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Wert des brit. Pfundes zum Euro im Jahr 1850

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Gerd Muck

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Dec 29, 2009, 8:43:47 AM12/29/09
to
Hallo!

Ich lese gerade eine Biographie eines Mannes, der von 1825 bis 1890 in
England lebte. Er spricht h�ufig von 100 Pfund und anderen Summen, die
mir heute als Peanuts erscheinen, damals aber enorme Betr�ge gewesen
sein m�ssen. Wie w�re eine ungef�hre Umrechnung zum Euro?

Danke, Gerd

Andrej Kluge

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Dec 29, 2009, 9:02:28 AM12/29/09
to
Hi,

laut http://www.measuringworth.com/ukcompare/index.php

waren 1850 100 Pfund:

�8,563.97 using the retail price index.
�77,356.40 using average earnings.

wert.

Such dir was aus :-)

Ciao
AK

Gerald Fix

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Dec 29, 2009, 9:08:33 AM12/29/09
to

Das ist nicht so einfach - wie verh�lt sich denn der Euro heute
z.B zur DM von 1970? Man kann nicht so einfach W�hrungen
vergleichen, die nicht gleichzeitig existieren.

In http://tinyurl.com/y973ojb (f�hrt zu www.moneymuseum.com)
wird der Wert eines Pfundes 1851 mit 25 Schweizer Franken
angesetzt.

Ich habe gerade Vernes "Reise um die Welt in 80 Tagen" nicht zur
Hand, aber in diesem Buch m�sste das Pfund-Dollar-Verh�ltnis
beschrieben sein. (Wenn ich mich recht erinnere).

--
Viele Gr��e
Gerald Fix

Gerd Muck

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Dec 29, 2009, 9:31:39 AM12/29/09
to
Andrej Kluge <kl...@wizzy.de> wrote:

Ich hatte mal gelesen, da� 1 Pfund im 19. Jh. verglichen mit der
heutigen Kaufkraft etwa 100-150 Euro wert gewesen sein soll.

Wenn in meiner Biographie ein Mann 100 Pfund f�r sein karitatives
Projekt gespendet bekam, dann waren das wohl 10.000 bis 15.000 Euro
unseres Papiergeldes von heute.

Gerd

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Peter J. Holzer

unread,
Dec 29, 2009, 4:53:48 PM12/29/09
to
On 2009-12-29 15:32, R�diger Silberer <Use...@Silberer.net> wrote:

> Am 29.12.2009 schrieb Gerald Fix:
>> On Tue, 29 Dec 2009 14:43:47 +0100, gerd...@mailinator.com
>> (Gerd Muck) wrote:
>>>Ich lese gerade eine Biographie eines Mannes, der von 1825 bis 1890 in
>>>England lebte. Er spricht h�ufig von 100 Pfund und anderen Summen, die
>>>mir heute als Peanuts erscheinen, damals aber enorme Betr�ge gewesen
>>>sein m�ssen. Wie w�re eine ungef�hre Umrechnung zum Euro?
>>
>> Das ist nicht so einfach - wie verh�lt sich denn der Euro heute
>> z.B zur DM von 1970? Man kann nicht so einfach W�hrungen
>> vergleichen, die nicht gleichzeitig existieren.
>
> Man mu� auf jeden Fall die Kaufkraft zu jeweiligen Zeit ber�cksichtigen.

"Die Kaufkraft" setzt aber auch einen einfachen Faktor voraus. Der ist
aber nicht einmal zur gleichen Zeit in der gleichen Gesellschaft
unstrittig (siehe die Diskussion um den "Pensionistenindex"), �ber 150
Jahre mit einschneidenden technischen und gesellschaftlichen
Entwicklungen wird das ganz unm�glich.

Agatha Christie wird die Aussage zugeschrieben: "Als ich jung war,
konnte ich mir nicht vorstellen, je so reich zu sein, mir ein Auto
leisten zu k�nnen, oder so arm, mir kein Dienstm�dchen leisten zu
k�nnen." Das mag nicht ganz richtig sein, aber es illustriert die Sache
ganz gut: Je nachdem, ob man die "Kaufkraft" am Preis eines Autos oder
am Stundenlohn eines Dienstm�dchens festmacht, kommen da ganz andere
Entwicklungen heraus (und man darf nicht vergessen, dass im 19.
Jahrhundert noch sehr viel in Naturalien gezahlt wurde). Der "Warenkorb"
hat sich ja auch entsprechend ge�ndert.

