In einem fr�heren Thread wurde neulich die Echtheit angezweifelt.
http://groups.google.co.uk/group/de.alt.folklore.urban-legends/browse_thread/thread/c3f23f98b8cdc84a/
Ich habe das Buch noch mal rausgesucht und bringe hier in
<news:de.rec.buecher>
http://groups.google.co.uk/group/de.rec.buecher/
nur einige Anmerkungen.
Warum ist die Tochter Margit (* 1957) als Herausgeberin genannt?
Was hat ein 16-j�hriges M�dchen mit der Produktion eines solchen
Buches zu tun?
Ich sage: sie hat alle Kinderhandschriften produziert.
F�rs folgende:
Die Schrift Futura gibt es seit der zweiten H�lfte der 20er Jahre.
Die Schriften Helvetica und Letter Gothic gibt es seit der
zweiten H�lfte der 50er Jahre.
| 28. M�rz 1930
| Anzeigenannahme Tageblatt
| fabo-druck � 463 Bochum � Postfach 703
Fabo-druck http://www.fabo.de gibt es seit 1968.
Die Postleitzahl "463" ist plump durchgestrichen.
Das Formular ist in der Schriftart Helvetica gedruckt.
Derselbe Stempel "Bezahlt" in der Schriftart Futura wie unten
findet sich mehrfach in diesem Buch.
| 8.3.1905
| Ueber 100 000 Geheilte!
Stempel "Bezahlt" in der Schriftart Futura
| 21.3.1923
| Ich verpflichte mich ...
Stempel "Nach Korrektur druckreif" und "Bezahlt" in Futura
| 4. Januar 1911
| Auskunftei � Detektiv
Stempel "Streng vertraulich" in der Schriftart Futura
Dreimal findet sich derselbe Eingangsstempel:
| An mein Elektrizit�tswerk
| Eingegangen
| 12. Juni 19�2
| Erledigt ______
| An die Polizei
| Eingegangen
| 12. Juni 19�2
| Erledigt ______
| An das Finanzamt
| Eingegangen
| 12. Juni 1932
| Erledigt ______
(Die Ziffer 3 in "1932" ist handschriftlich erg�nzt. )
(Zweimal ist die Ziffer des Jahrzehnts �berschrieben.)
Die Ziffer 1 in "12. Juni" ist auff�llig dreimal identisch tiefergesetzt.
| 6.9.1912
| Heute mittag nahm uns ...
Mit Schreibmaschine in der Schriftart Letter Gothic von IBM geschrieben.
Die Schrift l�uft zu weit, ist also mit einer (Typenkugel-)Schreibmaschine
geschrieben, bei der man die Teilung umschalten kann zwischen
10 Zeichen/Inch und 12 Zeichen/Inch.
Alle Fotos sind plumpe Montagen, darunter:
| Gemeinde Eidelstadt/Holstein 1932
Eidelst*e*dt wurde 1927 in Altona eingemeindet, 1937 in Hamburg.
Der Hintergrund zeigt eher ein italienisches Bergdorf als Holstein.
(Vielleicht die Holsteinische Schweiz � hahaha)
Die zahlreichen Handschriftproben auf �hnlichkeit bzw. Gleichheit
zu untersuchen, �berlasse ich dem Leser. :-)
Hinweis: Anf�hrungszeichen beachten.
Ich bestreite glattweg, dass sich in diesem Buch auch nur ein einziges
Original befindet.
Das Buch ist von vorne bis hinten erschtonken und erlogen.
>Ich bestreite glattweg, dass sich in diesem Buch auch nur ein einziges
>Original befindet.
>Das Buch ist von vorne bis hinten erschtonken und erlogen.
Das haben diese B�cher so an sich. Ich kann mich an ein Werk �ber
juristische Stilbl�ten erinnern, dessen Vorwort von "sch�nen und gut
erfundenen Stilbl�ten" sprach.
--
Viele Gr��e
Gerald Fix
> Ich bestreite glattweg, dass sich in diesem Buch auch nur ein einziges
> Original befindet.
> Das Buch ist von vorne bis hinten erschtonken und erlogen.
Das gilt von Goethes Faust auch! :-)
Und ob Homer alles korrekt berichtet hat, darf be2felt werden.
Gruss
Walter
Es gibt auch eines über Polizeiprotokolle: "Bei Mord hört die
Freundschaft auf".
Gruss
Walter
Gerhard
Dabei sind Polizeiprotokolle und Schadensmeldungen an
Versicherungen wahre Fundgruben an Stilbl�ten und sorgen
zumindest bei mir f�r ausgepr�gte Heiterkeit und Lachanf�lle
beim �bersetzen.
chr
Zumindest bei den Farbbezeichnungen k�nnte man ins
Gr�beln kommen.
chr
> Dabei sind Polizeiprotokolle und Schadensmeldungen an Versicherungen
Werden die auch im Internet ver�ffentlicht?
Das hatt ich ja noch vergessen:
Wie kommt der Herausgeber an Briefe, die angeblich bei der Polizei
oder beim Finanzamt eingegangen sind?
Ein Abgrund von Landesverrat? ;-)
--
Umlaute im Subject sind b?se.
<news:200902261035....@www.epaxios.com>
Frage ist freilich, ob das Meer oder der Wein damals seltsam gef�rbt
waren. Oder ob man von letzterem zu viel intus hatte...
