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Detektivgeschichten

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Marcus Kober

unread,
Jun 28, 2009, 1:48:24 PM6/28/09
to
Hallo,

ich bin auf der Suche nach guten und anspruchsvollen
Detektivgeschichten. Nachdem ich die Sherlock-Holmes-Gesamtausgabe nun
schon zum zweiten Mal durch habe, suche ich etwas, das der Atmosphäre
dieser Werke ähnlich ist und vielleicht zudem auch im ausgehenden 19.
Jahrhundert spielt.
Normalerweise lese ich Krimis und solche Sachen nicht so gern. Aber
Sherlock Holmes hats mir doch ziemlich angetan.
Jemand einen Tipp?

Gruß,
Marcus

Joachim Brauer

unread,
Jun 28, 2009, 2:28:18 PM6/28/09
to
Marcus Kober schrieb:
...

> Sherlock Holmes hats mir doch ziemlich angetan.
> Jemand einen Tipp?

Krimis mit Hercule Poirot von Agatha Christie.

Tschuess, jb
--
Joachim Brauer, Berlin
http://www.jbrauer.de

Sebastian Will

unread,
Jun 28, 2009, 3:14:03 PM6/28/09
to
Marcus Kober schrieb:

> ich bin auf der Suche nach guten und anspruchsvollen
> Detektivgeschichten. Nachdem ich die Sherlock-Holmes-Gesamtausgabe nun
> schon zum zweiten Mal durch habe, suche ich etwas, das der Atmosphäre
> dieser Werke ähnlich ist und vielleicht zudem auch im ausgehenden 19.
> Jahrhundert spielt.

Wie wäre es mit John Dickson Carr? Vor allem die Fälle von seinem
Detektiv Dr. Gideon Fell; die spielen allerdings in den 30er Jahren.
"Tod im Hexenwinkel" (Hag's Nook) hat mir ganz gut gefallen und da es
der erste Fell-Fall ist, bietet es sich als Einstieg auch an.

Dann natürlich die anderen großen Detektive Hercule Poirot (Agatha
Christie), Father Brown (G. K. Chesterton) und wenn es auch amerikanisch
sein darf: Nero Wolfe (Rex Stout).

Vor 1900 kommen mir die Detektivgeschichten von Edgar Allan Poe
(insbesondere natürlich "Die Morde in der Rue Morgue"), Gaston Leroux
und Charles Dickens in den Sinn.

Es gibt eine schöne englischsprachige Anthologie namens "Victorian
Detective Stories" (Michael Cox) mit 30 Geschichten verschiedener
Autoren aus der viktorianischen Ära.


--
Gruß,
Sebastian

http://www.lastfm.de/user/MusikRebell

Marcus Kober

unread,
Jun 28, 2009, 3:58:16 PM6/28/09
to

> Wie wäre es mit John Dickson Carr? Vor allem die Fälle von seinem
> Detektiv Dr. Gideon Fell; die spielen allerdings in den 30er Jahren.
> "Tod im Hexenwinkel" (Hag's Nook) hat mir ganz gut gefallen und da es
> der erste Fell-Fall ist, bietet es sich als Einstieg auch an.

Das werde ich mir auf jeden Fall mal ansehen...



> Dann natürlich die anderen großen Detektive Hercule Poirot (Agatha
> Christie), Father Brown (G. K. Chesterton) und wenn es auch
> amerikanisch sein darf: Nero Wolfe (Rex Stout).

Poirot kenne ich schon, allerdings eher von Filmen. :)


> Vor 1900 kommen mir die Detektivgeschichten von Edgar Allan Poe
> (insbesondere natürlich "Die Morde in der Rue Morgue"), Gaston Leroux
> und Charles Dickens in den Sinn.

Von Poe habe ich auch schon fast alles gelesen. Und Rue Morgue (als
vermutlich die erste Detektivgeschichte überhaupt) natürlich auch.

Aber ich denke, Gaston Leroux ist ein heißer Tipp!

> Es gibt eine schöne englischsprachige Anthologie namens "Victorian
> Detective Stories" (Michael Cox) mit 30 Geschichten verschiedener
> Autoren aus der viktorianischen Ära.

Na das hört sich doch fantastisch an. Werds mir mal ansehen!

Danke!

Volker Gringmuth

unread,
Jun 28, 2009, 4:17:01 PM6/28/09
to
Marcus Kober wrote:

> ich bin auf der Suche nach guten und anspruchsvollen
> Detektivgeschichten. Nachdem ich die Sherlock-Holmes-Gesamtausgabe nun
> schon zum zweiten Mal durch habe, suche ich etwas, das

... zur Abwechslung gut und anspruchsvoll ist? ;-)

Nichts gegen Holmes, den les ich auch gern, und Doyle hat ohne 2fel damit
Literaturgeschichte geschrieben - aber unter "anspruchsvoll" verstehe ich
da doch zum Beispiel eher etwas von Dorothy L. Sayers.

> der Atmosphäre
> dieser Werke ähnlich ist und vielleicht zudem auch im ausgehenden 19.
> Jahrhundert spielt.

Darf's auch ein paar Jahrzehnte später sein?


vG

--
It takes a village to raise a child. (Afrikanisches Sprichwort)

-- <http://einklich.net> -- Ein Pinguin für jeden: <http://debian.org/> --

Andrej Kluge

unread,
Jun 28, 2009, 4:44:41 PM6/28/09
to
Hi,

Marcus Kober wrote:
> ich bin auf der Suche nach guten und anspruchsvollen
> Detektivgeschichten. Nachdem ich die Sherlock-Holmes-Gesamtausgabe
> nun schon zum zweiten Mal durch habe, suche ich etwas, das der
> Atmosphäre dieser Werke ähnlich ist und vielleicht zudem auch im
> ausgehenden 19. Jahrhundert spielt.

Ähnlich und zu empfehlen ist m.M. auch G.K. Chesterton mit seinen "Father
Brown Stories". Ich habe eine engl. Ausgabe (Penguin Popular Classic), die
gibt's für ein paar Euro.

Ciao
AK

Andrej Kluge

unread,
Jun 28, 2009, 4:47:41 PM6/28/09
to
Hi,

Volker Gringmuth wrote:
> damit Literaturgeschichte geschrieben - aber unter "anspruchsvoll"
> verstehe ich da doch zum Beispiel eher etwas von Dorothy L. Sayers.

Ja, auf jeden Fall zu empfehlen, muß ich mir auch mal wieder vornehmen.

Ciao
AK

Wolfram Heinrich

unread,
Jun 28, 2009, 4:56:22 PM6/28/09
to
Am Sun, 28 Jun 2009 19:48:24 +0200 schrieb Marcus Kober:

> Hallo,
>
> ich bin auf der Suche nach guten und anspruchsvollen
> Detektivgeschichten. Nachdem ich die Sherlock-Holmes-Gesamtausgabe nun

> schon zum zweiten Mal durch habe, suche ich etwas, das der Atmosph�re
> dieser Werke �hnlich ist und vielleicht zudem auch im ausgehenden 19.


> Jahrhundert spielt.
> Normalerweise lese ich Krimis und solche Sachen nicht so gern. Aber
> Sherlock Holmes hats mir doch ziemlich angetan.
> Jemand einen Tipp?
>

Es gibt eine ganze Menge angelehnter Sherlock-Holmes-Geschichten (Typ:
Bisher unbekanntes Manuskript von Watson ist aufgetaucht.) Da ist einiges
an Mist drunter, andere sind bedeutend besser als das Original. Einige
Empfehlungen:
Boyer, Richard L.: Die Riesenratte von Sumatra - Nicht schlecht
Dibdin, Michael: Der letzte Sherlock-Holmes-Roman - Hervorragend, f�r
Holmes-Fans aber m�glicherweise schockierend
Lecaye, Alexis: Einstein und Sherlock Holmes - Kann mich nicht mehr
erinnern, war aber wohl zumindest nicht schlecht
Meyer, Nicholas: Der Mann des Schreckens (mit G. B. Shaw) - Sehr sch�n.
Meyer, Nicholas: Kein Koks f�r Sherlock Holmes (Sherlock zur Therapie bei
S. Freud, Irene Adler spielt auch eine Rolle) - Ganz hervorragend, gibt es
auch als Film, auch der ist hervorragend
Meyer, Nicholas: Sherlock Holmes und das Phantom der Oper - Kenne ich
(noch) nicht, sollte aber nicht schlecht sein, bei dem Autor
Neugebauer, Peter: Sherlock Holmes: Die Wahrheit �ber Ludwig II. - Sehr
sch�n, sehr liebevoll
Queen, Ellery: Sherlock Holmes und Jack the Ripper - Gut gemacht

Ciao
Wolfram
--
Wieder und wieder war er in den armseligen Trugschlu� Descartes' verfallen,
verst�ndliche Schlu�folgerungen f�r richtige Schlu�folgerungen zu halten.
ROBERT A. HEINLEIN
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <www.brueckenbauer.it> <www.theodor-rieh.de>

Wolfram Heinrich

unread,
Jun 28, 2009, 5:00:42 PM6/28/09
to
Am Sun, 28 Jun 2009 19:48:24 +0200 schrieb Marcus Kober:

> Hallo,
>
> ich bin auf der Suche nach guten und anspruchsvollen
> Detektivgeschichten. Nachdem ich die Sherlock-Holmes-Gesamtausgabe nun

> schon zum zweiten Mal durch habe, suche ich etwas, das der Atmosph�re

> dieser Werke �hnlich ist und vielleicht zudem auch im ausgehenden 19.


