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Peter POan (was: Politische korrekte Märchen)

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Diedrich Ehlerding

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Dec 24, 2012, 10:46:39 AM12/24/12
to
G.O.Tuhls meinte:

>> "Peter Pan" von J. M. Barrie.
>>
>> | Tinker Bell was described by Barrie as a fairy who mended pots
>> | and kettles, like an actual tinker.
>
> Besser als die Eindeutschung zu "Naseweis".

Wer deutscht das so ein?

Ich kenne "Peter Pan" nur aus der Übersetzung von Erich Kästner; da komnmt
zwar eine Fee vor, aber die heißt "Klingklang".

(Ich überweise das Thema mal an die Parallelgruppe.)

Diedrich
--
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Diedrich Ehlerding

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Dec 24, 2012, 10:50:03 AM12/24/12
to

Diedrich Ehlerding

unread,
Dec 24, 2012, 10:50:47 AM12/24/12
to

G.O.Tuhls

unread,
Dec 24, 2012, 12:21:12 PM12/24/12
to
Am 24.12.2012, 16:50 Uhr, schrieb Diedrich Ehlerding:

>>> "Peter Pan" von J. M. Barrie.
>>>
>>> | Tinker Bell was described by Barrie as a fairy who mended pots
>>> | and kettles, like an actual tinker.
>>
>> Besser als die Eindeutschung zu "Naseweis".
>
> Wer deutscht das so ein?

Wer es verbockt hat, ist mir nicht geläufig, aber in der deutschen Fassung
der Disney-Verfilmungen hieß sie so.
Klingklang ist aber auch nicht besser, klingt wie Tingeltangel.

Gruß
G.O.

(wieder zurück nach d.e.s.d., weil nicht das Buch gemeint ist)

Martin Hedinger

unread,
Dec 24, 2012, 3:30:52 PM12/24/12
to
Am 24.12.2012 18:21, schrieb G.O.Tuhls:
> Am 24.12.2012, 16:50 Uhr, schrieb Diedrich Ehlerding:
>
>>>> "Peter Pan" von J. M. Barrie.
>>>>
>>>> | Tinker Bell was described by Barrie as a fairy who mended pots
>>>> | and kettles, like an actual tinker.
>>>
>>> Besser als die Eindeutschung zu "Naseweis".
>>
>> Wer deutscht das so ein?
>
> Wer es verbockt hat, ist mir nicht gelᅵufig, aber in der deutschen
> Fassung der Disney-Verfilmungen hieᅵ sie so.
> Klingklang ist aber auch nicht besser, klingt wie Tingeltangel.

"Klingklang" finde ich schon mal besser als "Naseweis", wobei
"Klingeling" mᅵglicherweise besser gewesen wᅵre, da es lautmᅵssig
weniger an Tingeltangel assoziiert.
Noch viel besser wᅵre es gewesen, bei "Tinker Bell" zu bleiben und den
Namen nicht zu ᅵbersetzen. Oder wird in einem englischen Roman ein Jack
Black irgendwo als Hans Schwarz ᅵbersetzt?

Gruss Martin

>
> Gruᅵ
> G.O.
>
> (wieder zurᅵck nach d.e.s.d., weil nicht das Buch gemeint ist)

Stephan Seitz

unread,
Dec 24, 2012, 5:43:27 PM12/24/12
to
In de.etc.sprache.deutsch Martin Hedinger <mhno...@gmx.net> wrote:
> Am 24.12.2012 18:21, schrieb G.O.Tuhls:
>> Am 24.12.2012, 16:50 Uhr, schrieb Diedrich Ehlerding:
>>>>> "Peter Pan" von J. M. Barrie.
>>>>> | Tinker Bell was described by Barrie as a fairy who mended pots
>>>>> | and kettles, like an actual tinker.
>>>> Besser als die Eindeutschung zu "Naseweis".
>>> Wer deutscht das so ein?
>> Wer es verbockt hat, ist mir nicht geläufig, aber in der deutschen
>> Fassung der Disney-Verfilmungen hieß sie so.
>> Klingklang ist aber auch nicht besser, klingt wie Tingeltangel.
> "Klingklang" finde ich schon mal besser als "Naseweis", wobei
> "Klingeling" möglicherweise besser gewesen wäre, da es lautmässig
> weniger an Tingeltangel assoziiert.

Also ich kenne noch die Übersetzung Glöckchen aus einem
Disney-Comic-Buch (es waren drei Disney-Filme als Geschichte mit
Bildern nacherzählt worden).