JR
Die Frage ist vielmehr, ob dmals bei den Griechen unter Farbe auch
andere Aspekte betrachtet wurden als heutzutage bei uns, zum Beispiel
das Gl�nzen einer Oberfl�che oder die Dunkelheit einer T�nung. Wenn man
das mitbedenkt, ist die "weinfarbene See" so merkw�rdig gar nicht.
Gru�, Marius
--
Elf Jahre drb!
> Johannes Roehl schrieb:
>> Frage ist freilich, ob das Meer oder der Wein damals seltsam gef�rbt
>> waren. Oder ob man von letzterem zu viel intus hatte...
>
> Die Frage ist vielmehr, ob dmals bei den Griechen unter Farbe auch
> andere Aspekte betrachtet wurden als heutzutage bei uns, zum Beispiel
> das Gl�nzen einer Oberfl�che oder die Dunkelheit einer T�nung. Wenn man
> das mitbedenkt, ist die "weinfarbene See" so merkw�rdig gar nicht.
>
Au�erdem war Homer eh blind.
Ciao
Wolfram
--
Eine der Trag�dien dieser Welt ist, da� alle M�nner, die eine kr�ftige
Abreibung verdient h�tten, sehr gro� sind.
AUS DEM FILM "THE PALM-BEACH-STORY" (DTSCH.: "ATEMLOS NACH FLORIDA")
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <www.brueckenbauer.it> <www.theodor-rieh.de>
Da ich zu wenig Wein trinke und leider noch seltener mit der weindunklen
See in Kontakt bin, kann ich mich hier nicht auf eigene Intuitionen
verlassen. Was mir aber sofort einleuchtet, ist, da� man Farbe, Tiefe,
T�nung usw. anders wahrnimmt, wenn man mit Wein haupts�chlich aus
durchsichtigen Gl�sern vertraut ist, als wenn man seinen visuellen
Eindruck haupts�chlich gr��er dimensionierten irdenen Mischkr�gen
gewonnen hat.
Ich habe es sogar nochmal nachgeschaut: "oinops" ist wohl ein rein
poetisch verwendetes Attribut und m��te w�rtlicher eher "weingesichtig"
oder so hei�en. (Kyklops ist der mit einem runden Auge, glaukop(i)s als
Epitheton der Athene wird meist "blau�ugig", "scharf�ugig", mit
strahlenden Augen" (ursprgl. viell. "eulengesichtig") �bersetzt.)
Das Antlitz der See �hnelt dem des Weins. Das spricht jedenfalls f�r
Deinen Vorschlag: "sieht aus wie" vergleicht hier nicht nur die Farbe.
Dennoch pr�gt sich das Beiwort dem modernen Leser wohl haupts�chlich
wegen des zun�chst sehr eigenwillig scheinenden Vergleichs ein.
viele Gr��e
JR
> oder so hei�en. (Kyklops ist der mit einem runden Auge, glaukop(i)s als
> Epitheton der Athene wird meist "blau�ugig", "scharf�ugig", mit
> strahlenden Augen" (ursprgl. viell. "eulengesichtig") �bersetzt.)
Die "kuh�ugige Athene" bei Vo�, wenn ich mich recht erinnere. Das muss
damals was besonders Feines gewesen sein.
"Kuh�ugig" ist normalerweise Hera. (Gemoll gibt f�r "boopis" "gro��ugig"
als etwas charmantere Variante).
Ich wei� hier auch nicht genauer Bescheid, diese Epitheta werden wohl
teils so gedeutet, da� sie noch aus einer �lteren Tradition stammen, in
denen die Gottheit mit einem ihr heiligen Tier teils identifiziert
wurde, oder eben wie in �gypten durhc ein Mischwesen mit entsprechenden
Kopf dargestellt wird.
In der zuerst m�ndlichen �berlieferung k�nnen sich solche erstarrten
Floskeln ja sehr lange halten.
JR
Das Ged�chtnis l�sst einfach nach ...
> | An das Finanzamt
> | Eingegangen
> | 12. Juni 1932
Der 12. Juni 1932 war ein Sonntag.
Ach, nun seid doch nicht so ernsthaft. Meine Bl�delei hat
sich nat�rlich darauf bezogen, dass Homer, der Blinde,
weder Wein noch Meer so recht gesehen haben kann.
Bitte keine Diskussion zu "wie viele war Homer" etc., es
war wirklich nur als Bl�delei gemeint.
chr
Aber K�he haben wirklich sch�ne Augen, jedenfalls die Allg�uer Rindviecher.
M.
> Die Frage ist vielmehr, ob dmals bei den Griechen unter Farbe auch
> andere Aspekte betrachtet wurden als heutzutage bei uns, zum Beispiel
> das Gl�nzen einer Oberfl�che oder die Dunkelheit einer T�nung. Wenn man
> das mitbedenkt, ist die "weinfarbene See" so merkw�rdig gar nicht.
Einmal war ich in Griechenland und erinnere mich noch gut an den ersten
Abend am Meer. Da fand ich "weinfarben" wirklich passend.
M.
Klar, nicht abwertend. Die von mir referierte Hypothese geht allerdings
mehr dahin, da� es gar nicht mehr wertend gemeint war, sondern als ein
in langer m�ndlicher �berlieferung erstarrtes Beiwort fungierte, das
sich vielleicht urspr�nglich von einer Identifikation mit einem der
Gottheit geweihten Tier abgeleitet hat.
viele Gr��e
JR