> Jahrhundert spielt.
> Normalerweise lese ich Krimis und solche Sachen nicht so gern. Aber
> Sherlock Holmes hats mir doch ziemlich angetan.
> Jemand einen Tipp?
>

Es gibt eine ganze Menge angelehnter Sherlock-Holmes-Geschichten (Typ:
Bisher unbekanntes Manuskript von Watson ist aufgetaucht.) Da ist einiges
an Mist drunter, andere sind bedeutend besser als das Original. Einige
Empfehlungen:
Boyer, Richard L.: Die Riesenratte von Sumatra - Nicht schlecht

Dibdin, Michael: Der letzte Sherlock-Holmes-Roman (Es geht um Jack the
Ripper) - Hervorragend, aber m�glicherweise schockierend

Volker Gringmuth

unread,
Jun 29, 2009, 12:00:03 AM6/29/09
to
Wolfram Heinrich wrote:

> Es gibt eine ganze Menge angelehnter Sherlock-Holmes-Geschichten (Typ:
> Bisher unbekanntes Manuskript von Watson ist aufgetaucht.) Da ist einiges
> an Mist drunter, andere sind bedeutend besser als das Original.

Einigerma�en geschmunzelt habe ich bei "Sherlock Holmes in Rio", eine
Anti-Holmes-Geschichte. Holmes liegt dabei mit so ziemlich allen seinen
Schlu�folgerungen f�llig daneben, versucht aber krampfhaft, es als Erfolg
zu pr�sentieren ...

Ansonsten m�chte ich zum Thema Holmes noch die Mary-Russell-Geschichten von
Laurie R. King in die Runde werfen. Leider streckenweise IMHO sehr
"amerikanisch" auf den Thrilleffekt hin geschrieben, aber lesenswert.


vG

--
It takes a village to raise a child. (Afrikanisches Sprichwort)

-- <http://einklich.net> -- Ein Pinguin f�r jeden: <http://debian.org/> --

Gunhild Simon

unread,
Jun 29, 2009, 2:24:31 AM6/29/09
to
On 28 Jun., 19:48, Marcus Kober <mar...@geheimorden.de> wrote:
> Hallo,
>
> ich bin auf der Suche nach guten und anspruchsvollen
> Detektivgeschichten.

Ich habe drei Tips:
Caleb Carr: Die Einkreisung
Joseph Conrad: Der Geheimagent.
E,T.A. Hoffmann: Das Fräulein von Scudery

Diese sind meine Favoriten. Sie haben mich geradezu ergriffen.

Und sie erfüllen das Kriterium Detektivgeschichte statt Kriminalroman.

Der erste spielt im New York der dreißiger Jahre, der zweite im London
des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
Die letzte Geschichte ist wegen ihres überschaubaren Formats eine
typische Schullektüre. Sie ist aber trotz der Kürze verwickelt genug,
um einen nicht loszulassen. Sie spielt in Paris 1819.

Allen gemeinsam ist eine sehr dichte Atmosphäre. Ich fühlte mich ganz
in die jeweiligen Zeiten und Räume versetzt. Es entstand ein Film im
Kopf, wenn du verstehst, was ich meine.

Alle drei sind fesselnd und hochkompliziert - also gut und
anspruchsvoll.

Gruß
Gunhild

Thomas Sobek

unread,
Jun 29, 2009, 3:35:26 AM6/29/09
to

"Thomas Sobek" <Thomas...@materna.de> schrieb im Newsbeitrag
news:h29qm5$noq$1...@pentheus.materna.de...
>
> "Marcus Kober" <mar...@geheimorden.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:20090628194824.74a60610@whitechapel...

> Hallo,
>
> ich bin auf der Suche nach guten und anspruchsvollen
> Detektivgeschichten. Nachdem ich die Sherlock-Holmes-Gesamtausgabe nun
> schon zum zweiten Mal durch habe, suche ich etwas, das der Atmosph�re
> dieser Werke �hnlich ist und vielleicht zudem auch im ausgehenden 19.

> Jahrhundert spielt.
> Normalerweise lese ich Krimis und solche Sachen nicht so gern. Aber
> Sherlock Holmes hats mir doch ziemlich angetan.
> Jemand einen Tipp?
>
> Gru�,
> Marcus
>
> Hoi,
>
> wenn es was aus dem Umfeld Holmes sein darf k�nnte Ich Mark Frost mit
> "Sechs" und "Sieben" empfehlen. Hat nur indirekt mit Holmes zu tun aber
> Doyle und Abraham Stoker kommen drin vor. Fan die Beiden Romane ziemlich
> fesselnd und Unterhaltsam.
>
> Gru�
> Thomas
>
>

grummel, Ich Hasse OE.

Nu klappts auch mit dem Zitieren, sorry daf�r.


Thomas Sobek

unread,
Jun 29, 2009, 3:32:18 AM6/29/09
to

"Marcus Kober" <mar...@geheimorden.de> schrieb im Newsbeitrag
news:20090628194824.74a60610@whitechapel...
Hallo,

Gruß,
Marcus

Hoi,

wenn es was aus dem Umfeld Holmes sein darf könnte Ich Mark Frost mit

"Sechs" und "Sieben" empfehlen. Hat nur indirekt mit Holmes zu tun aber
Doyle und Abraham Stoker kommen drin vor. Fan die Beiden Romane ziemlich
fesselnd und Unterhaltsam.

Gruß
Thomas


Wolfram Heinrich

unread,
Jun 29, 2009, 4:09:43 AM6/29/09
to
Am Mon, 29 Jun 2009 09:35:26 +0200 schrieb Thomas Sobek:

> grummel, Ich Hasse OE.
>
Probiers mal mit Thunderbird f�r die E-Mails und 40tude f�rs Usenet.

Ciao
Wolfram
--
Was ist schon die Beraubung einer Bank gegen die Gr�ndung einer solchen?
BERTOLT BRECHT

Johannes Roehl

unread,
Jun 29, 2009, 4:56:02 AM6/29/09
to
Gunhild Simon schrieb:

> On 28 Jun., 19:48, Marcus Kober <mar...@geheimorden.de> wrote:
>> Hallo,
>>
>> ich bin auf der Suche nach guten und anspruchsvollen
>> Detektivgeschichten.
>
> Ich habe drei Tips:
> Caleb Carr: Die Einkreisung
> Joseph Conrad: Der Geheimagent.
> E,T.A. Hoffmann: Das Fr�ulein von Scudery

>
> Diese sind meine Favoriten. Sie haben mich geradezu ergriffen.
>
> Und sie erf�llen das Kriterium Detektivgeschichte statt Kriminalroman.
>
> Der erste spielt im New York der drei�iger Jahre, der zweite im London
> des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
> Die letzte Geschichte ist wegen ihres �berschaubaren Formats eine
> typische Schullekt�re. Sie ist aber trotz der K�rze verwickelt genug,

> um einen nicht loszulassen. Sie spielt in Paris 1819.
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
eher 1719, jedenfalls im Ancien Regime, ob Louis XIV oder XV wei� ich
nicht mehr.

Den Conrad w�rde ich durchaus empfehlen, aber ist das wirklich eine
Detektivgeschichte i.e.S.? Ich meine, man w��te dort von Anfang an, wer
die Verschw�rer/Schurken usw. sind. Es gibt keinen Fall zu kl�ren,
sondern es geht um die (st�mperhafte) Planung und Ausf�hrung eines
Anschlags. Oder habe ich das so falsch in Erinnerung

Wenn es nachviktorianisch (1920er-30er), aber dennoch very british
(Stadt, Land, Universit�t, alter Adel, Roaring 20ties usw. exzentrische
K�nstler, alles wird abgedeckt) sein darf, nat�rlich auch noch die
Erz�hlungen mit Lord Peter Wimsey von D. Sayers.

Au�erdem m�chte ich bei der Gelegenheit die weniger bekannten (etwas
trashig, aber doch recht interessant) Erz�hlungen Doyles mit Professor
Challenger erw�hnen. Allerdings keine Detektivgeschichten, sondern
Science Fiction.