> Noch viel besser wäre es gewesen, bei "Tinker Bell" zu bleiben und den
> Namen nicht zu übersetzen. Oder wird in einem englischen Roman ein Jack

Ist in der aktuellen Fernsehserie mit dem Namen Tinker Bell sogar der
Fall. ;-)

Frohe Weihnachten!

Stephan

--
| Stephan Seitz E-Mail: st...@fsing.rootsland.net |
| Public Keys: http://fsing.rootsland.net/~stse/keys.html |
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Christina Kunze

unread,
Dec 24, 2012, 7:04:38 PM12/24/12
to
Am 24.12.2012 21:30, schrieb Martin Hedinger:
> Am 24.12.2012 18:21, schrieb G.O.Tuhls:
>> Am 24.12.2012, 16:50 Uhr, schrieb Diedrich Ehlerding:
>>
>>>>> "Peter Pan" von J. M. Barrie.
>>>>>
>>>>> | Tinker Bell was described by Barrie as a fairy who mended pots
>>>>> | and kettles, like an actual tinker.
>>>>
>>>> Besser als die Eindeutschung zu "Naseweis".
>>>
>>> Wer deutscht das so ein?
>>
>> Wer es verbockt hat, ist mir nicht gelᅵufig, aber in der deutschen
>> Fassung der Disney-Verfilmungen hieᅵ sie so.
>> Klingklang ist aber auch nicht besser, klingt wie Tingeltangel.
>
> "Klingklang" finde ich schon mal besser als "Naseweis", wobei
> "Klingeling" mᅵglicherweise besser gewesen wᅵre, da es lautmᅵssig
> weniger an Tingeltangel assoziiert.
> Noch viel besser wᅵre es gewesen, bei "Tinker Bell" zu bleiben und den
> Namen nicht zu ᅵbersetzen. Oder wird in einem englischen Roman ein Jack
> Black irgendwo als Hans Schwarz ᅵbersetzt?

Je ᅵlter die ᅵbersetzung, desto hᅵher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ja.
Auch bei der ᅵbersetzung sprechender Namen aus weniger bekannten
Sprachen ist das ᅵblich (aber natᅵrlich eine Einzelfallentscheidung).

chr

Diedrich Ehlerding

unread,
Dec 24, 2012, 4:10:57 PM12/24/12
to
Martin Hedinger meinte:

> Oder wird in einem englischen Roman ein Jack
> Black irgendwo als Hans Schwarz übersetzt?

Dafür gibt es jedenfalls Beispiele:

- Astrid lindgrens "Michel aus Lönneberga" heißt im
Original "Emil"; warum der Übersetzer hier den
Namen geändert hat, ist mit unklar.

- Aldous Huxleys "brave new world" ist in (der (oder einer) deutschen
Übersetzung von London nach berlin verlegt, auch die Protagonisten
haben deutsche Namen

Roland Franzius

unread,
Dec 25, 2012, 3:04:27 AM12/25/12
to
Aber vermutlich eher Jakob Schwartz fᅵr einen Handlungsgehilfen oder
Peter Schwarz fᅵr einen Unglᅵcksraben, je nachdem.

--

Roland Franzius

Martin Hedinger

unread,
Dec 25, 2012, 4:52:04 AM12/25/12
to
Am 25.12.2012 01:04, schrieb Christina Kunze:
Kenne das aus den Indianerbᅵchern, wo die - bereits aus der indigenen
Sprache ins Englische ᅵbersetzten - sprechenden Namen ins Deutsch
ᅵbertragen werden: Aus Red Cloud wird Rote Wolke, aus Black Elk
Schwarzer Hirsch. Seltsam, das der Berᅵhmteste von allen, Sitting Bull,
kaum ᅵbersetzt wird. Vermutlich tᅵnt Sitzender Bulle doch zu wenig heroisch.
Ebenfalls selten ᅵbersetzt wird jener Komparse, der bei zahlreichen
Hollywood-Produktionen mitgewirkt hat: Running Gag.

Gruss Martin

Message has been deleted

Volker Gringmuth

unread,
Dec 25, 2012, 11:50:51 AM12/25/12
to
Martin Hedinger wrote:

> Ebenfalls selten übersetzt wird jener Komparse, der bei zahlreichen
> Hollywood-Produktionen mitgewirkt hat: Running Gag.