Angesichts dessen ist der Faktor 9 zwischen den beiden von Andrej
genannten Zahlen schon fast �berraschend niedrig.

hp

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Gerry Milligan

unread,
Dec 30, 2009, 3:50:30 PM12/30/09
to
Am Tue, 29 Dec 2009 15:02:28 +0100 schrieb Andrej Kluge:

> waren 1850 100 Pfund:
>
> �8,563.97 using the retail price index.
> �77,356.40 using average earnings.

Sagt also fast gar nichts - und die diesen Preisen entsprechenden Waren
d�rften weitgehend andere sein ...

Walter Schmid

unread,
Dec 31, 2009, 5:41:15 AM12/31/09
to
Rüdiger Silberer schrieb:

> Am 29.12.2009 schrieb Peter J. Holzer:
>
>> Angesichts dessen ist der Faktor 9 zwischen den beiden von Andrej
>> genannten Zahlen schon fast überraschend niedrig.
>
> Das scheint mir auch so.

Van Goghs sind mindestens 100'000 mal teurer, aber Bananen (sogar
nominal) billiger geworden.

Gruss

Walter

Walter A. Schmidt

unread,
Dec 31, 2009, 6:12:33 AM12/31/09
to
Am 31.12.09 11:41, schrieb Walter Schmid:

> Van Goghs sind mindestens 100'000 mal teurer, aber Bananen (sogar
> nominal) billiger geworden.

_1851_ hättest du selbst für den heutigen Preis keinen van Gogh
bekommen ;-)

scnr
Walter

Roland Franzius

unread,
Dec 31, 2009, 8:04:48 AM12/31/09
to
Walter Schmid schrieb:

Das Kilo Dampflokomotive zB bekommt man heutzutage fast nachgeworfen.

--

Roland Franzius

Peter J. Holzer

unread,
Dec 31, 2009, 8:32:33 AM12/31/09
to
On 2009-12-29 14:31, Gerd Muck <gerd...@mailinator.com> wrote:
> Ich hatte mal gelesen, da� 1 Pfund im 19. Jh. verglichen mit der
> heutigen Kaufkraft etwa 100-150 Euro wert gewesen sein soll.

Beobachtung am Rande: 1 Pfund Silber ist derzeit ca. 170 Euro wert.

hp

Wolfram Heinrich

unread,
Dec 31, 2009, 9:11:28 AM12/31/09
to
Am Thu, 31 Dec 2009 14:04:48 +0100 schrieb Roland Franzius:

> Walter Schmid schrieb:

>> Van Goghs sind mindestens 100'000 mal teurer, aber Bananen (sogar
>> nominal) billiger geworden.
>
> Das Kilo Dampflokomotive zB bekommt man heutzutage fast nachgeworfen.

Gems mir 50 Deka Lok, aufgeschnitten.

Ciao
Wolfram
--
Die listige Rache an besseren Zielen ist die, daß man sie als erreicht
ausgibt.
ERNST BLOCH
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <http://www.youtube.com/watch?v=oDjbbkGVT4Q>

Walter Schmid

unread,
Dec 31, 2009, 10:35:09 AM12/31/09
to
Walter A. Schmidt schrieb:

Aber für Kritzeleien des kleinen van G. von 1855 würde man heute
6-stellige Summen bieten! Die Teuerung von 1850 bis 1855 dürfte
keine Grössenordnungen durcheinander gebracht haben.

Gruss

Walter

Walter Schmid

unread,
Dec 31, 2009, 10:37:52 AM12/31/09
to
Roland Franzius schrieb:

Aluminium war einmal so teuer, dass nur Könige mit Alu-Löffeln aßen.

Gruss

Walter

Wolfram Heinrich

unread,
Jan 1, 2010, 5:43:52 AM1/1/10
to
Am Thu, 31 Dec 2009 16:37:52 +0100 schrieb Walter Schmid:

>> Das Kilo Dampflokomotive zB bekommt man heutzutage fast nachgeworfen.
>
> Aluminium war einmal so teuer, dass nur Könige mit Alu-Löffeln aßen.
>

Das liegt am Ersten Hauptsatz der Ästhetik: Je mehr das Zeug kostet, desto
schöner ist es.

Ciao
Wolfram
--
Christen sind hoffnungslos optimistisch,
Buddhisten sind hoffnungsvoll pessimistisch.
OLIVER CROMM

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