JR

Wolfram Heinrich

unread,
Jun 29, 2009, 5:19:07 AM6/29/09
to
Am Mon, 29 Jun 2009 10:56:02 +0200 schrieb Johannes Roehl:

> Gunhild Simon schrieb:
>> On 28 Jun., 19:48, Marcus Kober <mar...@geheimorden.de> wrote:
>>> Hallo,
>>>
>>> ich bin auf der Suche nach guten und anspruchsvollen
>>> Detektivgeschichten.
>>
>> Ich habe drei Tips:
>> Caleb Carr: Die Einkreisung
>> Joseph Conrad: Der Geheimagent.
>> E,T.A. Hoffmann: Das Fr�ulein von Scudery
>>
>> Diese sind meine Favoriten. Sie haben mich geradezu ergriffen.
>>
>> Und sie erf�llen das Kriterium Detektivgeschichte statt Kriminalroman.
>>
>> Der erste spielt im New York der drei�iger Jahre, der zweite im London
>> des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
>> Die letzte Geschichte ist wegen ihres �berschaubaren Formats eine
>> typische Schullekt�re. Sie ist aber trotz der K�rze verwickelt genug,
>> um einen nicht loszulassen. Sie spielt in Paris 1819.
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
> eher 1719, jedenfalls im Ancien Regime, ob Louis XIV oder XV wei� ich
> nicht mehr.
>

1719 sollte es noch der 14. Lui gewesen sein. Ich glaube, von dem ist auch
(indirekt) die Rede in der Geschichte (ist allerdings lange her; die
Geschichte sowieso, aber auch der Zeitpunkt, da ich sie gelesen habe).

> Au�erdem m�chte ich bei der Gelegenheit die weniger bekannten (etwas
> trashig, aber doch recht interessant) Erz�hlungen Doyles mit Professor
> Challenger erw�hnen. Allerdings keine Detektivgeschichten, sondern
> Science Fiction.
>

Ich habe mal die Geschichte mit den Sauriern in S�damerika gelesen - vom
Stockerl gehaut hat's mich nicht.

Ciao
Wolfram
--
Die Deutschen lieben die Italiener, aber sie achten sie nicht. Die
Italiener achten die Deutschen, aber sie lieben sie nicht.
ITALIENISCHER JOURNALIST

Johannes Roehl

unread,
Jun 29, 2009, 6:44:02 AM6/29/09
to
Wolfram Heinrich schrieb:

> Am Mon, 29 Jun 2009 10:56:02 +0200 schrieb Johannes Roehl:
>
>> Gunhild Simon schrieb:
>>> On 28 Jun., 19:48, Marcus Kober <mar...@geheimorden.de> wrote:
>>>> Hallo,
>>>>
>>>> ich bin auf der Suche nach guten und anspruchsvollen
>>>> Detektivgeschichten.
>>> Ich habe drei Tips:
>>> Caleb Carr: Die Einkreisung
>>> Joseph Conrad: Der Geheimagent.
>>> E,T.A. Hoffmann: Das Fr�ulein von Scudery
>>>
>>> Diese sind meine Favoriten. Sie haben mich geradezu ergriffen.
>>>
>>> Und sie erf�llen das Kriterium Detektivgeschichte statt Kriminalroman.
>>>
>>> Der erste spielt im New York der drei�iger Jahre, der zweite im London
>>> des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
>>> Die letzte Geschichte ist wegen ihres �berschaubaren Formats eine
>>> typische Schullekt�re. Sie ist aber trotz der K�rze verwickelt genug,
>>> um einen nicht loszulassen. Sie spielt in Paris 1819.
>> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>> eher 1719, jedenfalls im Ancien Regime, ob Louis XIV oder XV wei� ich
>> nicht mehr.
>>
> 1719 sollte es noch der 14. Lui gewesen sein. Ich glaube, von dem ist auch
> (indirekt) die Rede in der Geschichte (ist allerdings lange her; die
> Geschichte sowieso, aber auch der Zeitpunkt, da ich sie gelesen habe).

ich war zu faul nachzusehen, schrieb "1719" nur wegen der Vorlage 1819
(da hat Hoffmann die Geschichte geschrieben). Sie spielt ca. 1680, die
historische Scudery starb 1701 mit 93 Jahren.

>> Au�erdem m�chte ich bei der Gelegenheit die weniger bekannten (etwas
>> trashig, aber doch recht interessant) Erz�hlungen Doyles mit Professor
>> Challenger erw�hnen. Allerdings keine Detektivgeschichten, sondern
>> Science Fiction.
>>
> Ich habe mal die Geschichte mit den Sauriern in S�damerika gelesen - vom
> Stockerl gehaut hat's mich nicht.

"The lost world", das ist wohl das bekannteste.
Mich hauts da auch nicht um. Habe ich aber auch nicht behauptet.
Selbst wenn es bei einigen Sherlock-Holmes-Stories fast 20 Jahre her
sein d�rfte, da� ich sie zuletzt gelesen habe, haben mich die aber auch
nicht alle gleicherma�en begeistert.

JR

Thomas Sobek

unread,
Jun 29, 2009, 9:09:29 AM6/29/09
to

"Wolfram Heinrich" <in...@theodor-rieh.de> schrieb im Newsbeitrag
news:5mvnx2b9...@www.theodor-rieh.de...

Von Zuhause aus mach Ich das, im B�ro ist Installieren von was fremdem
..naja.. ;-)

Danke f�r den Tip.

Gru�
Thomas


Wolfram Heinrich

unread,
Jun 29, 2009, 11:54:31 AM6/29/09
to
Am Mon, 29 Jun 2009 12:44:02 +0200 schrieb Johannes Roehl:

> Wolfram Heinrich schrieb:

>>> Au�erdem m�chte ich bei der Gelegenheit die weniger bekannten (etwas
>>> trashig, aber doch recht interessant) Erz�hlungen Doyles mit Professor
>>> Challenger erw�hnen. Allerdings keine Detektivgeschichten, sondern
>>> Science Fiction.
>>>
>> Ich habe mal die Geschichte mit den Sauriern in S�damerika gelesen - vom
>> Stockerl gehaut hat's mich nicht.
>
> "The lost world", das ist wohl das bekannteste.

Das war der Titel, genau.

> Mich hauts da auch nicht um. Habe ich aber auch nicht behauptet.
> Selbst wenn es bei einigen Sherlock-Holmes-Stories fast 20 Jahre her
> sein d�rfte, da� ich sie zuletzt gelesen habe, haben mich die aber auch
> nicht alle gleicherma�en begeistert.
>

Literarisch ist Conan Doyle keine Offenbarung, in der Tat. Und auch die
Schlu�folgerungen von Holmes sind oft von einer Art, wo du dir einen Haufen
Alternativerkl�rungen ausdenken k�nntest, aber Holmes trifft immer ins
Schwarze.

Ciao
Wolfram
--
Die meisten Dinge sind verflucht einfach. Sie werden erst durch schlaue
Leute zum Problem.
COSTABILE MATARAZZO

Wolfram Heinrich

unread,
Jun 29, 2009, 11:56:32 AM6/29/09
to
Am Mon, 29 Jun 2009 15:09:29 +0200 schrieb Thomas Sobek:

> "Wolfram Heinrich" <in...@theodor-rieh.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:5mvnx2b9...@www.theodor-rieh.de...

>>> grummel, Ich Hasse OE.


>>>
>> Probiers mal mit Thunderbird f�r die E-Mails und 40tude f�rs Usenet.
>>

> Von Zuhause aus mach Ich das, im B�ro ist Installieren von was fremdem
> ..naja.. ;-)
>

Ja, dann.

Ciao
Wolfram
--
schnell und j�h
glei is's gscheng / und schney is's gscheng / und na is's dann passiert.

Marcus Kober

unread,
Jun 29, 2009, 12:00:15 PM6/29/09
to
Vielen Dank euch allen für die Tipps!

Waren auf jeden Fall ein paar interessante Sachen dabei, die ich mir
mal ansehen und teilweise bestimmt auch zulegen werde.

Gruß,
Marcus

Gunhild Simon

unread,
Jun 29, 2009, 12:42:31 PM6/29/09
to
On 29 Jun., 10:56, Johannes Roehl <parrhe...@web.de> wrote:
....
> eher 1719, jedenfalls im Ancien Regime, ob Louis XIV oder XV weiß ich
> nicht mehr.
Ja.
Ich habe nur auf gut Glück geschrieben.
Aber die Geschichte ist erstklassig.
>
> Den Conrad würde ich durchaus empfehlen, aber ist das wirklich eine
> Detektivgeschichte i.e.S.?

Es geht um einen Geheimagenten. Stimmt. Ich bringe sowas
durcheinander.
Ich lese eigentlich keine Krimis.