„Laufender Knebel“ klingt ja auch nicht wirklich appetitlich.


vG
Message has been deleted

G.O.Tuhls

unread,
Dec 25, 2012, 2:20:44 PM12/25/12
to
Am 24.12.2012, 22:10 Uhr, schrieb Diedrich Ehlerding:
>
>> Oder wird in einem englischen Roman ein Jack
>> Black irgendwo als Hans Schwarz übersetzt?
>
> Dafür gibt es jedenfalls Beispiele:
>
> - Astrid lindgrens "Michel aus Lönneberga" heißt im
> Original "Emil"; warum der Übersetzer hier den
> Namen geändert hat, ist mit unklar.

Weil Emil schon durch Kästner belegt war?

> - Aldous Huxleys "brave new world" ist in (der (oder einer) deutschen
> Übersetzung von London nach berlin verlegt, auch die Protagonisten
> haben deutsche Namen

Das war Absicht, wie uns im Unterricht vermittelt worden war. Es sollte
einen deutlicheren Bezug zum Umfeld des Lesers herstellen, schon wegen der
selbstgewählten Namen aus der Promiszene der 50er-Jahre. Das soll in
anderen Übersetzungen ähnlich gehandhabt worden sein.

Gruß
G.O.

Christina Kunze

unread,
Dec 25, 2012, 3:37:22 PM12/25/12
to
Am 24.12.2012 22:10, schrieb Diedrich Ehlerding:
> Martin Hedinger meinte:
>
>> Oder wird in einem englischen Roman ein Jack
>> Black irgendwo als Hans Schwarz übersetzt?
>
> Dafür gibt es jedenfalls Beispiele:
>
> - Astrid lindgrens "Michel aus Lönneberga" heißt im
> Original "Emil"; warum der Übersetzer hier den
> Namen geändert hat, ist mit unklar.

Ich kenne dafür die Begründung, dass Emil schon von Kästner "besetzt" war.
Wieso es die Kinder überfordern soll, wenn Helden in unterschiedlichen
Büchern denselben Namen haben, erschließt sich mir nicht.

chr

Gerald Fix

unread,
Dec 26, 2012, 1:21:36 AM12/26/12
to
On Tue, 25 Dec 2012 21:37:22 +0100, Christina Kunze <ku...@revesz.de>
wrote:

>> - Astrid lindgrens "Michel aus L�nneberga" hei�t im
>> Original "Emil"; warum der �bersetzer hier den
>> Namen ge�ndert hat, ist mit unklar.
>
>Ich kenne daf�r die Begr�ndung, dass Emil schon von K�stner "besetzt" war.
>Wieso es die Kinder �berfordern soll, wenn Helden in unterschiedlichen
>B�chern denselben Namen haben, erschlie�t sich mir nicht.

Ich wei� nicht, ob man damals schon in Markenkategorien gedacht hat.
Es scheint mir aber naheliegender zu sein, als eine �berfordeurng zu
vermeiden.

--
Viele Gr��e
Gerald Fix

Joachim Pense

unread,
Dec 26, 2012, 2:07:18 AM12/26/12
to
Wieso nimmst du an, dass es um Überforderung der Kinder gegangen sein
könnte? Wurde das behauptet?

Joachim

Christina Kunze

unread,
Dec 27, 2012, 3:01:42 AM12/27/12
to
Welchen anderen Grund sollte es dann haben, dem armen Michel den Namen
zu ändern?

Ich hatte zunächst die Vermutung, dass Emil auf Schwedisch Assoziationen
weckt, die man im Deutschen (Kästners wegen) nicht hervorrufen kann,
aber eine Schwedisch-Muttersprachlerin konnte das nicht bestätigen.

chr

Joachim Pense

unread,
Dec 27, 2012, 5:37:48 AM12/27/12
to
Am 27.12.2012 09:01, schrieb Christina Kunze:
> Am 26.12.2012 08:07, schrieb Joachim Pense:
>> Am 25.12.2012 21:37, schrieb Christina Kunze:
>>> Am 24.12.2012 22:10, schrieb Diedrich Ehlerding:
>>
>>>>
>>>> - Astrid lindgrens "Michel aus Lönneberga" heißt im
>>>> Original "Emil"; warum der Übersetzer hier den
>>>> Namen geändert hat, ist mit unklar.
>>>
>>> Ich kenne dafür die Begründung, dass Emil schon von Kästner "besetzt"
>>> war.
>>> Wieso es die Kinder überfordern soll, wenn Helden in unterschiedlichen
>>> Büchern denselben Namen haben, erschließt sich mir nicht.
>>
>> Wieso nimmst du an, dass es um Überforderung der Kinder gegangen sein
>> könnte? Wurde das behauptet?
>
> Welchen anderen Grund sollte es dann haben, dem armen Michel den Namen
> zu ändern?
>

Du meinst, dem armen Emil. :-)

Wenn, sagen wir mal, ein Schriftsteller heute seine Roman-Hauptfigur
"Werther" nennt, ohne sich irgendwie auf die Figur von Goethe beziehen
zu wollen, dann wird das nicht nur Kinder überfordern.

