GJ Woeginger <
gwo...@figipc78.tu-graz.ac.at> wrote:
> Bestimme alle Funktionen f, die die positiven ganzen
> Zahlen in die positiven ganzen Zahlen abbilden und
> die fuer alle positiven ganzen n die Ungleichung
>
> 2*f(n+1) > f(n) + f(f(n))
>
> erfuellen.
>
> ___________________________________________________________
s
p
o
i
l
e
r
c
h
e
n
Da für jedes n gilt f(n+1) > f(n) oder f(n+1) > f(f(n)), kann das
Minimum von f an keiner Stelle n > 1 liegen; dieses Minimum existiert,
da die Folgenglieder positive ganze Zahlen sind, und liegt somit an der
Stelle 1.
Für n>1 ist damit f(n)>f(1)>=1.
Die entsprechende Überlegung liefert, dass das Minimum von f ueber
{2,3,4, ...} an der Stelle 2 liegen muss und an keiner anderen Stelle
angenommen wird.
Somit ist die Folge (f(n)) streng isoton; daraus folgt auch, dass fuer
alle positiven ganzen Zahlen gilt f(n) ≥ n und allgemeiner f(n+p)>= f(n)
+ p.
Gibt es positive, ganze Zahlen n, p mit f(n) ≥ n+p, so folgt
2 f(n+1) > f(n) + f(f(n)) ≥ f(n)+f(n+p) ≥ 2 f(n) + p, also f(n+1) -
f(n) ≥ (p+1)/2 .
Somit ist f(n+1) ≥ f(n) + (p+1)/2 ≥ n + p + (p+1)/2
= n+1 + p + (p-1)/2 .
Liegt also bei einem Folgeglied der Wert um mindestens p ueber dem
Index, so gilt das auch für das folgende Glied; somit gilt f(i+1)-f(i)
≥ f(n+1)-f(n) fuer alle Indizes i ≥ n.
2 f(n+1) - 2 f(n) > f(f(n)) - f(n) ≥ f(n+p) - f(n)
= summe(f(i+1)-f(i), i, n, n+p-1)
≥ (p-1) (f(n+1)-f(n)), und daher p ≤ 2 .
Ist fuer irgendein n nun f(n) = n+2, so folgt f(n+1) = n+3 und f(n+2) =
n+4.
Dann ist 2 f(n+1) = 2n+6 = n+2 + n+4 = f(n) + f(n+2) = f(n) + f(f(n))
mit Widerspruch zur vorgegebenen Ungleichung.
Damit muss fuer ein Anfangsstück oder die ganze Folge gelten f(n) = n,
und für ein Endstück oder die ganze Folge ist f(n) = n+1.
Nachrechnen zeigt, dass damit die vorgegebene Ungleichung allem Anschein
nach erfüllt wird.
Klaus-R.