Und zur "Einkreisung", ein Buch, das wirklich atemberaubend ist, habe
ich mich auch in der Zeit geirrt. Es spielt im New York des
ausgehenden vorletzten Jahrhunderts.

Gruß
Gunhild


Marcus Kober

unread,
Jun 29, 2009, 1:15:28 PM6/29/09
to

> Ich lese eigentlich keine Krimis.

Ich auch nicht. :)

> Und zur "Einkreisung", ein Buch, das wirklich atemberaubend ist, habe
> ich mich auch in der Zeit geirrt. Es spielt im New York des
> ausgehenden vorletzten Jahrhunderts.

Ja, es spielt 1896. Fantastisch. Habe auch schon reingelesen und es ist
das erste, das ich mir bestellt habe. Bin sehr gespannt.

Danke für den Tipp!

Marcus

Michael Gunske

unread,
Jun 29, 2009, 3:02:00 PM6/29/09
to
Hallo,

Marcus Kober schrieb:

>ich bin auf der Suche nach guten und anspruchsvollen
>Detektivgeschichten.

spielen zwar erst in den zwanziger bzw. drei�iger Jahren des letzten
Jahrhunderts, aber aus meiner Sicht immer wieder lesenswert:

Die Lord Peter Wimsey-Romane von Dorothy L. Sayers. Das erste aus der
Reihe ist "Ein Toter zuwenig" ("Whose Body"), der zweite "Diskrete Zeugen"
("Clouds of Witness").

Gr��e
Michael

Gunhild Simon

unread,
Jun 30, 2009, 4:05:41 AM6/30/09
to
On 29 Jun., 10:56, Johannes Roehl <parrhe...@web.de> wrote:
> Gunhild Simon schrieb:
...

> > Die letzte Geschichte ist wegen ihres überschaubaren Formats eine
> > typische Schullektüre. Sie ist aber trotz der Kürze verwickelt genug,

> > um einen nicht loszulassen. Sie spielt in Paris 1819.
>
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
> eher 1719, jedenfalls im Ancien Regime, ob Louis XIV oder XV weiß ich
> nicht mehr.

Sie spielt zur Zeit Ludwigs XIV, der sogar persönlich eine Rolle
spielt.

Und de Name war auch verkehrt von mir wiedergegeben.
Man kann sie auch online lesen:

http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=605&kapitel=1#gb_found

Gruß
Gunhild

P.S. Das Cardillac-Syndrom, das beschreibt, daß oder wie Künstler
nicht von ihren eigenen Werken lassen können, hat seinen Ursprung in
dieser Kriminalnovelle.

Gerald Fix

unread,
Jun 30, 2009, 10:35:38 AM6/30/09
to
On Sun, 28 Jun 2009 22:44:41 +0200, "Andrej Kluge" <kl...@wizzy.de>
wrote:

>�hnlich und zu empfehlen ist m.M. auch G.K. Chesterton mit seinen "Father


>Brown Stories". Ich habe eine engl. Ausgabe (Penguin Popular Classic), die

>gibt's f�r ein paar Euro.

Ich bin kein Krimileser, aber von allen Kriminalgeschichten haben mich
die von Chesterton am meisten gelangweilt. F�r die anderen Werke von
Chesterton kann ich das nicht sagen, im Gegenteil.


--
Viele Gr��e
Gerald Fix

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Wolfram Heinrich

unread,
Jul 1, 2009, 3:09:28 AM7/1/09
to
Am Wed, 01 Jul 2009 09:29:59 +0800 schrieb Heinz Lohmann:

> Marcus Kober schrieb:
>>Hallo,


>>
>>ich bin auf der Suche nach guten und anspruchsvollen

>>Detektivgeschichten. Nachdem ich die Sherlock-Holmes-Gesamtausgabe nun
>>schon zum zweiten Mal durch habe, suche ich etwas, das der Atmosphäre
>>dieser Werke ähnlich ist und vielleicht zudem auch im ausgehenden 19.
>>Jahrhundert spielt.
>>Normalerweise lese ich Krimis und solche Sachen nicht so gern. Aber
>>Sherlock Holmes hats mir doch ziemlich angetan.
>>Jemand einen Tipp?
>>
>

> Auch wenn du dich schon abschließend bedankt hast, sollte doch eine
> (obwohl von einem Niederländer verfasste) exotischere Reihe, die in der
> ferneren Vergangenheit spielt, kurz angemerkt werden:
> Richter Di
>
Dazu fällt mir ein:
Eco, Umberto: Der Name der Rose (Mord im Kloster)
Doody, Mary: Sherlock Aristoteles (Aristotle Detective)

Ciao
Wolfram
--
Die Unkenntnis des Gesetzes befreit nicht von der Verantwortung. Aber die
Kenntnis oft.
STANISLAW JERZY LEC
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <http://www.youtube.com/watch?v=oDjbbkGVT4Q>

Georg Mildenberger

unread,
Jul 1, 2009, 4:04:19 PM7/1/09
to
Hi,

Wolfram Heinrich schrieb:


> Am Wed, 01 Jul 2009 09:29:59 +0800 schrieb Heinz Lohmann:
>
>> Marcus Kober schrieb:
>>> Hallo,
>>>
>>> ich bin auf der Suche nach guten und anspruchsvollen
>>> Detektivgeschichten. Nachdem ich die Sherlock-Holmes-Gesamtausgabe nun
>>> schon zum zweiten Mal durch habe, suche ich etwas, das der Atmosphäre
>>> dieser Werke ähnlich ist und vielleicht zudem auch im ausgehenden 19.
>>> Jahrhundert spielt.
>>> Normalerweise lese ich Krimis und solche Sachen nicht so gern. Aber
>>> Sherlock Holmes hats mir doch ziemlich angetan.
>>> Jemand einen Tipp?
>>>
>> Auch wenn du dich schon abschließend bedankt hast, sollte doch eine
>> (obwohl von einem Niederländer verfasste) exotischere Reihe, die in der
>> ferneren Vergangenheit spielt, kurz angemerkt werden:
>> Richter Di
>>
> Dazu fällt mir ein:
> Eco, Umberto: Der Name der Rose (Mord im Kloster)
> Doody, Mary: Sherlock Aristoteles (Aristotle Detective)


dann doch gleich noch die Didius Falco Serie von Lindsey Davis.

Gruß
Schorsch

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GJ Woeginger

unread,
Jul 2, 2009, 4:32:00 AM7/2/09
to
Michael Gunske <090629.nospam...@spamgourmet.com> wrote:
# Hallo,
#
# Marcus Kober schrieb:
#
# >ich bin auf der Suche nach guten und anspruchsvollen
# >Detektivgeschichten.
#
# spielen zwar erst in den zwanziger bzw. drei??iger Jahren des letzten
# Jahrhunderts, aber aus meiner Sicht immer wieder lesenswert:
#
# Die Lord Peter Wimsey-Romane von Dorothy L. Sayers. Das erste aus der
# Reihe ist "Ein Toter zuwenig" ("Whose Body"), der zweite "Diskrete Zeugen"
# ("Clouds of Witness").

Mir haben die "Nine Taylors" sehr gut gefallen.
Ich wusste vorher nichts ueber die Kunst des Glockenlaeutens,
und haette auch nie gedacht, dass mich das interessieren koennte.

--Gerhard

___________________________________________________________
Gerhard J. Woeginger http://www.win.tue.nl/~gwoegi/

Henning Schlottmann

unread,
Jul 2, 2009, 5:17:34 AM7/2/09
to
GJ Woeginger wrote:
> Michael Gunske <090629.nospam...@spamgourmet.com> wrote:
> # Hallo,
> #
> # Marcus Kober schrieb:
> #
> # >ich bin auf der Suche nach guten und anspruchsvollen
> # >Detektivgeschichten.
> #
> # spielen zwar erst in den zwanziger bzw. drei??iger Jahren des letzten
> # Jahrhunderts, aber aus meiner Sicht immer wieder lesenswert:
> #
> # Die Lord Peter Wimsey-Romane von Dorothy L. Sayers. Das erste aus der
> # Reihe ist "Ein Toter zuwenig" ("Whose Body"), der zweite "Diskrete Zeugen"
> # ("Clouds of Witness").
>
> Mir haben die "Nine Taylors" sehr gut gefallen.
> Ich wusste vorher nichts ueber die Kunst des Glockenlaeutens,
> und haette auch nie gedacht, dass mich das interessieren koennte.