Joachim

Roland Franzius

unread,
Dec 27, 2012, 6:55:02 AM12/27/12
to
Emil war der Nachbarssohn von Astrids Vater. Das ist also teilweise
Familienchronik.

Die Namensänderung in Michel in der deutschen Übersetzung wird wohl wie
üblich mit der Autorin abgesprochen sein. Der Hintergrund ist die
Unüblichkeit des Namens Emil um 1965, die auf der in Deutschland
spätestens nach dem 1. WK erfolgten Elimination der französischen
Vornamenpalette wie Jean, Paul, Ludwig, Emil, Gustav beruhen.

--

Roland Franzius

Joachim Pense

unread,
Dec 27, 2012, 9:06:48 AM12/27/12
to
Meinten Sie: Emilination?

Joachim

Johannes Roehl

unread,
Dec 28, 2012, 5:26:30 AM12/28/12
to
Am 24.12.2012 21:30, schrieb Martin Hedinger:
> Am 24.12.2012 18:21, schrieb G.O.Tuhls:
>> Am 24.12.2012, 16:50 Uhr, schrieb Diedrich Ehlerding:
>>
>>>>> "Peter Pan" von J. M. Barrie.
>>>>>
>>>>> | Tinker Bell was described by Barrie as a fairy who mended pots
>>>>> | and kettles, like an actual tinker.
>>>>
>>>> Besser als die Eindeutschung zu "Naseweis".
>>>
>>> Wer deutscht das so ein?
>>
>> Wer es verbockt hat, ist mir nicht geläufig, aber in der deutschen
>> Fassung der Disney-Verfilmungen hieß sie so.
>> Klingklang ist aber auch nicht besser, klingt wie Tingeltangel.
>
> "Klingklang" finde ich schon mal besser als "Naseweis", wobei
> "Klingeling" möglicherweise besser gewesen wäre, da es lautmässig
> weniger an Tingeltangel assoziiert.
> Noch viel besser wäre es gewesen, bei "Tinker Bell" zu bleiben und den
> Namen nicht zu übersetzen.

Wenn ich mich an meine Ausgabe richtig erinnere, hieß die Fee dort
"Tinker Bell, weil sie Töpfe und Pfannen flickt". Die Erläuterung war
für mich mit 8 oder 9 ohne Englischkenntnisse (jenseits der Zahlen bis
10 und vielleicht noch "made in Germany") völlig rätselhaft, aber der
Name ist m.E. auch so einprägsam und lautmalerisch genug.

Walter P. Zähl

unread,
Dec 28, 2012, 5:19:03 PM12/28/12
to
Roland Franzius <roland....@uos.de> wrote:
> Am 25.12.2012 01:04, schrieb Christina Kunze:
>> Am 24.12.2012 21:30, schrieb Martin Hedinger:
>>> Am 24.12.2012 18:21, schrieb G.O.Tuhls:
>>>> Am 24.12.2012, 16:50 Uhr, schrieb Diedrich Ehlerding:
>>>>
>>>>>>> "Peter Pan" von J. M. Barrie.
>>>>>>>
>>>>>>> | Tinker Bell was described by Barrie as a fairy who mended pots
>>>>>>> | and kettles, like an actual tinker.
>>>>>>
>>>>>> Besser als die Eindeutschung zu "Naseweis".
>>>>>
>>>>> Wer deutscht das so ein?
>>>>
>>>> Wer es verbockt hat, ist mir nicht geläufig, aber in der deutschen
>>>> Fassung der Disney-Verfilmungen hieß sie so.
>>>> Klingklang ist aber auch nicht besser, klingt wie Tingeltangel.
>>>
>>> "Klingklang" finde ich schon mal besser als "Naseweis", wobei
>>> "Klingeling" möglicherweise besser gewesen wäre, da es lautmässig
>>> weniger an Tingeltangel assoziiert.
>>> Noch viel besser wäre es gewesen, bei "Tinker Bell" zu bleiben und den
>>> Namen nicht zu übersetzen. Oder wird in einem englischen Roman ein Jack
>>> Black irgendwo als Hans Schwarz übersetzt?
>>
>> Je älter die Übersetzung, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ja.
>> Auch bei der Übersetzung sprechender Namen aus weniger bekannten
>> Sprachen ist das üblich (aber natürlich eine Einzelfallentscheidung).
>
> Aber vermutlich eher Jakob Schwartz für einen Handlungsgehilfen oder
> Peter Schwarz für einen Unglücksraben, je nachdem.


