Ist die deutsche in der Öffentlichkeit noch erlaubt, oder muß man sich englisch (amerikanisch?) ausdrücken?
Hans Gerards
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Am Sun, 21 Apr 2002 14:42:33 +0200, in de.org.politik.misc <a9uc46$kuq$0...@news.t-online.com> "Holger Teschner" <holger-tesch...@t-online.de> schrieb:
>> Ist die deutsche in der Öffentlichkeit noch >> erlaubt, oder muß man sich englisch (amerikanisch?) ausdrücken? >> Hans Gerards > Diese Deutschtümelei ist doch nicht mehr zu ertragen!
Dann antworte doch freundlicher Weise in Englisch und schäme dich deiner Muttersprache.
> > > Diese Deutschtümelei ist doch nicht mehr zu ertragen! > > Dann antworte doch freundlicher Weise in Englisch und schäme dich > > deiner Muttersprache. > > -bs- > Nicht für meine Muttersprache, sondern für die jenigen die meinen deutsch > zu sein, für die schäme ich mich!
What do you mean by saying "those who think they are German"? Who is it? I don't think I'm German, I AM German!
Am Mon, 22 Apr 2002 12:00:26 +0200, in de.org.politik.misc <3CC3DF3A.6FEF4...@igbce.de> Bettina Möller <bettina.moel...@igbce.de> schrieb:
> Holger Teschner schrieb: >>>> Diese Deutschtümelei ist doch nicht mehr zu ertragen! >>> Dann antworte doch freundlicher Weise in Englisch und schäme dich >>> deiner Muttersprache. >> Nicht für meine Muttersprache, sondern für die jenigen die meinen deutsch >> zu sein, für die schäme ich mich! > What do you mean by saying "those who think they are German"? Who is it? > I don't think I'm German, I AM German!
> > What do you mean by saying "those who think they are German"? Who is it? > > I don't think I'm German, I AM German! > > Betti > Eben die die meinen Deutsch zu sein, wie R.Meyer oder das Ganze > Nationalisten Pack!
I was born in Germany, I live in Germany, so what do you think which nationality I have??? I had no influence of this - sorry!
hgera...@freenet.de wrote in message <news:3cc24406$0$12720$9b622d9e@news.freenet.de>... > Ist die deutsche in der ?fentlichkeit noch > erlaubt, oder mu?man sich englisch (amerikanisch?) ausdr?ken?
Tja, Deine 'Oe's erscheinen in meinem Browser als Fragezeichen...
Im Ernst, ist doch kindisch, die Sprachen haben sich zu allen Zeiten gegenseitig beeinflusst. Warum also nicht jetzt? Im Englischen gibt es ja auch die Woerter 'Kindergarten' und 'Blitzkrieg', macht Dich das nicht Stolz?
> hgera...@freenet.de wrote in message <news:3cc24406$0$12720$9b622d9e@news.freenet.de>... > > Ist die deutsche in der ?fentlichkeit noch > > erlaubt, oder mu?man sich englisch (amerikanisch?) ausdr?ken?
> Tja, Deine 'Oe's erscheinen in meinem Browser als Fragezeichen...
> Im Ernst, ist doch kindisch, die Sprachen haben sich zu allen Zeiten > gegenseitig beeinflusst. Warum also nicht jetzt? Im Englischen gibt es > ja auch die Woerter 'Kindergarten' und 'Blitzkrieg', macht Dich das > nicht Stolz?
Ich sehe auch viele Fragezeichen. Aber egal.
Es hat immer eine Lingua Franca gegeben. Im Mittelalter und später war es das Lateinische. Im 1700 bis 1800 Jahrhundert war es Französich. Ab dem 2000 Jahrhundert wurde es dann Englisch. So konnte ein reger kultureller, wissenschaftlicher, künstlerischer Austausch zwischen den verschiedenen Nationen stattfinden.
Also das ist nix neues, und das ist auch gut so! Denn nur wer mit dem anderen Sprechen kann, kann ihn verstehen.
> > Im Ernst, ist doch kindisch, die Sprachen haben sich zu allen Zeiten > > gegenseitig beeinflusst. Warum also nicht jetzt? Im Englischen gibt es > > ja auch die Woerter 'Kindergarten' und 'Blitzkrieg', macht Dich das > > nicht Stolz?
Wie ich heute morgen gerade von einer Kollegin gelernt habe, ist das Wort Kindergarten auch nicht deutschen, sondern (sofern ich mich recht erinnere) englischen...
> Ich sehe auch viele Fragezeichen. Aber egal. > Es hat immer eine Lingua Franca gegeben. Im Mittelalter und später war es > das Lateinische. Im 1700 bis 1800 Jahrhundert war es Französich. Ab dem > 2000 Jahrhundert wurde es dann Englisch. So konnte ein reger kultureller, > wissenschaftlicher, künstlerischer Austausch zwischen den verschiedenen > Nationen stattfinden.
Eben. Und wenn wir jetzt eben viele Anglizismen im Deutschen haben, hat das wenigstens den Vorteil, dass man damit auch in anderen Ländern verstanden wird, solange sie das betreffende Wort im gleichen Sinn einsetzen.