Dem schlie�e ich mich an und verweise auf den ausgezeichneten Artikel
"Wechsell�uten" in der Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wechsell%C3%A4uten

Ciao Henning

Roland Franzius

unread,
Jul 2, 2009, 5:44:18 AM7/2/09
to
Marcus Kober schrieb:
> Hallo,

>
> ich bin auf der Suche nach guten und anspruchsvollen
> Detektivgeschichten. Nachdem ich die Sherlock-Holmes-Gesamtausgabe nun
> schon zum zweiten Mal durch habe, suche ich etwas, das der Atmosphäre
> dieser Werke ähnlich ist und vielleicht zudem auch im ausgehenden 19.
> Jahrhundert spielt.
> Normalerweise lese ich Krimis und solche Sachen nicht so gern. Aber
> Sherlock Holmes hats mir doch ziemlich angetan.
> Jemand einen Tipp?

Nicht gerade eine Kurzgeschichte, aber detektivisches heute und
Untersuchungsgegenstand im 19. Jh liefert zB

Antonia Byatt, Besessen.

Und da das 20. Jh auch schon ziemlich lange zurückliegt,
Eric Ambler und Ross MacDonald liefern ein paar sanftere Geschichten als
die härtere Gangart der Nachfolger von Chandler, dessen Erzählband
"Killer in the Rain" als Short Story-Frühfassung fast aller seiner
Romane auch nett zu lesen ist.

--

Roland Franzius

Volker Gringmuth

unread,
Jul 2, 2009, 12:00:51 PM7/2/09
to
GJ Woeginger wrote:

> Mir haben die "Nine Taylors" sehr gut gefallen.

JFTR: "Tailors". Die Glocke hei�t "Tailor Paul".


v"jedenfallsinmeinerausgabe"G

--
It takes a village to raise a child. (Afrikanisches Sprichwort)

-- <http://einklich.net> -- Ein Pinguin f�r jeden: <http://debian.org/> --

Andrej Kluge

unread,
Jul 2, 2009, 12:34:54 PM7/2/09
to
Hi,

Roland Franzius wrote:
> Marcus Kober schrieb:


>> nun schon zum zweiten Mal durch habe, suche ich etwas, das der
>> Atmosphäre dieser Werke ähnlich ist und vielleicht zudem auch im
>> ausgehenden 19. Jahrhundert spielt.
>

> Und da das 20. Jh auch schon ziemlich lange zurückliegt,
> Eric Ambler und Ross MacDonald liefern ein paar sanftere
> Geschichten als die härtere Gangart der Nachfolger von Chandler,
> dessen Erzählband "Killer in the Rain" als Short Story-Frühfassung
> fast aller seiner Romane auch nett zu lesen ist.

Irgendwie entfernen wir uns ganz schön von den Ausgangsanforderungen
(Atmosphäre wie bei Sherlock Holmes, Ende 19. Jhd.). Ich hatte nicht umsonst
Chesterton angeführt -- moderne Krimis kann ja jeder nennen ;-)

Ciao
AK

Gunhild Simon

unread,
Jul 2, 2009, 2:58:11 PM7/2/09
to
On 2 Jul., 18:34, "Andrej Kluge" <kl...@wizzy.de> wrote:
> Hi,
>
> Roland Franzius wrote:
> > Marcus Kober schrieb:
> >> nun schon zum zweiten Mal durch habe, suche ich etwas, das der
> >> Atmosphäre dieser Werke ähnlich ist und vielleicht zudem auch im
> >> ausgehenden 19. Jahrhundert spielt.
...

> Irgendwie entfernen wir uns ganz schön von den Ausgangsanforderungen

Das zeigt doch eine lebhafte Auseinandersetzung mit dem Thema
Kriminalgeschichte, die ja oft als nur oberflächlich unterhaltend
verstanden wir.

Indem Lieblingsmodelle angepriesen werden, will man ja auf die
rühmlichen Ausnahmen hinweisen.

Außerdem: Verfolgt man, in welche thematischen Irrwege in anderen
Threads abgeglitten wird, ist die Diskussion hier schon sehr
themenbezogen.

Gruß
Gunhild


Volker Gringmuth

unread,
Jul 2, 2009, 3:48:21 PM7/2/09
to
Andrej Kluge wrote:

> Irgendwie entfernen wir uns ganz schön von den Ausgangsanforderungen

vsf.002 ;-)


vG

--
It takes a village to raise a child. (Afrikanisches Sprichwort)

-- <http://einklich.net> -- Ein Pinguin für jeden: <http://debian.org/> --

Stephen Hust

unread,
Jul 2, 2009, 4:03:27 PM7/2/09
to
Marcus Kober <mar...@geheimorden.de> wrote:

> ich bin auf der Suche nach guten und anspruchsvollen
> Detektivgeschichten. Nachdem ich die

> Sherlock-Holmes-Gesamtausgabe nun schon zum zweiten Mal durch
> habe, suche ich etwas, das der Atmosph�re dieser Werke �hnlich


> ist und vielleicht zudem auch im ausgehenden 19. Jahrhundert

> spielt. Normalerweise lese ich Krimis und solche Sachen nicht so


> gern. Aber Sherlock Holmes hats mir doch ziemlich angetan.
> Jemand einen Tipp?

"The Moonstone" (1868) von Wilkie Collins (1824-1889). Es gibt eine
deutsche �bersetzung mit dem Titel "Der Monddiamant".

T. S. Eliot bezeichnete "The Moonstone" als "the first, the
longest, and the best of modern English detective novels".

"The Moonstone" war auch einer der Lieblingskrimis von Rex Stout.

--
Steve

My e-mail address works as is.

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Wolfram Heinrich

unread,
Jul 3, 2009, 1:42:39 AM7/3/09
to
Am Fri, 03 Jul 2009 08:19:04 +0800 schrieb Heinz Lohmann:

> Gunhild Simon schrieb:


>>Das zeigt doch eine lebhafte Auseinandersetzung mit dem Thema
>>Kriminalgeschichte, die ja oft als nur oberflächlich unterhaltend
>>verstanden wir.
>

> Wobei der von mir hochgeschätzte Ambler IMHO eher in die Sparte Thriller
> fällt. Von klassischer Detektivgeschichte sehe ich bei der Lektüre
> nichts.
>
Vor etlichen Jahren habe ich von Ambler mal "Topkapi" gelesen. Ich war
neugierig auf das Buch, denn ich hatte viele Jahre zuvor mal den Film von
Jules Dassin gesehen, den ich sehr spannend fand.

Ich war letztlich schwer enttäuscht. Der Film ist viel, viel spannender.
Das Buch wird erzählt aus der Perspektive einer Randfigur des Geschehens,
die wenig vom Spektakulären mitkriegt. Und so ist dann der Roman.

Ciao
Wolfram
--
Nachtigall
Ich wollt', ich wär 'ne Nachtigall, / das wär' so scheen, das wär' so tall.
/ Ich könnt' dann fliegen, vieles seh'n, / Das wär' so tall, das wär' so
scheen.

Roland Franzius

unread,
Jul 3, 2009, 2:15:30 AM7/3/09
to
Roland Franzius schrieb:

Eine Website für Krimis zur Vorauswahl gibts natürlich auch

http://www.krimi-couch.de/krimis/krimis-aus-grossbritannien-irland.html

--

Roland Franzius

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Wolfram Heinrich

unread,
Jul 3, 2009, 11:06:14 AM7/3/09
to
Am Fri, 03 Jul 2009 22:48:09 +0800 schrieb Heinz Lohmann:

> Wolfram Heinrich schrieb:


>>Am Fri, 03 Jul 2009 08:19:04 +0800 schrieb Heinz Lohmann:
>>
>>> Gunhild Simon schrieb:
>>>>Das zeigt doch eine lebhafte Auseinandersetzung mit dem Thema
>>>>Kriminalgeschichte, die ja oft als nur oberflächlich unterhaltend
>>>>verstanden wir.
>>>
>>> Wobei der von mir hochgeschätzte Ambler IMHO eher in die Sparte Thriller
>>> fällt. Von klassischer Detektivgeschichte sehe ich bei der Lektüre
>>> nichts.
>>>
>>Vor etlichen Jahren habe ich von Ambler mal "Topkapi" gelesen. Ich war
>>neugierig auf das Buch, denn ich hatte viele Jahre zuvor mal den Film von
>>Jules Dassin gesehen, den ich sehr spannend fand.
>>
>>Ich war letztlich schwer enttäuscht. Der Film ist viel, viel spannender.
>>Das Buch wird erzählt aus der Perspektive einer Randfigur des Geschehens,
>>die wenig vom Spektakulären mitkriegt. Und so ist dann der Roman.
>>
>

> Bei mir war's umgekehrt: Ich hab erst das Buch gelesen und fand es toll.
> Der Film hat mich dann enttäuscht, auch weil ich mir die Leute nicht so
> hässlich vorgestellt hatte.
>
Vielleicht, so dachte ich bei mir damals, wird dieser Ambler doch weit
überschätzt.

> Vielleicht macht's manchmal die Reihenfolge. Bei den ganzen
> Karl-May-Filmen ging's mir auch so.
>
Na ja, das waren aber auch keine Verfilmungen, sondern lediglich
irgendwelche Stories, die sich einer über Karl Mays Figuren ausgedacht hat.