Apropos Schwarz: in der ersten Auflage von Harry Potter 1 wurde Sirius
Black noch Sirius Schwarz genannt.
als er dann im dritten Buch prominent wurde, hat man das geändert und auch
stillschweigend in den Neuauflagen von Buch 1 nachgezogen.
Andere schreckliche Übersetzungen leider nicht. Warum z.B. Rita Skeeter
Rita Kimmkorn heißen muss, verstehe ich immer noch nicht. Ich glaube nicht,
dass man beim Tontaubenschießen Zeit hat, über Kimme und Korn zu visieren.
Außerdem denke ich bei Skeeter eher an kleine nervige Insekten.

/Walter

Volker Gringmuth

unread,
Dec 28, 2012, 6:12:19 PM12/28/12
to
Joachim Pense wrote:

> > Unüblichkeit des Namens Emil um 1965, die auf der in Deutschland
> > spätestens nach dem 1. WK erfolgten Elimination der französischen
> > Vornamenpalette wie Jean, Paul, Ludwig, Emil, Gustav beruhen.
>
> Meinten Sie: Emilination?

Es fand ja gerade eine _De_emilination statt :-)


vG

Christina Kunze

unread,
Dec 29, 2012, 3:05:37 AM12/29/12
to
Am 28.12.2012 23:19, schrieb Walter P. Zähl:
>
>
> Apropos Schwarz: in der ersten Auflage von Harry Potter 1 wurde Sirius
> Black noch Sirius Schwarz genannt.
> als er dann im dritten Buch prominent wurde, hat man das geändert und auch
> stillschweigend in den Neuauflagen von Buch 1 nachgezogen.


Ich stelle es mir grässlich vor, ein Buch mit offensichtlich sprechenden
Namen zu übersetzen, ohne zu wissen, was aus den so Benannten später
noch wird.
Der Übersetzer von Harry Potter hat dem Vernehmen nach den Text erst mit
dem Erscheinen der englischen Ausgabe bekommen, und dafür kamen die
deutschen Übersetzungen so schnell auf den Markt, dass er
48-Stunden-TAge gehabt haben muss.

chr

Gerald Fix

unread,
Dec 29, 2012, 3:56:12 AM12/29/12
to
On Sat, 29 Dec 2012 09:05:37 +0100, Christina Kunze <ku...@revesz.de>
wrote:

>Ich stelle es mir grässlich vor, ein Buch mit offensichtlich sprechenden
>Namen zu übersetzen, ohne zu wissen, was aus den so Benannten später
>noch wird.
>Der Übersetzer von Harry Potter hat dem Vernehmen nach den Text erst mit
>dem Erscheinen der englischen Ausgabe bekommen, und dafür kamen die
>deutschen Übersetzungen so schnell auf den Markt, dass er
>48-Stunden-TAge gehabt haben muss.

Das dürfte ja fast immer das Problem sein. Bei den Simpson ist man
allerdings auch mal den umgekehrten Weg gegangen: Sideshow-Bob (was
immer nach einer japanischen Uhrenmarke klang :-) wurde zu
Tingeltangel-Bob.


--
Viele Grüße
Gerald Fix

G.O.Tuhls

unread,
Dec 29, 2012, 7:08:11 AM12/29/12
to
Erstaunlich, dass die Reihe hierzulande nicht "Harald Töpfer" heißt.

Gruß
G.O.

Ralph Angenendt

unread,
Dec 29, 2012, 9:55:24 AM12/29/12
to
Well, Gerald Fix <gf...@kabelbw.de> wrote:
> Das dᅵrfte ja fast immer das Problem sein. Bei den Simpson ist man
> allerdings auch mal den umgekehrten Weg gegangen: Sideshow-Bob (was
> immer nach einer japanischen Uhrenmarke klang :-) wurde zu
> Tingeltangel-Bob.

Eine eher gute ᅵbersetzung, wie ich finde, Tingeltangel bezeichnet im
Deutschen ja sowas ᅵhnliches wie die amerikanischen Sideshows (unter
anderem).