> Also das ist nix neues, und das ist auch gut so! Denn nur wer mit dem anderen > Sprechen kann, kann ihn verstehen.
On 14 May 2002 12:30:01 -0700, goo...@blinker.net (Bjoern) wrotf:
>hgera...@freenet.de wrote in message <news:3cc24406$0$12720$9b622d9e@news.freenet.de>... >> Ist die deutsche in der ?fentlichkeit noch >> erlaubt, oder mu?man sich englisch (amerikanisch?) ausdr?ken?
>Tja, Deine 'Oe's erscheinen in meinem Browser als Fragezeichen...
>Im Ernst, ist doch kindisch, die Sprachen haben sich zu allen Zeiten >gegenseitig beeinflusst. Warum also nicht jetzt? Im Englischen gibt es >ja auch die Woerter 'Kindergarten' und 'Blitzkrieg', macht Dich das >nicht Stolz?
Wenn ich aber ein englisches Wort benutze, obwohl es auch ein gleichwertiges, gängiges deutsches Wort gibt, ist das stenzmäßiges Schaulaufen.
Es kommt immer auf die emotionale Absicht an. Das früher vom eigentlich deutschensprachigen Adel benutze Französich war Ausdruck der Großmannssucht, sich damit dem Sonnenkönig gleich fühlen zu können. Aus demselben, gegenläufigen Grunde opponieren zurzeit die Franzosen ihrem Franglais.
Geben uns andere Sprachen allerdings neue Begriffe, für die es in Deutsch nichts Entsprechendes gibt, ist die sprachliche Übernahme oder Eindeutschung durchaus legitim, also z.B. Internet und Usenet. Dem User würde ich aber den Nutzer, vor mir aus auch den Anwender vorziehen. Für E-Mail hätte man rechtzeitig auch E-Post sagen können, inzwischen scheint es dafür zu spät zu sein.
Wenn man sich das inzwischen prämierte Interview von Jill Sander in Erinnerung ruft, weiß man, was gemeint ist.
Herbert
Wer bei meinen E-Mails Rechtschreib- und/oder Interpunktionsfehler findet, darf solche Fehler behalten, denn ich erkläre hiermit unwiderruflich, dass ich keine Besitz- und Eigentumsansprüche auf meine Fehler gegenüber ehrlichen Findern erhebe.
> Wenn ich aber ein englisches Wort benutze, obwohl es auch ein > gleichwertiges, gängiges deutsches Wort gibt, ist das stenzmäßiges > Schaulaufen.
Schlimmer sind eingedeutschte englische Begriffe. Unter "Handy" versteht ein Engländer oder Ami den Begriff "handlich". Das was die Deutschen damit meinen nennt sich dort "Mobilfon".
> Schlimmer sind eingedeutschte englische Begriffe. Unter "Handy" versteht > ein Engländer oder Ami den Begriff "handlich". Das was die Deutschen > damit meinen nennt sich dort "Mobilfon".
Hihi, besser noch: die Amis meinen mit "my little handy" einen Massagestab... ;-))) Lovely, isn't it? Das Mobiltelefon heißt in englischsprachigen Ländern mobile oder cell phone, jaja...
Und - was mir überhaupt nicht bewusst war, weil mir quasi vorgegeben war, was ich darunter zu verstehen hatte - ist, dass Bodybag, also diese flache Tasche, die man quer über dem Körper trägt, auf deutsch Leichensack heißt... Wer sich das ausgedacht hat (also diese Bezeichnung für die Tasche) hätte sich vielleicht besser mal informiert, wie die englischsprachigen Länder dazu sagen bzw. ob es nicht schon eine andere Bedeutung für Bodybag gibt, gell?
> Und - was mir überhaupt nicht bewusst war, weil mir quasi vorgegeben > war, was ich darunter zu verstehen hatte - ist, dass Bodybag, also diese > flache Tasche, die man quer über dem Körper trägt, auf deutsch > Leichensack heißt... Wer sich das ausgedacht hat (also diese Bezeichnung > für die Tasche) hätte sich vielleicht besser mal informiert, wie die > englischsprachigen Länder dazu sagen bzw. ob es nicht schon eine andere > Bedeutung für Bodybag gibt, gell?
Bekannt ist doch auch die Autofirma, die sich gewundert hat, warum sich der Nova in spanischsprachigen Laendern so schlecht verkauft (no va ~ geht nicht).
> Bekannt ist doch auch die Autofirma, die sich gewundert hat, warum > sich der Nova in spanischsprachigen Laendern so schlecht verkauft (no > va ~ geht nicht).
Hihi, das ist auch wirklich schön! Übrigens kann ich spanisch... ;-)) Wusste allerdings gar nicht, dass es so ein Auto gab.
Was folgern wir daraus? Umfassende Marktanalysen hinsichtlich wo will ich was verkaufen und hat der Markenname womöglich schon eine Bedeutung, die kontraproduktiv zum Produkt wäre!