Ciao
Wolfram
--
In Diskussionen wird oft und gerne gefordert, man solle doch sachlich
diskutieren. Das ist natürlich Quatsch, denn über Themen, über die man
sachlich diskutieren kann (zum Beispiel die richtige Art, einen Reifen zu
wechseln), braucht man nicht zu diskutieren. Man kann über sie fachsimpeln.

Roland Franzius

unread,
Jul 3, 2009, 1:39:43 PM7/3/09
to
Heinz Lohmann schrieb:
> Wolfram Heinrich schrieb:

>> Am Fri, 03 Jul 2009 08:19:04 +0800 schrieb Heinz Lohmann:
>>
>>> Gunhild Simon schrieb:
>>>> Das zeigt doch eine lebhafte Auseinandersetzung mit dem Thema
>>>> Kriminalgeschichte, die ja oft als nur oberfl�chlich unterhaltend
>>>> verstanden wir.
>>> Wobei der von mir hochgesch�tzte Ambler IMHO eher in die Sparte Thriller
>>> f�llt. Von klassischer Detektivgeschichte sehe ich bei der Lekt�re

>>> nichts.
>>>
>> Vor etlichen Jahren habe ich von Ambler mal "Topkapi" gelesen. Ich war
>> neugierig auf das Buch, denn ich hatte viele Jahre zuvor mal den Film von
>> Jules Dassin gesehen, den ich sehr spannend fand.
>>
>> Ich war letztlich schwer entt�uscht. Der Film ist viel, viel spannender.
>> Das Buch wird erz�hlt aus der Perspektive einer Randfigur des Geschehens,
>> die wenig vom Spektakul�ren mitkriegt. Und so ist dann der Roman.

>>
>
> Bei mir war's umgekehrt: Ich hab erst das Buch gelesen und fand es toll.
> Der Film hat mich dann entt�uscht, auch weil ich mir die Leute nicht so
> h�sslich vorgestellt hatte.

Wer? Mercuri, Schell und Ustinov?

>
> Vielleicht macht's manchmal die Reihenfolge. Bei den ganzen
> Karl-May-Filmen ging's mir auch so.

Aber in den Filmen hat sich der Shatterhand doch endlich mal richtig
gepr�gelt, mit dem Erfolg, der den glorreichen italienischen
Pr�gelwestern initierte. Vom Knieschuss im Dunkeln habe ich allerdings
auch nichts mitgekriegt.

--

Roland Franzius

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Volker Gringmuth

unread,
Jul 3, 2009, 4:59:59 PM7/3/09
to
Heinz Lohmann wrote:

> Vielleicht macht's manchmal die Reihenfolge. Bei den ganzen
> Karl-May-Filmen ging's mir auch so.

Es gibt Karl-May-Filme, die mit dem jeweils gleichnamigen Buch
�ber den Namen hinaus auch nur das geringste zu tun haben? Wo denn?


vG

--
It takes a village to raise a child. (Afrikanisches Sprichwort)

-- <http://einklich.net> -- Ein Pinguin f�r jeden: <http://debian.org/> --

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Gerald Fix

unread,
Jul 4, 2009, 12:44:46 AM7/4/09
to
On Fri, 03 Jul 2009 22:59:59 +0200, Volker Gringmuth
<vgrin...@gmx.net> wrote:

>> Vielleicht macht's manchmal die Reihenfolge. Bei den ganzen
>> Karl-May-Filmen ging's mir auch so.
>
>Es gibt Karl-May-Filme, die mit dem jeweils gleichnamigen Buch
>�ber den Namen hinaus auch nur das geringste zu tun haben? Wo denn?

Winnetou 1 h�lt sich relativ nah am Original.


--
Viele Gr��e
Gerald Fix

Volker Gringmuth

unread,
Jul 4, 2009, 1:14:55 AM7/4/09
to
Gerald Fix wrote:

>>> Vielleicht macht's manchmal die Reihenfolge. Bei den ganzen
>>> Karl-May-Filmen ging's mir auch so.
>>
>>Es gibt Karl-May-Filme, die mit dem jeweils gleichnamigen Buch
>>�ber den Namen hinaus auch nur das geringste zu tun haben? Wo denn?
>
> Winnetou 1 h�lt sich relativ nah am Original.

Hab ich nicht gesehen, aber das soll wohl hei�en,
da� Winnetou auch im Film ein Indianer ist.


vG, scnr

Gerald Fix

unread,
Jul 4, 2009, 2:29:23 AM7/4/09
to
On Sat, 04 Jul 2009 07:14:55 +0200, Volker Gringmuth
<vgrin...@gmx.net> wrote:

>>>> Vielleicht macht's manchmal die Reihenfolge. Bei den ganzen
>>>> Karl-May-Filmen ging's mir auch so.
>>>
>>>Es gibt Karl-May-Filme, die mit dem jeweils gleichnamigen Buch
>>>�ber den Namen hinaus auch nur das geringste zu tun haben? Wo denn?
>>
>> Winnetou 1 h�lt sich relativ nah am Original.
>
>Hab ich nicht gesehen, aber das soll wohl hei�en,
>da� Winnetou auch im Film ein Indianer ist.

Nein, es hei�t, dass die wesentlichen Teile des Buches im Film
vorkommen. Wenn ich mich recht erinnere, wurde lediglich eine Szene
hinzugef�gt, die nicht im Buch vorkommt; weggelassen wurde nichts.

Wolfram Heinrich

unread,
Jul 4, 2009, 4:29:42 AM7/4/09
to
Am Sat, 04 Jul 2009 08:33:41 +0800 schrieb Heinz Lohmann:

> Ich hab mal Karl May wieder versucht, als ich schon über 30 war. Ich
> kann das Zeug irnxwie nich mehr lesen, besonders die rassistischen
> Sachen über China (Am Stillen Ozean u.ä.).
>
> Na ja, es gibt wohl für alles seine Zeit. Vielleicht geht's wieder, wenn
> ich mal über 80 bin?
>
Ich kann ihn auch nicht mehr lesen.

Ciao
Wolfram
--
Erst wirbeln wir den Staub auf und behaupten dann, daß wir nichts sehen
können.
BERKELEY

Marius Fraenzel

unread,
Jul 4, 2009, 6:31:40 AM7/4/09
to
Gerald Fix schrieb:

Ich kann mich an den Film nicht mehr erinnern, da ich ihn zuletzt als
Kind angesehen habe. Aber was sagt das �ber einen Autor, wenn einer
seiner Romane mit gesch�tzt knapp 160.000 W�rtern in einen Film von 101
Minuten umgesetzt werden kann, wobei nichts weggelassen wurde, sondern
sogar noch etwas hinzugef�gt? :-D

Gru�, Marius


--
Elf Jahre drb!

http://bonaventura.musagetes.de/

Johannes Roehl

unread,
Jul 4, 2009, 7:38:18 AM7/4/09
to
Gerald Fix schrieb:

Es wird schon einiges ge�ndert bzw. kondensiert (Santer ist von Beginn
an der Schurke, im Buch taucht er viel sp�ter auf). Ich habe den Film
aber nicht mehr ausreichend im Kopf (das Buch wohl auch nicht), um
Genaueres zu sagen. Ich meine aber auch, da� er einer der wenigen ist,
wo man die Vorlage immerhin wiedererkennen kann.

Bei Topkapi hat mir meiner Erinnerung nach beides unabh�ngig voneinander
(das Buch hatte ich wohl zuerst gelesen, beides aber > 10 Jahre her)
recht gut gefallen. Bei allen Unterschieden haben m.E. beide die
Kombination von Ernst und leichter �berdrehtheit oder Ironisierung ganz
gut getroffen. Hat eigentlich mal jemand einen Bond-Roman von Fleming
gelesen?

JR

Walter Schmid

unread,
Jul 4, 2009, 8:26:30 AM7/4/09
to
Marius Fraenzel schrieb:

> Ich kann mich an den Film nicht mehr erinnern, da ich ihn zuletzt als

> Kind angesehen habe. Aber was sagt das über einen Autor, wenn einer
> seiner Romane mit geschätzt knapp 160.000 Wörtern in einen Film von 101

> Minuten umgesetzt werden kann, wobei nichts weggelassen wurde, sondern

> sogar noch etwas hinzugefügt? :-D

Ein Bild sagt bekanntlich mehr als 999 Worte. In der Zeit, in der
Thomas Mann Toni Buddenbrook so beschreibt, dass ich immer noch
nicht weiss, wie sie aussieht, zeige ich Dir die Fotos der ganzen
Familie B. - und Du weisst dann, wie sie alle aussehen.