Mir wᅵre kein besserer Begriff eingefallen.

Ralph
--
Als hᅵtte es 100 Jahre Philosophie in Gᅵttingen studiert ...

Ralph Angenendt

unread,
Dec 29, 2012, 9:55:56 AM12/29/12
to
Well, Gerald Fix <gf...@kabelbw.de> wrote:
> Das dürfte ja fast immer das Problem sein. Bei den Simpson ist man
> allerdings auch mal den umgekehrten Weg gegangen: Sideshow-Bob (was
> immer nach einer japanischen Uhrenmarke klang :-) wurde zu
> Tingeltangel-Bob.

Eine eher gute Übersetzung wie ich finde, Tingeltangel bezeichnet im
Deutschen ja sowas ähnliches wie die amerikanischen Sideshows (unter
anderem).

Mir wäre kein besserer Begriff eingefallen.

Ralph
--
Als hätte es 100 Jahre Philosophie in Göttingen studiert ...

Ignatios Souvatzis

unread,
Dec 29, 2012, 3:16:56 PM12/29/12
to
Mir auch. Hey, heutzutage klagen lassen S��gummifabrikanten
Schokoladenfabrikanten gerichtlich verbieten, Schokoladenb�rchen
in Gold(farbener )folie einzuwickeln.

-is
--
seal your e-mail: http://www.gnupg.org/

Ralph Angenendt

unread,
Dec 29, 2012, 3:43:26 PM12/29/12
to
Well, Ignatios Souvatzis <u50...@beverly.kleinbus.org> wrote:
> Mir auch. Hey, heutzutage klagen lassen Süßgummifabrikanten
> Schokoladenfabrikanten gerichtlich verbieten, Schokoladenbärchen
> in Gold(farbener )folie einzuwickeln.

Immerhin hat der Schokoladenfabrikant schon einen Goldhasen, der Goldbär
ist aber vom Süßgummifabrikanten.
Message has been deleted

Norbert Lack

unread,
Dec 30, 2012, 12:11:35 PM12/30/12
to
Ralph Angenendt schrieb:
> Well, Ignatios Souvatzis <u50...@beverly.kleinbus.org> wrote:
>> Hey, heutzutage klagen lassen Sᅵᅵgummifabrikanten
>> Schokoladenfabrikanten gerichtlich verbieten, Schokoladenbᅵrchen
>> in Gold(farbener )folie einzuwickeln.
>
> Immerhin hat der Schokoladenfabrikant schon einen Goldhasen,

... den er erfolgreich vor Gericht gegen einen anderen
Schokoladenfabrikanten verteidigt hat, ...

> der Goldbᅵr ist aber vom Sᅵᅵgummifabrikanten.

Der goldene Schokobᅵr hat dagegen gar kein "Gold" im Namen (nicht einmal
"Bᅵr").

Wird der L.ndt-T.ddy jetzt eigentlich wertvoll(er)?

Gruᅵ
Norbert

Oliver Cromm

unread,
Jan 11, 2013, 1:00:15 PM1/11/13
to
* Roland Franzius:

> Der Hintergrund ist die
> Unüblichkeit des Namens Emil um 1965, die auf der in Deutschland
> spätestens nach dem 1. WK erfolgten Elimination der französischen
> Vornamenpalette wie Jean, Paul, Ludwig, Emil, Gustav beruhen.

Das ist erstaunlich, denn Paul, Ludwig, Emil klingen für mich so
deutsch wie nur irgendwas, und Gustav skandinavisch. Ludwig und
Gustav sind germanischen Ursprungs.

Mal schauen, ob wenigstens die Daten stimmen. Emil, Gustav und
Ludwig wurden um 1940 unüblich, Paul nie wirklich. Die Elimination
dieser Namen "erfolgte" also bestimmt nicht nach dem 1. WK,
allenfalls setzte sie da langsam ein. Daß den Heinrich wnige Jahre
später dasselbe Schicksal ereilte, ist daran auch der böse Henri
schuld?

Und Frauen zählen, wenn die Theorie stimmt, offenbar nicht -
Charlotte hatte seine Hochzeit kurz nach dem 1. WK, Marianne hielt
sich die ganze erste Hälfte des 20. Jahrhunderts weit oben in der
Statistik, Marion von 1930 bis 1970. Diese Namen sind, anders als
Paul oder Emil, offensichtlich französisch.

--
The most likely way for the world to be destroyed, most experts
agree, is by accident. That's where we come in; we're computer
professionals. We cause accidents.
Nathaniel Borenstein
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