Der Entwickler von Schwertransport-Luftschiffen ist arg in Bedrängnis
geraten. Die liquiden Mittel reichen nach Experten-Schätzung nur noch
bis Ende April. Auf der Hauptversammlung am Samstag hat Cargolifter
zwar den ersten definitiven Auftrag gemeldet, doch das bestellte
Luftschiff soll erst frühestens Ende des Jahres fertig gestellt sein.
Und bis dahin benötigt Cargolifter dringend Geld. Die Mittel aus dem
Börsengang im Sommer 2000 und der Kapitalerhöhung nur ein gutes Jahr
später sind fast komplett verbrannt. Also setzt das Unternehmen in
seiner Not auf den Staat. Schließlich beschäftigt der Flugzeugbauer
500 Menschen im strukturschwachen Land Brandenburg. Ein beantragtes
Bundesdarlehen in Höhe von 300 Mio. Euro kann erst frühestens im
Frühjahr 2003 ausgeschüttet werden, sofern dies im Bundeshaushalt
festgelegt wird. Bis dahin braucht Cargolifter andere Hilfe.
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mfg
Waldemar
Wie die Süddeutsche berichtet, soll die Bundesregierung eine
Bundesbürgschaft als Zwischenfinanzierung in Aussicht gestellt haben.
Eilig dementiert das Land Brandenburg, dass es Gespräche zwischen der
Landes- und der Bundesregierung über finanzielle Hilfen für
Cargolifter gegeben habe. Von Cargolifter ist zu diesen Spekulationen
nichts zu hören.
Weitere Wirtschaftshilfen für Brandenburg sollen geplant sein. Nach
Informationen des Handelsblattes könnten das Bombardier-Werk in
Vetschau und der geplante Großflughafen Schönefeld weitere Nutznießer
des Zuwanderungs-Deals sein. Außerdem soll mit Bundesmitteln die
Ansiedlung einer Chipfabrik in Frankfurt (Oder) gelingen.
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