Gruss

Walter

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Gerald Fix

unread,
Jul 4, 2009, 10:21:37 AM7/4/09
to
On Sat, 04 Jul 2009 12:31:40 +0200, Marius Fraenzel
<marius....@gmail.com> wrote:

>> Nein, es hei�t, dass die wesentlichen Teile des Buches im Film
>> vorkommen. Wenn ich mich recht erinnere, wurde lediglich eine Szene
>> hinzugef�gt, die nicht im Buch vorkommt; weggelassen wurde nichts.
>
>Ich kann mich an den Film nicht mehr erinnern, da ich ihn zuletzt als
>Kind angesehen habe. Aber was sagt das �ber einen Autor, wenn einer
>seiner Romane mit gesch�tzt knapp 160.000 W�rtern in einen Film von 101
>Minuten umgesetzt werden kann, wobei nichts weggelassen wurde, sondern
>sogar noch etwas hinzugef�gt? :-D

Is ja gut.

Urspr�nglich wollte ich schreiben, es fehle nichts Wesentliches - sah
aber den Einwand kommen, Karl May enthalte nichts Wesentliches.

So geht man hier mit dem wirkungsm�chstigsten Schriftsteller deutscher
Sprache um. Tss, tss.

Wolfram Heinrich

unread,
Jul 4, 2009, 10:59:00 AM7/4/09
to
Am Sat, 04 Jul 2009 13:38:18 +0200 schrieb Johannes Roehl:

> Bei Topkapi hat mir meiner Erinnerung nach beides unabhängig voneinander

> (das Buch hatte ich wohl zuerst gelesen, beides aber > 10 Jahre her)
> recht gut gefallen. Bei allen Unterschieden haben m.E. beide die

> Kombination von Ernst und leichter Überdrehtheit oder Ironisierung ganz

> gut getroffen. Hat eigentlich mal jemand einen Bond-Roman von Fleming
> gelesen?
>

Ich hab's versucht, bin aber nicht sehr weit gekommen. Dabei lese ich ganz
gern Krimis, aber das Zeugs...

Ciao
Wolfram
--
Ist das Knie nur geschmeidig, so darf die Zunge schon lästern.
Was darf der nicht begehn, der sich zu kriechen nicht schämt!
F. SCHILLER

Walter Schmid

unread,
Jul 4, 2009, 12:00:56 PM7/4/09
to
Wolfram Heinrich schrieb:

> Am Sat, 04 Jul 2009 13:38:18 +0200 schrieb Johannes Roehl:
>
>> Bei Topkapi hat mir meiner Erinnerung nach beides unabhängig voneinander
>> (das Buch hatte ich wohl zuerst gelesen, beides aber > 10 Jahre her)
>> recht gut gefallen. Bei allen Unterschieden haben m.E. beide die
>> Kombination von Ernst und leichter Überdrehtheit oder Ironisierung ganz
>> gut getroffen. Hat eigentlich mal jemand einen Bond-Roman von Fleming
>> gelesen?
>>
> Ich hab's versucht, bin aber nicht sehr weit gekommen. Dabei lese ich ganz
> gern Krimis, aber das Zeugs...

"James Bond" IST KEIN KRIMI!

Gruss

Walter

Diedrich Dirks

unread,
Jul 4, 2009, 4:25:19 PM7/4/09
to
Wolfram Heinrich:

>> Na ja, es gibt wohl f�r alles seine Zeit. Vielleicht geht's wieder, wenn
>> ich mal �ber 80 bin?


>
> Ich kann ihn auch nicht mehr lesen.

Ich wu�te gar nicht, da� Du bereits so alt bist.

--
Diedrich

Wolfram Heinrich

unread,
Jul 4, 2009, 4:33:02 PM7/4/09
to

Was, Vater, sind die Krümel dort hinten?
Das, Kind, sind Walters gekackte Korinthen.

Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, es ist immer gut, wenn man Latein kann. Dann, sagt
er, kann man sich alles übersetzen, auch wenn man es nicht versteht.

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Johannes Roehl

unread,
Jul 5, 2009, 4:37:04 AM7/5/09
to
Walter Schmid schrieb:

Topkapi aber auch nicht i.e.S. Es ging nun schom um
Thriller/Agenten-Stories; den Zusammenhang stifteten bei mir die Filme,
die jedenfalls teilweise einen eher ironischen Blick auf das Genre
werfen. Aber ich hatte schonmal irgendwo gelesen, daß dieser Aspekt
Flemings Erzählungen eher fehlt.

JR

Wolfram Heinrich

unread,
Jul 5, 2009, 4:46:50 AM7/5/09
to

So scheint es, nach dem bißchen, was ich von ihm gelesen habe. Über ihn
habe ich gelesen, daß er wahnsinnig stolz darauf gewesen wäre, daß in
"Liebesgrüße aus Moskau" das geheime Konferenzzimmer des KGB bis auf die
Holztäfelung genau beschrieben worden sei. Diese Art Schriftsteller war
das.

Ciao
Wolfram
--
Der Fortschritt ist absolut humorlos, weil er den Optimisten ausgeliefert
ist.
HEINRICH BÖLL

Gerald Fix

unread,
Jul 5, 2009, 5:11:17 AM7/5/09
to
On Sun, 5 Jul 2009 10:46:50 +0200, Wolfram Heinrich
<in...@theodor-rieh.de> wrote:

>So scheint es, nach dem bi�chen, was ich von ihm gelesen habe. �ber ihn
>habe ich gelesen, da� er wahnsinnig stolz darauf gewesen w�re, da� in
>"Liebesgr��e aus Moskau" das geheime Konferenzzimmer des KGB bis auf die
>Holzt�felung genau beschrieben worden sei. Diese Art Schriftsteller war
>das.

Von Karl-Heinz H�ber, "dem Mann, der Jerry Cotton war", hei�t es,
seine Pl�ne der Kanalisation von New York seien so genau gewesen, dass
ihn das FBI um Kopien gebeten habe.

Wolfram Heinrich

unread,
Jul 5, 2009, 5:28:27 AM7/5/09
to
Am Sun, 05 Jul 2009 11:11:17 +0200 schrieb Gerald Fix:

> On Sun, 5 Jul 2009 10:46:50 +0200, Wolfram Heinrich
> <in...@theodor-rieh.de> wrote:
>

>>So scheint es, nach dem bißchen, was ich von ihm gelesen habe. Über ihn

>>habe ich gelesen, daß er wahnsinnig stolz darauf gewesen wäre, daß in
>>"Liebesgrüße aus Moskau" das geheime Konferenzzimmer des KGB bis auf die
>>Holztäfelung genau beschrieben worden sei. Diese Art Schriftsteller war
>>das.
>
> Von Karl-Heinz Höber, "dem Mann, der Jerry Cotton war", heißt es,
> seine Pläne der Kanalisation von New York seien so genau gewesen, dass


> ihn das FBI um Kopien gebeten habe.

Jerry Cotton ist ja auch um Längen besser als James Bond.
Höber hat übrigens auch einen "richtigen" Roman geschrieben, "Nun komm ich
als Richter". Eine sehr dicht erzählte Geschichte von einem KZ-Opfer, das
mit Hilfe von Freunden einen ehemaligen KZ-Arzt umbringen will und es dann
doch nicht fertig bringt. (Das fand ich enttäuschend an der Geschichte.)
So, wie es erzählt ist, könnte ich mir die Story gut als Theaterstück
vorstellen.

Ciao
Wolfram
--
Das Gesetz verbietet jedem mit gleicher Majestät, dem Reichen wie dem
Armen, unter der Brücke zu schlafen!
ANATOLE FRANCE

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Walter Schmid

unread,
Jul 5, 2009, 10:22:48 AM7/5/09
to
Wolfram Heinrich schrieb:
> Am Sat, 04 Jul 2009 18:00:56 +0200 schrieb Walter Schmid:
>
>> Wolfram Heinrich schrieb:

>>> Ich hab's versucht, bin aber nicht sehr weit gekommen. Dabei lese ich ganz


>>> gern Krimis, aber das Zeugs...
>> "James Bond" IST KEIN KRIMI!
>>
> Was, Vater, sind die Krümel dort hinten?
> Das, Kind, sind Walters gekackte Korinthen.

Für mich sind das keine Korinthen. Ich hasse Spionage-Filme und
ich liebe Fernsehkrimis. Die Problemstellung ist doch eine stark
verschiedene: Ein Mord ist immer ein Verbrechen und selten eine
Heldentat. Spionage ist dagegen immer beides zusammen. Zur
Spionage gehört wesentlich die Verwirrung (die soll entwirren wer
mag - ich mag nicht). Zum Mord gehört das Motiv - Spionage hat
nur einen Auftrag. Krimi ist Psychologie und Denken, Spionage ist
vor allem Action. Einen grösseren Gegensatz kann ich mir kaum
vorstellen.

