Kopf werden kann, wenn man
mehrere Stunden am Stück durch so eine karge Gegend fährt. Man fährt,
guckt sich die Landschaft an, und denkt an /gar nichts/. Herrlich! Da
wird der Versuch, die bergauf begleitenden Fliegen entweder zu fangen
oder abzuhängen, zu einer total ernsthaften und wichtigen Angelegenheit
;-) Oder ist das das "Runners High"?
Gruß,
Georg
PS: Noch'n Tip, den hier hoffentlich viele kennen: Abends direkt nach'm
Absteigen zuerst die Beine dehnen! Ich komme dann jedenfalls früh viel
besser in Tritt beim Weiterfahren. Hinhocken, Zehen am Boden, auf die
Fersen setzen. Hände hinten seitlich an Boden, und dann fast hinknien,
also Körper und Oberschenkel "in Linie" bringen. Dabei sind die Knie
knapp über'm Boden. Wenn man's richtig macht, spührt man einen Zug im
Beinstrecker. Ruhig mehrere Minuten so halten...
> Na aber das mindert doch keineswegs die Leistung, im Gegenteil: die Ecke
> da oben scheint ja sehr ergiebig zu sein, wenn man da so oft hin will :-).
Das ist wohl wie in Irland: Da hat mir ein alter Mann (Ire) mal nach
einem längeren Gespräch gesagt, Entweder man infiziert sich und kommt
immer wieder, oder niemals. Ich war bisher auch 3x da. Ich glaube,
Nord-Skandinavien ist ähnlich.
> Na mit dem Mopped würde mich das auch mal reizen - aber alles zu seiner
> Zeit, erstmal mit dem Rad.
Mach mal. Ich hab mit Mopped auch erst angefangen, nachdem ich den
Direkteinstieg machen konnte (älter als 25) und nehm' es jetzt da, wo
andere Leute Auto fahren.
> Fast, erstmal ist die Diplomarbeit angesagt (abgesehen von Nebenjobs).
Ach ja, das kenn ich. Ich hab da 2x keinen Urlaub gemacht. Dafür hatte
ich danach das Geld für's Liegerad - Auch nicht schlecht...
> Das ist genau der Teil, der mich am meisten reizen würde. Alleine
> bekommt man Land und Leute eben doch ungefiltert und pur serviert und
> wird durch nichts abgelenkt. Ich vermute, dass das Erlebnis dadurch nur
> intensiver werden kann.
Stimmt.
> Kannte ich noch nicht, werde ich ausprobieren.
Andere Übung, gleicher Zweck: Auf einem Bein stehen, den anderen Fuß zum
Hintern hoch und per Hand richtig ranziehen. Dann das Bein/Knie nach
hinten bewegen - das zieht auch recht gut im Beinstrecker. Allerdings
nur einseitig, darum mach ich lieber die andere Übung.
Gruß,
Georg
[ausführliche Informationen über Skandinavien]
> Mehr fällt mir gerade nicht ein...
Was mir dazu noch einfällt:
Zum Nordkap fährt man besser ausserhalb der Hauptsaison. Wir waren im
Juni 2001 dort und sahen im Unterseetunnel nach Mageroya weniger als
fünf KFZ.
Von den drei nordischen Ländern ist mir Finnland mit Abstand am
teuersten erschienen. Das bezieht sich auf das Gebiet nördlich des
Polarkreises und mag sich nach der Währungsumstellung geändert haben.
Wenn es in Norwegen länger regnet, kann man über das kleine Gebirge
nach Schweden hinüber fahren. Dort scheint zur gleichen Zeit oft die
Sonne. Norwegen ist halt leider eine Staulage. Wolken kommen vom
Westen, stauen sich am Gebirge, regnen in Norwegen ab und erreichen
Schweden oft gar nicht.
Die Mücken in Lappland sind lästig. Sie entwickeln sich sehr schnell,
sobald es das erste Mal richtig warm wird. Wer etwas kühlere Witterung
nicht scheut, kann den Viechern im Mai eventuell noch zuvorkommen. Im
Juni sind sie üblicherweise schon da. An der norwegischen Küste gibt
es fast keine, da sie den Wind und das Salzwasser nicht mögen.
Fahrradersatzteile sind im Norden teilweise schwer zu bekommen. Eine
Felge habe ich mit Glück in Hammerfest gefunden. Eine Hinterradnabe
war nirgends zu bekommen. In Narvik habe ich dann ein Hinterrad
gekauft.
Andreas
--
Andreas Stiasny, 2500 Baden, Austria
http://radtouren.stiasny.priv.at
> ich plane dieses Jahr eine Radtour:
> Dänemark - Norwegen - Nordkap - Finnland - Schweden - Deutschland
[...]
> Was ist auch speziell
> bei diesen Regionen zu beachten?
Norwegen ist teuer?
Wurde mir so berichtet.
--
>Fahrrad gegen das Auto lehnen? ;-)
Ganz schlecht.
Damit könnte das wertvolle Fahrzeug doch Schaden nehmen.
Und unter Umständen könnten auch am Auto Kratzer entstehen.
(Norbert Lack & Walter Janné in drf)
Hallo Martin!
Es gibt da eine ganze Menge zu erzählen, zu beachten, zu planen...
Ich habe vorigen Sommer eine solche Tour gemacht, von München bis zum
Nordkapp. Es gibt sehr viele verschiedene Möglichkeiten, sich die
Route zurechtzustoppeln.Ich habe Schweden komplett durchfahren und war
vom schwedischen Lappland absolut beeindruckt. Danach bin ich "links
abgebogen" nach Norwegen, von Narvik bis ans Nordkapp nur Fjorde,
Touristen, hohe Steigungen und zu viele Autos. Gerade da oben in
Nordskandinavien sollte man sich genau im klaren sein, welche Strecke
man fahren will. Nach meinen Erfahrungen würde ich wieder Schweden bis
nach oben durchfahren und dann aber gerade weiter, durch Finnland, also
auf dem direkten Weg ans Kapp. Das Problem ist, daß die Unterkünfte
und die Möglichkeiten, einzukaufen und einzukehren immer dünner
werden. Ich war alleine (und als Frau) unterwegs und wollte darum nicht
zelten gehen. Aber damit würde man den Touristenströmen entkommen und
könnte die Ruhe, die ab ca. aber der Region Härjedalen einkehrt, bis
zum Schluß genießen.
Das Kapp selber ist eine reine Touristenattraktion. Reisebusse überall
und nur Leute mit Fotoapparaten im Gesicht. Um dort hinzukommen muß
man bezahlen! Aber Fernradler werden kostenlos durchgelassen. Ebenso
der Nordkapptunnel: eine Tortur (auf der ersten Hälfte bremst man sich
die Felgen heiß, auf der zweiten Hälfte kommt man wegen der Steigung
nicht über einstellige km/h-Zahlen hinaus, alles in Eiseskälte), die
aber der Radler kostenlos bekommt.
Ich habe den Zeitraum Juni/Juli gewählt, denn vor der Mückenzeit
liegt leider Schnee, und nach der Mückenzeit leider auch... *lach*
Insgesamt ist die Route ein großartiges Erlebnis. Und Leute, die
sagen, daß das nur zum Prahlen da ist, haben vielleicht die falsche
Strecke gewählt.
Gruß, Hugin
>Na mit dem Mopped würde mich das auch mal reizen - aber alles zu seiner
>Zeit, erstmal mit dem Rad.
Ich denke mit dem Mopped ist Skandinavien nicht so wirklich spannend
(und da wos spannend ist, stehen Autos im Weg rum :-)). Man beachte
auch Tankstellendichte vs. Reichweite.
Zum Theman Dänemark kann ich nur beitragen, daß es da immer ordentlich
windig ist und auch im Sommer recht kühl sein kann. Als Radfahrer (so
die Auskunft einer Dänin) hat man aber ansonsten keine
Schwierigkeiten. Und: Der höchste "Berg" soll so etwa 150 m hoch sein.
Das Netz meint dazu: Yding Skovhoj, 173 m. Laut ihren Erzählungen
fahren die Dänen tatsächlich da hin, um mal auf dem höchsten Berg des
Landes gestanden zu haben. ;-)
Ich kann nur von einer längeren Skandinavien-Tour per Auto noch
Folgendes beitragen: In Norwegen hats quasi täglich geregnet, meistens
nicht durchgängig (aber manchmal schon), was auf dem Rad sicher nervig
ist (gleiche Berichte existieren von Radtouren von Bekannten). In
Schweden war auf gleicher geographischer Breite deutlich besseres
Wetter. Gebirgsüberquerungen sind garantiert anstrengend und oben
wirds auch im August noch richtig kalt.
Es gibt einen auffälligen Abfall der Verkehrsdichte, wenn man sich von
Touristenknotenpunkten und -routen entfernt. Zelten war selbst mit nem
Zeltanhänger (kein Wohnwagen) überhaupt kein Problem, da sollte sich
ein Radfahrer samt passendem Zelt wirklich einfach unterbringen
lassen.
Ciao
Jan
Ist der Tunnel so kurvig oder ist die fahrbare Geschwindigkeit durch die
Angst des Fahrers begrenzt?
Markus
Nee, der ist gerade wie mit'm Lineal. Bzw. die einzige Kurve liegt
vertikal, der Übergang von "Runter" in "Rauf". Begrenzend wirkte bei mir
1. die Temperatur - 4km bei ~5°C und Tempo 80 bergab ist nicht so dolle.
Und außerdem ist das Loch ziemlich mies beleuchtet und
feucht/glitschig, und die Brille beschlägt. Ob man da voll zufährt... -
ich nicht.
Gruß,
Georg
ich plane eine Reise von Finnland (Oulu) aus zum Nordkapp. Da
interessiert mich folgendes:
- Wann beginnt die Reisezeit für eine solche Tour, ist Anfang März zu
früh?
- Wie siehts es mit einer Übernachtung (Hotel?) in der Nähe aus?
- Sind die Grenzkontrollen nach Norwegen komplett entfallen?
Vielen Dank
Roman
Willst du auf Skiermn fahren? Dann nicht, ansonsten Ja. Ein Freund war
um diese Zeit 500km südlicher zum Skilaufen dort. 2m Schnee. Wie langsam
willst du fahren? Von Stockholm dauert's 4 Wochen... Ich täte (bzw.
werde auch) Mitte Juni starten. Mehr zu Finnland (da gibts auch was zum
Klima und mittleren Temperaturen)? <http://wikitravel.org/de/Finnland>
> - Wie siehts es mit einer Übernachtung (Hotel?) in der Nähe aus?
In der Nähe von was? Kapp? Teuer. Was ist "Nähe"? Hotels sind nicht
gerade in Fahrrad-Tagestourentfernung gesäht, Zeltplätze mit Hütten
schon eher. Da braucht's aber einen Schlafsack, und minimale
Campingausrüstung kann auch recht hilfreich sein - nicht überall gibt's
'ne Küche, Seife und Handtücher schon gar nicht.
> - Sind die Grenzkontrollen nach Norwegen komplett entfallen?
Jain. Ich wurde einmal von der finnischen Seite befragt, wie's mir im
Land gefallen hat (Touri-Zufriedenheitsumfrage), und ein ander Mal lag
500m hinter der Grenze der norwegische Grenzer in der Sonne und genoß
den Tag.
HTH,
Georg