Gruss

Walter

Wolfram Heinrich

unread,
Jul 5, 2009, 12:00:57 PM7/5/09
to

Ich muß vorausschicken, daß ich die James-Bond-Romane gar nicht und von den
James-Bond-Filmen nur jene mit Sean Connery kenne. In diesen Filmen geht es
*nicht* um Spionage, sondern um die Ausschaltung eines Bösen Schurken.

Ciao
Wolfram
--
Ja, is iatz des wahr, ha? Des waar ja da Wahnsinn, bal des wahr waar. Werd
wahscheinle net wahr sei.

Walter Schmid

unread,
Jul 5, 2009, 12:08:25 PM7/5/09
to
Wolfram Heinrich schrieb:

> Ich muß vorausschicken, daß ich die James-Bond-Romane gar nicht und von den
> James-Bond-Filmen nur jene mit Sean Connery kenne. In diesen Filmen geht es
> *nicht* um Spionage, sondern um die Ausschaltung eines Bösen Schurken.

Stimmt - aber trotzdem versteht man unter einem "Krimi" eine
Geschichte, wo der Täter gefunden und/oder überführt werden muss.
Gerd Fröbe alias Goldfinger ist als Täter von allem Anfang an
bekannt. Es ist übrigens der einzige Bond, den ich immer wieder
anschaue.

Gruss

Walter

Wolfram Heinrich

unread,
Jul 5, 2009, 12:25:32 PM7/5/09
to
Am Sun, 05 Jul 2009 18:08:25 +0200 schrieb Walter Schmid:

> Wolfram Heinrich schrieb:
>
>> Ich muß vorausschicken, daß ich die James-Bond-Romane gar nicht und von den
>> James-Bond-Filmen nur jene mit Sean Connery kenne. In diesen Filmen geht es
>> *nicht* um Spionage, sondern um die Ausschaltung eines Bösen Schurken.
>
> Stimmt - aber trotzdem versteht man unter einem "Krimi" eine
> Geschichte, wo der Täter gefunden und/oder überführt werden muss.

Das ist viel zu eng gesehen.

Ciao
Wolfram
--
Es berührt wehmütig zu sehen, wie die individuelle Arbeit überall von der
maschinellen verdrängt wird. Nur die Defloratoren gehen noch herum, das
Haupt erhoben, von ihrer Unersetzlichkeit überzeugt. Genau so haben vor
zwanzig Jahren die Fiaker gesprochen.
KARL KRAUS (der noch nichts von Fucking Machines wußte)

Walter Schmid

unread,
Jul 5, 2009, 3:09:08 PM7/5/09
to
Wolfram Heinrich schrieb:

> Am Sun, 05 Jul 2009 18:08:25 +0200 schrieb Walter Schmid:
>
>> Wolfram Heinrich schrieb:
>>
>>> Ich muß vorausschicken, daß ich die James-Bond-Romane gar nicht und von den
>>> James-Bond-Filmen nur jene mit Sean Connery kenne. In diesen Filmen geht es
>>> *nicht* um Spionage, sondern um die Ausschaltung eines Bösen Schurken.
>> Stimmt - aber trotzdem versteht man unter einem "Krimi" eine
>> Geschichte, wo der Täter gefunden und/oder überführt werden muss.
>
> Das ist viel zu eng gesehen.

Idealtypen kann man nie eng genug sehen. Wir reden ja nicht über
Joyce oder Pynchon.

Gruss

Walter

Ignatios Souvatzis

unread,
Jul 5, 2009, 3:50:26 PM7/5/09
to
Hans Altmeyer wrote:
> Marius Fraenzel schrieb:

>> Aber was sagt das �ber einen Autor, wenn einer
>> seiner Romane mit gesch�tzt knapp 160.000 W�rtern in einen Film von 101
>> Minuten umgesetzt werden kann, wobei nichts weggelassen wurde, sondern
>> sogar noch etwas hinzugef�gt? :-D
>
> Unter anderem, da� der Mann sich in elend langen und �berausf�hrlichen
> Personen- und Landschaftsbeschreibungen gesuhlt hat.

Hat er letztere nicht von anderer Leute Reiseberichten abgeschrieben?
Jedenfalls konnte er damit schnell und gut zweieinhalb Seiten fuellen,
wenn ein Kapitel begann, und wurde er nicht oft nach Zeilen bezahlt?

-is

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Roland Franzius

unread,
Jul 6, 2009, 12:14:12 AM7/6/09
to
Heinz Lohmann schrieb:
>
> BTW: H�r ich da eine Aversion gegen einen Berufsstand? Hast du was gegen
> Studienr�te? In meiner Zeit am Gymnasium gab's durchaus ein paar nette
> darunter.

Das wollte er sagen. Dein verst�rkendes Argument ist so alt, wie die
Verfolgung unliebsamer Minderheiten.

--

Roland Franzius

Gerald Fix

unread,
Jul 6, 2009, 1:03:06 AM7/6/09
to
On Sun, 05 Jul 2009 18:08:25 +0200, Walter Schmid
<paulwalt...@vtxmail.ch> wrote:

>> Ich mu� vorausschicken, da� ich die James-Bond-Romane gar nicht und von den


>> James-Bond-Filmen nur jene mit Sean Connery kenne. In diesen Filmen geht es

>> *nicht* um Spionage, sondern um die Ausschaltung eines B�sen Schurken.


>
>Stimmt - aber trotzdem versteht man unter einem "Krimi" eine

>Geschichte, wo der T�ter gefunden und/oder �berf�hrt werden muss.
> Gerd Fr�be alias Goldfinger ist als T�ter von allem Anfang an
>bekannt.

Du engst das auf die Whodunits ein. Krimi ist aber weiter gefasst, wie
man z.B. an den Psychokrimis sieht. Auch im �bertragenen Sinn wird das
Wort anders verwendet: Wahlkrimi, Elfmeterkrimi.

Peter J. Holzer

unread,
Jul 6, 2009, 3:37:06 AM7/6/09
to
On 2009-07-06 05:03, Gerald Fix <geral...@t-online.de> wrote:
> On Sun, 05 Jul 2009 18:08:25 +0200, Walter Schmid
><paulwalt...@vtxmail.ch> wrote:
>>> Ich mu� vorausschicken, da� ich die James-Bond-Romane gar nicht und von den
>>> James-Bond-Filmen nur jene mit Sean Connery kenne. In diesen Filmen geht es
>>> *nicht* um Spionage, sondern um die Ausschaltung eines B�sen Schurken.
>>
>>Stimmt - aber trotzdem versteht man unter einem "Krimi" eine
>>Geschichte, wo der T�ter gefunden und/oder �berf�hrt werden muss.
>> Gerd Fr�be alias Goldfinger ist als T�ter von allem Anfang an
>>bekannt.
>
> Du engst das auf die Whodunits ein. Krimi ist aber weiter gefasst, wie
> man z.B. an den Psychokrimis sieht.

Weiter gefasst ist das sicher, aber als Krimi w�rde ich James Bond
trotzdem nicht bezeichnen.

> Auch im �bertragenen Sinn wird das Wort anders verwendet: Wahlkrimi,
> Elfmeterkrimi.

Da wird aber nur das Element Spannung �bernommen. Nicht jedes spannende
Buch ist ein Krimi.

hp

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Marius Fraenzel

unread,
Jul 6, 2009, 1:38:40 PM7/6/09
to
Hans Altmeyer schrieb:

> Ignatios Souvatzis schrieb:


>>
>> Hat er letztere nicht von anderer Leute Reiseberichten abgeschrieben?
>

> Gut m�glich. Woher sollte er auch die beschriebenen Landschaften kennen?

Das ist nicht nur "gut m�glich", sondern detailiert nachgewiesen.

Gru�, Marius


--
Elf Jahre drb!

http://bonaventura.musagetes.de/

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Karl-Josef Ziegler

unread,
Jul 8, 2009, 9:22:25 AM7/8/09
to
Gerald Fix schrieb:

> Von Karl-Heinz H�ber, "dem Mann, der Jerry Cotton war", hei�t es,
> seine Pl�ne der Kanalisation von New York seien so genau gewesen, dass
> ihn das FBI um Kopien gebeten habe.

Oder, dass man nach den dort genannten Zeiten in New York U-Bahn fahren
k�nne....

Viele Gr��e,

- Karl-Josef

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Michael Pronay

unread,
Jul 11, 2009, 12:16:54 PM7/11/09
to
Heinz Lohmann <lese...@sofort-mail.de> wrote:

>>> Shirley Bassey (dirc)?

> "dirc" hab ich einfach mal erfunden f�r "Do I remember correctly?"
> Weil ich etwas tippunlustig bin.

Dank schreib bitte "(dirc?)", danke.

Im �brigen sehe ich gegen�ber "Shirley Bassey (iirc)?" kaum einen
Vorteil.

M.

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